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Und HAPS! (Gläschen vs Selbstgekocht)

Angefangen haben wir unsere Breimahlzeiten übrigens mit einem Gläschen. Ich fand das zu Beginn sinnvoll, schließlich lohnt es ja kaum eine Fünftel Karotte zu kochen und zu pürieren? Und bis er eine „ganze“ Portion essen würde würd ja eh noch Zeit vergehen, ne?

Als er  dann aber so schnell ordentliche Mengen verputzt hat (MrMini isst übrigens generell nicht so viel auf einmal, und genausowenig wie er die angedachten 210ml pro Mahlzeit Milch vernichtet verputzt er auch nicht 190g Brei. Wir schwanken so 140-160, mit einigen Löffelchen Obstbrei im Anschluss) hab ich mir überlegt, mal selbst zu kochen. Was zu der Überlegung führte:
1. mir begegnete ein Kürbis im Supermarkt (wer rechnet im März schon damit? *g*) und
2. ich hab seinen gekauften Gläschenkürbisbrei probiert (und so schnell gespuckt das glaubt ihr nicht!)

Ich kam also zu dem Schluss: Karottengläschen schmecken tatsächlich wie Karotte. Aber mir erschließt sich nicht was da Ekliges in den Kürbisgläschen drin ist. Während der Alnatura-Brei sehr säuerlich und fast bitter schmeckt (so muss wohl unreifer Kürbis schmecken? keine Ahnung?!) ist der von HIPP, bei dem auch noch Reisgedöns mit dabei ist (zu spät bemerkt! steht er doch sonst auch bei den kleinen pur-Gläschen) so grauslich dass es mir unverständlich ist welches Baby das essen soll. Vor allem der Vergleich mit dem selbstgekochten Kürbis, der so unglaublich süß und lecker schmeckt dass ich bei jeder Mahlzeit zu hoffen begonnen habe, er möge mir doch ein Löffelchen übrig lassen (vergebens, übrigens, vergebens…), macht eins deutlich: Gläschen kann geschmacklich sowas von nicht mithalten! Auch der Blindtest beim Mann zeigte das. Man kann kaum zuordnen was man da isst, es schmeckt alles viel fader und säuerlicher. Merkwürdig…

Ein wenig unbegeistert war ich insofern, als dass das Kochen ja „voooll viiiiel Arbeit“ sein würde, und, viel gewichtiger, ich nicht immer alles Gemüse bekomme, das er grade essen sollte oder will. Schlimm wars dann, als MrMini nach dem ersten selbstgekochten Brei festgestellt hat, dass das besser ist als ausm Glas und letztere daher mitm A**** nicht mehr anschaut. Yay. Und das mir, wo ich doch so gern koch! Ich mein … ich koch gern mal, aber ich hätte mich gern aufm hin-und-wieder-Gläschen ausgeruht.. *seufz* Und – ob ich das auch kann, Babybrei kochen?

Mittlerweile, nachdem ich in abstruser Versuchung war Babybreikochbücher zu kaufen, bin ich wieder geerdet. Ist total simpel. Kann jeder Depp, auch ohne tausende Rezepte. Läuft ja auch immer gleich: Koch Gemüse und Kartoffel im Verhältnis 2:1 bei niedriger Temperatur mit Deckel, püriers mir ein wenig Kochwasser (bis geschmeidige leichtflutschige Konsistenz). Nicht salzen, nicht würzen, und fertig. Es muss auch gar nicht sooooo dünn püriert sein wie im Gläschen, mein Kleiner schafft auf eine etwas sämigere-grieseligere Konsistenz. Nur große Stücke spuck-würgt er mir raus (ein Versehen, hab ein winziges Brokkoliröschen nicht erwischt *schäm*). Dann eben paar Mal die Woche ein 20-30g-Klecks Fleisch dazu, und fertig.

Während übrigens das Gemüse kochen und pürieren total simpel ist, ists beim Fleisch ein wenig mehr Aufwand. Einheitliches hab ich nicht gefunden (jeder sagt was anderes), aber ich geh momentan nach dem Fahrplan vor: Fleisch kleinschneiden, 10 min kochen, Kochwasser wegschütten und in neuem Wasser nochmal 30-45 Minuten kochen. Auch das Pürieren ist da nicht so einfach und wenig mehr Gefriemel, weil Fleisch ja nicht „schmierig“ wird beim Pürieren sondern eher klebrig. Aber ich dachte mir: wenn schon bei simplen Gemüse so ein Unterschied besteht, wie ists dann erst bei Fleisch? Hab da auch ein wenig Sorge dass mich die Fleischgläschen anekeln beim Öffnen, und last-but-not-least: wenn ichs selber kauf weiß ich halt auch *wo* ichs kauf, kann zur Metzgerei meines Vertrauens gehen und so wählen, ob ich Billigfleisch aus Massentierhaltung/transport nehm, oder das von umliegenden Bauernhöfen. (Tipp bei der Metzgerwahl: nachschauen ob die Lieferanten namentlich und mit Adresse aufgeführt werden! Im Zweifel dort einfach mal dran vorbeifahren..) Ich mein… ist ja auch nicht so ganz unwichtig, ne?

Jedenfalls lässt sich beides, der Gemüsebrei und der Fleischbrei, gut einfrieren. Ein Fach der Kühltruhe ist nun randvoll mit Babybrei, und ich kann da die Nuby-Schälchen von dm sehr empfehlen. Lassen sich einfrieren, in der Spülmaschine waschen und in die Mikrowelle stellen zum Auftauen. Außerdem sind sie praktisch beim Füttern, und haben lustige Farben 😛

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Die Fleischkleckse hab ich in einem Jumbo-Eiswürfelbehälter eingefroren. Eigentlich wärs überhaupt nicht nötig, 20g sind so ein kleiner Furz, das hätte vermutlich auch in einen normalen gepasst (Merke: erst denken, dann kaufen *seufz*). Jedenfalls hab ich diesen Behälter, und zusätzlich stehts noch in einer Klickbox, damit es keine Gerüche annimmt, find ich irgendwie hygienischer. Große Klickbox stammt übrigens aus diesem Set, von dem sich auch die kleinsten Behälter super für 150g Portionen Gemüsebrei eignen! 😉

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So, das wars von der Babybreikochfront!

.
Auf bald,
Hummelchen

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12 Kommentare zu „Und HAPS! (Gläschen vs Selbstgekocht)

  1. Ich handhabe es genau so wie du. Gemüsebrei wird in Toni Joghurtgläschen (passen genau 180g rein) eingefroren und Fleisch in Silikoneiswürfelbehälter. Da kann man die Fleischwürfel dann gut rausdrücken.

    Ich finde auch, dass so mancher gekaufter Brei gar nicht schmeckt (hab immer kleinen Notvorrat da) und von der Konsistenz her schon fast flüssig ist. Da ist mir der selbst gekochte Brei lieber (und hoffe auch ab und zu die Kleine möge mir was übrig lassen 😉 ). Auch ist es toll jetzt selber gröberen Brei mit Stückchen zu machen und sie langsam daran zu gewöhnen. Babybreikochbücher (ich war auch versucht am Anfang so was zu kaufen) sind eigentlich total überflüssig. Viel einfacher als verschiedene Gemüsesorten zu kochen/dämpfen und zu pürieren geht ja eigentlich gar nicht. Ich glaube wir sollten ein Buch darüber schreiben 😉 – irgendjemand wird’s schon kaufen.

    1. Genau! Wir nehmen jedes Gemüse einmal durch. Dann jede 2-er Gemüse Kombi. Und wenn dann noch nicht genug beisammen ist, machen wir 3-er Kombis. Im Kochbuch Teil 2 dann alles mit verschiedenen Fleischsorten kombiniert… Wir werden reich! *lach*

  2. ich find das toll, das du die Sachen selber machst!!!!
    ich hab irgendwann dann auch angefangen unser Essen so zu machen, das das Frl Tochter die schon direkt mit essen kann und nachwürzen kann man immer noch …
    lg 🙂

    1. Hihi, ich such in letzter Zeit auch für uns immer mehr Gerichte raus mit dem Hintergedanken „bald kann er das mitessen“. So gabs Hühnerbrust mit Gemüsereis, und Hirsepfanne… usw 🙂

  3. Hallo,
    ich habe meinen Brei auch bei beiden Kindern selbst gekocht. Der Große hat zur Not auch mal ein Gläschen gegessen, beim Kleinen war das nie möglich. Ich habe immer nur eine Gemüsesorte, oder Kartoffeln, Reis oder Mininudeln gekocht. Das habe ich dann in Silikoneiswürfelformen gefüllt, und als es gefroren war, habe ich die Würfel rausgenommen und in Gefrierbeutel umgefüllt. Das Fleisch habe ich in Gläsern von Hipp gekauft (das pürrieren von Fleisch war mir zu blöd). Das Fleisch habe ich auch immer zu jeweils 20g in in Silikoneiswürfelbehälter gefüllt und eingefroren. So konnte ich mir dann aus meinen vielen Gefrierbeuteln immer einzelne Mahlzeiten zusammenstellen. Meistens waren das dann 2 verschiedene Gemüsesorten, eine Beilage, also Kartoffel, Nudel oder Reis und ein bissel Fleisch. Das war für mich am praktischsten. Später habe ich dann noch Nachtisch gemacht. Apfel mit Banane oder Apfel mit Birne, auch wieder pürriert und eingefroren. Ich verstehe auch nicht, warum so viele Angst davor haben, den Brei selber zu kochen.

    Du machst das alles super, mach weiter so.

    LG Julia

    1. Danke 🙂
      Ist natürlich auch eine Möglichkeit, nach Baukastensystem zu arbeiten! Werd mir das mal überlegen, momentan fand ichs noch am Einfachsten, gleich die Gemüse-Komplettvariante zu machen, weil ich ja eh immer einzeln teste.. Aber bei Kombis machts natürlich so mehr Sinn.
      Glaub die „Angst“ ist mehr so eine Scheu, eine Überwindungssache. Ich dachte ja auch „ob ich das hinkrieg?“ aber nachm 2.mal Kochen ist klar: kann jeder.
      Wie ist das eigentlich, wenn man gefrorenes Gemüse verkocht (zB Tiefkühl Erbsen), kann man das dann nochmal einfrieren? Hab nämlich irgendwo gelesen, 2x auftauen soll man nicht.. Hm..

  4. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube mal gehört zu haben, das man das Gemüse nur nicht auftauen und einfach so wieder eingefrieren soll. Ich meine, das es nach dem auftauen und danach kochen, wieder eingefroren werde darf. Aber wie gesagt, ich bin mir nicht sicher, ich übernehme keine Garantie dafür. 🙂 Ich selber habe das noch nie gemacht.

    1. Ahh ok, klingt logisch, eigentlich!
      Ich dachte mir das kürzlich, weil ich Tiefkühl Kürbis im Supermarkt fand, und der Kleine doch Kürbis sooo toll findet, aber zu der Jahreszeit krieg ich halt nur ab und an welchen. Und außerdem Erbsen, die gibts ja auch zur richtigen Zeit nie frisch, oder? *grübel* (Alternativ bin ich am Überlegen selbst welche anzubauen)

      1. Ich wollte nur noch mal schnell was zu den selbstabgebauten Erbsen sagen. Also wir machen das seit Jahren, aber nur für die Kinder zum naschen. Wenn du wirklich Brei daraus kochen willst, dann musst du die in rauhen Mengen anbauen, weil es sich sonst fast nicht lohnt. Ich kann jetzt nicht wirklich abschätzen, wie viel man aus einer gesäten Packung wirklich rausbekommt, da wir sie ja einfach so essen. Aber meine Oma friert ihre Erbsen seit Jahren ein, um sie als Beilage zuzubereiten und ich würde schätzen, das da nicht mehr als 2-3 Mahlzeiten rauskommen. Dazu muss ich sagen, das meine Großeltern beider nur sehr kleine Portionen essen.

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