Gedanken

Unser Alltag

Also: Wir leben wieder/immer noch/trotzdem. So irgendwie halt. Es geht wohl bergauf. Ich dusche wieder, putze wieder die Zähne, ich schlafe nachts (meine Güte wie selig ist schlafen), die Zeit läuft gefühlt wieder etwa gleich schnell/langsam wie vor einer Woche… Es geht irgendwie weiter, so bitter oder tröstlich das nun ist. Ich fühle mich leider sehr an ein Zitat aus einem Film erinnert: Das Unerträgliche ist, dass nichts unerträglich ist. Oder mit anderen Worten: es bleibt uns nichts übrig, als all das von der ersten bis letzten Minute vollständig auszuleben, egal ob wir wollen oder nicht.

Ich selbst habe mich jetzt erstmal diese Woche krank schreiben lassen: ich könnte die geistlosen Unterhaltungen am Arbeitsplatz nicht ertragen, und leider ist meine Arbeit keine, in die ich so richtig „reinarbeiten“ kann stundenlang. Es ist also gut so.

Zuhause fällt mir wider Erwarten die Decke nicht auf den Kopf. Hektischer Aktionismus wechselt sich mit gelähmter Apathie, Fakt ist aber ich weiß nicht so recht Sinnvolles mit mir anzufangen. Ergebnis dieser Dinge ist…

… viel heiße Trinkschokolade (mit Bitterschokolade, Chili, und Sahne – kennt ihr den Film Chocolat, ja?)

… ausgeklügelt zusammengestellte homöopathische Mittelchen, die helfen sollen; und Taschentücher mit Aloe Vera sind gut für die Nase, blöd für die Augen.

… ich habe Camembert, Gorgonzola und Salami gegessen, und ich werde bald Sushi folgen lassen

… ich habe wieder echten Kaffee getrunken, und nicht gut vertragen: hektisch, Herzrasen, und selbst 7 Stunden später konnte ich nicht einschlafen. Wirklich geschmeckt hat er nicht, aber es ging mir um.. keine Ahnung worum.

… meine Haare haben nun eine andere Farbe. Was Millionen von Frauen in zig Generationen empirisch bewiesen haben (ändere deine Frisur wenn dir Scheiß passiert), darf ich nicht in Frage stellen. Vielleicht hilfts ja?

… ich ändere Kleinigkeiten im Haushalt, die ich grade nicht mehr sehen kann: Die Seife im Klo und den Klostein zum Beispiel, Bettzeug..

… Da ich wie schon erwähnt, mein Fleckchen nicht einfach „beseitigen“ konnte, wohnt es jetzt hier, unter der Rose.

Auf bald,
Hummelchen

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12 Kommentare zu „Unser Alltag

  1. Ihr dürft euren Traum nicht verlieren. Ihr werdet ein wunderbares, gesundes Kind auf die Welt bringen. Ich bin mir ganz sicher.
    Für den Weg: ganz viel Kraft.

  2. Das tut mir soo leid für dich.
    Ich hoffe du kannst das in den nächsten Wochen gut verarbeiten und ich bin mir ganz sicher, dass wenn eure Babyzeit gekommen ist sie auch voll durchstartet.
    Dafür drücke ich dir die Daumen

  3. …und das klingt nach genau dem Richtigen für mich! Chillischoki, Tränen fließen lassen, frei genommen- Zeit für dich selbst und dem Schmerz. Es tut mir leid, dass ich dir davon nichts abnehmen kann! Daher noch viele gute Gedanken an dich!

    … und die Idee mit der Rose ist echt schön!

  4. Irgendwie finde ich gerade keine Worte, die nicht so daher geredet klingen, wie es nicht gemeint ist. Aber das was du machst, hört sich in meinen Ohren an. Aber vergesst nicht, das miteinander reden nicht.

    Ich finde die Idee mit der Rose auch sehr schön.

  5. Ich kann nur sagen, ich bin in Gedanken bei dir.
    (Obwohl ich auch eine Fehlgeburt hatte, maße ich mir trotzdem nicht an, irgendwelchen tröstenden Worte zu haben.)
    Das einzige, was ich auch sagen möchte, auch wenn das TOTAL bescheuert klingt: Du machst das toll. Das damit umgehen.

  6. Ich habe natürlich auch alle Texte gelesen und es tut mir so unendlich leid. Die Idee mit der Rose finde ich sehr schön. Ich finde es gut wenn du trauerst und ich wünsche mir das du den Traum nicht aufgibst und neuen Mut und Hoffnung schöpfen kannst.

  7. Lese gerade nach dem Urlaub wieder auf deinem Blog und weiß nicht so recht, was ich sagen soll. Es tut mir unendlich leid für euch. Hoffentlich klappt es beim nächsten Mal und ihr verliert nicht den Mut es weiter zu probieren.
    Die Rose ist eine tolle Idee! Wirklich!
    *drück dich*

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