Rumpelstilzchens KiTa Start

So ein großer, großer Junge…

Pünktlich nach seinem 2. Geburtstag startete fürs Rumpelstilzchen Anfang November die KiTa. Schon lange vorher war ich mir sicher, dass es ihm sehr gut gefallen würde und machte mir wenig Sorgen wegen der Eingewöhnung. Kurz vor Beginn kamen dann aber doch Zweifel – er war so wahnsinnig anhänglich, bockig, eifersüchtig auf den kleinen Bruder. Sein Standardsatz war “Mama trösten!”, womit er auch ganz allgemein Kuscheln meinte. In Dauerschleife jeden Tag.

Schon vorab erzählten wir ihm vom Kindergarten, was nicht schwer war da einer (aber nicht seiner) mehr oder weniger hinter unserem Garten ist. Wir haben uns dennoch gegen diesen entschieden, der Betreuerschlüssel war nicht berauschend (1 Erzieherin auf 7-8 Kleinkinder) und die ganze Einrichtung eher auf ältere Kinder ausgelegt. Aufnahme auch erst ab 2 Jahren, weswegen es für die Raupe ohnehin schonmal flachgefallen wäre. Also wurde es der im Nachbarort, grade im großen Ausbau. Jedenfalls freute er sich schon sehr.

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Am großen Tag selbst war er auch noch aufgeregt, doch beim Betreten des Hauses wurde es im doch sehr mulmig, er klettete sich an mich, wollte nicht weitergehen. Dort angekommen wurde auch erst mal geweint, alles so groß, so fremd, andere Erwachsene und unbekannte Kinder, und alle wollen offensichtlich was von einem. Das Rumpelstilzchen landete in der Eulen-Gruppe und sein Symbol am Kleiderhaken und Zahnputzbecher ist die Schnecke.

Die ersten beiden Tage waren wir dann alle zu dritt für je 2 Stunden erstmal da. Die erste Annäherung an seine Bezugserzieherin fand er nach etwa 20-30 Minuten – ihre Kiste mit dem Duplo Polizeihubschrauber war einfach viel zu verlockend. Und nachdem er dann das Regal mit den Bällen gefunden hatte und ein Mädchen das mit ihm spielte lief alles prächtig.

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Am Mittwoch dann sollte ich das erste Mal den Raum verlassen. Wie zu erwarten war (und ich gebe an der Stelle zu, ich war fast etwas erleichtert) weinte er erstmal heftig. Ich übergab ihn direkt in den Arm der Erzieherin, von der er sich aber noch nicht halten lassen wollte und blieb lieber stehen. Nach knapp 10 Minuten bekam ich die Nachricht, dass er sich beruhigt hatte und fröhlich mitspielen würde. Sie hätten gemerkt, dass er nicht angefasst oder angesprochen werden will erstmal, und hätten ihm ein paar Minuten gegeben, und ihn dann bei erstem Interesse zum Mitmachen eingeladen. Ich war positiv überrascht, wie schnell sie erfasst hatten wie mein kleiner Großer so “tickt”. Als ich nach 30 Minuten zurückkam saß er in der Küche und kochte begeistert Suppe. Als er mich sah rief er begeistert, laut und über alle Backen strahlend “Mamaaa!!”, kochte aber dann weiter und wartete bis ich mir mein Küsschen abholte.

Am Donnerstag sollte ich dann für 1,5 Stunden den Raum verlassen. Wieder Weinen, die Nachricht dass alles ok sei, und freudiges Wiedersehen. Am Freitag wurden wir für 2 Stunden nach Hause geschickt und das Rumpelstilzchen durfte erstmals mit nach draußen, Bobbycar fahren. An diesem Tag musste ich ihn zurück zum Auto tragen, da er sich weigerte mitzukommen.

Ich war schon ganz euphorisch wie gut das lief, als dann am Wochenende klar wurde dass er sich ordentlich erkältet hatte. Nicht nur 2 Kindergartentage entfielen daraufhin sondern auch der Laternenumzug, was mir besonders leid tat, sich aber nicht ändern ließ…

Mittwochs befürchtete ich einen Rückschlag, aber auch der lief wie die Tage zuvor. Donnerstags durfte er zum ersten Mal zum Mittagessen bleiben, und nachdem das problemfrei lief, heute Freitag auch zum anschließenden Mittagsschlaf. Hier hatte ich wieder Zweifel, aber auch das klappte recht gut. Wie abgesprochen bekam ich den Anruf, als er eingeschlafen war. Beim Abholen meinte seine Erzieherin, dass sie die Eingewöhnung erstmal als abgeschlossen ansehen würde.

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Ich glaube ich platze grade vor Stolz darüber, so einen tollen großen Jungen zu haben, und freue mich wahnsinnig wie gut es ihm dort geht und dass es so reibungslos klappt. Heute morgen hat er das erste Mal nicht geweint beim Verabschieden sondern wollte recht bald zu seiner Erzieherin auf den Arm…

Natürlich geht es nicht völlig ohne Nebenwirkungen. Er ist noch klammernder als vorher schon, und ich bemühe mich dem Wunsch ausgiebig nachzukommen. Immerhin ist es eine riesige Veränderung und er das erste Mal überhaupt so viel und lang von mir getrennt. Natürlich fehle ich ihm, und natürlich setzt ihm das zu, egal wie toll es dort ist. Ich habe ein wenig das Gefühl, dass er hin und hergerissen ist zwischen den guten Gefühlen für dort und den negativen weil er von mir getrennt ist. Er hängt bereits sehr an seiner Erzieherin und mag sie offensichtlich, redet auch daheim ständig von ihr. Es ist fast so als würde er sich sorgen, dass das was zwischen ihm und mir ändert, als dürfe er nicht an ihr hängen. So eine “kommhergehweg”-Geschichte. Ich bin mir sicher, dass sich das mit der Zeit von selbst lösen wird, und er erkennt dass das schon alles so passt wie er das da gerade empfinden möchte. Ich weiß ja, dass es gut ist, und versuche einfach ihm das genau so zu vermitteln, und eben in der Zwischenzeit der Verwirrung seine Bedürfnisse ausführlich zu erfüllen. In seinem kleinen Herzchen ist noch so viel Platz, den muss er gar nicht aufteilen, und das wird er lernen.

Es ist so beruhigend für mich zu wissen, dass er dort wirklich gut aufgehoben ist. Durch den Ausbau sind zwar noch nicht alle geplanten PädagogInnen im Einsatz, aber auch die Gruppen noch nicht besetzt. Zur Zeit sind also 2 Gruppen zusammengelegt und auch deren Erzieherinnen, das bedeutet 3-4 Erwachsene auf 6-8 Kleinkinder, je nach Tag und Uhrzeit. Das ist schlichtweg genial. Später sollten es 2,5 Erzieherinnen auf 10 Kinder pro Gruppe werden. Im Januar zieht dann die Gruppe vom Rumpelstilzchen in den jetzt noch nicht fertigen Raum.

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Hach, ich bin grade so verliebt in den “großen” Jungen …

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Auf bald,
Hummelchen

 

10-Monats-Geburtstag Raupe

Ich will es nicht beschönigen: dieser Monat war hart. Sehr hart. Ich kann ungelogen sagen, du warst ein funkelnder Diamant, mein Kleiner! Aber ich kenne das ja schon vom großen Bruder, diese Zeit ums 3/4 Jahr ist ziemlich anstrengend…

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Sprache: Immer wieder hört man dein “Mama” in Variation. Papa sagst du nur hin und wieder, und dabei ist auch nicht so wirklich klar ob du auch wirklich deinen Papa meinst… Worin wir uns aber sicher sind ist, dass dein Sprachverständnis deutlich besser wird. Einfache Aufforderungen kannst du ausführen, und man merkt auch dass dieses Verstehen im gemeinsamen Spielen vorteilhaft ist. (Der Satz “nicht das Rumpelstilzchen rupfen/hauen/drauflegen/,…” ist dennoch chinesisch für dich!) Hier sieht man das, und wer genau hinguckt entdeckt auch noch eine platte, gequälte Katze:

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Spielen: Dein allerallerallerliebstes Spiel ist unumstritten nachlaufen, bzw in deinem Fall -krabbeln. Oft flitzen Mama, großer Bruder und du gemeinsam durchs Wohnzimmer und du quietschst und johlst kurz bevor man dich gefangen hat. Richtige Jauchzer gibst du von dir und wenn man dich in die Ecke drängt zappelst und wedelst du vor Aufregung, Adrenalin und Vorfreude.. herrlich! Heißbegehrt sind auch Luftballons – leider beißt du mit Vorliebe rein oder kneifst ganz feste, sodass wir sie für dich babyfreundlich gestalten, mit einem Spucktuch außen rum drüber geschlagen. Du wirst generell gern alle Bälle durchs Zimmer und krabbelst dann nach. Duplo und die tuttut Flitzer samt Stationen sind auch extrem angesagt! Besonders geschickt bist du mit der Tröte/Flöte deines Bruders, mit der du oft minutenlang durchs Zimmer krabbelst und pfeifst.
Auffällig ist, dass du dich relativ lange alleine beschäftigen kannst. Du kommst zwar immer wieder zu Mama oder Papa, aber bist auch gern mal für dich. Du magst es nur gar nicht wenn man von dir weggeht, da musst du ziemlich bitterlich weinen…

Motorik: Vor wenigen Tagen hast du dich das erste Mal endlich aufgestellt! Zwar machst du das mit Vorliebe/nur an schrägen Stellen, aber auch schon das ein oder andere Mal senkrecht. Wie auch sonst beschäftigt dich deine eigene Entwicklung nicht so, weder übst du es verbissen weiter noch bist du sonderlich stolz drauf wenn dus geschafft hast. “Ist halt so,” scheint da ein wenig dein Motto zu sein.
Mit den Fingern kannst du nun treffsicher winzige Teilchen/Schmutz aufheben und in den Mund stecken. (Yeah.)

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Schlafen: Dieser Monat war so extrem, dass er wirklich hart an Mamas (und Papas) Grenzen ging. Dein Schlafverhalten war totales Chaos, du schliefst wenig, ungern, schlecht und nur unter viel Gebrüll ein. Mittlerweile versuchen wir dir alle Tagesschläfchen bis auf eines zu streichen – was dir generell bei Weitem langen würde, wenn du denn lange genug am Stück schlafen würdest. Viele waren nur 20-40 Minuten, und das reicht nicht mal dir bei deinem geringen Schlafbedarf. Legt man dich nachmittags nochmal hin weil du so fertig bist wirds abends unter Garantie ein K(r)ampf dich ins Bett zu bekommen. Normalerweise geht ihr grade um 19Uhr schlafen, und du brauchst regelmäßig 10-15 Minuten (unter Gebrüll) bis du einschläfst. An sehr vielen Abenden müssen Mama und Papa zigmal hoch und das ganze wiederholen, weil du sofort wach wirst wenn du dich etwas bewegst oder den Schnuller verlierst. Oft durftest du dann mit Mama mit ins große Bett, dort findest du aber überhaupt nicht zur Ruhe und kletterst nur rum, wirst dann bei jeder Kleinigkeit wach und schläfst überhaupt nicht mehr ein. Auch in deinem Bett waren/sind die Nächte geprägt von vielen Unterbrechungen und teils langen Wachphasen (1-2 Std.). Am Schlimmsten ist ein Aufwachen so gegen 5 Uhr, weil dir das Wiedereinschlafen dann wahnsinnig schwer fällt (obwohl du noch müde bist!) und Mama dann oft zwischen dir und deinem von dir wachgeplärrten Bruder hin und her läuft.
Es beten eigentlich alle, dass das bald BALD besser wird…

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Schmusen: Obwohl du gern auch allein spielst bist du doch wahnsinnig verschmust und anhänglich. Eigentlich immer wenn du in die Nähe kommst kuschelst du dich an oder lehnst dich an deine Lieben. Besonders gerne auch bei deinem großen Bruder, den du so liebst, der findet das dann allerdings meist eher so määh. Du knutscht auch gern und gibst dicke fette nasse Schlabberzungenküsse. Besonders süß ist, wenn du ein Duckface machst (und dabei sabberst wie ein Weltmeister.. #lecker).

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Soziales: Du fremdelst nach wie vor, aber meist nicht lange. Du bist ein Sonnenscheinchen, eigentlich fast immer fröhlich und gut gelaunt, sodass du fast jedes einigermaßen vertraute freundliche Gesicht anlächelst. Eisbrechen fällt bei dir nicht schwer, wenn die erste Annäherung geschafft ist!

Entwicklung: Es brodelt hinter deiner Stirn, das merkt man, und irgendwas lässt dich total unruhig werden. Ist es das Stehen? Spracheverstehen? Wir wissen es nicht, aber irgendwas ist da im Busche!

Ernährung: Hier wird fleißig gegessen, es gibt nun auch Müsli zum Frühstück, und damit 5 Mahlzeiten täglich. Nachts brauchst du immer noch eine Flasche, die allerdings schon deutlich dünner gemacht wird, und auch da wollen wir noch wässriger werden. Es ist deine Wohlfühl-Gewohnheit, die du noch brauchst, und das ist schon ok. Nahrung brauchst du allerdings nachts nicht mehr, du isst ausreichend tagsüber. Eventuell ist es auch eher der Durst, der dich danach schreien lässt, denn Trinken klappt noch nicht so – meist bläst du feste in den Becher, und wenns grad ein Schnabelbecher ist macht das besonders viel Spaß (das mit der Flöte erwähnte ich schon, ja?).

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Gesundheit: Vor etwa 4 Wochen hattest du wohl das 3-Tage-Fieber. Sicher ist das nicht, denn der Verlauf war sehr recht komisch. Am Tag der Heimreise aus Österreich (du warst mit als wir hinfuhren um aufs Begräbnis deines Opas zu gehen) warst du äußerst schlecht drauf und daheim merkten wir, dass du Fieber hast. Allerdings nicht viel, am Folgetag schon weniger, am nächsten keins mehr. Am 4. Tag hattest du am ganzen Rumpf, Hals und teilweise im Gesicht/Kopf einen kleinfleckigen, dichten roten Ausschlag. Der Arzt meinte, so eindeutig sei das nicht, entweder waren es Röteln oder eben ein untypischer Verlauf vom 3-Tage-Fieber. Wie auch immer – jetzt bist du wieder fit!

Körperliches: Mittlerweile hast du 4 Zähne (und ab dem ersten Tag im 11. Monat sogar 5!), wächst ordentlich vor dich hin, bist nach wie vor äußerst moppelig aber auch fit und stark. Beim Streit um Spielzeug hat dein Bruder jetzt schon manchmal das Nachsehen wenn du fest zupackst! Du bist auch gelenkig, was deine lustige Art zu sitzen (ein Bein angewinkelt hinten, ein Bein ausgestreckt nach vorn) erfordert. Du trägst tagsüber Windelgröße 5 (simply dry Pampers) und nachts 5+ (babydry), weil sie sonst regelmäßig ausläuft. Kleidergröße 80 ist Standard, obwohl du bei der U6 erst 73cm groß warst – aber die 10,5kg erfoderns halt, vor allem bei Bodys.

Pfui: im Hochstuhl sitzen (ohne zu essen), Schlafen, wenn man dir Spielzeug wegnimmt, Zähne angucken lassen, Gesicht eincremen

Highlights: nachlaufen/krabbeln, Flöte

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Herzchen, wir lieben dich sehr – du darfsts nun glauben und aufhören es auf die Probe stellen zu wollen und wieder bittedanke unser unkompliziertes Superbaby sein, ja?? Knutschi! :)

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Auf bald,
Hummelchen

Rumpelstilzchen, du bist ZWEI!

Ich dachte, der erste Geburtstag wäre besonders besonders emotional… Tatsächlich war auch der zweite sehr bewegend, und auch vorher schon und jetzt noch bin ich ganz fasziniert wie entsetzlich schnell du so groß geworden bist. Haben sie dich mir nicht erst gestern auf den Bauch gelegt und du hast mich mit diesen winzigen dunklen Äuglein angeschaut? Aber so viel ist bereits passiert in unserem Leben, und ich bin mir sicher dass ich niemals alles festhalten kann was dich besonderen kleinen Menschen ausmacht …

… du bist ein temperamentvoller und vielseitiger Junge geworden. Du kennst ein breites Spektrum an Emotionen und zeigst diese auch relativ unverblümt. Du (er?)lebst sehr intensiv, und grade im Vergleich mit deinem zurückhaltenden Bruder sticht das ins Auge.

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… bei dir steht der Schalter entweder auf AUS oder AN. Bist du wach gibst du Vollgas, Zurückhaltung kennst du de facto nicht. Du hast Energie über die wir immer wieder staunen, und wenn dir was zu viel wird ziehst du dich nicht etwa zurück sondern brüllst deine Überforderung aus vollen Lungen in die Welt. Dein Opa, den du leider nur wenige Male sehen konntest sagte über euer letztes Treffen fasziniert “so klein und gar kein Sitzfleisch mehr?” und meinte damit eben, dass du ohne Unterbrechung rumflitzt. Du bist eben mein kleines Energiebündel.

… Ist selbige Energie verbraucht forderst du so deutlich wie auch sonst bei allem ins Bett gebracht zu werden. Du schläfst viel, lang, gerne und gut – nachts 12 Stunden, tagsüber nochmal meist gute 2 beim Mittagsschlaf. Wir haben ein Abendritual – seit nun einem Jahr lesen wir jeden Abend dein Gute-Nacht-Buch, das du zum 1. Geburtstag bekommen hast. Du liebst es sehr und forderst es auch jeden Abend ein. Danach legen wir dich ins Bett, und wenn der Tag nicht sehr aufwühlend war schläfst du dann zur Melodie des Babyphones ein. Maximal eine Nacht pro Monat ist “anstengend”, höchstens in 1-2 Nächten pro Woche müssen wir mal nach dir sehen (wenn dann meist in den frühen Morgenstunden wenn ein wenig Unruhe reinkommt). Sonst schläfst du durch ohne von dir hören zu lassen, und das schon seit deinem 14. Monat. Zum Schlafen brauchst du deine Kuscheltiere und “Schmusies”, die Bettmaus, dein Kissen und dein Nachtlicht (der kleine blaue Elefant den du dir bei Bedarf selbst anschalten kannst – seit Neuestem muss nachts auch unbedingt der mybuddy an sein), und außerdem noch einen Schnuller.

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… Du bist der wundervollste Bruder den man sich nur vorstellen kann. Du liebst deinen kleinen “Danda” wie du ihn nennst über alles. In letzter Zeit kommt es allerdings immer wieder zu Eifersüchteleien, meist wenn es um Lieblingsspielzeuge geht. Oft kannst du es gar nicht ertragen wenn er damit spielt und du nimmst es ihm weg, wobei du dir auch erklären lässt dass du dann zumindest “tauschen” sollst. Wir finden es sehr bemerkenswert dass du dann immer ein “gleichwertiges” Spielzeug zum Tauschen bringst, also entweder etwas ähnliches (ein anderes Auto, einen anderen Ball), oder etwas das du auch besonders gern magst oder weißt dass er es mag. Immer wieder musst du dich sehr über ihn ärgern, und du sitzt dann vor ihm und quietscht schrill, laut und erbost auf, zitterst vor Wut und machst Anstalten ihn zu schlagen, hältst dich dann aber immer in Zaum. In diesen Momenten sind wir sehr stolz darauf, wie gut du dich doch trotz aller heftiger Emotionen im Griff hast, wenn es dir so wichtig ist.

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… Meistens aber möchtest du ihn küssen, knuddeln, liebkosen und umsorgen. Du bringst Spucktücher zum Putzen, Schnuller und alles andere was er so braucht oder brauchen könnte, an. Wenn er sehr weint verschwindest du meist im Hintergrund und gibst uns die Möglichkeit uns um ihn zu kümmern. Auch tröstest du ihn selbst oft wenn er weint, oder schlägst vor wie man ihm wohl helfen könnte (“Mama, Danda Schnuller? Nonomo legen?”). Wenn wir ihn aus seinem Bett abholen läufst du vor Freude quietschend und johlend auf sein Bettchen zu und rufst begeistert seinen Namen und “Morgeeen!! Dut schlafen?” Auch deine Babypuppe versorgst du toll, wir müssen sie wickeln und sie bekommt regelmäßig ihre Flasche.

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… Allerdings bist du auch grade wahnsinnig anhänglich, suchst ständig Körperkontakt, Bücher liest du prinzipiell nur aufm Schoß und auch sonst willst du in letzter Zeit sehr oft getragen werden. Effektiv bist du öfter an Mama drauf oder dran als dein kleiner Bruder. Alleine spielen fällt dir gerade sehr schwer und selbst wenn Mama nur mal aufs Klo gehen will weinst du. Ein wenig Sorge bereitete uns das (wie wir nun wissen vermutlich zu Unrecht) vor der bevorstehenden KiTa Eingewöhnung.

… Du bestehst darauf, dass alles seine Grundordnung hat. Du hilfst gern beim Aufräumen und weißt was wo hin gehört. Man kann dich eigentlich (bei entsprechender Motivation … wenn man also ankündigt es wird gleich gestaubsaugt) alleine ein ziemlich verwüstetes Wohnzimmer aufräumen lassen. Auch willst du immer mitputzen wenn Mama das macht. Du darfst auch oft die Waschmaschine starten, was du äußerst gern tust.

… Du bist ein richtiges Plappermaul geworden. Du kennst sooo viele Wörter, dass wir das im Leben nicht mehr listen könnten. In deinem täglichen Repertoire sind weit mehr als hundert, und du sagst eigentlich alles nach was du hörst und überrascht uns immer mit neuen Worten, die wir dir nicht bewusst beigebracht haben. Wir müssen nun allerdings sehr darauf achten was wir sagen, weshalb wir schon auf dein ein oder anderes nachgeplappertes “scheise” erklären mussten, dass wir “jajaja, wieder eine neue Meise am Vogelhaus haben”. Seufz. Du verwendest standardmäßig mindestens 2-Wort-Sätze, oft aber auch 3 Worte oder manchmal mehr, am Ehesten beim Nachsingen von Liedzeilen wie hier bei “Backe, backe Kuchen”:

… Obwohl du die meisten Wörter einigermaßen richtig sagst hast du ein paar sehr süße Kreationen dabei. Nenna ist zum Beispiel die Windel – immer schon, wir wissen auch nicht warum. Bitata ist Mineralwasser, das wir mal als “Brizzelwasser” bezeichnet haben. Bubelenen ist der Luftballon, Bimbamba die Waschmaschine. Stauber ist der Spitzname vom Staubsauger, und dein Bauchnabel heißt Maukeke.

… Du bist außerdem ein richtiger Entertainer. Du bist keinesfalls scheu, gehst sehr gern auf andere Menschen zu, und grüßt prinzipiell jeden dem du begegnest. Besonders lustig, wenn du mal wieder einer gruselig übellaunig aussehenden Gestalt einen verstohlenen Grinser und ein “Hallo” als Antwort entlockst. Übrigens ist dein Hallo als Reaktion auf den Gruß von anderen immer in exakt der gleichen Betonung. Flötet man dich übertrieben an, flötest du genauso zurück (das verlangt Mama einiges an Beherrschung ab! *kicher*), aber du kannst genauso ein brummiges tiefes Hallo vom grumpy old man retournieren.

… Du bist unglaublich witzig und albern. Die besten Sprüche klopfst du (vermute ich mal!?) unbeabsichtig. So hatten wir kürzlich folgende Szene: ich bringe dein Essen, du tippst macho-mäßig mit dem Zeigefinger auf den Tisch und sagst “da heastellen!”, und nachdem ich das gemacht habe: “Na also!” XD

… Nicht nur Menschen im Allgemeinen findest du toll, du liebst auch Tiere über alles. Es gibt eigentlich kein Tier das du nicht toll findest, weshalb sich Mama regelmäßig überwinden muss dir Regenwürmer in die Hand zu legen oder sich nicht zu schütteln wenn du wiedermal eine Spinne erwischt hast. Ich ermutige dich dann das Tier ganz ganz vorsichtig wegzusetzen weils sonst kaputt geht. In der Regel gehst du mit Tieren toll um und bist nicht grob zu ihnen (also nicht gröber als du ungeschickt bist). Am Liebsten sind dir neben den Katzen und Hunden die du kennst Pferde, Schafe, Schnecken und Schmetterlinge.

… Dein Geburtstag hatte daher das Motto “Schmetterling“. Es gab einen Schmetterlingskuchen und Cupcakes mit Schmetterlingsdeko. Alles kunterbunt und auffällig und fröhlich, denn genau das passt hervorragend zu dir. Deine “Party”, zu der deine Patin extra einige Tage aus Österreich kam, deine Großeltern und das kleine Nachbarsmädchen samt Mama, war ein voller Erfolg. Du hattest wahnsinnig viel Spaß und warst ganz heiß aufs Auspacken deiner Geschenke. Irgendwie gab es viel zu viele, ein wenig mehr aufteilen wäre wohl besser geweden. Es gab für dich einen mybuddy Wecker, einige Bücher, viele tut tut Flitzer mit Stationen (Baustelle und Flughafen), Puzzle, ein pop up Pirate Spiel und von Oma und Opa einen unpraktischerweise riesengroßen und leider heißgeliebten Traktor. Achja, und nicht zu vergessen ein Shirt von Mama mit einer schiefen 2 drauf, weil die Nähmaschine immer den Stoff gefressen hat. Kommt von Herzen, Schnuffel!

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… Seit August trägst du bereits deine Brille, und mittlerweile hast du dich super daran gewöhnt. Morgens verlangst du gleich nach ihr, und wir sind uns sicher dass du merklich besser siehst und dir das bewusst ist. Sie stört dich gelegentlich beim Kuscheln und manchmal regst du dich tierisch auf wenn man sie dir wieder aufsetzt (nach dem Putzen oder weil sie verruscht ist). Aber im Grunde ist sie kein Problem, und nun mit dem flexiblen Gestell und den Bügeln die hinter den Ohren runter gehen ist sie auch ausreichend kleinkindsichergerecht. Was dir nicht so gut gefällt ist das Abkleben deines Auges, was wir 3 Stunden jeden Tag machen sollen. Du schreist und wehrst dich entsetzlich beim Draufkleben, aber Sekunden drauf hast du dich komplett beruhigt und klagst dann nicht mehr sondern erträgst es tapfer. Du nimmst es immer selbst ab und spielst danach noch damit.

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… Davon abgesehen bist du körperlich sehr fit. Du bist nun knapp 89cm groß und wiegst gute 13kg. Du wirkst eher schlank, obwohl du eigentlich genau im Mittelfeld liegst. Krank wirst du sehr selten, und bist am Ehesten anfällig im Magen/Darm Bereich. Da gab es im Frühjahr eine lästige 3 mal wiederkehrende Geschichte. Vermutlich war es Rota, und fiel dank Impfung nur so merkwürdig larifari aus, der Arzt meinte so ein seltsames Wiederauftreten von leichten Beschwerden wäre dafür typisch.

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… Deine Haare sind in diesem Jahr deutlich dunkler geworden, und nun bei einem hellen-mittleren Braun gelandet. Du hast feines, glattes und schön glänzendes Haar, das in letzter Zeit wahnsinnig schnell wächst. Trotzdem hast du beim Haaransatz im Stirnbereich nach wie vor dünnen Babyflaum, der noch nicht so richtig dicht wachsen will, es sieht ein wenig so aus als würden wir da im Schläfenbereich rasieren.. Macht nix, passt ja gut. Deine Augen sind perfekt zu deinen Haaren passend schokobraun geworden. Du hast erstaunlich viele Einzelheiten von Mama Aussehen geerbt (Nase, Augenbrauen, Ohren, Augen, Haare, Kinn), und dennoch siehst du eigentlich aus wie eine Kopie von deinem Papa. Ach, mein hübscher Junge!

… Du hast bereits alle 20 Zähne, wunderbare strahlend weiße Beißerchen. Beim Zähneputzen schreist du übrigens so als würde man dir an den Kragen gehen, aber da uns Zähneputzen sehr wichtig ist (gibts ja unterschiedliche Haltungen) müssen wir da eben alle durch. Auch furchtbar scheint Haarewaschen für dich zu sein, denn auch da gibst du Töne von dir,….

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… Du bist sehr geschickt beim Fussball spielen, kickst bereits mit ordentlich Schmackes und zielsicherer als Mama, mit großen und kleinen Bällen, im Stehen, im Laufen, rückwärts gehend, seitwärts gehend. Bälle sind halt deine Leidenschaft, und Bewegung und Toben überhaupt. Du kannst nun auch endlich hüpfen, und freust dich immer sehr darüber wenns klappt. Seit du deine Brille hast wurdest du auch plötzlich viel mutiger beim Klettern und Rutschen. Du bist auch sehr ausdauernd und legst zu Fuß bereits ordentlich weite Strecken zurück.

Feinmotorisch bist du nach wie vor meist etwas ungeschickter als andere in deinem Alter, aber mittlerweile holst du gut auf. Mit Löffel kannst du toll essen (auch schon Joghurtbecher auslöffeln), mit Gabel gehts bergauf und nun darfst du auch schon mit einem eigenen Messer deine  traditionelle Frühstücksbrezel am Samstag bestreichen.

… Beim Essen bist du seit Langem ja sehr mäkelig geworden. Mittlerweile (vor allem seit dein kleiner Bruder lauter Zeug isst das dir potentiell entgehen könnte!) ist das ein wenig besser geworden, und wenn Mama wieder Sorge hat du würdest gar kein Gemüse essen löffelst du mit Begeisterung den Gemüsebrei vom Bruder auf. Das ist von Rohkost abgesehen (und da nur manchens und manchmal und wenig,..) der einzige Weg dir Gemüse unterzujubeln. Ist mir aber wurscht, dann eben so :-P
Am Liebsten isst du: Käse (!!!), Bananen, Heidelbeeren, Brezeln (groß und klein), Oliven, Physalis, Kiwi, Fisch, Spätzle, Schupfnudeln, Müsli (vor allem das von Papa!), Nüsse und speziell Erdnuss- und Mandelcreme. Und KÄSE!
Diesen Sommer gabs auch deinen ersten Eisbecher…

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… Du bist oft sehr ängstlich und vorsichtig. Das steht ein weng in Widerspruch zu deinem Temperament, wenn da dein Wollen und deine Angst aufeinanderprallen macht dir das sehr zu schaffen. Vor allem laute und unbekannte Geräusche werden dir schnell zu viel, auch generell ist dein Gehör empfindlich. Du hast zB panische Angst vorm Fön oder dem Heizlüfter, wenn du näher als 2m kommst muss man sie ausmachen.

… Zumindest schützt dich das vor allzu waghalsigen Aktionen. Du tust dir nur selten weh, und von regelmäßigen blauen Flecken und Ungeschicklichkeiten abgesehen passiert meist nichts. Der größte Schreck war definitiv, als du vor Kurzem die letzten Stufen der Treppe runtergefallen bist. Noch nie bist du gestolpert, und das eine Mal als Mama schnell zu deinem Bruder musste, der sich ebenfalls zu verletzen drohte, machst du einen Salto. Mamas Herz hat etliche Schläge ausgesetzt, obwohl ich dich am Ende doch noch abfangen konnte und du somit nur eine kleine Abschürfung am Kinn hattest.

… du bist eindeutig ein draußen-Kind. In der Natur blühst du richtig auf, und du möchtest alles erforschen und entdecken..

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… Immer wieder verblüffst du alle damit, wie begeisterungsfähig du bist. Du kannst dich schier überschlagen wenn du was toll findest, und du findest auch Alltägliches oft ganz fantastisch. Du hast sogar einen eigenen Laut dafür, eine Art “ooaaaaahh!”, das du besonders ausdrucksstark intonierst. Dein Opa findet das zum Brüllen!

… Du hast ein Elefanten Gedächtnis. Du erzählst oft von Dingen, die schon ein halbes Jahr bis Jahr zurückliegen. Im März war da mal ein Marienkäfer auf deiner Hand in Omas Garten, und letzten Winter hat mal eine fremde Katze vor die Kellertüre gekackert. Erzählst du regelmäßig.

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… Du liebst Musik und hast mehrere Lieblingslieder. Aus der um die Welt CD wären das Nessy, das Schaflied, und das Lied von den Wikingern. 5 kleine Fische, die Tante aus Marokko, alle Leute, ich bin die kleine Schnecke, 2 lange Schlangen, das Fliegerlied, Heidi, Biene Maja, die hustenden Regenwürmer und Schnappi … die müssen eigentlich täglich laufen. Du tanzt dann auch dazu, und stellenweise singst du mit.

… Gelegentlich darfst du Biene Maja im TV schauen, was du sehr gerne tust. Du liebst es aber auch Videos von dir selbst am Handy anzugucken, oder andere “Babyyy”s auf Instagram zu bewundern. Dein aktueller Lieblingsclip, bei dem du dich vor Lachen zerwürfelst ist:

… Du bist liebevoll, laut, temperamentvoll, vorsichtig, ordentlich, anhänglich, sensibel, fürsorglich, ehrgeizig, aufmerksam, ängstlich, perfektionistisch, begeisterungsfähig, hilfsbereit, extravertiert…

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Ach Rumpelstilzchen… ich könnte den ganzen Tag von dir erzählen. Mein Herz, mein Erstgeborener, mit dir und durch dich lerne ich jeden Tag Neues, und auch wenn es oft sehr anstrengend wird bist du für mich (mit deinem Bruder und Papa) das Wertvollste und Liebste das es in meinem Leben gibt. Ich liebe dich so sehr, dass es quietscht! :-*

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Auf bald,
Hummelchen

 

[Test] Milupa Milchbrei Banane & Bio-Reisflocken

Schon vor Eeeewigkeiten bekam ich über Angelika von Bauchgefühl ein Päckchen, gefüllt mit 2 Produkten von Milupa und einigen Zubehör-Goodies. Wieder mal durfte ich gratis testen und nun darüber berichten. Dass der Bericht nun so lange auf sich warten ließ hat zwei Gründe: zum Einen dachte die Raupe im Traum nicht daran Brei zu essen, und das über viele Monate hinweg, sodass ich zwischendurch auch immer wieder für Wochen aufhörte ihm selbigen anzubieten, weil es keinen Sinn machte und ich ihn nicht damit nerven wollte. Zum Anderen kamen, kaum dass wir testen konnten, kleine und größere Katastrophen dazwischen… Aber nun!

Bevor ich nun darüber berichte, was mir zum Reis-Banane-Milchbrei und zu den Reisflocken einfällt, noch einige grundlegende Kleinigkeiten vorneweg:

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin empfiehlt, eine zu frühe (vor dem 5. Monat) sowie eine späte (nach vollendetem 7. Monat) Einführung von glutenhaltigen Getreideprodukten zu vermeiden. Glutenhaltiges Getreide sollte in kleinen Mengen eingeführt werden, optimalerweise noch unter dem “Schutz” von Muttermilch, also während noch gestillt wird (oder das Baby anders eben Muttermilch bekommt). Das alles soll das Risiko der Entstehung einer Unverträglichkeit (Zöliakie) vermindern.
Gluten ist in Hafer, Dinkel, Weizen, Gerste, Roggen (und anderen, aber das sind die häufigsten Baby-relevanten Getreidesorten) enthalten. Glutenfrei sind beispielsweise Reis, Mais, Hirse und Amaranth.

Außerdem liest man in eigentlich sämtlichen Ratgebern zur Beiskosteinführung, dass der Start (frühestens im 5.Monat!) mit Gemüse zur Mittagszeit empfehlenswert ist, danach schrittweise neue Sorten und Fleisch hinzugefügt werden. Klappt diese Mahlzeit, würde als nächster Schritt (1 neuer Brei pro Monat) die Abendmahlzeit ersetzt, hier gibts dann Milch-Getreidebrei. Oft wird empfohlen mit Reis zu beginnen, danach immer vorsichtig neues Getreide um auch gleich zu erkennen, wenn etwas nicht vertragen wird.

Wer nun beides zusammenfügt merkt, dass das eine ziemlich knappe Angelegenheit wird: selbst wenn das Baby (wie mein Rumpelstilzchen) ganz versessen aufs Breiessen ist und man zum frühestmöglichen Zeitpunkt beginnt, muss zügig der Mittagsgemüsefleischbrei angenommen werden, dann ein wenig Obst getestet, das es sinnvollerweise danach noch gibt (um die Eisenaufnahme ausm Gemüse und Fleisch zu boosten), und dann noch zackzack Reis und das nächste Getreide, noch bevor der 7. Monat vorbei ist. Uff! Das ist bei vielen Babys wohl echt Stress und Schwerstarbeit (vor allem wenn sie das Füttern streckenweise so rigoros ablehnen wie die Raupe!), vermute ich mal…

Ich habe daher bei der Raupe, die eigentlich erst seit sie 9 Monate alt ist wirklich etwas isst (Festes und Brei) gleich vorneweg nicht mit Reis begonnen, sondern ihm die ersten Stückchen Brot zum Knabbern gegeben, als ich ihn noch gestillt habe, und den ersten Milchbrei mit Hafer angerührt. ICH würde das jederzeit wieder so machen, aber ich bin hier keine Fachperson. Allerdings macht es für mich anders wegen o.g. Empfehlungen eher wenig Sinn.

Auch davon abgesehen bin ich kein Reisfan. Klar, Reis hat den Vorteil, gut verträglich zu sein. Aber davon abgesehen glänzt Reis als Getreide grade nicht was Inhaltsstoffe betrifft. Betrachten wir mal nur den Eisengehalt (für Babys und Kinder ja ausgesprochen wichtig): da liefert Reis grade mal 0,1mg auf 100g Getreide, während Hafer 4,7mg und Hirse sogar knapp 7g schaffen. Besonders schlägt sich das im Frucht-Getreidebrei nieder, bei dem die Eisenaufnahme besonders gut ist. (Beim Milchbrei ist es nicht soo entscheidend, da Milch ohnehin die Aufnahme und Verwertbarkeit von Eisen enorm ausbremst.)

Während das also nun lauter Gründe gegen Reis sind, werde ich am Ende berichten warum hier dennoch immer Reisflocken zu Hause sind, aber erstmal ein wenig von den Produkten die ich testen durfte berichten:

milchbanane(man verzeihe mir bitte, dass hier nur ein von der Homepage geborgtes Bild ist, ich hab die Originalfotos meiner Packungen leider verschlampt *schäm*)

Den Anfang machte der Milupa Milchbrei Banane, den ich in Ermangelung eines geeignete Testbabys ;-) am Rumpelstilzchen probierte. Mein Großer, das muss ich allerdings erwähnen, war noch nie ein Fan vom Milchbrei. Schon immer mochte er den von allen am Wenigsten, oft mussten wir ihn bekaspern damit er ihn ass, fertige Milchbreie rührte er uns schonmal gar nicht an, und daher wurde diese Mahlzeit sehr schnell durch eine Brotmahlzeit ersetzt. Wir waren also gespannt, und siehe da: der Brei wurde ohne Klage gelöffelt.

Auch einige Zeit später beim Rumpelstilzchen war dieser Brei eine Art “Eisbrecher”, denn das war der erste Brei den er zumindest Halb-Portiönchen-weise duldete. Lustigerweise bleibt die Abend-Milchbrei-Mahlzeit bislang auch seine Lieblingsmahlzeit (es lebe der Unterschied), mit Ausnahme von allem was er selbst essen darf und kann.

Das Anrühren des Breis ist unspektakulär einfach: man gieße wohltemperiertes Wasser (und zwar 140ml auf 45g Brei) drüber und rühre. Ergiebt relativ dünnen Brei (ich würde aber raten, sich bei Fertig-Mischbreien ziemlich genau an die Menge zu halten, denn im Unterschied zu Breien bei denen man Fläschchenmilch separat anrührt und über Getreide pur leert ändert sich hier ja die Zusammensetzung des Endergebnisses! Dünner geht im Zweifelsfall natürlich schon, aber keinesfalls sollte man Milchbrei dünn im Fläschchen zu trinken geben.)

Ohne Zweifel besticht der Brei durch die enorme Einfachheit. Grade in hektischen Zeiten in denen es aus welchem Grund auch immer einfach mal schnell gehen muss, oder auch für unterwegs ist so ein Fertig-Milch-Getreide-Brei natürlich sehr vorteilhaft. Allerdings stehen eigentlich alle diese Breie immer in Verruf, wahre Zuckerbomben zu sein. Daher liest man auf vielen (allen?) Packungen, dass der Brei frei von Zuckerzusatz ist. Hier sollte man aber sehr vorsichtig sein und mal die Packung umdrehen und den tatsächlichen Zuckergehalt überprüfen. Zucker gibts nämlich nicht nur in Form von Zuckerrüben – auch Milch enthält Zucker, und im Fall von Folgemilch (wie sie auch in diesem Brei enthalten ist), nicht zu knapp. Je nachdem wie hoch der Anteil an Folgemilch in der Fertigmischung ist unterscheiden sich die Breie unterschiedlicher Marken im Gesamt-Zuckergehalt, auch wenn vorne “ohne Zuckerzusatz” drauf steht. Nunja.
Dazu habe ich vor laaanger Zeit gelesen, das Forschungsinstitut für Kinderernährung empfiehlt bei einem einjährigen Kind maximal 15g Zucker pro Tag (ich suchte jetzt lange nach der Quelle, finde sie aber nicht mehr, hatte mir das in meine private Essensplanungs Excel Tabelle zusammengeschrieben – sollte ich den Link finden werd ich ihn hier noch reinsetzen oder ordentlich zitieren…). Nimmt man nun diesen speziellen Brei hat man mit einer Portion bereits einen Zuckergehalt von 19,2g. Nicht ohne!

Wie man das nun beurteilt muss natürlich jedeR Mami/Papi selbst wissen, aber für mich heißt das als Fazit: dieser Fertigmilchbrei ist eine Nascherei. Eine praktische, ja, eine für Ausnahmen und Notfälle, die man gern mal zur Hand hat – aber nicht für jeden Tag geeignet.

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Weiter gehts mit den Reisflocken, die sich grundsätzlich sowohl zum Anrühren von Getreidemilchbrei (200ml Muttermilch/Milchnahrung auf 20g Brei) als auch Getreideobstbrei (20g Getreide  + 120ml Wasser + 100g Obstbrei/püree) eignen.

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Wie schon erwähnt bin ich kein großer Fan von Reis, aber zwei eindeutige Vorteile hat er, weswegen hier eigentlich immer welcher auf Vorrat ist: zum Einen ist Reis wegen der guten Veträglichkeit ein tolles Nahrungsmittel bei Magen/Darm Problemen. Während man Kindern ja einfach Reis kochen und zu Essen geben kann ists bei den Kleinen praktisch, Reisflocken zu haben. Ein leider bereits erprobtes “Rezept” habe ich für diesen Fall: eine Banane ordentlich mit der Gabel zerdrücken, eine eher dickpappige (Konsistenz Spachtelmasse) Portion Reisbrei anrühren, beides vermischen (bei Kindern darf auch ein wenig Traubenzucker und eine winzige Prise Salz dazu – bei Babys nicht!), kleine “Stangen” oder “Kekse” formen und bei 160° Umluft backen (keine Ahnung wie lange genau, muss nicht lange sein, grade so dass es nicht auseinanderfällt beim Anfassen). Kommt bei meinem zumindest besser an als ne Schüssel Reis oder Matschbanane/Apfel und lockt wegen der Keksähnlichkeit zum Knabbern.

Meine zweite Anwendung ist ein relativ einfacher Trick/Tipp. Das Kind ist sehr gerne Suppen – Kürbissuppe, Zucchinikokossuppe, Linsenkarottensuppe – ist allerdings feinmotorisch eher unter den Spätzündern. Füttern geht aber schon sehr lange gar nicht mehr, und beim Selberlöffeln landet sie Suppe zu beinahe 100% auf der Hose. Irgendwann kam mir dann die zündende Idee (ja, es brauchte eine Zeit lang) die Suppe mit Reisflocken anzudicken, die im Unterschied zu anderen Getreidesorten ja kaum Eigengeschmack haben – zack, schon gings! ;-)

Zuletzt möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass in der Ausgabe H1303 der Zeitschrit Öko Test so ziemlich jeder Reis-Getreidebrei aufgrund von erhöhtem Arsen Gehalt recht schlecht bewertet wurde, darunter auch dieser. Da der Bericht nun schon über 1,5 Jahre alt ist kann es schon sein, dass sich das wieder geändert hat, eine neuere Meldung dazu hab ich aber nicht auf Lager.

Abschließend möchte ich mich herzlich bei Angelika für den stets äußerst freundlichen und zuvorkommenden Kontakt bedanken, sowie dem Verständnis für die lange Verzögerung des versprochenen Berichtes. Euch wünsch ich viel Freude beim eventuellen Ausprobieren und hoffe dass ihr mit der ein oder anderen Information was anfangen konntet.. :-)

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Auf bald,
Hummelchen

9-Monats-Geburtstag Raupe

Dieser Bericht kommt ja einiges verspätet, ich bin mir nicht sicher ob ich auch alles so schreibe, dass es zum 9. Monat passt, aber in etwa wirds schon hinkommen…

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Sprache: Wie gezielt und beabsichtigt das ist wissen wir zwar nicht, aber du sagst eifrig “Mama” und “Papa”, auch gern in ständiger Folge. Mamamamama hört man eigentlich ständig wenn dir was nicht passt, vorwurfsvollster Motzton inklusive. Auch verstehst du immer mehr, oft auch was mit “nein!” gemeint ist – nicht dass dich das großartig interessieren würde. Kleine Spielchen funktionieren daher auch, wie etwa “oooh sooo groß bist du? Zeig mal!” und dann streckst du deine Ärmchen über den Kopf, oder das “neinneinnein”-Spiel, bei dem du eifrig den Kopf zu schütteln beginnst. Zuckersüß, mir schwant nur wir bereuen das noch irgendwann dir das beigebracht zu haben…
Wirklich schlimm ist deinen extrem hohes Kreischen. Du schlägst damit deinen Bruder, bei dem es schon wirklich schlimm war. Es sind spitze hohe durchdringende Quietscher, die vor allem Fremde echt entsetzen können… Uff!

Spielen: Sehr beliebt sind Bälle und alle Dinge auf denen man gut kauen kann. Eigentlich verschwindet alles in deinem Mund… Besonders viel Freude machen dir die Duplosteine deines Bruders, mit denen kannst du viel Zeit verbringen. Autos sind auch toll! Dein Lieblingsspiel ist allerdings “Fangen”, wenn dir alle nachkrabbeln quer durchs Wohnzimmer quietscht und jauchzt du so vor Freude, dass du manchmal vor Lachen einfach nicht die Kraft zum Weiterkrabbeln hast und dann umklappst. Da geht einem das Herz auf, wenn man dich so vergnügt johlen hört!

Motorik: Obwohl du dich nicht klassisch hinsetzen kannst kommst du nun auch ohne Hilfe von Gegenständen zum Sitzen auf deinen Fersen. Da das für dich scheinbar so bequem ist versuchst du aktuell auch gar nicht mehr dich auf deinen Popo zu setzen, und spielst einfach so. Ich wette, du setzt dich erst dann eigenständig richtig hin wenn du vom Stehen aus umfällst! Wobei, eigentlich sind deine Körperspannung und deine Kraft so gut, dass du nur sehr selten umfällst – meist wenn du schon sehr sehr müde bist. Obwohl du dich soo gemütlich entwickelst bist du keinesfalls ungeschickt!

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Schlafen: Auch wenn es tagsüber immer anstrengender wird dich zum Schlafen zu bringen, und du insgesamt äußerst wenig schläfst (so maaximal 1,5 Stunden, 2 in Ausnahmefällen tagsüber!), so sind die Nächte echt toll. Meist schläfst du bis frühmorgens durch, wo du dann noch eine Flasche verlangst und nochmal ein gutes Stündchen weiterschläfst. Ab und zu brauchst du zwischendrin nachts noch eine Flasche, eben dann wenns mit dem Essen am Tag nicht so ganz gut gelaufen ist.
(auf dem Bild unten kann man genau erkennen wie du am Liebsten schläfst :D)

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Schmusen: Du bist sehr verkuschelt und anhänglich. Oft genießt du es einfach, wenn man dich rumträgt, und auch in der Manduca bist du gern. Leider bist du so groß dass es vorn schon echt ungemütlich mit dir wird, und du wohl besser auf den Rücken wandern solltest (wofür Mama zu doof ist, mal schaun wie sich das entwickelt). Wenn dir grade danach ist zögerst du auch nicht dich im Gesicht deines Opfers festzulutschen.. :D

Soziales: Fremdeln merkt man dir kaum an, aber gelegentlich kippt dir von einer Sekunde zur nächsten die Stimmung, du verziehst das Gesicht und fängst laut und bitterlich an zu weinen. Wir “retten” dich dann immer sofort, und du beruhigst dich fast augenblicklich. Du nimmst es uns auch nicht nachhaltig übel wenn wir dich überfordert haben (und igelst dich dann ein oder so), und wir versuchen, dich niemals in Situationen zu lassen in denen du dich arg unwohl fühlst. Davon abgesehen bist du unkompliziert und freundlich wie immer.
Das Traurigste diesen Monat war, dass dein Opa gestorben ist. Du wirst dich nie an ihn erinnern können, aber ich bin dennoch froh dass ihr euch kennenlernen durftet, und du später wenigstens ein gemeinsames Foto zur Erinnerung hast. Du siehst ihm so wahnsinnig ähnlich, scheinst auch ein wenig sein ruhiges freundliches Naturell geerbt zu haben, und trägst nicht zuletzt seinen Namen als Zweitnamen.

Entwicklung: Nur keine Eile! scheint grad deine Devise. Manche Dinge übst du ruhig vor dich hin (dank Pinzettengriff können nun immer kleinere Unsinnigkeiten, Schmutz und dergleichen aufgesammelt und verspeist werden), andere lassen sich kühl bis kalt. Du ärgerst dich nicht, wenn etwas nicht gelingt, und lässt es eher nebenbei laufen, wenn da etwas Neues kommen möchte. Nervenaufreibend, diese Ruhe! *lach*

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Ernährung: Es hat so laut KLICK gemacht dass uns allen noch die Ohren schlackern. Von heute auf morgen lief alles. Du bekommst nun eigentlich nur noch morgens deine Milchflasche (und eben bei Bedarf nachts), und dann gibts 3 mal Brei und einmal Obst in Festform. Immer öfter darfst du auch andere feste Dinge essen (weiches Gemüse, Nudeln, Brot..), was dir eigentlich lieber ist. Leider ist unser Alltag so hektisch dass ich dir nicht die Zeit einplanen kann, wirklich in Ruhe vor dich hin zu mampfen. Du tust das so genussvoll und mit Freude, dass wir dich selbst essen lassen wann immer möglich. Allerdings bist du eher wählerisch, magst nur wenig Gemüse (Kürbis, Kartoffel, Pastinake, Karotte) (außer in Stückchenform, da probierst du gern auch anderes, Zucchini zB) und auch Obst ist kein Garant. Milchbrei ist mit einer deiner Lieblinge, sowie Banane und Birne (letztere verschlingst du in Riesenbissen und Affentempo wenn sie schon schön weich ist).

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Gesundheit: All das neue Essen hat dir glücklicherweise keine Probleme gemacht, du verträgst alles und bist auch sonst fit.

Körperliches: Ein wenig schlanker bist du geworden und etwa 75cm groß, dennoch brauchst du nun Größe 80, auch wenn dir dabei oft Bein- und Armteile zu lang sind und wir umkrempeln müssen. In der Gesamtlänge und vor allem Breite füllst du es aber so aus, dass man zur Not auch mal nen 86er Body vom großen Bruder erwischen kann ohne dass es auffällt. Du trägst nach wie vor Windelgröße 5. Gegen Ende deines 9. Monats beginnen auch die oberen Schneidezähne zu drücken, der Sabber fließt reichlich und du bist phasenweise verstimmt…
Deine Augen sind noch immer blau, wenngleich auch mit deutlichem Grau-Einschlag. Mal schaun wohin das führt! Und ein paar Haare beginnen dir zu wachsen, einzelne kleine Federn stehen auf deinem Köpfchen auf, es werden jeden Tag mehr und man kann förmlich beim Wachsen zusehen! Noch sind sie sehr hellblond, im Gesamtbild wirken sie aber rötlich.

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Pfui: wenn andere aus dem Raum gehen, im Stuhl sitzen bleiben müssen, aufs Essen warten

Highlights: Nachkrabbeln spielen, Hoppe-Reiter, Kitzeln

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Der Rest gehört schon zum nächsten Monat und Mama hält sich zurück mit dem Neuesten… ;-)

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Auf bald,
Hummelchen

DIY – Krabbelstulpen

Jaha, der Tipp ist so banal dass ich ihn mir fast nicht geben traue, aber ich habs beim ersten Kind völlig verballert, wie einfach man sich Krabbelstulpen basteln kann. Ich hab das nun auch schon oft bei anderen gesehen, und so dachte ich, ich posts mal eben schnell.

Grade eben nützt uns das sehr, da wir viel Krabbelfläche auf harten kalten Fliesen haben und die Knie vom Mini nach einiger Zeit Action schon  gerötet sind.

Es geht ganz einfach: man braucht ein dickes fluschiges Paar Socken und eine Schere. Dann schneidet man den Zehenteil ab (in dem Fall musste ich den ganzen Socken etwas kürzen, das ist aber nicht optimal da er dann nicht mehr so gut hält, als nach Möglichkeit eher kürzere Socken nehmen und den Bund dran lassen) und schon hat man Baby-Knieschoner:-)

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Viel Spaß beim Nachbasteln!

Auf bald,
Hummelchen