Alltag · Rezept · vegan

Resteverwertung – Müslikekse und Müsliriegel

Bei uns gibts morgens unter der Woche immer Müsli. Obwohls das jeden Tag gibt wirds den Jungs nie langweilig. Meistens nehme ich fertiges Müsli, achte darauf dass es nicht gleich grad zur Hälfte aus Zucker besteht. Jedenfalls vernichten sie täglich eine ordentliche Portion, vor allem der Kleine. Leider weiß ich halt vorher nie genau wie viel nun heute gewünscht sind, die Angaben der Jungs sind bestenfalls irreführend und wenn ich an dem Tag arbeiten muss hab ich da auch keinen Nerv dafür in 10g-Portionen neu anzurühren um die richtige Menge zu erwischen.

Folge ist natürlich, dass meist etwas Müsli übrig bleibt. Und auch wenn ich selber gern Müsli esse hab ich da nicht so wirklich außerordentliche Lust die Kinderpantsche aufzuessen. Entsprechend landet jeden Tag Müsli im Müll, mal nur ein Löffelchen, mal aber auch die Hälfte. Das finde ich echt blöde, aber hatte bisher einfach noch nicht die Idee was man mit dem Zeug anstellen kann.

Heute hab ichs dann einfach mal ausprobiert und „Kekse“ mit Müsliresten gebacken. Ich hab einfach klecksweise aufs Backblech und gebacken. Das kam bei den Jungs SO gut an, und auch der Mann meckerte warum für ihn denn gar keine mitgebacken worden sind, dass ich gleich das selbe mal absichtlich produziert habe.IMG_20151011_111924441

Das hier ist natürlich jetzt wirklich kein „wie backe ich die allertollsten Müslikekse“, sondern eben wirklich Resteverwertung. Geht bestimmt besser, aber vermutlich nicht simpler. Und doch, ja, sie schmecken ganz ok.

Also, zuerst hab ich natürlich Müsli angemantscht, mit genügend Sojamilch (Hafermilch wär besser gewesen, hatte ich aber nicht) um auch alles aufzuweichen. Das hat dann auch ein paar Minuten gedauert. Dann hab ich Chia-Samen dazu gemischt, die zum einen eine tolle Omega3+6 Quelle sind, die man bei vegetarischer Ernährung nicht missachten sollte, aber abgesehen von dem ganzen gesundheitlichen Predigen – das zeugt saugt Flüssigkeit auf und bindet wie die Sau. Da die ersten Kekse nämlich etwas sehr fudgy waren, aber ich natürlich nicht die Flüssigkeit weglassen kann erschien mir das ganz sinnvoll. Anschließend hab ich noch etwas Backpulver und Mehl dazu, bis ich mit der Konsistenz zufrieden war.

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Danach einfach aufs Backbleck klecksen und bei ca 180° Heißluft so an die 20 Minuten backen. Da sie ja doch feucht sind brauchen sie ein wenig länger als normale Kekse, schwarz werden sollen sie aber auch nicht.. 😉IMG_20151011_085313763

Da ich wirklich *viel*  Müslimantsche hatte wollte ich auch Müsliriegel probieren, die hier heiß begehrt sind aber aufgrund der Trash-Food-Qualität der handeslüblichen nur sehr selten am Speiseplan stehen. Es ergab sich auch grade, dass die Jungs Banane übrig ließen, also wurde die in die Masse dazu gemantscht, bindet ja auch schön und macht süß, getrocknet bzw gebacken ergibt sich auch so ein wenig „Gummi-Effekt“, die Müsliriegel sind dann also nicht zu bröselig. Entsprechend könnte man die Masse mit allem möglichen upgraden, was man eben auch so ins Müsli packen würde – getrocknete Früchte, nicht zu wässrige frische Früchte, Nüsse, Superfoods, Samen…

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Die Spachtelmasse hab ich dann auf Backpapier gekleistert, rechteckig, und erstmal bei 100° Ober-Unterhitze ne gute Stunde getrocknet. Danach gabs nochmal den Crunchmodus bei 160°, ich hab nur keine Ahnung mehr wie lange. 20 Minuten? Wär möglich … Hehe. Jedenfalls, gleich in Teile schneiden wenn mans aus dem Ofen holt und auskühlen lassen.

Das Ergebnis jedenfalls sind absolut gut verwertbare Müslikekse und Müsliriegel. Wie lange die halten kann ich euch aber nicht sagen, den Grund erahnt ihr aufm Bild… 😉

 

Auf bald,
Hummelchen

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