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Rumpelstilzchen, du bist DREI!

Das hier kommt so unglaublich verspätet dass ich mich wirklich bemühen muss die Zeit bis zum Geburtstag zu beschreiben, was mir bestimmt nicht immer gelingen wird.. aber die Welt ändert sich ja nun auch nicht in ein paar Wochen…

 

Irgendwie war dieser Geburtstag der erste richtig feierliche, den du voll mitbekommen hast, und schon einige Zeit davor darauf hingefiebert hast. Das Motto für den Geburtstag ergab sich extrem kurzfristig, einige Tage vorher, sodass ich alle Pläne die ich schon hatte nochmal umgeworfen und neu aufgelegt habe. Aber deine neue Begeisterung und Leidenschaft war so feurig und ungebremst dass ich nicht widerstehen konnte.

Seit ich dich einmal eine Feuerwehrmann Sam Folge gucken ließ bist du völlig im Feuerwehr-Fieber. Alles ist Feuerwehr. Du bist immer ein Feuerwehrmann, deinen Feuerwehrhelm trägst du ständig zu Hause. Du hast generell ein Faible für „Retterfiguren“, auch Sankt Martin hat dich so begeistert dass du bis jetzt, im Januar, ständig davon sprichst und Martinslieder hören willst, oder Sankt Martin spielst (der Bruder ist dann immer der arme kranke Mann, so sagst du). Auch Polizei und Rettung sind hoch im Kurs. Du bist auch sehr schulmeisternd-regelverliebt, und schimpfst wenn ein Autofahrer nicht blinkt, deiner Meinung nach anderswie falsch fährt oder jemand Papier oder Unrat am Weg weggeworfen hat. Vermutlich wirst du mal Beamter.

Aber Feuerwehr ist unangefochtener Spitzenreiter, und daher sah es zu deinem Geburtstag so aus:

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Neben der familieninternen Feier zusammen mit den Großeltern und deiner Großtante-Patin gab es auch noch einen Kindergeburtstag, zu dem 3 Kinder eingeladen waren. Hui wars das ein Trubel! Aber dir hats gefallen und du hast deinen Geburtstag sehr genossen. Am Liebsten hättest du dauernd Geburtstag und bist regelrecht enttäuscht wenn wer anderer mal „dran“ ist. Deinem Bruder hast du vor seinem Geburtstag schon tagelang in den Ohren gelegen dass er dir aber von seiner Torte auch was abgeben muss!

Die Zeit vorm Geburtstag gab es sehr viele Veränderungen. Die Tollste davon ist vermutlich die, dass du nun komplett trocken bist, tagsüber und nachts. Das ging extrem schnell, nachdem sogar deine Kita-Erzieherin mir nahelegte dir einfach keine Windeln mehr anzuziehen gab es innerhalb der ersten Woche genau 2 „Unfälle“, in der zweiten einen, und das wars dann. Das war Anfang August, und da wir merkten dass alle Windeln morgens trocken sind bzw du notfalls auch nachts bescheid gibst haben wir uns dran gewagt dich auch nachts ohne Windel zu lassen. Bisher gab es da einen Zwischenfall, ansonsten bist du nun seit Ende August auch nachts trocken. Das war ein großer Schritt in Richtung „Kind“, und du machst gleich einen viel älteren und selbstständigeren Eindruck! Nicht zu vergessen wie stolz du darauf bist…

Aber auch in der Betreuung gab es eine Änderung, da du für die Kindertagesstätte zu alt warst stand ein Wechsel an, und da wir ja einen Kindergarten praktisch als Nachbarn haben (also, die Gärten grenzen aneinander, da der Kindergarten aber auf einem Hang liegt müssten wir trotzdem rundherum laufen, was aber immer noch grad mal 5 Minuten dauert) wählten wir den. Beim Anschauen machten vor allem die Erzieherinnen einen sehr netten Eindruck sodass uns die Entscheidung nicht schwer viel. Das bist du an deinem ersten neuen Kindergartentag, mit einem extra dafür angefertigten Shirt:

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Ein wenig skeptisch waren wir nur, weil es dort keinen Mittagsschlaf mehr geben sollte. Natürlich könnten wir dich danach, so gegen 14 Uhr nochmal hinlegen, aber wir wussten dass das kein gutes Ende nimmt. Zu dem Zeitpunkt bist du schon äußerst ungern schlafen gegangen, hast lange gebraucht bis endlich Ruhe war und bist dann extrem stinkstiefelig aufgewacht. Also haben wirs in den Sommerferien in Angriff genommen, deinen Mittagsschlaf zu streichen, und siehe da, das klappte nach ein paar Tagen in denen du am frühen Abend einen Durchhänger hattest, ganz ausgezeichnet. Der Sommer war dafür ein guter Zeitpunkt, da man sich den Tag da gut verkürzen kann und nicht nur drin sitzen muss…

Wir hatten auch die Hoffnung dass das deinen sehr schlechten Nachtschlaf verbessert, aber das ging leider nicht auf. Nach wie vor schläfst du nachts nicht gut. Du brauchst abends immer Begleitung beim Einschlafen (wenngleich das nicht sehr lange dauert, so 10-15 Minuten nach Abendritual), wachst nachts mindestens einmal, oft aber mehrmals auf, und schläfst in der Regel nicht die ganze Nacht in deinem Bett. Mal nennst du Angst vor Tieren (Alpträume), mal sagst du nur du hättest schlecht geträumt aber weißt nicht was. Wir haben nun unsere Betten so umgestellt dass wir ein großes Familienbett haben in dem notfalls alle schlafen können und auch Platz haben, und eigentlich ist das nicht „schlimm“. Dennoch finden wir es schade dass du nicht mehr so traumhaft schläfst wie du das mal konntest, und hoffen insgeheim ja doch dass wir dahin irgendwann wieder zurück kommen. Ein wichtiger Begleiter nachts sind für dich nach wie vor deine Kuscheltiere, der „Wuffi“, der schon ne ziemlich abgeliebte Optik an den Tag legt, sowie mittlerweile ein kleinere Hund, der total kreativ „Wauwau“ getauft wurde. Gelegentlich darf auch noch ein Random-Tier mit ins Bett (hier eine Eulenspieluhr).

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Morgens bist du ein wahrer Morgenmuffel. Du bist so extrem stinkstiefelig, dass du meist die ersten 30 Minuten deines Tages wahlweise meckernt, heulend, kreischend oder bockend verbringst. Da geht in der Regel gar nix. Das hat auch meist gar nichts damit zu tun wie gut oder wie viel oder bis wann du geschlafen hast, das ist einfach so dein (etwas nervenzehrender) Stil. Am Schlimmsten ist es wenn du brüllend aufwachst und dann nicht zu beruhigen bist, aber weder zu dem Zeitpunkt noch danach einen Grund nennst oder nennen kannst. Von jetzt auf dann ist es vorbei und du bist wieder normal zugänglich. Verstehe, wer will…

Nach wie vor hast du deine furchtbar dramatischen Austicker. Du kreischt dich derart in Rage, dass du dich schon öfter mal übergeben musstest. Man kommt dann gar nicht an dich ran, du quietschst wie von Sinnen und dann ist Polen offen. Ich hab sowas ehrlich noch nie bei einem anderen Kind gesehen oder davon gehört und es ist wirklich für alle Beteiligten heftig. Eine wirkliche Lösung wie wir damit am Besten umgehen haben wir noch nicht, wenn es ganz arg schlimm wird und du schon zu würgen beginnst hilft aber ein „Bitte Schatz beruhig dich du musst sonst brechen“, dann schluchzt du „ich wiiill aber niiicht!“ und klammerst dich ängstlich und hilfesuchend an einen, und man kann dann trösten, was du sonst überhaupt nicht zulässt. Wirklich schön ist das aber auch nicht. Unser Trost ist allerdings der: solche Anfälle kommen nur wenige Male pro Woche, und dazwischen bist du überhaupt kein typisches Trotzkind! Dieses bockig-aus-Prinzip ist gar nicht deins, du bist extrem vernünftig, einsichtig, zugänglich. Du möchtest es auf jeden Fall deinen Lieblingsmenschen recht machen und als „Großer“ gelten, bist oft sehr altklug benimmst dich sehr „reif“. Natürlich hatten wir just vor deinem Geburtstag eine Horror-Phase, in der du deine Anfälle gesteigert hast UND trotztypisch gebockt hast, das war vielleicht übel. Ging aber nur eine Woche, PHEW!! Und du liebst Marmelade, vor allem selbstgekochte. (Ich bin die Meisterin der Übergänge, hähä!)

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Du bist nach wie vor sehr wählerisch beim Essen, und Gekochtes geht in der Regel gar nicht. Klar, du hast deine Mahlzeiten die du immer essen könntest, Milchreis, Spätzle, Schupfnudeln, Nudeln mit Tomatensoße, Reis pur… Ende. Alles andere braucht man dir nicht servieren. Du isst allerdings sehr gern Obst und auch einiges an Gemüse, sofern es roh ist, am Liebsten Pilze und Karotten.

Eine Leidenschaft von dir sind Schuhe. Du legst da viel Wert auf „Style„. Du hast eine Vorstellung wie deine Schuhe ausschauen sollen und wie du sie kombinieren willst, und meist schaut das dann gar nicht mal so schlecht aus. Vor allem liebst du deine roten Gummistiefel und deine gelben Chucks-artigen Schuhe. Leider haben dich letztere sehr gedrückt mit der Zeit, sodass du dir zum Geburtstag gelbe DrMartens aussuchen durftest.

Deine Schuhgröße ist mittlerweile bei knapp 28 angekommen (je nach Modell/Schnitt), ich finde also du hast insgesamt recht große Füße… Kleidung benötigst du in 104, und zu deinem Geburtstag warst du genau einen Meter groß und wiegst knapp 16kg (schwankt immer mal zwischen 15,3 und 16,5, je nachdem ob es am Vortag Milchreis oder Brokkolisuppe gab). Du wirkst schlank, aber nicht dünn und eher kräftig-sehnig als zart.

Aber man merkt nicht nur an deiner Größe, dass du nun kein so ganz kleines Kind mehr bist. Du sprichst so erstaunlich viel, machst nur bei manchen Dingen Fehler (nach wie vor Vergangenheitsform mancher Verben, gestern/heute/morgen, ..), kannst Ereignisse richtig toll nacherzählen, kannst ganze Lieder auswendig singen, und das sogar mit Tönen und nicht nur lauter Sprechgesang. Du merkst dir grade Lieder sehr schnell und singst sie dann begeistert nach. Musik liegt dir sehr.

Nicht zuletzt lässt sich das an deiner ungebrochenen Leidenschaft für Geigen erkennen. Seit du deine Plastikspielzeug Geige hast wurde täglich mit ihr gespielt, und als der Bogen gebrochen war warst du sehr traurig. Nachdem deine ehemalige Erzieherin in der Kita ja schon mehrfach angeboten hatte, sie würde dir Geigenunterricht geben haben wir uns dazu entschieden dir zum Geburtstag eine echte Geige zu schenken. Eine 1/8 Geige, ein wirklich winzig schnuckeliges Ding. Du gehst sehr gerne zu ihr üben und auch zu Hause fragst du regelmäßig ob wir jetzt Geige spielen. Du übst täglich so etwa 5-10 Minuten, wobei wir lange Pausen drin hatten wegen Krankheit. Es bereitet dir viel Freude, auch wenn du aktuell noch nicht „alleine“ spielst. Beim Üben sollen wir deinen Bogen führen, deine Lehrerin meint es wäre jetzt mal das Wichtigste dir keine Fehlhaltungen anzutrainieren. Du lässt dir das gefallen, bist teilweise recht dankbar. Man merkt nämlich, dass dir die Geige schnell zu schwer wird, und es noch einige Übung und Muckis brauchen wird bis du die einfach so alleine halten kannst. Wir üben nach einem Kinder-Lehrheft, streichen leere Saiten, üben lange und kurze Töne und seit Neuestem auch Pausen (was mit Geige gar nicht so leicht ist wie das klingt!! sage ich, schließlich übe ich ja mit ihm…). Wir haben da selbstverständlich keinen Anspruch was du können sollst, wir wünschen uns nur dass wir deiner Begeisterung entsprechen können und du deine Liebe zur Musik, oder eben diesem Instrument behältst und findest. Bitte und Danke sagst du übrigens beinahe inflationär. (Kleine Disclaimer, nachdem ich schon auf einer Plattform auf der ich das erzählte mit dem Spruch „Statt euren Kindern Yoga, Geige und Chinesisch beizubringen lehrt sie lieber mal Bitte und Danke sagen“. Clever, innovativ und kreativ, ne?)

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Du bist tatsächlich sehr höflich, legst Wert auf Benimm und, naja, „Etikette“, dein Regelverliebtsein halt. Du spielst das im Rollenspiel sehr deutlich aus, aber auch im Alltag. Du grüßt praktisch jeden auf offener Straße und beginnst Smalltalk. Oft rufst du Leuten entgegen „Haaalllooooo, wie heißt du deeenn???“ und dann „Wie gehts dir? Gut, ja?“ Es ist zum kaputtlachen, viele wissen gar nicht wie sie darauf reagieren sollen, manche, vor allem innorts (wir sind da ein kleines Dorf wo eigentlich jeder jeden kennt) fangen dann mit dir ein Gespräch an und ihr plaudert eine Weile. Vor allem beim Bäcker oder beim Spazierengehen. Auch beim Einkaufen im Supermarkt unterhältst du dich immer an der Kasse, und freust dich dann besonders wenns beim dm wieder nen Traubenzucker gibt.

Du bist auch in der Regel das, was man gemeinhin als „brav“ bezeichnet. Du machst nicht viel Quatsch oder Unsinn, hast keinen unerschöpflichen Quell blöder Ideen (wie dein Bruder *hust*), man kann dich auch mal alleine wo sitzen lassen wenn man schnell Hausarbeit erledigen möchte. Du kannst nicht nur ausdauernd Feuerwehrmann Sam gucken (oder Hörspiel hören seit Weihnachten), sondern auch lange basteln, malen, schneiden oder kneten. Darin kannst du richtig versinken und vor dich hin arbeiten. Du wirst auch tatsächlich immer geschickter.

Du und dein Bruder, ihr seid so typische Brüder eben. Ihr könnte euch zanken wie die Kesselflicker, den Dreck unter den Fingernägeln neiden, euch anzicken und anschreien, und dann habt ihr euch wieder ganz dolle lieb.

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Du liebst Schmuck, Haarspänglein, Uhren, Schuhe, Gummistiefeln, Regenpfützenhüpfen, auf deinem Rody Pferdchen reiten, von Mama genähte Kleidung, Mützen, Musik, Tanzen, Geigespielen und -hören, Rennen, Fussball spielen, Runterhüpfen, deine Großeltern, Marmelade, Jeans mit Gürtel, kuschelige Jacken, Jogginganzüge, Handschuhe, deinen Bruder, Autos, Einsatzfahrzeuge, Feuerwehr, St.Martin, das Laternenfest, Reis, Labello, deine Kuschelhunde, beim Bäcker oder dm einkaufen, den Spielplatz, Schwimmen mit Schwimmflügel, Bücherlesen, Aufräumen und Putzen, anderen helfen, deine Kindergartenfreunde Luca und Jakob, Tiere (vor allem Pferde), Ausflüge, gekitzelt werden, bei Mama und Papa schlafen, in der Badewanne planschen (nur nicht Haarewaschen!!), Laufradfahren, und zum Friseur gehen.

Du bist charmant, sozial, extravertiert, eine kleine Drama-Queen, selbstbewusst, freundlich, witzig, vorsichtig, ängstlich, genau, ordentlich, hilfsbereit, fürsorglich, anhänglich, begeisterungsfähig, altklug und manchmal ein wenig frech. 🙂

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Mein Großer, ich bin so stolz auf dich und liebe dich so sehr… Ich bin so froh deine Entwicklung beobachten zu dürfen und dir beim Größerwerden zuschauen zu können. Du machst mich sehr glücklich und ich bin gespannt, was die Zukunft für uns bereit hält! In Liebe, Mama.

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Auf bald,
Hummelchen

 

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