Gedanken

Jahresrückblick 2014

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Es fällt mir sehr sehr schwer, diesem Jahr eine einzige Zahl zu geben. Es war einfach extrem. Es gab extrem Schönes, wie die Geburt der Raupe, aber auch wirklich Schreckliches, wie der Tod vom Opa meines Mannes und der von meinem Papa an meinem 2. Hochzeitstag. Ich habe dieses Jahr zwei Mal meine Oma gesehen, ich habe zum ersten Mal seit Jahren (?) wieder mit meiner Schwester gesprochen, erfahren dass ich Tante werde. Ich war teils wahnsinnig überfordert zu Hause mit den Kindern, kam weit über meine Grenzen, hatte wochenlang keinen Tiefschlaf mehr. Wurde 30. Dieses Jahr war nahezu ein perverse Karikatur von Zuckerbrot und Peitsche.
Dennoch bin ich gerade von Hoffnung auf Schönes und Akzeptanz der ganzen Gräßlichkeiten angestiftet, dem Jahr eine 7 zu geben.

2. Zugenommen oder abgenommen?
Nicht merkbar abgenommen, was nach dem zu erwartenden nach-Geburts-Gewichtsverlust einer Zunahme entspricht. Ich wiege etwa 5kg weniger als Anfang des Jahres, und das ist äußerst negativ.

3. Haare länger oder kürzer?
Aktuell wachsen sie wieder, also länger.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Gleichbleibend. Nach einem üblen Gehörsturz nach dem Tod meines Vaters ist mein Hören allerdings merklich schlechter, und ich befürchte ich muss mich um ein Hörgerät kümmern wenn ich wieder arbeiten gehe.

5. Mehr Kohle oder weniger?
Immer weniger werdend.

6. Besseren Job oder schlechteren?
Keine Veränderung, aber laufende Bewerbungen die auf eine Änderung 2015 schließen (/hoffen?) lassen.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?
Weniger als 2013, logischerweise (immerhin kaufen wir nicht jedes Jahr ein neues Haus), aber dennoch mehr als sonst und mehr als ich wollte.

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Wohl Kraft. Wäre die nicht mehr geworden, hätte ich dieses Jahr nicht überstanden.
Davon abgesehen hab ich eine Spüli-Flasche gewonnen. 🙂

9. Mehr bewegt oder weniger?
Weniger. Viel zu wenig. Das fehlende Beintraining resultierte in einem widerlichen Knie-Unfall, bei dem mein Außenmeniskus beschädigt wurde, für eine OP war allerdings keine Zeit. Glücklicherweise gehts ihm auch so wieder gut genug. Mehr Probleme macht die Hüfte, die seit Schwangerschaft und Geburt nicht mehr tut wie sie soll, ich weiß nur nicht genau was ich dagegen machen soll.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Nichts Gravierendes, bissl Schnupfnase hier, bissl Husten dort.

11. Davon war für Dich die Schlimmste?
Naja, am Schlimmsten war der Gehörsturz und der Knie-Zwischenfall, aber beides sind ja nicht Erkrankungen im engeren Sinne.

12. Der hirnrissigste Plan?
Das Baby mit zum Begräbnis nach Österreich zu nehmen. Keine gute Idee.

13. Die gefährlichste Unternehmung?
Gabs keine…

14. Die teuerste Anschaffung?
Der Doppel-Kinderwagen, den wir aber vom ganzen Zur-Geburt-Geld bezahlen konnten, der Reboarder für die Raupe, Terrassenmöbel … das waren die Spitzenreiter.

15. Das leckerste Essen?
Tragischweise Sushi. Und das Belohnungs-Tiramisu nach der Geburt. Das leckerste neu entdeckte Essen: Mandel-Carbonara und das unschlagbare Rezept für den perfekten Flammkuchen/Pizzaboden.

16. Das beeindruckendste Buch?
Uff. Ich kann jetzt nicht behaupten dass ich dieses Jahr viel gelesen hätte. Wenn dann Ratgeber, die waren alle gut, aber nicht wirklich bahnbrechend beeindruckend.

17. Der ergreifendste Film?
Geschnüft bei Frozen, den ich dieses Jahr zum ersten Mal gesehen habe. Rotz und Wasser geheult bei der letzten Folge von How I Met Your Mother und dem letzten Harry Potter (aber hier nicht zum ersten Mal). Erschüttert gewesen von diversen Game of Thrones Episoden.

18. Die beste CD?
Das ist äußerst… denkwürdig, aber: Die 30 besten Kinderlieder auf Weltreise. *seufz*

19. Das schönste Konzert?
Keins.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Den Kindern.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?
Der Familie.

22. Zum ersten Mal getan?
Ambulant entbunden, mich vegan ernährt

23. Nach langer Zeit wieder getan?
Meine Haare rot gefärbt.

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Endgültige Erkenntnis nicht (voll) stillen zu können, Todesfälle von geliebten Menschen, keine Eltern mehr zu haben, Schlafentzug

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Mich selbst, über meinen Schatten zu springen und meine Schwester zu kontaktieren, um auszuschließen dass auch sie aufgrund der Ignoranz der Ärzte ein Baby verliert.

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Dem Mann Whisky, den Kindern die Spielküche

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Mein schönstes Geschenk dieses Jahr war die Raupe.

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„*Rumpelstilzchen* Mama lieb!“ :‘-)

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
„Endlich bist du bei mir.“

30. Dein Wort des Jahres?
Geschwister

31. Dein Unwort des Jahres?
Begräbnis

32. Dein(e) Lieblingsblog(s) des Jahres?
Einige. Klassiker, und neue …

33. Zum Vergleich: Verlinke Deine Rückblicke der vorigen Jahre!
20132012, 2011.

Puh. Es war schön. Es war hart, sehr hart. Ich bin sehr gespannt was das nächste Jahr alles mit sich bringt, turbulent könnte es allemal werden. Daher möchte ich kurz festhalten, was auf mich zukommt, was ich mir wünsche, was ich mir vornehme…

  • Gleich 8 Tage im neuen Jahr endet meine Elternzeit, denn die Raupe wird 1. Damit verbunden muss ich mich darum kümmern, das Familienauskommen zu sichern und daher erstmal Arbeitslosengeld beantragen (schon erledigt, nur noch Papierkram abzuarbeiten), und noch viel wichtiger – mich um neue Arbeit kümmern. Gleich in der 2. Neujahrswoche erwartet mich ein erstes Vorstellungsgespräch in einer Einrichtung, in der ich wirklich gerne arbeiten würde. Es stellt sich nur die Frage, ob es mit den mir zur Verfügung stehenden KiTa-Öffnungszeiten machbar ist, aber ich bin „guter Hoffnung“, denn ich bin perfekt für den Job geeignet.
  • Logischerweise heißt das, dass die winzige Raupe in die KiTa muss. Auf der einen Seite bin ich erleichtert, dass das sehr „weich“ geschehen darf, er kennt seit Anfang November die Erzieherinnen, geht zweimal täglich dort ein und aus, war bereits kurzfristig in seiner zukünftigen Gruppe alleine, schon öfter in (Körper)Kontakt mit seiner zukünftigen Bezugserzieherin und zeigte niemals Probleme damit. Er mag alle Menschen so gerne, braucht deren Nähe und fühlt sich nur selten unwohl, ich hoffe, dass das reicht. In meinem Bauch fühlt es sich nämlich nicht gut an, ihn so früh schon weggeben zu können, und ich würde ihn liebend gerne noch ein Jahr zu Hause behalten, aber da wir Fixkosten fernab von Sparmöglichkeiten haben, die sich mit dem Gehalt vom Mann alleine nicht stemmen lassen, ist das keine Option. (Auch für Arbeitslosengeld muss er in der KiTa angemeldet sein und ich spontan abrufbereit sein und tun wie mir befohlen wird, von heute auf morgen ein sinnfreies Seminar, und los muss ich – ein Kind nicht eingewöhnt zu haben und dann in der „friss oder stirb“ Methode dort abzuschieben ist mMn schlimmer als ihn gleich regelmäßig hinzubringen.)
    Dieser Punkt gefällt mir nicht, aber ich hoffe dass er für alle überraschend schmerzfrei wird.
  • Im Januar stehen noch viele Arzttermine an – Kontrolle beim Gynäkologen nach der (ENDLICH erfolgten) Entfernung der Hormonspirale. Der ist fast sinnfrei, mein Körper ist wieder mein Körper, er tut wieder wie ich es von ihm kenne, die Schmerzen sind weg, die anderen Probleme auch. Aber gut. Wichtiger ist der Termin beim Neurologen, weil sich mein Karpaltunnelsyndrom nach der Geburt nicht besserte. Ich habs lange rausgeschoben, aber das muss was getan werden. Oft hab ich nachts schlimme Schmerzen, und kann wenn ich spontan muss das Kind kaum halten so taub sind meine Hände, manchmal bis weit über den Ellenbogen raus. Davon ab noch je eine Impfung für jedes Kind und ein Entwicklungsgespräch in der KiTa. Puh!
  • Sehr wahrscheinlich werde ich im Januar Tante. (Außer die Maus hats jetzt doch noch eilig aufn letzten Drücker!) Hach! ❤
  • Im Frühjahr möchte ich einiges aus dem Garten entfernen. Mir gefällts eigentlich gar nicht, wie er angelegt ist, und ich werde da ratzeputz machen. Ich denke auch der Mann bräuchte da 1, 2 Urlaubstage um den ganzen Krempel wegzuschaffen.
  • Ich möchte nächstes Jahr eher damit beginnen, Kräuter, Früchte und Gemüse zu pflanzen. Außerdem werde ich mich ein wenig mehr informieren, und versuchen zu verhindern dass mir wieder alle Tomaten absaufen *grr*
    Plan: Physalis, Erdbeeren, Kürbis, Tomaten, Zucchini, Erbsen oder Bohnen, und jede Menge Kräuter
  • Beim Saatgut werde ich darauf achten, keines von Monsanto zu erwischen.
  • Ich muss/möchte/werde ein wenig Geld investieren, wieder ordentliche Klamotten für die Arbeit zu haben. #tschüssmamaschlabber
  • Ich möchte schon eher und öfter mit den Kindern auf den Spielplatz gehen, vor allem wenn ich ja nun deutlich weniger Zeit mit ihnen habe, diese auch nutzen.
  • Ich hoffe dass ich die Energie finde, viele neue Kochrezepte zu lernen.
  • Ich will meine (schrumpfende) Freizeit nutzen, nicht rumzugammeln sondern Projekte zu erledigen: Nähen, Malen, Garten, Lesen
  • Ich möchte mich bemühen, etwas weniger schüchtern-verklemmt zu sein. Ich würde so gern die ein oder andere KiTa Mama(/Familie) kennen lernen…
  • Ich hoffe ich habe die Möglichkeit, anderen zu helfen.
  • Ich hoffe, dass ich die Möglichkeit haben werde, Unterstützung zu bekommen.
  • Ich nehme mir vor, öfter Quality Time mit dem Mann zu haben. Nicht nur das System Familie/Kinder, sondern auch unsere Partnerschaft zu sehen. Wir hatten davon 2014 viel viel viel zu wenig, und das spüren wir schmerzhaft.
  • Ich nehme mir jedes Jahr vor Sport zu machen. Ich muss das aus guter alter Tradition wieder tun! Aber nein … ich brauche es dringend. Ich hoffe dass ich die Energie dafür finde, und jemanden der mir regelmäßig in den Arsch tritt…
  • Ich möchte im Sommer viel öfter draußen Abendessen.
  • Ich möchte entspannter und weniger perfektionistisch im Alltag, vor allem bei meinen Kindern sein. 5 grade sein lassen können. Nicht durchzudrehen wenn ich den letzten Zahn vom Kind nicht putzen kann weil er sich so sträubt. Sowas halt… Weniger oft „das MUSS“ zu denken. Vor Augen zu haben dass es ein Stückchen hinter „ausgezeichnet“ immer noch ziemlich gut und viel entspannter ist. Das werd ich mir wohl als Mantra durchs ganze Jahr vorpredigen… ;-D
  • Ich möchte weniger oft jammern dass ich nix gut schmeckendes Veganes aufs Brot hab und öfter einfach einen der vielen sauleckeren Aufstriche machen. Einer pro Woche, das kann doch nicht so schwer sein!?!
  • to be continued! Mir fällt bestimmt mehr ein…

Abschließend wünsche ich allen Lesern noch einen guten Rutsch in ein tolles 2015!!

.
Auf bald,
Hummelchen

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