Gedanken

Tee und so…

Schon seit Längerem denke ich viel über die Sache mit der „Geduld“ nach. Grundlegend ist dazu zu sagen, dass ich kein geduldiger Mensch bin. Oft ist es so, dass wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, das dann auch haben will. Ich bin bereit, darauf zu warten, aber nur so lange wie der Plan vorsieht (Studium etwa…). Gibt es keinen Zeitplan, oder wird er deutlich überschritten, ist es vorüber mit meiner Geduld.

Dass das hier nun leider so nicht anwendbar und auch nicht förderlich ist, das ist mir schmerzlich bewusst. Es ist ja auch nicht so, dass ich das absichtlich mache. Ich WILL ja geduldig sein, wirklich! Aber wie TUT man es denn? Welches Organ muss ich dafür aktivieren, welchen Muskel anspannen, wo muss ich bitte drauf drücken und was muss ich essen um geduldig zu sein? Viele geben ja gerne Tipps „da musst du geduldig sein“, aber sagen nicht dazu, wie. Ja, einfach so? Schwuppsdiwupps, hoppla, so jetzt bin ich geduldig???

Heißt geduldig sein, sich abzulenken? Heißt es, ich sollte mich darauf einstellen dass es 10 Jahre dauert bis ich schwanger bin, sodass ich völlig überrascht bin wenns vorher ist? Wie kann man denn effektiv bei seinem Herzenwunsch, seiner.. gewünschten Lebensausrichtung bitte einfach mal eben geduldig sein???

So blöd das klingt, aber ich habe keine Ziele mehr, die mir aktuell wichtiger wären. Job? Pff… Weiterbildungen? *schnarch* Es hat einfach für mich grade keine Bedeutung, es … erfüllt mich nichts, sodass ich es auch nur annäherungsweise vorschieben könnte. Ich meine, ich tue es ja trotzdem, Dinge vorzuschieben. Aber definitiv nicht, weil ich das WILL. Es fühlt sich grade einfach so an, als ob alles andere falsch und nicht zu mir gehörig wäre. Ich will eine Familie, und alles alles andere vielleicht irgendwann später, vielleicht! Was heißt vielleicht, natürlich werd ich wieder irgendwas anderes auch verfolgen wollen, aber ziemlich sicher nicht die nächsten 5-7 Jahre. Diese Lebensspanne ist einfach vollständig vom Wunsch, ein Kind zu bekommen und eine Familie zu haben, erfüllt. Platz für anderes finde ich da nicht.

Und darum fällt es mir so unendlich schwer, einfach mal geduldig zu sein. So, als würde man mir raten, einfach mal ein wenig auf „mein Leben“ zu warten, ja bitte wie soll ich denn, ich bin doch schon da?! Und dann ärgere ich mich wieder über diese Denkweise, schäme mich dafür so ungeduldig zu sein und frage mich selbst forsch, ob ich eigentlich glaube die erste Frau der Welt zu sein die sich sehnlichst ein Kind wünscht. Ich schwanke gefühlstechnisch also ne gute Bandbreite herum, und zwischen optimistisch motiviert, enttäuscht, wütend bis völlig desinteressiert an allem ist im Tagesrhythmus alles drin. Und es nervt.

Darum bräuchte ich dringend jemanden, der mir nicht erklärt DASS, sondern WIE ich geduldig sein soll, und wie ich diese Wartezeit irgendwie positiver (also durchgehend positiver) angehen könnte…

Auf bald,
Hummelchen

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