Windeleimer: Tommee Tippee Sangenic

Schon vor einiger Zeit bekam ich einen ganz besonderen Windeleimer zum Testen – den Tommee Tippee Sangenic, einer dieser besonderen Eimer die jede Stinkewindel einzeln “fressen”, versiegeln und im Inneren verstauen.
Ich gestehe, ich war schon vor Geburt des Ersten scharf auf so ein Teil aber schlichtweg immer zu geizig. Gereizt hats mich dann doch immer wieder, da ja herkömmliche Windeleimer so ihre Macken haben – sie schließen halt eben doch nicht perfekt und auch mit Mülltüte innen müffeln sie einfach mit der Zeit. Nachdem ich mich also seit nunmehr 20 Monaten um solche Eimer rumschleiche und doch nie dazu entschlossen habe, kam ich nun ganz zufällig in den Genuss, und testete gleich mal drauf los.

Zugegeben, beim ersten Öffnen war ich dann erstmal ein wenig erschlagen. Glücklicherweise war schon eine Kassette eingefädelt, denn ich sah erstmal nicht wo rein und wie raus und so weiter.

IMG_20140614_130152990Nachdem wir jetzt aber alle aufgebraucht haben weiß ich, dass das wirklich nur Übungssache ist. Man legt eben die entpackte Kassette ein, zuppelt das offene Ende unten raus, verknotete es und hakt den Knoten so über die Halterung, dass er dort fest sitzt wenn man die ersten Windeln runterdrückt und eben Zug drauf kommt. Wichtig ist auch, dass man ihn nicht zusätzlich/zufällig in den grauen “Fingern” verhakt. Jedenfalls ist nun der Deckel in Betrieb und kann auf den Eimer gesetzt werden. Das Ganze sieht dann so aus:

 

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Man erkennt auch schon ganz gut den Schieber im Deckel, der die einzelnen Windeln nach unten stopft. Dabei ist darauf zu achten, dass man die reingeworfene Schmutzwindel erstmal mit der Hand ein Stück reindrückt und nicht mit dem Deckel, denn sonst könnte da mit der Zeit Unschönes dran hängen bleiben und das wär ja dann wohl mal gänzlich das Gegenteil des Konzeptes eines besonders hygienischen Eimers. Denn, so wirds beworben, durch diese Art der Verpackung soll man 99,weißnichtwievielgenau % Bakterien+Keime den Garaus machen. Sobald also nun die Windel drin ist dreht man den grauen Ring einmal im Kreis (man sieht rechts so einen kleinen “Stöppel”, an dem fasst mans an), die Mülltüte zwirbelt dabei einmal um die Windel rum und selbige ist verpackt. Nun macht man den Deckel zu und die Windel wird so automatisch nach unten gedrückt.

IMG_20140619_115334366Hat man den Eimer brav regelmäßig gefüttert ist er dann irgendwann voll und sieht so aus. Da der Eimer schneller voll wird als die Tüte alle ist muss man diese abschneiden, dafür gibt es eine kleine an der Unterseite des Deckels eingearbeitete Klinge – keine Sorge, so gut versteckt dass man sich nicht dran verletzen kann, man schiebt einfach das Säckchen in einen Schlitz und kann es abtrennen. Mit dem neu entstandenen Ende verfährt man wie oben beschrieben, das Ende der vollen Tüte verknotet man und dann kanns in den Müll. Auf dem Bild unten sieht man auch wie die Windeln Bonbon-artig zusammenhängen.

IMG_20140619_115339654Soviel also erstmal zur Handhabung, bei der ich nichts zu beanstanden habe – ich muss sagen, dass mir ein besonderer Vorteil auffiel, wenn ich das Baby während dieser Zeit mit Stoffwindeln wickelte, da ich im Normalfall die beschmutzten Auflagen ja einfach so in den Eimer geworfen hatte, und das hat schon eher.. ekelig. In diesem Eimer hab ich die einfach genau so verpackt wie Windeln, wodurch es keine Sauerei oder fiesen Gestank gab.

Und so im Allgemeinen? Also auf der positiven Seite fiel mir auf:

  • Die angenehme Anwendung im Alltag eben
  • tatsächlich deutlich weniger Gestank
  • Kind kommt nicht an Schmutzwindeln dran (holy shit, im wahrsten Sinne, grade leider Thema *uff*)
  • Der Eimer selbst bleibt bei richtiger Anwendung immer sauber
  • Die Tüten halten länger als befürchtet (bei 1,5 Wickelkindern etwa 3 Wochen; schätze ein Kind braucht eine Kassette im Monat) – die Angaben werden also nicht nur eingehalten sondern fast übertroffen, wobei ich die Windeln wirklich klein zusammenpresse beim Entsorgen und auch versuche möglichst wenig Tüte zu verbrauchen je Ladung

Weniger gefallen hat mir:

  • Tatsächlich der Preis – knapp 10€ im Monat für Plastiktüten?! (im Vergleich zu den üblichen “zig” Stück für nen Euro)
  • der wahnsinnig viele Plastikmüll (die in sich gezwirbelte lange Tütenkette und die Plastikkasette, die jedesmal neu gekauft wird) – kam mir vorher nicht in den Sinn, aber wenn man drüber nachdenkt, ob das wirklich nötig ist so viel extra Müll zu produzieren!?

Neutral fand ich:

  • Unverändert blieb bei uns der Platz, den die Windeln in der Mülltonne einnehmen
  • die Gesamtgröße des Eimers – war uns jetzt egal, weil wir den Platz haben ist aber zu erwähnen

 

Was ist also nun mein Fazit? Würde ich nachkaufen, wem kann ichs empfehlen?
Wir selbst sind uns nicht ganz einig – der Mann fand den Eimer toll, ich eher ok, aber uns beiden ist der Nachkaufpreis und der Umweltaspekt Grund genug, die Anwendung jetzt erst mal auszusetzen. Sinn macht er für uns ganz gezielt phasenweise: wenn die Kinder krank sind / Durchfall haben; wenn es wahnsinnig heiß ist; wenn der Große mal wieder nur Unsinn mit dem Windeleimer vor hat. Ich denke wenn der Windeleimer im Schlafzimmer des Kindes steht macht so ein System Sinn, denn da will man ja wirklich nicht dass es müffelt. Aber uneingeschränkt weiterempfehlen würde ich das Windeleimersystem jetzt dennoch nicht.

 

Wie schon eingangs erwähnt wurde mir der Windeleimer kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt, ich erhalte keine gesonderte Bezahlung, darf den Eimer aber unabhängig von meiner Meinung behalten. Ich bedanke mich bei Sarah von Bauchgefühl fürs Vermitteln!

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Auf bald,
Hummelchen

7-Monats-Geburtstag Raupe

Ein wenig zu spät, aber Murphy lässt mich zur Zeit grad alle 4 Backen hinhalten…. :-/ Aber bevor es nicht mehr aktuell ist, schnell alles festhalten!

 

Sprache: Huiuiui.. dein Gequietsche stellt aktuell sogar die Töne deines Bruders in den Schatten. Du quietscht hauptsächlich wenn du dich ärgerst oder verzweifelt bist, aber auch mal aus Langeweile oder Freude. Immer öfter brabbelst du, reihst Silben aneinander und quasselst vor dich hin. Des Öfteren war ein “Mama” oder “Papa” dabei, leider natürlich noch ohne weitere Bedeutung. Es klingt jedenfalls sehr süß und macht Vorfreude auf mehr!

Spielen: Also mit Abstand am Liebsten klaust du die Spielsachen vom Bruder, die eigentlich noch nicht so für dein Alter gedacht sind. So machst du dich gern über seinen Laster, generell die Nachziehspielsachen, große Bälle, Duplos oder seine Deckelsammlung her. Auch die Quietscheente ist hoch im Kurs, und dein Bruder hat dir verraten dass Handys das absolut tollste auf der Welt sind. Insgesamt interessieren dich Spielsachen aber weniger, du bist die meiste Zeit mit Turnen beschäftigt.

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Motorik: Nach wie vor bist du feinmotorisch recht geschickt. Schnullis steckst du wie ein Profi selbst in den Mund, und auch deine Fläschchen kannst du meist selbst halten, absetzen und wieder in den Mund stecken. Auch kannst du recht geschickt und fehlerfrei Gegenstände von der einen in die andere Hand wechseln. Du kugelst und schiebst dich pfeilschnell durch die Gegend, allerdings nur rückwärts. Vorwärts kommst du zwar zentimeterweise, wenn du dich aus dem Vierfüßler (den du seit 2 Wochen drauf hast) auf den Bauch wirfst, ärgerst dich dann aber wahnsinnig über die Ineffizient. Ein wenig besser geht es, wenn du “hoppelst”, also im Vierfüßler wackelst – nur musst du dich dann im rechten Moment auch fallen lassen!

Schlafen: Nachdem wir einige höllische Wochen hinter uns hatten, haben wirs auf nen Versuch ankommen lassen und richteten dein Bett in deinem Zimmer her. Und was soll ich sagen? Von der ersten Nacht an schläfst du TOLL! Meist wirst du so gegen 19.30 hingelegt, da du abends schon früh sehr sehr müde bist. In der knappen Hälfte der Nächte gibts 2 Fläschchen, in der Hälfte gibts eines, und alle paar Tage schläfst du sogar bis 6 Uhr durch!? Wir sind komplett platt, vor allem Mama da sie nun wieder Schlaf bekommt. Auch das nächtliche Flächchen geben läuft besser als gehofft, nachdem du fertig getrunken hast rollst du zur Seite, und wir gehen hinaus, fertig. Einzig das abendliche Einschlafen fällt dir noch sehr schwer, du sträubst dich mit Händen und Füßen gegens Einschlafen, und dass man mal 45Minuten an deiner Seite sitzt bis du es endlich schaffst ist keine Seltenheit. Aber ich bin sicher, dass das auch noch besser wird… Trotzdem, weltmeisterlich!!

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Schmusen: Du scheinst grade hin- und hergerissen zwischen deinem Erkundungsbedürfnis und der Notwendigkeit, ständig jemanden an dir oder zumindest um dich zu wissen. Gern darf man dich stundenlang am Arm rumtragen (aber bloß nicht stehen bleiben oder gar hinsetzen!), oder dich streicheln und bekuscheln und wild anknabbern. Alleine bleiben oder alleine spielen geht grad de facto gar nicht. Manchmal reicht dir die Nähe deines Bruders, oft aber eher nicht.

Soziales: Du bist wahnsinnig unkompliziert und bleibst auch schon gern etliche Stunden bei Oma und Opa, wo auch das Schlafen mittlerweile gut klappt. Meistens darf sich dir auch jeder Fremde nähern, du bist ein Sonnenscheinchen und mit allen freundlich. Ganz selten gibt es aber Situationen, da packt dich von jetzt auf dann die Angst (meist wenn du grad niemand Vertrauten im Sichtfeld hast), dann schiebst du ein entsetzliches Schippchen und weinst herzerweichend, sodass man sofort zu dir stürmt und dich tröstet. In den meisten Fällen kannst du dich danach trotzdem problemfrei auf die zuvor “bedrohliche” Situation einlassen. Wenn dein Bruder dabei ist fühlst du dich auch oft sicherer. Ängstlich, nervös oder verstört bist du so gut wie nie.

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Entwicklung: Obwohl sich grad wahnsinnig viel tut bei dir läuft es recht gut. Nun, da das schlafen klappt merkt man dir Fortschritte tagsüber nur an etwas schlechterer Laune und Dauer-Bespaßungs-Bedürfnis an. Steht eigentlich grad ein Schub an? Keine Ahnung, dich scheinen die nicht so ausgeprägt mitzunehmen, hoffen wir dass auch die Nächte unbeeinträchtigt bleiben.

Ernährung: Leider klappts hier gar nicht so recht. Wir machen öfters mal Komplettpausen, weil du Brei essen nicht toll findest. Mittlerweile klappen sogar schon so 80-100g, aber wir sind noch weit davon entfernt, eine ganze Portion zu schaffen. Da man ja zwecks Zöliakie-Risiko-Minimierung das erste glutenhaltige Essen vor Ende des 7. Monats einführen soll gab es auch schon öfter Abendbrei, der dir insgesamt deutlich besser schmeckt als Gemüsebrei, leider macht uns da aber oft deine Müdigkeit einen Strich durch die Rechnung. Trotzdem hast du schonmal eine fast komplette Abendmahlzeit verdrückt! Besser gefällt dir selbst essen. Gurke, Brokkoli, Blumenkohl, Karotte und nun auch Brot findest du spaßig. Dass du dich öfter mal verschluckst war uns klar, aber nach einem unschönen Vorfall, bei dem du wirklich übel geröchelt hast und das Teil zu aspirieren drohtest, sodass Mama dich in plötzlicher Panik aus dem Sitz geholt und das Brot kopfüber rausgeklopft hat, ist nun hier erstmal Pause. Vertragen Mamas Nerven grade nicht… sobald du aufrecht sitzen darfst und nicht halbliegend angeschnallt rumhängst gibts wieder was..

Gesundheit: Nichts zu beanstanden…

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Körperliches: Obwohl du immer noch äußerst “griffig” bist haben wir grad den Eindruck dass du etwas länger geworden bist, nahezu sogar einen Hals hast! Auch hast du dich optisch, in deiner Mimik irgendwie verändert, wirkst deutlich “älter”.. Hachja.
Deine Augen sind immer noch blau, die hellen rot-blonden Haare fangen hier und da zu wachsen an und wir sind schon sehr gespannt, wie das mal aussieht!
Größe 74 und Windelgröße 4 passen nach wie vor optimal.
Zahnen merken wir grade nichts, aber da ich ein paar Tage zu spät schreibe weiß ich ja, dass 2 Tage nach deinem 7-Monats-Geburtstag das erste Zähnchen hervorblitzte. Wie beim Bruder, völlig ungemerkt.

Pfui: Rückschläge beim Krabbelnüben, nicht selbst sitzen können

Highlights: Planschen/Wasser

Eine so spannende Zeit grade, immer kommt was Neues hinzu… das Leben mit dir wird immer abwechslungsreicher und bunter, mein Schatz.. Wie schön!

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Auf bald,
Hummelchen

Augenkliniktermin from hell

Schon  seit einem halben Jahr schielt das Rumpelstilzchen. Anfangs war ich selbst unsicher, ob er da überhaupt schielt, und fragte den damaligen Arzt. Der meinte, das käme vom breiten Nasenrücken, Thema erstmals abgehakt. Dann wurde es aber deutlicher, und war auch nicht immer in gleichem Ausmaß sichtbar, sodass ich immer sicherer wurde, dass das wohl nicht vom Nasenrücken her rührt, sondern wohl was dahinter steckt. Der aktuelle Kinderarzt schickte uns auf meine Nachfrage dann noch zu einem Augenarzt, der wiederum feststellte, dass sein linkes Auge führend sei, und das rechte eben schiele. Eine weitere Abklärung war nicht möglich, da das Rumpelstilzchen aus vollem Röhren plärrte und sich hin Händen und Füßen gegen jegliche Untersuchung sträubte.

Somit wurden wir in die Augenklinik überwiesen, wo wir heute waren. Rückblickend bin ich mir sicher, dass ich wohl lieber Drillinge zur Welt bringen wollte, als nochmal so einen Vormittag zu ertragen. Die Klinik selbst (wir waren damals mit der Lungenentzündung schon im Nebengebäude, das ich in guter Erinnerung hatte) machte einen äußerst schäbigen Eindruck. Alt, schmuddelig, verwinkelt, überfüllt, unorganisiert. Schon beim Reingehen standen mir mal sämtliche Körperhäärchen senkrecht, ich leide zwar nicht unter Klaustrophobie, fühlte mich aber extrem beengt und unwohl. Das Kind gab ich daher größtenteils an den Mann (der GsD Urlaub hatte), bespielte selbst eher das Baby, dem der ganze Trubel eigentlich herzlich egal war. Die Wartezeit war gefühlt ewig (faktisch eine knappe Stunde), und es gab gar nichts zu tun. Es gab keinen Warteraum, die Stühle standen am Flur aufgereiht, nebendran und rundherum standen auch immer wieder Menschen, weil eben alles besetzt war. Es war auch zu eng, mit dem Kind sinnvoll rumzulaufen. Zu spielen gab es auch nichts, und das Buch das wir mithatten, das er zwar sehr liebt (das tolle kleine “Ich bin die kleine Ente” Buch, der hervorragend zum Mitnehmen geeignet ist), aber eben auch schon gut kennt und nach 2 mal durchblättern erstmal nicht mehr so spannend findet. Er wurde immer unruhiger und wuseliger und unzufriedener, ich saß auf Nadeln.

Endlich kamen wir dran, und schon beim Betreten des Untersuchungszimmers fing das Rumpelstilzchen an sich zu winden. Die Ärztin kam zu ihm, begrüßte ihn, strahlte ihn an, suchte den Augenkontakt, wollte ihm die Hand geben, und streichelte ihm nach seiner Weigerung übers Bein. An der Stelle frage ich mich immer immer immer wieder: WARUM zum Geier muss das denn sein? Jedem Fremden wär ich da schon drübergefahren (, ist vor ner Untersuchung aber dann doch eher kontraproduktiv). Das Kind zeigte SO deutlich dass es KEINEN Kontakt will, und schlussendlich wurde es dazu genötigt bis es aufquietschte, sich wegdrehte und an mir festklammerte. Ab diesem Punkt hat es nur noch geschrieen und gekreischt wenn die Ärztin das Sichtfeld betrat. Nein, ich meine nicht dass die Untersuchung toll gelaufen wäre, wäre der erste Kontakt gelungen (iSv ein kurzes “Hallo” und dann das Kind bittedanke erstmal gepflegt ignorieren, bis es eventuell auftaut und von sich aus Kontakt sucht, bis dahin hätte sie ja mit uns in Ruhe die Anamnese machen können, ne?), aber nachdem sie sichs mal mit ihm verscherzt hatte war mir klar, dass da nichts mehr läuft.

Nunja, man versuchte es natürlich trotzdem, und das Rumpelstilzchen schrie sich immer entsetzlicher in Rage und Verzweiflung, war völlig überfordert und nach 20 Minuten dauerschreien schluchzte er auch nur mehr “heia, heia!”. An der Stelle hätte ich mich einfach gern umgedreht und wäre gegangen, aber man wollte noch das Auge (den Nerv? Hatte ich das richtig verstanden? Keine Ahnung, meine Ohren klingelten ja nur) untersuchen, dafür gäbe es noch Tropfen zur Pupillenweitung, dann 20 Minuten warten. Endlich konnte ich erreichen, dass ICH etwas tun durfte und gab dem Kind die Tropfen selber. Unter Geschrei, ja, aber es ist dennoch was anderes. Was davor übrigens nicht möglich war – mich mitmachen zu lassen. Ich fragte MEHRMALS, ob ich das nicht etwa machen könne, wenn es darum ging ein Auge zu verdecken, oder dem Kind ein Spielzeug schmackhaft zu machen, und wurde immer ein wenig arrogant abgewimmelt “na ich kann Ihnen ja jetzt nicht die Untersuchung erklären, nicht wahr?”. Trotzdem bin ich überzeugt, wir hätten bessere Chancen gehabt, wenn ich das Spielzueg mal von links nach rechts, mal von rechts nach links bewegt hätte, während ich je ein Auge abdecke. So fähig bin ich dann doch. Und ja, wenn mans als Arzt selber macht weiß man gleich was man will und muss nicht anleiten, schon klar dass das angenehmer ist. Aber nachdem sie dem Rumpelstilzchen dann auch noch ins Gesicht gefummelt hatte, war definitiv alles verloren. Uns wurde schonmal eine Narkose angedroht, weil so könne man gar nichts sehen. Klar war aber, dass das rechte Auge nicht alles so tut wie es soll, und uns auf jeden Fall phasenweises einseitiges Abkleben des Auges ins Haus steht. (Ich hatte leider nicht gefrühstückt, sonst hätte ich hier im Kreis gekotzt)

Nach weiteren entsetzlichen und von Müdigkeits- und Überreizungsgeschrei geprägten 30 Minuten der nächste Versuch, der Oberarzt sollte ran. Mit Festhalten konnte er wenigstens das Auge untersuchen, und das was er da untersuchen wollte wäre wohl in Ordnung. Zur Sehkraft könne er aber nichts sagen, da müsse er schon ordentlich schauen können. Dann wurden wir verabschiedet, wir sollen uns jetzt einen Narkosetermin geben lassen. Ich hatte Fragen, und vor allem viele Einwände, aber es gab keine Gelegenheit zum Gespräch – erstens schrie das Kind, zweitens zeigte der Herr Oberarzt sehr deutlich dass er zu sowas nun keine Zeit hat und verabschiedete uns wiederholt nach draußen. Nungut. Oder auch, nunschlecht.

Ich war heilfroh dass wir gehen konnten, kämpf(t)e aber sehr mit den Tränen. Ich will das einfach nicht, es widerstrebt mir extrem mein Kind stundenlang in Vollnarkose legen zu lassen, damit man eine 10minütige Augenuntersuchung durchführen kann. Man weiß ja schon, dass abgeklebt werden muss, man weiß dass (der Sehnerv?? was auch immer er da untersucht hatte) in Ordnung ist, und es geht jetzt nur noch darum ob er eine Brille braucht und in welcher Stärke? Und da kann man nicht noch einige wenige Monate warten, bis er so gut sprechen kann, dass er bei diesen “was siehst du da?”-Tests mitmachen kann? (Der erste Augenarzt hatte es versucht, aber Rumpelstilchen konnte nur den Vogel “Amsii!” benennen, und war auch nicht bereit das andere zu beachten sondern rief nur dass die Amsel wieder gezeigt werden soll -.-)

Ich bin grad hin und her gerissen, habe aber so extreme Bedenken wegen der Vollnarkose, dass ich mal schaun werde ob es noch wo in der “Nähe” eine Augenklinik gibt, um eine Zweitmeinung einzuholen. *seufz*
Hat von euch wer Erfahrung mit sowas???

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Auf bald,
Hummelchen

Schätze

Ein Thema, das mich in letzter Zeit öfter zum Nachdenken gebracht hat, ist mein Konsum. Also so im großen Allgemeinen – was kaufe ich, was kaufe ich nicht, und welche Konsequenzen hat das alles? Das hat mich in so großem Stil ins Nachdenken gebracht, dass ich hier definitiv nicht alles niederschreiben könnte, was mich die letzten Monate so umtrieb, aber eine kleine feine Auswahl an Gedanken, die möchte ich hier doch loswerden, weils passt.

 

Was man als Mama (/Eltern) ja ständig irgendwie einkaufen muss, das sind Klamotten für die Knirpse. Grade beim ersten Kind hab ich mich damit wirklich überfordert gefühlt, sinnvoll ausstatten konnte ich mich daher erst bei der Raupe. Damit meine ich übrigens nicht so sehr, wie viel Stück von welchem Body in welcher Größe, sondern auch so Details: welche Qualität bei welchem Teil? Welche Stoffe? Welche Eigenschaften? Ich weiß nun, dass ich im Krabbelalter bei unseren Fliesen im Wohnzimmer billige Stoffhosen brauch, weil sie kaputt gehen. Dass ich ab Größe 68 keine Strampler mehr wollte, weil es nicht so passt. Dass Oberteile ab 74/80 Karottenflecken abbekommen. Das kleine Hosen mit Zipp und Knopf gräßlich im Alltag sind. Dass meine Kinder Größe 62 überspringen.

Während ich sehr gerne Basics oft bei dm und h&m kaufe, weil es einfach hübsche, einfache und günstige Teile sind, bei denen es auch nicht jedesmal furchtbar schade ist, wenn das Kind aus einer Größe herauswächst (bzw wenn doch, man für nen einstelligen Betrag sofort das Kleidungsstück nochmal nachkaufen könnte), sind wir nun an einem Punkt, wo wir uns auch gern das ein oder andere besondere Stückchen leisten (wollen). Das Rumpelstilzchen trägt die Größe 86 nun schon sehr lang, aktuell wirds eher 92, aber je nach Schnitt passt grade beides. Deshalb ist es mir nun das auch wert, mal etwas mehr für ein besonders hübsches oder passendes Teilchen auszugeben.

Ein anderer Bereich sind Schuhe – wir haben nur sehr wenige. Also, wir alle, generell. Der Große hat aktuell ein Paar Sandalen, und ein zu klein werdendes Paar geschlossene Schuhe. Beide eher teuer gewesen, aber ich sehe nicht ein, die winzige Füßchen mit Billigplastikschuhen zu ruinieren. Zuhause gibt es Leder-Krabbelschuhe. Und die waren auch eher teuer, zumindest vergleichsweise – obwohl es nahezu überall wahnsinnig billige Lederpuschen zu kaufen gibt. Ich bin allerdings der absoluten Überzeugung, dass es in diesem Fall eine logische Untergrenze für hochwertiges Material geben muss, bedenkt man, wie teuer die Herstellung tierischer Produkte ist (/sein müsste). An diesem Punkt stimmt dann doch, dass Qualität einen gewissen Preis hat, bzw. Billigprodukte nicht ohne sind.

Passend zu diesen beiden Kategorien, wollte ich daher 2 Fundgruben teilen.

Unsere Krabbelschuhe haben wir von hier: die CRabbelschuhe werden nicht nur persönlich nach Wunsch gebastelt, was das Design betrifft, sondern auch genau auf die Fußgröße und -form zurecht geschnitten. Wir haben nun bereits unser 2. Paar und sind immer sehr zufrieden. Vor allem das Rumpelstilzchen, das seine “BUBAAALLL! *KREISCH* Schlappies!” am Liebsten gar nicht mehr ausziehen möchte… Ich persönlich fand ja das Schaf mit Abstand am Süßesten, allerdings musste ich feststellen, dass das für Nur-Krabbel-Babys nicht optimal ist, da das Schaffell natürlich wunderbar den Boden putzt.. ;-)

IMG_20140703_182648803_HDRSchuhe im Lieblingsball-Design = glückliches KindIMG_20140703_182935114

Aktuell ganz dem selbst-näh-Fieber verfallen, schmachte ich auch immer die besonders hübschen Stücke an, die andere zaubern können. Da hat man dann Glück, wenn diese Bastlerinnen einen kleinen Shop haben.. Hüübsche neue Sets haben wir daher von Nadelgeflüster erstanden. Besonders schön ist bei solchen Einkäufen, dass man seine Wünsche ja absprechen kann, was Farben oder Gestaltung angeht. Oder, was hier grade beim Rumpelstilzchen so besonders wichtig ist, besondere Größen. So brauchen wir zwar Länge 92, Weite aber etwa 80. Kriegt man so ja nicht. Bei einem persönlich für uns genähten Kleidungsstück kriegen wir eben dann genau das was wir wollen. Und sind sie nicht zauberhaft??

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An dieser Stelle komme ich auch nochmal auf das zurück, was ich anfangs schrieb – was kaufe ich da, und von wem? Wer sind die Menschen, die das eigentlich herstellen? Wer verdient an meinem Konsum? Im Fall von Nadelgeflüster eine Mama, die ich über diverse soziale Netze “kennenlernte”. Ich bin mir sicher, genau von diesem Typ gibts bei kleinen Shops einige. Und ist es nicht wunderbar, wenn man bestimmen kann, dass Geld in diese Richtung fließt? Zu Mamas, die teils schon früh nach Geburt des/der Kindes/r arbeiten, um wieder ihren Talenten nachzukommen, oder eben auch um ein wenig die Kasse aufzufüllen? Ist es das nicht,… na… wert? Ein paar Euro mehr, die man tatsächlich in die Hand nehmen muss, damit man damit nicht andere regelrecht ausbeutet, wert? Ehrlich gesagt, ich weiß nicht mal genau ob und wen ich ausbeuten würde, wenn ich günstige Shirts bei dm kaufe. Aber auch das ist ein Punkt – hier weiß ich, wem ich Geld wofür gebe. Fühlt sich für mich schön an, und ich hänge an solchen Schätzen auch viel mehr…

Wenn wir übrigens grade bei dieser Art des Vertriebs sind möchte ich noch zwei andere dran hängen:

Beide Söhne sind ganz vernarrt in ihre Bettnestchenmäuse. Da ich auch wie sicher jede frischgebackene Mami tausendmillionen Warnungen gegen Bettnestchen gelesen habe, und dennoch etwas wollte damit sich das kleine Baby nicht am Bett stößt oder mit den Füßchen feststeckt, war ich natürlich auf der Suche nach einem Mittelweg. Die Mäuse sind nicht nur schick, sondern auch praktisch, dienen als Schutz und Umrandung, sind nicht so starr dass das Baby drunter begraben werden könnte, und grade hoch genug um dem Köpfchen Sicherheit zu bieten. Sie haben mittlerweile etliche Waschgänge überstanden, sind noch genauso hübsch wie eh und je, einzig das Schwänzchen hat die Beißattacke der gefräßigen Katze nicht überstanden, aber wen wunderts.. Rückblickend würde ich nur ändern, doch keine Knisterfolie in die Ohren nähen zu lassen, das Baby ist grad so verrückt danach dass ich die Ohren immer wegklemmen muss damit er sich nicht mit dem Geraschele wach hält.. Und vor allem – sie sind etwas ganz Persönliches für die beiden. Ich hatte sie schon vor Geburt bestellt, und so warteten sie (vorab von mir eingekuschelt damit sie nach Mama riechen) geduldig auf die Ankunft bereitgelegt. Ich hoffe sehr, dass sie ihnen noch lange erhalten und wichtig bleiben…

(die Raupe kann zZ manchmal /nur/ in Seitlage einschlafen, kann so aber nicht liegen bleiben, vor allem nicht gepuckt, und damit sie weder ständig zurückrollt, noch gepuckt auf den Bauch rollt, ist die Bettmaus da sehr nützlich … )

Ein Gedanke, der hierbei vielleicht aufkommt.. “ach, die kann ich doch auch selber nachnähen!”. Nunja, ich bin mir sicher, dass man Bettmäuse mit etwas Geschick selbst nähen kann. Einfach die Designs angucken, Stoffe nachkaufen, und los gehts. Aber ist das… naja, richtig? Klar, dass man auch mal selber sparen muss, wär ich die Letzte die davon keine Idee hat. Aber ich frage mich schon, ob es gut ist, solche Angebote und vor allem den kreativen Hintergrund nicht tatsächlich zu entlohnen? Ich meine, wenn niemand mehr kauft, dann gibt es so etwas nicht mehr. Und das fände ich persönlich sehr sehr schade… Denn für ein paar wenige Schätze, da ists mir das auf jeden Fall wert.

Last but not least möchte ich noch die Taufkerzen unserer Jungs erwähnen, die wurden bei Kerzenzauber Lusine gestaltet. Obwohls ja viele süße Kerzen zur Taufe gibt, fand ich diese Desings einfach nur wuuunderschön, und hoffe dass die Kerzen auf später meine beiden noch begleiten dürfen…

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Was sind denn eure Lieblingsshops mit “persönlichem Touch”, habt ihr sowas?

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Auf bald,
Hummelchen

6-Monats-Geburtstag Raupe

Wahnsinn, ein halbes Jahr! Es ist irgendwie erschreckend zu erkennen, wie lange deine Geburt schon her ist.. auf der einen Seite kann ich mich noch so gut an die Anfangszeit erinnern, aber irgendwie weiß ich schon gar nicht mehr wie das war als du noch nicht bei uns warst!?

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Sprache: Nix neues. Viel Gequieke, viele Unmutsäußerungen.

Spielen: Immer öfter schnappst du dir Spielzeug vom großen Bruder. So waren in letzter Zeit dieser furchtbar quäkende Traktor und Bauklötze aller Art spannend. Dein Forscherdrang ist oft größer als gut für dich ist – kürzlich hast du dir ordentlich weh getan, als die kleine Holzbox, auf der du herumgetatscht hast, kippte und dir auf Stirn/Nase/Nasenwurzel donnerte. Uiui, war das ein Schreck! Auch Bücher findest du faszinierend. Du guckst dir so wahnsinnig gern die Bilder an, dass man auch bei miesester Laune ein paar gute Minuten rausholen kann. Am Liebsten aber machst du Quatsch und Blödelei, je doller desto besser. Man kann dich nie genug knuffeln, schwenken, fliegen lassen, kitzeln.. du gackerst wie bekloppt und hast Spaß dran. Dein Bruder bringt dir immer deine Lieblingsspielsachen, nur sieht ers nicht so gern wenn du dich an seinen Lieblingsbällen vergreifst. Liegst du im Dschungel und die Melodie geht wegen des Wacklers aus, schüttelt der das Gestänge (viel heftiger als nötig), und du freust dich darüber wie ein Schneekönig.

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Motorik: Du kullerst wie ein Weltmeister in alle Richtungen, hast tolle Körperspannung, sodass du dich in Seitlage schon verdammt weit hoch heben kannst, und du kannst dich im Kreis robben. Auch kannst du schon flink rückwärts abhaun! Deine Feinmotorik ist für uns besonders faszinierend, du bist so geschickt! Zwar klopfst du meist nur auf allem rum, aber das Hantieren und Bewegen fällt dir sehr leicht. So kannst du auch schon seit einiger Zeit zielsicher deinen Schnuller in den Mund stecken.

Schlafen: Uff. Es ist und bleibt anstrengend. Diesen Monat gabs 2 Wochen, die Mama wirklich alle nicht vorhandenen Nerven kosteten. Du schläfst sehr schlecht, bzw leicht, wirst wahnsinnig oft wach und findest dann  kaum noch in den Schlaf. Du bist so wahnsinnig fahrig und wuselig, selbst wenn du hundemüde bist, dass du fast nur dann einschlafen kannst wenn man dich festhält oder puckt. Oft schlägst oder ziehst du dir den Schnuller raus und weckst dich dadurch selbst wieder… Ungepuckt geht gar nicht, aber gefallen wills dir auch nicht so recht, und du bist ein kleiner Houdini beim Entpacken, so feste kann man das gar nicht zumachen. Zu Rekordzeiten wurdest du im 30-Minuten Takt wach, mehrere Nächte hintereinander. Aktuell schläfst du gepuckt ziemlich gut, nach dem Schlafengehen um 20Uhr bekommst du ein Fläschchen im Halbschlaf wenn Mama ins Bett geht (goldwert, da du nicht wach wirst hast du keine Wiedereinschlafprobleme, und auch der Hunger weckt dich dann nicht gleich!) und dann noch so zwischen 2 und 4 Uhr. Meist ist dann Ruhe bis etwa 7Uhr. Bitte, das darf jetzt erstmal so bleiben, ja???? :D Tagsüber schläfst du 3-4 mal zwischen 20 Minuten und 1,5 Std (mittags).

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Schmusen: Tatsächlich bist du grad weniger anhänglich. Wenn dus brauchst drückst du dich sehr süß mit deinem Köpfchen an Mama oder Papa, aber Qualität vor Quantität gilt grade!

Soziales: Du bist  eigentlich sehr oft sehr gut gelaunt. Auch Fremde bekommen Grinser, und Opa und Oma hast du nun auch schon besser kennengelernt, und die ersten Stunden mit deinem Bruder zusammen bei ihnen verbracht. Du zeigst damit keine Probleme, was jetzt nicht unangenehm ist..

Entwicklung: Bei soviel Schuberei möchte man meinen, du kannst nächsten Monat schreiben, lesen und rechnen. Insgesamt ists nach wie vor eher anstrengend mit dir, du bist seehr oft quängelig und raunzig und fühlst dich sichtlich unwohl in deiner Haut. Dann möchtest du unbedingt dauer-bekaspert werden, was es grade nicht so einfach macht. Da du dich bereits ein wenig vorwärts schiebst, denke ich, dass du vielleicht am Robben feilst oder so..

Ernährung: Hier läufts immer noch nicht so recht. Mittlerweile magst du deinen Brei sehr gerne, verträgst auch alles spitze, kannst alles toll schlucken – nur deine Zunge ist ständig im Weg. Schade, dass du was das betrifft noch nicht reif genug bist, du möchtest nämlich sehr gerne, aber es ist ein klein wenig anstrengend, den Löffel an deiner Zunge vorbeizumogeln, die sofort gierig und vorfreudig herausschleckt, wenn man sich nähert. Tatsächlich nimmst du auch gern selbst mal was in die Hand, und darfst das natürlich. So mampfst du bereits Gurke und Blumenkohl. Gestillt wird nur noch gelegentlich nachts, hauptsächlich zum Beruhigen oder wenn du danach verlangst. Das tust du allerdings immer seltener, und somit wird es vermutlich bald ganz wegfallen. Bei den Fläschchen tut dir grad der Umstieg auf den größeren Sauger gut, du hast nämlich sehr lange gebraucht um deine Milch zu trinken und wurdest dabei immer unleidlicher. Schließlich hattest du oft bald keine Lust mehr, aber immer noch Hunger. Ganz schlechte Mischung, aber nun ists ja besser. Deinem Bruder waren diese Sauger übrigens bis zum letzten Fläschchen zu groß. Tja, Raupe halt, nicht wahr? :-)

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Gesundheit: Alles bestens!

Körperliches: Du bist grade ein wenig mehr gewachsen als du zugenommen hast und wir sehen die zusätzliche Falte am Unterarm verschwinden – vielleicht liegts aber auch an deinem harten Training, das du jeden Tag absolvierst. Du passt perfekt in Größe 74, und wirkst eher “griffig”. Jeder der dich hochnimmt ist erstaunt, wie schwer du bist! Ein wenig kämpfen wir mit wundem Po, du bist da einfach so wahnsinnig empfindlich, und da Mama grad nicht hinbekommt, Stoffwindeln zu wickeln, merken wir das bei den Wegwerfwindeln umso deutlicher. (Erstaunlicherweise halten bei dir die babylove Windeln dicht, die beim Bruder nach spätestens einer Stunde ausliefen – ich werds nie verstehen!) Dazu kommt nun auch noch, dass das meiste Gemüse deine Verdauung noch eher beschleunigt, aber mit mehr Mahlzeiten wird das bestimmt noch besser.
Auch die Zähne drücken irgendwo rum, ohne sich endlich blicken zu lassen – SEUFZ.

Pfui: Zähne, Schlafen

Highlights: Strampeln, Quatschmachen, deine Füße

 

So starten wir in die 2. Hälfte deines ersten Jahres, wissend wie viel tolles Neues da auf uns zukommt.. Hach, ich kanns kaum erwarten!

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Auf bald,
Hummelchen

Milchpumpe: Medela Swing Maxi

Vor nunmehr 2 Monaten wurde ich gefragt, ob ich Interesse hätte, eine Milchpumpe von Medela zu testen und anschließend darüber zu berichten. Zuerst wollte ich absagen, wozu soll ich schon so etwas bekommen, wo ich eh zu wenig Milch habe? Dann aber sah ich, dass eine Pumpe zur Auswahl steht, die besonders bei zu geringer Milchbildung empfohlen wird. Haha!

Wie der Leser, der schon lange hier ist, weiß – ich habe damals beim ersten Sohn  so ziemlich *ALLES* probiert, was es nur so gibt, um (voll) stillen zu können. Von Nahrungsergänzungsmittel, über Akkord-Stillen/Pumpen bis hin zu Kügelchen und Heilsteinen. Jaja… Ich war verzweifelt genug. Geholfen hat ja mal gar nix. Das Einzige, das damals schon Wirkung zeigte war regelmäßiges Abpumpen. Mit enormer Anstrengung (stündliches Abpumpen über Wochen) hatte ich damals als bestes und leider einmaliges Ergebnis 70ml geschafft. Was ich allerdings noch niemals getestet hatte, mir aber schon im Krankenhaus als wirkungsvoll erklärt wurde, war das gleichzeitige Abpumpen beider Seiten. Mein Interesse war also geweckt….

Kurz darauf bekam ich also ein Päckchen mit lauter Goodies wie Broschüren und Heftchen, sowie als besonderes Extra ein Medela Fläschchen. Auch darüber hatte ich schon viel Gutes gelesen, soll es doch perfekt sein für Babys, die hauptsächlich gestillt werden und so der Saugverwirrung vorbeugen. An dieser Stelle ganz herzlichen Dank für dieses tolle Paket, und die Chance, das alles zu testen!

Das Kernstück war aber natürlich die Pumpe:

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Ich war zu Allererst überrascht, wie WINZIG die ist! Das Teil, das ich damals im KH von der selben Firma zum Abpumpen nehmen sollte, und auch das aus der Apotheke hatte in etwa die Größe einer Autobatterie. Das hier ähnelte einer mopsigen CD! Beim ersten Auspacken war ich aber auch zunächst etwas erschlagen von den vielen Einzelteilen.

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Ein wenig zurecht sortiert ergab das aber alles sehr schnell Sinn, das Zusammenbauen erschließt sich ganz logisch von selbst. Zuerst sollte man natürlich die einzelnen Teile reinigen, Vorgehen dabei dasselbe wie beim Fläschchenreinigen. Beim “Deckel”, der das auch das Verbindungsstück zwischen Flasche und Saugschläuchen darstellt (links am Foto), bitte darauf achten, dass man ihn vorher auseinander nimmt und anschließend gut trocknen lässt. Ich war beim ersten Mal etwas übereifrig, und so hat es Wasser in den Schlauch gepumpt, musste also dann erstmal warten bis der wieder getrocknet war … -.-

Fertig zusammen gebastelt sieht die Pumpe übrigens so aus:

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Ist doch gleich mal übersichtlicher, nicht wahr? Schnickeldi wie Deckel für die Fläschchen (lässt sich damit also bis zum baldigen Füttern im Kühlschrank einfach ein paar Stunden aufbewahren) oder Sauger (der übrigens praktischerweise gleich auf die Fläschchen passt) sind hier jetzt nicht im Bild. Das was man da sieht, ist genau das was man während des Abpumpens benötigt.

Bevor ich jetzt auf meine Erfahrungen damit eingehe, noch ein wenig von offizieller Seite, wofür diese Variante der Pumpe nun gedacht ist: Durch das beidseitige Abpumpen soll sie hocheffizient, komfortabel und schnell sein. Sie sei perfekt für Mamas, die auch arbeiten oder sonst sehr aktiv und unterwegs sind, da sie eine benutzerfreundliche und zeitsparende Pumpe für den täglichen Gebrauch darstelle. Ebenso habe sie natürlich Nutzen bei medizinischer Indikation wie unzureichende Milchbildung, Brustentzündungen oder Anlegeschwierigkeiten. Bei Flach- oder Hohlwarzen sei sie zwar nicht die erste Wahl (Medela rät dann zur Handpumpe Harmony), aber durchaus auch geeignet.

Ich möchte schonmal der Einfachheit halber vorwegnehmen: das unterschreibe ich 1:1. Das Teil ist genial. Wer keine Lust zum Weiterlesen hat kann hier aufhören: volle Kaufempfehlung für o.g. Anwendungsgebiete.. ;-)

Aber nun ein wenig ausführlicher. Ich finde es wichtig, dass die Pumpe einfach zu bedienen ist. Nach umfangreicher Lektüre zur Milchbildungssteigerung habe ich mehrfach gelesen, man möge sich während des Abpumpens geistig mit seinem Baby beschäftigen. Fand ich ulkig. Keine Ahnung obs nützt ;D Aber dennoch habe ich immer gern die Zeit des Abpumpens zum Foto sortieren genützt. Dazu hatte ich allerdings natürlich nur Zeit, wenn das Baby schläft. Daraus ergeben sich zwei logische Forderungen: erstens, das Gerät muss verdammt handlich sein, damit ich selbst noch eine Hand frei habe und nicht gefesselt irgendwo eine Viertelstunde tatenlos in der Gegend rumsitze, und zweitens – es muss leise sein!

Mit ein wenig Übung klappt das mit der Handhabung (mit nur einer Hand!) hier sehr gut. Beim aufrechten Sitzen stellt man die gelben “Füße” der Pumpe einfach auf seine Beine ab beim Anlegen. Nachdem man die Brust der einen Seite in Position gebracht hat, hält man sie mit leichtem Druck des Unterarms fest – man greift also mit der Hand zur gegenüberliegenden Brust, die man dann ebenfalls in angenehmer Weise im Abpumptrichter ausrichtet. Das ist auch schon die Endposition beim Abpumpen, wobei die Trichter während des Pumpens durch den Sog nahezu von alleine halten.

Nun startet man das Pumpen (an/aus Knopf ganz oben), es beginnt eine zweiminütige “Anregungsphase“, durch kurze leichte Pumper soll der Milchspendereflex ausgelöst werden. Als erstes fehlte mir hier das “schmatzende” Geräusch, das die älteren Modelle dabei machten. Ich weiß nicht, ob das Nebeneffekt war, oder künstlich geschaffen um ein schmatzendes Baby zu imitieren, aber sonderlich sinnvoll fand ichs damals schon nicht. Das Geräusch, das die Pumpe die ganze Zeit über macht, ähnelt dem Vibrieren eines Handys, sowohl in Klang als auch in Lautstärke. Je nachdem, wo die Pumpe aufliegt verändert sich das natürlich.

Optimalerweise fließt nun also schon Milch, wenn das früher beginnt muss man aber nicht die 2 Minuten aussitzen sondern kann auch schon vorher zum eigentlichen Abpumpen wechseln (durch Drücken des “Tröpfchen” Knopfes unten). Nun kann man die Saugstärke einstellen, durch Drücken der + und – Tasten. Einfache pi-mal-Daumen-Regel: so weit hoch bis es zum ersten Mal leicht unangenehm ist, und dann eins runter schalten. Das ergibt nun die optimale Leistung. Ich selbst muss die Stärke zwischendrin auch mal ändern, nach wenigen Minuten kann ich nochmal deutlich hoch schalten, gegen Ende muss ich aber wieder einiges runter. Ich habe in der Regel immer 15 Minuten abgepumpt.

Meine Anwendung der letzten beiden Monate war übrigens so: Ich habe immer 3 oder 4 Tage am Stück täglich jeweils 15 Minuten gepumpt. Zu mehr, ganz ehrlich, reichte meine Zeit mit beiden Kindern einfach nicht. Ich konnte mir den Abpump-Terror, den ich mir damals gemacht habe, gar nicht zumuten (und hätte es auch nicht nochmal, wenn ich gekonnt hätte). Ich stieg also mit wahnsinnig wenig Milch am ersten Tag ein, und kann sagen, dass es sich in diesen Tagen deutlich steigern ließ. Mehr als das ging dann aber nicht. Zaubern kann die Pumpe ja auch (leider) nicht. Für mich war diese kleine Steigerung die letzten Wochen (ich musste etwa wöchentlich einen 3-4 Tage Abpumpzyklus einlegen, um das zu erhalten) allerdings ein Segen, denn ich konnte damit eine Nachtflasche ersetzen. Das ist für mich goldwert, ich hasse nichts so sehr wie nachts Fläschchen geben, da ist einfach nur an die Brust hängen so entsetzlich viel bequemer!!! Und immerhin dazu reichte es dann, nachdem es zwischendrin sehrwohl schon auch anders gewesen war.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Diese Bilder stammen übrigens aus einer Abpumpfolge, wo ich sehr darauf achtete, immer zur gleichen Zeit abzupumpen um vergleichbar zu bleiben. Ich hatte hier immer morgens gestillt (so gegen 7 Uhr), und dann so etwa um 12 Uhr gepumpt. Natürlich sind hier “nur” 20ml Steigerung zu sehen, aber bei mir bedeutet das eben das Doppelte. (und nicht wundern – links kommt nichts bis auf ein paar Tropfen) Auch sieht man, dass die Steigerung bei mir nicht kontinuierlich war, sondern plötzlich. Ich denke, das ist vermutlich normal, dass erst ein wenig angeregt werden muss bis die Nachfrage das Angebot hochreguliert.

Was auch klar ist: so pillepalle einfach zu deutlich mehr Milch bin ich noch niemals gekommen. Meine Versuche waren regelrecht halbherzig, verglichen mit dem, was ich beim Rumpelstilzchen veranstaltet hab, und trotzdem is das Ergebnis vergleichbar und sogar besser. Aufgrund meiner Physiologie würde es auch so nicht zum Vollstillen gereicht haben, aber ich bin nach wie vor der Meinung: alles was “mehr” da ist, ist toll!

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Und nun zum Fazit, wem würde ich diese Pumpe empfehlen?

Nun, es ist schon so, billig ist sie ja nicht. Hier gibt es sie beispielsweise für knapp 200€. Für gelegentliches Abpumpen macht sie daher mMn nicht wirklich Sinn. Seit ich diese Pumpe kenne, kann ich mir aber erstmals überhaupt vorstellen, dass es Frauen gibt, die arbeiten und Muttermilch füttern! Ich glaube, das ist die beste Anwendung, und dafür ist es wohl auch einzigartig: so schnell ausreichend Milch abzupumpen geht wohl anders nicht. (Ich kenne als Vergleich ältere elektrische Modelle von Medela, Handpumpe von Lansinoh, und eine elektrische Pumpe einer anderen Marke, die ich von allen Varianten am Schlechtesten fand)
Tatsächlich kann ich sie auch Mamas, bei denen es “grade so” nicht reicht zum Vollstillen, oder die immer um das letzte bisschen zum bequemen Vollstillen kämpfen müssen, empfehlen. Oder wenn das Baby immer sehr darunter leidet, wenn es nach einem Wachstumsschub mehr Milch möchte und die Versorgung natürlich nicht sofort gedeckt werden kann, und einem vom Dauerstillen schon wortwörtlich die Brustwarzen abfallen (mein Rumpelstilchen war ja von dieser Sorte – 0 Toleranz für nicht 100% satt).

Eher weniger empfehlenswert (bzw, schon, aber nicht bei dem Preis gerechtfertigt) fände ich es für Mamas, die nur gelegentlich etwas Milch abpumpen wollen, wenn sie mal wieder ein wenig allein unternehmen wollen ohne für den Fall Milchpulvernahrung verwenden zu wollen. Dieses ab und zu pumpen schafft man bequem auch mit einer Handpumpe (o.g. finde ich für diesen Zweck übrigens toll!). Wer die Pumpe nicht mehrmals wöchentlich oder eher sogar mehrmals täglich braucht, kann auch eine günstigere Variante nehmen.

Oh, und noch ein abschließendes Wort zum Fläschchensauger – mein Baby kam damit nicht klar. Ich weiß nicht ob das Kritik am Sauger sein kann, denn schließlich kennt er ja schon monatelang normale Fläschchen. Er hatte auch nie eine Saugverwirrung (beide nicht), er konnte gut zwischen Brust und Flasche unterscheiden, aber beide haben Probleme, wenn ich die Fläschchen wechsele (zb zwischen Avent und MAM switchen; möglichst in der Form ähnliche gehen schon). Vermutlich müsste man diese daher von Anfang an verwenden, da sie vom Konzept dem Saugen beim Stillen ja möglichst ähnlich sein soll – das Baby muss ein Vakuum erzeugen, um Milch zu trinken. Also entweder war mein Zwerg davon überfordert, oder es war der Klassiker, dass die Saugerform eher ähnlich wie die von Avent ist, und nicht wie die von MAM, die wir aktuell verwenden. Kann ich also leider nichts Brauchbares dazu sagen…

So, ich hoffe ich konnte vielleicht der Ein oder Anderen eine Kaufentscheidung vereinfachen… :-)

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Auf bald,
Hummelchen