Baby · Steinböckchen

Schlaaaafen!

Oh nein, ich kann darf und werde nicht klagen! So generell… Baby 2 ist bislang ein gutes Stück „pflegeleichter“ als Baby 1. Liegt vielleicht auch daran, dass wir mit ihm natürlich anders umgehen. Im Unterschied zum Erstgeborenen wird dieser hier quasi rund um die Uhr getragen, ist an uns dran. Entweder im Arm oder, sehr beliebt, vor allem beim Mann, schlichtweg im Tragetuch. Erstaunlicherweise weint er so gut wie nie (grundlos).  Also, natürlich wenn er Hunger hat und aufs Fläschchen (anderes Thema, andere Stelle) warten muss. Aber davon abgesehen kommen wir zusammen gerechnet auf maximal eine gute halbe Stunde pro Tag. Meist entfallen davon mindestens 15 Minuten auf die Zeit rund um 22.30, verlässlich jeden Tag – sein Geburtszeitpunkt. Jeden Tag erstaunt es mich aufs neue, wie zuverlässig er sich um genau diese Zeit Anspannung rausschreien muss…

Aber auch sonst ist der Kleine (der übrigens alles andere als klein ist!!!) mächtig entspannt. Blähungen? Kein Problem, er wuselt sich und wälzt (dafür allerdings am Liebsten in der Nonomo, da lösen sich die wie von selbst!) und knattert wie ein Weltmeister vor sich hin. Wie ein kleiner Traktor! Auch seine Verdauung ist fit und macht ihm keine Probleme, ganz anders als beim Bruder also. Manchmal fühlt er sich kurz vorm Einschlafen ein wenig unwohl, vor allem in den Abend- und Nachtstunden, und weint dann ein wenig. Im Arm beruhigt er sich aber schnell. Auch das abartig hohe und schrille und ausdauernde und häufige Gekreische (auch darüber an anderer Stelle) vom Bruder steckt er gut weg. Nicht zuletzt war er auch bei der Erkältung, die wir uns vermutlich von der U2 mit nach Hause genommen haben, mehr als tapfer. Trotz Schnoddernase ließ er sich kaum aus der Ruhe bringen, wurde nur nervös wenn die Nase gar arg zu war und er schwer Luft bekam…

Und auch unsere Nächte sind im Großen und Ganzen toll. Von Anfang an schlief er viel nachts. Wie schon damals bei Baby 1 bleibt er abends noch bei uns im Wohnzimmer und geht erst so gegen 23 Uhr mit Mama hoch ins Bett. Ab dann schläft er immer mindestens so 3 Stunden am Stück. Aktuell, nach nicht mal einem Monat, gibt es bis zum Aufstehen um 9Uhr (Elternzeit-Papa übernimmt dankenswerterweise die „Frühschicht“, die ja lässig auch erst so gegen 8Uhr beginnt, mit dem Großen und Mama und Baby dürfen gemütlich ausschlafen) nur noch 2 Fläschchen, einmal um etwa 4 Uhr und dann so gegen 6.30. Erstaunlich, wie sich da schon ein Rhythmus eingependelt hat!? Ich bin jedenfalls ganz platt und begeistert davon, wie einfach dieses Kind sich bislang gibt…

Einziger Wermutstropfen ist die Art des Schlafens. Wie schon erwähnt – er will an uns dran sein, und das leider auch im Schlaf. Hätte ich mich beim Großen ja niehiehiehiemals getraut, aber hier wurde es schnell „Mode“: er liegt in meinen Armen. Recht feste an mich gekuschelt, mit mir unter der Decke. Ich rühre mich übrigens nachts keinen Millimeter. Im Leben würde ich nie auf ihn draufrollen, auch die Decke ziehe ich nachts nicht hoch (und über seinen Kopf). Ich bin schlagartig wach wenn er sich nur ein bisschen rührt, was er gelegentlich tut wenn er auf seinem Ärmchen liegt oder den Kopf bewegt. In der Regel schlafen wir beide aber wie Steine, und völlig reglos.
Vor ein paar Tagen wurde mein Schlaf ein wenig „nachlässiger“, ich rollte nachts öfter von ihm weg, auf den Rücken. Geschuldet ist das dem Umstand, dass mir nach wie vor wie in der Schwangerschaft Hände und Beine furchtbar taub werden, wenn ich mich nicht bewege, und dann schmerzen. Leider liege ich auch jetzt genau auf der Seite, die mir in der Schwangerschaft schon so zu schaffen gemacht hat (anders rum kann ich nicht). Vermutlich drehe ich mich dann weg, wenns zu weh tut. Zusätzlich muss ich sagen, dass für mich diese Art zu schlafen, auch wenn ich tief schlafe, nicht sehr erholsam ist – mir tut eben morgens alles weh und ich mag es nicht, wenn ich so still liegen muss.

Somit startete das Projekt: Baby ins Beistellbettchen mogeln. Die erste Nacht war HORROR, der Kleine spätestens im 20-30-Minuten Takt am Weinen, er mochte es einfach nicht. Ich konnte auch kaum sagen warum, denn ich lag ganz eng an ihn gekuschelt, Kopf an Kopf, meine Arme um ihn. Kaum weniger eng als sonst! Was war denn nur? Wir spielen also trial-and-error, und erste Erfolge zeichnen sich ab:
– Mein Baby liegt gerne „eng“. Zuviel Bewegungsfreiheit tut ihm nicht gut, er kommt dann nicht zur Ruhe. Das enge Mamakuscheln ersetzen wir durch den Swaddle-Me-Pucksack. Check, funktioniert.
– Mein Baby mag es WARM. Jajaja, schon wieder ein Faux-pas! Darf man ja auch nicht, Baby muss kühl schlafen, bei 16° Raumtemperatur, nur Body und Schlafanzug im Schlafsack. Hält er aber nix davon. Während da ein wenig eingeredete Panik aufkeimen will, frage ich mich, wie das Babys wohl in wärmeren Ländern machen, wenn sie bei 16° schlafen sollen um nicht dem plötzlichen Kindstod zu erliegen… Und während ich gedanklich den Kopf schüttele über die wissenschaftlichen, kreativen Theorien zu Selbigem stopfe ich das Baby nochmal, mit nur minimal schlechtem Gewissen, in eine kuscheligwarme Decke. Ich sorge mich auch hier nicht, dass er sie sich über den Kopf zieht – erstens pucke ich ihn auch damit nur zusätzlich ein, zweitens bewegt er sich (gepuckt) gar nicht mehr wirklich, drittens werde ich wach wenn er sich auch nur ein bisschen bewegt (zB unruhig den Kopf hin und her dreht). Ich lüfte auch nur noch um zu lüften, und nicht um das Zimmer extra kalt zu kriegen. Ich selbst finde nämlich so um die 18° angenehm. Viel kälter muss dann nicht.

Und so schliefen wir nun die erste erfolgreiche, wirklich gute und erholsame Nacht … Baby im Beistellbettchen, eingewickelt und warm, und ich hatte… mein gaaaanzeees Bett für mich alleine!!! Aaaaahhhhh… !!!

P1000669

.
Auf bald,
Hummelchen

Advertisements

2 Kommentare zu „Schlaaaafen!

  1. Das klingt doch gut! Ich finde es erstaunlich, wie routiniert man mit dem zweiten an Lösungen arbeitet, oder? Während man beim ersten noch verzweifelt und sich nicht getraut dies oder das zu tun, macht man es beim zweiten einfach. Hehe.
    Unsere Prinzessin mochte es auch warm (aber nicht eng – eher das Gegenteil) und wir haben wir anfangs immer ein Kirchkernkissen in den Schlafsack gepackt. Das ging wunderbar. Ich würde mich da nicht zu viel Gedanken um Soll-Temperaturen machen. Wir Großen sind ja auch unterschiedlich was die Wohlfühl-Schlaftemperatur betrifft.

    Alles Gute euch weiterhin!

    1. Ja, dachte ich mir dann auch. Der Große is ja sehr hitzeempfindlich, der Kleine hat scheinbar mit Kälte so seine Probleme.. ich will da auch nicht päpstlicher sein als der Papst, wenn es ihm offensichtlich zu kalt wird…

      Danke! 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s