Baby · Entwicklung · Rumpelstilzchen

8-Monats-Geburtstag

Wenn ich sonst immer denke „mein Baby ist schon SO alt???“ hab ich mir nun im Zuge der neuen Schwangerschaft, die scheinbar wirklich schnell zu laufen scheint, bewusst gemacht, dass MrMini ja ERST knapp 35 Wochen bei uns ist. Und hey, das ist total wenig! Da hat man in der Schwangerschaft erst gesehen dass da ein Babybauch ist… Es ist also vielmehr, dass sich so viel tut, die Zeit selbst ist gar nicht so lange, eigentlich…

Und auch wenn sich diesen Monat wahnsinnig viel getan hat, war er auch wieder eher weniger schön, teils aber durch Zufälle, für die niemand, auch Babys Entwicklung, was kann…

Sprache: Sprechfaul bist du, so ich habs gesagt *g*. Ich bin immer wieder erstaunt wie viel andere gleichalte Babys brabbeln, aber du sprichst nach wie vor nur im Zuge einer empörten Motzarie. Na, ich hoffe das ist keine Prognose!

Spielen: Interessant ist momentan ALLES, aber nichts lange. Ich habe festgestellt, dass du deine Babyspielsachen gar nicht mehr so sehr beachtest, du bist halt schon zu alt für son Babykram, ne? Aktuell sind Stapelbauklotzdinger viel interessanter. Nicht, dass du sie stapeln würdest. Aber sie machen so schön Lärm beim aufeinander-dotzen und schmecken unglaublich gut. Auch Katzen sind absolut toll, vor allem die, die immer zu dir kommt und dich anschmust, und bei nicht allzu groben Streichelversuchen auch mal ruhighält. Vorsichtig gehen sie beide mit dir um, aber der Kater hat schnell Schiss und sucht das Weite. Viel besser als alle Babyspielsachen sind aber nach wie vor: Kaffeetassen, Kabel jeder Art, Gläser, Besteck, Handys, …
Viel Spaß macht es dir auch, deine Spielzeug Kiste auszuräumen. Anfangs hast du dich davor hingekniet und mit den Händen ausgeräumt, dann bist du dahinter gekommen dass man die auch einfach umkippen kann und dann in einem Haufen Spielzeug wühlen kann…
Neu ist, dass dir beim Schwimmen nun auch das Tauchen Freude macht. Als scheint der Knoten geplatzt, weißt du nun dass du nicht ins Wasser beißen sollst oder inhalieren darfst. Vielleicht ist auch die neue Abtauchtechnik der Trainerin besser, auf jeden Fall klappts prima.

Motorik: Hier hat sich wieder mal am Meisten getan: ganz plötzlich hast du angefangen, nicht nur vorwärts zu hoppeln, sondern tatsächlich zu krabbeln. Anfangs hast dus nur mal gezeigt, aber nicht mehr gemacht, weil du mit deiner alten Methode (auf die Füße stellen und mit Schwung nen Bauchfleck nach vorn machen) schneller voran kamst. Mittlerweile, nach nur wenigen Wochen krabbelst du erstaunlich schnell und erstaunlich weit. Das ist unglaublich süß, du patscht dabei mit deinen Händchen ganz feste auf den Boden, sodass man immer genau hört wo(hin) du grade unterwegs bist. Und wenn du ganz schnell losstarten willst fuchtelst du hektisch mit Knien und Händen über den Boden, bist aber dabei nicht wirklich schneller, und alle müssen immer kichern. Auch das Hinsetzen hast du gelernt. Anfangs noch sehr ungeschickt, so als hättest du von einem zum nächsten Mal überlegen müssen, welche Bewegung nochmal wann kam und in welche Richtung der Popo muss, damits klappt. Und kaum gesessen bist du dann ständig umgefallen. Ich hab dich auch umfallen lassen, nur den Kopf dann aufgefangen, damit du lernst wie hochs da runter geht, und dass es sich lohnt, das mit dem Gleichgewicht zu beachten. Kurz drauf, als du dich gezielt schnell hinsetzen konntest, und das auch ständig gemacht hast, bist du leider auch ungeschützt ständig umgedotzt, weil ich einfach nicht ständig daneben sein konnte oder auch dann mal nicht schnell genug war… Zuerst musstest du immer entsetzlich weinen, mittlerweile bist du ein wenig härter im Nehmen – es passiert aber auch nur mehr ganz ganz selten, du sitzt wie ein Profi und kannst dich wunderbar ausbalancieren, wenn du umzufallen drohst.
Nun also, nach etwa 3 Wochen krabbelst du ganz selbstverständlich, setzt dich blitzartig hin (und umgekehrt, das hat erst auch ne Zeit gedauert!) als hättest du nie was anderes gemacht. Mein großes Baby! Beim Schwimmen durftest du auf einer sehr wackeligen Schwimmmatte krabbeln, auch das ging ohne umzufallen. Anschließend hast du dich mittig hingesetzt und den Blick „jap, gefällt mir, die gehört jetzt mir“ aufgesetzt. ❤

Schlafen: Nachts schläfst du in aller Regel, das kann ich wirklich nicht anders sagen, wie ein kleiner Gott. Wir legen dich abends ins Bett (zwischen 19.30 und 21.00, je nachdem), und schon während wir singen bist du eigentlich im Schlafmodus. Wie Mama wurschtelst du lange bevor du einschläfst, aber es stört dich wenn man dich dabei antatscht oder dir „hilft“, oft musst du dann vor Empörung weinen. Wir haben es uns also zur Gewohnheit gemacht, nach dem GuteNachtSagen sofort rauszugehen, und dich allein zu lassen. Klappt ausgezeichnet. Auch dann schläfst du bis mindestens 5h durch, alle 2 Wochen auch mal bis 7 (und Mama kann rausschleichen und alleine nen Kaffee trinken, das ist der Himmel auf Erden!!!), dann hast du Hunger und es gibt ein Fläschchen. Danach wird nochmal geschlafen, aber oft eher schlecht als recht, und wenn du nicht genügend Schlaf abbekommst bist du dann auch sehr missgelaunt und raunzig…
Tagsüber ists leider anders mit den Schläfchen. Tatsächlich, du brauchst immer weniger Schlaf! Aber alle 3 Stunden möchtest du in der Regel ein wenig in die Nonomo. Das möchtest du so lange, bis du in selbiger liegst. Dann gibt es oft Kreischkonzerte, und niemand weiß so recht, was dir dann nicht passt, müde bist du jedenfalls ganz entsetzlich… Auch der Versuch dich in dein Nacht-Beistellbettchen zu legen scheitert, oft ist es dort noch schlimmer. Ich hoffe du erklärst mir das später mal…. 😉

Schmusen: Zur Zeit brauchst du wieder öfter Körperkontakt, vor allem wenn du umgefallen und dir weh getan hast, die Zähne drücken, oder sonstwas undefinierbares nicht stimmt. Aber auch zwischendurch kuschelst du dich gern an, oder lässt dich umarmen.. Immer nur sehr kurz und portioniert, aber doch.

Soziales: Zum ersten Mal hab ich den Eindruck, du „fremdelst“. Aber eigentlich hast du nie mit fremden Menschen selbst ein Problem, sondern nur mit den Geräuschen die sie machen, vor allem wenn jemand laut auflacht. Da kannst du auch schonmal weinen, wenn du Mama lachen hörst. Je fremder dir jemand ist, desto eher sind dir seine Geräusche unheimlich. Flirten tust du aber nach wie vor mit jedem, der dich anlächelt…

Entwicklung: Ich glaub, für dich hat sich viel getan in den letzten Wochen, vielleicht warst du deswegen so schnell verstimmt, quengelig, anhänglich und vor allem Mama-fixiert. Überrascht mich nicht, ist aber trotzdem sehr anstrengend…

Ernährung: Wie gehabt, 3 mal Brei, 2 mal Fläschchen. Seit gestern gibts den Abendbrei mit Hälfte Vollmilch/Hälfte Wasser. Hat dir genau so gut geschmeckt, und ich geh mal davon aus dass du das auch vertragen wirst… Das mit dem Trinken bleibt ein Problem, aber wenn du Apfelsaft (hälftig mit Wasser verdünnt) bekommst, trinkst du. Ich will dir das nicht standardmäßig geben, aber an Tagen wo du gar nix nimmst oder es sehr heiß ist, greife ich darauf zurück. Ich hab aber mittlerweile irgendwie den Verdacht, dass du einfach nicht so viel Zusatzflüssigkeit brauchst, denn auch mit wenig Trinken hattest du die letzte Woche genügend richtig nasse Windeln…
Stückchen im Brei findest du übrigens ee-keee-lig! Sogar Erdbeeren verschmähst du, nach anfänglichen Erfolgen, wenn sie nicht feiner püriert werden. Nur Banane, die isst du auch schon wenn mal was abbricht. Zwieback knabberst du begeistert an, holst aber alle abgebrochenen Stücken  mit den Fingern aus dem Mund, machst ein Gesicht als hättest du Zitrone probiert und schüttelst den Kopf…

Gesundheit: Wir haben neue Erkenntnisse: du kommst auch nach Mama, was den Sommer betrifft. Du verträgst Hitze nämlich gaaahaar nicht. Blöd nur, dass wir in einer der heißesten Städte Deutschlands wohnen, das Klima hier ist wirklich zum Kotzen im Sommer. Jedenfalls hast du bei der ersten Welle 35°+ heftig reagiert. Ein paar Tage hast du nur durchgeweint, und niemand wusste was los ist. Du hast nachts nur geschwitzt, bis du letztendlich in der schlimmsten Nacht nackt, nur mit Windel, geschlafen hast, das ging dann ohne in Schwitze-Lacken zu liegen. Tagsüber konnte man gar nichts mit dir anfangen, und so fragten wir beim ohnehin anstehenden Arzttermin um Rat. Die Ärztin meinte, dein Kreislauf kriegt es scheinbar nicht hin (stimmt, du warst tagsüber kaum noch am Schwitzen, hast nur vor dich hingelitten und geschrieen). Wir sollten dich dann gezielt mehrmals täglich runterkühlen, also ins Wasser setzen und Kopf und Oberkörper nass machen und verdunsten lassen, so lange bis du wieder normale Körpertemperatur hast. Hat geklappt (auch wenns beim Kopf wirklich *lange* gedauert hat, bis er nicht mehr glühheiß war!), und dir nebenbei mächtig Spaß gemacht…
Auf der schönen Seite: die Blutabnahme, um nach deinem Eisenwert zu gucken, brachte schöne Ergebnisse: Eisen ok, Schilddrüse ok (du bist warst halt einfach eine Schlafmütze), und nebenbei ließ sie auch noch die gängigsten Allergiedinger durchchecken – alles negativ! Von sämtlichem Blüh-Kram über Hausstaubmilben und Kuhmilch. Yiha!

Körperliches: Viel gewachsen bist du nicht, wie sind nach wie vor bei Größe 74, bei manchen Teilen 80, oder irgendwas dazwischen. Ich glaube auch, dass dein Oberkörper grade eher mehr wächst, waren dir früher immer die Hosen/Beinteile zu knapp, brauchst dus nun eher in der Gesamtlänge. Du wirkst auch gar nicht wie ein kleines kugeliges Baby sondern viel „gestreckter“. Vielleicht hat das ja mit dem Rücken-Muskeltraining vom Sitzen zu tun… Windeln Größe 4, und ich denke das wird auch erst mal so bleiben, jedenfalls trau ich mich in der Größe viel Vorrat zu besorgen…
Zähnchen zählen wir pünktlich zum 8-Monats-Geburtstag nun fünf.

Pfui: Hitze, Kabel nicht essen dürfen, tagsüber schlafen, Stückchen im Brei, Papas Spätschichtwochen

Highlights: heimlich ein Kabel erwischen, wenn die Katze vor dir liegt und sich räkelt, Planschen; GELB (löst als Lieblingsfarbe nun Orange ab)

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Auf bald,
Hummelchen

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