emotions · Schwangerschaft

Allein

Allein, fühl ich mich grade. So allein wie ich mich in meinem ganzen Leben noch niemals gefühlt hab. So richtig, als gäbe es da draußen keine Menschen mehr, außer mir und meinem Baby.

Seit ich nicht mehr rauskann mit ihm, ein wenig flüchten wenn mir die Decke hier aufn Kopf fällt, seh ich die Tage niemanden. Ich kann nicht raus, zu mir kommt keiner, schon gar keine Hilfe, und alle Freunde (die wenigen) wohnen viel viel zu weit weg um einen Besuch realisieren zu können. Wenn der Mann abends heimkommt bin ich so restlos fertig, dass wir uns mehr „abklatschen“, wie im Staffellauf, ich übergebe ihm das Baby, erledige Dinge die ich tagsüber nicht schaffe, koche. Sobald der Kleine um 20h im Bett ist klappe ich zusammen, möchte am Liebsten mit schlafen gehen, zwinge mich aber zum Wachbleiben, weil sonst „hat man ja gar nix vom Tag“. Natürlich hab ich aber auch so nix davon, gegen 21h erledige ich letzte Arbeiten und gehe ins Koma fallen.

Heute geht der Mann mit nem Kumpel weg abends. Es sei ihm vergönnt, auch er hat nicht viel außer Arbeit+Daheim (nicht, dass ich ihn nicht jede Sekunde darum beneiden würde, wenn er einen bunt gemischten Tagesablauf mit vielen Leerlaufzeiten und Zugfahrten und anderen Menschen hat, was er wiederum bestimmt nie verstehen könnte). Nun bin ich heute ganz allein, und wünsche mir einfach so so so sehr… ja, was? Eine sprechende Gummipuppe zu Weihnachten?? :‘-(

Genug geheult.. das Baby kreischt.

.
Auf bald,
Hummelchen

 

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14 Kommentare zu „Allein

  1. Liebes, du tust mir so leid. Dass du nicht raus kannst macht es ja viel schlimmer.
    Wie wäre es wenn du dir Hilfe suchst? Es gibt doch zb wellcome, da könnte dir jemand den kleinen abnehmen und du tankst mal etwas Kraft? Ich würde sofort kommen und den kleinen zum Spielplatz mitnehmen damit du mal ausruhen kannst. :-/

    1. Hab ich schon oft dran gedacht, aber das is zb nicht gratis.. gratis Hilfe krieg ich nicht, andere kann ich mir nicht leisten… :-/
      Überlege eher sowas wie eine „Leihoma“, wurde aber bislang nicht fündig…

      1. Oh das wusste ich gar nicht dass das etwas kostet. Doof.
        Hm bei uns gibt es sonst noch Hilfe über die Kirche, nennt sich hier „helfende Hände“, vielleicht habt ihr sowas auch?

  2. Hmmmm…. Habe ich irgendwo überlesen, warum du nicht mehr raus gehen magst? Und ja, ich kenne das, wenn man den Mann mehr als um das beneidet. Deine Angespanntheit tut dir, den Zwerg inside und den Zwerg outside nicht gut. Ich drück dich! Wo kommst du ungefähr her?

      1. Mist. Und wenn du ihn die Treppen hochkrabbeln lässt? So habe ich das beim Mäuschen gemacht an den Tagen, wo sie mir zu schwer war. Allerdings wohnten wir „nur“ im ersten Stock.

      2. 1. sind die meist eher dreckig, 2. kann er noch keine Treppen krabbeln und hat auch null Interesse daran, 3. schon gar keine 4 Stockwerke, und 4. die Strecke in gebückter Haltung zurücklegen erscheint mir auch eher utopisch…
        ;-(

  3. Oh je lass dich mal drücken. Ich weiß noch sehr gut das ich so eine Phase auch hatte im Frühjahr 2012 und es hat wochenlang nur geregnet und ich gestehe ich hasse heute immer noch diese Tage, weil ich mich so ans Haus gefesselt fühle. Und ich da auch oft streit mit meinem Mann hatte, weil ich so neidisch war und schwupp musste ich wieder arbeiten und wünschte mir diese entspannte Zweisamkeit zurück 😉
    Ich bin selbst auch kein Mensch der vielen Freunde, hatte aber Riesen Glück das ich eine Gruppe Mädels aus dem Dorf kennenlernte die auch Kinder im selben Alter haben. Das tut gut und befreit, weil die einen nämlich verstehen, wenn man mal nicht mehr kann, genervt ist oder auch einfach mal nur glücklich.
    Soetwas wünsch ich dir auch 😉

    Glg Steffi

  4. Ach, Liebes… Das ist auch völlig bescheuert, dass ihr so an die Wohnung gefesselt seid. Und doof, dass niemand in der Nähe ist, der mal einen Ausflug unterstützen kann. Es wäre bestimmt vieles einfacher für euch, wenn ihr mal raus kämt. Es ging um den Weg raus und wieder rein, oder wie war das? Gibt es da nicht vielleicht nen Nachbarn, der zumindest das Tragen deines Wutzwerges hoch und runter übernehmen würde? Wenn du nur näher wohnen würdest… Drück dich!

    1. Hier wohnen Berufstätige und Omas (dies grade so selbst hoch schaffen und zudem für meinen Kleinen ein ziemlicher „Kinderschreck“ sind, hust).. Leider daher keine Chance. Hab auch schon alle Möglichkeiten überlegt wie sichs machen lässt, aber unterm Strich bleibt: ohne Hilfe wirds nix.

  5. Oh man, das tut mir leid!

    Hast du mal versucht ihn Huckepack zu nehmen? Das macht meine Freundin, die im Januar das 2. Kind erwartet mit Ihrer Tochter so, allerdings ist die schon 1,5 Jahre alt. Die hält sich mit den Armen am Hals fest und meine Freundin greift dann noch nach hinten. Anders hat sie nämlich auch Probleme die Kleine zu tragen.

  6. Ach Mensch, das tut mir so irrsinnig leid! Und es kommt mir alles sooo bekannt vor, zwar hatte ich damals keine Wohnung weit oben, dafür aber mitten im Wald, da war einfach niemand. Das 1. Babyjahr war damit der Horror schlechthin, der einzige soziale Kontakt der Mann an meiner Seite. Puuuh…
    Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll… mhm… drücke Dich einfach mal virtuell und hoffe, dass ganz ganz bald bessere Zeiten kommen!

    Liebe Grüße,
    die Alltagsheldin

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