9-Monats-Geburtstag Raupe

Dieser Bericht kommt ja einiges verspätet, ich bin mir nicht sicher ob ich auch alles so schreibe, dass es zum 9. Monat passt, aber in etwa wirds schon hinkommen…

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Sprache: Wie gezielt und beabsichtigt das ist wissen wir zwar nicht, aber du sagst eifrig “Mama” und “Papa”, auch gern in ständiger Folge. Mamamamama hört man eigentlich ständig wenn dir was nicht passt, vorwurfsvollster Motzton inklusive. Auch verstehst du immer mehr, oft auch was mit “nein!” gemeint ist – nicht dass dich das großartig interessieren würde. Kleine Spielchen funktionieren daher auch, wie etwa “oooh sooo groß bist du? Zeig mal!” und dann streckst du deine Ärmchen über den Kopf, oder das “neinneinnein”-Spiel, bei dem du eifrig den Kopf zu schütteln beginnst. Zuckersüß, mir schwant nur wir bereuen das noch irgendwann dir das beigebracht zu haben…
Wirklich schlimm ist deinen extrem hohes Kreischen. Du schlägst damit deinen Bruder, bei dem es schon wirklich schlimm war. Es sind spitze hohe durchdringende Quietscher, die vor allem Fremde echt entsetzen können… Uff!

Spielen: Sehr beliebt sind Bälle und alle Dinge auf denen man gut kauen kann. Eigentlich verschwindet alles in deinem Mund… Besonders viel Freude machen dir die Duplosteine deines Bruders, mit denen kannst du viel Zeit verbringen. Autos sind auch toll! Dein Lieblingsspiel ist allerdings “Fangen”, wenn dir alle nachkrabbeln quer durchs Wohnzimmer quietscht und jauchzt du so vor Freude, dass du manchmal vor Lachen einfach nicht die Kraft zum Weiterkrabbeln hast und dann umklappst. Da geht einem das Herz auf, wenn man dich so vergnügt johlen hört!

Motorik: Obwohl du dich nicht klassisch hinsetzen kannst kommst du nun auch ohne Hilfe von Gegenständen zum Sitzen auf deinen Fersen. Da das für dich scheinbar so bequem ist versuchst du aktuell auch gar nicht mehr dich auf deinen Popo zu setzen, und spielst einfach so. Ich wette, du setzt dich erst dann eigenständig richtig hin wenn du vom Stehen aus umfällst! Wobei, eigentlich sind deine Körperspannung und deine Kraft so gut, dass du nur sehr selten umfällst – meist wenn du schon sehr sehr müde bist. Obwohl du dich soo gemütlich entwickelst bist du keinesfalls ungeschickt!

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Schlafen: Auch wenn es tagsüber immer anstrengender wird dich zum Schlafen zu bringen, und du insgesamt äußerst wenig schläfst (so maaximal 1,5 Stunden, 2 in Ausnahmefällen tagsüber!), so sind die Nächte echt toll. Meist schläfst du bis frühmorgens durch, wo du dann noch eine Flasche verlangst und nochmal ein gutes Stündchen weiterschläfst. Ab und zu brauchst du zwischendrin nachts noch eine Flasche, eben dann wenns mit dem Essen am Tag nicht so ganz gut gelaufen ist.
(auf dem Bild unten kann man genau erkennen wie du am Liebsten schläfst :D)

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Schmusen: Du bist sehr verkuschelt und anhänglich. Oft genießt du es einfach, wenn man dich rumträgt, und auch in der Manduca bist du gern. Leider bist du so groß dass es vorn schon echt ungemütlich mit dir wird, und du wohl besser auf den Rücken wandern solltest (wofür Mama zu doof ist, mal schaun wie sich das entwickelt). Wenn dir grade danach ist zögerst du auch nicht dich im Gesicht deines Opfers festzulutschen.. :D

Soziales: Fremdeln merkt man dir kaum an, aber gelegentlich kippt dir von einer Sekunde zur nächsten die Stimmung, du verziehst das Gesicht und fängst laut und bitterlich an zu weinen. Wir “retten” dich dann immer sofort, und du beruhigst dich fast augenblicklich. Du nimmst es uns auch nicht nachhaltig übel wenn wir dich überfordert haben (und igelst dich dann ein oder so), und wir versuchen, dich niemals in Situationen zu lassen in denen du dich arg unwohl fühlst. Davon abgesehen bist du unkompliziert und freundlich wie immer.
Das Traurigste diesen Monat war, dass dein Opa gestorben ist. Du wirst dich nie an ihn erinnern können, aber ich bin dennoch froh dass ihr euch kennenlernen durftet, und du später wenigstens ein gemeinsames Foto zur Erinnerung hast. Du siehst ihm so wahnsinnig ähnlich, scheinst auch ein wenig sein ruhiges freundliches Naturell geerbt zu haben, und trägst nicht zuletzt seinen Namen als Zweitnamen.

Entwicklung: Nur keine Eile! scheint grad deine Devise. Manche Dinge übst du ruhig vor dich hin (dank Pinzettengriff können nun immer kleinere Unsinnigkeiten, Schmutz und dergleichen aufgesammelt und verspeist werden), andere lassen sich kühl bis kalt. Du ärgerst dich nicht, wenn etwas nicht gelingt, und lässt es eher nebenbei laufen, wenn da etwas Neues kommen möchte. Nervenaufreibend, diese Ruhe! *lach*

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Ernährung: Es hat so laut KLICK gemacht dass uns allen noch die Ohren schlackern. Von heute auf morgen lief alles. Du bekommst nun eigentlich nur noch morgens deine Milchflasche (und eben bei Bedarf nachts), und dann gibts 3 mal Brei und einmal Obst in Festform. Immer öfter darfst du auch andere feste Dinge essen (weiches Gemüse, Nudeln, Brot..), was dir eigentlich lieber ist. Leider ist unser Alltag so hektisch dass ich dir nicht die Zeit einplanen kann, wirklich in Ruhe vor dich hin zu mampfen. Du tust das so genussvoll und mit Freude, dass wir dich selbst essen lassen wann immer möglich. Allerdings bist du eher wählerisch, magst nur wenig Gemüse (Kürbis, Kartoffel, Pastinake, Karotte) (außer in Stückchenform, da probierst du gern auch anderes, Zucchini zB) und auch Obst ist kein Garant. Milchbrei ist mit einer deiner Lieblinge, sowie Banane und Birne (letztere verschlingst du in Riesenbissen und Affentempo wenn sie schon schön weich ist).

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Gesundheit: All das neue Essen hat dir glücklicherweise keine Probleme gemacht, du verträgst alles und bist auch sonst fit.

Körperliches: Ein wenig schlanker bist du geworden und etwa 75cm groß, dennoch brauchst du nun Größe 80, auch wenn dir dabei oft Bein- und Armteile zu lang sind und wir umkrempeln müssen. In der Gesamtlänge und vor allem Breite füllst du es aber so aus, dass man zur Not auch mal nen 86er Body vom großen Bruder erwischen kann ohne dass es auffällt. Du trägst nach wie vor Windelgröße 5. Gegen Ende deines 9. Monats beginnen auch die oberen Schneidezähne zu drücken, der Sabber fließt reichlich und du bist phasenweise verstimmt…
Deine Augen sind noch immer blau, wenngleich auch mit deutlichem Grau-Einschlag. Mal schaun wohin das führt! Und ein paar Haare beginnen dir zu wachsen, einzelne kleine Federn stehen auf deinem Köpfchen auf, es werden jeden Tag mehr und man kann förmlich beim Wachsen zusehen! Noch sind sie sehr hellblond, im Gesamtbild wirken sie aber rötlich.

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Pfui: wenn andere aus dem Raum gehen, im Stuhl sitzen bleiben müssen, aufs Essen warten

Highlights: Nachkrabbeln spielen, Hoppe-Reiter, Kitzeln

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Der Rest gehört schon zum nächsten Monat und Mama hält sich zurück mit dem Neuesten… ;-)

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Auf bald,
Hummelchen

DIY – Krabbelstulpen

Jaha, der Tipp ist so banal dass ich ihn mir fast nicht geben traue, aber ich habs beim ersten Kind völlig verballert, wie einfach man sich Krabbelstulpen basteln kann. Ich hab das nun auch schon oft bei anderen gesehen, und so dachte ich, ich posts mal eben schnell.

Grade eben nützt uns das sehr, da wir viel Krabbelfläche auf harten kalten Fliesen haben und die Knie vom Mini nach einiger Zeit Action schon  gerötet sind.

Es geht ganz einfach: man braucht ein dickes fluschiges Paar Socken und eine Schere. Dann schneidet man den Zehenteil ab (in dem Fall musste ich den ganzen Socken etwas kürzen, das ist aber nicht optimal da er dann nicht mehr so gut hält, als nach Möglichkeit eher kürzere Socken nehmen und den Bund dran lassen) und schon hat man Baby-Knieschoner:-)

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Viel Spaß beim Nachbasteln!

Auf bald,
Hummelchen

8-Monats-Geburtstag Raupe

Eieiei, wie schnell du größer wirst! Kaum vorstellbar, dass du mal ein winziges Baby warst..? (nagut, so wirklich winzig warst du eigentlich eh nie….)

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Sprache: Du brabbelst grade ständig irgendwie vor dich hin, entweder quietschst du (sehr häufig zu aller Leidwesen) oder du unterhältst dich per “dadadada”. Du hast gelernt wie ein Pferd zu schnauben und setzt das zu jeder passenden und unpassenden (Brei im Mund…) Gelegenheit ein. Du kennst deinen Namen und deinen Spitznamen schon seit einiger Zeit eindeutig und lässt dich daher prima “rufen”.

Spielen: Das Allertollste ist wohl das Puky Laufrad, es muss himmlisch schmecken.. nahezu so gut wie die Sisalseile vom Kratzbaum. Wenn du grade nicht möglichst ungeeignete Gegenstände verspeist spielst du sehr gerne mit Bällen, du kniest dich vor sie hin, stellst die Hände auf den Ball und stemmst dich hoch, so bleibst du dann und versuchst das Gleichgewicht zu halten – du bist schon sehr geschickt darin! Auch mit der Krabbelrolle machst du das gern, vor allem vorm Spiegel, wo du dann mit dir selbst abklatschst oder küssen übst. Duplo Steine üben eine große Faszination auf dich aus, du leerst gern die Kiste aus und wühlst und schepperst damit. Auch die schmecken sehr gut! Begeisterungsquieker entlocken dir auch Bücher, du trommelst dann was das Zeug hält auf die Seiten ein. Und isst sie.

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Motorik: Du machst es grad sehr spannend und testest Mamas Geduld… Vor einer Woche hattest du endlich den Dreh raus wie man krabbelt (und bist seither so schnell so geschickt geworden dass du mehrere Runden im riesigen Wohnzimmer drehen kannst und auch schon flott voran kommst!), was dich schon sichtlich zufriedener gemacht hat. Aber mit dem Hinsetzen harkts irgendwie. Schon vor einigen Wochen konntest du dich hinsetzen, seither haben wir dich auch auf deinen Pops gesetzt und im Tripptrapp die Babyschale abgenommen. Irgendwie hast du dirs dann aber anders überlegt und kannst es nun doch nicht. Grade vorgestern setzt du dich wieder hin – und schon ist damit auch wieder Schluss. Dabei würdest du soo gern, willst unbedingt immer sitzen, aber wir versuchen es so oft und lang wie möglich rauszuzögern, dich hinzusetzen.. Ein Geduldsspiel – wir hoffen sehr dass du das bald konstant kannst, das wär doch was! Wenn du allerdings sitzt, dann erstaunlich sicher. Du bist noch nie einfach rückwärts umgefallen. Du verbesserst dich auch grade sehr in Kraft, Gleichgewicht und Körperspannung, selbst wenn du ungeplant abrutschst (vom Ball zB) fängst du dich gut auf.

Schlafen: Vor nem guten Monat hätte ich das nie im Leben für möglich gehalten, und auch jetzt kann ich es kaum glauben, aber… du schläfst durch. In sicher 8 von 10 Nächten. Wenn du vor deiner Zeit wach wirst sind entweder Papa oder (meistens) die verdammten Kirchenglocken schuld, die um 6 Uhr so einen Mordslärm machen dass man meint der Weltuntergang stünde bevor. Wenn du die aber wie durch ein Wunder (ahahaha) überhörst schläfst du von 20-7 Uhr und bist dann fit bis etwa 11. Entweder wurdest du zu früh geweckt, dann brauchst du so gegen 8.30 nochmal 20 Minuten Schlaf, sonst aber brauchst du deinen Mittagsschlaf spätestens gegen 11.30, der dann wenn alles gut geht eine gute Stunde dauert. In deinem Bett schläfst du nur wenn Mama nicht allein daheim ist (versteh das wer will), mit Mama klappts eigentlich nur in der Nonomo. Nachmittags willst du gern nochmal etwa gute 30 Minuten schlafen.

Schmusen: Ein wenig leichter fällt dir das “Loslassen” seit das Wegkrabbeln so spannend ist und du auch jederzeit selbstständig zu Mama oder Papa zurückkommen kannst. Du bist also grade nicht mehr sooo anhänglich, suchst aber dennoch sehr oft Körperkontakt.

Soziales: Du findest alle äußerst toll, seit Neuestem bist du hin und weg von den Katzen, strahlst sie an, willst sie immer festhalten und freust dich wie ein Schneekönig wenn sie dich anköpfeln.  Was unbedingt festgehalten werden muss – deine Mimik ist grad zum totlachen! Vor allem dein aktuelles Lieblingsgesicht im Lord Maul Stil.

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Entwicklung: Es geht voran, das merkst du. Du willst grad so viel können das sich da in dir zusammenbrodelt, aber nimmst es meist geduldig, wenn etwas noch nicht so klappt wie du möchtest. Du übst zwar hin und wieder, aber keineswegs verbissen, sondern wies grade rein passt. Du bist da wohl eher von der sehr gemütlichen Sorte…

Ernährung: Zwischendrin ist Mama ja schon ein klein wenig verzweifelt, weil du Brei so vollständig ablehnst. Der Eisbrecher war das selber essen. Das macht dir wahnsinnigen Spaß und klappt auch einigermaßen. Am Liebsten isst du Banane, Melone und Brot. Gedünstetes Gemüse geht auch ein wenig, aber da lutschst du eher als es zu essen. Gemüsebrei geht de facto gar nicht. Erstaunlicherweise haben wir von jetzt auf dann den Abend- und Nachmittagsbrei eingeführt, als wir entdeckten, dass du die wohl sehr gerne isst. Wärst du mein erstes Kind hätte ich jetzt Panik dass du bestimmt nie Gemüse isst, weil du den Brei ablehnst. Wissend, dass der Bruder Gemüsebrei verschlungen hat und nun trotzdem keines isst, sind wir entspannt genug in der Annahme, dass das wohl nicht so in Stein gemeißelt ist. Du bekommst also regelmäßig Brei und selbst was zu futtern. Du hast auch gar keine Skrupel vehement Mamas Apfel einzufordern und dann daran rumzulutschen!

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Außerdem sind wir von der HA Milch weg. Schon länger hatten wir den Eindruck, dass dir die gar nicht bekommt, und da du ja schon älter als 6 Monate bist und auch anderes Essen bekommst, wagten wir den Versuch. Und siehe da, deine Verdauung freut sich. Nicht mehr so seltsam gefärbte extrem übelriechende flüssige Windelfüllungen sondern ganz normale. Deinem Popo gehts damit auch besser. Aufatmen auf ganzer Linie!

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Gesundheit: Alles fit!

Körperliches: Du wirkst durch die viele Bewegung etwas weniger mopsig, bist wohl auch wieder gewachsen und trägst nun irgendwas zwischen Größe 74 und 80. Da du dennoch so ein Kugelbäuchlein und speckige Beinchen hast verwenden wir aktuell Windelgröße 5, die schneidet nicht ein und verrutscht nicht.
Du hast diesen Monate deine ersten beiden Zähnchen (unten) bekommen, und auch aktuell drückt es wohl ordentlich im Mund, du sabberst auch Sturzbäche…

Pfui: nicht sitzen können

Highlights: Krabbeln, Katzen, Bälle

Der nächste Monat wird bestimmt auch wieder so spannend, ich freu mich drauf!

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Auf bald,
Hummelchen

22-Monats-Geburtstag Rumpelstilzchen

Ich kann es kaum glauben, dass du schon ganz bald zwei Jahre alt wirst!! Weihnachten scheint nämlich noch nicht so lange zurück zu liegen, und wenn ich mir ansehe, wie viel Baby damals noch in dir war, und wie kindhaft du jetzt aussiehst… Unfassbar.

Eigentlich hast du dich nicht sehr verändert in den letzten beiden Monaten, zumindest nicht was deine Interessen und Vorlieben betrifft. Du bist nach wie vor ein kleiner Actionflitzer, dem es nicht so schnell zu turbulent wird. Überfordert hab ich dich schon lange nicht mehr gesehen, auch deine Energie scheint sich kaum zu verbrauchen. Du brauchst Abwechslung, Input, saugst alles wie ein Schwamm in dich auf. Du bist völlig fasziniert von eigentlich fast allem, möchtest alles wissen, alles sehen, alles erforschen, alles haben.

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Deine große Tierliebe ist nach wie vor täglich zu sehen. Deine Lieblingstiere sind neben den Katzen grade Schmetterlinge und Pferde. Es ist auch ein riesiger Spaß, wie du Tierlaute imitierst und erschreckend treffend Pferde und Esel nachmachen kannst. Entsprechend eben genannter Vorlieben versuchen wir nun jetzt möglichst jeden Sonntag einen Ausflug zu machen, zur Flugshow, zu einem Pferderennen und was dich sonst so interessiert. Kürzlich waren wir in einem Streicheltierpark, womit wir natürlich genau ins Schwarze getroffen hatten. Du hast es sehr genossen die Ziegen zu streicheln, die Schafe waren dir allerdings unheimlich, weil sie so arg laut geblökt haben, und Lautes magst du ja nach wie vor nicht.

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Der Spielplatz (“bibatz”) steht nun auch hoch im Kurs. Du bist so viel geschickter geworden im letzten Monat, kannst auf der normalen Schaukel schaukeln, die Hügelchen problemfrei runterlaufen, überall raufklettern, alleine rutschen (an der Haltungsnote üben wir aber noch, du legst dich flach auf den Rücken und plopst am Ende unelegant auf deinen Popo runter – aber egal, solangs dir Spaß macht), sogar auf der ganz hohen Kinderrutsche bist du gern. Beim letzten Mal bist du in einem kurzen unbeaufsichtigten Moment das Kletterhaus hochgeschossen. Erst war ich erschrocken, aber du machst das so souverän und so viel mutiger und unerschrockener als noch vor Kurzem dass ich nur staunen kann!

Ein wenig vermute ich ja, dass das damit zu tun hat dass du nun besser siehst… Nachdem wir ja die leidige Untersuchung in der Augenklinik in Narkose machen ließen wissen wir nun, dass du eine Brille brauchst, die du nun schon 3 Wochen trägst. Es war von Anfang an eigentlich kein Problem, sie stört dich offensichtlich nicht. Nur leider ziehst du sie sehr gerne ab um damit zu spielen, eigentlich jeden unbeobachteten Moment. Du nützt es aus wann immer Mama den Bruder wickelt oder versorgt oder gar selbst auf die Toilette verschwindet. Mittlerweile ist deine Brille so entsetzlich verbogen, dass man sie nicht mehr gerade und rutschfrei auf deiner Nase balancieren kann. Das Nachfolgemodell ist schon bestellt, eine mit flexiblem Gestell, das hoffentlich etwas länger überlebt…. Jedenfalls hast du seither weniger Angst vor Höhen, vielleicht weil du es nun besser abschätzen kannst… ? Auch können wir erstmals puzzlen und ich bilde mir sogar ein, dass du ein wenig geschickter im Umgang mit Besteck wirst.

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Immer öfter sehe ich, vor allem wenn du mit anderen Kinder zusammen kommst, wie unglaublich einfühlsam, vorsichtig, hilfsbereit und lieb du mit anderen bist. Es ist jedes Mal eine Freude dich zu beobachten wie du andere wahrnimmst und dich gibst. Wenn ältere Kinder am Spielplatz unnett zu dir sind steckst du das erstaunlich gut weg, es interessiert dich nicht, mal von der Rutsche verscheucht zu werden. Wenn jemand auf deine Annäherung eingeht freust du dich allerdings sehr. Auch grüßt du so ziemlich jeden, der dir begegnet. Beim Einkaufen oder beim Bäcker wirst du so schnell zum Entertainer, vor allem wenn du deine Dialekt-Phrasen zum Besten gibst: “hajo” “anoi” “gucke” “noi-noi”.

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Natürlich gibt es auch immer (mehr) Situationen, in denen du alles andere als süß und pflegeleicht bist. Nein ist grade dein Lieblingswort, und du schmetterst es auch inbrünstig entgegen wenn du eigentlich Ja meinst. Trotzphase ist das definitiv noch nicht, da man oft mit Spaß, Ablenkung und Albernheiten drüber weg kommt, aber es zeigt sehrwohl, dass du grade intensiv deinen eigenen Willen wahrnimmst und dich abgrenzen möchtest. Teilweise stellst du Mamas (und Papas) Geduld schon ordentlich auf die Probe – leider auch mal ein wenig zu sehr, und so leid mir (uns) das dann auch im Nachhinein tut, wird manchmal geschimpft. Da du trotz allem sehr harmoniebedürftig und auch grade sehr anhänglich bist kränkt dich das gelegentlich und du weinst dann. Mama versucht dann sich schnell zu beruhigen, dich auf den Arm zu nehmen und zu sagen, dass sie sich geärgert hat, aber nun alles wieder gut ist. Du fragst dann sofort nach “gut?” und bestätigst oft “gut. gut!” Das ist dir so wichtig geworden, dass du oft schon wenn man dich schärfer anredet mit hochgestreckten Ärmchen auf einen zuläufst und “gut, gut!” rufst. Das knabbert dann schon ein wenig an Mama, weil doch niemand will dass du dich unwohl fühlst… in solchen Situationen merkt man dann, wie sensibel du doch bist.

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Apropos sensibel.. Dass du laute Geräusche gar nicht magst, das wissen wir schon länger. Seit Kurzem aber hältst du dir auch oft die Ohren zu, vor allem wenn viele Geräusche durcheinander und störend auf dich einprasseln. Wir versuchen dann die Reize so gut wie möglich zu verringern (auch mal Musik abstellen, selbst wenn du sie gern magst). Auch ist deine Haut gerade sehr empfindlich, du störst dich grade wahnsinnig an Waschanleitungsschildern in Pullis oder Nähten an Strumpfhosen, und dokumentierst das klagend als “aua!”. Wir müssen dann ganz oft Creme drauf machen. Das hilft ja immer! ;-) Regen liebst du dafür umso mehr…

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Deine Lieblingslieder sind aktuell die “Tante aus Marokko”, “5 kleine Fische”, das “Fliegerlied” sowie gelegentlich Mozart und Bach – du sagst das so süß, zum Schießen! Deine liebsten Spielsachen sind wieder mal dein Puky, Bücher, kleine Bälle (ausm Bällebad), der Ikea-Leuchtturm ist immer noch Dauerbrenner und natürlich immer noch und immer wieder: Autos. Vor allem fernsteuerbare. Seit wenigen Tagen bespielst du immer mal wieder deine Duplosteine, zum ersten Mal gelingt es dir sie zusammen zu stecken. Außerdem hast du im Fernsehen “Wickie” für dich entdeckt. Zwar schaust du maximal fünf Minuten zu, aber den Namen findest du klasse, sodass du oft danach fragst. Dass wir das TV-Programm nicht kontrollieren können stößt da bei dir auf äußerst wenig Verständnis!

Es macht viel Freude, dir beim Sprechen(lernen) zuzuhören. Du verwendest nun standardmäßig 2-Wort-Sätze und kannst damit natürlich wesentlich besser ausdrücken was du möchtest. Das macht es nicht nur für dich einfacher, sondern ermöglicht auch dass man sich ein wenig mit dir unterhalten kann und du erste Geschichten nacherzählst sodass jemand anderer, der nicht dabei war, weiß was du da erzählst. So konntest du heute Papa ganz echauffiert berichten, dass letzte Woche eine fremde Katze in der Einfahrt vor unsere Kellertüre gekackert hat! *lach*

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Ein besonderes Highlight der letzten Zeit ist, dass du nun alllle 20 Zähnchen hast, dein Milchgebiss also vollständig ist. Wow! Die letzten beiden haben sich ganz klammheimlich hervorgeschummelt, und Mama hat sie mehr zufällig entdeckt als sie schon völlig rausgewachsen waren, so eine Überraschung!! Jedenfalls freuen wir uns sehr darüber. Du wirkst gleich direkt viel älter als du bist! Aber auch deine Größe (aktuell trägst du Kleidergröße 92, wir durften uns bereits völlig neu mit Hosen ausstatten da alle Hochwasser hatten!?) führt da ein wenig in die Irre, und dass du so schlank und gar nicht baby-mopsig bist. Ich hoffe man überschätzt dich dann in der KiTa nicht deswegen…

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Was ich schon länger festhalten wollte – deine Augen haben die letzten Monate ja nochmal ein wenig umgefärbt, vom verwaschenen Moosgrün zu einem warmen Braun – wunderschön! Ich wusste erst nicht, wem du diese Farbe verdankst (dein Papa mit seinen moos/regengrünen und Mama mit den graublaugrünen), aber ein Zusammentreffen mit deiner Uroma klärte diese Frage schließlich. Deine Haare werden auch dunkler, und haben einen leichten orange-Stich bekommen, sodass sie Mamas gar nicht mehr soo unähnlich sind, wie man am Vergleich unten sieht.

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Mein Herzchen, ich kann voller Überzeugung sagen, dass ich absoluter Fan des 2. Lebensjahres bin, ich bin so verliebt in dich mein Süßer, und mir geht mindestens drölfzigmal am Tag das Herz auf wenn ich dir zuschaue.. bitte bleib lange so Zucker! *knuuutsch*

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Auf bald,
Hummelchen

 

Windeleimer: Tommee Tippee Sangenic

Schon vor einiger Zeit bekam ich einen ganz besonderen Windeleimer zum Testen – den Tommee Tippee Sangenic, einer dieser besonderen Eimer die jede Stinkewindel einzeln “fressen”, versiegeln und im Inneren verstauen.
Ich gestehe, ich war schon vor Geburt des Ersten scharf auf so ein Teil aber schlichtweg immer zu geizig. Gereizt hats mich dann doch immer wieder, da ja herkömmliche Windeleimer so ihre Macken haben – sie schließen halt eben doch nicht perfekt und auch mit Mülltüte innen müffeln sie einfach mit der Zeit. Nachdem ich mich also seit nunmehr 20 Monaten um solche Eimer rumschleiche und doch nie dazu entschlossen habe, kam ich nun ganz zufällig in den Genuss, und testete gleich mal drauf los.

Zugegeben, beim ersten Öffnen war ich dann erstmal ein wenig erschlagen. Glücklicherweise war schon eine Kassette eingefädelt, denn ich sah erstmal nicht wo rein und wie raus und so weiter.

IMG_20140614_130152990Nachdem wir jetzt aber alle aufgebraucht haben weiß ich, dass das wirklich nur Übungssache ist. Man legt eben die entpackte Kassette ein, zuppelt das offene Ende unten raus, verknotete es und hakt den Knoten so über die Halterung, dass er dort fest sitzt wenn man die ersten Windeln runterdrückt und eben Zug drauf kommt. Wichtig ist auch, dass man ihn nicht zusätzlich/zufällig in den grauen “Fingern” verhakt. Jedenfalls ist nun der Deckel in Betrieb und kann auf den Eimer gesetzt werden. Das Ganze sieht dann so aus:

 

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Man erkennt auch schon ganz gut den Schieber im Deckel, der die einzelnen Windeln nach unten stopft. Dabei ist darauf zu achten, dass man die reingeworfene Schmutzwindel erstmal mit der Hand ein Stück reindrückt und nicht mit dem Deckel, denn sonst könnte da mit der Zeit Unschönes dran hängen bleiben und das wär ja dann wohl mal gänzlich das Gegenteil des Konzeptes eines besonders hygienischen Eimers. Denn, so wirds beworben, durch diese Art der Verpackung soll man 99,weißnichtwievielgenau % Bakterien+Keime den Garaus machen. Sobald also nun die Windel drin ist dreht man den grauen Ring einmal im Kreis (man sieht rechts so einen kleinen “Stöppel”, an dem fasst mans an), die Mülltüte zwirbelt dabei einmal um die Windel rum und selbige ist verpackt. Nun macht man den Deckel zu und die Windel wird so automatisch nach unten gedrückt.

IMG_20140619_115334366Hat man den Eimer brav regelmäßig gefüttert ist er dann irgendwann voll und sieht so aus. Da der Eimer schneller voll wird als die Tüte alle ist muss man diese abschneiden, dafür gibt es eine kleine an der Unterseite des Deckels eingearbeitete Klinge – keine Sorge, so gut versteckt dass man sich nicht dran verletzen kann, man schiebt einfach das Säckchen in einen Schlitz und kann es abtrennen. Mit dem neu entstandenen Ende verfährt man wie oben beschrieben, das Ende der vollen Tüte verknotet man und dann kanns in den Müll. Auf dem Bild unten sieht man auch wie die Windeln Bonbon-artig zusammenhängen.

IMG_20140619_115339654Soviel also erstmal zur Handhabung, bei der ich nichts zu beanstanden habe – ich muss sagen, dass mir ein besonderer Vorteil auffiel, wenn ich das Baby während dieser Zeit mit Stoffwindeln wickelte, da ich im Normalfall die beschmutzten Auflagen ja einfach so in den Eimer geworfen hatte, und das hat schon eher.. ekelig. In diesem Eimer hab ich die einfach genau so verpackt wie Windeln, wodurch es keine Sauerei oder fiesen Gestank gab.

Und so im Allgemeinen? Also auf der positiven Seite fiel mir auf:

  • Die angenehme Anwendung im Alltag eben
  • tatsächlich deutlich weniger Gestank
  • Kind kommt nicht an Schmutzwindeln dran (holy shit, im wahrsten Sinne, grade leider Thema *uff*)
  • Der Eimer selbst bleibt bei richtiger Anwendung immer sauber
  • Die Tüten halten länger als befürchtet (bei 1,5 Wickelkindern etwa 3 Wochen; schätze ein Kind braucht eine Kassette im Monat) – die Angaben werden also nicht nur eingehalten sondern fast übertroffen, wobei ich die Windeln wirklich klein zusammenpresse beim Entsorgen und auch versuche möglichst wenig Tüte zu verbrauchen je Ladung

Weniger gefallen hat mir:

  • Tatsächlich der Preis – knapp 10€ im Monat für Plastiktüten?! (im Vergleich zu den üblichen “zig” Stück für nen Euro)
  • der wahnsinnig viele Plastikmüll (die in sich gezwirbelte lange Tütenkette und die Plastikkasette, die jedesmal neu gekauft wird) – kam mir vorher nicht in den Sinn, aber wenn man drüber nachdenkt, ob das wirklich nötig ist so viel extra Müll zu produzieren!?

Neutral fand ich:

  • Unverändert blieb bei uns der Platz, den die Windeln in der Mülltonne einnehmen
  • die Gesamtgröße des Eimers – war uns jetzt egal, weil wir den Platz haben ist aber zu erwähnen

 

Was ist also nun mein Fazit? Würde ich nachkaufen, wem kann ichs empfehlen?
Wir selbst sind uns nicht ganz einig – der Mann fand den Eimer toll, ich eher ok, aber uns beiden ist der Nachkaufpreis und der Umweltaspekt Grund genug, die Anwendung jetzt erst mal auszusetzen. Sinn macht er für uns ganz gezielt phasenweise: wenn die Kinder krank sind / Durchfall haben; wenn es wahnsinnig heiß ist; wenn der Große mal wieder nur Unsinn mit dem Windeleimer vor hat. Ich denke wenn der Windeleimer im Schlafzimmer des Kindes steht macht so ein System Sinn, denn da will man ja wirklich nicht dass es müffelt. Aber uneingeschränkt weiterempfehlen würde ich das Windeleimersystem jetzt dennoch nicht.

 

Wie schon eingangs erwähnt wurde mir der Windeleimer kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt, ich erhalte keine gesonderte Bezahlung, darf den Eimer aber unabhängig von meiner Meinung behalten. Ich bedanke mich bei Sarah von Bauchgefühl fürs Vermitteln!

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Auf bald,
Hummelchen