Scheiße

Eine dank Blasenentzüdung auslaufende Katze. Ständig, unzählige Mini-Tröpfchen, oder auch größere. Überall. Nicht (nur) dort wo sie ist, sondern auch dort, wo sie weiß dass sie Aufmerksamkeit erregen kann. An Kinderspielsachen. Auf dem Esstisch (AUF-DEM-TISCH-VERDAMMT!). Auf der Arbeitsfläche (*brüllt unverständlich*). Ich weiß, dass sie mir sagen will dass was nicht stimmt, aber wir waren schon beim Arzt, sie hat schon Schmerzmittel und Antibiotika, und mehr kann ich nicht tun. Außer fluchen. Und putzen.

Ein dank Durchfall auslaufendes Kind. Magen-Darm-Scheiß, sowas… Gestern höheres Fieber, nachts wohl gut kampf-gefiebert, heute morgen keins mehr. Dazwischen waren die Ladungen schon wieder breiig, nun trotz Schonkost wieder flüssig. Wenigstens trinkt er. Und genießt seine alternativen Mahlzeiten (nur Banane, Brot, Brezeln, Nudeln und Kartoffeln, das Kind ist im Himmel!). Ist auch recht gut drauf. Läuft trotzdem regelmäßig aus. Und hat Schmerzen beim Saubermachen. Kann man aber auch nix machen, außer abwarten. Und fluchen. Und putzen.

Ein dank Mangel an Stoffwindeln auslaufendes Baby. Ich kam einfach nicht dazu, rechtzeitig zu waschen. Nun sind sie zwar sauber, aber noch nicht trocken. Und irgendwie laufen bei ihm Kackwindeln immer aus, außer ich wickel mit Stoffwindeln. Muss also noch warten bis die wieder einsatzbereit sind. In der Zwischenzeit fluchen. Und putzen.

Zur Zeit also insgesamt ein Scheißjob. Ich glaub ich kündige….

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Auf bald,
Hummelchen

3-Monats-Geburtstag Raupe

Meine kleine große Raupe, bei dir ist es nun erstaunlicherweise nie so dass ich denke: Was, schooon sooo alt bist du?? Nein, du bist ein so großes Baby, das sich so eifrig entwickelt, dass ich eher denke: Ochja, du bist ja grade mal erst 3 Monate!

Du bist und bleibst unkompliziert. Daran ist nicht zu rütteln. Allerdings hast du uns diesen Monat gezeigt, dass auch du durch den Wind sein kannst. Der 12-Wochen-Schub war der erste, den wir als solchen bemerkten. Du warst (bzw bist immer noch etwa) leicht, hmm… “verstört”, oder unzufrieden. Du wolltest zwar schlafen, weil du müde warst, findest aber nicht in den Schlaf, beziehungsweise schreckst ständig hoch. Pucken ist unerlässlich, hilft aber auch nicht. Geräusche stören, Licht stört, Pupse stören… alles weckt dich. Dein Köpfchen lässt dich schier nicht in Ruhe, es rattert und rattert, und du rufst lautstark und kläglich und durchdringend nach Ruhe! Übrigens, dein Stimmchen steht dem deines Bruder um gar nichts nach, du benutzt es nur nicht so inflationär. Dein Einschlafproblem unter Tags haben wir jetzt so gelöst, dass ich dich gepuckt hinlege, dir mein Handy dazulege, das Ozeangeräusche spielt (https://www.youtube.com/watch?v=tKFWGpASFWs – Tipp!), und ich mit dem Bruder weg oder gar raus gehe. Meist schläfst du innerhalb von 2 Minuten ein (wenn du nicht weinst – wenn du schon weinst bleib ich bei dir und schuckel dich zusätzlich).

Als Lohn für so viel Plagerei entwickelst du dich grad mächtig. Hast du uns schon gezeigt, dass du am Bauch liegend immer wieder stückenweise nach vorn “robben” kannst (es sieht mehr aus wie raupen, und dein Spitzname bestätigt sich erneut!), hältst du nun dein Köpfchen problemfrei konstant hoch ohne dass du dir in Momenten schwindender Kraft die Nase stößt. Du kannst seit einiger Zeit relativ zielsicher nach Gegenständen im Spieldschungel schlagen und nun auch greifen. Was du in die Finger kriegst lässt du so schnell auch nicht mehr los! Seit 2 Tagen drehst du dich auch vom Bauch auf den Rücken, und dein Papa, der Glückspilz, durfte dich als Einziger dabei beobachten als dus das erste Mal gemacht hast. Ab und zu versuchst du auch die Drehung von Rücken auf Bauch, schaffst es aber nur bis in die Seitlage. Macht dich trotzdem glücklich, denn so kannst du dich besser umgucken!

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Du plapperst immer noch was das Zeug hält. Besonders gerne sagst du “aaiiii” und (leider) “aaaauuuuu”, letzteres auch mal sehr kläglich wenn du sehr müde bist, das ist schon hart das zu hören! Vor zwei Wochen hast du uns auch dein waaahnsinnig entzückendes Lachen hören lassen! Du hast beim Quatsch machen so herzlich losgegackert, dass wir uns schier nicht mehr halten konnten vor Entzücken! Du bist aber auch ohne Ton ein wahrer Sonnenschein, strahlst und grinst vor dich hin, und hast den Großteil des Tages gute Laune. Vor allem morgens quiekst du immer vor Entzücken wenn du Mama/Papa entdeckst, und wenn dein Bruder noch schläft müssen wir uns beeilen schnell ins Wohnzimmer zu kommen damit du ihn nicht gleich weckst…

Wenn du weinst, weil du irgendwo alleine liegen musstest, dann ist es so herrlich zu sehen, wie du reagierst wenn Mama endlich kommt. Zuerst machst du ganz aufmerksam die zusammengekniffenen Äuglein auf, dann entspannt sich deine Stirn und die Falten verschwinden, dein Blick wird ganz weich, dein kleiner Körper wird wieder locker, und dann lächelst du. Herzflattern deluxe!

Diesen Monat gab es auch viel Kuschelei mit dem Bruder. Er lernt, ein wenig weniger rüpelhaft bei dir zu sein, kann sich nur oft nicht bremsen wenn er mit dir kuscheln will (am Liebsten würde er sich um dich herumwickeln glaub ich!). Trotzdem könnt ihr immer öfter nebeneinander spielen, er leistet dir gern und oft im Dschungel Gesellschaft. Ihr seht einfach zum Fressen aus nebeneinander! Pass bloß auf! ;-)

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Wenn man jetzt aber mal von Mama und deinem Bruder, die du den ganzen Tag um dich hast, absieht, bist du grade zurückhaltend, um nicht zu sagen: du fremdelst!? Sogar Papa hat abends keine guten Karten, oft lässt du dich von ihm schwer bis gar nicht beruhigen, willst am Liebsten nur bei/an Mama kleben. Andere werden bei unerwartetem Kontakt öfters mal mit einem herzerweichendem Schippchen und fürchterlich traurigem Weinen begrüßt – deine Omi findet das ganz schlimm wenn du so ängstlich vor ihr bist, gibt dir aber natürlich alle Distanz die du brauchst. Umso mehr freut sie sich wenn sie dich auch mal ein wenig liebkosen darf. Deinen Opi findest du wohl lustig, er konnte dir schon den ein oder anderen Grinser entlocken. Hat dir wohl dein Bruder gesteckt, was fürn lustiger Kerl das ist!
Was meist geht: ganz ganz eng bei Mama sein, du Kuschler! Vor allem im Schlaf – wenn du Schwierigkeiten hast einzuschlafen, klappts eigentlich immer wenn wir uns zusammen hinlegen und du einschlaf-stillen darfst. Leider haben wir dafür tagsüber kaum die Möglichkeit, aber nachts ist das praktisch. Etwas unpraktisch dagegen deine Vorliebe, morgens sehr früh aufzustehen. Um 6 Uhr willst du meist raus. Du nimmst kein Fläschchen mehr, willst nicht stillen, und obwohl du gut gelaunt bist verlangst du nach Aufstehen. Sobald du dann ein klitzeklein wenig an der Flasche getrunken hast (morgen hast du einfach keinen Appetit) schläfst du eine gute halbe Stunde später dann wieder in der Nonomo. (Aber NUR dort, bloooß nicht im Bett!! -.-)

IMG_20140312_151206Du bist nicht nur ein Sonnenschein, du magst sie auch – bei Spaziergängen streckst du (solange sie dich nicht blendet) gern dein Näschen in die Sonne.

IMG_20140326_152825799… auf diesem Bild oben sehen wir dich übrigens mit der Mütze und dem Jäckchen, das dir deine Uroma gestrickt hat. Wir müssens eifrig tragen, denn wie schon erwähnt bist du ein kleiner Riese. Pünktlich zum 3-Monats-Geburtstag haben wir die 62 aus den Schränken verbannt (platzten wortwörtlich aus allen Nähten, bei jeder Bewegung gingen die Druckknöpfe auf!) und die 68er Klamotten eingeräumt. Wo willst du denn eigentlich hinwachsen!?

IMG_20140328_132750Glücklicherweise haben wir noch nicht die kleinsten Anzeichen für Milchschorf – PUH! Deine Haut ist aber trotzdem sehr sensibel und trocken, und da ich den Verdacht hatte, dass du mit den Windeln nicht so gut klar kommst, wickeln wir testweise mit Stoffwindeln. Und siehe da, das tut dir sehr gut! Wir haben auch nicht so viele Unfälle wie vorab befürchtet, auch wenn Mama noch üben muss bis sie den Dreh raus hat… Aber schiiick sind die!

Seit einigen Tagen beißt du wie wild an deinem Fäustchen rum. Auch Finger nimmst du dankbar (nicht aber Schnuller oder Beißringe!), vermutlich schießen also deine Zähnchen ein. War beim Bruder ja auch zu der Zeit etwa. Momentan bist du dadurch aber noch kaum beeinträchtigt oder übellaunig, entweder ists also nicht schlimm oder du sehr tapfer.

Hach, wir sind so glücklich mit dir, Herzchen! <3

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Auf bald,
Hummelchen

 

[Test] Milupa Still-Tee & Baby-Tee

Vor einiger Zeit wurde ich im Auftrag von Milupa gefragt, ob wir gern ein paar Produkte testen möchten, um anschließend darüber zu berichten. Da ich, wie schon früher öfter erwähnt, sehr viel Freude am Ausprobieren aller möglichen Produkte habe, und mich dann entsprechend gern darüber austausche, war das natürlich ein Angebot, über das ich mich gefreut habe. Die Produkte, die ich teste, darf ich anschließend behalten, als Gegenleistung berichte ich hier über meine persönlichen Erfahrungen. Darüber hinaus gibt es keine Bedingungen (also keine Bezahlung, sowie keine vorgegebene Meinung oder Inhalte). Ich hab aber die Kategorie “sponsored” eingeführt, sodass man auch solche Produkte auf den ersten Blick erkennt. Das Testen und Berichten war nämlich auch gleichzeitig für mich ein kleiner Po-Tritt und Erinnerung, dass ich auch so manch andere Dinge noch zu verbloggen hätte… ;-)

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So kam dann also vor 2 Wochen unser Päckchen mit Tee an, zusammen mit einem netten persönlichen handgeschriebenen Brief. (Da ich schon früher, auf einem anderen Blog, mal hin und wieder Produkte testen durfte, wo dann meist ein vorgedruckter massentauglicher Text “liebe Bloggerin” kam, ist die Variante zur Abwechslung auch mal echt nett..)  Außerdem war ein Info-Heftchen enthalten und, was ich sehr süß fand, eine U-Heft-Hülle. Leider werden wir die nicht verwenden, da wir bereits personalisierte haben. Eigentlich würde ich die gern hier weiterverschenken, wenn du nichts dagegen hast, Angelika? – Wer würde die Hülle denn adoptieren wollen?

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Nun aber mal zum eigentlich Inhalt. Während ich tatsächlich noch ein wenig stille (ich brings einfach nicht übers Herz es ganz zu lassen, auch wenns wenig ist..) war ich gespannt ob der Tee da etwas bewirken würde. Ich hab ja so ziemlich jeden Tee, der irgendwie Milchbildungs-anregend sein soll durch, und die überwiegende Zahl find ich echt eklig. Bei Tee bin ich eben wählerisch, den Himbeerblättertee damals konnte ich nur mit Müh und Not runterwürgen. Jedenfalls haben bei mir fast alle Tees das bewirkt: wenig. Nicht nichts, aber eben auch nicht die Welt.

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Dieser Tee enthält Anis, Fenchel, Kümmel, Melisse und Rooibos. Die Mischungen sind alle ähnlich, zumindest die ersten 3 Zutaten meist gleich. Melisse und Rooibos ist hier mal eine interessante Abwechslung, und ich muss sagen, dass es sich äußerst positiv auf den Geschmack auswirkt. Er ist nicht bitter, sondern sehr mild-süßlich, angenehm zu trinken, am Meisten schmeckt man (logischerweise) Anis raus. Die Wirkung ist wie ichs kenne: Ja, ein wenig mehr Milch hab ich dadurch, vor allem wenn man es mit öfterem Anlegen kombiniert, aber zaubern kann auch der Tee nicht.
Ich kann also empfehlen, grade bei Wachstumsschüben des ständig an die Brust wollenden Zwerges mal ein wenig milchanregenden Tee zu probieren, eventuell spart man sich einen Tag unzufriedenes Baby wenn die Milchproduktion schneller oder besser angekurbelt wird. Auch wenn das vollgestille Baby sehr zu Blähungen und Bauchweh neigt, sollen diese Tees von Mama getrunken helfen. Wie gesagt – das tun die vermutlich alle gleich, nur der hier schmeckt auch.
Eine Packung enthält übrigens 20 Beutel. Nachkaufprodukt? Ja.

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Auf die Verwendung vom Babytee (“Bauchwohl-Tee“) musste ich ne Zeit warten, denn erst war das Baby erkältet, und dann hatte es einfach keine Bauchprobleme ;-) Aber der gute Murphy bescherte uns rechtzeitig den 12-Wochen-Schub, der mein sonst stilles und zufriedenes Baby in einen quängeligen kleinen Schreihals verwandelt hat, der sich durch das viele Luftschlucken beim Schreien auch erstmals mit seinen Blähungen quälte – perfekt also zum Testen. (juhu?)
Da mein Baby ja hauptsächlich Fläschchen trinkt, ist es ganz einfach, ihm einigen Tee zukommen zu lassen – einfach statt mit Wasser das Milchpulver mit Tee anrühren. Ich muss gestehen, ich war bisher Teepulver gegenüber skeptisch eingestellt, es wirkt so viel “billiger” als Beutel (und noch viel viel billiger als “echter” Tee), so instant-Fertigprodukt-mäßig. Und auch mein erster Probeschluck ließ mich nach einem “ui süß!” sofort in die Deklaration gucken. Aber tatsächlich, trotzdem er auch mild-süßlich schmeckt ist er zuckerfrei. Vermutlich schmeckt er mir persönlich wegen der Hagebutte, den Geschmack mag ich sehr gerne.
Die ersten Tests mit Baby liefen auch gut, im Fläschchen stört es ihn gar nicht, auch pur hat er ein paar Schlucke probiert (ich übe schon mal ein wenig, vielleicht hab ich, wenn ich ihn rechtzeitig ans Trinken gewöhne, nicht so arge Trinkprobleme wie mitm Großen..). Die Wirkung ist wie auch bei anderen Tees mit ähnlichen Inhaltsstoffen so, dass es meinem Zwerg leichter fällt zu pupsen, vor allem wenn man das mit sonstigen Tricks wie auf den Bauch legen, Beinchen bewegen oder warmen (Kirschkern/Dinkel)Kissen kombiniert.

IMG_20140406_134301203Nach ein paar Anwendungen hab ich auch meine Vorurteile gegenüber Pulver überwunden. Tatsächlich hat es enorme Vorteile! Ich weiß noch vom Großen, wie lästig das ständige Teemachen und (damit man auch immer warmen zur Verfügung hat)  in Thermoskanne abfüllen war. Vor allem, da man den ja dann auch nicht ewig verwenden sollte, da er sonst bitter wird. Auch auf dem Milupa Glas findet sich die Empfehlung, den fertigen Tee innerhalb von 2 Stunden aufzubrauchen. Allerdings ist das ja hier überhaupt kein Problem – ich kann ja jedes Fläschchen blitzschnell extra mit dem Teepulver vermengen, muss nichts ziehen lassen oder Vorräte anlegen, denn je nach Menge kann ich ja einfach weniger dosieren – für 200ml braucht man übrigens einen halben Teelöffel. So gesehen wäre der Tee etwas weniger “wirtschaftlich” als Aufgussbeutel, wenn man aber bedenkt dass man weniger wegschüttet und eben gezielt nur ein oder mehrere Fläschchen damit anrührt rechnets sich wieder. Ebenso lässt sich Teepulver auch einfacher mitnehmen (*hust* ich gestehe, ich kipp da einfach die entsprechende Menge ins abgefüllte Milchpulver und misch das dann mit Wasser). Ich bin also bekehrt, es ist einfach wirklich sinnvoll, grade wenn man nicht ständig Tee verwendet.
Im Glas sind 23g enthalten, die für 60 Portionen ausreichen sollen. Nachkaufprodukt? Auch ja!

Abschließendes Fazit: 2 nette Tees, geschmacklich sehr gut und praktisch beim Machen. Wirkung ist nicht besser oder schlechter als bei anderen Tees. Wem ichs empfehlen würde? Mamas, die ihren Stilltee nicht mehr schmecken können, und Babys mit Bauchproblemen, vor allem wenn sie auch gern mal unterwegs sind.
Dankeschön dass wirs testen durfen! :-)

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Auf bald,
Hummelchen

Unser erster Tag allein

Ich war ja schon sehr aufgeregt, um nicht zu sagen ich hatte Schiss, weil heute unser erster Tag ganz alleine sein sollte, da die Elternzeit vom Mann vorüber ist. Nun, und wie liefs?

Begonnen hat er, wie sich das so für neue Tage gehört, irgendwann nach Mitternacht. Aber vor 1 Uhr. Das Baby war wach, und kündigte damit den Beginn der nächsten schlafarmen Nacht an, wie schon die letzten. Ich vermute einen Schub, aber was hilfts.. Spaß machts keinen. Er ist wieder sehr unruhig, will eigentlich nicht wirklich trinken, will aber auch nicht schlafen. Auch enger Körperkontakt hilft wenig. Irgendwann ist dann aber doch Ruhe, zumindest bis kurz nach 2 Uhr (also eine halbe Stunde nach einschlafen). Kein Hunger, aber wohl eindeutig Bauchweh. Ich vermute Blähungen, lege die Wickelunterlage im Bett auf, schäle das Baby aus SwaddleMe, Pyjama und Windel, und massiere. Erst streiche ich über sein Bäuchlein, merke wie er sich windet und gehe zum Trick über, der immer klappt: Beinchen anwinkeln und die Knie feste in den aufgeblähten Bauch drücken, dann den Popo hin und her schaukeln. An diesem Punkt: Fehler. Groooßer FEHLER.

Ich könnte nun blumig über Sektkorken schreiben, jedenfalls musste ich danach mich, das Baby und das Bett umziehen und einer großflächigen Reinigung unterziehen. Man rechnet ja so mit einigem, vor allem beim zweiten Kind, aber… damit!? Nunja, “Blähungen” hatte er danach auch keine mehr, und um kurz nach 3 Uhr begann die nächste Schlafeinheit, die immerhin eine Stunde dauerte, bis um etwa 4.30 die nächste Flasche verlangt wurde. Stillen reicht dem Herrn Fressraup die letzten Tage nicht mehr. Es ist dann ja auch schon bald 5, ich schon redlich verzweifelt weil ich einfach so hundemüde bin, sodass der Mann anbietet mit ihm rumzulaufen, als er wieder hoch, laut und kreischend ohne erkennbaren Grund schreit. Ich lehne ab, wissend dass nun vielleicht auch der Große wach wird, aber ich möchte das nicht “einführen” und kuschele mich eng mit ihm zusammen. Nach ein paar Minuten ist Ruhe und er schläft, nur ich liege so nicht gut, wage es aber nicht mich zu bewegen.

Ich verbringe die Zeit bis 6.45 so im Halbschlaf, aber immerhin war das die längste Ruhephase. dann beginnt der Große zu schreien. Ich blinzele auf den Wecker, und hoffe hoffe hoffe dass er nochmal einschläft. Denn eigentlich hatte ich geplant, um 7 Uhr aufzustehen, mich zu waschen und anzuziehen, dann mit dem Kleinen runter zu schleichen, ihn ebenso tagfein zu machen, dann sein Fläschchen geben und selbst in Ruhe frühstücken, um dann um  spätestens 8 Uhr das Rumpelstilzchen zu wecken. Joa, nix mit wecken, das Gekreische endet nicht, nun wird auch die Raupe wach und quiekt mit. Seufz.

Also schnell ins Bad, in 2 Minuten waschen, Zähne putzen und anziehen. (Immer wieder danach über die schlampig geputzten rauen Stellen an den Zähnen lecken, boaaah!) Dann die Raupe schnappen, zum Bruder eilen, und beide anziehen, begleitet vom Kreischchor. Als ich in der Küche ankomme, dem Großen grad sein Brot schmiere und mich beeile, damit der kreischende Kleine auch bald zum Fläschchen kommt, zittere ich vor Anspannung und Übermüdung und frage mich, wie andere das überleben, ja gar GUT schaffen???

Kaum sind beide verhungerten Kinder versorgt entspannt sich aber die Lage. Auch bekomme ich endlich meinen Kaffee, den ich gierig trinke. Für Frühstück hats nicht gereicht, aber ich kann ohnehin nicht essen wenn ich so angespannt bin. Irgendwie halt ichs daheim auch gar nicht so richtig aus, möchte unbedingt nach draußen. Also beschließe ich, den Gang zu Bäcker und Metzger anzutreten. Raupe in die Manduca gepackt, und das Rumpelstilzchen an der Hand. Musste auch feststellen, dass das mit ihm gar nicht so einfach ist, wenn man durchs Baby tragen doch ein wenig “angebunden” ist, aber irgendwie gehts. Beim Metzger klopft er dann schließlich so laut und eindringlich “NAMNAAAM!!” rufend an die Scheibe, dass er schnell ein Stückchen Wurst bekommt an der er bis daheim ausgiebig lutscht. Dort gibts dann außerdem noch ein Brötchen, 5 riesige Erdbeeren und ein paar Gurkenschnitze, die er mir klaut. Klar, leg ich IHM welche aufn Teller schaut er sie nicht an. Auch ich krieg mein Brötchen und bin selig.

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Der Vormittag geht dann auch gut rum. Geschwisterplüsch. Das Baby lässt sich bald zum Schlafen in die Nonomo legen und Kind und ich lesen etliche Bücher. Irgendwann wird er dann müde, und ich bringe ihn zu Bett. Auch das klappt reibungslos, und ich kann den Rest vom Bett, den ich nachts um 3 nicht frisch bezogen habe, angleichen und eine Ladung Wäsche waschen. Zurück im Wohnzimmer suche ich nach Tipps fürs Mittagessen, auch wenn das nicht sehr sinnvoll war: es gab CousCous mit Gemüse und Nusstofu, und die Wassermenge die man brauchte stand eh auf der Packung. Joa. Also schnell alles vorbereitet, Geschirrspüler aus- und eingeräumt und die Leichen am Boden (Schlachtfeld nach Essen und so) beseitigt. Und dann ist der Große auch wieder wach. 45 Minuten. Super. Nicht.

Ich stelle auch fest: CousCous brauch ich ihm nicht mehr geben wenn ich vorhabe nicht Amok zu laufen. Er mag ja nicht kriseliges, und CousCous ist aber sowas von kacke wegzuputzen, einmal von den Fingern quer durch die Küche geschleudert. Auch der Versuch alles zu pürieren hilft nicht. So fein dass er nichts mehr merkt wirds ja nicht. Aber ein paar Löffel hat er immerhin runtergewürgt. Nach einem Fläschchen für den Kleinen gehts spazieren. Ich hab das Wetter unterschätzt, und Rumpelstilzchen viiiel zu warm eingepackt. Dafür nicht an die Sonnencreme gedacht (ab wann nehmt ihr eigentlich!?), und nach ein paar Minuten in der prallen Sonne wars ihm deutlich zu warm. Also waren wir nach etwa 30 Minuten wieder daheim.

Auch nachmittags hatten wir irgendwie Glück mitm Timing. Es war eigentlich nie bei beiden gleichzeitig Weltuntergang, ich konnte sie immer schön nach einander versorgen. Davor hatte ich wirklich Angst, dass es ständig nur so sein würde. Ich verkrafte sowas nämlich nur ganz ganz schlecht. Jedenfalls haben wir dann auch noch die neuen Sandkasten-Buddel-Spielsachen, die wir letztens vom Ikea mitgebracht haben draußen bei den Steinen eingeweiht. Glückliches Kind, bis er wieder nach drin musste. Bestechung mit Himbeeren klappte ausgezeichnet, aber später fiel ihm dann leider doch wieder ein dass er gern wieder raus würde. Es war dann so gegen 16.30 als es immer anstrengender wurde: Kind schlecht gelaunt und müde, weil zu wenig geschlafen, und ich so langsam echt ko. Minutenzählen, bis der Mann um 18 Uhr nach Hause kommt. Ein ins-Bett-bring-Versuch scheitert (war eh klar, 2 Schläfchen sind nicht drin, und wenn das eine nur 10 Minuten dauerte). Und dann endlich hören wir den Schlüssel im Schloss…

Das Kind lässt Papa noch schmecken, dass es die plötzliche Abwesenheit gar nicht gut weggesteckt hat, begrüßt ihn zwar kurz, will aber dann nur an Mama kleben und macht einen Zirkus beim Joghurt Abendessen. (Mal gespannt wann er nachts Hunger bekommt.) Nun ist es Zeit die Meute bettfertig zu machen und schlafen zu legen und mit einigem Glück… endet dann meine Schicht mal für kurz ;-)

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Auf bald,
Hummelchen

2-Monats-Geburtstag Raupe

Und schwups, schon der nächste Monat vorbei! Na guut, ein wenig geschummelt. War ja nur der Februar!

Ach du kleines Raupi… wo fang ich nur an? Du bist so ein entzückendes, schnuffeliges und herziges Baby, dass ich gar nicht viel mehr als das sagen kann, und dennoch tausende kleine Dinge aufzählen könnte, die die so besonders süß machen!

Nach wie vor bist du sehr “pflegeleicht“. Wenn man deine Kleinbaby-Bedürfnisse befriedigt, bist zu zufrieden und glücklich. Nach wie vor bist du ein wenig im Raupenmodus: du hast mächtig Appetit! Den Rekord hält das 240ml-Fläschchen, das du verdrückt hast (blieb sogar alles drin!). Mittlerweile trinkst du nicht mehr ständig kleine Mengen, sondern kommst meist mit einigen großen Flaschen über den Tag. Und für die Nacht hast du den absoluten Super-Modus eingeworfen: so gut wie nie hungrig! Daher schaffen wir es, wenn Mama schon frühabends zu “sparen” beginnt, nachts nur zu stillen, völlig fläschchenfrei! Das ist für uns beide sehr angenehm – Mama muss keine Flasche füttern sondern kann dich im Halbschlaf stillen, und darfst neben dem Trinken deiner zweitliebsten Beschäftigung nachkommen: intensivem Kuscheln! Meist brauchst du so gegen 2 oder 3 Uhr ein wenig Nachschub, und dann ab 6 Uhr immer wieder mal (vermutlich reichts dann doch knapp nicht mehr), weswegen du dann einfach ganz nah bei Mama schläfst, und nur noch Hilfe zur Orientierung brauchst, wenn der Hunger/Durst kommt. Leider ist dieses schöne Konzept die letzten 3 Nächte nicht mehr aufgegangen – du warst eher unruhig und bist oft wach geworden, sodass dir die Milchmenge nicht gereicht hat. Wir vermuten den 8-Wochen-Schub. Schwer zu sagen, denn man erkennt ihn bei dir an sonst nix (auch den mit 5 Wochen haben wir einfach “verpasst”)!

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Tagsüber bist du nämlich immer mächtig entspannt. Du bist nicht gern alleine, aber mittlerweile magst du es auch schon, neben deinen Lieben zu liegen und eifrig zu stramplen und dir die Umgebung anzugucken. Am Liebsten ist es dir aber immer noch, jemand hält dich im Arm. Eigentlich ist es dir auch fast egal, wer das ist, du scheinst alle zu mögen. Wenn man die anstrahlt und Babyquatsch mit dir macht lächelst, strahlst und gluckst du so fröhlich, dass jedem das Herz aufgeht. Du bist wahnsinnig freundlich, und zeigst momentan auch noch nichts was in Richtung “fremdeln” gehen könnte. Wenn du einen Tag lang oft herumgereicht wurdest im Verwandtschaftskreis bist du abends trotzdem noch entspannt.

Du weinst so gut wie nie. Außer natürlich, du willst etwas. Meist ist das aber sehr offensichtlich. Hunger, Bauchweh oder müde. Für alle 3 Optionen lässt du dankbar Hilfe zu. Ich weiß wirklich nicht wie ich das besser ausdrücken soll, als “dankbar“: du merkst sofort wenn man etwas tut das dir (in naher Zukunft) Linderung verschafft. Am Deutlichsten ist das bei Bauchmassagen/Beinchengymnastik. Sofort schaust du liebevoll und leicht gequält, lässt mit dir arbeiten, knatterst los und strahlst dann. Hach! Beim Einschlafen hast du so deine Vorlieben: am Liebsten und Besten gehts bei Mama am Arm, im Schuckeln und Herumlaufen. Auch findest du es toll, bei Papa im Tragetuch einzuschlafen. Andere Kombinationen der Möglichkeiten findest du eher suboptimal. Kürzlich ist es übrigens auch passiert, dass du, als dich Mama schonmal im Pucksack ins Bett gelegt und noch schnell Zähne geputzt hatte, du einfach so von selbst eingeschlafen bist – huch! Achja, da ist es aber auch absolute Grundvoraussetzung, dass du fest und eng gepuckt bist. Jeder Versuch, dich doch mal im Schlafsack schlafen zu lassen ist kläääglichst gescheitert, meist gibt eine entnervte Mama dann so gegen 1 oder 2 Uhr auf, und wickelt dich eng ein damit endlich alle schlafen dürfen.
Wenn du morgens wach wirst und man dir ein begeistertes “Guten Mooorgeen!” entgegen flötet dann strahlst du bis über deine kleinen Ohren… hachz!

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Äußerlich hast du dich sehr verändert. Also, du hast nun einen Hals! *kicher* Nunja, du bist ziemlich in die Länge geschossen – bei der U3 hattest du knapp 60cm. Du siehst auch wirklich groß aus. Da du mehr in die Länge als in die Breite gewachsen bist siehst du aber nicht mehr ganz soo mopsig aus. Deine Augenbrauen und Wimpern fangen aktuell auch sich ein wenig dunkler zu färben – bislang waren die ja de facto unsichtbar, weil so hell. Du siehst nach wie vor aus wie eine Minikopie von Mama, aber immer öfter erkennt man auch Mimik und Gesichtszüge deines Bruders – sehr spannend!

Hmm, nun, was gibt es noch zu sagen? Deine Lieblingsfarbe scheint türkis zu sein – du starrst am Liebsten die Schlafzimmerwand an. Schnullis magst du mal sehr gerne, mal tust du als müsstest du ersticken wenn du einen im Mund hast. Von deinem Bruder lässt du dir immer noch ohne Murren und Knurren poltrige Liebesbekundungen gefallen. Baden magst du, aber nackig machen und eincremen/massieren und alles drum herum ist totaaaal blöd! Du stillst wahnsinnig gerne und hast oft Probleme, danach richtig am Fläschchen zu trinken (wenns dir Mama gibt, bei Papa gehts eigentlich immer) – Saugverwirrung anders rum. Deine Erkältung hast du super weg gesteckt und hinter dir gelassen, bist wieder fit.

Du trägst Größe 62 und füllst sie bereits sehr gut aus in der Länge. Nur Oberteile sind dir noch zu weit. Wir versuchen schleunigst die Pamperswindeln in Größe 2 aufzubrauchen, denn die hängen dir in der Beinbeuge…
Deine Haut scheint aktuell leider der deines Bruders zu ähneln – sehr trocken, empfindlich und stellenweise rauh. Wir kennen das Programm ja bereits und verwenden entsprechende Produkte.

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Liebe kleine Raupe, du bist unser Sonnenscheinchen, und wirklich alle sind schrecklich verliebt in dich… bitte bleib so! <3

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Auf bald,
Hummelchen