Ernährung · Kleinkind · Rumpelstilzchen

Zeit für Änderungen

Pünktlich kurz vor seinem ersten Geburtstag merke ich nahezu täglich, dass wir hier etwas ändern müssen.

Bisher wars ja so, dass der Kleine nachts noch eine (mittlerweile sehr große) Milchflasche braucht, so gegen 5 Uhr. Danach gabs vormittags den ersten Brei, dann Mittagessen, nachmittags Obst und abends den Milchbrei. Getrunken wird hier nach wie vor NICHTS. Also so richtig gar nichts, an guten Tagen gehen ihm vielleicht mal 30ml rein, in aller Regel geht aber nichts. Säfte nimmt er mehr oder weniger gut, aber aktuell, wo mich das Wetter nicht in die Sorge, er könnte austrocknen, stürzt darf er ruhig das Wassertrinken üben. Bislang wie gesagt ohne Erfolge (egal mit welchem Becher/Flasche/Tasse, etc…).

Damit hatte ich mich eigentlich abgefunden. Dachte mir, irgendwann platzt ihm schon der Knoten und er trinkt, dann braucht er bestimmt gar keine Flasche mehr. Mich stört bislang auch das nachts aufstehen nicht, ich finde den Kontakt sehr schön, so babymäßig. Ich genieße das schon sehr, auch wenn ich aktuell danach nicht mehr einschlafen kann. Aber mit der Gesamtsituation hatte ich kein Problem.

Nun ist es aber so, dass er ja deutlich zeigen kann, wann er etwas essen möchte. Er beherrscht das Zeichen ausgezeichnet, und wendet es fast schon inflationär an. Ich denke mir, gut, es heißt ja nicht jedes Mal wenn er an Essen denkt, dass er Hunger hat. Vielleicht mag er mir auch einfach nur erzählen, dass ihm das Essen geschmeckt hat? Was weiß ich denn? Auffällig war aber, dass er letzte Woche den ganzen Vormittag angeheult kam, ständig „Essen, essen„, zeigend und übellaunig. Oft hab ich ihm dann einfach eine Cocktailtomate oder Traube reingeschmuggelt, in der Hoffnung er hätte einfach nur Appetit gehabt, aber gefehlt. Er hat einfach zZ wirklich mehr HUNGER, und zwar hauptsächlich morgens und vormittags.

Also ist für mich klar, da müssen wir was ändern. Es soll ab jetzt also ein Frühstück geben, gleich morgens, und dann um 10 Uhr noch mal einen Snack.

Gedacht, gemach… äh.. Ja, so einfach wars dann doch nicht. Was ist denn nun die nächste Mahlzeit, was gibts denn zum Frühstück, wenn keine Milch? Und, ach hups, er ist ja beinahe im 2. Lebensjahr, wie siehts denn da eigentlich mit der Ernährung aus? Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ichs versäumt hab mich da schlau zu machen. Was darf er nun, was soll er, wieviel Milch braucht er, usw. Mittlerweile habe ich mich endlich ein wenig schlauer gelesen und werde das zur nächsten U noch ausgiebig mit der Ärztin besprechen. Vor allem zu so Dingen wie Joghurt, Eier, Käse, Frischkäse…. liest man oft gegensätzliche Meinungen.

Wir sind jedenfalls jetzt zu dem Schluss gekommen, dass es nun so läuft: morgens gibts den Getreideobstbrei, danach ein Frischkäsebrot und ein wenig Obstbrei, wenns nicht reicht. Mittags wie gewohnt der Brei (Gemüse ist das einzige, das er *nicht* am Stück mag…), nachmittags obst, und abends Milchbrei, bis auf weiteres. Den mag er von Anfang an am Wenigsten, sobald die KäseMilchsache geklärt ist, gibts auch da bald Brot. Naja, und theoretisch darf er ja auch bald normale Kuhmilch trinken – hahahahust.

Nun dachte ich mir aber – bei diesen ganzen normalen Mahlzeiten, da MUSS die Nachtflasche doch wirklich nicht sein. Daher sind wir schon seit etwa 2 Wochen dran, sie zu verdünnen. Unser nächster Schritt sind 2/5 weniger Pulver. Bisher nimmt ers auch so, allerdings trinkt er dadurch nachts ja verhältnismäßig mehr Wasser. Blöderweise stillt er damit seinen gesamten Durst. Er hat genügend nasse Windeln, und die Königin der nassen Windeln morgen – heute ist sie bereits ausgelaufen und wog Tonnen, und so find ichs halt blöd. Mir wäre es ganz recht, wenn er tagsüber mal Durst verspüren und trinken würde.

Nur wie dahin kommen? Aktuell möchte ich versuchen, nicht nur immer weiter zu verdünnen, sondern auch schrittweise die Menge zu reduzieren. Ich glaub, wenn ich da wöchetlich so 20, 30ml abzwacke kommt er damit klar und weint dann nicht. Und ganz vielleicht komm ich ja so aus dieser Nummer raus… (Wär ja nicht das Schlechteste, wenn das nun doch vor der Geburt klappt..?)

Wir werden sehen… 😉

.
Auf bald,
Hummelchen

P.S. aus gegebenem Anlass grade die Kategorie „Kleinkind“ hinzugefügt… Ach-du-meine-Güte!?

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7 Kommentare zu „Zeit für Änderungen

  1. wie wäe es wenn du ihm dünne schorlen anbietest statt nur wasser, das würde das interesse am trinken wecken, ist kein richtiger saft und sicher ne gute alternative

      1. Mein großer mochte Apfel und Kirsch Schorle, der kleine ausschließlich milch mit Vanille. Ich weiß macht man nicht war mir aber letztlich egal er hat was getrunken und bewegen tat er sich viel

      2. Die Flasche für die Nacht hat er sehr lange gewollt,also mit vanillemilch tagsüber ging es aus dem Becher. Die Flasche war sein einschlafritus

  2. Oh, helfen kann ich leider nicht 😦
    Aber mein Mädl trinkt tagsüber genau wie dein Kleiner NICHTS. Und mit NICHTS mein ich auch nichts, max. einen Schluck aus dem Becher, an dem sie sich dann aber verschluckt (pfuii, WASSER!), so dass allein dieser Schluck nicht wirklich zählt. Sie trinkt auch nur nachts ihre verdünnte Milchflasche. Ich hatte jetzt die Hoffnung, da sie einiges bei uns mit isst, das ja auch etwas gesalzen ist, dass sie Durst bekommt, aber falsch gedacht 😉
    scheint wohl ein Stück weit „normal“ zu sein, aber wie man es ändern kann, keine Ahnung….

    Liebe Grüße,
    Dani

    1. Das klingt genau nach unserem, würgen, husten und prusten wenn er Trinken in den Mund bekommt… Tatsächlich trinkt er wein *WENIG*, wenn er Wurst probieren durfte, oder recht trockenes Brot, aber das ist im Miniminibereich.
      Da hilft wohl wirklich nur abwarten obs besser wird… irgendwann müssen die Kinder ja mal Durst kriegen!?

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