emotions · Entwicklung · Rumpelstilzchen

Schlaf(los?)

Hier ist grad ein wenig Welt-unter-Stimmung, und zwar schon nun die 2., 3. Woche. Ich weiß nicht mehr wie lange… ich weiß nur, dass ich nicht benennen kann, wann der letzte Schub geendet hat (doch ich könnte, es wäre eigentlich 19.-25.1.), weil es seither keine 2 *guten* Tage oder Nächte am Stück mehr gibt. Und so schön langsam beginne ich ein wenig vom Glauben abzufallen, geh davon aus dass das nun Status quo bleibt und such mir schonmal ein paar Tonnen neue Nerven.

Aber der Reihe nach… Es begann damit, dass er nach dem Krankenhausaufenthalt ein wenig durch den Wind war (klar, nicht weiter verwunderlich), und dann kam der Schub. Der hat sich diesmal aber nicht durch extrem viel Weinen oder extremes Nähebedürfnis abgezeichnet, sondern dadurch, dass er plötzlich deutlich schlechter geschlafen hat und das Fläschchengeben zur Qual wurde. Immer wieder wollte er, trank dann ein klitzekleinwenig, dann wurde gestreikt, das Fläschchen angeplärrt oÄ und nach spääätestens 2 Stunden ging das wieder von vorne los. Wieder einmal hab ich verflucht, nicht stillen zu können – wie selig wäre das, einfach nur die Brüste auszupacken und ihn anzudocken, und nicht wegen jedem 30ml Snack ein Fläschchen machen zu müssen (vom Abschätzen, wie viel der Herr denn nun gern möchte, dem Übriggebliebenen regelmäßig wegschütten bzw nachmachen und lautestem Geplärr, bishin zum ständigen Waschen – lieben Gruß von meinen raspeltrockenwunden Händen)? Hach.

Nebenbei bemerkt hab ich auch grad den Eindruck, dass ihn das sehr stresst, dieses Brust-dann Fläschchen Ding. Er trinkt sooo gern an der Brust, das ist für ihn echt toll. Aber er ist zunehmend verärgerter (auch jedes Mal früher, scheint mir, sobald er merkt was jetzt kommt wenn die Milch weniger wird) und wenn ich ihn dann abdocke, bzw er unter Gequietsche aufhört und ich das Fläschchen machen gehe (n muss), dann frag ich mich jedes Mal obs für ihn nicht weniger fies wäre, wenn er einfach nur das Fläschchen kriegen würde, ohne Unterbrechung, und gut. *seufz* Und dann frag ich mich wieder: sind diese paar Milliliter den Aufwand wirklich wert??? Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall noch bis zur 3. Impfung, dann seh ich weiter…. (Aber fix ist: ich werde NICHT stillen-pumpen-Fläschchen-Breifüttern gleichzeitig, da werd ich ja irre!)

Jedenfalls… sein Trinkverhalten ist aus dem Rhythmus und kommt auch nicht wieder rein. Mäh. Während sich das mit dem Schlafen zwischendurch wieder gebessert hat ist nun so ca. 10 Tage wieder alles daneben. Statt dem üblichen Fläschchen zwischen 4 und 5 Uhr morgens und dann wieder Ruhe bis 8 gibts nun folgendes Programm: Fläschchen um 22/23h wird nicht mehr gut getrunken, der Kleine ist extremst müde weil er abends nicht mehr schlafen kann/will, dann gehts ins Bett. Späääätestens um 2h gibts das erste Mal Geschrei, mit Glück trinkt er was, mit Pech quietscht er nur die Flasche an und ist unzufrieden, dauert dann lange bis er wieder schläft. Um 4h dann die nächste Mahlzeit, da wird meist leidlich gut getrunken, und statt wenigstens dann bis 8 wieder zu schlafen wird er wieder wach, und ich weiß nicht was er will und vermutlich noch weniger. Total kacke, ehrlich.

Seit ner Woche gibts nun verschärft: er schreit nachts auf oder weint, oder wimmert ewig vor sich hin, meist aber ohne wirklich wach zu werden. (Er hat die Augen zu und reagiert nicht auf mich wenn ich ihn leise anrede oder berühre.) Einmal hatte er bislang dann etwas, das ich „beheben“ konnte, fiese Blähungen. Aber sonst kann ich das ganze Programm rauf und runter versuchen, er *HAT* einfach nichts wobei ich ihm helfen kann. Kein Hunger, kein Bauchweh (bzw nix wogegen die Standardtricks helfen würden), muss nicht nochmal aufstoßen, Windel ist neu, kein Fieber, blablabla. Selten bekomme ich es hin, mit Kuscheln oder leise lallen ihn wieder einschlafen zu lassen, in aller Regel hilft nur: wach machen und beruhigen. Das ist doch echt scheiße, ich hab wirklich den Eindruck das stört ihn fast, wenn ich ihn dann hochnehme (nicht das Hochnehmen, das dabei aufwachen). Letzte Nacht hat er von 3-4 vor sich hin gewimmert (nicht dass ich jammern will, aber erstens kann ich da auch kein Auge zumachen, und zweitens mach ich mir Sorgen!), bis ich gemerkt hab dass er wacher wird und ihn dann angelegt hab. Wenn er dann übrigens wach ist, dann ist alles prima. Er wartet nachts sogar relativ geduldig aufs Flaschi wenn ich sein Leuchtmobile anmach. Strahlen kann er auch bis über beide Ohren nachts.

Ich verstehs nicht…. Aber ich geh echt schon aufm Zahnfleisch, zZ bin ich auch noch leicht erkältet (bislang hat er nix gezeigt *feste auf Holz klopf*) da ist das besonders schlimm wenn ich nachts nicht mal 2 Stunden *schlafen* kann ohne schaun zu müssen was er jetzt schon wieder hat (denn, wenn er nachts weint oder wimmert verschluckt er sich gern, da steh ich eh schon senkrecht).

Die Ärztin, die ich bei der U4 danach gefragt hab, meinte, dass Babys eben nachts alles verarbeiten, die Gehirnhälften synchronisieren quasi, und auch wenn Babys in dem Alter nicht wie wir in Sequenzen träumen, kann das zu nem „Overload“ führen der die Kleinen schon mal belasten kann, und dann weinen sie.

Soviel dazu. Und was TU ich nun?? Tipps, Tricks? Jedesmal hoch/rübernehmen und beruhigen oder vor sich hinweinen lassen?? (Leise wimmern lass ich ihn meist in Ruh, aber wenn er so kreischt kann ich nicht einfach nix tun oder nur daneben liegen..) *verzweifelt*

Und ja, tagsüber ist alles soweit in Ordnung, er macht das zwar auch regelmäßig beim Nachmittagsschläfchen, aber ist sonst gut gelaunt. Auch mute ich ihm grade nicht viel Input zu, keine großen Supermärkte, nicht zu viel Besuch, versuche nicht an Straßen entlang zu müssen beim Spazierengehen.. Mir fällt nix mehr ein *heul jammer*

So, ich schwenk mich noch eine Runde in Selbstmitleid.. gute Nacht.

.
Auf bald,
Hummelchen

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22 Kommentare zu „Schlaf(los?)

  1. Achje.
    Ich lass dir mal ne Runde starke Nerven hier.
    Hilft grad nichts, aber das wird vorbei gehen. Vermutlich verarbeitet er grad echt einfach viel. Oder sollte er etwa schon zahnen? Hast du mal versucht ob es mit Schmerzmittel besser wird?
    Ansonsten wünsch ich euch gute Nächte demnächst!

    1. Schmerzmittel wollt ich ihm nicht ins Blaue geben, obwohl ich mich schon gefragt hab, ob vielleicht… ? Das Problem ist: er wirkt nicht so als würd er grad leiden, sobald er wach ist… Zahnen eher nicht, seh ich nix, spür ich nix, und das arge Sabbern vom Zahneinschuss vor 4 Wochen ist auch schon weniger..

  2. Zähne zusammenbeißen und durch. Hilft nichts, ich weiß. Das Mon hat immer schlecht geschlafen aber eine 3 wöchige Phase mit (halb-)stündlichem Schreien hat mich an den Rand des Wahnsinns gebracht. Und dann war’s einfach vorbei. Dringend immer mitschlafen!

    1. Na du machst mir Mut =-x Ich glaub ich hol mir die dichtesten Ohrenstöpsel die ich find und drück am WE eine Nachtschicht an den Mann ab (wenn ich nicht sooolche Angst hätte mal ein *wichtiges* Weinen dadurch zu verpassen hätt ichs schon gemacht..)

  3. Willst Du nicht versuchen, vom Fläschchen wegzukommen, zumindest tagsüber. Wie machst Du es denn? Stillst Du erst und fütterst dann nach oder hast Du auch Mahlzeiten, zu denen er komplett die Flasche bekommt? Warst Du mal zur Stillberatung? Ich fände es schade, wenn Du ihm das Stillen komplett entziehen würdest. Es müsste doch möglich sein, ihm wenigstens 1-2x am Tag ausschliesslich die Brust zu geben auch wenn dann halt der Rest Fläschchen ist… irgendwann bekommt er dann ja eh Brei und braucht dann zu den Zeiten auch keine Milch mehr… Wäre doch schön wenn Du zB am Morgen, Mittag und Abend stillen könntest…

    1. Entschuldige mal, aber was du schreibst ist eine derart bodenlose Frechheit, dass ich erwäge künftig von dir keine Kommentare mehr freizugeben.
      Sag mal hast du sie noch alle, „WILLST du nicht versuchen?“ zu schreiben?? LIEST du was ich zu dem Thema geschrieben habe?? ICH HATTE KEINEN DRECKSVERDAMMTEN MILCHEINSCHUSS, und könnte täglich heulen deswegen. Hast du eine Ahnung was für Vorwürfe ich mir mache, wie ich mich ärgere und was ich alles versuche??? Und dann kommt da wer daher und schreibt „willst du nicht“, wenn ich 1,5 stündlich stille oder pumpe (wobei ich im Nachhinein so viel an der Brust drücke+melke bis mir Gewebe und Finger gleichermaßen weh tun), und NEIN es müsste NICHT möglich sein, ohne Milcheinschuss mit 5 ml links und 30 rechts eine vollständige 180ml Mahlzeit zusammenzustottern. Ich habe nun 15 Wochen versucht was geht, was mir in Stillberatung, von Arzt und Hebamme, Freunden und Lesern hier (zB Milchbildungstee) empfohlen wurde, alles außer einer Hormonbehandlung (und das nur weil ich sie leider nicht bekommen habe, nicht weil ich nicht gefragt habe, soviel zu deinem bescheuerten „wollen“) gemacht. Nehme gern in Kauf dass meine scheiß rechte Brust doppelt so groß ist wie die linke und vielleicht auch bleiben wird, weil mir das alles verfickt nochmal egal war und ist, und ich tageweise (im KH zB) meinen rechten Arm gegeben hätte wenn ich mein Kind nur hätte stillen können.

      Ich bemühe mich normalerweise wirklich auf meinen Ton zu achten, aber live wärest du echt am Rande einer Ohrfeige gegangen mit dieser Gemeinheit. Stillen entziehen, du hast echt Nerven…

      Boah echt. Ende der Diskussion übers Stillenwollen. In Zusammenraffung aller Selbstbeherrschung ende ich die Antwort ohne Beleidigungen.

      1. Hoppla, hier hat wohl mal wieder die schriftliche Kommunikation versagt. Ich habe es nur gut gemeint. Vlt muss ich mich erklären… Ich bin Liechtensteinerin und meine Muttersprache ist Dialekt. Wenn ich zu jemandem sage „Wetsch ned versuaha…?“, dann war wohl „willst Du nicht…“ ein zu schlampiger Übersetzungsversuch. Viel mehr meint es nämlich: „Möchtest du nicht versuchen…“ Im Sinne von „wie wäre es denn, wenn Du versuchst…“ Ich hoffe jetzt kommt es an! Ich hab‘ vlt tatsächlich auch nicht das ganze Hintergrundwissen, da ich hier nicht komplett alle Artikel ganz verfolge, mea culpa. Ich bin kein Still-Guerilla also bitte nicht falsch verstehen, ich dachte nur ich kann vlt helfen, ein paar Tipps geben damit es für Euch klappt. Ist doof, so übers Internet, ohne vor Ort zu sein und alles zu sehen, deshalb auch die vielen Fragezeichen, so hätte ich vlt ein besseres Bild der Situation bekommen. Ich bin ein positiv denkender Mensch, das Glas ist halb voll, das wird schon, alles kein Problem… das ist meine Einstellung, war auch mal anders aber so habe ich es geschafft. Ich hoffe Du wirfst jetzt nicht mehr virtuell mit faulen Tomaten auf mich. Und sonst: Ich habe eine gute Deckung 😉 Nein, im Ernst, OK, ich sehe Du bist mit dem Thema ziemlich durch, es hat Dich gebodigt (noch so ein Dialekt-Wort). Dann ist es auch OK, aufzugeben, mehr als… Weisst ja: Auch Flaschenkinder werden gross. So… hoffe ich bekomme noch eine Rückmeldung und das Missverständnis ist angekommen…

      2. Danke für deinen Versuch der Klarstellung.
        Die Kernaussage, die mich so trifft bleibt aber diegleiche: du fragst, ob ich es nicht WILL/MÖCHTE. So, als ob es daran scheitert, dass ich es nicht will und nicht genügend versuchen würde. Ich habe wirklich A-L-L-E-S was zur Verfügung steht an Optionen probiert, von solchen mit nachgewiesener Wirkung (aktivierter Bockshornklee) bis zu solchen ohne (Kügelchen), dass ich meiner Brust maximal 1 Stunde Ruhe gönne versteht sich von selbst. Ich lege den Kleinen mindestens 10 mal täglich an, zusätzlich zum Pumpen, und das seit 15 Wochen. (zB siehe https://projektstorch.wordpress.com/2013/01/03/sturheit-siegt/)
        Ich kann es medizinisch nicht erklären, WARUM es nicht und nicht geht. Die Hebamme meinte, dass bei mir wohl auch hormontechnisch einiges durcheinander war, weil meine Mutter gestorben ist, was ich 2 Std. nach Blasensprung erfahren hab. Ob die psychische Komponente ausreicht, den Milcheinschuss völligst aufzuheben, weiß ich nicht. Aber auch konnte in meiner weiblichen Verwandtschaft niemand (voll) stillen – die haben aber alle nach Tagen, Wochen, längstens 2 Monaten aufgegeben und ICH dachte naiv, sie *wollten* einfach nicht genug, oder hatten nicht genug Unterstützung.
        Aber es ist nun so: mir hilft mein Wollen nicht mehr. Ich wäre bereit, ALLES zu versuchen und zu geben, aber nicht mehr auf seine Kosten (ich hab auch daheim nochmal 3 Tage „drauf ankommen“ lassen, ihn quasi dauergestillt, und er hat vor Hunger durchgeschrieen und abgenommen, kein Tropfen mehr Milch) Damals warens aber 10-15ml, die 13 Wochen Anstrengung haben mir also gnädige 20ml mehr verschafft.
        Nun, wo ich sehe dass er es offenbar ziemlich sch*** findet, mit dem Brusttrinken aufhören zu müssen wenn die Milch versiegt, überlege ich mir eben, ob es das noch *wert* ist. (Mittlerweile trinkt er glaub ich auch eher aus anderen Gründen als Hunger an der Brust – wenn er Hunger hat mag er gar nicht gern hin, sonst hilft er mir schon halb beim Ausziehen…)

        Ja, ich bin leicht durch.. ich werd in wenigen Wochen zufüttern, und komme langsam an den Punkt, wo ich irgendwie einsehen muss, egal was ich versuche: ich werde DIESES Kind leider nicht mehr voll stillen können, so sehr mich das auch stört, verletzt, trifft, beschämt, ärgert, kränkt, prägt…

  4. Ach herrje, ich bin eben erst von meinem Mann auf deinen Post aufmerksam gemacht worden. Ich kann dir leider keinen Tipp geben, schicke dir aber solidarische Grüsse. Das was du schreibst hätte zu 100% von mir sein können…wir haben zur Zeit exakt das selbe Theater hier (mein Sohn ist 1 Woche älter als deiner ) Wenn ich die ultimative Lösung gefunden hab, schreib ich sie dir 🙂

    (Jetzt wühle ich mich erstmal durch deinen Blog)

    😉

    1. Hehe, danke – solidarische Grüße zurück. Heute nacht war relativ ruhig (iSv wenig Geschrei), aber 2 große Fläschchen im 2/3 Stunden Abstand gebraucht.. *schulterzuck* Vielleicht wachsen die grad so extrem dass sies brauchen und haben wirklich *NUR* so Hunger… ?

      Edit: … und insgesamt 3x beide Seiten Brust (*knurr*)

  5. Ich habs Baby auch schon 2-3 mal am WE dem Papa im Schlafzimmer gelassen und mich ins Kinderzimmer verkrümelt um wenigstens mal EINE NACHT (wie sich das anhört ^^) durchzuschlafen, denn als Mama hört man einfach alles… Mach das, die Männers werden das überleben und dir gehts dann besser!
    Sonst: Viel Tragen, Kuscheln, ganz wenig Input wie du es schon machst, immer und immer wieder das gleiche Ritual, jeden Tag… Lass ihn auf dir Schlafen tags, dann kommst du gleich mit zur Ruhe. War Seelenbalsam für mich und… Durchhalten! („Es ist nur eine Phase!“)
    LG Charly

    PS: Ich bewunder dich für dein Durchhaltevermögen mit dem Stillen-Pumpen-Fläschen, ich habs nur 8 Wochen ausgehalten. Dann wurde aber alles besser. Seitdem seine Mahlzeiten auf dem „Tisch stehen“ wenn er sie braucht auch von der Menge her, war vieles einfacher und er glücklicher. Aber die Schlafsituation grad würd ich nicht nur aufs Essen schieben. Also wenn du weiter Kraft dafür hast, mach weiter sonst rate ich dir, auch dir zuliebe: Machs euch einfacher. Auch du wirst dadurch wieder Kraft tanken können 🙂

  6. Tut mir leid, ich hab das alles nicht gewusst und dachte, Dir helfen zu können, Ich wollte Dich weder verurteilen noch malträtieren und mir war sehr wohl bewusst, dass Du stillen WILLST. Deshalb sieh‘ das „Willst du nicht..:“ einfach als „Versuch doch mal…“ an. Als noch ein letzter der vielen Tipps, die Du eh schon bekommen hast. Also erstmal noch: Die Brust hat keine ml-Anzeige, die Pumpe bringt weniger raus als das Kind, versteif dich nicht darauf. 2. Sieh’s locker. Wenn er gerne an der Brust nuckelt, lass ihn. Wenn Du merkst, dass er Hunger hat und schreit, gib‘ ihm Futter (Fläschchen). Wenn Du merkst, dass er an die Brust will, lass es zu… Wenn Du grad keinen Bock hast, lass den Busen zu und mach‘ ihm ein Fläschchen. Wie ist es denn nachts? Die Milchproduktion erreicht so um 00.30 Uhr angeblich ihren Höhepunkt. Nutz das aus wenn er nicht eh schon mit dem Fläschchen (gut) (durch)schläft… Oder konzentriere Dich auf 2-3 Stillmahlzeiten pro Tag, lass Deinen Busen pausieren und gib‘ ihm ansonsten (später mal Brei)/Flasche. Noch hast Du Milch, keiner weiss wie viel aber Du STILLST noch. Ist doch gut. Konzentrier Dich darauf. Irgendwann wird die Milch vlt ganz weg sein und er nicht mehr an die Brust wollen. So what… Versuch‘ es locker zu sehen. Du hast 3 Monate gestillt, wenn auch nicht voll aber er hat Milch von Dir erwischt und das ist super und mehr als viele andere es konnten/getan haben. Nochmal: ich will Dir nichts böses. Dem Kind geht es nur gut wenn es der Mama gut geht. Ich bin selber mit Stillen durch die Hölle gegangen. 2x. Es hat geklappt, ich hatte Glück, gute Hebammen/Stillberaterinnen, einen Mann, der trotz allem geblieben ist. Ich weiss, wie Du Dich fühlst. Für mich ist zeitweise mehr als eine Welt untergegangen. Konzentrier‘ Dich auf das Gute, gönn‘ Dir was, geniesse Dein Kind mit allen Sinnen, massiere es, trage es, liebe es. Stillen ist zweitrangig und wenn Dein Kind mal 5 ist, fragt niemand mehr und alles ist vergessen…

    1. Momentan darf er wann immer er will an die Brust (zeigt das sehr deutlich, guckt mir an den Busen, bekommt riiiesen Augen und macht Schmatzgeräusche, während er versucht das T Shirt wegzufummeln), oft ist es aber eben nicht der Hunger, sondern kuscheln wollen oder schmusen oder so.. als Tröster funktionierts auch oft gut, aber wenn er eben richtig HUNGER hat wird er mit jedem Mal (wo er erfährt dass er danach pausieren muss) ärgerlicher wenn er erst Brust bekommt, trinkt dann auch nicht lange. Standardmäßig gibts hier erst Brust, dann Flasche. Wenn er aber nicht stillen wollte weil so akut hungrig, gibts oft nachher noch Brust, das mag er auch ganz gern und schläft ein dabei.

      Nachts, bevor dieser Hungermarathon begonnen hat, hatte ich manchmal das Glück, dass ich ihn mit einer (reinen!) Stillmahlzeit noch 2 Stunden vertrösten konnte, Rekord war dass er nach Stillen um 3h bis 7h geschlafen hat. Fand ich sehr schön, war aber ein einmaliger Spaß (wie SELIG ist das nachts nicht aufstehen zu müssen sondern nur im Halbschlaf das Baby anzudocken *seufz*). Auch morgens, wenn er erst um 5 oder 6 eine Flasche hatte, reicht ihm oft Stillen, weil er da nicht so viel Hunger hat (oder ich nachts mehr gesammelt hab, keine Ahnung, wie du sagst: die Dinger haben keine Anzeige – ich seh aber auch ohne dass da nicht viel drin ist, wie gesagt, links ist keinen Millimeter gewachsen).

      Nach wie vor halte ich dran, die letzte Impfung abzuwarten, wenn er nicht mehr an die Brust will pump ich ab und geb ihm das. Aber wie ich das mit Breifüttern mache, weiß ich noch nicht, wahrscheinlich werde ich dann erstmal aufhören zu pumpen und nur stillen wenn er deutlich mag oder die Brust es braucht, und dann wirds wohl bald vorbei sein mit der Milch.. Stimmt mich wehmütig, aber meine Brüste fragen mich nicht nach meiner Meinung… ;-/

  7. Es ist auch ein Trugschluss, dass die Brüste voll aussehen müssen, denn die Milch wird eigentlich erst während des Trinkens produziert, die würde sich sonst ja andauernd stauen. Ich denke, Ihr habt für Euch eine gute Lösung gefunden. Du machst wie Du kannst und lässt Dein Kind nicht hungern. Du gibst ihm Deine Nähe und lässt es ran, wenn es will, damit machst Du es meiner Meinung nach doch perfekt und kannst Hautkontakt und Kuscheln wirklich (noch) geniessen. Ich kenne sogar eine Mama, die während der SS die Milch verlor, das ältere Kind aber trotzdem weiterhin erfolgreich in den Schlaf „stillte“. Ich glaube sie nannte es „trocken nuckeln“… Jede, wie sie will, wie es passt für Mutter und Kind. Ursachensuche: Es gibt tatsächlich Frauen, die weniger Drüsengewebe haben, das kann mit ein Grund sein für das Zuwenig an Milch. Ich finde es toll, dass Du nicht aufgegeben hast und Dir gleich die Abstilltabletten geholt hast. Ihr werdet Euren Weg finden, Ihr habt alle Zeit der Welt, geniesst Euch, alles wird gut!

  8. Liebes Hummelchen,

    Ich ziehe voller Respekt meinen Hut vor dir! 15 Wochen! Ich habe nach 4en das Handtuch geschmissen, weil ich nur noch am heulen war.
    Stillen ist in der Anfangszeit schwierig, darauf hatte ich mich eingestellt. Dass mein Körper jedoch garkeine Lust auf Milcheinschuss hatte, damit hätte ich niemals gerechnet. 😦
    Ich weiß auch bis heute nicht, was es gewesen sein kann. Ob allein der „Schock“ des ungeplanten Kaiserschnitts dazu ausgereicht hat?
    Ich hab auch echt alles probiert, dass selbst meine Hebamme mit dem Latein am Ende war.
    Ich kann absolut verstehen, wenn du nicht mehr kannst. Diese Doppel-/Dreifachbelastung.

    Vielleicht musst du dir noch einen Ruck geben? Ich weiß, es fühlt sich wie endgültig „aufgeben“ an und du musst irgendwie versuchen damit Friede zu schließen. Aber nachdem ich 3 Tage dauergeheult habe, dann die Pumpe wieder zur Apotheke gebracht hatte und die Entscheidung gefallen war, ab da ging’s uns allen besser. So traurig ich es auch fand.

    Und wenn dir völlig fremde Personen (die Oma aus Nachbars Garten) dich fragen, ob du noch schön stillst, sagst du einfach ja. Geht die eh nichts an! (Es gibt wirklich unglaublich viele Menschen die meinen einen schlauen Tipp abgeben zu müssen und sich ein Urteil erlauben zu dürfen!!!)

    Egal wie du dich entscheidest: du hast alles versucht! Und wir gucken einfach, ob es beim nächsten Baby klappt!

    Drück dich! ((( )))

  9. zum Thema Schlaflos hab ich noch n andere Frage … wie schaut euer Tag aus? wie legst du eure Termine? wenn ich bei meiner damals das Gefühl hatte, das sie zuviel nachts verarbeiten muss, hab ich Tagsüber versucht, die weniger wichtigen Sachen ein paar Tage geschoben und ein paar Tage Wohnungszeit gemacht …. wo alles bekannt und erkundet war …

    und was dein Stillprogramm angeht … wow … ich ziehe meinen Hut vor dir! und man sollte nie die eigene Psyche unterschätzen und es wird wohl vieles da mit einspielen … wenn du die Chance hast, versuch dir mal ein wenig MamaFreizeit zu schaffen … eine ausgeglichene Mama ist gold wert …

    weiterhin viel Geduld & Nerven und alles Liebe!

    1. Hehe – danke.
      Jetzt, wo ich erkältet war, hatten wir das, „Wohnungstage“. Nicht mal spazieren gehen hab ich geschafft, Frischluft gabs dosiert am Balkon 😦
      Eigentlich tut ihm spazieren gehen sehr gut, besonders in der Manduca, wenn er dabei so „halb“ schläft (also zwar ruht, aber nicht den ganzen Nachtschlaf tagsüber einlegt).. Aber das pack ich grad nicht *seufz*

  10. Hallo Hummelchen,
    was du schreibst, kommt mir ziemlich bekannt vor. Meine Tochter wird nächste Woche Donnerstag 5 Monate, bis zur 9. Woche habe ich voll gestillt, dann wurde plötzlich die Milch weniger und alle Ankurbelungsversuche haben nichts gebracht. Also Zufüttern und der gleiche Stress wie bei dir: Sobald sie merkte, da kommt nichts mehr, wurde sie sauer, zappelte beim Stillen irgendwann nur noch herum, fand das ganze Stillen und anschließend Fläschchen machen nur noch doof. Das Ganze hat sich immer mehr gesteigert, bis aus meinem eigentlich zufriedenen Kind eine kleine Dauernörglerin mit permanent schlechter Laune wurde die dann auch noch schlecht schlief.
    Aber das Stillen endgültig aufgeben, dazu konnte ich mich nicht durchringen (man bekommt ja auch von vielen Seiten vorwurfsvolle Blicke, wenn man dem Kind die Flasche gibt anstatt zu stillen…)
    In der 14. Woche hat es ihr dann gereicht, sie hat bei jedem Versuch, sie anzudocken, nur noch gebrüllt, stillen war absolut unmöglich. Damit hat sie mir dann die Entscheidung abgenommen und war von dem Zeitpunkt an ein reines Flaschenkind. Es hat keine 2 Tage gedauert und sie war wieder das entspannteste Kind der Welt mit traumhaften Trinkabständen und selbst in der Nacht verkürzten sich die Abstände ziemlich fix von alle 2 Stunden auf 6 Stunden die erste Schlafphase und dann alle 3 Stunden. Diese Doppelbelastung ist einfach Stress für beide ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass das niemandem etwas bringt.

    Hut ab, dass du es noch bis zur 3. Impfung durchziehen willst! Ich wollte dir nur schreiben, dass ich absolut nachvollziehen kann, wie stressig es gerade sein muss und dass das Stillen vielleicht das Beste für’s Kind ist, wenn’s klappt – aber wenn’s nur noch Stress ist, merkt dein Kind das doch auch. Ich drücke dir die Daumen, dass es sich bald bessert!

  11. Hallo Hummelchen,

    ich möchte dich auch ein bisschen trösten, denn mein Mäuschen hatte diese Phase auch und ich bin auch auf dem Zahnfleisch zum Stubenwagen gekrochen. Stillen ging dann teilweise auch nimmer, denn bei dem Stress hatten meine Brüste auch keinen Bock mehr…aber es ist nur eine Phase 🙂 bei mir hat Tee mit einem klitzekleinen Schluck Saft und Zahnungsglobuli für Ruhe gesorgt…den Tee hat sie ausgenuckelt und die Globuli mit Wonne gelutscht, danach Spieluhr an und Licht aus und siehe da, sie schlief relativ schnell wieder ein…

    Liebe Grüße

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