Gedanken · Kinderwunsch

Mismus süß sauer

Guten Abend!
Ich hab gerade gesehen, dass ich sogar noch 2 (!!) Texte übrig hab, die ich mal posten wollte.. Beide noch vom Mai! Ich hab nun schon überlegt, ob ich das nun posten soll, aber eigentlich hats nicht an Bedeutung verloren. Und wenn ich grade zurückdenke, dann stimmt das wirklich – seither, seit diesen „Philosophien“ ist irgendetwas anders. Ich kanns nach wie vor nicht benennen und mich nur wundern 🙂 Damit aber zum (fast schon historischen) Text!

[notiert am 28.05.11]: Sind hier ein paar Optimisten anwesend? Ich könnte dringend mal Rat brauchen….
Wenn man jemanden fragen würde, ob es besser ist Optimist oder Pessimist zu sein, dann würden die meisten wohl antworten: na Optimist!

Warum ist das eigentlich so? Ist man besser dran als Optimist? Heißt das nicht, dass man viel öfter unerwartete Enttäuschungen einsteckt, schließlich rechnet man ja immer damit dass alles glatt geht, und das tuts ja nun mal nicht immer… Ist ein wahrer Optimist dann erst der, dem sogar das egal ist?

Oh, vielleicht noch ein Wort zum Titel, falls sich jemand darüber wundert. Ich bin da ja immer sehr kreativ *hust* und muss meine gedanklichen Wortspiele ja wo rauslassen. Ich wollte erst schnöde Optimismus vs Pessimismus schreiben, aber das war mir so ein unhandlicher Titel irgendwie. Ich hab mich auf die gleichen Endungen beschränkt, Mismus, und da das so nach chinesischem Hauptgang klingt hab ich süß sauer dran gehängt, was ja schon irgendwo wieder zum Thema passt.

Aber zurück… Auf die Frage, ob ich Optimist oder Pessimist sei, habe ich immer geantwortet: Ich bin Realist. Zumindest gesagt hab ich das, gemeint hab ich aber immer Pessimist.
Ich geh grundsätzlich davon aus, dass alles schief geht. Das ist zwar nicht sehr erheiternd, spart aber viel Enttäuschung, schließlich hat man sich emotional schon zuvor darauf eingestellt.

Aber ich frage mich, dient es hier der Sache? Ich meine, es ist KLAR dass mehr Zyklen in einer Monatsblutung als einer Schwangerschaft enden, statistisch gesehen ist also der Pessimist im Recht. Aber gehts hier um recht behalten? Ich glaube es wäre besser, ein Optimist zu sein. Aber irgendwie habe ich ein wenig Grauen davor, jeden Monat zu meinen es hätte funktioniert, es wird geklappt haben, um dann…. na, ihr wisst.

Aber nochmal realistisch. Ich meine, enttäuscht bin ich ja so und so. 1, 2 Tage brauche ich um wieder zum „ach komm, beim nächsten Mal“ zu kommen. Egal ob ich damit gerechnet hab oder nicht. Für die restlichen knapp 30 Tage wäre ich aber als Optimist vielleicht ein wenig besser dran.

Doch selbst die Entscheidung: „so jetz bin ich halt optimistisch“ ändert ja nix an meinem Denken. Die Lösung scheint einfach: wenn hier viele schlechte Gedanken sind, dann soll ich eben möglichst viele gute hinterherschieben. Das Verhältnis muss sich ändern, die Einstellung folgt den Gedanken (nicht andersrum).

Wir spielen also das Traube-Fuchs-Spiel, reloaded sozusagen. Mit Ziel sozusagen.
Ich werde also nicht versuchen, negatives Denken abzuschalten (weil mir das ohnehin nicht gelingt), sondern positives dazuzuschalten. Und wie mache ich das, mein Leben wird ja nicht nur positiver weil ich das will? Nunja, „einfach so“ mit bewusster schöne Dinge wahr zu nehmen. Bewusster zu genießen. Sei es das Ausschlafen am Sonntag, ein leckeres Essen, ein heißer Kaffee, ein cremiges Eis, ein entspannendes Bad, ein toller Duft (WAHH letztens in einem Supermarkt ein Riesenregal mit offenen Teemischungen entdeckt, das war eine olfaktorische Ohrfeige, im guten Sinn *schmacht* *hyperventillier*), ein kühlender Regen, eine schnurrende Katze, eine erfolgreiche Putzaktion, Albern mit meinem Freund, ein guter Film, eine anregende Diskussion.. so tausende Kleinigkeiten halt. In der Psychologie sagt man dazu auch Achtsamkeitstraining.

Ich werde also üben, ein Optimist zu werden. Ach du je. Drückt mir bitte die Daumen!


Auf bald,
Hummelchen

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