Entwicklung · Rumpelstilzchen · Wachstumsschub

Unser erster Wachstumsschub

… begann am Donnerstag, dem 6.12. – ein relativ unpassendes Nikolausgeschenk! 😉

Unser Baby war da 5+2 Wochen alt, bzw. 4+5 wenn man nach ET geht (was man dabei ja soll). Es dauerte dann ziemlich genau eine Woche, bis es wieder entspannter wurde. Dazwischen bin ich schon fast „vom Glauben abgefallen“ und dachte, das ist jetzt also Status quo, ich leg mich dann am Besten gleich in die Biomülltonne.

Ich hab vorab nicht soo viel von diesen „Schüben“ gehalten, bzw. der Theorie dahinter, aber zumindest für den ersten scheints gestimmt zu haben. Er war auffällig quengelig, einfach scheinbar mit allem unzufrieden, hat ständig nach Fläschchen/Brust verlangt und dann aber schlecht getrunken – hätte ich nur gestillt hätte ich mir bestimmt Sorgen gemacht ihn nicht satt zu bekommen, tatsächlich hat er aber zusammengerechnet übern Tag WENIGER getrunken – dafür die Woche darauf dann mehr, hat Mutter Natur also schon ganz clever eingerichtet, dass dann wenn er mehr braucht durch das ständige Trinkenwollen vorher mehr Milch da ist..

Ähnlich schlecht wars auch nachts. Eigentlich haben wir mittlerweile einen wunderbaren Rhythmus: innerhalb von 8 Stunden Nacht wird er meist nur einmal wach, ist dann etwa eine gute Stunde wach und dann wird wieder geschlafen. Oft fällt ihm das Einschlafen dann etwas schwer, aber gelingt doch so nach etwa 30 Minuten, je nachdem ob er Spucken muss oder gar Schluckauf hat. Er schläft mittlerweile auch nicht mehr zwischen uns im Bett, sondern im Beistellbettchen, was für uns viel angenehmer ist, weil wir einfach viel mehr Platz haben und auch mal wieder zusammen kuscheln können. Jedenfalls, im Schub wars damit nix, auch neben mir wollte er nicht schlafen, es ging ausschließlich IN meinem Arm – der dann morgens entsprechend bleiern und schmerzend war (vom Nacken bis in den Rücken und den Arm entlang, eine Aua-Zone).

Naja, und die verbleibende Wachzeit war auch einfach nur doof. Alles doof. Spielen, Kuscheln, Wickeln sowieso, die Massage mochte er auch nicht mehr, und wehe man wollte ihn im Gesicht eincremen – Gequietsche bis zum Tinnitus. An vielen Tagen war ich abends einfach nur noch froh ihn mal dem Papa in den Arm drücken zu können, und mich ne halbe Stunde im Bad bei geschlossener Tür zu verstecken.

Glücklicherweise ging er auch wieder zu Ende. So deutlich wie der Schub war, so wenig sprunghaft war die Entwicklung, das ging eher kontinuierlich finde ich. Was aber auffällt: er kuschelt sich nun von selbst mehr an, er schaut Gegenständen (oder meinen Fingern) hinterher, er LIEBT ORANGE (er starrt mit Vorliebe, auch mal 15min am Stück ohne andere Ablenkung, die orange Wand im Wohnzimmer an, grinst dabei sogar o.O), er grinst viel öfter bewusst (also wach, mit offenen Augen), und teilweise auch so dass es als Reaktion auf etwas zu erkennen ist (abknutschen, Singen, orange, …), er kann besser/schneller aufstoßen („Böörpies“ hier genannt), und er spuckt nicht mehr GANZ so viel (also, nicht jedes Mal, und nicht immer gleich 3 Schwälle). Er macht auch viel mehr Laute, gurrend, oder öh-öh-öh *hach*. Außerdem finde ich, er singt mit mir mit – wenn ich singe, macht er langgezogene Laute, das klingt sooo schnuffelsüß!! Er weint auch mittlerweile unterschiedlich: da gibts „Mama/Hunger“ (klingt für mich gleich, zeternd, laut, extrem unzufrieden und hochdramatisch), „aua“ (kreischend, spitz, quietschend, Tinnitus-fördernd), „langweilig“ (klingt sehr ähnlich wie zufriedene Laute zu Beginn, also so als würde er plaudern – merke ich aber mit der Zeit immer schneller wenns umschlägt) und „ärgern“ (klingt wie schimpfende, motzende kurze tiefe Rufe – sehr häufig und fast ausschließlich bei Schluckauf).

Was sich leider nicht gebessert hat ist die Verdauung: er leidet nach wie vor leicht unter Verstopfung, Wasser dazwischen nimmt er hochdramatisch nicht an (er würgt und hustet und schüttelt sich sobald ein Tropfen im  Mund ist!), und wir müssen ihm oft verwässerte Fläschchen geben, damit was „geht“. Haben nun auch von der HIPP pre auf die Combiotik Variante umgestellt, die wohl bissl mehr Milchzucker hat, was die Situation leicht gebessert hat, aber nicht bis zum zufriedenstellend. 😦 Nervig ist dann, wenn er Bauchweh hat, und sich so anstrengen muss, offenbar Schmerzen hat… Äußerst unspaßig! Bei nächsten Arzttermin im Januar werd ich dann fragen, obs nicht noch was besser wirkendes gibt, das man dann mal geben kann wenn er 2,3 Tage nicht konnte…

Ansonsten gehts uns aber gut. Wir waren nach dem Schub sehr viel unterwegs, daher so arg still hier. Es geht uns auch so gut, dass ich backen konnte (!!!), meine Beine sind wieder enthaart, und ich kann gelegentlich Nägel lackieren – na wenn das nix is!!

Aber nun wünsche ich abschließend noch allen FROHE WEIHNACHTEN!

.
Auf bald,
Hummelchen

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5 Kommentare zu „Unser erster Wachstumsschub

  1. Probier es mal mit einem Teelöffel Sonnenblumenöl im Fläschchen, hat bei uns Wunder gewirkt. Bei uns genügte das einmal am Tag, kann man aber auch öfter geben. Einfach probieren. War ein Tipp von meiner Hebi 😉

    Alles Gute und auch euch schöne Weihnachten!

  2. Bei meinem Bauchweh-Flaschenkind half es, das Fläschchen nicht mit Wasser, sondern mit Anis-Fenchel-Kümmel-Tee anzurühren. Ich habe immer eine Kanne davon gekocht und in die Thermoskanne gefüllt und dann das Fläschen jeweils damit frisch angerührt. Ob es bei Verstopfung auch hilft, weiß ich nicht, aber bei uns waren damals damit schlagartig alle Bauchprobleme vorbei.
    Frohe Weihnachten!
    Ilsa

  3. EInfach interessant, wie unterschiedlich sowas abläuft.
    Unser 5-Wochen Schub (hatten davor mal noch einen um den 10. Tag) war an Heilig Abend und hat auch nur einen Tag gedauert!? Er war total weinerlich und wollte viel an die Brust. Niemand anderes konnte ihn beruhigen… Aber die Nacht hat er trotzdem ganz normal geschlafen!? …
    Ich bin schon sehr auf den nächsten Schub gespannt. Ob der auch so „ruhig“ sein wird!?

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