32.SSW · emotions

„Geniiiieeß die Zeit!!“

Das ist ehrlich gesagt ein Satz, den ich in letzter Zeit so oft gehört hab, dass er mir zu den Ohren rauswächst. Während ich ihn am Anfang nur abgenickt oder abgelächelt und „jaja, danke, mach ich“ gemurmelt hat, regt er mich mittlerweile unglaublich auf. Warum nur?
Gut, vielleicht weil ich ihn nun drölzigmilliontausend Mal gehört hab. Aber ich hab auch den Fehler gemacht, drüber nachzudenken. Und über die Menschen, die ihn mir ständig um die Ohren knallen, und was sie damit wohl meinen wollen.

Da wäre eine Hauptvertreterin, meine Oma. Sie intoniert ihn auch besonders bedeutungsschwanger „geennnnnniiiiiiieeeß die Zeit“, dabei lässt sie das N so über den Gaumen schmachten, das man meint sie würde grade die delikateste Köstlichkeit der Welt probiert. Aber sie ist meine Omi, ich liebe sie, und würde ihr das nie übel nehmen oder mich ärgern. Sie meint wohl, ich soll genießen die Zeit daheim in Ruhe entspannen zu können.

Tjoa – was heißt das aber in der Realität? Sehen wir uns die Fakten an. Ich muss an dieser Stelle nun zugeben – ja, steinigt mich – aber ich genieße es nicht schwanger zu sein. Damit meine ich keineswegs, dass es nicht das Schönste ist, was mir passieren konnte, und wer glaubt diese Bedeutung rauszulesen, möge sich bitte meinen mittleren Finger vorstellen, ihn ganz allein. Nein, ich bin über kaum etwas je so dankbar gewesen wie darüber, schwanger sein zu dürfen. Aber die physische Repräsentation der Schwangerschaft kann ich halt nicht leiden. Und nein, ich will nicht jammern, es geht mir gut, ich habe keine auffälligen oder deutlichen Beschwerden. Aber es ist nunmal so, dass ich mich nicht-schwanger um ein Vielfaches wohler gefühlt habe, in meinem Körper eher zuhause war, alles machen konnte was ich wollte und mir nicht so schnell Sorgen machen musste wenns mal wo zwickt, oder grade nicht mehr zwickt. Ich habe keinen Wohlbefindens-Vorteil körperlicher Art von dieser Schwangerschaft. Das ist absolut ok, ich wurde ja nicht schwanger um schwanger zu sein, sondern um ein Baby zu bekommen. Ich will ja auch dann entbinden damit ichs hab, und nicht weil ich mir Wehenschmerzen absolut geil vorstelle.. Ist deutlich, was ich meine?
Jedenfalls: nein, das schwanger sein als Zustand genießen kann ich nicht, mit jedem Tag wo ich mich „beeinträchtigter“ und „eingeschränkter“ fühle – HEY, ist ja absolut ok, nehm ich gern hin!! – weniger. Was ich daran genießen soll, nicht mehr liegen zu können, mich nicht bücken zu können und daheim nicht nach Herzenslust machen zu können was ich will, weiß ich nicht.

Vielleicht empfinden es viele auch als Segen, rumgammeln zu „müssen“. Naja, das ist wohl Typsache, aber mein Fall ist es nicht. Klar, ich kann ne Woche, vielleicht auch zwei, damit zubringen Bücher zu lesen, und zum hundertsten Mal diverse Serienstaffeln rauf und runter gucken. Aktuell lese ich mal wieder die HarryPotter (Septologie?? Wie sagt man zu ner Buch 7-er-Reihe?), danach kommt nochmal Game of Thrones, und Akte X Staffeln hab ich auch noch 6,5 fertig zu schaun, dazu bin ich bei Dr.House auch erst in der zweiten gelandet. Aber ehrlich – nach dieser Woche in ders Spaß macht nur rumzuhängen hängts mir persönlich schnell zum Hals raus. Ich halt das nicht aus, auf Dauer NICHTS (Aktives) zu machen, ich muss einfach was zu tun haben, und auch der hundertste Spaziergang oder Kuschelrunde mit den Katzen bringen meine Gehirnhälften nicht zum Glühen (eher meine Amygdala *hust*), sorry. Ich geb mich da auch mit kleinen Dingen zufrieden, ich bin grad dabei diverse Orte in der Wohnung umzuräumen und neu zu sortieren (Küchenregale zb), und kann damit schon tageweise glücklich werden oder mich „erfüllt“ fühlen. Allerdings, siehe oben, kann ich das auch nicht so wie ich gerne würde und ärgere mich wieder, bzw. bin trotz aller Lahmarschigkeit irgendwann damit fertig.

Dazu kommt – das hier is ja kein Urlaub. Ich sitz also allein daheim, während der Mann an meiner Seite grade versucht, ordentlich Stunden in der Arbeit anzusammeln, die er nachher wenn der Kleine da ist abfeiern kann. Ihm macht das auch alles andere als Spaß, morgens wie diese Woche zB vor halb 8 weg zu gehen, um (alle Zugverspätungen eingerechnet), abends um 21 Uhr wieder daheim zu sein, zu essen und schlafen zu gehen. Dafür fallen für mich die Dinge an, die sonst er macht: kochen zum Beispiel und zwar für abends, bzw. vorkochen für den nächsten Tag mittags (da er ganztägig weg ist ist so ein olles Wurstbrot halt auch nicht die Erfüllung, ne?) Is nicht schlimm, ich bin ja daheim und langweil mich eh. Aber ich machs halt nicht gern, basta. Die Hälfte der Tage wenn er abends endlich heimkommt legen wir uns hin und reden noch, bevor einer von uns einpennt (gut, meist er, mit wenigen Ausnahmen), die anderen sitzt er noch am PC und ich geh allein ins Bett. Sehr genussvoll alles, jaja. NEIN – es ist OK, wirklich. Für mich mehr als für ihn, aber das soll ich ernsthaft auch noch auskosten und genießen, rlly???

Oh, und dann gibts da noch die Fraktion der Jungmütter (Anmerkung: die laufen mir random im Bekanntenkreis und auf Facebook gehäuft übern Weg, hier muss sich also niemand gezielt angesprochen fühlen!), die diesen Satz ja unbedingt loswerden müssen: „Genieß die Zeit, das ist die Ruhe vor dem Sturm und wenn er mal da ist *Prophezeihung xyz*…“ Ja, ne schon klar – ich hab keine Vorstellung davon, wies ist ein Baby oder Kleinkind zu haben, und gerne schlucke ich von allen Im-Club-Müttern als noch Außenstehende die von Tü und Bla ja eh keine Ahnung hat diese Sätze mit dem stetig allwissenden Grinsen und dem Unterton „du hast ja keine Ahnung Mädl“. Ich hab schon verstanden – Mama sein is was ganz besonderes, und wer keine ist hat zu dem Thema auch nix zu melden. Und ja, verdammt, ich GLAUBE es euch ja, dass es anstrengend ist, Himmel Hölle nochmal. SO WHAT??? Ich kann mich deswegen trotzdem nicht auf Vorrat langweilen, oder vorausschlafen oder weißderGeier was ihr meint, ich werde nachher TROTZDEM müde, überfordert und energielos sein, so viel kann ich meine momentane „Ruhe vor dem Sturm“ gar nicht auskosten – oder konntet ihr das? Soll ich das nächste Mal, wenn eine Jungmutter über Schlafmangel jammert besserwisserisch sagen: „Tjahaa, hättest mal die Spätschwangerschaft mehr genossen, siehste mal!“ Gehts noch?

Ich merke schon, ich ärgere mich beim Aufschreiben schon wieder, sollte vielleicht aufhören. Aber ein Punkt ist da doch noch: Dieses „Genieß die Zeit solang du noch deine Ruhe hast“, impliziert auch irgendwie ein „weil nachher ists nicht mehr so schön“. Wie gesagt, ich weiß dass es nachher anders ist, und kann allen Expertinnen nur glauben wie furchtbar unschön es zeitweise sein kann Mama zu sein, aber dennoch: ich hab mir das willentlich so ausgesucht, und auf nichts anderes hab ich mich in meinem Leben bisher so gefreut, oder wollte es so sehr. Ich freue mich mit jeder Faser auf dieses kleine Wesen, und jeder blöde Spruch ich soll genießen solangs noch nicht da ist kränkt mich einfach. Mal ehrlich: ist es wirklich so viel schlimmer ein quängelndes Kind zu haben und an Schlafmangel zu leiden, als sich eines zu wünschen und keins zu haben? Raten alle „frustrierten“ Mütter prinzipiell dazu bloß nie Kinder zu bekommen und bereuen ihr Mutterdasein? Glaub ich kaum… Was soll also der Satz? Ist Vorfreude schlecht, ist es schlecht dass es mir lieber wäre das Kind wäre schon da? Wollt ihr damit nur Angst machen vor der Zeit als frische Jungeltern? „Genießt die Zeit die ihr noch zu zweit habt“ (siehe oben, haben wir ja nicht) heißt, ihr wollt mir sagen meine Beziehung ist nachher ohnehin ohne Aussicht im Arsch? Ich versteh das einfach nicht 😦 aber es ärgert mich. Wollen Mamas von kleinen Kindern mit Augenringen wie der Grand Canyon etwa von Teenagern-Müttern hören „genieß bloß die Zeit solang er klein ist!“??

Vermutlich schwingen hier nun doch ein paar Schwangerschaftshormone mit – ich habe keine grundlegenden Gefühlsschwankungen aus dem Nichts, aber jeder Ausschlag nach oben oder unten kommt mir grad irgendwie „deutlicher“ vor, ich ärgere mich *mehr*, kränke mich *stärker* und freue mich *ausgelassener*. Ich werd das dann auch als Entschuldigung vorbringen, wenn mir der nächste diesen blöden Satz entgegentönt, und vielleicht eine (verbale oder sonstwie geartete) Backpfeife kassiert. *ausrauch*

.
Auf bald,
Hummelchen

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13 Kommentare zu „„Geniiiieeß die Zeit!!“

  1. 1. Ja, Septologie. 😉
    2. Moah, ich hab das auch SO gehasst!! „Genieß es solange du ihn nur im Bauch rumtragen musst!“ Bei ET+2 wohlgemerkt… Hört danach auch nicht auf übrigens. „Genieß die Zeit wo er nur so rumliegt. Wenn er erstmal mobil wird…“ äh ich find’s gut wenn mein Kind sich weiter entwickelt?!
    Also 3. gennnnnniiiiiiiieeeeeeß die Zeit wo du dir so nen Kacke nicht anhören musst! 🙂

  2. Ich war auch nicht gerne schwanger, kann dich also gut verstehen. Es war für mich nur der Weg zum Ziel. All die verklärten Schwangeren verstehe ich nach wie vor nicht – würde mir aber nie ein Urteil erlauben! – und wo das Kind jetzt da ist, fühl ich mich wieder viel freier und zufriedener. Einfach entspannter. Sogar so sehr, dass ich jetzt schon denke, dass ein zweites nicht verkehrt wäre.
    Du bist also nicht allein damit. :3

  3. Ich versteh dich so so gut und mir ging es absolut genauso.
    Haben die alle vergessen, dass es auch manchmal ätzend ist schwanger zu sein und dass man vor allem am Ende auch einfach unfassbar ungeduldig ist und endlich sein Baby haben möchte?
    Ich habe mir geschworen solche Dinge niemals zu sagen.

    Ach und diese tollen Ratschläge von allen „die es ja besser wissen“ gehen immer weiter. Wenn man dann das erste Kind hat gehört man nämlich zu den „Erstlingsmamas“ und egal was man sagt, man bekommt immer zu hören „das ist ganz normal beim ersten Kind“ oder „beim ersten Kind ist das noch soundso“. Nicht zu vergessen dass natürlich jede Erstlingsmama völlig überfordert und unsicher ist. NERVT! (Als wäre man das nicht auch mal beim zweiten, dritten ,vierten Kind…)

    Ich habe manches in der Schwangerschaft sehr genossen und manches eben gar nicht. Die Symphysenschmerzen zum Beispiel fand ich eher nicht so geil. Als man mir da sagte ich solle die Schwangerschaft genießen bin ich jedes Mal dezent aggressiv geworden.

    Für mich ist vor allem die Schwangerschaft ein Grund mir viel Zeit zu lassen mit nem zweiten Kind, denn das muss ich nicht so schnell nochmal haben.
    Ich finde das jetzt mit Baby so toll, auch wenn es manchmal anstrengend ist.

    Hoffentlich geht die Zeit bald rum!

  4. Achja, das darf sich wohl jede Schwangere gefühlte 1000mal anhören. Grml.
    Ich war allerdings sehr gerne schwanger und hab gerade die letzten Wochen zu Hause sehr genossen, rumgegammelt, Serien gekuckt, beim Schwangerenyoga gewesen, Babysachen geshoppt, das KiZi eingerichtet, Babywäsche gewaschen und sortiert usw.

    Habt Ihr das Babyzimmer schon fertig & zeigst du es uns mal?

    Die ersten Monate mit Baby waren für mich überhaupt nicht anstrengend, so wie es viele prophezeien. Ich hab es total genossen mit Baby auf dem Bauch rumzuliegen, zu stillen, wickeln und zu schlafen. Als anstrengend empfand ich es erst um den 6. Monat bis ca. zum 9. als sie schubte, krabbeln lernte und die ersten Zähne gleichzeitig kamen. Sie schlief nicht ohne Körperkontakt und war nachts alle 1-2h wach. Da lagen unsere Nerven wirklich oft blank! Aber auch das geht vorbei (und gehört halt dazu *lach*)

    Ich wünsch dir, dass du den Endspurt schnell rumbekommst. Vielleicht wäre ja Handarbeit was für dich? Häkeln, stricken, nähen oder irgendwas in die Richtung? Ich wünsche mir jetzt das Häkeln & Nähen damals schon für mich entdeckt zu haben, weil ich damals noch so viel mehr Zeit dafür gehabt hätte & so tolle Sachen für die kleine Maus hätte zaubern können!

    Drück dich & alles Liebe

    1. Babyzimmer ist teils fertig, endgültiger Umzug aber erst nach meinem GEburtstag nächste Woche… Und sobald alles an Ort und Stelle steht werd ich natürlich drüber berichten 😀

      An *neue* Hobbies hab ich schon auch gedacht, aber momentan kriechen wir am Rande des Ersparten und jonglieren bei den restlichen Anschaffungen… also alles, was egal wie viel/wenig zusätzliches Geld kostet ist grad nicht mehr drin 😦 Grad nähen würd ich gern, aber da fehlt mir schon mal die grundlegende Ausstattung, alles halt zu teuer grad *seufz*

      Ich finds ja nicht wirklich *schlimm* ich krieg die Zeit schon rum, kein Thema, … nur eben dieses Genießen als hätt ichs noch nie besser gehabt, das passt halt grad nicht.

  5. Der Spruch wär höchstens angebracht, bevor man überhaupt schwanger ist, aber passt auch nicht, denn dann ist man ja in der KiWu -Zeit und das ist auch nicht immer so lustig.
    So platte Sprüche sind eh IMMER doof. Heißt meistens dass derjenige sich gar nicht wirklich interessiert wie es einem geht. Und wenn das Baby da ist, geht es noch viel schlimmer los mit den „guten Tipps“. Also übe schon mal das weghören…oder schlagfertige Antworten 😉

  6. Komisch.
    Als ich den Satz gelesen habe, habe ich ihn auf etwas ganz anderes bezogen. Nicht auf die angebliche „Ruhe“ oder das „noch alleine sein können“ sondern auf das Gefühl des schwanger seins.

    Und hier kann ich nur für mich sprechen, aber ich vermisse oft das Gefühl die Püppi IN mir strampeln gespürt zu haben, oder dentanzenden Bauch wenn sie sich von rechts nach links gedreht hat, und und und.

    Deshalb würde ich dir wahrscheinlich auch sagen: Genieße diese Zeit.

    Aber nicht weil sich alles verändern wird, sondern weil DIES Schwangerschaft so nie wieder kommen wird und du vllt deine Kugelzeit irgendwann genauso vermissen wirst wie ich 😉

    In dem Sinne: Streichel mal deine Kugel von mir und alles gute für die restliche (nicht mehr allzu lange) Zeit! 😉

    1. Ja, ich weiß … das Gestrampel und Getrete zu spüren, und vor allem die Gefühle, wenn mir dann plötzlich „einfällt“ – mein Gott, da ist ja ein wirkliches Baby in meinem Bauch, MEIN Baby!!! das ist bestimmt mit das Schönste, und DAS genieße ich auch, wenns denn dann mal vorkommt. Leider hab ich davon sehr wenig, dank Vorderwandplazenta, meistens nur abends beim Hinlegen 😦
      Ich sag ja auch echt nicht, dass ich das Schwangersein doof find – aber die Spätschwangerschaft genniiieeeßn kann ich halt auch nicht so, dann doch eher das 2. Trimester, das hab ich mehr gennoooßen.
      Aber wenn mir jemand sagen würde „genieß die Babytritte, das ist sooo schöön und fehlt dir nachher“ – ok, damit kann ich ja umgehen, aber das „geenniieß die Ruhe nachher ists rum“ heißt ja, dass die Zeit nachher nicht annähernd so schön ist, und so eine Denke find ich irgendwie schade 😦

  7. Hummelchen, ich will dich knutschen. Du sprichst mir aus der Seele.

    Mein zweiter Hass-Satz: (in mitleidiger Jammerstimme) „Uuuund? Wie geht es Dir? Hast du schon Beschwerden?“
    Es ist nicht schlimm, wenn mich das liebe Menschen fragen. Leider fragen es aber die Leute (Nachbarn und Kollegen) die sich sonst gar nicht für mich interessieren. Es nervt.

    1. Ach herrje… nein, das fragt mich keiner! Aber dafür dauernd wie viel ich zugenommen hab (als würd ich darüber gern sprechen, und als würde das irgendwen was angehen, und als wär das irgendwie interessant?????). Ich fürchte mich auch schon vor der Frage, ob ein 2/4/6/8/10wochen altes Baby denn schon durchschläft, oder wie die Nächte denn seien. Ich überleg mir schon mal was ich dann antworte, ohne ausfallend zu werden 😉

  8. Hallo!
    Irgendwie ist es ja doch sogar ein bisschen süss, dein Ärger, aber auch sehr verständlich.
    Wobei ich sagen muss. Mir geht es (noch) nicht so! Ich bin 2 Wochen hinter dir. Vielleicht gehts mir noch so?!
    Aber andrerseits bin ich ja schon seit März zu Hause und habe das auch öfters gehört, aber es ist jetzt nicht so dass es mich ärgert, weil ich denke selbst irgendwie „Ich genieße die Zeit einfach, bis das Baby da ist!“. Ich genieße es, morgens auszuschlafen, ich genieße es, in Ruhe zu frühstücken, ich genieße es den ganzen Tag Radio zu hören, ich genieße es mich auf das Baby vorzubereiten. Ich genieße die Zeit. Ja, ich seh das auch so, weil ich mir denke, mit Baby WIRD alles anders sein. Ich denke jetzt nicht schlechter, auf keinen Fall. Aber eben anders. Und die oben genannten Sachen werd ich nicht mehr so ausführen können, wie jetzt.
    Ich muss aber auch sagen, noch stört mich mein Bauch nicht, noch kann ich alles machen wie ich es möchte, noch tritt mich das Baby nicht so, dass mir die Luft weg bleibt, noch hab ich kein Wasser in den Beinen und Ähnliches. Also kann ich es auch irgendwie genießen. Wer weiss, ob sich das noch ändert!
    Aber weisst du, was mich als Aussage ärgert?!? Da ich ja seit März zu Hause bin kommt ständig die Frage: „Was machst du denn den ganzen Tag? Da fällt dir doch sicher die Decke auf den Kopf!“ (Und was ich nicht verstehe ist dann, wenn die Frage von Rentnern kommt-die auch nur zu Hause sind…) Jedenfalls fällt mir die Decke nicht auf den Kopf und ich kann auch mal einen Tag lang nix tun und genieß das dann. Aber die Decke fällt mir sicher nicht auf den Kopf. ich mag diese Frage nicht. Ich hab das Gefühl ich muss mich rechtfertigen und nur tolle/gute/sinnvolle Dinge über den lieben langen Tag machen. Und ich frag mich, ob ich ein schlechtes Gewissen haben muss, wenn mir die Decke nicht auf den Kopf fällt, wenn ich all das genieße?! … Aber so unterschiedlich sind wir wohl alle.
    Liebe Grüße
    (Und all die Leute mit ihren Kommentaren meinen es wahrscheinlich gar nicht böse -nicht zu dir, nicht zu mir- aber manche Kommentare nerven einfach irgendwann! 😉 )

    1. Jap, das meinte ich mit Typsache – ich bin eben tendenziell eher der Typ „Decke auf Kopf fallen“. Natürlich meints niemand böse, dann wär das ja auch einfach geregelt – würd einfach nix mehr mit den Leuten reden. Aber eben weil sies nicht bös meinen lässt sichs so schwer abstellen … -.-

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