Gedanken · Organisatorisches

Mal kurz nachgerechnet

Ich will mich damit eigentlich wirklich nicht auseinandersetzen momentan, aber ich muss dringend schaun, wie ich ab nächstem Jahr die Kinder „losbekomme“. KiTa Plätze für den dann 2jährigen sind schon schwer genug zu finden hier, und für mein dann einjähriges Baby wird es de facto unmöglich, und ich muss hoffen dass die einzige Tagesmutter im 20km-Umkreis einen Platz frei hat. Ich könnte ihn jetzt schon – verbindlich – reservieren. Ob ich dann aber auch verbindlich einen Job haben werde, nächstes Jahr, das weiß ich natürlich noch nicht.

Und dann hab ich grad mal so, verschlafen, durchgerechnet. Ich bekomme für den Großen noch bis Herbst das halbe Elterngeld, das sind etwa gut 500€, für den Kleinen werde ich es auf ein Jahr auszahlen lassen, das sind dann nochmal knapp 500€, bis etwa Ende des Jahres. Pi mal Daumen optimistisch sind das also etwa 1000€. Dazu Kindergeld. Nicht schlecht eigentlich, nur ja eben zeitlich begrenzt. Jedenfalls stehen uns mal bis Herbst keine Geldsorgen ins Hau, so nichts Unerwartetes passiert *fingerkreuz*.

Anschließend hätte ich noch ein Jahr ALG I „offen“, das ich nicht nützen möchte, nur evenutell müsste wenn ich nicht gleich einen Job finde (den ich natürlich selbstverständlich nicht erst am 1.1.15 zu suchen beginnen werde, schon klar, ne……). Das wären dann vermutlich auch nochmal so 1000€.

Nähmen wir an ich ginge arbeiten, ab Januar 2015. Ich kann und werde nicht Vollzeit arbeiten, weil es schlichtweg keinen Ganztags-KiTa-Platz gibt, der so lange geht wie ein Ganztags-Arbeitstag. Ich kann mich auch nicht darauf verlassen, dass die Großeltern einspringen können. Sie sagen es zwar, aber da ist ja noch der Hund. Der Hund war schon der Grund warum sie uns im vergangenen Jahr im Prinzip gar nicht helfen konnten, und ich glaube also nicht mehr daran dass sich das jemals ändern würde. Unterm Strich kann ich also nicht vollzeit arbeiten.

Wieviel muss ich nun arbeiten, damit wir zumindest mit nicht weniger Geld aussteigen, als wenn ich zu Hause bliebe? Nun, wir rechnen: jeder Betreuungsplatz kostet so etwa 200€. Die KiTa etwas weniger (wobei das erst gilt wenn beide Kinder dort sind, also sinds dann effektiv doch deutlich mehr), die Tagesmutter, wenn sie denn Platz hätte, etwa 300, wobei ich dann wenn ich klage ja ein wenig erstattet bekomme (*augenroll*). Ich muss mit etwa 200€ Benzingeld rechnen, ich werde wohl kaum im selben Ort einen Job finden, und werde das Auto brauchen da ich ja jedes Kind in eine andere Himmelsrichtung verschiffen muss, bevor ich dann in meine Arbeitsstelle aufbreche.

Zusammengefasst: für den Luxus arbeiten zu dürfen müssen wir auf jeden Fall 700€ bezahlen. Wenn ich rechne, dass wir die 1000€ als „Basis“ brauchen damit unsere Haushaltsrechnung aufgeht, dann schaffe ich das wohl nur knapp mit einem 80%-Job (gut, je nach Branche und Betrieb könnt sichs ausgehen).

Mäh. Bitte wie macht ihr das????

.
Auf bald,
Hummelchen

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24 Kommentare zu „Mal kurz nachgerechnet

  1. Du erkennst mein Problem.
    Deswegen haben wir nur 24 Stunden Betreuung, mehr wäre zu teuer gewesen. Gut durch eine Änderung nun nicht mehr soo viel teurer aber wir zahlen so schon über 200 Euro (vorher 300 Euro) für die Betreuung.
    Benzin brauche ich keins, dafür 60 Euro Bahnticket.
    Ich arbeite 65% und dank gutem Job haben wir so in etwa so viel wie ich Elterngeld bekam. Details kann ich dir per Mail schicken wenn du magst.

    Es ist scheiße. So viel Geld für Betreuung bei euch, das ist doch verrückt. Gibts keinen Geschwisterbonus? Ganz ehrlich, da lohnt es sich ja fast doch das Jahr Alg 1 zu beziehen. Wie traurig ist das denn? Da läuft doch echt was falsch wenn man nicht lieber die Betreuungsplätze besser ausbaut und bezuschusst.

    1. Hätte ich die Sicherheit nach ALG1 nen Job zu haben würd ichs DEFINITIV laufen lassen. Wär bei meinen Kindern, weniger Stress, dafür mehr Geld… aber wenn das weg ist und ich ohne Job dasteh.. Ich will gar nicht drüber nachdenken.

      Ich werd mich einfach mal überall in den KiTas vormerken lassen, dann „abwarten“ wo ich welchen Job krieg und ob dort dann eventuell eine Tagesmutter wäre. Ist alles blöd, weil gar nix planbar und so, aber was Besseres fällt mir nicht ein 😦

      1. Dieses nicht planbar hat mich WAHNSINNIG gemacht. Ich hatte echt richtige Zukunftsängste. Drücke die Daumen, dass sich bei euch auch alles zum Guten wendet!

  2. Ja so ist das. Bei uns momentan nicht anders, da ich noch nicht „richtig“ arbeite, sondern auf Praktika/Anlern-Basis und die Kita-Kosten dennoch bezahlt werden müssen. Soweit ich weiß, bekommt man auch nur ALG1, wenn die Kinderbetreuung gesichert ist, da du sonst dem Arbeitsmarkt nicht zur Vefügung stehst (ich bekam von meiner Sachbearbeiterin nämlich komische Rückfragen warum ich das Tochterkind zum Termin im Juni mitbrachte und verschwieg, dass der Kita-Platz erst im September los geht). Dafür würde das Amt (Sozialamt?) dann aber wohl einen Zuschuss zahlen. Wir haben das aber nicht in Anspruch genommen, da wir dafür hätten zu viel offen legen müssen.
    Ist schon ne krux. Zumal hier in Bayern nen Krippenplatz für U3-jährige 3mal(!!!) soviel kostet, wie ein Kita-Platz ab 3 Jahre. Da war unsere TaMu-Modell in Niedersachsen sehr viel sozialveträglicher, denn da ist das nach Einkommen gestaffelt.
    Hoffe, dass ihr eine Lösung findet, die allen gerecht wird.

    1. Oh, fck, danke für die Info.. dann muss ich mir den Krippenplatz ja doch „verbindlich“ reservieren. Zahl dann halt das monatliche Geld als „Schutzgebühr“ fürs Amt, weil Hinbringen würd ichs Kind ja nicht wenn ich nicht arbeiten bin…

  3. Warum bekommst du für Nr. 2 nur so wenig EG? Du müsstest doch noch mehr Monate als Berechnungsgrundlage von VOR der Geburt des 2012ers und damit aus Vollzeiteinkommen haben als ich?! *kopfkratz* Bei dir sind sie ja noch näher zusammen als bei mir.
    Zzgl. Geschwisterbonus!

    Wie wir das nach dem Elterngeld für das Junebug machen weiss ich ehrlich gesagt auch noch nicht so recht. Immerhin sind hier die Betreuungskosten niedriger und wir werden nach wie vor nur 1 Auto haben.
    Wir wohnen zur Miete umd werden uns in den nächsten Jahren auch kein Eigentum leisten können.

    1. Wieso mehr Monate als Berechnungsgrundlage? Man hat MAXIMAL dieselben Monate, wenn das Kind genau 12 Monate nachm 1. kommt. Bei 14 Monaten Altersabstand fließen 2 Monate mit 0€ Einkommen ein. Dazu kommt bei uns, dass das für Kind1 nur so „gut“ war, weil da noch Vollzeit-Arbeitszeit reinfällt, ab Juni 12 war ich nur noch Teilzeit, also verringert sich die Grundlage nochmals (es fallen ja die frühen 100% Monate weg, die knappen vom Sommer 12 bleiben).

      Miete fällt hier jetzt flach, aber exakt der gleiche Betrag geht für die Bank weg, insofern…

      Schon scheiße, dass sich mit demselben Rotz jeder rumärgern darf….

      1. Warst Du denn richtig Teilzeit oder hattest Du ein BV?
        Ersatzleistungen durchs BV werden wie Einkommen gerechnet.
        Mutterschutzfristen bzw. Zeiten, in denen Du Mutterschaftsgeld während des MuSchu bezogen hast, werden m.M. nach auch nichtbzur Berechnungsgrundlage hinzugezogen. Macht bei 14 Monaten Abstand minus 6 Wochen MuSchu vor der Geburt von Nr. 2 mit viel Glück keinen ganzen Monat mehr, wo Du null Einkommen hattest. Demnach müsste sich EG für Kind 2 wie für Kind 1 berechnen – plus Geschwisterbonus.

      2. Leider richtig TZ, mein Arbeitsvertrag wäre dahin ausgelaufen und wurde dann nur auf TZ Basis verlängert. (Hätte ich damals nur nix gesagt von der Schwangerschaft….)

      3. Ich will jetzt nicht darauf beharren Recht zu haben, lass mich gern positiv überraschen, aber….
        Ich sehs ja dann wenn der Bescheid da ist… *seufz*

      4. Das reicht dann aber heute auch mit Kommentaren hier 😉

        So, hier die Zeiträume, die NICHT Berechnungsgrundlage sind, dazu gehört auch MuSchu und MuSchaftsGeld: http://www.gesetze-im-internet.de/beeg/__2b.html
        #puh!
        Zeiten mit durch schwangerschaftsbedingter Krankheit niedrigerem Einkommen werdennauch ausgeklammert, aber ob ein BV dazugehört?! Hatte damals für alle BV- Monate eine Gehaltsabrechnung ohne BV zusätzlich eingereicht…

        Sagst Du denn nach Eingang des Bescheides mal an, was rausgekommen ist? Gerne auch per PN – stecke ja ähnlich drin.

  4. Ich finde es ehrlichgesagt selbstverständlich dass frau mittelfristig nach der Geburt des Kindes/der Kinder auch wieder arbeiten geht. Mir macht meine Arbeit Spaß; nachgerechnet habe ich nie, bei welcher Variante ein paar Euro mehr oder weniger rauskommen oder ob daheimbleiben womöglich lukrativer wäre. Wir versuchen permanent einen guten Kompromiss zu finden zwischen Arbeitszeit und Betreuungszeit. Und zu guter letzt ist ja auch noch der Mann da, der seine Stunden anpassen könnte. Wenn beide irgendwas um die 70Prozent arbeiten, kann man sich auch beim Kinder bringen und holen abwechseln und finanziell müsste es auch einigermaßen laufen. Einfach ist es nicht. Mich nervt das auch an. Ich kann schon seit über 5 Jahren nicht mehr vernünftig planen, weil ich nie weiß wo und wie und wann ich arbeiten kann und welches Kind wo einen kiTa/KiGa/Hortplatz kriegt. Aber irgendwie geht es, auch wenn es oft meine letzten Nerven raubt. Viel Erfolg! Ich finde es lohnt sich!

    1. Na, so möchte ich das nicht verstanden wissen!
      Es ist für mich außer Frage, dass ich wieder arbeiten gehen MÖCHTE, aber ich möchte auch meine Kinder sicher betreut wissen (also ohne KiTas, die von 12-14h zumachen, wie soll das denn gehen!?), und ich möchte nicht draufzahlen müssen damit ich arbeiten gehen DARF (und bitte wir reden nicht von paar Euro, ich finde 700€ mehr als nur „ein paar“!).
      Ich kanns mir leider nicht leisten, für das Privileg zu normalen Steuerzahler zu gehören, dazuzuzahlen.

      Ich *brauche* es, arbeiten zu gehen, ich hab nicht Mama studiert. Aber ich brauche es auch, meinen Lebensunterhalt finanzieren zu können und ich brauche Betreuung für meine Kinder. Nicht mehr und nicht weniger. Punktumaus.

  5. Keine Frage, auch ich bin für bessere Kinderbetreuung, kostenlose Krippenplatze, aber auch für mehr Flexibilität und Toleranz von Seiten der Arbeitgeber und vor allem doof, dass die Einbindung der Väter in der Praxis nur langsam Akzeptanz findet.
    Ich wünsche wirklich allen berufstätigen Eltern, dass sie ihr funktionierendes Modell finden!

    1. Den Arbeitgeber vom Mann würd ich hier in SChutz nehmen, der war auch sehr kulant was die Elternzeitmonate angeht. In unserem konkreten Fall macht es nur keinen Sinn, weil er 2 Std pro Weg braucht, also massivst kürzen müsste um effektiv rechtzeitig daheim zu sein…

  6. Also Monate, in denen man noch Elterngeld für Kind Nr. 1 bezieht, werden zurückgerechnet auf die Monate vor der Geburt des 1. Kindes. Sind bei uns leider nur 2 Monate, wo mein volles Gehalt zählt. Aber durch meine Stundenweise Arbeit, bekommen wir wenigstens noch etwas mehr Elterngeld als der Mindestsatz. Und bis zum 3. Lebensjahr von Kind Nr. 1 bekommt man ja noch den Geschwisterbonus.

    Krippenplatz von 07:30 bis 14 Uhr liegt hier so bei 260 €.

    LG

  7. Wie macht ihr das, fragst du? Zu Hause bleiben. Mit meinen zwei Jungs. Gern und aus Überzeugung. Wie du schon sagst: Es geht hier um circa 300 Euro mehr, die du im Monat hättest. Und kostenlos dazu bekommst du den Stress der ganzen Fahrerei, das schlechte Gewissen der Arbeit gegenüber, wenn Kind 1 oder 2 mal krank ist (und das passiert ja nun mal. Gern und ständig), oder wahlweise den Kindern gegenüber, wenn du geschafft von der Arbeit kommst und deshalb die Kraftreserven für sie aufgebraucht sind (und als Sahnehäubchen noch hier und da ein Streit mit dem Mann, wer denn nun bitte für den Haushalt verantwortlich sein soll). Die Frage ist doch: worum geht es hier? Um noch zwei Jahre, die du mal nicht für den Arbeitsmarkt zu haben wärst. Zwei Jahre von vielleicht noch…35 Jahren aktiv im Beruf. Dafür vielleicht mal etwas knapper bei Kasse, etwas mehr rechnen, ruhig das ALGI nutzen, das dir zusteht. So machen wir das. Und sind sehr zufrieden damit. Und mit meiner kleinen Jungsbande zusammen sein, das möchte ich um keinen Job der Welt missen!

    1. Du schneidest tatsächlich noch ein anderes Thema, das in den ganzen Überlegungen zum wirtschaftlichen Aus- und Durchkommen auf der Strecke bleibt: was für die Kinder am Zuträglichsten wäre.
      Bei uns ist es so, dass ich dem „Großen“ glaub ich gut und gern ab 2 Jahren halbtags KiTa zumuten würde. Ich glaube, die Action wird ihm sehr gut tun, er würde aufblühen bei dem Input mit anderen Menschen, anderen Kindern. Länger als diese 4, 5 Stunden gebe ich mein Kleinkind aber nicht guten Gewissens ins fremde Umgebung.
      Ob ich mir vorstellen kann, das mit einem Einjährigen zu tun, den ganzen Tag? Nein, eigentlich nicht. Ich weiß jetzt schon, dass es mich wohl fertig machen wird, selbst wenn es so ein actionliebendes, wenig anhängliches und eher unabhängiges Kind wird, wie mein erstes ist. Und ob ich als Psychologin denke ich, dass es für ein Einjähriges die beste Lösung ist? Ich werde das für mein eigenes Seelenheil nicht beantworten, weil ich vielleicht keine Wahl haben werde.

      Meine Traumlösung???
      Meine 2, bzw. 3 jährigen Kinder fremdbetreuen lassen bis etwa 13, 14 Uhr. Oder nur bis 12? Wie es ihnen gut tut. In einer Einrichtung, die nicht überfüllt oder am gefühlt anderen Ende der Welt ist. Wo sie gut aufgehoben, gefördert und in schöner Umgebung mit anderen Kindern sind. Und in der Zwischenzeit gern arbeiten, keine Frage! Ich will nichtmal reich werden, ich will nur nicht draufzahlen müssen (gegenüber Menschen, die gar nie arbeiten oder arbeiteten und auf Dauer zu Hause sind). Gern tausch ich auch mit dem Mann, und arbeite ganztägig, und er kommt heim (wobei ich mit erster Lösung und Haushalt vermutlich glücklicher werde, ich gestehe).
      Traurig, dass das einfach nicht geht.

      PS – du hast dich übrigens verlesen, ich verdiene nicht 300€ „mehr“, sondern bezahle 700€ „drauf“. Ich habe nur ausgerechnet, was ich verdienen „müsste“ um mit 0 unterm Strich auszusteigen, und das Gehalt wäre eins, das ich vermutlich mit einem 80% nicht bekomme (und daher vorneweg 100% arbeiten muss)

  8. Ja, deine Traumlösung klingt sehr gut (für dich und die Jungs). Wer weiß, vielleicht klappt’s ja doch so? N bissl Zeit bis dahin bleibt ja noch;) Alles Gute für die Geburt!

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