Baby · Entwicklung

1-Monats-Geburtstag Raupe

Da blinzelt man einmal und schon ist der Krümel einen Monat alt! Wie spannend diese erste Zeit doch ist… und wie viel besser wir sie genießen können, bewusster erleben! Es ist diesmal wirklich mehr Kennenlernen als Überleben. Mal sehen, ob ich auch schaffe alles festzuhalten, was wir schon über unser zweites Söhnchen wissen! (Ohne ständig nur mit dem Bruder zu vergleichen, ich gebe zu, man ist sehr versucht im Alltag!)

Nun, mein Liebes… wenn mir ein Wort zu dir einfällt, dann ist das „unkompliziert“. Genauso unkompliziert „mal eben einfach so“ du deinen Anfang genommen hattest, als ich ganz schnell schwanger wurde, genauso unkompliziert bist du zur Welt gekommen, und genauso unkompliziert bist du nun als Baby. Vielleicht haben wir auch eine etwas andere Erwartungshaltung, da ja doch nicht alles neu für uns ist. Wir erwarten also nicht, dass du nicht weinst, viel schläfst, durchschläfst, und so weiter. Und schon schaffst du es, uns zu überraschen.IMG_20140108_235343

Du weinst so gut wie nie (grundlos). Natürlich weinst du, wenn du Hunger hast. Und du weinst, wenn du nicht alleine sein willst. Oder wenn dich grad Pupse plagen (gemessen daran wie oft sie das tun weinst du sehr selten!). Aber sonst weinst du maximal so etwa 30 Minuten, höchstens eine Stunde pro Tag! Auch bist du mächtig entspannt, und das viele laute Kreischen deines großen Bruders bringt dich kaum aus der Fassung. Nur wenn es arg viel wird, oder stundenlang geht, wirst du nervös und fühlst dich sichtlich nicht mehr wohl. Du verzeihst ihm offensichtlich auch seine stürmische Art. Vielleicht weißt du, dass er dich sehr lieb hat, wenn er dir wieder – küssend – eine Kopfnuss verpasst. Du verdankst ihm übrigens bereits ein „blaues Auge“ (ein wenig übertrieben, aber die Augenbraue war gerötet!), weil Mama und Papa die Begeisterung deines Bruders unterschätzt hatten.

geschwisterliebe

Was dich noch auszeichnet ist dein Hunger! Mamas erfolglosen Stillversuch hast du 10 Tage ohne Murren und Knurren ertragen, wolltest dafür aber bittedanke am Liebsten ununterbrochen an der Brust hängen. Wenn schon kein Essen, dann wenigstens am leeren Buffet lümmeln, was? 😉 Du hast von Anfang an gierig und kräftig getrunken. Leider hat uns das nicht viel geholfen, und daher trinkst du nun gierig und kräftig und häufig Fläschchen. Du bist übrigens eine kleine Raupe Nimmersatt, mit schier nicht enden wollendem Appetit. Tagsüber vernichtest du Fläschchen daher im 2-Stunden-Takt. Man sieht dir das an, unsere Hebamme sagte dazu nett „huch, du hast ja gar keinen Hals!“.

Nachts bist du dann aber wohl länger satt, manchmal sogar schon für 4 Stunden. Dein Schlaf ist herrlich! Bereits ab 20 Uhr wirst du merkbar müder. Wenn wir so gegen 23 Uhr mit dir schlafen gehen, brauchst du bist 8/9 Uhr morgens nur 2 Fläschchen. Viel Zeit für Schlaf also! In den ersten Wochen konntest du ausschließlich in Mamas Arm schlafen: feste aneinandergekuschelt. Nun, wo wir wissen dass du es gerne eng und warm hast, haben wir es auch gemacht dir das eigene Bettchen (Beistellbettchen genauer gesagt) schmackhaft zu machen: eingepuckt und eingemümmelt, abends zum Einschlafen gerne auch mit warmen Dinkelkissen am Bäuchlein gegen Blähungen, kommst du gut in den Schlaf. Das Einschlaflied, das du dabei zu hören bekommst „Die Blümelein sie schlafen“, das unser Ritual ist, beziehungsweise werden soll, so wie auch schon beim großen Bruder, hilft dir dabei. Auf Schnuller kannst du bislang verzichten, weißt scheinbar nicht genau was du damit anfangen sollst und spuckst sie ständig aus.

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Du bist bislang sehr anhänglich und Nähe-bedürftig. Du magst es überhaupt nicht, irgendwo alleine zu liegen. Das Tragetuch liebst du, vor allem bei Papa kannst du da sehr lange sehr tief schlafen (bei Mama stört dieser leckere Milchgeruch einfach zu sehr, was? Wer schläft schon am Esstisch….). Wenn du Körperkontakt hast, bist du glücklich, und lässt dich so auch gut über Pupse und Hunger hinwegtrösten. Oft reckst und streckst du dann dein Köpfchen in die Höhe (dein Hals kommt dann zum Vorschein und wir konnten uns den ein oder anderen Schildkrötenvergleich leider nicht verkneifen) und guckst dich fasziniert um. Unterwegs ists allerdings nichts mit Umschaun: Im (Geschwister <3) Kinderwagen oder im Auto schläfst du ratzfatz ein.

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Baden liebst du. Also – den Mittelteil, den im Wasser. Vorher, wenn man dich ganz nackig macht, schreist du als gings dir an den Kragen. (Jajaja wir wissen schon dass dus gern sehr warm magst! Nichtmal der Heizlüfter macht dich vollkommen glücklich, wenn man dich so frech auspackt.) Kaum bist du im Wasser entspannst du dich und genießt. Mal stößt du dich mit Beinchen und Ärmchen ab und ruderst so durchs Wasser, mal bist du kurz vorm Einschlafen. Bis man dich wieder rausnimmt, und du noch viel viel mehr schreien musst als vorher! Nicht mal das Eincremen mag dir gefallen. Berührungen wie streicheln oder „massieren“ findest du nur bedingt gut, um nicht gar zu sagen, kacke. Auch Bäuchlein streicheln braucht man nicht anzufangen. Dafür genießt du es unglaublich, wenn man dir den Kopf streichelt. Du ziehst dann genüßlich deine Augenbrauen hoch, drückst dich in die Hand und machst ein herzallerliebstes Gesichtlein dazu. Hach! Oft hilft dir das auch beim Einschlafen oder Beruhigen.
In der Regel möchtest du nach dem Baden ein Fläschchen und schläfst dann für Stunden richtig tief.

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Oh, deine Haut! Du hast sooo weiche Babyhaut im Gesicht, ich möchte mich ständig an dich schmusen! (Doch jetzt muss es! Im Unterschied zur Seefahrerhaut deines Bruders!) Aktuell wirst du ein wenig pickelig und piffelig, mal sehen ob deine Haut so toll bleibt. Zur Pflege nehmen wir nur Mandelöl. Wirklich nötig ists bei dir aber nicht, einzig um und an den Ohren hast du extrem trockene Haut, auf die abwechselnd Muttermilch und Rosencreme drauf kommt.

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Die sieht ein wenig aus eine Kopie von Mama. Verglichen mit Babyfotos (oberes Bild zum Vergleichen) ist die Ähnlichkeit schon enorm! Nur die Nase, die hast du vom Papa. Bei den Augen sind wir uns auch noch nicht ganz sicher. Und wem du das runde Gesicht verdankst, wissen wir auch nicht. Aber vermutlich müssen wir warten bis du keine kleine Speckraupe mehr bist, um das wirklich sehen zu können. Deine Augen sind noch baby-dunkelblau und der Flaum auf deinem Kopf ist rot-blond. Deine Augenbrauen sind so hell, dass man sie gar nicht sieht. Wir sind ja sehr gespannt, wie sich das entwickelt! Wenn du wirklich ein Rotschopf wirst, hast du das jedenfalls von deinem Uropa mamaseits, der auch rote Haare hatte.
Jedenfalls bist du ein Mops. Schon im Krankenhaus, kurz nach der Geburt stellten wir entsetzt fest, dass wir dich kaum in den kleinen 50er- Strampler stopfen konnten. Die 50 haben wir dann innerhalb der ersten beiden Wochen hinter uns gelassen. Aktuell trägst du Größe 56 und Pampers der Größe 2. Babydry halten bei dir übrigens nicht so gut dicht wie die New Born. Babylove knackst du innerhalb kürzester Zeit. Also auch bei dir keine Option. Beim letzten Wiegen mit der Hebamme vor ein paar Tagen hast du schon 4800g gewogen, mein Mops!

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Leider hast du bereits deine erste Erkältung durchgemacht (und das, obwohl wir zu dem Zeitpunkt noch „voll stillten“!). Sehr wahrscheinlich haben wir sie uns bei der U2 mit nach Hause genommen. Begonnen hats beim Bruder (wir haben das Wartezimmer Spielzeug im Verdacht!), und bevor wir es gemerkt haben hat er dich angesteckt – kein Wunder, wie gesagt muss er dich ja ständig abknutschen. Auch dabei warst du soo tapfer, hast die Schnoddernase geduldig weggesteckt, aber man merkt eben, dass dein kleiner Körper arg damit zu kämpfen hast. Auch 3 Wochen später bist du noch nicht wieder ganz fit, hast nachts Probleme mit dichter Nase, und wohl auch Halsschmerzen und Ohrenprobleme. Wollen wir hoffen, dass wir das ganz bald vollständig abhaken können!

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Damit wir dich hier nicht NUR über den grünen Klee loben, hast du vor etwa 3 Tagen beschlossen, ein wenig Babyterror zu machen. Vielleicht ist es dieser fiese 5-Wochen-Schub (was fiese Babyschübe sind vergisst man allerdings schnell wenn man ein paar fiese Kleinkindschübe überlebt hat!) oder dir macht die Erkältung zu schaffen, oder die Blähungen, die sich in dieser Zeit ein wenig intensiviert haben. Wie auch immer, du warst ziemlich unleidlich, und wir hoffen dass du bald wieder zur Ruhe kommst…IMG_20140113_125007

Ach Herzchen… so schön dass du bei uns bist!! ❤

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Auf bald,
Hummelchen

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4 Kommentare zu „1-Monats-Geburtstag Raupe

  1. Wunderschön geschrieben… in deinem Post spürt man in allen Zeilen euer Familienglück zu viert 🙂
    Und er weckt Erinnerungen an die Babyzeit mit den eigenen Kindern… und Vorfreude auf das nächste Baby natürlich auch 😉
    Alles Liebe Für euch!

  2. Ach das hört sich alles sooo schön an. Man spürt wirklich die Liebe in deinen Zeilen!

    Der Kinderwagen, das ist doch der ABC Zoom, oder? Den hatte ich auch mal in live gesehen und im Hinterkopf ganz tief abgespeichert als „Wenn wir dann doch vielleicht mal Zwillinge bekommen“. Ich würde mich über ein paar Erfahrungen sehr freuen. Gerne sonst auch per Mail.

    LG

    Kaya

    1. Ja, das ist der ABC, wir sind bislang äußerst zufrieden – wobei man bei Zwillingen ja mehr Auswahl an Kinderwägen hat, aber bei 2 unterschiedlich alten Kindern war das jetzt am Sinnvollsten. Berichte bestimmt mal drüber!

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