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Zweiter Schwangerschafts-Monat [Aprilbaby]

Nun, was hat sich so getan in diesem Monat… ?

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5.SSW

Erstaunlicherweise waren die ersten Anzeichen recht früh zu bemerken und sehr typisch: Abgeschlagenheit und gelegentliche Übelkeit – all das aber noch in einem sehr kleinen Rahmen. Tatsächlich bemerkte ich leichte Gereiztheit, weniger Geduld und überhaupt keine Lust aufs Arbeiten, dafür war in dieser Woche scheinbar gar kein Platz im Kopf. Da kam der Urlaub grade recht!
Einzig sehr auffällig und wirklich unangenehm waren 2 Tage, in denen ich üble Rückenschmerzen hatte. Ging dann Gottseidank vorbei, ich verdächtige ein wenig das Utrogest, denn das waren genau die Tage an denen ich damit begonnen hab.

6.SSW

Glücklicherweise kenne ich es ja von mir, dass die Anfangsbeschwerden erst später kommen, und so hat mich auch diese Woche kaum beeinträchtigt, sehr praktisch im Urlaub. Die Übelkeit war de facto nie zu merken (nur bei Hunger, und dafür gab es im Urlaub keine Gelegenheit, hust) und die Müdigkeit auch recht moderat. Sie kam eher immer mal so zwischendurch, aber mehr merkbar als „nicht fit“ denn als dieses typische komplette Ausgeknocktsein, wie ich es kenne. Ein kurzes Schläfchen hier und da half da schon. Hin und wieder merkte ich ein Ziehen im Bauch, nicht schmerzhaft, aber so dass es eben auffällt. Außerdem neigte ich zu Bauchmuskelkrämpfen – total widerlich, aber mir schon aus den vorigen Schwangerschaften bekannt, also her mit dem Mangesium! Sonst nur hier und da eine nervig empfindliche Brust, aber nichts was ich als Schmerzen bezeichnen würde.
Etwas problematischer gestaltete sich die Verdauung, die mir mit Verstopfung und Blähungen zu schaffen machte. Grade das wurde auch zum Problem, als ich kurz nach einem entsprechend uncoolen Toilettenbesuch eine winzigkleine Blutung bemerkte. Weiter kam aber nichts, es sah mir also sehr nach einem geplatzten Äderchen aus. Ein wenig beunruhigte mich das schon, aber die zu erwartende Panik wollte sich netterweise nicht einstellen. Einerseits bin ich sehr entspannt und nach meinem Bauchgefühl ist alles in Ordnung. Auf der anderen Seite bin ich noch recht unemotional und denke mir: es kommt wie es kommen muss.
Ich freue mich daher zwar darüber schwanger zu sein, aber es kommt noch nicht so richtig bei mir an. Ich hab da noch keine emotionale Verknüpfung, und so sehr mich das auf der einen Seite stört und mir komisch vorkommt, so sehr bin ich davon überzeugt dass das eine sehr clevere Strategie meiner Psyche ist, für die ich eigentlich dankbar bin. Es puffert zwar diese Verliebtheit und enorme Vorfreude, aber auch Ängste und Sorgen ab und verschafft mir einen recht entspannten, optimistischen Modus. Yay dazu!

7.SSW

So ganz genau weiß ich noch nicht wann die Woche genau „umschlägt“, weil ich mir nicht ganz sicher bin wann der Eisprung war. Ich komme daher je nach Berechnung auf einen EET zwischen 21.-25.4. Aber so pi mal Daumen weiß ich wann ich in etwa in der neuen Woche bin. Auf jeden Fall hat diese Woche die Müdigkeit angefangen reinzuknallen. Alles noch einigermaßen händelbar, vor allem weil ich noch im Urlaub bin. Es ist auch nicht so, dass ich schlafen (könnte), aber ich lege mich jeden Tag etwa eine Stunde vormittags hin und lass es auch sonst recht entspannt angehen. Allerdings hab ich ein wenig Angst vor den nächsten beiden Wochen, die voraussichtlich die ekligsten werden. Keine Ahnung wie ich das mit Arbeit und allem bei krasser Müdigkeit und ohne Schläfchen tagsüber schaffen soll. Wie ich das schon kenne fühle ich mich grade nicht wohl in meiner Haut, alles ist anders, baut sich um, ich fühl mich nicht Frau meiner Selbst, bin gnatschig und antriebslos. Jo. Davon abgesehen ist mir (schon seit letzter Woche) ständig richtig richtig kalt. Naja, die ganze Körperwärme braucht wohl der Brutkasten! 🙂
Diese Woche habe ich von meiner Nachbarin eine ganze Kiste Schwangerschaftsklamotten geerbt. Sie weiß ja, dass wir irgendwann anfangen wollten im Sommer, aber nicht dass es schon geklappt hat. Sagen wollte ich aber auch nix, ein wenig doofe Situation. Aber hab mich auf jeden Fall sehr gefreut, bin ja eh immer zu geizig Umstandsmode zu kaufen…

8.SSW

Also insgesamt kann ich nicht so arg viel klagen über diese Woche – ich hatte Schlimmes erwartet und Aushaltbares bekommen. Müdigkeit ist natürlich mein größtes Thema, aber die Jungs haben mich unglaublich lieb jeden Nachmittag ein kurzes Nickerchen auf der Couch machen lassen und sich währenddessen wirklich still und leise für ca 45min beschäftigt. Ich war mehr als gerührt und dankbar, denn ohne würd ich den Tag wohl kaum schaffen. Die Arbeitswoche war auch anstrengend, aber im Rahmen.
Das Spannendste war natürlich der Arzttermin! Ich glaube ich brauch nicht auszuführen was ich für Ängste ausgestanden hab, denn seit ich den Termin fix wusste (glücklicherweise am Vortag erst, haha!) waren meine Ruhe und mein Optimismus wie weggeblasen, und ich hatte ständig dieses furchtbare Bild vor Augen, das sich wie die Pest in meine Netzhaut gebrannt hat: ein schwarzer Fleck ohne Leben darin.
Beim Arzt angekommen war ich so mit den Nerven durch dass ich wirklich nichts mehr mitbekommen hab, mich scheppernd auf die Liege gelegt habe, der wirft den Ultraschall und sieht neben einer großen schwarzen Kugel nichts. Ich bekomme schwer Luft und er sagt, „Wir haben hier ein kleines Problem, [sein Luftholen waren 2 Ewigkeiten für mich] Ihre Blase ist nämlich so voll dass ich nicht genug erkennen kann.“ Meine Blase. Ja, der schwarze Fleck. Logisch. Die Aufforderung, grade mal raus zur Toilette zu gehen war nahezu unmenschlich, und ich meinte zu ihm, „Ich dachte mir grade, wie könnte meine Anspannung jetzt NOCH schlimmer werden, und tadaaa!“ Dazu musste er lachen und meinte gleich, neinnein, er habe gesehen dass die Schwangerschaft angelegt ist aber so könnte er keinen Herzschlag ausmachen, daher. Mein Herz macht gleich mal einen Sprung, dass da überhaupt was war, und mit Müh und Not schaffe ich den Weg zur Toilette und zurück auf die Liege, wo der Ultraschall auch endlich Erbarmen mit mir hat. Er lässt mich einen allerersten Blick auf mein Kind werfen. Schnuckelige 137mm groß, mit Gummibäransätzen und einem fleißig flummernden Herzchen. Und schon ein paar Tage weiter als gedacht, was den Termin auf 20.4. festlegt. (Als künftiger Halbösterreicher wird mein erster erzieherischer Rat an ihn sein, nicht am Stichtag zu kommen. Aber meine Kinder haben diesbezüglich noch nie auf mich gehört.) Ja ich weiß dass da nur „ihn“ steht. Ich weiß natürlich nicht was es wird, und auch wenn alle meinen es wird ein Mädchen habe ich einen Jungen im Gefühl. Aber auch da habe ich bei mir selber noch nie richtig gelegen. Es bleibt spannend, aber das Wichtigste: Ich bin überglücklich dass du da bist, mein Baby! Bitte bleib auch, bitte sei gesund, und bitte wachse fröhlich. Ich freue mich schon sehr auf unser Wiedersehen!
Das Foto hier ist rechnerisch gesehen eigentlich aus der 9. Woche, aber da ich eben dachte es wäre aus der 8. kommt es in diesem Beitrag, weil ich sonst keines hätte, symbolisch für den 2. Monat: man sieht eigentlich nix. Das einzig auffällige ist, dass ich die Speckrolle überm Nabel nicht mehr einziehen kann, aber sonst ist natürlich nichts erkennbar.

Auf bald!

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