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Tagebuchbloggen Mittwoch, 20.03.13

Grade erst gefunden, dass Frau Brüllen gern mal hören würde, wie das bei anderen so läuft… Und da ich grad eh viel zu erzählen hätte und schon gar nicht mehr weiß wo ich anfangen soll, mach ich eben mit… (allerdings werd ich wohl nur einen Tag schaffen, ist grad zu viel los hier..)

Unser Mittwoch beginnt um Mitternacht. Nachdem das Baby recht spät, so gegen 23h ins Bett gegangen wurde, meldet er sich um kurz vor 1h schon wieder. Bis dahin hat er im Beistellbettchen geschlafen, erstmals wieder nach etwa einer Woche (Schub?). Nun ging ihm aber die Geduld aus, er weint, ohne richtig wach zu werden. Ich fische ihn mir also rüber, lege ihn in meinen Arm, aber auch das hilft nicht: er kreischt sich so sehr in Rage, dass ich befürchte, die Nachbarn schicken uns bald das Jugendamt. Nichts hilft so recht, aber nach 15 Minuten lässt er sich an die Brust andocken, nuckelt vor sich hin und schläft dann wieder ein. Wirklich Hunger hat er dann um kurz nach 3, wo er suchend (aber verhältnismäßig leise!) wach wird, ich ein wenig stille (worauf er im Hungerzustand aber wenig Bock hat), und der Papa das Nachtfläschchen holt, 120ml trinkt er leer, dann schläft er so fest, dass er es kaum erträgt zum Bäuerchen genötigt zu werden. Ich versuche, ihn ins Beistellbettchen zu legen, was zwar lautstark beschimpft wird, aaaaber: mit Schnuller (!!!einseinself!!!) lässt sich das Problem beheben. Ja, richtig: seit etwa 2 Tagen gibts hier Schnuller. Die blöde Mama hat ENDLICH den EINEN gefunden. Von babylove, ab 6 Monaten, die symmetrischen. Alle alle alle anderen sind doof. Na dann!

Um 5.20 steht Papa auf, macht zwar keinen Lärm, aber da seine Gürtelschnalle kaputt ging muss er aus dem Schrank einen neuen rauskramen. Dazu lässt er, neben der Handylampe, auch die Schlafzimmertür auf, durch die das Ganglicht herein kommt – Baby wach, ich grummelig. Ich versuche ihn in den Schlaf zu kuscheln, das Experiment scheitert als der völlig überdrehte Kater lautest maunzen im Schlafzimmer rumschießt. Nun also wieder in meinem Arm, mit Stillen, .. klappt.

Um  7.30 wird der kleine Mann tag-wach. Allerdings sehr friedlich, er liegt neben mir, zappelt, spielt mit seinem Schlafsack, der Bettdecke.. Momentan hat er den größten Spaß daran, alles abzugrabbeln und die Beschaffenheit zu testen. Überall scharren die kleinen Fingerchen drüber, und wenns dabei noch schöne Geräusche macht (Wickelunterlage!) ist das ein Zusatzbonus. Als ich ihm schlafend zu langweilig werde, weckt er mich, süß wie noch nie: er patscht mir die Hand ans Dekolltee, drückt sanft für einige Sekunden, lässt los.. wiederholt das. Immer und immer wieder, sicher 2 Minuten. Dann bin ich wach, muss ich doch grinsen und vergehen vor *istdiesesBabysüüüüß*, und knutsche ihn ab. Er grinst wie ein Weltmeister und beginnt zu flöt-quietschen. Ich stehe schnell auf, werfe mir die Schilddrüsenmedikamente ein, fange mir dann das Baby und gehe in sein Zimmer. Dort wird gewickelt, geschmust, Quatsch gemacht, einen Gutenmorgen gewünscht, und das Lätzchen angezogen, der Pyjama bleibt noch an.

Dann gehen wir ins Wohnzimmer, Baby kommt in den Dschungel-Spielebogen, und Mama darf aufs Klo. Auf dem Rückweg kommt eine Tasse Kaffee und Müsli mit, ich mach es mir auf der Couch mit Baby und Kaffee gemütlich und erwische noch den Schluss einer King of Queens Folge *yeeah* – das ist sehr wichtig, das wars nämlich dann mit sinnvollem TV Programm bis zu den Simpsons. Ich trinke also die Hälfte vom Kaffee und esse 2/3 vom Müsli, dann wird das Baby quängelig und hat auch Hunger. Morgens ist es essentiell, darauf zu warten bis es *wirklich* hungrig ist, denn er ist ein ganz schlechter Morgen-Esser. Also gibts Fläschchen, mit Ach und Krach schafft er die 120ml, ist dabei aber von allem abgelenkt. Dann Bööörpie machen, Spucke wegwischen und idR Couch putzen, Baby wieder in den Spielebogen. Dort übt er grade fleißig das Umdrehen, leider hat er noch nicht verstanden wie er seinen Arm aus dem Weg legen kann, strengt sich sehr an, aber kommt nicht um die Kurve. Dafür wird noch ein wenig gespuckt. Klar…. Schließlich wieder Gequängel, weil Liegen doof. Der Herr möchte in letzter Zeit ständig sitzen. Ich reiche ihm also zwei Finger, er schnappt danach und zieht sich gut hoch, vergisst aber dabei die Augen vom Dschungel-Äffchen zu nehmen und würde zurückplöppen – ich muss ihn also fertig hochziehen. Dann sitzt er da, schaut erwartungsvoll stolz mit großen Augen und offenem Mund, ich lobe ihn und er grinst über alle 4 Backen.

Zusammen schaun wir uns 2 Bilderbücher an, er Rücken an Bauch in meinem Schoß sitzend, eines über „Dinge im Alltag“, eins mit Tieren. Er findet die Bilder und Farben toll, guckt sich alles aufmerksam an und grabbelt die Pappflächen ausgiebig ab. Danach wird er unruhig und raunzig – Schläfchenzeit! Also packe ich ihn in die Nonomo im Wohnzimmer, docke den Schnuller an (+Maggiegeräusche! <3), er bekommt sein Lieblingsschmusie, das er sich eifrig greift und feste ins Gesicht drückt, und dann noch die Decke. Zusammen mit Schuckeln und der Einschlafmelodie verabschiedet er sich gegen 9h ins Träumeland.

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Dann trinke ich schnell meinen Kaffee, werf den PC an, sag dem Papa per gtalk Guten Morgen, motze ihn wegen der Gürtelaktion an, klicke mich durchs Browsergame und gehe dann ins Bad, waschenzähneputzenfrisieren und Anziehen. Ich muss wieder hektisch stehen bleiben – mindestens oben ohne komme ich in der Regel aus dem Bad, und vorm Schlafzimmerfenster steht doch ein Baugerüst. Meist kommen die Arbeiter genau zu meienr Waschzeit, ich hatte schon mal einen halben Herzinfarkt als ich splitterfasernackt aus der Dusche rüberging, und auf einmal 3 Paar Beine vorm Fenster sah… *hechtsprunghintersbett*

Kurz vor 10 wird das Baby vom Baulärm draußen geweckt. Ich sehe auch, dass mein Balkon grad als Lager für Fieberglasverpackungen dient und werde leicht ungehalten, ermahne mich aber zur Geduld. Ich schnapp das Baby aus der Nonomo, und gehe zum Wickeltisch fürs „Morgenprogramm„: nackig strampeln, massieren, eincremen, Kopf ölen (Milchschorf), Gesicht eincremen. Dabei wird viel gesungen und gestreichelt. Wir enden zu „grün grün grün sind alle meine Kleider“ in diversen Strophen beim Anziehen.

Dann wieder das Übliche: Spielen, Schmusen, Knutschen, Bauchlagetraining, Bücher, …. als es wieder Zeit für ein Schläfchen wäre, so gegen 12h, und er auch schon in der Nonomo parkt, klingelt es an der Tür. Der Installateur, der sich anschauen soll warum an einer Stelle im Bad der neue Putz (vor 2 Monaten dran gemacht, nachdem über uns ein Wasserrohrbruch war), nicht trocknet. Er kann auch nix erkennen und sagt (brüllt poltert schreit in seiner monsterlauten Stimme – alter ich flüster nicht umsonst…. *augenroll*) da muss man reinschaun, er schickt nachher wen. (yeeeaahhh…..) Als er geht ist das Baby wach und raunzig, weil müde, aber schlafen ist nicht mehr. Ich fang ihn also raus und bespaße ihn nochmal 20 Minuten, dann gehts zurück zum Schlafen. Und es klappt! Keine 15 Minuten später klingelt es… *graaahhh*

Der Hilfs-Azubi im ersten halben Lehrjahr (DAS wurde mir erst im Verlauf schmerzlichst bewusst) guckt also rein. Ich frage nach, ob er aufstemmen muss, er sagt, das wisse er noch nicht, holt aber dann dieses AufmeißelgerätDings. Ohne weiteren Kommentar lässt er die Brüllmaschine an, ich schaffe grade noch schnell die Tür zuzumachen und ins Wohnzimmer zu flüchten, aber zu spät: Baby wach. *grrraaaaahhh* Mit 2 geschlossenen Türen ist die Lautstärke aber ok (hey, wir sind den Baulärm ja inzwischen gewohnt..), bis der Mensch vorm Wohnzimmer steht und sagt er müsse die Tür aufmachen es staube zu viel. Ich geh also auf den Flur und… mich trifft der Schlag. Der Flur ist blickdicht im Nebel, das Bad ist de facto nicht mehr auszumachen. Mir tun sofort Nase und Augen weh, ich reiße panisch die Tür zum Wohnzimmer zu, lass das Baby vor sich hin weinen, und öffne panisch alle Fenster – viel geht nicht, ich möchte Schlafzimmer und Babyzimmer geschlossen lassen. Ich bin viel zu perplex den Kerl mit seinem Meißel zu verprügeln und lasse mich verdutzt verabschieden, wobei ich mir noch Gejammere anhöre, dass er heute wohl Kopfweh hätte… Ich verstehe die Welt immer noch nicht, bin völlig neben der Spur… Langsam lichtet sich der Nebel, ich gehe ins Bad. ALLES ist dreckig, VÖLLIG dreckig. Direkt an der Wand sind Regale zentimeterdick unter Staub versteckt, aber auch alle Stoffe (Bademäntel, Duschschwamm, Badetücher, Teppiche, Stoffvorhang) sind völlig dreckig, sämtlich offene Regale bis in den letzten Winkel verstaubt, und ich erwähne nur kurz: Decke, Wände, Heizstäbe, hinter ober über zwischen in Kästen, und vom Boden fang ich nicht an. [Die Fotos sind extrem schmeichelhaft und geben dank Blitz nicht annähernd die realistischen Verhältnisse wider!]

 

Nach dem ersten Umsehen heule ich. Das Baby aber auch. Schnell schau ich noch durch einen Spalt zu den im Schlafzimmer eingesperrten Katzen – verschreckt, aber ok – und gehe dann zum Zwerg. Heulend nehm ich ihn raus, versuche ihn zu trösten (haha, hungrig und müde!) und tippe einhändig dem Mann meine ganze Wut und Verzweiflung. Der meint, ich solls mal alles bleiben lassen, den Zwerg versorgen und mich beruhigen, dann weiterschaun. Ja, guter Rat, aber ich hab mich trotzdem nur elend gefühlt, sah gradezu den Dreck zwischen den Türritzen reinkriechen und in der Nase des Babys verschwinden. Aber was hilfts…. also, alle Fenster aufgelassen, Baby eingemümmelt, und den Kürbisbrei aufgewärmt.

Dann meinte das Baby wohl, es muss mich trösten und zeigte sich von besonders süßer Seite: es schaufelt sich den Brei rein als gäbs kein Morgen, fährt wie ein Piranha auf die Löffel zu (ich muss tierisch aufpassen dass ich ihm nicht weh tue, er drückt nämlich mit seiner eigenen Patschehand nach, sobald er den Löffel im Mund hat!) und zieht sich in Windeseile den ganzen Brei (= 13 TL) rein. Brei aus dem Gläschen nimmt er übrigens nicht mehr, seit er *meinen* kennt, und ich kanns nach einer Geschmacksprobe nicht verdenken. Blöd nur, dass es jetzt nicht immer Kürbis gibt, und Karotte eher nachteilig war für seine Verdauung… Danach will er wie üblich die Brust, weniger zum trinken als mehr zum eng drankuscheln, dazwischen dockt er dauernd ab und grinst mich an, Fläschchen mag er im Anschluss nicht mehr.

Danach spielen wir ein wenig, und ich brauchs auch zum „Runterkommen“. Nach einer knappen halben Stunde wird er wieder müde, und darf schlafen, Amen. Der Kater nervt mich tierisch, während ich ihn schuckele, will unbedingt auf meinen Schoß – er kann da entsetzlich penetrant sein, und meine Nerven vertragen das heute gar nicht mehr. Ich schubse ihn etwa 10 mal unsanft beiseite und hab dann endlich „Ruhe“. Um 14.30 richte ich mir ein Putenschinkenbrot und ein Gorgonzolabrot, dazu ein oranger Paprika und esse beides genüsslichst.

Danach wasche und vaporisiere ich Fläschchen, mache neuen Tee, räume den Geschirrspüler aus und ein, putze ein wenig in der Küche, und hole mir noch einen Kaffee. Ich falle vor den PC und bin antriebsgehindert, hab sowas von keine Lust den Scheiß wegzuputzen. ich gönne mir bis 15.30 Pause, dann siegen Ekel und schlechtes Gewissen, ich putze etwa 45 Minuten (Staubsaugen, Boden wischen, Türen und Türstöcke nass abwischen), bis der Kleine wieder wach ist. Viel Ausdauer hat er nicht, und nach dem 16h Fläschchen (150ml) wird weitergeschlafen. Ich putze alle Fläschchen und Tuben im Bad, werfe eine erste Ladung in die Waschmaschine, fege mit einem Schaufelchen den größten Mist beiseite. Um 17.30 ist der Kleine wieder wach, möchte halbmotiviert spielen – eigentlich ist er immer noch ziemlich erschossen vom anstrengenden Tag, aber auf nur schlafen hat er auch keine Lust.  Wir spielen vor uns hin, bis um 18.15 Papa nach Hause kommt.

Dem zeig ich das Desaster, und drück ihm dann das Baby in den Arm. Ich putze daraufhin 2 Stunden und hasse inbrünstigst. Dann ist das Bad von oben bis unten nass gewischt und wieder sowas wie sauber (da sind noch Schlieren, aber darum kümmere ich mich ein andermal). Als ich zurückkomme erklärt mir der Mann, er habe da eine Datei von mir irgendwie geändert und jetzt geht irgendwas nicht mehr. Ich so: häääh? Was er getan hat: eine Tabelle hinterlegt ja während sie geöffnet ist eine Zwischenspeicher-Datei auf dem Desktop. Völligst sinnbefreit und auch ohne dass er mir nachher hätte sagen können WARUM hat der Mann mal eben diese Datei angeklickt, und ein # aus dem Namen gelöscht. Daraufhin konnte das System keinen Zusammenhang mehr erkennen und – war völlig lahmgelegt. Also wirklich VÖLLIG. Der Explorer hat sich immer runtergefahren und neu gestartet, aufgrund des Fehlers aber nicht geschafft. Man konnte nichts löschen, kopieren, verschieben, öffnen, niente, keine Systemwiederherstellung möglich. TOT.

An dem Punkt war ich fertig mit der Welt, hab nur noch geschimpft und war relativ unleidlich und ungeduldig mit dem armen Baby, das ja auch nix dafür konnte. Nach weiteren fast 2 Stunden konnte der Mann über Telefonkonferenz mit bestem Kumpel per Kommandozeile im DOS Modus dieses elende Ding löschen. Ich sags euch: MACHT SOWAS BLOSS NIE!!!!!!

SAM_1026(Archiv-Foto *g*)

Abendessen fiel aus, ich hab auch keinen Hunger, schieb mir 2 Stück Notfallschokolade und 3 Trauben rein, und gehe mich waschen – auch Zähneputzen kann ich wieder, nachdem ich die Bürsten je 10 Minuten ausgewaschen habe, sogar ohne Zusatzschmirgelpartikel -.- Dann mach ich das Abendprogramm mit dem Kurzen, entschuldige mich für meine schlechte Laune und erkläre ihm sinnbefreit, dass der laute Mann die Mama tierisch geärgert hat – er grinst müde. Dann gibts kurz vor 23h noch das Nachtfläschchen und wir gehen ins Bett. Dort singe ich etwas falsch das Abendlied, sage ihm eine Gute Nacht und dass ich ihn liebe, dann gibts den Knutsch und wir kuscheln. Keine 5 Minuten später ist der Kleine eingeschlafen, und ich falle gerädert auf meine Bettseite, wo ich auch gleich weg bin.

Nein, kein normaler Mittwoch. Gottseidank.

.
Auf bald,
Hummelchen

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2 Kommentare zu „Tagebuchbloggen Mittwoch, 20.03.13

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