Kindergarten · Rumpelstilzchen

Rumpelstilzchens KiTa Start

So ein großer, großer Junge…

Pünktlich nach seinem 2. Geburtstag startete fürs Rumpelstilzchen Anfang November die KiTa. Schon lange vorher war ich mir sicher, dass es ihm sehr gut gefallen würde und machte mir wenig Sorgen wegen der Eingewöhnung. Kurz vor Beginn kamen dann aber doch Zweifel – er war so wahnsinnig anhänglich, bockig, eifersüchtig auf den kleinen Bruder. Sein Standardsatz war „Mama trösten!“, womit er auch ganz allgemein Kuscheln meinte. In Dauerschleife jeden Tag.

Schon vorab erzählten wir ihm vom Kindergarten, was nicht schwer war da einer (aber nicht seiner) mehr oder weniger hinter unserem Garten ist. Wir haben uns dennoch gegen diesen entschieden, der Betreuerschlüssel war nicht berauschend (1 Erzieherin auf 7-8 Kleinkinder) und die ganze Einrichtung eher auf ältere Kinder ausgelegt. Aufnahme auch erst ab 2 Jahren, weswegen es für die Raupe ohnehin schonmal flachgefallen wäre. Also wurde es der im Nachbarort, grade im großen Ausbau. Jedenfalls freute er sich schon sehr.

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Am großen Tag selbst war er auch noch aufgeregt, doch beim Betreten des Hauses wurde es im doch sehr mulmig, er klettete sich an mich, wollte nicht weitergehen. Dort angekommen wurde auch erst mal geweint, alles so groß, so fremd, andere Erwachsene und unbekannte Kinder, und alle wollen offensichtlich was von einem. Das Rumpelstilzchen landete in der Eulen-Gruppe und sein Symbol am Kleiderhaken und Zahnputzbecher ist die Schnecke.

Die ersten beiden Tage waren wir dann alle zu dritt für je 2 Stunden erstmal da. Die erste Annäherung an seine Bezugserzieherin fand er nach etwa 20-30 Minuten – ihre Kiste mit dem Duplo Polizeihubschrauber war einfach viel zu verlockend. Und nachdem er dann das Regal mit den Bällen gefunden hatte und ein Mädchen das mit ihm spielte lief alles prächtig.

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Am Mittwoch dann sollte ich das erste Mal den Raum verlassen. Wie zu erwarten war (und ich gebe an der Stelle zu, ich war fast etwas erleichtert) weinte er erstmal heftig. Ich übergab ihn direkt in den Arm der Erzieherin, von der er sich aber noch nicht halten lassen wollte und blieb lieber stehen. Nach knapp 10 Minuten bekam ich die Nachricht, dass er sich beruhigt hatte und fröhlich mitspielen würde. Sie hätten gemerkt, dass er nicht angefasst oder angesprochen werden will erstmal, und hätten ihm ein paar Minuten gegeben, und ihn dann bei erstem Interesse zum Mitmachen eingeladen. Ich war positiv überrascht, wie schnell sie erfasst hatten wie mein kleiner Großer so „tickt“. Als ich nach 30 Minuten zurückkam saß er in der Küche und kochte begeistert Suppe. Als er mich sah rief er begeistert, laut und über alle Backen strahlend „Mamaaa!!“, kochte aber dann weiter und wartete bis ich mir mein Küsschen abholte.

Am Donnerstag sollte ich dann für 1,5 Stunden den Raum verlassen. Wieder Weinen, die Nachricht dass alles ok sei, und freudiges Wiedersehen. Am Freitag wurden wir für 2 Stunden nach Hause geschickt und das Rumpelstilzchen durfte erstmals mit nach draußen, Bobbycar fahren. An diesem Tag musste ich ihn zurück zum Auto tragen, da er sich weigerte mitzukommen.

Ich war schon ganz euphorisch wie gut das lief, als dann am Wochenende klar wurde dass er sich ordentlich erkältet hatte. Nicht nur 2 Kindergartentage entfielen daraufhin sondern auch der Laternenumzug, was mir besonders leid tat, sich aber nicht ändern ließ…

Mittwochs befürchtete ich einen Rückschlag, aber auch der lief wie die Tage zuvor. Donnerstags durfte er zum ersten Mal zum Mittagessen bleiben, und nachdem das problemfrei lief, heute Freitag auch zum anschließenden Mittagsschlaf. Hier hatte ich wieder Zweifel, aber auch das klappte recht gut. Wie abgesprochen bekam ich den Anruf, als er eingeschlafen war. Beim Abholen meinte seine Erzieherin, dass sie die Eingewöhnung erstmal als abgeschlossen ansehen würde.

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Ich glaube ich platze grade vor Stolz darüber, so einen tollen großen Jungen zu haben, und freue mich wahnsinnig wie gut es ihm dort geht und dass es so reibungslos klappt. Heute morgen hat er das erste Mal nicht geweint beim Verabschieden sondern wollte recht bald zu seiner Erzieherin auf den Arm…

Natürlich geht es nicht völlig ohne Nebenwirkungen. Er ist noch klammernder als vorher schon, und ich bemühe mich dem Wunsch ausgiebig nachzukommen. Immerhin ist es eine riesige Veränderung und er das erste Mal überhaupt so viel und lang von mir getrennt. Natürlich fehle ich ihm, und natürlich setzt ihm das zu, egal wie toll es dort ist. Ich habe ein wenig das Gefühl, dass er hin und hergerissen ist zwischen den guten Gefühlen für dort und den negativen weil er von mir getrennt ist. Er hängt bereits sehr an seiner Erzieherin und mag sie offensichtlich, redet auch daheim ständig von ihr. Es ist fast so als würde er sich sorgen, dass das was zwischen ihm und mir ändert, als dürfe er nicht an ihr hängen. So eine „kommhergehweg“-Geschichte. Ich bin mir sicher, dass sich das mit der Zeit von selbst lösen wird, und er erkennt dass das schon alles so passt wie er das da gerade empfinden möchte. Ich weiß ja, dass es gut ist, und versuche einfach ihm das genau so zu vermitteln, und eben in der Zwischenzeit der Verwirrung seine Bedürfnisse ausführlich zu erfüllen. In seinem kleinen Herzchen ist noch so viel Platz, den muss er gar nicht aufteilen, und das wird er lernen.

Es ist so beruhigend für mich zu wissen, dass er dort wirklich gut aufgehoben ist. Durch den Ausbau sind zwar noch nicht alle geplanten PädagogInnen im Einsatz, aber auch die Gruppen noch nicht besetzt. Zur Zeit sind also 2 Gruppen zusammengelegt und auch deren Erzieherinnen, das bedeutet 3-4 Erwachsene auf 6-8 Kleinkinder, je nach Tag und Uhrzeit. Das ist schlichtweg genial. Später sollten es 2,5 Erzieherinnen auf 10 Kinder pro Gruppe werden. Im Januar zieht dann die Gruppe vom Rumpelstilzchen in den jetzt noch nicht fertigen Raum.

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Hach, ich bin grade so verliebt in den „großen“ Jungen …

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Auf bald,
Hummelchen

 

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