Baby · Entwicklung · Rumpelstilzchen

7-Monats-Geburtstag

Huff, dieser Monat war ganz und gar anstrengend, auf ganzer Linie. Hauptsächlich war unsere Zeit geprägt von Zahnen und meinen Schwangerschaftsbeschwerden (nichts Schlimmes, aber wie gewohnt die bleierne Müdigkeit). Insgesamt fehlt mir auch grad irgendwie das „Hoch“ um ausführlich zu schreiben, wahrscheinlich ist das eine Winterdepression, immerhin hatte ich seit Oktober keine 2 Tage hintereinander mehr Sonne.. *motz*

Sprache: Spucken, pfffffrrrsen und derartige Lippenspielchen sind grade Kommunikationsmittel Nr. Eins, hinzugekommen sind lustige Schnaufer und gelegentlich Schnalzgeräusche.. Gebrabbelt wird hier nach wie vor ausschließlich im Zuge einer ausgeprägten Schimpfarien.

Spielen: Also, am Liebsten würdest du mit lauter Quatsch spielen: Besteck, Gläsern, Fernbedienungen, Handy, Kabel und… PAPIER! In jeder Form, egal ob Zettel, Hefte, Bücher, Prospekte, Bedienungsanleitungen.. Sobald du wo drankommst bist du im Himmel und meckert ganz furchtbar wenn mans dir wegnimmt. Auch die Katzen werden immer interessanter, besser gesagt die Katze – der Kater interessiert dich nicht so. Zum ersten Mal hast dus geschafft dich an die Katze anzupirschen und sie ordentlich am Bauch zu kneten – das fand die wiederum gut, aber dein hektisch-extatisches Triumph-Gestrampel hat sie dann doch verschecht.. Ansonsten schätzt du momentan alles, worauf man feste kauen kann.

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Motorik: Dein auf allen-Vieren-Wobbeln wird immer effektiver, du kannst das mittlerweile mit so viel Schmackes, dass du dabei stückchenweise vorwärts hoppelst. Leider mit relativ wenig Plan, weswegen du noch nicht auf die Idee gekommen bist, zu krabbeln. Aber Spaß machts dir alle mal, du grinst dann bis über alle vier Backen, und wenn man dich lobt quietscht du vor Begeisterung. Du kannst dich nun auch schon wie ein verkehrtes V hinstellen und machst dann sowas wie einen Liegestütz. Das ist wohl sehr anstrengend für dich, nach ein paar Mal quängelst du ganz schlimm weil du erschöpft bist, aber auf die Idee aufzuhören kommst du leider selten, und man muss dich dann mal kuscheln und ruhen lassen..

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Schlafen: Tja…. es ist mir kaum noch möglich, dich vom Bauch-Schlafen abzuhalten, und das find ich aus mehreren Gründen doof. Zum einen wurschtelst du dich so effektiv durch die Gegend (aber hauptsächlich rückwärts zum Bettende!), und ich fürchte ständig du plumpst irgendwann raus wenn ich nicht schnell genug wach bin. Auch das Begrenzungs-Seitenschläferkissen hindert dich nur marginal. Andererseits bist du dann ständig in Versuchung dich aufzustemmen und umzuschauen, was grade dann blöd ist, wenn du Probleme hast einzuschlafen, du reißt dich ständig aus dem Schlummer. Ich weiß, dass es jetzt eigentlich an der Zeit wäre, das Beistellbettchen abzudocken und „zuzumachen“, sodass du ein normales Bettchen neben mir hast, aber das bring ich noch nicht übers Herz. Vor allem, weil du nachts oft Händchen halten oder ähnliches brauchst, wenn du wach wirst, und das geht halt leichter wenn du direkt neben mir liegst… Mal schaun wie das wird!
Generell schläfst du, mit Ausnahme von Zahnschmerz-Nächten oder Halsweh-Nächten, sehr gut: zwischen 20 und 21 Uhr gehst du ins Bett, und dann schläfst du bis zumindest 4h. Oft wirst du dann wach, spätestens wenn Papa um 5h aufsteht. Leider ist das grade unser Hauptproblem: du kannst danach kaum mehr einschlafen, und jedes winzige Geräusch stört dich. Für mich ist das grade entsetzlich anstrengend, und ich hoffe, dass sich das bald gibt, in der Regel bin ich dann nämlich bis 7h wach. Fläschchen gibt es meist so um 6h rum, manchmal auch erst um 7h.
Was mittlerweile gar nicht mehr geht: in meinem Arm schlafen. Stört dich total, du brauchst deine Ruhe und Bewegungsfreiheit beim Schlafen. Während du nach dem Fläschchen gern noch ne Viertelstunde kuschelst willst du dann aber weggelegt werden, machst das deutlich durch wegdrücken und wegdrehen. Nur als du schlimme Zahnschmerzen hattest musste ich dich im Arm wiegen und einschlafen lassen, dann erst nach etwa 30-45 Minuten weglegen. Da ging gar nichts anderes, und du brauchtest die Nähe dringend.

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Schmusen: Tja, so wirklich verschmust bist du nicht, und ich genieße die wenigen Momente, in denen du dich anlehnst oder drücken lässt, sehr. Knutschen liebst du aber, bringt dich zum Strahlen und Zurück-Schlabbern.

Soziales: Wenn alles in Ordnung ist (was diesen Monat nur momenteweise der Fall war) bist du ein Sonnenscheinchen. Dir darf sich jeder nähern, aber mittlerweile schaust du Fremde erstmal sehr skeptisch an.. Erst nach einer Zeit ist das Eis gebrochen und du verschenkst dein Lächeln. Ich bin sehr bemüht, dir Fremde nicht zu schnell zu nahe kommen zu lassen, erkläre pausenlos dass du nicht „laut“ fremdelst, sondern wenn du so *böse* guckst noch einen Moment brauchst. Wenn du dann auftaust, weiß ich auch dass es ok ist, dich mal rüberzureichen oder anfassen zu lassen, das war bisher immer ok für dich. Ich finde es gut, dass du es so einfach machst, das zu verstehen und hoffe, dass das so bleibt.

Entwicklung: Mir schwant uns steht ein Schub bevor.. grad schwer zu sagen, weswegen du sooo mies drauf bist. Zähne, Schub, Halsweh, …. ? Aber ich glaub, du möchtest da was Neues entwickeln, und das geht bei uns ja nicht stressfrei 😉

Ernährung: Mittlerweile gibts 3 Mal Brei. Der Mittagsbrei ist dabei der einzige, der absolut immer geht. Alles schmeckt dir und du freust dich total wenns was gibt, vor allem beim Nachtisch strampelst du immer wild vor Begeisterung. Der Obst-Getreidebrei hat dir anfangs toll geschmeckt, aber mit der Halsentzündung ging der gar nicht mehr, war wohl zu fest-pappig. Daher wird er nun fast vollständig mit Wasser+Saft angerührt, sodass die Konsistenz weich, fast flüssig ist. Der Abendbrei ist irgendwie nicht so dein Freund, ich bin auch nicht sicher ob es am Geschmack liegt oder an der Tageszeit, aber der wird nur verhalten gegessen.. Dazu gibts frühmorgens und vormittags ein Fläschchen, die du mehr oder weniger (!) gern annimmst..
Trinken wird besser, aber ist nach wie vor äußerst anstrengend… Aber kleine Fortschritte sind zu verbuchen, wir üben weiter..

Gesundheit: Mnjoa. Dank Zahnungs-kein-Immunsystem hatten wir also eine Halsentzündung am Start. Die hat dich sehr geärgert, und ich glaube, der Hustensaft hat wenig bis nicht geholfen, und wenn ich nicht bald Besserung merke gehts wieder zum Arzt… Armer Kleiner 😦
Naja, dafür haben wir nun 3 Zähnchen zu bewundern, und Nr. 4 steht ganz kurz vorm großen Auftritt..
Während dein Milchschorf deeuuutlich besser ist habe ich aber böse trocken-schuppig-rötliche Stellen an die entdeckt – eine in einer Beinchen Speckfalte und eine auf dem Fußspann/beuge. Ständiges eincremen hat es gebessert, und ich hoffe dass das keine Neurodermitis Vorboten waren…

Körperliches: Mopsig bist du grade gar nicht, aber fühlst dich sehr schwer an und siehst groß aus.. mein kleiner Riese! 🙂 Nach wie vor Kleidergröße 74 und Windelgröße 4.

Pfui: Zahnen, zu fester Brei, Trinken müssen

Highlights: Zettel, Katze
.
Auf bald,
Hummelchen

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2 Kommentare zu „7-Monats-Geburtstag

  1. Oh Gott, ich könnte mich schief lachen über das Bauchschlafbild 😀 Schon ulkig, meine hält sich leider auch nicht an ärztliche Ratschläge zu gesundem Babyschlaf. Hat ihnen wohl keiner erklärt :-b

  2. Ja das Zahnen ist bei uns auch gerade regelmäßig im Programm, ich hätte nie gedacht dass unser Mopelchen so quengelig sein kann. Habe mir gestern mehrere Beißringe gekauft und heute teste ich was funktioniert. Der Schnuller alleine tut es jetzt jedenfalls nicht mehr.

    Ich hatte in der Schwangerschaft öfter depressive Phase und mir hat es geholfen mal einen Tag oder besser 2 Tage raus aus den vier Wänden zu kommen. Ich weiß, ist leichter gesagt als getan aber es hilft wirklich. Vielleicht eine Freundin besuchen oder zu zweit wohinfahren, ein längerer Spaziergang alleine? Auch wenn man sich erstmal aufraffen muss, kann so ein Tag sehr gut tun 🙂 In den ersten Monaten war ich auch nur zu Hause und jetzt nehme ich mir 1 Tag pro Monat „frei“.

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