Arztbesuch · Impfen

Impfen ftw!

Nachdem mir das Thema grade nicht aus dem Kopf geht, muss ich wohl mal drüber schreiben.

Wir impfen. Und zwar alles was empfohlen wir zu dem Zeitpunkt zu dems empfohlen wird. Die 6er und Pneumo, und weil mein Kleiner vermutlich recht früh fremdbetreut werden wird (je nachdem wie gut ich mit der Dissertation vorankomme, und ob/wo/ab wann ich danach arbeite), auch noch Rota. Ich weiß nicht, obs an meiner Mentalität liegt, aber ich bin ein Schisser vom Typ „besser vorbeugen“. Ich nehme Nahrungsergänzungsmittel, und achte jetzt schon auf meine Zuckerzufuhr, weil in meiner Familie alle Diabetes haben. Ich nehm lieber kleine Unannehmlichkeiten in Kauf, als später die volle Breitseite von irgendeinem Mist abzubekommen. Mir schon klar, dass ich damit nicht immer und zu 100% alles verhindern kann, aber ich denk mir: schön blöd, wenn ichs nicht mal versuchen würd!

Dazu kommt, um wieder den Bogen zum Impfthema zu kriegen, die Tatsache dass unser Sohn dank Papa ziemlich Neurodermitis- und Allergiegefährdet ist. Wider meiner Überzeugung, voll zu stillen, fällt diese Präventionsmöglichkeit aber schon mal flach. Zudem haben wir da noch die Katzen, da ich vorab nicht wusste dass da ein Zusammenhang zu Neurodermitis besteht (und mal ehrlich, nicht mal wenn ichs gewusst hätte bin ich mir sicher ob ich sie abgegeben hätte, bevor ich nicht sehe dass es nötig ist). Alles in allem also genügend wenig optimales. Soweit ich informiert bin, ist es vor allem bei diesen „gefährdeten“ Kindern empfohlen, gscheit zu impfen.

Für mich stand eigentlich von vornherein fest: ich werde mein Kind (und damit auch das künftige Geschwisterkind) selbstverständlich schützen, soweit es der Stand der Medizin erlaubt und es Sinn macht.

Und dann wars soweit: unser erster Impftermin, letzten Monat. Ich war gar nicht nervös, weiß von mir, dass ich nicht die Nerven verliere, wenn mein Kind Blut abgenommen bekommt oder sich einer sonstwie unangenehmen ärztlichen Maßnahme unterziehen muss, und bin irgendwie in dem Glauben, dass es dem Kleinen auch hilft, wenn er merkt ich bleibe ruhig und verhalte mich positiv gestimmt. Nun, also nach ein paar Erklärungen seitens der Ärztin und Absprachen was in welchem Fall von potentieller Reaktion aufs Impfen zu tun sei, legen wir also los. Ich schnapp mir den Kleinen, plauder mit ihm, es kommt der erste Pieks. Er schaut mich vorwurfsvoll-erschrocken an, und quietscht. Ich lalle auf ihn ein, er hört auf zu weinen, während sich unsere Ärztin beeilt, die zweite Spritze zu holen, damit er sich nicht dazwischen beruhigt und dann nochmal losplärrt. Sinnvolle Hoffnung, aber ne, er war nämlich gleich wieder ruhig und die paar Sekunden Wartezeit hatten ihm gelangt. Nun, beim zweiten Mal, schreit er aber sofort ganz laut los (ich denke es wird nicht mehr weh getan haben als der erste, aber vermutlich war er ein wenig entsetzt dass wir das nochmal machen oder hat sich geärgert… fies diese Erwachsenen!). Wirklich beruhigt hat er sich dann auch nicht gleich, aber die Rotaviren Schluckimpfung hat ihm geschmeckt, und er musste sein Quietschen doch zumindest kurz unterbrechen um das Zeug zu schlabbern. Im Wartezimmer hat er zu meinem Trommelfell-Schutz ein wenig die Brust bekommen, woraufhin er breit grinsen konnte und in Rumkapser-Stimmung war. Zumindest bis das Milchende vorm Hungerende kam, und ich keine Fläschchen anbieten konnte (merke: DAS passiert mir nicht wieder!!!).

Unterwegs in der Trage war er wieder ruhig wie immer, und schlief ein, bis wir daheim waren. Dort wurde er dann im Verlauf seeehr unruhig, schrie viel, verweigerte das Fläschchen (das Schlimme ist bei uns, dass er morgens so gut wie nichts trinkt, und wenn dann das riesige Mittagsfläschchen ausfällt kracht im kurz drauf sein Minimagen) und schlafen wollte er auch nicht, obwohl schon an der Zeit. Nach 3 Stunden hab ich ihm dann ein Fieber-Schmerz-Zäpfchen gegönnt, 20 Minuten später war er im Traumeland, und 2 Stunden später wurde gierig ein ordentliches Fläschchen verputzt. Dann war wieder alles normal. Normaler Abend, normale Nacht, normaler Folgetag. Kaum erhöhte Temperatur (37,8 war um Mitternacht Rekord), geschweige denn Fieber. Keine Schwellung, Rötung, wohl aber vielleicht sowas wie Muskelkater, das Strampeln machte ihm wenig Spaß. Insgesamt hat er alles wunderbarst verkraftet.

Einziges Pech war: 3 Tage später die Lungenentzündung. Eigentlich weiß ich dass das Zufall war. (Ich wurde auch berichtigt, in meiner Annahme, Impfen wäre eine Belastung fürs Immunsystem und er war deswegen anfällig für rumfliegende Viren, denn Impfen provoziere die Bildung von Antikörpern, macht das Immunsystem also fit.) Uneigentlich hab ich doch gegoogelt, und was findet man wenn man nach Impfungen und Nebenwirkungen googelt? Nix Gutes.

Zum ersten Mal hab ich mich wirklich mit Impfgegner-Texten auseinander gesetzt (die ich vorher nicht mal angeschaut hab weil ichs schwachsinnig fand), und mir deren „Gründe“ durch den Kopf gehen lassen…

  • Impfen sei eine schreckliche Belastung, mit all diesen Giftstoffen, vor allem für kleine Babys. Blöd ist, dass ich das wirklich nicht beurteilen kann, hab nämlich nicht Chemie studiert. An der Stelle muss man dann einer Seite glauben, und da frage ich: warum bitte nicht dem Arzt, der wirds wohl wissen? Interessant fand ich auch die Aufdröselung beim Kinderdok, was denn nun so ein Organismus leisten muss, um eine MehrfachImpfung zu verkraften – lächerlich, eigentlich. Das Gegenargument sollte dadurch also entkräftet sein.
  • Die Pharmaindustrie schmiert die Impfkommission, sodass unnötige Impfungen empfohlen werden. Nun, ich bin kein Lobby-Fan und glaube gerne die ein oder andere Geldmittelschieberei-Verschwörungstheorie, aaaaber: ganz bestimmt werden nicht alle Ärzte geschmiert, und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen dass der durchschnittliche Mediziner zu blöde wäre, eine derartige Lüge zu durchschaun. Und ich kann mir weiters nicht vorstellen, dass ein Kinderarzt Babys absichtlich trotz besseren Wissens schaden wollen würde, glaube nämlich blauäugig, dass Leute die Kinderarzt werden, Kinder so grundsätzlich schon gut leiden können.
  • Impfen hat Nebenwirkungen und kann tödlich enden. Ja, jede invasive Maßnahme kann tödlich enden, auch Piercen.
  • Impfschäden sind schlimmer und wahrscheinlicher als potentielle Krankheiten und deren Folgen. Naja, hier müsste ich fachliche Studien lesen um es beurteilen zu können.  Statistisch sollte diese Aussage aber völliger Unsinn sein. Ein wenig schwer zu beurteilen sind diese Statistiken schon, weil:
  • Die Krankheiten gegen die man impft kommen ja gar nicht mehr vor. *hust* Das ist so logisch wie: ich hab 5 Jahre die Pille genommen und bin nicht schwanger geworden, dann kann ich sie ja auch gleich weglassen! Selbstverständlich kommen diese Krankheiten immer seltener vor in Ländern, die impfen. Is ja irgendwo Sinn der Sache, oder? Anders gefragt: wenn man  irgendwann mal nen Impfstoff gegen Krebs oder Aids hätte, und nach 20 Jahren erkrankt kaum einer mehr, lässt mans dann auch bleiben, weils ja nicht vorkommt und bestimmt nicht so dramatisch ist? Aus Sicht einer Zeit, wo man erlebt wie gefährlich jene Erkrankungen sind, wäre die Haltung bestimmt unverständlich und dumm. Was ändern da ein paar Jahre an der Grundhaltung??
  • Impfungen schützen ja gar nicht. Äh. Da fällt mir gar nichts dazu ein… Ich bin mir sicher, dass man auch in Ausnahmefällen erlebt, dass eine Krankheit trotz Impfung ausbricht, bin mir aber sicher dass es Einzelfälle sind und der Verlauf ein ganz anderer ist. Müsste man wohl Zwillingsstudien machen, wäre nicht wirklich ethisch korrekt.
  • Giftiger Cocktail in Impfungen. Da schlägts dem Fass den Boden aus, klar ists kein Bonbon, das ist ja Sinn der Sache. Aber ich bin mir sicher, dass nicht ein Fuzzel wirkfreier bzw. nicht-notwendiger Stoff da drin ist, schon allein weil ich glaube, dass niemand der Profit machen möchte, mehr in ein Produkt packt als notwendig. Für genauere Analysen braucht man dann wieder den Haus- und Hofchemiker. [Kleine Geschichte am Rande: mal mit einem Gegner über Nahrungsmittelergänzungen diskutiert, die vollständig „natürlich“ und „unchemisch“ (ich finde immer witzig wenn Menschen denken, Chemie ist das exakte Gegenteil zu natürlich, ist doch Chemie nur die Lehre was ich mit Natürlichem mache um etwas zu bekommen, das ich will – das ist dann das künstliche) sind, also reine Presslinge aus getrocknetem Zeug. Und auf der Inhaltsstoffedeklaration stand was von Ascorbinsäure. Besagter halbgebildete Mensch hatte das Vokabel mal irgendwo aufgeschnappt und scheinbar für künftige Klugheiten gespeichert und spricht nun mit erhobenem Zeigefinger und gleich erhobener Stimme „das ist Chemiiiiiieeee!!!“ und ich antworte: ja gut, dass sie das ganze H2O entzogen haben, worauf hin der Mensch die Ironie verkennt und sich noch mehr aufregt, dass da gefährliche H2O Chemie auch noch drin war. Ende der Unterhaltung.]

Wie ihr seht: ich halte wenig von den ganzen „Gegenargumenten“. Und doch tun all diese Dinge etwas in mir: sie verunsichern mich. Und ich könnt mir aufn Kopf klopfen dass sie das schaffen, weil ich vom KOPF her ja weiß es ist Schwachsinn. Im BAUCH funktioniert dieses Eltern-in-Panik-versetzen aber 1a. Und das regt mich waaahnsinnig auf. Dass es Hetzern gelingt, mir Sorge zu bereiten. Dass ich vielleicht auch noch von irgendwelchen Menschen als schlechte und verantwortungslose Mutter bezeichnte werde, WEIL ich mein Kind impfe. Da stellt sich mir der Kamm.

Ich finds wirklich asozial, auf welche Art und Weise argumentiert wird von der Gegenseite. NIEMAND (Normalsterbliche, der nicht ein halbes Jahr Zeit in Fachlektüre investiert) KANN überhaupt eine informierte, verantwortungsvolle Impfentscheidung treffen KÖNNEN, weil er nicht die Möglichkeit hat von beiden Seiten gleich niveauvoll infomiert zu werden. Mal ehrlich – WO informieren wir uns denn? Beim Arzt, klar, und dann..? Im Internet. Find ich grundsätzlich normalerweise gar nicht verwerflich, aber hier ists kein Segen sondern Fluch. Schließlich argumentiert die Anti-Impf-Seite mit Donut Wahrheiten (die Wahrheit, nichts als die Wahrheit, mit einem großen Loch im Zentrum), die schonmal ohnehin schwer zu widerlegen sind, wenn man nicht weiß, wie. Und zum anderen argumentiert sie nur mit Angst und gezielter Panikmache.

An dieser Stelle richtet sich mein ungebremster Zorn gegen alle verantwortungslosen Verunsicherer, Hetzer, Verschwörungstheoretiker und ähnliches Pack. Runter von meinem Planeten, bitte danke.

.
Auf bald,
Hummelchen

P.S.: Nein, ich möchte niemanden angreifen oder beleidigen, und ebenso gegen niemanden schießen. Bitte nicht angegriffen fühlen, wenn ihr euer Kind nicht impfen habt lassen aus „Überzeugung“: ich bin zwar der Meinung, dass diese Überzeugung aus falschen Gründen entstanden ist, aber ich sehe darin primär definitiv nicht die Schuld der Eltern, und glaube auch nicht dass diese „dumm“ oder „verantwortungslos“ sind. Ich prangere lediglich die „Impfgesellschaft“ an, so. Diskussion gerne, aber bitte mit Niveau. Da mir das Thema grad sehr an die Nieren geht antworte ich aber auf Gegner erst wenn meine Magensäure wieder auf Normalpegel ist…

P.P.S.: Wer erleben will, wie gefährlich Impfstoffe sind, wenn man vorhat mit Virus/Bakterien die Menschheit auszurotten, der hole sich das Handyspiel „Plague“. Scheiß Sucht Ding, echt…

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66 Kommentare zu „Impfen ftw!

  1. Danke für diesen Artikel zum Thema Impfen!! Ich kann mich nur anschließen.
    Meine Kleine wurde gestern mit 2 Monaten und 2 Tagen das erste Mal geimpft, auch gegen alles was empfohlen ist + Rota. Mein Problem ist, dass die meisten ja schon impfen lassen, aber lieber nicht so früh. Mit allen mit denen ich vorher geredet hab (Freundinnen, Nachbarin, etc.) alle sagten, ja ich lass schon impfen, aber erst mit XX Monaten. Hä?!?! Woher nehmen die dieses tolle Wissen oder Bauchgefühl, dass das besser ist?!?! Und manche zerlegen die 6-fach Impfung, weil irgendwas nicht so gut verträglich ist (haben sie von Nachbarin XY gehört, im Internet gelesen, oder hat der Typ im Radio erzählt 😉 Wie du sagst, um das richtig und sinnvoll beurteilen zu können, müsste man noch Medizin und Chemie studieren…So muss man sich komisch anschaun lassen, wenn man die Empfehlung von Impfstart mit 2 Monaten macht, weil man einem so kleinen Wurm das doch noch nicht zumuten kann….

    Was ich bei meinem Kinderdoc ganz gut fand, die impfen zu zweit. Sprich die beiden Spritzen werden gleichzeitig gegeben. Meine Kleine hat auch nur ganz kurz gequitscht und sich gleich beruhigt….

    Normalerweise lese ich (seit bestimmt einem Jahr) ganz still hier mit. Da ich jetzt doch mal was geschrieben habe, nutze ich die Gelegenheit: vielen Dank für deinen Blog! Bei vielen Beiträge aus Schwangerschaft und jetzt mit Baby denk ich einfach genauso….

    Liebe Grüße,
    Dani

    1. Oh, danke!
      Ein Argument, für den frühen Start: der Sinn dahinter ist soweit ich weiß, gleich nach dem „Nestschutz“ zu beginnen, also keine unnötigen Lücken entstehen zu lassen. Und der Nestschutz hält halt nun nicht so wirklich lange, somit ist der Impfstoff sicher das kleinere „Übel“, verglichen mit allem was da so rumkreucht und -fleucht…

  2. Ich möchte dazu nur mit Halberinnerung was erzählen. Ich hab mal im Fernsehen eine Sendung mit Herrn Jauch gesehen, viele Jahre bevor ich ein Kind bekam, aber vergessen habe ich es nie. Da waren Eltern eines mittlerweile gestorbenen Kindes. Sie waren mit ihrem Sohn zum Kinderarzt zum impfen gegangen – gegen was weiß ich nicht mehr – leider waren an dem Tag ebenfalls eine Mutter mit einem nicht geimpften Kind anwesend. Der Sohn steckte sich vor der Impfung bei dem anderen Kind an, wurde krank und starb schließlich. Die Eltern waren so beeindruckend und gefasst. Sie sagten, sie wollen niemandem die Schuld am Tod ihres Kindes geben. Sie möchten nur mit ihrer Geschichte aufklären und Eltern, die ihre Kinder nicht impfen lassen, zeigen, dass es nicht nur um das Leben ihrer eigenen Kinder geht.

  3. Bei den Mädels wurde erst mit dem Impfen ab den 6. Monat begonnen. Die damalige Kinderärztin erklärte es mir so, dass sie die Erfahrung gemacht hat, dass es für die Würmchen besser weg gesteckt haben. Der Zwerg sollte eigentlich auch ab den 6. Monat geimpft werden allerdings hatte er sich dato eine leichte Bronchitis eingefangen. So, dass wir demnächst den ersten Termin haben werden. Die Große bekam nur ne 5fach – Impfung – die Kleine aufgrund von Umzug und deswegen Kinderarztwechsel die 6fach oder siebenfach (da müsste ich jetzt nach schauen). Sie hatte etwas mehr zu kämpfen. Wie der Kleine nun geimpft wird, wissen wir nicht. Mal sehen, was die Kinderärztin sagt…

    1. Ich glaub irgendwie, dass der Hauptteil der Reaktion aufs Impfen und nicht den Impfstoff kommt. Grad Rötungen, Schwellungen, die den Kleinen ja mehr zusetzen als Fieber, kann genauso bei ner 1-fach-Impfung kommen, und das sollte ich uns dann 6mal hintereinander antun? Nö, danke.. Da bin ich froh dass wir das in einem Aufwasch erledigen können.

  4. Es hilft auch nichts, wenn man Medizin und Chemie studiert hat. Die Online-Texte verunsichern einen trotzdem (und treiben den Blutdruck an die Decke).
    Als meine Tochter geboren wurde, habe ich der 2-Monatsschwelle für die ersten Impfungen entgegen gefiebert. Und trotz dem mir das Stillen sehr schwerfiel (sehr schmerzhaft war) habe ich mir geschworen mindestens die 2 Monate bis zu den ersten Impfungen durchzuhalten (hat auch geklappt). Rotaimpfung gab es damals noch nicht leider, denn die Tochter holte sich den Virus und verbrachte eine Woche im Krankenhaus. Auf dem selben Zimmer wie ein Salmonellenkind, ich habe aller 2 Minuten desinfiziert.

    1. Naja, das find ich dann beunruhigend beruhigend, wenn es einem auch vom Fach damit flau im Magen wird.
      KH: jop, versteh ich.. hatte nach 3 Tagen auch aufgerissene teils blutige Hände (geht bei mir schnell), weil ich ständig mit dem Zeug dran war, aus Sorge noch mehr mitzunehmen… -.-

  5. Als Fachmann kann ich dir zu deinen Impfentscheidungen nur gratulieren, weiter so. Aber die Nahrungsergänzungsmittel könntest du noch weglassen, die sind Humbug…..

  6. Ich selber leide auch stark an Neurodermitis… Bei mir haben Ärzte auch gerne vermutet, dass es durch das Impfen kam… Hier spalten sich auch die Gedanken. Die einen rufen nach Impfungen bei Kindern mit Neurodemritis und Allergie-Veranlagung ung die anderen schreiben UM GOTTES WILLEN NICHT… ich weiß es nicht…

    und die Sendung, welche Pjaupe erwähnt, habe ich auch gesehen und muss sagen, dass ich es auch sehr krass fand. Natürlich kann jeder selber entscheiden, ob er impfen lässt oder nicht. Aber andere Kinder könnten(!) auch gefährdet werden….

    1. Ich seh das so: erste Anzeichen für spätere Hautprobleme (extrem trockene schuppige Stellen, die dick werden wenn ich nicht 100% konsequent bin mit der Hautpflege – hatte im KH die Rechnung zu zahlen als ich eeiiiinmal nicht geölt hab abends!) hatte er schon einige Wochen vor der Impfung, auch den Ansatz zu Milchschorf – das hatte ich nämlich beim 1. Impftermin mit der Ärztin angesprochen. Klar, ich bin nicht „die Empirie“, aber mir mag sich nicht erklären wie da die Impfungen schuld sein sollten, wenns vorher kommt..

  7. Ich bin Jahrgang ’65 und habe Masern, Mumps,Röteln und Windpocken als Kind in echt durchgemacht. Gerade Masern und Mumps waren KEIN Spaziergang, sondern einfach nur sehr schmerzhaft und mit viel Leiden verbunden. Daher habe ich unsere Kinder (9 +12) auch mit allem, was die Stiko empfiehlt (und was es gab) impfen lassen.

    1. Ach du meine Güte! ;-(
      Ich hatte nur Windpocken, aber gelitten wie ein Hund, ich bin halb wahnsinnig geworden vor „Kratzdrang“, und war dran wann immer ich die Fäustlinge los wurde (bzw auch mit, genügend reiben hilft auch wenn man mit Schmackes dran geht), was mir ein paar hübsche Narben eingefahren hat. Und gegen Masern, Mumps etc sind Windpocken ja wirklich ein Klacks, daher kann ich nicht verstehen dass man seinen Kindern dem aussetzen möchte, mal ganz abgesehen von den teils gravierenden Nebenher-Risiken…

  8. Ich sehe das genau so wie du. Ich finde es ausgesprochen fahrlässig, nicht zu impfen, wenn ich ehrlich sein soll. Das Argument, dass es die Krankheiten ja gar nicht mehr gäbe, finde ich mehr als nur schwachsinnig, denn es gibt sie (hier) nicht, weil es Impfungen gibt.
    Und jeder, der der Meinung ist, dass Impfen so eine Belastung sei, dem kann man eigentlich nur sagen, dass die Krankheit weit belastender ist als alle Impfungen. Wer sich einmal ganz genau informiert, welche ernsthaften Folgen die angeblich ausgestorbenen Krankheiten Kinderlähmung und Masern haben kann, der regt sich nicht mehr über ein paar Nebenwirkungen auf.

  9. Hallo Ihr Lieben!

    Nur kurz zur Einleitung ich habe bzw hatte selbst Neurodermitis, Allergien und noch weitere zahlreiche Krankheiten gegen die in der Schulmedizin meist nur Cortison gewachsen ist oder ähnlich stark in den Körper eingreifendes Zeug und gehöre selbst zu den Kindern die gegen alles mögliche geimpft wurden und trotzdem diverse Kinderkrankheiten hatten.
    Und meine Mutter ist auch mangels alternativen immer voll auf den Schulmedizintrack aufgesprungen, verständlich wollte Sie für mich sicher auch nur das Beste.
    Kinder folgen in der Problembewältigung den Eltern nach und dadurch entstehen dann meist in einer Familie auch oft die gleichen Krankheitsbilder zur AllgemeinINFO.
    Also Ihr merkt ich setze mich gezwungenermassen schon sehr lange (20 Jahre)mit dem Thema Nahrung, Gesundheit und auch impfen und Prävention ausseinander..
    Und habe deswegen damals auch ein Chemiestudium angefangen btw aber nicht beendet und ich kann euch wirklich sagen ich würde mir eine IMPFUNG immer sehr sehr gut überlegen.
    Wisst Ihr das bei vielen Impfungen der Erreger in geringer Dosis geimpft wird um das Immunsystem darauf „zuschulen“ ? Also ich kenn auch die Hetze im Internet dazu und in diversen Foren, aber leider aus eigener Erfahrung stimmt leider auch dort mehr als man annehmen möchte. Und Pharmaindustrie und Ärzte, der Arzt muss kein schlechter Mensch sein um eine Impfung zu empfehlen, er hat sich nur einfach vielleicht auch nie damit ausseinandergesetzt.

    Was mir bei all diesen Diskussionen leider immer komplett fehlt, ist die Eigenverantwortung mit dem Thema Krankheit oder Symptomen.
    Jedes Symptom was unser Körper uns zeigt, will uns etwas sagen und gerade als Eltern die bin ich mir sicher das beste für ihre Kinder wollen, wäre es mal vorderrangig die Aufgabe der Eltern das Kind bei der Ursachenforschung zu begleiten gerade bei Säuglingen.
    Da gerade Säuglinge oft die Muster der Eltern übernehmen..
    Deswegen möchte ich euch allen die Ihr hoffentlich mitlest einen Tipp da lassen was in meiner Notfallsapotheke immer dabei ist. (Ich wünschte ich hätte ihn 20 Jahre früher gehabt)
    Weil es mir sofort sagt, wie groß das Problem ist, welches dahintersteht und wie lange ich daher Zeit habe, bevor ich das Symptom mit Schulmedizin bekämpfen muss.

    Louise l Hay hat viele verschiedene Bücher aber unter anderem ein kleines kurz Nachschlagewek
    http://www.thalia.at/shop/at_thalia_start/suchartikel/heile_deinen_koerper/louise_l_hay/ISBN3-89901-256-9/ID18621699.html;jsessionid=44848D5DFD1200F77579DB746394A8F2.tc2p?fftrk=1%3Anull%3A10%3A1&jumpId=14714209

    Oder auch Bücher von Rüdiger Dahlke setzen sich massiv mit der Ursachenfindung ausseinander.

    Ich hoffe, ich stosse niemanden damit zu sehr vor den Kopf aber ich wäre dankbar gewesen, wenn jemand diesen Tipp meiner Mutter früher gegeben hätte!

    PS: Ich habe keine der Krankheiten mehr und das schon seit über 10 Jahren!

    1. Du basierst alles was du schreibst auf deine persönliche Lebenserfahrung, die im Gesamten der Welt völlig irrelevant ist, statistisch unerheblich.
      Du hast ein Studium begonnen, was dir vielleicht nach Abschluss und Spezialisierung in Richtung Pharma etwas mehr Wissen verschafft hätte, so jedoch nicht mehr als einem Laien.

      Unterschätze nie die Rolle der Psyche – natürlich vertraut jemand, der dauernd krank ist, den Methoden der Mutter und Ärzte nicht, und natürlich fühlt sich sojemand besser, wenn er die Methoden wechselt (Placeboeffekt etc.)

      Und zum Schluss: Der Körper will dir damit was sagen, bitte was? Mit Übergewicht u.Ä. meinetwegen, was will mir der Körper mit Krebs sagen, mit genetisch veranlagten Krankheiten, mit Röteln? „Glückwunsch, du hast dir was eingefangen“?

    2. Uiuiui… ich habe nichts gegen deine Meinung, die auf deiner persönlichen Lebenserfahrung beruht.
      Aber bei einem, sorry, da muss ich drüberfahren. Ich bin Psychologin (fertig, und nun am Dr.), und die Problembewältigung von Kindern, die sich den Eltern (aber auch allen anderen Rolemodels, vgl „schlechter Umgang“ wie es dann oft im Jugendalter beklagt wird) selbstverständlich ähnelt, hat aber auch mal null komma gar nix mit Infektionskrankheiten zu tun, wie denn auch? Vielleicht über eine Moderatorvariable, wenn Kinder wie Eltern Einzelgänger sind und Kontakte meiden (ich scherze, wohlgemerkt). Natürlich hat der Umgang mit und Bewertung der Krankheit eine psychische Komponente, für die Heilung spielts eine große Rolle, vor allem bei +/- unheilbaren Krankheiten wie Krebs.

      Als Psychologin schrei ich natürlich ganz laut wieviel Einfluss die Psyche auf den Körper hat, aber es ist fahrlässig zu glauben dass sich das eine mit dem anderen heilen, aushebeln, ausgleichen oder wie auch immer kann. Wenn ich krank werd hilft mir (weder präventiv noch kurativ) mein sonnigstes Gemüt, und wenn ich an ner Depression leide kann ich noch so gut gegen Windpocken geimpft sein – 2 verschiedene Dinge.

      Ja, körperliche Symptome können auf Vieles hinweisen. Müdigkeit, Kopfschmerzen, chronische Schmerzen egal wo ohne erkennbaren Grund, Gelenksschmerzen.. vieles hat eine Appell-Funktion, das ist von Natur logischerweise so gedacht, aber bitte.. das darf nicht mit dem Risiko eine Infektionskrankheit einzufahren verwechselt werden.

      Und zuletzt: klar werden geschwächte, halbtote oder ganz tote Erreger gespritzt, das ist wie beim Fahrsicherheitstraining: die machen auch die Fahrbahn extra nass und glitschig, damit ich mal seh wies so ist, während jemand neben mir sitzt und sagt was zu tun ist. Nicht drauf vorbereitet kann man in einer Gefahrensituation schnell zu langsam oder falsch reagieren. Aber nur, weil ich geschult bin, heißt das nicht automatisch dass ich nie nen Unfall bauen werde, wenns mal ernst wird. (Darum ja, auch geimpft kann man mal Pech haben.)

      1. Ich hab dir auch gar nicht unterstellt, etwas nicht nett gemeint zu haben. Aber bei so vielen Dingen, über die ich in dem Zusammenhang eben *nicht* genau Bescheid weiß, weil ich eben nicht vom Fach bin, bin ich bei denen wo ich mich auskenn streng. Mein Anliegen ist in diesem Beitrag auch, richtiges Wissen zu verbreiten, und die Psychologie ist das einzige Gebiet, auf dem ich in dem Zusammenhang guten Gewissens dienlich sein kann.

      2. Die Leute, die meinen, Krankheiten werden durch psychologische Probleme ausgelöst (ich nehme hier die psychosomatischen Krankheiten ausdrücklich aus), verwechseln Ursache und Wirkung.

        Mir wurde bei meiner Krebserkrankung damals gesagt: „Kein Wunder, das du Krebs hast, du bist ja auch depressiv. Nimm ein paar Antidepressiva, dann gehen auch die Depressionen weg.“ Nein, kein Witz. Und dass die Jungs von der NGM bei mir aufgeschlagen sind, hat mir da echt den Rest gegeben, ich stand kurz davor, Forke und Scheiterhaufen wieder einzuführen.

        Auch der Kommentar ist so ein Beispiel. „Wusstet ihr, dass bei Impfungen die Erreger in abgeschwächter Form gegeben werden um das Immunystem zu schulen?“ DUH, Mädel, genau das ist der Sinn.

        Und das funktioniert hervorragend auch schon in der „Natur“: Wir stecken uns permanent an. Sobald wir auf die Straße gehen, sind wir Viren, Bakterien etc. ausgesetzt. Dass wir nicht die ganze Zeit elend in der Ecke liegen, liegt hauptsächlich daran, dass unser Immunsystem diese Erreger erkennt und geschmeidig vernichtet.

        Wir werden also, wenn du so willst, permanent „geimpft“ alleine dadurch, dass wir uns unter Leute begeben.

        Spezielle Krankheiten, die für Millionen toter Menschen verantwortlich sind (Pocken, Polio) muss man mit *abgeschwächten* oder auch tatsächlich abgetöteten (nicht alle Impfstoffe sind Lebendimpfstoffe) Impfstoffen der Immunabwehr „beibringen“.

        Darum wird geimpft. Aus dem Grund sind Krankheiten wie Pocken und Polio und Tuberkulose inzwischen fast unbekannt. Windpocken, Röteln und andere „Kinderkrankheiten“ verlaufen erheblich milder. Daran sind früher Kinder gestorben.

        Wer nicht impft, spielt mit dem Leben seiner Kinder und wie Pjaupe gezeigt hat, auch mit dem Leben *anderer* Kinder.

        Und wer immer anfängt mit „die Schulmedizin“ hat bei mir eh verloren. Hätt ich auf die selbsternannten Wunderheiler gehört, wär ich jetzt tot. Krebs oder Sepsis, suchts euch aus.

      3. “Kein Wunder, das du Krebs hast, du bist ja auch depressiv. Nimm ein paar Antidepressiva, dann gehen auch die Depressionen weg.”

        Absolut unterstes Niveau, unterstellt indirekt man könne was dafür. Ich hoffe niemand vom Fach hat das behauptet O_O
        Darüber hinaus ist es bei so schlimmen Erkrankungen natürlich Gift, wenn (nach der Diagnose!) ne Depression dazukommt, und DANN macht eine Therapie dahingehend (Therapie vor Medikament, oder maximal begleitend, aber nie nur Medis!) begleitend natürlich Sinn. Aber als Ursache ranzuziehen, ist eine Sauerei….

    3. >> „Wisst Ihr das bei vielen Impfungen der Erreger in geringer Dosis geimpft wird um das Immunsystem darauf “zuschulen” ? Also ich kenn auch die Hetze im Internet dazu und in diversen Foren, aber leider aus eigener Erfahrung stimmt leider auch dort mehr als man annehmen möchte. Und Pharmaindustrie und Ärzte, der Arzt muss kein schlechter Mensch sein um eine Impfung zu empfehlen, er hat sich nur einfach vielleicht auch nie damit ausseinandergesetzt. “

      Das ist genau die Sorte schwachsinnige Bemerkung, gegen die der Blogartikel sich richtet.

      Selbstverständlich hat sich der Arzt damit auseinandergesetzt, das ist sein Job und vorher in seinem Studium hat er das auch gelernt. Aber ein abgebrochener Chemie-Student kann das natürlich alles ganz wunderbar beurteilen, steht ja alles im Internet, oder? Vielen Dank auch.

      Selbstverständlich wird beim Impfen der abgeschwächte oder abgetötete Erreger gespritzt, das ist ja der Sinn der Sache, damit die Antikörper gegen genau diese Erreger gebildet werden.

      Und schwätzen Sie nix von „Eigenverantwortung“. Meine Frau ist vor einigen Jahren mit dem zweimonatigen Wurm im Kinderwagen zum Kindergarten gekommen, um das große Kind abzuliefern, und an der Tür hing ein Zettel „Achtung, wir haben einen Fall von Masern“. Mehr muss ich dazu nicht schreiben, oder? Ich hätte die Eltern der „Eigenverantwortung“ gern verprügelt, wenn ich rausgefunden hätte, wer sein Kind ungeimpft während der Inkubationszeit in den Kindergarten gelassen hat.

      Impfen bedeutet Verantwortung gegen die Gesellschaft, da ist Schluss mit Egoismus.
      Impfverweigerung ist für mich dasselbe wie vorsätzliche Körperverletzung an denen, die (noch) nicht geimpft sind!

      Polio ist wieder auf dem Vormarsch, nachdem die Krankheit so gut wie ausgerottet war. Leider gibt es einige fundamentalislamische und sonstige fundamentalidiotische Länder, die die Impfung ablehnen und sich deshalb Polio dort hält.

      Seit Nordamerika in den 60er Jahren gegen MMR durchimpft, gibt es auf dem ganzen Kontinent so gut wie keine Mumps/Masern/Röteln-Fälle mehr.

      Also, Dieter Nuhr hören und befolgen: wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die F**** halten.

      1. Ich verstehe die Wut, bei der Kindergartengeschichte wär mir auch der Kragen geplatzt, absolute Sauerei und unverantwortlich, viele Kindergartenkinder haben Babygeschwister, sowas ist echt unter aller …
        Ebenso ists ok, zu sagen dass diese oder jene Argumentation falsch und unpassend ist.
        Darüber hinaus find ich Nuhr klasse, aber bitte… lasst uns höflich bleiben.

    4. Ad 1.: Es gibt keine „Schul“medizin. Alles was wirkt ist Bestandteil der Medizin.

      Ad. 2.: „Wisst Ihr das bei vielen Impfungen der Erreger in geringer Dosis geimpft wird um das Immunsystem darauf “zuschulen” ?“
      Nein? Ernsthaft? [Ironie aus]
      Vielleicht mal ein wenig übers impfen informieren, aber bitte nicht beim Milchbauern Tolzin (ich lass mich ja auch nicht vom Gärtner finanziell beraten, gelle)

      Ad 3.: Medizin ist ja nicht an den Ursachen der Krankheiten interessiert. [+++kopftischkante+++]
      GAAANZ anders die Homöopathie, die mir ja für jedes Symptom ein eigenes Glaubuli aufschwatzen will [man bedenke: ZUCKER zum Preis von bis zu 1.600 € pro Kilo; nachweislich ohne Inhaltsstoffe. DAS nenne ich Gewinnmaximierung. Da kann sich die Pharmaindustrie noch ein Stück abschneiden. Und Homöopathen machen auch aus Scheiße Geld (ernsthaft! : http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2008/06/16/medikamente-aus-hundekot/ ].

      Ad 3.: Wow. Dahlke. Ein Freund der „Neuen Germanischen Medizin“ NGM (nachzulesen hier: http://psiram.com/ge/index.php/R%C3%BCdiger_Dahlke ).
      Supi.

      Ad 4.: „PS: Ich habe keine der Krankheiten mehr und das schon seit über 10 Jahren!“
      Koinzidenz ist nicht gleich Kausalität.
      Aber wem versuche ich das zu erklären…..

  10. Hallo Hummelchen!

    Du schreibst:
    „Anders gefragt: wenn man irgendwann mal nen Impfstoff gegen Krebs oder Aids hätte, und nach 20 Jahren erkrankt kaum einer mehr, lässt mans dann auch bleiben, weils ja nicht vorkommt und bestimmt nicht so dramatisch ist?“
    Tja, leider ist es ja tatsächlich so. Als die Zahl der HIV-Neuinfizierungen sank, sank auch das Problembewusstsein. Seit dem Jahr 2000 steigt die Zahl der Neuinfizierungen wieder – aus Unkenntnis! Gruselig.

    Deinen Vergleich mit der Pille finde ich zum Schreien komisch! 😀

    Ein Argument der Impfgegner hast du übrigens nicht verhandelt:
    „Ein Kind muss Krankheiten durchmachen, damit es reifen kann.“
    Auch äusserst schwachsinnig, übrigens. Wollte ich nur anmerken.

    Sonst sehr guter post! 🙂
    Netter Blog, bin zum ersten Mal hier, über den Kinderdok. Weiter so!

      1. Meine Großtante lag nach dem Krieg mit Scharlach und Diphtherie im Krankenhaus, sie wäre fast daran gestorben. End of story – für mich. Wenn ich ihr erzählen würde, ich hätte meine Kinder nicht geimpft, würde sie mich wohl erstmal schütteln, um mich zur Vernunft zu bringen….

    1. >> “Ein Kind muss Krankheiten durchmachen, damit es reifen kann.”

      Die Härte war, dass die Rektorin einer Grundschule diese Meinung auf dem Einschulungselternabend von sich gegeben hat. Unglaublich.
      Angeblich haben ihre Kinder nach den jeweiligen Krankheiten einen „Entwicklungsschub“ gemacht.
      Sie hat aber nicht dazu gesagt, dass die Kinder während der Krankheit natürlich eher weniger gewachsen sind, weil der Körper mit der Krankheitsabwehr beschäftigt war.

      1. Ich glaube, da entsteht immer ein Wissensdefizit was den Unterschied zwischen ner popeligen Erkältung und einer schwerwiegenden Infektionskrankeit betrifft.
        Alternativ können Eltern mit diese Auffassung ja in Erwägung ziehen, das Kind, das ihnen zu gesund ist, einmal jährlich von einer Keimschleudern ins Gesicht rotzen zu lassen. >:-(

    1. Puh, schwierig.. Ich würd sagen, zu aller
      1. gilt herauszufinden, was die Frau dagegen hat, bzw wers ihr ausgeredet hat (Bekannte, Internet Panikmacher..), um sich dann
      2. genau mit ihren Gründen zu beschäftigen: welche Sorgen hat sie, welche Bedenken? diese dann
      3. auch recherchieren und damit bald nachempfinden können wies zu der Ablehnung kommt, damit man
      4. der Frau das Gefühl geben kann, die Sorgen ernst zu nehmen und zu teilen „Ich verstehe dass du dir Gedanken machst wegen xyz, auch mich beunruhigt das ehrlichgesagt wenn ich so nachlese…
      5. .. ABER: …“ die Aber Argumente auch gut nachlesen, bzw genauso konkret deine Dafür-Gründe ausformulieren wie du ihre Zweifel verstehst.. zb „… ich habe viel mehr Angst, wir könnten uns im KG bei einem anderen nicht geimpften Kind anstecken und unseres könnte im Schlimmstfall daran sterben oder Schäden davon tragen, deswegen möchte ich impfen lassen.“ (bzw was auch immer deine persönlichen Gründe sind)
      6. All das mit einem Arzt besprechen, dem die Frau vertraut und für voll nimmt. Am besten beim Termin ausmachen dazu sagen, dass man ein wenig extra Zeit bräuchte weil ihr unterschiedliche Meinungen zum Impfen habt und gute Beratung vonnöten ist.
      Wenn das alles nix hilft.. hm 😦 dann wirds schwer ne Einigung zu finden. Ich glaub der Knackpunkt ist das Ernstnehmen der Gegenargumente, sodass nicht das Gefühl entsteht, du würdest sie überzeugen wollen OHNE die Antiseite zu kennen, iSv du machst dir nicht so viele Gedanken wie sie…
      Wünsch euch viel Erfolg beim Einigen und viel Freude mit dem Knirps 🙂

    1. Das ist ungefähr so hilfreich, wie wenn ein Impfgegner Bilder von schwer behinderten Kindern postet, um darzustellen wohin Impfungen auch heutzutage noch führen können. Polemisieren hilft Eltern aber nicht bei ihrer Entscheidung für eine verantwortungsvolle Impfstrategie…
      Daumen runter!

      1. Doch!
        Denn es geht nicht nur darum, was diese Impfverweigerer ihren Kindern antun, sondern darum, was sie anderen Kindern durch ihre Idiotie einem Milchbauern und irgendwelchen neofaschistischen Spinnern zu folgen, antun.
        Übrigens:
        Wahrscheinlichkeit bei einer Masernimpfung einen Impfschaden zu erleiden: 1:1.000.000
        Wahrscheinlichkeit aufgrund einer Masernerkrankung Schäden zu erleiden: 1:1.000

        Alle Krankheiten auf diesen Bildern lassen sich durch eine Impfung vermeiden, und durch diese Impfungen kann man auch verhindern, dass Kinder, die aus bestimmten Gründen noch nicht geimpft werden können, ebenfalls geschützt sind. (Das nennt man dann Herdenimmunität)

        Impfverweigerer sind in meinen Augen Verbrecher und sollten auch genau so bezeichnet und behandelt werden.
        Und auf irgendwelchen esoterischen „Wir haben uns doch alle Lieb“ Krams Schei*e ich!
        Wisst ihr warum „Kinderkrankheiten“ so heißen?
        Weil früher, bevor man impfen konnte, die Kinder reihenweise daran verreckt sind.

        By the way: Das Vorenthalten von gesundheitlicher Fürsorge, wozu auch das Impfen zählt, ist eine Form von Kindesmißhandlung!

        Ansprechpartner für das erstellen von Impfplänen sollte übrigens IMMER der Kinderarzt sein, und nicht das Internet.

      2. Als Impfbefürworter würd ichs gern stehen lassen, aber der Fairness halber, möchte ich doch anmerken:
        Man kann die Wahrscheinlichkeiten, einen Impfschaden zu erleiden nicht mit der Wahrscheinlichkeit Masernschaden *pur* zu erleiden vergleichen, weil man letzteres unter der Wahrscheinlichkeit, überhaupt daran zu erkranken sehen muss (oder bezieht sich die Zahl schon darauf?).
        Selbstverständlich müsste man dann eine nicht-geimpfte Grundpopulation annehmen, sonst wärs ja unfair. Schließlich sollte man beim theoretischen Zahlenvergleich jedem Elternpaar das gleiche (Un)Recht sich auf einer durchgeimpften Grundgesamtheit auszuruhen zusprechen, sodass der Zahlenvergleich aus impfenden wohlständigen Industriestaaten nicht gerecht wäre.
        Und selbst wenn man nun alle Zahlen hypothetisch bereinigen würde, um vergleichen zu können, dann muss man immer noch abwiegen: WAS ist ein Impfschaden, und WAS ist der Krankheitsschaden? Das muss natürlich auch noch abgewogen werden.

        Insgesamt lässt sich der „Wert“ der unterschiedlichen Gefährlichkeiten durch Zahlen leider fast nicht veranschaulichen (was es Unentschlossenen umso schwerer macht, eine Entscheidung zu treffen, hinter der sie auch ruhigen Gewissens stehen können).

  11. Wenn ich das so lese, muss ich immer daran denken, was mir meine Mutter erzählt hat: mein Kinderarzt hat sich früher auch immer über die impfgegner aufgeregt und hat den Standpunkt vertreten: diese Leute können es dich nur leisten so unvernünftig zu sein und ihre Kinder nicht zu impfen, weil es zum Glück genug Menschen gibt, die impfen lassen. Würden alle so handeln, würden wir im Chaos enden…

  12. Hm. Stichwort Eigenverantwortung. Durchgemachte Krankheiten haben durchaus einen Sinn. Ist hier noch niemandem aufgefallen, dass Krankheiten ausgerottet werden können und ebenso neue entstehen? Stellt sich niemand die Frage wohin, diese zum Teil wahnwitzige Impf Mentalität, uns vielleicht führen kann?
    Viel größere Angst als vor Windpocken, Mumps und Masern habe ich, dass meine Töchter eine der unzähligen unsäglichen sog. Zivilisationskrankheiten bekommen, ständig Infekte haben und vor den Nebenwirkungen der Impfungen habe ich auch größere Angst.
    Sehr emotionales und nicht endgültig zu diskutierendes Thema. Was bedeutet aus Überzeugung. Alle Eltern die ich kenne, versuchen das richtige zu tun. Mir hat sehr das Buch von Martin Hirte geholfen „Impfen pro und contra“, denn die Seite gibt es in jedem Fall, eine contra Seite.
    Meine Töchter dürfen bei jedem Wetter raus, wir haben bis auf weiteres keine Glotze, geimpft wir erst mit ca. 6 oder 7 Jahren und auch nur gegen Polio, Diphtherie und Tetanus. Aus Überzeugung!? Nö, weil ich „hoffe“, dass das der richtige Weg ist…

    1. „durchgemachte Krankheiten haben einen Sinn“ – vielen Dank. Erklären Sie das einer Mutter eines sechsmonatigen Säuglings, der sich gerade bei ihrem Bengel mit Masern angesteckt hat und erst mit 9 Monaten hätte geimpft werden können.
      Die Sterblichkeit bei Masern ist einen Faktor 1000 höher als das Risiko von Impfschäden. Lesen Sie mal den Artikel über MMR-Impfstoff (Masern Mumps Röteln) bei Wikipedia. Auf dem nordamerikanischen Kontinent gibt es faktisch keine Masern mehr, weil seit 50 Jahren konsequent geimpft wird.

      Ich finde, dass nur durchgeimpfte Kinder gemäß aktueller StIKo-Empfehlung in öffentlichen Kindergärten oder Schulen sein dürfen, um nicht andere anzustecken. *Das* nenne *ich* Eigenverantwortung.

      Mit 6 oder 7 Jahren erst impfen, und nur Polio, Diphterie und Tetanus? Ich glaub’s einfach nicht. Masern, Mumps und Keuchhusten können auch lebensgefährlich verlaufen, und Röteln während einer Schwangerschaft wünsche ich niemandem, der ein gesundes Kind zur Welt bringen will.

      Ich glaube, ich muss mich hier aus den Kommentaren ausklinken, sonst reg ich mich zu sehr auf.

      Die StIKo am Robert-Koch-Institut besteht doch nicht aus Dummköpfen oder Marionetten der Pharma-Industrie. Dort wird streng wissenschaftlich mit statistisch belastbaren Zahlen berechnet, ob das Impfrisiko gegen den Nutzen spricht oder ob man das Risiko in Kauf nehmen kann.

      Ich gebe mal hier nur als Beispiel ein paar Zahlen zu Masern, Mumps, Röteln an, das ist gut erforscht.
      Die Sterblichkeit bei Masern liegt ungeimpft bei 1:1000, bei Mumps liegt das Risiko einer Hirnhautentzündung ungeimpft bei 15%, Hodenentzündung bei Männern 20% mit dem Folgerisiko Unfruchtbarkeit, bei Röteln ist das Risiko einer Embryoschädigung während einer Schwangerschaft 60% (bis hin zu Fehlgeburt).
      Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/MMR-Impfstoff#Nebenwirkungen

      Hier noch ein paar Zahlen zu Keuchhusten: 50 Mio Erkrankungen jährlich, 600.000 Tote. Sterblichkeitsrate bei Säuglingen 1:100. Wegen Impfmüdigkeit auch in Zentraleuropa wieder stärker zu beobachten (ja, das sind Sie!).
      http://www.dr-bernhard-peter.de/Apotheke/seite111.htm
      http://www.dr-ditter.de/Keuchhusten.3284.0.html

      1. Ähm, ok. Danke für diesen unsinnigen Kommentar. Übrigens kann auch über die Straße gehen tödlich sein. Du ziehst ernsthaft Wikipedia als Informationsquelle heran? Also an meiner Uni gilt das nicht. Deine Zahlen sind haltlos und entbehren jeder Sachlichkeit. Wie gesagt, eine sinnvolle Impfberatung habe ich von Dr. Martin Hirte und seinen Kollegen erhalten. Hysterische Mütter und Großmütter dagegen ziehe ich nicht mehr zu Rate.

  13. Eigentlich bin ich gar nicht abergläubisch…na gut, vielleicht ein bisschen, bin ein Hippie im Herzen und glaube an Karma und solche Sachen. Bestimmt kommt auch nicht für jede beseitigte Krankheit eine neue. Aber die „gängigen“ Krankheiten haben sich in den vergangenen 20 Jahren doch sehr stark gewandelt. Vielleicht ja auch nur zufälliger Weise einhergehend mit den fleißigen Impfstoff Herstellern…

    1. Hm, ich halte da eher die Taktik, mit Medikamenten und Antibiotika (Stichwort Resistenzen) überall sofort draufzuschießen für gefährlich… Wenn du an Karma glaubst – was denkst du hast du für ein Karma wenn durch deine Schuld ein Säugling an einer vermeidbaren Krankheit sterben muss? Ich habe gemerkt, dass ich nicht nur einen enormen Beschützerinstinkt meinem eigenen Kind gegenüber entwickelt habe, sondern seit seiner Geburt auch sensibilisiert(er) für andere bin, und auch deren Wohl liegt mir am Herzen. Man muss die schützen, die es sich nicht aussuchen können und diesen Schutz brauchen, das bedeutet für mich ein verantwortungsvoller („guter“ ist zu wertend, aber so fühlt es sich für mich an) Mensch zu sein in der heutigen Gesellschaft. Das fängt dabei an, nicht bei Rot über die Kreuzung zu laufen wenn ein Kind daneben steht, und beinhaltet auch Impfungen…

      1. Ne, ich glaube da gibt es einfach viel zu unterschiedliche Auffassungen, über Themen wie Krankheit, Karma, Schuld, Leben und Sterben.
        Wenn ich darüber nachdenken würde, dass durch MEINE SCHULD irgendjemand, sei es ein großer oder ein kleiner Mensch, sterben müsste…uff…natürlich denke ich nicht (oder praktisch nicht ) an so was. Dabei halte ich mich dennoch für einen verantwortungsvollen und durchaus weitsichtigen Menschen. Allerdings musste ich auch schon erfahren, dass nicht alles in unseren Händen liegt.
        Ich kann einem Arzt, der STIKO, den Pharmakonzernen einfach nicht blind vertrauen, dafür spielen dort wirtschaftliche Interessen eine viel zu große Rolle. Lieber vertraue ich dem Leben selbst.
        Aber wie gesagt, dieses Thema ist einfach unerschöpflich, habe ich selbst im Freundeskreis bemerkt. Ebenso Themen wie das Stillen, Fremdbetreuung, Medien etc., ich weiß gar nicht ob es ein richtig oder falsch geben kann…wie meistens im Leben kommt es vielleicht auch auf ganz persönliche Erfahrungen an.
        Jedenfalls alles Gute für dich und deine Familie!

      2. Naja, blind vertrauen muss ich eben der einen oder anderen Seite, das meinte ich ja oben. „Sehend“ wäre ich nur durch jahrelanges Studium in diese Richtung. Ich versuche, mein „blind“ dahingehend zu lichten, dass ich die Logik der Argumentationen beider Seiten betrachte. Wenn jemand gut, mit Zahlen und für mich nachvollziehbar argumentiert, bin ich eben eher bereit zu glauben, als wenn sich jemand mit verschwörungstheoretischer Panikmache Gehör verschafft.
        Ich denke, wirklich auf einen Nenner kommen wir da nicht – danke, ich wünsche auch deiner Familie alles Gute und eine gesunde Zukunft.

  14. Liebes Hummelchen,

    ein toller und mutiger Artikel von dir. Das Thema scheidet aber auch wirklich immer die Geister.
    Ich als völliger Laie finde es auch ein wirkliches schwieriges Thema. Denn einerseits ist da das was der Arzt sagt und andererseits diese beunruhigendes Sachen, die man sonst noch darüber liest. Da ist es wirklich schwer sich eine Meinung zu bilden.
    Der Krümel wurde jetzt letzte Woche das erste Mal geimpft. Die 6+1. Also schon das, was empfohlen wird, aber halt erst mit einem halben Jahr. Das war irgendwie der Kompromiss, den wir uns so überlegt hatten, weil wir die 2 Monate halt auch zu jung fanden. Er hat die Impfung gut weggesteckt und war noch nicht mal quengelig an dem Tag.
    Ein zukünftiges Geschwisterkind würde ich aber auch sicherlich eher impfen lassen, weil der „Große“ (komische Vorstellung gerade 😉 ) ja auch schon was mit heimbringen könnte, was wir hier jetzt noch nicht befürchtet hatten.

    So „hoffe“ ich auch einfach, dass das so die richtige Entscheidung war.
    Immerhin *aufholzklopf* hatte er in dem ersten halben Jahr bisher noch nicht mal einen Schnupfen.
    Schauen wir mal, wie es weitergeht.
    Danke, dass du uns an deiner Meinung hast teilhaben lassen!

    Liebe Grüße

  15. @Schokominza: „Übrigens kann auch über die Straße gehen tödlich sein. Du ziehst ernsthaft Wikipedia als Informationsquelle heran? Also an meiner Uni gilt das nicht. Deine Zahlen sind haltlos und entbehren jeder Sachlichkeit.“

    Liefern Sie bessere Zahlen und widerlegen Sie mich! Ich lerne gern dazu. Ich schätze aber, dass die Zahlen sich vielleicht je nach Quelle etwas ändern, dass aber grundsätzlich die Größenordnung passt. Ein Bericht aus der Schweiz nennt Zahlen von ca. 1:5000 für Sterblichkeit bei Masern in Industrieländern und 30-50:1000 in der Dritten Welt.

    Übrigens ist es nicht wirklich glaubwürdig, Impfen mit „über die Straße gehen“ zu vergleichen. Beim Nicht-Impfen werden andere Menschen gefährdet. Ob Sie überfahren werden, ist eine andere Art von Gefahr. Das halte ich nicht für besonders ansteckend 😉
    Wenn ganze Länder aus Glaubensgründen Impfungen ablehnen und deshalb Polio sich erneut verbreitet, finde ich das schlimm (http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=6563).

    Und was soll das jetzt mit „an meiner Uni“? An „meiner Uni“ haben wir Stochastik ohne rhetorische Tricks betrieben (ich bin Mathematiker).

    Und ja, für die alltäglichen Diskussionen finde ich Wikipedia akzeptabel. Die Zahlen entsprechen dem, was unser Kinderarzt in Gesprächen, während der Impfaufklärung, auch genannt hat, und was z.B. auch die Bzga in Broschüren abdruckt. Können Sie fachlich qualifiziert die Zahlen z.B. aus dem Wiki-Artikel über MMR-Impfstoff widerlegen? Dann seien Sie doch bitte so nett und korrigieren Sie den Artikel gleich, damit ich beim nächsten Mal korrekt zitieren kann.

    1. Ps.: Dass ein ganzes Land die Polio Impfung ablehnt finde ich auch sehr schlimm. Hatte ich unten vergessen rein zu schreiben…

  16. Man könnte bei den Antworten auf meine Kommentare fast meinen, ich hätte irgendjemandem dazu geraten sein Kind nicht impfen zu lassen. Im Gegensatz zu den Kommentatoren THS und Wolf habe ich lediglich meine kleine Meinung wiedergegeben und niemals würde ich Ratschläge erteilen.
    Es würde mir ebenso wenig in den Sinn kommen, meinen Kindern vernünftige und sog. soziale Impfungen wie Diphtherie und Polio vorzuenthalten. Wie bereits geschrieben.
    Über Langzeitfolgen der Impfungen wird hier nicht gesprochen. Über den dramatischen Anstieg von Erkrankungen wie Diabetes, AD(H)S, verschiedene Formen von Autismus. Macht es denn niemanden von stutzig, dass solche wichtigen Studien unterdrückt und abgebrochen werden? Und die die durchgeführt wurden, schaffen den Weg an die Öffentlichkeit kaum. Hat hier echt niemand „Impfen pro und contra“ gelesen?
    Neofaschistische Kindesmisshandlung? Alles in Ordnung, ja? Na da bin ich aber froh Jahrgang 1979 zu sein und nicht etwa in der alten braunen Zeit mit euch diskutieren zu müssen.
    Einerseits wird hier proklamiert, das Internet NICHT zu Rate zu ziehen, andererseits werden munter links hin und her verschickt.
    Auch mein Kinderarzt ist mein Ansprechpartner, selbst seinen Namen habe ich ja nun schon mehrfach erwähnt.
    Nachdem meine Tochter geboren wurde, habe ich mich mindestens ein halbes Jahr mit der entsprechenden Literatur beschäftigt und anschließend haben wir eine verantwortungsvolle Entscheidung getroffen. Ich besuche regelmäßig Vorträge zu dem Thema um auf dem Laufenden zu bleiben, Vorträge nebenbei, die NICHT von IMPFGEGNERN gehalten werden. Sondern von Kinderärzten die es sich zur Aufgabe machen, umfassend und unabhängig, über die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission zu informieren.
    Also ehrlich, bin grade etwas erschüttert einerseits. Andererseits bestärken mich solche heftigen Reaktionen.
    Und überhaupt, wieso werde ich hier gesiezt? Das irritiert mich zusätzlich.
    Also macht’s gut…

    1. „Über den dramatischen Anstieg von Erkrankungen wie Diabetes, AD(H)S, verschiedene Formen von Autismus. “

      Der „Arzt“, der diesen Blödsinn in die Welt gesetzt hat, darf nicht mehr praktizieren und sitzt so weit ich weiß im Gefängnis.

      Denk drüber nach!

    2. Hm, wie man mittlerweile weiss, liegt die Erkrankung an Diabetis nicht nur an den dauernden Kolenhydrate/Zucker Wahnsinn. Die Ernährung der Großeltern spielt dabei eine wesentliche Rolle. Bei einer ständigen Überernährung haben die Enkel das massiv erhöte Risiko an Diabetis zu erkranken. Das dauernde Energiezuführen mittels Kohlenhydraten schafft bei Jugentlichen schon die Altersdiabetis.

  17. Dein Artikel spricht mir aus dem Herzen, vielen Dank! Ich bin auch „überzeugte“ Impferin – aber selbst, wenn ich mein Kind nicht impfen lassen wollte, würde mir das hier in Frankreich schwerfallen: Hier gibt es nämlich, wie in vielen anderen Ländern, für einen Großteil der Krankheiten eine Impfpflicht. Wer dagegen verstößt, dem drohen Haft und Geldstrafe. Mag für deutsche Ohren krass klingen. Aber ich bin sehr dankbar dafür, denn so bleiben mir nicht nur Rabenmutter-Vorwürfe und haarsträubende Wohlstands-Diskussionen erspart, mein Kleiner hat auch ein weitaus geringeres Risiko, sich vor einer Impfung die jeweilige Krankheit einzufangen.

  18. Einem meiner Arbeitskollegen ist vor Jahren ein Baby gestorben. Zuerst hieß es „plötzlicher Kindstod“ (SIDS), aber es war eine Ansteckung mit Keuchhusten, und die Infektionskette ließ sich später sogar nachvollziehen. Keuchhusten äußert sich bei Säuglingen häufiger nicht in Krampfhusten, sondern in Atemstillstand. Wer mal bei so einer Beerdigung dabei war, denkt nur noch „das könnte auch dein baby gewesen sein“.
    Seit diesem Vorkommnis (und dem selbst erlebten „Wir haben Masern“ im Kindergarten, s.o.) verstehe ich keinen Spaß mit Impfgegnern mehr. Und das „selbst informieren und entscheiden“ lasse ich nur beim „Informieren“ gelten, aber nicht beim „Entscheiden“. Die Recherchen und Ergebnisse der StIKo sind nachvollziehbar dokumentiert, wenn man hinreichend paranoid ist, das nachprüfen zu wollen. Wer sich in der Öffentlichkeit (Kindergarten, Schule, etc.) bewegen will, hat gefälligst seine Kinder zu impfen statt mit Nietzsche zu argumentieren („Was uns nicht umbringt, macht uns nur härter“).

  19. Ich hab noch einen: (Streitpunkt 🙂
    Das einzige was eine Schwangere 100prozentig vor einer Röteln-Ansteckung schützt ist eine von der Schwangeren im Idealfall in der Kindheit ausgestandene Röteln-Erkrankung!
    Die 100prozentige Durchimpfungsrate ist, muss ich Euch leider sagen, utopisch!
    Und selbst wenn, garantiert die Impfung (und so weit ich weiß auch alle anderen Impfungen) keinen 100prozentigen Schutz.
    Wacht auf, Impf-Träumer!

    1. Sowohl eine durchgemachte Erkrankung als auch eine Impfung bewirken dasselbe: sie schulen den Körper, nachweisen kann man das ganz einfach per Titer-Bestimmung. Eine Zahl, die Rückschlüsse erlaubt wie resistent der Körper ist, und wie wahrscheinlich ein Krankheitsausbruch im Kontaktfall wäre.

      Um ungeborenes Leben zu schützen, wäre deiner Theorie nach die einzige Möglichkeit, alle kleinen Mädchen vorsätzlich zu infizieren. Oder man pokert eben mit dem Embryo (als Frau, die eine Fehlgeburt hatte, ist das für mich eine abartig menschenverachtende Vorstellung).

      1. > „die einzige Möglichkeit, alle kleinen Mädchen vorsätzlich zu infizieren“

        natürlich, genau das passiert doch bei einer Röteln-Impfung! Zu meiner Schulzeit wurden alle Mädchen geimpft. Die Erklärung damals hat natürlich alle zum Kichern gebracht (erklär mal einer Achtjährigen, dass eine Impfung gemacht wird, damit die eigenen Babys später gesund zur Welt kommen können …).

        Mittlerweile gehört Röteln in der MMR-Impfung in den offiziellen Impfkalender der StIKo im Alter von ca. 12 Monaten.

        Man erzielt eine Erfolgsrate von 95% mit der ersten Impfung, deshalb wird nach 1-2 Monaten eine zweite Impfung durchgeführt.

    2. Ach @TOM, das ist ganz schön frech, Leute als „Impf-Träumer“ zu bezeichnen, die sich um ihre Kinder Sorgen machen und nebenbei verhindern wollen, dass auch die Kinder anderer Eltern zu Schaden kommen.
      Ich zitiere nochmal aus http://de.wikipedia.org/wiki/MMR-Impfung
      „Geimpft werden im deutschsprachigen Raum generell Kinder im Alter von etwa einem Jahr, mit einer Zweitimpfung im zweiten Lebensjahr. Bei Einhaltung dieses Impfschemas ergibt sich ein Schutz von über 99 % gegen diese Infektionskrankheiten.“
      „Solange die Masern jedoch nicht ausgerottet sind, ist zu beachten, dass der ungeimpfte Säugling unbedingt vor Masernkontakten zu schützen ist – in der Vorimpfära war die Masernsterblichkeit bei Säuglingen am höchsten. Der effektivste Schutz von Neugeborenen kann nur durch Herdenimmunität erreicht werden, d.h. die Bevölkerung hat eine so hohe Durchimpfungsrate erreicht, dass Viren nicht mehr endemisch übertragen werden und auch ungeimpfte geschützt sind.“
      Ich finde 99% einen ziemlich guten Wert. Wie weiter oben schon jemand angemerkt hat: die Nicht-Impfer haben nur deshalb eine Überlebenschance, weil so viele andere Menschen das Impfen ernst nehmen. Und sich deshalb noch beschimpfen lassen müssen?

      Übrigens diskutiert der o.g. Wikipedia-Artikel auch ausführlich die angebliche Verbindung zwischen Autismus und MMR-Impfung. Die Zeitschrift „Lancet“ hat den medizinischen Bericht zurückgezogen, es gibt keine Erkenntnisse über tatsächliche Zusammenhänge.

  20. Also, ich finde das Impfen als wichtig. Wir haben unsere Kinder auch damit traktiert. Leider gibt es so gut wie keine Literatur „für“ das Impfen. Das Andere ist viel weiter verbreitet. Allein bei Masern gibt es sehr viele Spätfolgen, welche wirklich gefährlich sind.
    Z.B. chronischen Masern-Gehirnentzündung (SSPE), Tritt meist erst Monate oder Jahre nach einer Maserninfektion auf! Die Krankheit gilt als unheilbar und endet fast immer tödlich.

  21. Im Rückbildungskurs haben sich bei uns ein paar Mütter übers Impfen unterhalten und meinten dann, sie wollen ihren Kindern die Rota-Impfung nicht „zumuten“. Tja, wir waren mit unserem Großen mit anderthalb mit Rotaviren fünf Tage im Krankenhaus. Und er war zum Glück kein Hänfling, so dass er es auch verkraften konnte ein paar Tage nichts zu essen. Den Krankenhausaufenthalt hätte ich ihm gerne erspart (und mir auch!).

    1. Dieses „zumuten“ Argument immer.. Ich mein, ich versteh es vollkommen, aber im Unterschied zu Wahrscheinlichkeiten „bekommt mein Kind Krankheit xy“ kann man das doch recht leicht abschätzen, bzw sich drüber informieren, WIE belastend es denn nun wirklich ist (siehe Link zum Kinderdoc oben).
      Rota war übrigens die einzige Impfung, bei der meine Ärztin meinte, die könne man sich überlegen. Zum Einen hält sie nämlich nicht soo lange, und es hängt davon ab wie früh das Kind wahrscheinlich mit anderen Kindern zusammenkommt. Wenns eh erst mit 3 in den KiGa geht, keine älteren Geschwister hat, dann kann man sichs auch sparen – übrigens, sparen bezog sie explizit darauf, dass es keine Kassenleistung ist, und doch ein bissl was kostet, und nicht auch „sparen an Vorsicht“.
      Da unserer aber vllt recht früh in eine KiTa muss ists mir zu heikel – ein knapp Einjähriger mit Rota, nö danke. Meine Oma hatte das vor paar Jahren und musste auch ins KH deswegen, und wir mussten uns ernsthaft Sorgen machen..

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