Baby · Entwicklung · Rumpelstilzchen

10-Monats-Geburtstag

Ich bin ja so spät diesmal… aber die Strohwitwenwoche war echt hart, vor allem weil MrMini seinen Papa wohl dolle vermisst hat und echt durch den Wind war. Blöderweise weiß er wohl, wenn er nachts vorm Fläschchen wach wird kommt Papa vorbei, und daher hat er das jede Nacht mehrfach getestet 😦 Is irgendwie traurig zwar, aber für meine schwangere Dauermüdigkeit und Schlafproblematik echt nur minder lustig. Auf jeden Fall – hier kommts nachgereicht (und ich stelle fest: in nur EINER Woche tut sich so viel dass ich schon darauf achten muss, es noch nicht hier zu schreiben sondern für nächsten Monat aufzusparen.. tztz!).

Sprache: Hier gabs die größte Entwicklung. Nachdem du plötzlich viel gebrabbelt hast, kamen Anfang August die ersten „Mama“s. Beziehungsweise „Mamamamamam“s. Ich war anfangs wirklich unsicher, ob du denn wirklich mich damit meinst, bin aber zwischenzeitlich davon überzeugt, du sagst es nur zu mir. Oft allerdings auch so als Beschwerde/Aufforderung, im Sinne von „mich stört hier was also tu gefälligst was dagegen!“.  Dein süßestes, herzschmelzend hachzendes und glasklar gesprochenes „Mama…!“ kam heute, also im 11. Monat, und es klingt so zauberhaft und zuckersüß, wenn du mich anguckst und Mama sagst… Mit „Papa“ hast du dir etwas länger Zeit gelassen, aber Ende August wurde auch das gezielter. Vom Klang her ists eher ein „bwabwabwa“, aber es ist trotzdem klar wen du damit meinst. Auch sonst wird nun alles in sämtlichen Tonlagen kommentiert, von tief gurrend-fauchend (Metalbaby!) bis hin zu quietschflötendem dreigestrichenen Ypsilon, das einem die Ohren klingeln lässt (DIESEN Ton machst du glücklicherweise meist vor Freude, sonst wär er schwer zu ertragen!), probierst du alles aus. Wenn man dir „lalala“ vorsingt, singst du mit.
Du verstehst auch wahnsinnig viel, denke ich. Wenn man dir sagt „nimm den Ball“ greifst du dir den O-Ball (und wenn du keine Lust hast, schaust du zumindest kurz hin und entscheidest dich dann dagegen), und wenn man „ich hab dich lieb!“ sagt, dann strahlst und grinst du. Du kennst die Katzen beim Namen, theoretisch verstehst du „nein“ ausgezeichnet, hältst dich aber grundsätzlich nicht mehr daran. Die Bedeutung von „ich komme sofort!!!“ ist dir aber nach wie vor fremd.

Spielen: Am Liebsten isst du deine Bücher. Aber mittlerweile guckst du dir auch gern die Bilder an, das war bisher nicht so. Du räumst auch verdammt gern alle Spielsachen aus, wenn man immer wegräumt kann man dich eine Zeit beschäftigen. Wirklich lange spielst du aber mit nichts, du bist momentan sehr umtriebig, kannst nicht still halten und musst sofort Neues ausprobieren. Man sieht förmlich, wie es hinter deiner Stirn kocht und qualmt, du würdest am Liebsten in fünf Richtungen gleichzeitig schießen und etwas tun. Deine Lieblingsspielsachen sind eine große, aber kaputte Maus-Spieluhr, deine Plastikenten (die von deiner Zukünftigen), und generell Dinge die Lärm machen wenn man sie über den Boden schleift.
Deine Lieblingsbeschäftigung ist aber gerade das Erkunden von Dingen oder Orten, die für die tabu sind. Mittlerweile stehen hier keine Möbel mehr normal – dein Hochstuhl steht vorm Fernsehtisch, damit du die Receiver in Ruhe lässt, dein Beistellbettchen vorm Schreibtisch, um die Kabel zu blockieren, ein Stuhl schützt unsere DVDs, und fürs Bücherregal haben wir uns endlich eine Schranktür besorgt (gibts für Billys extra, für alle die auch nachrüsten müssen *hehe*). Trotzdem läufst du morgens oft alle „nein“s ab und kriegst dann einen Trotzschmollwutenttäuschungskreischanfall.
Du spielst auch gern mal alleine in deinem Zimmer, darfst mich dann aber nicht sehen (ich schleiche durch die Wohnung, Deckungen nützend!), weil du dann sofort aufhörst und zu mir kommst. Du brauchst gerade viel Gesellschaft beim Spielen.

Motorik: Das Hinstellen klappt nun im Halbschlaf, zackzack, und du stehst überall. Du musst dich auch nicht mehr hochziehen, es reicht dir, dich mit einer Hand an der Wand abzustützen. Dann trainierst du fleißig, was man so üben kann – Gleichgewicht, mal auf einem oder anderen Bein stehen, drehen, an Möbeln entlang gehen, Zehenspitzen-Abrollen, und was dir sonst noch alles einfällt. Stütze brauchst du noch, mindestens eine Hand, oder dass du dich mit deinen Beinen wo dagegenlehnen kannst. Ein paar Mal hast du schon stehend alles losgelassen, einmal bist du sogar ein paar Sekunden stehen geblieben, es schien so, als seist du postwendend umgefallen als du gemerkt hast dass du grade nichts zum Anhalten hast. Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt!
Feinmotorisch bist du auch deutlich geübter geworden, du kannst die winzigsten Schmutzfussel vom Boden präzise aufheben (und in den Mund stecken), bist sehr geschickt beim Essen (also was du im Mund haben *willst*, das kriegst du auch rein), und mit deinen winzigen spitzen Fingerchens wird alles genauestens erkundet. Hast du früher zwar auch schon, aber ich finde man merkt da doch noch mal einen Unterschied..

Schlafen: PUH! Puh, in aller Deutlichkeit! Im Allgemeinen bist du wieder das Traum-Schlafbaby geworden, das du warst! In aller Regel dauert das ins-Bett-bringen maximal 10 Minuten. Abends gehts auch deutlich schneller – du bekommst dein Gute Nacht Lied, dann wird die Babyphon-Spieluhr angemacht und wir gehen raus. Oft bist du dann noch unruhig, wuselst durchs Bett, spielst mit der Bettmaus, aber brauchst uns nicht mehr. Dann wird wieder geschlafen bis 4/5 Uhr (je nachdem wie viel du gegessen hast und wann der Hunger kommt und wer dich aufweckt), und nach dem Fläschchen schläfst du nochmal bis etwa 6.30, manchmal ein klein wenig länger, gottseidank nur gelegentlich kürzer. Tagsüber ists nach wie vor ein wenig komplizierter, weil du einfach nicht schlafen WILLST, weil du weißt dass dir dadurch Wachzeit entgeht. Auch wenn du ziemlich müde bist, ist das zum Schlafen bringen ein kleiner Kampf, man muss die länger am Arm beruhigen, bis du fast schläfst, erst dann kann man dich ins Bett legen. Bis dahin sträubst du dich oft sehr, überstreckst dich, protestierst (mit demonstrativen Schnullerschießen, was uns irgendwie total nervt…) und versuchst alles um nicht einzuschlafen. Nach wenigen Minuten siegt aber die Müdigkeit, und oft sind es eben nur 5-10 Minuten bis dahin. Ist nicht viel, kommt einem nur so vor 😉 Deine Tagesschläfchen sind extrem unregelmäßig, sowohl in Zeitpunkt als auch Dauer. Das prinzipielle Hinlegen zur Uhrzeit oder krampfhaft Wachhalten ist bei dir sowas von nicht drin. Muss aber auch nicht, du bist momentan noch Einzelkind und hast den Luxus, dass sich eigentlich alles um dich drehen darf, und du schlafen kannst wie und wann du es brauchst. Momentan zeichnet sich die Tendenz ab, dass du bald nur noch ein Mittagsschläfchen brauchst.
Übrigens schläfst du seit einigen Wochen in deinem Zimmer und in deinem großen Bett. Beides tut dir sehr gut, du brauchst Dunkelheit und Stille zum Schlafen, und beides hast du in deinem Zimmer exklusiver. Du liebst übrigens dein Kuschelkissen, das du testen durftest (weil du dir immer die Bettmaus unter den Kopf gewurschtelt hast als Kissenersatz), aber nun wieder aus schlechtem Gewissen konfisziert wurde. Noch 2 Monate, Liebes!

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Schmusen: Nach wie vor bist du seeehr schmusebedürftig, hältsts aber meist nicht lange aus. Andererseits muss ständig jemand verfügbar sein, was aktuell darin endete, dass du völlig durchdrehst wenn Mama oder Papa am Stuhl oder auf der Couch sitzen, weil du dir dann nicht deine Kuschelsekunden abholen kannst. Sind wir am Boden, kommst du immer wieder her, stellst dich auf, drückst dich kurz an, und dann gehts weiter. Ist ein wenig anstrengend. Ich hoffe dass sich das ein wenig gibt die nächsten Wochen, das häufige vom Boden aufstehen fängt an unangenehmer zu werden…
Wählerisch bist du nicht besonders, du kuschelst mit Mama, Papa, Oma und Opa.

Soziales: An Oma und Opa hängst du besonders. Durch die vielen Besuche in letzter Zeit hat sich die Bindung da nochmal verstärkt, und du bleibst auch völlig problem stundenweise alleine dort, es ist dir auch schnurzpiepswurscht wenn Mama und Papa gehen, da wird nicht mal geweint. Du fühlst dich dort auch richtig zu Hause, das Bobbycar und die Schaukel tun da wohl ihr Übriges ;-D
Fremdeln ist immer noch ein Thema, aber du zeigst das nicht sehr offensiv. Du bist anfangs bei Fremden sehr skeptisch und protestierst oder weinst aber nur, wenn sie dich „bedrängen“. Selbstverständlich bringen wir dich dann in „Sicherheit“ aufn Arm und nehmen für dich deinen Freiraum in Anspruch. Meist dauerts ja nicht lange, bis du auftaust, aber es gibt auch vereinzelt Menschen, mit denen du einfach nicht warm wirst. Joa, ist halt so!

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Entwicklung: Immer mehr – du bist kaum mehr Baby. Nur wenn du in meinem Arm einschläfst, und da als kleines zusammengerolltes müdes Bündelchen liegst. Aber alles andere, deine Mimik, dein Verhalten… hach, mein Großer!

Ernährung: Es gibt immer mehr festes Essen. Du hasst nach wie vor Stückchen im Brei, aber ich glaube, diesen Zwischenschritt können wir uns definitiv sparen. Komischerweise isst du kein Gemüse (obwohl dirs schmeckt als Brei!), aber so gut wie jedes Obst (außer es ist allzu hart), am Liebsten rundes wie Heidelbeeren oder Trauben. Du magst Brot (aber keinen Toast oder Dinge wie Hirsekringel oder Zwieback), und zwar jeder Form und Sorte, besonders mit Frischkäse (ich weiß nur ncht ob du das schon darfst?), auch gerne als „Marmelade“brot (also mit Obstbrei drauf, dank an deine zukünftige Schwiegermama für den Tipp!). Du haust dir Unmengen von Fleisch rein wenn man dich lässt (hast mir beim Griechen das halbe Lammfilet verputzt *schmoll*), auch Wurst (also Würstel) und Fisch schmecken dir ausgezeichnet. Allerdings bekommst du nicht viel davon, ist ja doch viel gesalzen und so. Praktischerweise trinkst du grade DANN ein wenig Wasser, macht offenbar Durst! Das einzige Gemüse das du magst sind Cocktailtomaten (klar, sind ja rund!), Kartoffeln, aber auch Nudeln guckst du mir nicht an. Nachdem du nur noch ein Fläschchen (nachts im Halbschlaf) bekommst, gibt es als Zwischenmahlzeit nachmittags nicht nochmal einen Getreideobstbrei wie vormittags, sondern nur Obst. Mehr brauchst du auch nicht, sonst bist du abends noch zu satt (und wenig später zu müde fürs Essen, das ist der einzige Drahtseilakt in deiner Ernährung!)
Das Trinken ist nach wie vor ein Leidthema. Jetzt wo es nicht mehr so heiß war gabs wieder nur Wasser, und du willst einfach nicht. Ich krieg dir kaum 30ml rein, aber ich denke irgendwie, du brauchst es nicht. Du hast genügend nasse Windeln, und ich wässere dir natürlich auch den Brei immer. Na, man wird sehen wie das weitergeht..

Gesundheit: Alles prima! Die beiden Backenzähne quälen uns, aber schieben immer nur mal so 1-2 Tage, und pausieren dann. So viel zahnungsfreie Zeit hatten wir demnach seit Mooonaaateeen nicht! Daher stehts nach wie vor bei 8 Zähnen. Trotzdem kannst du eigentlich alles schön kleinwälzen in deinem Mund 🙂

Körperliches: Als du kürzlich Mamas Teetasse vom Schreibtisch geangelt hast ist uns aufgefallen, dass du wohl wieder gewachsen sein musst. Du füllst die Kleidergröße 80 gut aus, Herbst- und Winterkleidung kaufen wir nur noch in 86. Nach einigen gescheiterten Windelmarken-Tests (babylove nature und Fixies sind nach knapp 2 Stunden ausgelaufen, nur die normalen babylove hielten einigermaßen) sind wir wieder bei unserem Standard – Pampers baby-dry in  mittlerweile Größe 4+. Damit hatten wir noch nie Unfälle, und werden nun trotz des etwas höheren Preises dabei bleiben (was nützen mir billige Windeln wenn ich bald im Stundentakt wickeln muss?!).
Mittlerweile hast du auch richtig „viele“ Haare. Die sind aber nicht in braun nachgewachsen, sondern eher blond. Erinnert daher sehr an deine Oma(s) oder Tante. Nur ein wenig rötlichen Schimmer hast du von Mama mitgenommen. Aber Papas Haare waren angeblich auch mal blond zwischendurch, und sind nun braun. Wir sind gespannt!

Pfui: nein, Mamapapa nicht erreichbar, etwas gelingt nicht

Highlights: OmaOpa, Katzen, ein ganzes Teller Essen auf einmal bearbeiten dürfen, im Affenzahn krabbeln

Abschließend muss man hier noch festhalten, dass dieser Monat seit langer Zeit ein angenehmer war. Du warst ein zuckersüßes, großflächig glückliches (bzw zufriedenstellbares!) Baby, ohne viel Drama und Katastrophe. (Lassen wir Mamas Hörsturz mal außen vor….)

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Auf bald,
Hummelchen

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