10.SSW · Arztbesuch

Mein persönliches Ostern….

… oder zumindest der Leidensweg, bislang.

Angefangen hat es völlig unangekündigt in der Nacht vom Gründonnerstag auf den Karfreitag. Ich wurde munter, als ich auf meinem Arm lag, und irgendwie tat mir die Schulter weh. Nun, passiert manchmal wenn ich zu lange in seltsamer Haltung drauf liege, ich dachte mir nichts Besonderes, drehe mich um und will weiterschlafen. Komischerweise tut die Schulter aber dann doch recht weh, aber irgendwie geht die Nacht vorbei und ich hoffe dass es morgens wieder anders aussieht.

Leider blieb das ein Wunschdenken. Wach war zwar alles viel erträglicher, aber da war ein konstantes, sehr unangenehmes nerviges Stechen/Ziehen ganz tief in meiner Schulter, ich hatte ständig das Bedürfnis sie zu bewegen oder „einzuknacken“, oder wenn denn schon gar nichts geht, dass mir bitte jemand eine glühende Nadel grade reinsteckt. Trotz allem waren die Schmerzen auf einem grade so erträglichen Maß, aber genug um dennoch über den Tag verteilt 2 Paracetamol zu nehmen. Immerhin ist ja Karfreitag, und das längste arztfreie Feiertagswochenende im ganzen kirchlichen Kalenderjahr steht bevor. Ich hab also brav geschont, viel gewärmt, abends warm gebadet und hoffte, dass es nun über Nacht vielleicht verschwindet.

Aber auch hier, Fehlanzeige. Nachts, bzw. liegend wurden die Schmerzen nahezu unerträglich. Nur mit sehr heißer Wärmflasche konnte ich überhaupt liegen, an Schlaf war nicht zu denken. Ich hab mich von einer Seite auf die andere gewälzt, aber es gab einfach keine Position in der die Schmerzen nachließen – und ich hab diese Nacht wirklich ALLE Positionen probiert, egal wie komisch. Zwischenzeitlich war ich dann so verzweifelt dass ich nur noch losheulen konnte. Ob da auch Schwangerschaftshormone schuld waren, weiß ich nicht, bisher bin ich von solchen Dingen völligst verschont (außer dass traurige Filmszenen sehr schnell auf die Tränendrüse drücken, aber im normalen Alltag war alles wie immer). Jedenfalls saß ich also da, heul vor mich hin vor Schmerzen und Müdigkeit und weil ich einfach nicht wusste was ich dagegen machen sollte. Paracetamol halfen übrigens so gut wie gar nicht.

Immer, wenn dann die Erschöpfung zu groß wurde, bin ich kurz eingeschlafen, so einen „Tiefschlafzyklus“ lang, eine knappe Stunde. Wirklich „tief“ kam es mir aber nicht vor, zumindest hab ich nur unsinnige Dinge geträumt und bin dann fertig aufgewacht. Ein Blick auf den Wecker: kaum eine Stunde! Und schon wieder könnte ich heulen. Dumm nur, dass durch dieses kurze Einschlafen die Erschöpfung soweit bekämpft war, dass ich nicht wieder „einfach so“ einschlafen konnte. Insgesamt hab ichs dann die Nacht auf etwa 3 Stunden geschafft. Neu war übrigens, dass nun der gesamte Nackenbereich verspannt war und schmerzte. Mein Freund hatte ja schon vorher vermutet, dass das eigentlich vom Nacken ausgeht, und nun machte das auch Sinn: den Kopf konnte ich jedenfalls nicht mehr nach oben bzw. weit seitlich drehen…

Um 8 Uhr erklärte ich dann auch dem Freund (der zig Mal aufstehen musste und mir die Wärmflasche erneuern, dazu Trinken zu bringen, denn das heiße Auflegen hat meine Schleimhäute so ausgetrocknet dass ich dachte ich verdurste, und einmal durfte er auch Katzenkotze beseitigen :/ ) die Nacht für beendet. Da mir ziemlich der Magen krachte (und Hunger ist bäh), haben wir ein paar Happen gefrühstückt und uns dann ins Krankenhaus aufgemacht, das für heute Notdienst machte. Groß war die Auswahl ja nicht, aber ich fands passend, dass es das KH war, in dem ich auch gerne entbinden würde. Nun wissen wir zumindest dass man knapp 10 Minuten mit dem Auto hin braucht.

Dort angekommen fühlte ich mich sofort sehr nett aufgehoben, schon die Damen am Empfang waren sowas von freundlich, und das am Ostersamstag! (Ich mein, da ist niemand gern in der Arbeit, oder? *g*) Warten musste ich dann auch keine 30 Minuten, bis ich drankam. Trotz extrem grimmig aussehender Empfangsschwester (erstmal Panik bekommen das könnte die Ärztin sein!), die es schaffte gedanklich zu jedem Blick ein angewidertes gedachtes Augenrollen anzuhängen, stimmte der Arzt versöhnlich: aus dem Nebenraum war zu hören, wie er ein kleines Mädchen verarztete, das sich offenbar eine fiese Schürfwunde am Knie zugezogen hatte, und ziemlich nervös gequietscht hat. Jedenfalls hat er auf die eingelullt und sie schließlich nicht-heulend verabschiedet. Und dann kam er zu uns rein: Ui, ich musste ernsthaft schlucken. Kaum (wenn überhaupt) älter als wir, lange Haare zu einem Zopf – eigentlich so, wie man sich normalerweise einen Arzt halt *nicht* vorstellt. Aber auch hier war er sehr nett, hörte sich meine Geschichte an, drehte an meinem Arm und klopfte an meinem Nacken, immer fragend ob was weh täte. Ich konnte mir nicht verkneifen, zu sagen: „Nein, ist eher angenehm, können Sie ruhig weitermachen. Nur nicht den Kopf drehen!“

Jedenfalls wars schnell klar, dass das wohl eine Muskelverspannung ist, die einen Nerv beleidigt hat. Da es so großflächig war konnte er auch nix einspritzen, er meinte dann seh ich aus als wär ich in ein Wespennest gefallen wenn er da flächendeckend versucht rumzustechen. Nach Rücksprache mit der Dienst-Gynäkologin sind sie so verblieben, dass ich nur Paracetamol bekomme, aber dafür 5 Stück am Tag. Und Voltaren Salbe. Die gäbs in 2 „Stärken“, die ordentliche aber nur auf Rezept, und so eines können sie im Notdienst nicht ausstellen. Dafür haben sie mir dann eine große Spritze davon „abgezapft“ und mit nach Hause gegeben, ich solle schaun ob ich damit und mit der light-Version über die Feiertage komm, wenn nicht darf ich wiederkommen.

Und ich muss sagen *auf Holz klopf* – bisher schlägt die Therapie an! Die Salbe hilft wirklich spitzenmäßig, und ich konnte mir nachmittags sogar mit Couchpolstern ein „Nest“ bauen, in dem ich mich Schulter/Nacken-technisch so hingepflanzt habe, dass ich ein wenig schlafen konnte. Jetzt bete ich nur noch, dass die Nacht nicht wieder so grauenhaft wird…

Und, ob ich wohl auf eine Auf(er)stehung morgen hoffen darf ?? Morgen wollten wir doch den Schwiegereltern erzählen, was es Neues gibt… 🙂

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Auf bald,
Hummelchen

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3 Kommentare zu „Mein persönliches Ostern….

  1. Ohweh ohweh, ich wünsche dir, dass es dir morgen wieder super geht, damit du fleißig gute Nachrichten verbreiten kannst.

    Ich kenne das Problem nur zu gut und wache leider fast jeden Morgen mit einem verspannten Nacken auf…das mit dem nachts Weinen kommt da auch schon mal vor. Habe mittlerweile das 7. Kissen in 3 Jahren in Benutzung, mal schauen ob das mein Allheilmittel wird^^

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