Arschlochzahn

Ja, anders kann man den nicht nennen. Nachdem die ersten beiden so völligst problemfrei da waren da, ja das geb ich zu, hatte ich ein wenig die Hoffnung dass wir vielleicht das Glück haben, Zähne problemlos wachsen zu sehen. Tjoa.

Zahn Nr. 3 kündigte sich Anfang Mai an, also vor gut 3 Wochen. Ganz deutlich, mit scheiß Nächten, pienzigen Tagen, viel Gesabber, Gekaue, rotem Zahnfleisch usw… Aber zu sehen war nix. Bis vor ner guten Woche, als endlich klar war, dass der Zahn kurz davor war, durchzukommen. Auch da ließ er sich gut Zeit. Und obwohl der Zahn am Ziel angekommen zu sein schien, gings Mr.Mini eher schlechter als besser. Vor allem die Nächte waren furchtbar, die letzte beispielsweise wurde er alle 30- längstens 60 Minuten wach und weinte. Kein Spaß. Frühschwangerschaftsmüde doppelt kein Spaß.

Auch das Essen+Trinken war schwer. Er hatte Hunger, weinte aber nach wenigen Löffel und verweigerte den Rest. Irgendwann hatte ich den Verdacht, ihm könnte das Schlucken weh tun, weil er vor allem seinen (recht festen, pappigen) Lieblingsbrei – den Getreideobstbrei völlig verweigerte. Und siehe da, mit Wasser-Saft angerührt gings wieder. Und seit Wochen war da auch ein ständiges Hüsteln und Husten tagsüber. Nicht schlimm, aber eben schon lange und nicht besser werdend. Daher sind wird dann auch gestern zu Ärztin, und dort bestätigte sich mein Verdacht: Halsentzündung, aber Lunge und Bronchien seien ok. Sie meinte auch, das sei ein sehr häufiges Übel, das Krankwerden beim Zahnen, weil das Immunsystem so beansprucht wird dass man sich dann jeden – wortwörtlich – Rotz einfängt. Ja toll.

Obwohl ich etwas skeptisch war, gibts nun also Hustensaft. Eigentlich denke ich, es wird schon von allein weggehen, aber da’s eben schon 3 Wochen ist möcht ich den Kleinen auch nicht unnötig quälen und ihm bald mal Linderung verschaffen. Ob er ihn gut verträgt weiß ich nicht, ein wenig Durchfall scheint er zu haben… Mal schaun, obs schlimmer wird.. *seufz*

Aber zu guter Letzt, hier noch der A-Zahn!

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Auf bald,
Hummelchen

Familienzuwachs

Na, besonders gut war mein winzigwinzigkleiner Hinweis ja nicht versteckt… :D Aber egal, ich wäre eh schon fast geplatzt, wollte es doch unbedingt erzählen…

Ich ahnte es bereits seit dem 28.4., dass ich schwanger bin. Das war genau 8 Tage nach dem einzigen, spontan aus dem Bauch heraus entschiedenen (wir hatten und natürlich vorher sehr oft und viel darüber unterhalten, wann wir ein zweites Baby wollen, einigten uns auf “früh”, fanden aber so rein vom Kopf her keinen perfekten Zeitpunkt, immer würde etwas dafür und dagegen sprechen, und haben es schließlich dabei belassen: wir werden demnächst einfach nicht verhüten, und wenn wir grade finden, JETZT passt es, dann legen wir es gezielt zum Eisprung drauf an.. *hüstel*), verhütungsfreien, äh… Kuschelabend. Wie gesagt.. der Entschluss war spontan, sehr Bauch-geleitet, und danach hatten wir fast die Flatter. Huch, das war nun aber schon gefährlich, ob wir nicht vielleicht doch besser lieber verhüten sollten? Aber egal, das eine Mal… Und während ich also gleichzeitig tatsächlich nervös wurde, dachte ich mir trotzdem immer “hmm, aber schön wärs schon“….

Genau 8 Tage danach hatte ich keine winzigkleine Blutung. Zu  früh für Regel, und ich scherzte so zum Mann: Du, ich hatte grade eine Einnistungsblutung. Dem ist vielleicht das Kinnlade runtergefallen, und nun wurde auch er nervös. “Willst du mich verarschen? Das kann doch nie im Leben niemals nicht sein!!” Immerhin hatte es beide Male vorher ein halbes Jahr gedauert, mit sportlichen Bastelversuchen rund um den Eisprung, genau so wies sein soll… mit anschließendem Liegen bleiben, und dem ganzen Blabla. Wir erinnern uns, dass ich dieses Mal fast augenblicklich danach ins Kinderzimmer gesportelt bin weil MrMini aufgequietscht hatte.. Soviel dazu.

Kaum war der 28. vorbei, hatte ich lauter kleine… “Anzeichen”. Ich war (erstmals!) extremst übellaunig, schnell genervt wenn das Baby seine anstrengenden Tage hatte, mir war etwas flau im Magen und überhaupt.. war ich einfach nur froh, als der Mann nach dem Feiertag Urlaub hatte, und ich ein wenig Ruhe bekam. Am Donnerstag (2.5.) hielt ichs nicht mehr aus und verwendete den letzten 10er Schwangerschaftstest den ich hatte, etwa um 4h morgens, weil ich da aufs Klo musste. Negativ.
Zumindest im Kunstlicht! Als ich Stunden später bei Tageslicht nochmal draufsah, war da… der Schatten, einer Idee, eienr Ahnung einer… ZWEITEN LINIE!
Aber bestimmt wäre das nur eine “Verdunstungslinie”, es war ja auch schon Stunden später, der Test nicht mehr gültig, und die Linie so zaghaft dass ich sie nur mit rumgeschraubten Farben und Kontrasten überhaupt fotografieren konnte:

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Aber … ich war mir vom Bauch her so sicher, dass ich schwanger bin. Ohne NFP wusste ich jetzt aber auch nicht genau, wann NMT wäre, und so hatten wir uns entschlossen, am Sonntag (5.5.) noch einmal zu testen. Das war dann ja der 14. Tag nach eventueller Konzeption. Und diesmal auch bitte ohne Interpretationsspielraum, also nen schweineteuren digitalen gekauft. Und was sah ich da?

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Uns hats natürlich rückwärts umgeworfen, wir scherzten, dass das Baby nun Chuck Norris oder MacGyver heißen müsste. Ich bin so voller Vorfreude… und Schiss! Ja, ich hab vielleicht Schiss, das nicht schaffen zu können! Nicht vorm Alltag, mehr vor so Kleinigkeiten… Ob ich das hinkriege, 2 Babys? Also, ein Baby und ein Minikleinkind? Oh-mein-Gott.

Leider auch altbekannt, Sorgen, ob es dem Knirps gut geht. Blöderweise sind nämlich alle Anzeichen wieder völlig weg, zZ hab ich sowas von gar-nichts! Mir ist nicht übel, ich bin nicht (entsprechend) müde, nur etwas matschiger, aber nicht so wie ichs kenn. Und es zieht in Bauch und Rücken, aber ob mich das beruhigen soll? Ob das nicht Krämpfe sind??

Beim ersten Arzttermin sah man das was zu erwarten war: eine winzige Fruchthöhle. Also Rezept für Utrogest abgeholt und nächster Termin in 3 Wochen. Ich hoffe, dann ein Baby sehen zu dürfen.. <3

SAM_0209(fällt noch jemandem was komisches auf dem Bild auf? Ob ichs der Ärztin mal sagen soll? hehe)

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Auf bald,
Hummelchen

Tipp: Kinderlieder

Immer wieder auf der Suche nach Kinderliedern mit Text, die nicht aallzu albern und seltsam gesungen/gespielt sind, stieß ich kürzlich darauf:

http://surakinder.de/kinderlieder/liedersammlung.html#3ddb

Vor allem für Textschwächlinge wie mich, die maximal die erste Strophe können, ist das sozusagen Arbeitserleichterung und erspart dem Baby dass es Kinderlieder wie auf ner hängenden Schallplatte hören muss ;-)

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Auf bald,
Hummelchen

Eisenmangel, echt jetz!?

Schon länger wollte ich darüber mal schreiben, und nun passt es aus mehreren Gründen. Bei der U5 vorletzte Woche sprach ich nämlich bei unserer Ärztin an, was mir schon länger komisch vorkommt: Mr.Mini schläft sehr viel. Und mit viel meine ich weniger viel am Stück, als eher oft. Wirklich oft. Sicher 5, 6 Mal tagsüber, zwischen 30min und 2 Stunden. Das ergibt täglich je nach Zusammenstellung 14-18 Stunden, und mir kam das eigentlich schon viel vor. Also nicht die 14, das ist das was ich so irgendwie normal fände, sondern eher die 18, die er durchaus öfter schafft.

Nervig dabei ist vor allem, dass, obwohl er eigentlich recht gut einschläft, ich ihn ja dauernd ins Bettchen/Nonomo bringen muss, dann bis zu 15 Minuten beschäftigt bin bis er schläft, und dann ist er nach 30 Minuten wieder wach, um ne Stunde drauf schon wieder raunzig und müde zu werden. Find das einfach nervig, da er dann auch nur noch mit 300% Bespaßungs-Rundum-Programm (hardcore singen+tanzen+kaspern) irgendwie bei Laune zu halten ist, meistens ist aber trotzdem alles begleitet von klagendem Dauer-hüüüüh-hüüüüüüh (dieses hohe, klagende, hohle Pienz-Geräusch, das einem ziemlich aufn Senkel geht wenn mans mal ne knappe Stunde am Stück hört). Er ist dann nach eben dieser durchschnittlichen Stunde, die er am Stück *wach* ist, nur noch anstrengend und unzufrieden mit alles und jedem. In der Regel funktioniert dann prächtig: Rausgehen, Spazieren oder Autofahren. Dort ist er ein wenig mit Umgucken beschäftigt, schläft dann ein, etwa 30 Minuten, und ist dann wieder für eine hoffentlich ganze Stunde wach. Klingt ja super, mach ich täglich. Aber bittedanke 5, 6 mal täglich ertrag ich das nicht, hauptsächlich weils einfach kein Spaß ist ihn vom 3.OG dauernd runterzuhieven im MaxiCosi oder wahlweise Manduca.

Das war dann auch die Kernfrage der Ärztin: Schlafen darf er schon so viel, wenn er dann wenigstens wach und fit ist wenn er wieder aufwacht. Ich hab dann nur so “naja, er wird dann schon oft schnell raunzig” geantwortet. Im Nachhinein ärger ich mich drüber nicht konkreter gewesen zu sein, aus .. na, nennen wirs Scham: er wird nach einer Stunde fast unerträglich anstrengend, Punktum. Sie meinte, wenn sich das in den nächsten Wochen nicht ändert machen wir mal ein Blutbild und kontrollieren den Eisenwert. So weit so gut. Wäre ich klug gewesen, hätte ich gleich gesagt: ne dann bitte doch gleich, da is was nicht koscher.

Dass da eben was nicht ganz stimmt wurd mir so erst klar, als ich daheim dann mal mehr drauf geachtet hab. Er ist einfach wirklich nicht fit. Er ist ständig schläfrig, unmotiviert nach kürzester Zeit, und ich glaube wirklich nicht dass das seine *Art* ist, sondern dass er eben schnell, zu schnell, erschöpft ist. Ich bilde mir auch ein, das war schon mal besser. Ich bilde mir weiters ein, besonders schlimm ists seit ich nicht mehr stille.

Und das würde durchaus Sinn machen, denn mit dem Eisen ists so eine Sache. Ich hab da so viel drüber gelesen, so viel Unsinn und so viele Halbwahrheiten, dass mir die Haare kraus zu Berge stehen. Ich find das immer dramatisch, wenn Halbwissen propagiert wird, oder Donut-Wahrheiten: Die Wahrheit, aber mit einem großen Loch in der Mitte. Eine Donut Wahrheit wäre: Fleisch ist für Babys überflüssig, Hirse enthält mehr Eisen. Donut-Wahrheit. Doch dazu später mehr.

Warum es Sinn machen würde, dass sein Eisenvorrat seit ich gar nicht stille kontinuierlich abnimmt? Nun, Muttermilch enthält zwar im Vergleich zu Flaschenmilch tatsächlich etwas weniger (Brutto)-Eisen, aber die Verwertbarkeit dessen ist deeeeuutlich besser, also – das Netto vom Brutto. Es hälfe ja auch nix, wenn etwas zu 100% aus Eisen besteht, und ich davon 0% aufnehmen kann. Da hilfts mehr, wenn etwas 1% hat, was ich vollständig verwerten kann. Also – Muttermilch Eisen wird vom Baby zu einem extrem hohen Prozentsatz verwertet, zusätlich mit dem Speicher den ein Baby bei Geburt hat ist es relativ unwahrscheinlich, dass ein voll- oder vielgestilltes Baby in seinem ersten Lebensjahr einen Eisenmangel bekommt (unwahrscheinlich, aber keinesfalls unmöglich!!). Der fast doppelte Eisenwert der Flaschenmilch hingegen wird zu zu einem geringen Prozentsatz aufgenommen, der hohe Startwert ist also bei Weitem nicht so *wertvoll*.

Jetzt.. und darüber scheiden sich die Geister.. finde ich es entsprechend wichtig, einem nichtgestillten Baby schon rechtzeitig alternative Eisenquellen zur Verfügung zu stellen. Allgemein gültig ist dazu Fleisch essentiell, das bedeutet – wichtig und durch nichts anderes ersetzbar. Und da kommt die breitgetretene Donut-Wahrheit, Hirse wäre wertvoller weil höherer Eisengehalt. Blabla. Wie vorher, der Brutto-Gehalt ist höher, ja, aber wird vom Körper wesentlich weniger aufgenommen. Man nennt das Bioverfügbarkeit: was der Körper aus dem Lebensmittel tatsächlich rausholen kann. Der Grund, warum Eisen aus Fleisch besser aufgenommen wird als aus zB Hirse, ist die Art des Eisens: In Fleisch und Fisch ist zweiwertiges Eisen enthalten, das zu 15-35% aufgenommen wird, dreiwertiges Eisen, das in pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln enthalten ist kann nur zu 2-20% aufgenommen werden. In rein pflanzlicher Kost kommt daher, leicht nachzuvollziehen, gar kein zweiwertiges Eisen vor. Dieses hat aber noch einen netten Zusatzeffekt: bei gleichzeitiger Aufnahme von dreiwertigem Eisen wird die Aufnahme jenes’ auch noch erhöht. Also: Wer Fleisch zu Kartoffeln ist, hat “EisenausFleisch+EisenausKartoffel+ZusatzeisenausKartoffel”. Sollte soweit jedem verständlich sein, dass das mehr ist als “EisenausKartoffel”.

Oft wird dann zurecht gesagt, dass der Dreh-und Angelpunkt der Eisenaufnahme die Nahrungsmittelzusammenstellung ist. Es gibt Lebensmittel, die die Eisenaufnahme bremsen, und solche die sie begünstigen. Nur davon hänge alles ab. Donut-Wahrheit.
Während Milchprodukte Eisen-Killer sind, gibt das Vitamin C aus Obst einen wahren Boost. Die Verwertbarkeit von dreiwertigem Eisen wird drastisch gesteigert, und zwar um das 2-4fache. Und der Denkfehler ist nun wieder offensichtlich. Der Boost gilt für vegetarische und Mischkost. Also, wo ist mehr drin?
“EisenausFleisch+2-4xEisenausKartoffel+ZusatzeisenausKartoffel” ….. oder …… “2-4xEisenausKartoffel”
Ich war kein Mathematik Genie, aber das kann sogar ich ausrechnen.
Insgesamt ergibt es, dass durchschnittlich 10% Eisen aus vegetarischer Kost, 18% aus Mischkost tatsächlich zur Verfügung steht.

Übrigens gilt selbstverständlich folgende Rangreihung:
Ausgewogene Mischkost > ausgewogene vegetarische Kost > schlampige Mischkost > schlamige vegetarische Kost > schlampige Fleischkost.
Daher bin ich dieses ständige “vegetarisch ist gesünder” derart leid, weil es nur die 2. und 3. Kategorie berücksichtigt. Selbstverständlich ist es besser, auf seine Ernährung zu achten und Vegetarier zu sein, als einfach reinzufressen was einem vor die Nase kommt. Die Statistik, dass Vegetarier gesünder sein wird durch einen erheblichen Störfaktor, nämlich “Wissen um gesunde Ernährung” verfälscht. Denn der Prozentsatz aus der Grundgesamheit durchschnittlicher Vegetarier, die sich mit Ernährung auseinander gesetzt haben, ist deutlich höher als der Prozentsatz unter den durchschnittlichen (und leider oft sehr uninformierten) Allesfresser. (Nur der Vollständigkeit halber ergänze ich Fleischfresser, meine damit Gemüseverweigerer die sich von Fett, Eiweiß und Zucker ernähern; das jetzt “Fleischfresser” zu nennen ist vielleicht ein wenig gemein, aber streicht einfach den Gegensatz an der Stelle ein wenig raus..)
Während ich denke, dass es prinzipiell egal ist, ob man Vegetarier ist oder nicht, solange man darauf achtet was man isst, denn in beiden Fällen sind Mangelerscheinungen in unserer Bevölkerung eher selten, darf man bei Kindern (Babys) schon ein bissl pingeliger sein. Da passierts einfach schneller dass was ausm Gleichgewicht kommt und so schnell nicht mehr (von selbst) grade kommt, und die Konsequenzen sind einfach schlimmer. Eisenmangel beispielsweise erhöht die Anfälligkeit für (kleinere und größere) Infekte. Als Erwachsener ist das lästig, bei kleinen Babys eher unschön. Vor allem, weil sich dadurch der Eisenspeicher wieder verringert und ein unguter Teufelskreis entsteht.
Auch das entscheiden alle Eltern selbst, aber: ich werde den Teufel tun und mein Baby einseitig ernähren. Ich werde ihm genausowenig nur Gemüse füttern wie ich ihm nur Fleisch füttern würde. Sehr wahrscheinlich ist mein Baby der Spezies Homo angehörig, damit Allesfresser und somit Mischkostempfänger. Ich kann durchaus tolerieren, wenn jemand aus politischen Gründen seinem Kind kein Fleisch gibt, es ist durch kontrollierte fleischfreie Diät (und nichts anderes ist es, in einer Diät wird ein sonst wichtiges Nahrungsmittel konsequent gestrichen) und gegebenenfalls Überwachung hierzulande ohne (gröbere) Probleme möglich. Aber ich mag dann nicht hören “weil es gesünder/besser ist”, das finde ich so lächerlich, dass ich da gar nicht weiter reden mag. Ich mag einfach nicht, wenn man Donut Wahrheiten weitergibt, das ist wie Bild-Zeitung predigen.

Dass es natürlich bei Fleisch, wie auch Gemüse und Getreide unabdingbar ist, auf die Herkunft zu achten, ist denke ich so selbstverständlich dass ich es nicht erwähnen muss. Ist auch eine Haltung, oder politische Ansicht: entweder man kauft Fleisch beim Metzger der aus der Schlachterei um die Ecke bezieht, das Gemüse ausm BioLaden.. oder man holt jeweils das billigste ausm Supermarkt. Ich gehe davon aus, dass auch das Supermarkt-Baby nicht dran sterben wird, und würde niemanden verurteilen, der den Standpunkt bezieht: lieber günstig frisch kochen als nur Glaskost. Ich verurteile auch keine Glaskost Mamas (ich stelle immer mehr fest wie schockierend wenig in den Gläschen drin ist: selbst die Gemüsegläschen bestehen zur mehr als der Hälfte aus Wasser, das ganze wird dann mit Reis eingedickt damits nicht davonfließt, und in den Getreideobstgläschen ist zB heiße 4% Hirse drin, einseinself!!), das ist einfach Entscheidung. Aber entweder steht man dazu, sich nicht genau informiert zu haben, oder man hat sich informiert und dann eine Entscheidung aufgrund dessen getroffen. Aber wer seine Entscheidungen nach BildZeitung (als Synonym für nicht vertrauenswürdige Quellen) Konsum trifft ist für mich – bitte entschuldigt – nicht ernst zu nehmen. (Ausnahme: wenn jemand allerdings etwas falsches gelesen hat, und in einem Gespräch feststellt, dass da Widersprüche sind, und sich Dinge erklären lässt oder noch besser selbst treffend anliest, ist davon selbstverständlich ausgenommen. Es ist fast unmöglich, sich niemals falsch zu informieren, wenn man bedenkt wie viele Falsch-Informanten im Netz ihr Unwesen treiben.)

Um meine Überlegung zu vegetarischer Babykost noch zu beenden: richtig ärgerlich finde ich Argumente von militanten Vegetariern (sozusagen die Inquisition), die neben den vielen Vorwürfen die auf Mischkostler einprasseln, folgendes anpreisen… Kühe hätten auch keinen Eisenmangel und fressen ja auch nur Gras. *gähn* Ist das zu lächerlich, oder soll ich was dazu schreiben? Es ist ja auch jedem als Selbstexperiment überlassen, sich mal nur von Eukalyptus zu ernähren, den Koalas bekommts ja auch. Alternativ auch mal nur von Mäusen/Hasen/Vögel (natürlich MIT Fell und Mageninhalt, ganz nur Fleischfresser sind sie ja auch ned – die Kuh darf dafür die fleischigen Marienkäferl und Regenwürmer behalten), Katzen gedeihen ja in freier Wildbahn spitze. Und nicht zu vergessen: in vielen Ländern der Welt bekommen Babys auch gar kein Fleisch und werden groß (aber nur die die nicht vorher sterben).

So, und nun steh ich da: ich Verfechter der Mischkost, und habe ein Baby, das scheinbar Eisenmangel hat (ich mutmaße bloß, werde mir einen neuen Termin geben lassen für die Lösung). Mr.Mini bekam seit Mitte März Gemüse, fast gleichzeitig keine Muttermilch mehr, seit einem knappen Monat Fleisch, seit etwa 3 Wochen Getreide, nach anfänglichem Reis bin ich schnell auf nur-Hirse umgestiegen. Seit gestern gibts auch Nachmittagsbrei, um ihm eben Hirse+C zu bieten, milchfrei. Der Brei war wie erwartet kein Problem, nur dass er trotzdem nichts trinkt schnappt mir jetzt besonders ans Bein… Da zeigt sich sehr deutlich: es kommt auf den Einzelfall an. Ich bin mir 100% sicher, dass es schlampig vegetarisch ernährte Babys gibt, denens an nix fehlt, und Babys die alles bekommen was sie brauchen könnten (egal wie ernährt) wo dann trotzdem was fehlt. (Beides sind aber die kleinen Randkategorien, man hat dann entsprechendes “Glück” sich in einer solchen zu befinden *brumm*)

Trotzdem hoffe ich nun, dass wir mit Rindfleisch und Hirse und Obst (die “Geheimwaffen-Kombi”) alles hinbekommen, und keine Medikamente brauchen… *fingerkreuz*

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Auf bald,
Hummelchen

PS: Wer allerdings die Geheimwaffe für trinkfaule Babys hat – nur her damit! Ich bin zu fast allem bereit! (ZB kriegt er sein Nachtischobst 50:50 verwässert, das mag er üüüberhaupt nicht, aber das geht grad noch so rein.. )
PPS: Du hast ernsthaft bis HIERHER alles durchgelesen? Mal dir ein gedankliches Sternchen ins gedankliche Fleißheft! ;-P

6-Monats-Geburtstag

Ich wiederhole mich, ja, aber der letzte Monat war SO schnell vorbei dass ich um ein Haar verbummelt hätte dass es ja schon wieder an der Zeit ist für einen Rückblick! Ich werde mich ganz viel zusammen nehmen und ohne sentimentales Blabla über mein Riesenbaby erzählen, was sich hier so getan hat…

Sprache: Alles beim Alten. Geflöte in allen Tonlagen, neuerdings kam wieder die altbewährte Spuckesprache dazu. Nasser in der neuen Auflage, du kannst mittlerweile recht effektiv spucken..

Spielen: Momentan ist so ziemlich alles interessant, drum tu ich mich fast schwer, deine Favoriten zu finden. Ganz vorne dabei war die Krabbelrolle, die du zwar noch nicht zum Krabbeln nützt, aber unheimlich gerne auf den Bauch ziehst und dann links-rechts kugelst, sie dabei feste drückst und ablutschtst. Auch der große Stoffball ist angesagt, meist nimmst du einen Zipfel in den Mund und hebst dann den Kopf, sieht ein bisschen so aus als würdest du ihn apportieren *hihi* Besonders viel Spaß bereiten dir grade Spiegel. Du flirtest was das Zeug hält mit diesem “Spiegelbaby” und übst das Küssen *kicher*. Neu entdeckt hast du auch das Raschelfolienblatt im Spielecenter, das knuschelst und wurschtelst du und hast Freude wenn es lustige Geräusche macht. Das selbe funktioniert auch auf diesen Papierunterlagen beim Arzt, die hattest du bei der U5 in Windeseile zerknüllt, runtergerissen und… wäre ich nicht eingeschritten: aufgegessen.

Motorik: Seit wenigen Wochen kannst du dich auf den Bauch drehen. Erst sehr holprig, mit zigmal zurückrollen (und LAUTEM Gemotze, du kannst dich da soo ärgern!), mittlerweile schon ganz problemfrei. Auch wenn du an einer Stange oder sonst wo dran liegst, rollst du so kräftig dagegen, dass du um die Kurve kommst. Auch kannst du dich am Bauch wie ein Uhrzeiger im Kreis drehen und rückwärts schieben. Theoretisch kommst du nun  so überall dran, aber du kannst noch nicht planen von A nach B zu kommen und kugelst relativ wenig zielgerichtet durch die Gegend. Wenn du dann aber wo landest, wos dir auch gefällt freust du dich wie ein Schnitzel :D Generell hast du sehr viel Freude an deiner neu gewonnenen Mobilität, wie ich schon mehrmals sagte: das Minibabysein liegt dir einfach nicht. Immer weiter, immer schneller, das ist dein Ding.
Auch übst du grade ganz eifrig Dinge, die du mal zum Krabbeln brauchst. Du ziehst die Beinchen schon feste dran und drückst den Popo hoch, aber liegst dabei vorne flach. Ich bin mir sicher, sobald du am normalen Boden (ohne Krabbeldecke) und barfuß liegst, schiebst du problemlos vorwärts, aber die Reibung mit Klamotten auf Decke ist dir aktuell noch im Wege..
Schwimmen waren wir nun auch schon 2 mal. Schwimmen hui, Tauchen pfui! Abwarten, wie sich das entwickelt :-) Wenn du beim nächsten Mal immer noch doof findest, untergetaucht zu werden, dann machen wir das nicht mehr, seh ich überhaupt nicht ein, ich will dir ja den Spaß am Wasser nicht verleiden!

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(Wer findet das Baby? Hat sich selbst verpackt!)

Schlafen: Wie schon deine Fortschritte vermuten ließen.. am Rücken schlafen ist übelst out. Du hast Anfang des Monats entsetzlich damit zu kämpfen gehabt, dass du auf der Seite schlafen wolltest, aber beim Einschlafen immer wieder auf den Rücken zurückgerollt bist. Das hat dich so aufgeregt, dass du es auch nicht geduldet hast, wenn ich dich schnell wieder zurückgedreht habe, oder mit der Bettmaus verhindern wollte dass du zurückkugelst. Kleiner Sturkopf, du. Diese Woche war auch sonst entsetzlich. Es war aber auch Schubzeit, verriet ein Blick ins Buch, und wie immer machst du den auch mit. Heftig, aber glücklicherweise nur kurz. Nach einer Woche konntest du seitlich schlafen und die Sache war gut *phew*. Kurz darauf bist du auf die Idee gekommen, dass man ja auch am Bauch schlafen könnte…. Yay. -.-
Absolutes Highlight: einige Male hast du durchgeschlafen!? Rekord war von 20h bis 8h! Konnt ich gar nicht glauben (und damit ich keinen Herzkasper krieg hast dus auch vorerst wieder eingestellt, du rücksichtsvolles Baby du :P )
Generell, das fällt mir wieder auf, schläfst du sehr viel. So viel, dass ichs bei der Ärztin angesprochen habe, und die meinte wir geben dir noch ein wenig, aber wenns so bleibt (vor allem dass du dann auch wenn du ausgeschlafen bist bald wieder müde und raunzig wirst), werden wir mal ein Blutbild machen und schauen was dein Eisenwert so sagt.. Bist halt doch ein Flaschenbaby, vielleicht kriegen wir das mit Fleisch und Hirse und Obst in den Griff :-)

Schmusen: In letzter Zeit warst du verkuschelter als sonst. So arg viel Ganzkörper-Kontakt brauchst du normalerweise nicht, aber du schätzt es sehr wenn man sich an dich ranrobbt, wenn du am Boden bist, und dann seitlich an die Backe ankuschelt. Da drückst du feste zurück und verteilst sogar Schlonz-Schmatz-Bussies (=offenen Mund mit viel Spucke andocken und saugen). Wenn man dich im Gesicht abknutscht, willst du auch mit deiner Schnute dran, das ist so entzückend, dass ich dich dann am liebsten fressen würde! Auch wenn man dich am Bauch abschnuffelt dockst du mit deiner Schnute an die Stirn an (und saaaabbberst).

Soziales: So viel gelacht wie im letzten Monat hast du noch nie, und es gab so konkrete Auslöser, dass es echt Spaß macht dich ständig zum Gackern zu bringen. Aktuell: dich in der Luft Hin-und Herwedeln, dazu immer den eignene Kopf mitwippen und “doinkie doinkie doinkie” sagen.. Total dämlich eigentlich, aber du jauchzt und quiekst dann immer vor Freude, mein Herz! <3
Andere Menschen findest du nach wie vor toll. Meist strahlst du nicht sofort zurück, sondern beobachtest erst eine Weile, aber dann kriegen die meisten dein umwerfendes Lächeln geschenkt (außer du bist müde/hungrig/sonstwiegenervt). Fremdeln ist GsD noch nicht angesagt. Ich bin auch froh, dass du bislang gar nicht schüchtern scheinst, es macht dir gar nix aus auf dem Arm von jemandem zu sein, den du nicht (gut) kennst. Erstaunlich, da du sonst eher ängstlich und leicht zu erschrecken bist.

Entwicklung: Wie schon erwähnt… hier gabs wieder nen übeln Schub. Mit nachts alle Stunden aufwachen und weinen, und tagsüber NUR unzufrieden sein, von der Sekunde des Augenöffnens bis zum ersten seligen Einschlafen abends war ausschließlich alles scheiße. Ohne Ausnahme. Am Arm war blöd, alleine liegen war blöd, Nähe war ok aber bloß nicht ankommen und bloß nicht zu weit weg, die Spielsachen waren blöd, aber ohne wars auch blöd, und Rollen war ohnehin blöd. Alles blödblödblöd. Glücklicherweise nur eine Woche lang. Länger hätte ich das aber glaub ich auch nicht überlebt!

Ernährung: Nachdem du mir da so Tempo gemacht hast haben wir ein wenig aufgestockt. Es gibt nun schon einige Zeit Fleisch, und seit einer Woche Abendbrei. Daraufhin hast du eben prompt ein paar Mal durchgeschlafen. Auch wenn das nicht Standard geblieben ist, denke ich mir: wenns einmal klappt, klappts wieder! Ich genieße die Nächte, in denen kein Aufstehen angesagt ist, und selbst die anderen müssen wir nur einmal so zwischen 3.30-5.00 für Fläschchenbittedanke sorgen. Der Abendbrei schmeckt dir, wie zu erwarten war, natürlich auch (obwohl dir das Gemüse mittags deutlich lieber ist!), und bis auf eine Ausnahme, wo du komplett verweigert hast, verschwindet in der Regel die ganze Riesenportion in deinem Bäuchlein. Schwierig dabei ist nur, dass du Fläschchen immer blöder findest, nur mit viel Ablenkung bekommen wir die in dich rein, oder eben im Halbschlaf. Ich würde ja gern zügiger auch noch den Nachmittagsbrei ersetzen, aber da du das Trinken fast vollständig verweigerst habe ich Sorge, dass du dann zu wenig Flüssigkeit bekommst… Mal schaun, wie wir das regeln.
Übrigens spuckst du weniger, nachts eigentlich seit Wochen gar nicht mehr *yeeeeeah*, und auch sonst zu 85% nur beim Aufstoßen (wetten jetzt hab ichs verschrieen? :P )

Gesundheit: Alles prima! Keine Verstopfung, keine Unverträglichkeit bei Nahrungsmitteln, du wächst und gedeihst!

Körperliches: Diesmal wissen wir ja konkrete Zahlen: mit genau 6 Monaten wiegst du 8,23kg und bist 70cm groß, dein Köpfchen hat nen Umfang von 43,4cm. Zur Zeit sind wir wieder bei Windelgröße 3 – das letzte Längenwachstum hat gebracht, dass die aktuell besser sitzen als die 4er (dies aber nachts trotzdem gibt), Kleidung natürlich 74, je nach Schnitt auch mal 74/80. Deine Häärchen wachsen (nur hinten bildet sich wieder eine kahle Stelle, aber du bist ja schaun dabei das zu ändern, kleiner Nicht-Rücken-Schläfer, ne?) immer weiter, ich bin ja schon soo gespannt wie die mal aussehen!
Ganz überraschend kamen auch diesen Monat 2 Zähnchen, mehr oder weniger gleichzeitig. Waren einfach da :D

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Pfui: Tauchen, Flasche statt Brei bekommen, wenn Mama zu lange beim Löffelbeladen braucht, wenn etwas nicht klappt.

Highlights: Schwimmen für dich, Durchschlafen für Mama und Papa, Breiessen für alle. Achja, und Gras findest du auch toll! (man kann Grashalme fangen, daran rupfen und dann auch noch essen, besser gehts ja gar nicht! hmp) und die Zähne!!

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Auf bald,
Hummelchen

Und HAPS! (Breivernichtungsmaschine)

Immer wieder begegnen sie mir, und haben bestimmt ihre Berechtigung: die Anti-früh-Ess-Kampagnen.

Ich weiß auch nicht, wie ich es besser beschreiben soll, aber ich möchte hier eine Lanze für die Breivernichtungsmaschinen unter den Babys brechen. Denn wirklich stääändig lese ich Artikel oder Hinweise oder ähnliches, die darauf abzielen, Mütter/Eltern davon abzuhalten, Babys mit zu frühem Beifüttern zu überfordern. Das ist selbstredend ein wichtiger Hinweis, es ist keineswegs ratsam den armen Stöpseln den Brei zu den Ohren reinzuschaufeln nur damit er Himmelhilf irgendwie im Babykörper drin ist. Es wird darauf hingewiesen, dass ständiges Brei-aus-dem-Mund schieben auf eine physiologische Nicht-Reife zum Breiessen hindeutet, dass Babys nicht gezwungen/genötigt werden sollen wenn sie Unlust signalisieren, man sich damit ein späteres gestörtes Essverhalten erziehen kann, usw. usf.

Versteht mich nicht falsch: all das ist richtig, und gut, und der Hinweis nötig und sinnvoll. Möchte ich nochmal betont haben.

Mir allerdings stößt es mittlerweile fast auf, dass man mit diesen Belehrungen so bombardiert wird wie man auch mit “Verhindern von plötzlichem Kindstod” Infomaterial panisch gemacht wird (auch hier: wichtig und nötig, aber: sagen und gut!). Ich hab bisher auuussschließlich Argumente gelesen, die das Hinausschieben des Beikostbeginns im Fokus haben, und das ruhig angehen-lassen. Ich weiß nicht, ob es einfach so ist, dass nunmal 99% der Babys damit nicht klar kommen und 99% der Eltern dann trotzdem weiter machen, aber angesichts der einseitigen Informationen bin ich gewillt das zu glauben. Ich habe (bis auf Nahrungsmittelhersteller, und da wollte ich immer glauben und mir weis machen lassen, die tuen das nur für ihren eigenen Absatz) noch niemals gelesen, dass es völlig problemfrei mit dem Breifüttern losgehen soll, man sich nicht kirre machen lassen soll und dem Baby einfach so viel Brei reinschaufeln darf wie es essen kann und will.

Denn uns geht es so, wie sonst wohl kaum jemanden: das Baby LIEBT Brei. Es liebt vom Löffel zu essen, kann gar nicht genug davon bekommen. Er wird so gierig, dass ich kaum schnell genug den Löffel befüllen kann. Sitzt er in der Wippe tritt er hektisch mit dem Fuß nach mir, sobald er geschluckt hat, zieht sich meine Hand näher (schon mehr als einmal hat er sich so den gefüllten Löffel im Gesicht verschmiert), stopft mit der Hand nach wenn was in den Mund kommt (ob das als Zeichen, er würde auch bald “frei” essen, in Frage kommt?) und ist wahnsinnig glücklich und gut drauf, strahlt und jauchzt, sobald er schon nur die Schüssel erkennt. Und das ging nicht nach langem Quälen so, sondern ab etwa dem 3./4. Tag. Das erste Verschling-Video hab ich exakt 7 Tage nach Beginn gedreht. Außerdem hat er nicht wie gewarnt mit Stuhlproblemen reagiert, im Gegenteil: seither hat er keine Verstopfung mehr, sondern etwa 2 volle, normal aussehende (also, geformt, aber weder hart noch flüssigbreiig) gefüllte Windeln täglich. Täglich! Nicht wöchentlich!! Einseinself!

Auch die Menge, die er isst, ist beachtlich. War er beim Fläschchen immer ein “Spatz” (auch nachm Abstillen), hat im Regelfall 120-150ml getrunken statt den 210, die er hätte haben dürfen, haut er sich Brei weg dass ich nur so staunen kann: es gibt hier 160g Gemüsekartoffelbrei, und dazu 20g Fleisch. Anschließend stelle ich etwa 30g Obstbrei bereit. Kürzlich hat er alles verschlungen und wütend geweint, als nichts nachkam. Da ich nichts anderes aufgetaut hatte, gab es dann nochmals die selbe Menge Obst, und als er anschließend immer noch gequängelt hat hab ich ihn fast “gewaltsam” abgelenkt. Weil eigentlich .. kann er doch keinen Hunger mehr gehabt haben ?? Darf ich denn dann noch nachfüttern? Solche Fragen konnte mir bislang noch kein Text beantworten, heißt ja nur “bloooß nicht zu viel reinstopfen”. Da er generell gestern oft und viel haben wollte, denke ich er ist grad in einer “Vermopsungs-Phase”. Heute gabs nach dem Brei noch Gläschen-Brei-”Zusatz”.. der schmeckt ihm nicht so gut, und ich kann also sicher sein, er isst nur das was er wirklich *braucht*, und nicht nur worauf er grade Lust hat, oder gierig ist. Gibts denn sowas schon bei so kleinen Babys???

Seit einigen Tagen gibt es hier auch Abendbrei. Wider Erwarten zieht er sich die vollen 200g Milchmischung+20g Reisflocken+20g Obst rein. Nur gestern blieb ein Löffel übrig, weil ich ihn wohl zu früh gefüttert hatte… Er ist dann wohl voll bis obenhin, schläft auch erstmals durch (2 von 3 Nächten, bisher; wobei ich mit Durchschlafen nicht meine, dass er nicht mehr aufwacht, sondern nur dass er nachts nicht mehr gefüttert werden muss!). Und dabei habe ich extra darauf geachtet, keinen fertigen Brei zu nehmen, bei dem oft gehaltvolle Folgemilch drin ist, die Durchschlafen durch Übersättigung erzielen (Stichwort: schlaf gut/ gute Nacht – Breie). Ich glaub es liegt daran, dass er einfach wirklich sehr SATT ist, im Unterschied zu dem zimperlichen Fläschchen das er sonst abends (nicht) trinkt.

Ich hab fast das Gefühl, er möchte bittedanke möglichst bald nur Brei haben. Es ist zZ sehr schwierig, ihm die anderen Fläschchen zu geben (Baby hat durch die Riesenportionen die es momentan isst nur noch 4-5 Portionen täglich statt davor 7-8. Heißt aber, dass er 2-3 Fläschchen trinken muss!), oft weint er und sträubt sich, trotz Hunger, ich muss kaspern, singen, oder ganz unpädagogisch die Glotze anstellen *augenroll*… (alternativ im Halbschlaf, das klappt auch noch) Das komplette Umstellen scheitert mal grundsätzlich an 3 Dingen:
- Erstens, ich bin total verunsichert ob ich das “darf”, so zügig vorgehen, es heißt ja immer nur: Gang runterschalten!!!
- Zweitens, ich möchte langsam vorgehen, um Unverträglichkeiten zu erkennen bzw ihn vorneweg gleich mal nicht zu überfordern  … mit ihn  mein ich übrigens seinen Verdauungsapparat, nicht das Baby
- Drittens, er trinkt nicht. Wenn ich jetzt so schnell die Milch weglass bekommt er für meinen Geschmack viel zu wenig Flüssigkeit.. Wir üben täglich (ja, DAMIT quäle ich ihn schon eher), hören aber auf wenn er weint, und viel Erfolg verzeichnen wir noch nicht (obwohl es voran geht, etwa 15-40ml pro Tag!). Sobald er das kann, werden wir weitere Mahlzeiten einführen. Diese Vorgehensweise besprech ich noch mit der Ärztin bei der nächsten U, vielleicht weiß sie cleveren Rat wie ich dem Zwerg Flüssigkeit reinmogeln kann.

Wenn ich also mal als Mama emanzipiert genug bin, dann werde ich allen Mamas mit esseifrigen Babys sagen: Herrgottnochmal, so lass doch dein Baby in Ruhe seinen Brei essen, wenn es will, und lass dir nicht vorschreiben, dass du das nicht darfst weil bei irgendeinem anderen Baby nicht alles so läuft. Babys beugen sich nicht dem Willen der Breihersteller oder Verfechtern der Gegenseite: sie geben das Tempo vor – in verdammtnochmal beide Richtungen.
(Noch trau ich mich das nicht, aber wenn ich nochmal 2, 3 solche Babys hab, dann … vielleicht!)

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Auf bald,
Hummelchen

PS: Ist es Einbildung, wenn ich wahrnehme, dass einem ein esseifriges Baby auch so geneidet wird wie ein durchschlafendes Baby? Hab ich hier im Bekanntenkreis wahrgenommen (aber vielleicht nehm ich auch zuviel wahr, manchmal hör ich Gras wachsen, ne?). Wenn er jetzt konstant durchschläft trau ich mich das kaum noch zu sagen. Und wenn ich dann auch noch gefragt werde, und erzähle, dass er kugelt, sich wie ein Uhrzeiger dreht, rückwärts schiebt, ein wenig robbt und Krabbelvorstufen übt und außerdem schon 2 Zähne hat krieg ich meist Blicke die mich nötigen, schnell ausdrücklich zu betonen: ABER ER BRABBELT NOCH NICHT! Herrje…….. Traurig, oder? :-/