emotions

Ausgelaugt

Mein Baby wird in ein paar Tagen 8 Monate alt. Erst acht Monate! Und schon bin ich…

Nein, ich sollte vielleicht doch ein wenig weiter ausholen.. Vielleicht um es mir selbst ein wenig zu erklären…
Ich bin generell jemand, der viel Ruhe braucht. Mit Ruhe meine ich – Stille. Und mit Stille wiederum nicht das Fehlen jeglicher Geräusche, sondern das Fehlen störender Geräusche. Und ich empfinde Geräusche sehr schnell als störend. Das geht soweit, dass mich manche Musik – mal ganz vom Gefallen abgesehen – wirklich wahnsinnig macht. Wenn sie ungeordnet, durcheinander, unstrukturiert, wild, ohne Plan ist. Punk zum Beispiel. Macht mich wirklich aggressiv. Und nein, mich stört nicht das Laute oder das Wilde, höre ich doch gerne Metal. Aber dieses unmelodisch ungeplante Durcheinander.. Und es ist nicht die Dissonanz, es ist nur das Zufällige – wenn halt jemand nicht komponieren kann und weiß wie man aus der Dissonanz wieder rauskommt und sie aufhebt. Künstler auf dem Gebiet sind mMn System of a Down. Die haben schräge Töne drin dass es einem schwindelt, aber haben die Sache mit Musik verstanden und kommen wieder auf gerade. Und Bach. Bach kann das auch, der hat den Plan so raus, dass er die schönsten Dissonanzen einbaut, solche wo man schon den Hintern anspannt und denkt man hat Zitronenscheiben im Mund und ein paar Takte weiter gehts „aaahhhh“ und es ist fast befriedigend wie er wieder alles in Ordnung bringt. Fast komm ich mir doof vor, das so aufzuschreiben oder zu erklären.

Auf jeden Fall brauche ich dieses Strukturierte und Geordnete. Den Sinn, die Absicht, den Plan dahinter. Ich ertrage alles andere nur schwer, und es setzt mir auf Dauer zu. Bereitet mir Stress, ich werde angespannt, fahrig, fühle mich sehr unwohl und werde äußerst übellaunig. Manchmal fühlen sich Störgeräusche schon wie physische Schmerzen an. Typische Dinge sind Baulärm, aber auch Vögel können mich mal wahnsinnig machen. Ich hab in der Nähe eines Zoos gearbeitet und da gabs so ein Vogelvieh das einen abartigen blöden Balzruf hatte, so miauend. Ich bin schier wahnsinnig geworden.

Aber es ist nicht nur, dass mich Geräusche stören. Mich stört auch generell Ungeregeltes. Ich bin ein entsetzlich abhängiger Plan-Mensch. Mich schränken Pläne und To Do Listen nicht ein, sondern geben mir sowas wie Halt. Eine Linie, halt. Verschaffen mir Überblick, routinieren mich, bringen Gedanken ins Lot und entspannen daher. Ich mag Unvorhersehbares nicht. Oder nur dann, wenn sonst alles geordnet ist, dann kann sowas auch mal schön sein. Meist aber eher nicht. Ich bin auch sehr.. Ordnungs-liebend. Ich ertrage das wirklich nicht wenn bei mir daheim Chaos herrscht oder es dreckig ist, das macht mich ganz krizzelig-angespannt innerlich. Hinsetzen, durchschnaufen und den Haushalt Haushalt sein lassen? Unvorstellbar, das ist wie in die Sonne setzen mit einer tiefschwarzen Dauer-Gewitterwolke genau vor der Sonne – genieß das mal!

Ich glaube, das ist ein wenig armselig, aber.. ich brauche auch viel Bestätigung und positives Feedback. Ich bin grundsätzlich nicht sehr überzeugt von mir, und theoretisch würde es mir daher sehr gut tun, immer rückgemeldet zu bekommen, dass ich das, was ich tue, gut tue. Nein, es geht mir darum nicht um Bauchpinselei. Liebend gerne nehme ich Korrektur an, wenn dahinter ein „Tipp wie dus besser machen kannst“ steht. Pure Kritik trifft mich oft sehr. So unbegründete (iSv ohne Grund zu nennen). Ohne Hilfestellung. Ich zweifele dann sehr an mir, nehme es mir zu Herzen und fühle mich schlichtweg scheiße.

Und warum… schreibe ich das alles?

Ich habe gerade ein wenig das Gefühl, sehr am Ende zu sein. So emotional. Ich weiß nicht ob das von den Schwangerschaftshormonen kommt, oder ob ich auch an diesem Punkt wäre, wenn ich nicht schwanger wäre. Ich bin nicht unglücklich. Aber sehr unzufrieden. Meine Tage laufen alle gleich.. Und ich finde sie allesamt momentan furchtbar. Meist bin ich um 9 schon völlig verzweifelt und mit den Nerven am Ende. MrMini ist zur Zeit entsetzlich anstrengend. Er ist die ganze Zeit nur am Dauer-pienzen. Wie die personifizierte Unzufriedenheit, eine ständige „alles ist scheiße und du kriegst aber auch mal gar nix hin“ – Rückmeldung, in Dauerschleife, ohne Verschnaufpause, ohne Lichtblick oder Erfolgserlebnissen. Dieses Dauer-Jaul-Pienz-Fienz-Geräusch alleine lässt mich Wände hochlaufen. Nach 15 Minuten etwa muss ich Atemübungen beginnen, und werde oft so zornig dass ich mir die Oberschenkel grün und blau kneife um nicht zu ihm grob zu werden. Zur Zeit habe ich ein ausgeprägtes Nacken-Knacks-Problem, das wirklich schon fast wie ein Tick wirkt, ich halts zumindest kaum aus es mal nen halben Tag NICHT zu machen. Es stört mich auch unglaublich, dass ich nicht mal aufs Klo gehen kann weil dem Zwerg grad nur Unsinn einfällt. Ich kann gar nicht alles so kindersicher machen, dass ich in Ruhe ausm Raum gehen könnte. Ich habe auch keinen Platz für den Laufstall, und selbst wenn ich daneben bin und ihn im Minutentakt von Kabeln oder Heizkörpern wegziehe motzt und jault er sofort auf wenn er nicht darf wie er will. Hinsetzen brauche ich mich auch nicht, und abends habe ich dann oft schlimme Bauch(bänder?)schmerzen. Mir fehlt es außerdem einen normalen geplanten Tag zu haben. Irgendwas Fixes. Aber hier is nix fix, weil ich mich ständig nach ihm richten muss. Es ist nicht möglich, ihm Struktur zu geben, und seien es nur die Mahlzeiten oder Schläfchen, er dreht durch wenn es nicht genau zu der Zeit das gibt was er will und kreischt sich die Seele aus dem Leib sodass ich nach wenigen Minuten einknicke. Mir fehlt es, ihn einfach mal eine STUNDE nicht zu sehen oder zu hören. Das klingt so grausam… Ich liebe ihn doch so, aber ich habe so oft das Gefühl, ihn in dem Zustand nicht zu ertragen. Ich würde manchmal alles dafür geben einen Tag mit dem Mann tauschen zu können. Aufstehen, in Ruhe duschen, in Ruhe frühstücken, sich selbst herrichten, in die Arbeit fahren, Erwachsenengespräche führen, nichts von all dem Scheiß daheim sehen zu müssen, in Ruhe das süße Baby das man so liebt vermissen, und abends heimkommen und sich freuen ihn endlich wieder im Arm halten zu dürfen und gespannt zu schauen wie viel das Zähnchen schon weitergekommen ist. Dann noch 1,5,.. vielleicht auch 2 Stunden bespaßen und jaaaa, meinetwegen eben auch das Pienzen hören, und dann.. ist wieder Ruhe. Für 22 Stunden.

Und nein .. ich habe nicht die Möglichkeit ihn „mal eben“ abzugeben. Meine Schwiegermutter hat keine Möglichkeit (außer mal freitags), ihn mir abzunehmen. Ich kann ihn vorbeifahren und dort in Obhut geben. Aber auch da bin ich dabei – was soll ich denn „auswärts“ tun. Klar, es ist nett nicht allein zu sein, aber Entspannung und Ich-Zeit ist das halt auch keine. Der Haushalt bleibt genauso liegen, ich kann auch keinen Sport machen oder sonst irgendwas egoistisches tun, wie sinnfrei am PC zocken oder Ähnliches. Ich bin dort schon auch zur Mit-Aufsicht. Nicht, weils die BabyOma nicht mit ihm hinkriegen würde. Aber da ist ja auch noch der blöde Hund. Sehr wild, sehr grob, sehr eifersüchtig. Man muss den Kleinen immer hoch am Arm haben, damit der Hund nicht hochhüpft und an ihm kratz-scharrt. Auf den Boden und krabbeln oder spielen kann er dort nicht. Und das stört mich. Er ist halt kein Halte-Baby mehr.
Und nein ..  es gibt auch keine Form einer Alternativlösung zu dem, wie es jetzt ist. (Nicht so als hätt ich nicht darüber nachgedacht…)

Mein Baby ist gerade mal 8 Monate alt. Und schon bin ich an dem Punkt, an dem ich gerne mal aussteigen würde. Keine Energie mehr habe und auch nicht mehr neu auftanken kann. Ich bin an einem Punkt, an dem ich wahnsinnig gerne, nur für einen Tag oder ein paar Stunden, mal nicht Mama wäre. Und ich weine weil ich das nicht fühlen will und weil es mich wahsinnig traurig macht, dass mein Kind, der Mensch den ich mit am meisten liebe, so eine Mama hat.

Ich bräuchte so dringend… Urlaub.

.
Auf bald,
Hummelchen

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12 Kommentare zu „Ausgelaugt

  1. Mir ging es auch so als das Julimädchen sehr anstrengend tagsüber war. Ich habe auch schonmal meine Mutter angerufen und gesagt sie muss sie jetzt dringend nen Nachmittag nehmen sonst setz ich sie irgendwo aus. Würde ich natürlich nicht machen, aber ich konnte auch nicht mehr.
    Dein Mann hat doch sicher am Wochenende zumindest frei, oder? Wie wäre es wenn du so einen Tag nutzt und mal allein was für dich tust was dich entspannt?
    Ich wünsche dir auf jeden Fall dass diese anstrengende Zeit grade schnell vorüber geht. Ich denke wir kennen das alle und du musst dich wirklich nicht schlecht deswegen fühlen.

  2. Du brauchst dich nicht schlecht zu fühlen! Das geht allen so. Oder fast allen (obwohl ich behaupte, dass die, die sagen, ihnen ginge es nicht so, flunkern). Das ist auch ok, weil du einen 24 Stunden Job hast! Das ist eine krasse Belastung und da möchte man manchmal einfach weg von. Und wenn’s nur 5 Minuten sind.
    Wie wär’s mit einem Babysitter? Als Alternative?

  3. Hallo, meiner ist auf den Tag gleich alt und es ist hier genauso. Ich war so baff, wie ich deine zeilen las. ich bin ähnlich wie du aufgebaut, hab gerne listen, bin ebenso geräusch“empfindlich“ usw.
    kannst du dir denn nicht irgendwie einen babysitter, tagesmutter etc. für zwei stunden pro woche aufbauen? bald kommt ja noch ein zwerg dazu, da wird das immer nötiger?
    lg & kopf hoch!

  4. Oh je, ich kann dich so gut verstehen… Mir geht’s im Moment genauso!
    Mein Sohn ist auch acht Monate alt und seit zwei Wochen soooo anstrengend. Er jammert fast den ganzen Tag, wenn ich mich einen Meter vom ihm wegbewege, brüllt er los. aufs Klo gehen oder das Fläschchen machen ist fuer mich der Horror, weil ich die ganze Zeit sein hysterisches Kreischen höre.
    Ich kann nich mal Bügeln oder etwas anderes machen, wenn ich mit ihm im selben Raum bin, nein, ich muss die ganze Zeit mit ihm spielen oder zumindest dabei zuschauen, wie er spielt.
    Ich hoffe so sehr, dass diese Phase bald vorbei ist, ich kann das Jammern auch schwer ertragen und würde als am liebsten davonlaufen.
    Der einzige Lichtblick am Tag ist der Spaziergang mit dem Kinderwagen im Wald. Da schläft der Kleine meist ein und ich habe eine Stunde lang Ruhe und höre nur die Bäume rauschen und die Vögel zwitschern.
    Ich denke und hoffe, dass das ganz normal ist, wenn man in solchen anstrengenden Phasen von den Kleinen auch mal mit den Nerven am Ende ist und am liebsten davonlaufen würde. Man hat ja wirklich kaum die Morglichkeit, wieder Energie zu tanken, damit man das etwas entspannter sehen kann.

    Aber irgendwie schaffen wir das und es wird bestimmt bald wieder weniger stressig!

    Ich drücke die Daumen, dass es für bald wieder besser geht, und dass ihr einen Weg findet, damit du auch mal eine kurze Auszeit nehmen kannst. Gerade weil du auch schwanger bist und deine Energie vom Kleinen Krümel angezapft wird.

    Alles Liebe!
    Ahoernchen

  5. Du hast mir gerade ein Déjà vu verpasst. Mein Kleiner ist zwar schon 19!(Jahre), aber ich weiss noch genau, wie schlimm gerade diese Zeit war in der er so quengelig war und sich noch nicht äussern konnte, ob ihn nur die Langeweile, Angst oder Schmerzen plagten. Man konnte an keiner Sache wirklich dran bleiben – ein halbes Hemd bügeln, oder zweieinhalb Kartoffeln schälen, mit Shampoo in den Haaren wieder aus der Dusche stürzen, weil das Quengeln in den Mutterohren nach sehr heftigen Schmerzen klang, etc. etc.
    Ich weiß auch wieder, dass ich damals täglich meinem Mann die Ohren vollgejammert habe, wie gut er es hat, tagsüber mit „normalen“ Menschen sprechen zu können, denn auch die Mütter, die man dann in den diversen Krabbelgruppen trifft, haben ja auch nur das Thema : „Alles rund ums Kind und wo sind die Windeln am günstigsten…“ Ich bin schier Wahnsinnig geworden. Das Problem hat sich dann aber dadurch gebessert, indem mir mein Mann am WE damit Zeit verschafft hatte, dass er mit dem Junior in der Zeit aus dem Haus ging, in der ich entweder mal „in Ruhe“ kochen durfte ( war bereits wie Wellness, weil man mal eine Sache anfangen und beenden konnte – ohne 1000 Unterbrechnungen), oder ich mich einfach nur mal in Ruhe in die Badewanne legen konnte… Also, Du siehst, Du bist nicht alleine mit diesem Problem und mit diesen Gefühlen! Die Zeit geht vorbei und es wird auf jeden Fall besser / anders! 😉 ( Ich weiss, mit einem Vorsprung von fast 18 Jahren kann ich dass jetzt leicht sagen, aber glaube mir, die Zeit vergeht echt schnell, also lass Deinen Haushalt Haushalt sein und geniesse die Zeit mit dem Mini. Hol´Dir lieber für zwei Stunden eine Putzfrau, die schafft dann auch jede Menge weg in der Zeit, weil Sie sich ja nicht vom Mini stören lassen muss und Du hast mehr Gelassenheit für die Familie! Viel Glück und alles Liebe, auch für die Schwangerschaft!

  6. Ich weiß gerade gar nicht, wie ich anfangen soll.
    Mir geht es ganz genauso schon seit einigen Monaten. Bei mir ist das eine postpartale Depression. Ich hoffe und wünsche dir so sehr, dass es bei dir einfach nur eine vorübergehende Phase ist. Weil das Krümelchen gerade so anstrengend ist.
    Aber bitte: wenn es bleibt, dann warte nicht bis zum totalen Zusammenbruch!Hol dir Hilfe! Du kannst mich dann auch gern ansprechen, wenn du nicht direkt zu einem Arzt möchtest. Das nur als Hinweis.

    Ansonsten schau doch mal, ob es bei dir in der Nähe zB „Ersatz-Omas“ gibt. Oder irgendeine Form der Betreuung. Caritas, AWO, Diakonie und Co. sind in der Regel gute Ansprechpartner. Oder Hebammen. Schwangerschaftsberatungsstellen sind auch bis zum dritten Lebensjahr ansprechbar und haben oft gute Tipps.

    Ich wünsche dir alles alles Gute und ganz viel Kraft! Fühl dich umarmt!

    1. Schonmal ganz kurz dazu (morgen dann hoffentlich Zeit für mehr): Es gibt auch diese Unterstützung namens Wellcome. Mal Tante G dazu befragen. Die helfen genau bei solchen Problemen.
      Bis bald dann ausführlicher!

  7. Meiner ist eine Woche jünger als deiner und hier ist es das selbe. Ich kann das Geräusch nicht beschreiben was er macht (jaul-nölen) es ist horror. Mein Freund ist zwar zuhause aber keine große Hilfe. Und ich bin es sooo satt. Habe das Gefühl mein Leben ist nur noch Haushalt, Baby, Einkaufen und Essen kochen ohne Aussicht auf Besserung. Aber das ist auch irgendwann vorbei. (Alles nur eine Phase…bessere Zeiten kommen #mantra)
    Fühl dich gedrückt und wir stehen das schon durch!
    Lg Tanja

  8. Hey!

    Erst mal ein virtueller Drücker. Ich erkenne mich in deiner Ich-Beschteibung wieder-Schwestern im Geiste? 😉

    Ich denke du musst dir dringend Auszeiten verschaffen, die Anderen haben dir bereits super Tipps gegeben. Such dir Hilfe, das nützt am Ende euch allen. Du musst gut auf dich aufpassen.

    Lg, Emma

  9. So, jetzt nochmal etwas länger (mal sehen wie lange mich meine kleine Nölbacke läßt):
    Auch ich konnte mich in deinem Selbstbild total wieder erkennen 🙂 Und meiner ist mit seinen 7 Monaten momentan auch seeehr anstrengend.

    Aber es wird vorbeigehen… irgendwann…

    Du bist fertig mit der Welt, dazu schwanger und wirst Dich in absehbarer Zeit um 2 Minis kümmern müssen. Auf gut deutsch: Klare Linien, Strukturen und Ordnung wirst Du (leider) erst mal nicht mehr in deinem Leben haben. Ich z.B. kriege immer noch die Krise, wenn ich nicht pünktlich sein kann. Ich hasse es! Aber mit Kindern, vor allem mit mehr als einem ist es nun manchmal einfach so. Da hilft auch der durchorganisierteste Vorlauf nix.

    Aber Du kannst auch versuchen, das Beste daraus zu machen und versuchen abzuwägen, ob z.B. eine pünktliches, aber total gestresstes Erscheinen oder dies und jenes im Haushalt jetzt wirklich so wichtig ist.
    Kannst Du Dir nicht mehr Zeit für Dich verschaffen, wenn der Mann daheim ist? Ich lege mich dann auch mal einfach ins Bett und schlafe eine Runde – total abgeschottet mit Schlafbrille und Ohrstöpseln, damit ich auch nur ja nicht auf die Idee komme, doch wieder rüberzugehen und zu helfen. Er muss es auch mal alleine schaffen. Vorher lese ich noch ein paar Seiten. Danach habe ich die Akkus zumindest ein bisschen voller. Eine Verabredung, nur für Dich alleine mit einer Freundin ins Museum gehen oder so – um mal rauszukommen aus dieser Haushalt- Baby- Blase und ein paar normale Sätze führen, könnte das der Mann Dir nicht ermöglichen? Bald bist Du wieder milchtechnisch an ein Kind gefesselt, da geht’s dann erstmal nicht so gut.

    Und was wäre mit einer Krabbelgruppe?
    a) Austausch mit anderen Müttern in der gleichen Situation (aber nicht vergessen: die kochen auch nur mit Wasser!)
    b) waren/ sind meine Kinder danach immer so müde, dass sie danach im Kinderwagen locker einen kleinen Stadtbummel oder einen Kaffee mit Zeitung verschlafen haben. Rauskommen! Etwas für mich machen! Die Wäsche zuhause wartet zwar immer noch auf dich, läuft aber auch nicht weg.
    c) profitiert auch dein Kind vom Zusammensein mit anderen, schaut sich etwas ab oder ist auch einfach nur mal 10 Minuten beschäftigt, während du nichts machst

    Du solltest dich aber besser auch um ein kindersicheres Zimmer kümmern. Was machst du mit Maxi, wenn du mit Mini stundenlang auf der Couch sitzt und stillst?
    Evt. Möbel verrücken, damit Gefahrenquellen verdeckt sind. Einen Schrank zum Ausräumen nur allein für Maxi. Abwechslung beim Spielzeug (Papprollen, Tupperdosen, simple Haushaltsgegenstände)

    Hier nochmal der Link zu Wellcome http://www.wellcome-online.de/

    Und jetzt noch ein ganz dicker Drücker auch von mir ((( )))

  10. aus diesem oder auch einem ähnlichen grund hatten der Gatte und ich damals eine MamaAuszeit eingeführt … ein bis zwei Stunden mal ohne Kind zu sein … das tat mir gut und auch dem Kind … wäre das bei euch machbar?

  11. Danke euch allen für die lieben Kommentare.. im Kopf hab ich sie schon ausgewertet, und würd aber gern mehr dazu sagen als einen Zweizeiler, das werd ich dann bei Gelegenheit in einem neuen Post tun.. Ihr, äh, wisst ja warum ich nicht dazu komme 😛
    Auf bald !

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