Baby · Entwicklung · Rumpelstilzchen

Immer weiter, immer weiter

Bei uns gehts grad kunterbunt zu…

Gestern hat Mr.Mini seine ersten zweckmäßigen Krabbelversuche gestartet, 3 „Schritte“ am Stück, dann ließ er sich wieder fallen. Leider bliebs dabei aber, heute hat ers nicht mehr wiederholt. Ich glaub es liegt daran, dass er mit seiner anderen Fortbewegungsmasche viel besser und schneller voran kommt. Und ulkig aussehen tut sie ja auch! Er stellt sich dabei auf die Füße auf, und wirft sich dann mit Schwung auf den Bauch nach vorne. Dabei kommt er ein gutes Stück weiter. Alternativ geht er in den Vierfüßler und wobbelt so hektisch dass er kleine Hopser nach vorne schafft. Aber ich denke, sobald er rausgefunden hat dass Krabbeln viel unkomplizierter funktioniert, dann nimmt ers schon wieder auf. Momentan übt er fleißig, sich krabbelnd im Kreis zu drehen (also nicht am Bauch liegend), und im Vierfüßler abwechselnd länger anhaltend die Hände zu heben, zu fuchteln oder sonstwas zu tun. Also, alle notwendigen Voraussetzungen sind da, nun muss ers nur noch tun! 😉

Sooo eilig müsste er aber gar nicht. Ich bin seit einer guten Woche dabei, ständig hinterher zu hechten und Dinge zu retten. Eiiiigentlich ist er ja gar nicht schnell. Tatsächlich ist er wahnsinnig flink, wenn ihm irgendein Unsinn einfällt und er das jetztsofortaberschnell machen will. Wie Fernbedienung schnappen, Schlapfen anlutschen, die Zimmerpflanze umwerfen, Bedienungsanleitungen ausm TVSchrank fischen… Sowas halt. Gestern flog die Pflanze, heute flog sie auf den Balkon raus. Is mir zu stressig.

Die Katzen sind auch nicht mehr sicher, nehmens aber gelassen und achten auf einen gewissen Sicherheitsabstand. Gottseidank quietscht, fuchtelt und hechelt er immer vor Vorfreude, wenn er kurz davor ist sie zu erwischen und sie können gemütlich zur Seite und in Sicherheit rollen.

Seit einiger Zeit gibts nun auch mal was Festes zu essen, wie Banane oder Melone. Macht er gern, muss aber entseeetzlich würgen und husten wenn er versehentlich kurz davor ist was davon zu schlucken. Aber kurz drauf will ers wieder haben, also kanns nicht so schlimm sein.. Denke das ist halt Übungssache. Ansonsten ist er grad eine richtige Fressraupe, schaufelt rein was geht und hat prinzipiell mehr Hunger als ich Essen im Schüsselchen. Als Folge vermopst er grad zusehends, ich denke da steht und ein Längen-Wachstumsschub bevor. Als wär er nicht groß genug, mein kleiner Riese! Ich seh oft so schätzungsweise-1-jährige Stöpsel rumlaufen, die sind auch nicht größer! Naja… Jedenfalls isst er eigentlich alles, was man ihm gibt. Er liebt neuerdings Fisch (mein Sohn!), und seit er abends mal Haferbrei bekam statt Hirse ist auch hier das Eis gebrochen und der Abendbrei ist genauso beliebt wie die anderen Mahlzeiten. Heute gabs dann mal Dinkel, ist ja schon etwas geschmacksintensiver, aber auch das verschwand in Windeseile hinter den Hamsterbäckchen.

Tagsüber ist er zur Zeit sehr anstrengend. Er will ständig 300% Bespaßung, einfach nur neben dran sitzen geht ja mal gar nicht, und aus dem Raum gehn ist mindestens apokalyptisch. Er ist dann auch bei der Art der Bespaßung sehr anspruchsvoll und will ordentlich was geboten haben, wechselweise seine Übungen machen – bei welchen er dann bald schwitzt und erschöpft ist, aber nicht auf die Idee kommt mal nen Gang runterzuschalten sondern stattdessen lautstark schimpft. Man muss ihn dann zur Ruhe „zwingen“, entweder im Arm halten und ein Buch anschauen, oder in die Wippe setzen.. Insgesamt zehrt das gerade sehr an meinen Kräften, die letzte Woche war unglaublich anstrengend für mich (und ich erinnere mich anhand meiner Posts, dass auch bei ihm die 9. Schwangerschaftswoche mit am Schlimmsten war). Freitags brauchte ich dann wirklich dringend Ablöse, und so kam seine Omi und ging mit ihm spazieren – zum ERSTEN MAL war ich also ALLEINE OHNE MEIN BABY zu Hause. Sehr ungewohnt. Anfangs mulmig, dann gut. Ich hätte bestimmt entspannen können, hätte ich nicht wie von der Tarantel gestochen den Haushalt erledigt, der seit einer guten Woche vor sich hin gammelte. Nach 2 Stunden waren sie wieder da, und ich muss sagen, nach anfänglichem *schluck* hat mir das auch nichts ausgemacht. Ein schönes Gefühl, ihn auch mal guten Gewissens abgeben zu können! (Schade, dass es so so so selten möglich ist… aber das ist ein anderes Thema.)

Versöhnlich wirds dann abends. Beim Schlafengehen ist er grade ein Traumbaby, und ich traus mich kaum aufzuschreiben ums nicht zu „verschreien“. Vor etwa einer Woche hab ich ja sein Beistellbettchen abgedockt, weil die Situation nicht mehr tragbar war – ich hatte nachts ständig Angst dass er mir aus dem Bett fällt, weil er zu hoppeln begonnen hat, so gegen 3h/4h und dann 2 Stunden nicht mehr aufhörte. Ich fand das entsetzlich anstrengend, bin auch oft irgendwann vor Erschöpfung eingeschlafen und dann hochgeschreckt, um zu sehen, dass er schon ganz nah am „Abgrund“ war. Ich konnte dann echt nicht mehr, und so musste er alleine schlafen. Ich glaub, für mich waren die ersten beiden Nächte schwerer als für ihn, ich hab ihn wirklich vermisst, nachts öfter sein kleines Händchen gestreichelt das zwischen den Gitterstäben rausgeschaut hat (er steckt immer Hände und Füße drin fest, keine Ahnung warum, aber das scheint ihm zu gefallen). Nachdem der erste Abend beim Einschlafen etwas anstrengender war, weil ich ja nicht mit ihm kuscheln konnte, war er ab der ersten Nacht viel ruhiger. Kein nächtliches Wachsein, hoppeln, quängeln, was auch immer. Ein, zwei, in seltenen Fällen dreimal muss ich ihm seinen Schnuller suchen und reinstöpseln, ansonsten hör ich nichts bis in die frühen Morgenstunden, wo er wach wird und nach Fläschchen verlangt. Ich denke, er schläft auch sehr viel besser, wenn ich mich nicht ständig in unmittelbarer Nähe wälze und ihn wecke.
Seit einigen Tagen nun ist auch das Zu-Bett-bringen bilderbuchhaft. Ich knutsch ihn, wünsche ihm eine gute Nacht und sage ihm, dass ich ihn lieb habe, dann leg ich ihn ins Bett, singe sein Einschlaflied, und dann…. gehe ich raus. Er ist noch wach, wälzt und wuselt auf der Suche nach der richtigen Position, aber da ich gemerkt habe dass ich ihm dabei eh nicht helfen kann, dachte ich mir, ich lass es mal drauf ankommen … und siehe da, es funktioniert. Er schläft einfach ein, völlig ohne mich. Ich kann mein Glück kaum fassen, bin unglaublich dankbar und hoffe dass es bittebitte so bleibt, denn ich genieße das sehr, die freie Zeit (auch mit dem Mann) am Abend. Achja, Bettzeit ist so zwischen 20.30/21.00 (manchmal muss es schon 20.00  sein wenn er müde ist) – eigentlich recht spät, aber für uns ist das gut so, sonst hat der Mann gar nix mehr von seinem Sohn, und wir hätten noch viel mehr Stress mit Essen kochen / Baby füttern + bettfertig machen. Außerdem, zugegeben, ich habe absolut nullkommagarkeine Lust morgens um 6h aufzustehen, momentan schon gleich dreimal nicht. Länger als bis 7h lässt er mich aktuell trotzdem nicht schlafen, obwohl er dann kaum aufgestanden sehr bald wieder total müde ist. Wär mir nicht unrecht, wenn sich das wieder ändern würde, aber ich will nicht undankbar sein…

Tja,.. so siehts bei uns grad aus, und wäre da nicht die Dauerbaustelle und meine Müdigkeit hätte ich nicht viel zu motzen! 😉 Ich hab auch beim Baby bestellt, dass der nächste Zahn erst kommen darf wenn meine Müdigkeit vorbei ist, mal schaun obs hilft…

.
Auf bald,
Hummelchen

 

Advertisements

2 Kommentare zu „Immer weiter, immer weiter

  1. Dein Schreibstil lässt immer und immer wieder ein sehr witziges Kopfkinos von SpielverderberKatzen enstehen 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s