Baby · Entwicklung · Minimädel

6-Monats-Geburtstag Minimädel

Ungelogen, so schnell ist ein halbes Jahr noch nie vergangen… Obwohl ich versuche, alles so bewusst zu erleben mit dir ist es weg wie nichts. Ich versuche jetzt schnell, mich trotz Verspätung an deinen 6. Lebensmonat zu erinnern.

Ganz zu Beginn, kaum dass du 5 Monate alt warst, konntest du dich in beide Richtungen drehen. Das macht dir unglaublichen Spaß, du genießt es sehr, nun viel besser an Spielzeug zu kommen und ein wenig selbstbestimmter sein zu können. In Bauchlage machst du dann oft die „Fallschirmspringer“-Position, die sehr anstrengend aussieht. Dann zappelst du wild mit deinen Beinchen und bist ganz aufgeregt. Dir macht das sichtlich großen Spaß, und wenn man dir dabei noch zujubelt strahlst du über deine Bäckchen wie die Sonne höchstpersönlich.

Wer so aktiv ist muss auch mampfen, und das tust du mit Begeisterung. Du liebst Gemüse, deine Favoriten sind Kürbis, Karotte, Süßkartoffel und Blumenkohl. Du hast bisher aber auch alles andere gegessen, wie Brokkoli, Kartoffel und Spinat. Besonders lecker findest du wohl ein Löffelchen Mandelmus im Brei, dann bist du besonders eifrig und forderst gierig den nächsten Löffel. Reis im Brei haben wir auch schon probiert, Hirse war jetzt das erste, das dir nicht so geschmeckt hat bisher. Abends isst du am Liebsten Dinkelbrei mit Birne. Generell magst du Birne sehr, Apfel kommt meist auch gut an. Zum selbst knabbern nimmst du gerne Gurke, Avocado und Nektarine an, aber auch Banane und das Weiche aus einem Brötchen (Dinkel meist). Große Freude hat dir die Himbeere gemacht, aber die steht hier jetzt nicht regelmäßig am Speiseplan – ich freue mich aber jetzt schon auf den Frühling! Gegen Ende des 6. Monats haben wir auch mit dem Nachmittagsbrei begonnen, Getreide und Obst. Wenig erstaunlich, auch das findest du spitzenmäßig und hast gleich den ersten Apfel-Haferbrei ganz schnell verdrückt.

Das Trinken klappt auch ganz hervorragend. Du bist da auch gar nicht wählerisch, und nimmst Wasser, Kamillentee und Fencheltee gerne an. Manchmal forderst du es während des Essens oder danach auch deutlich ein, und ziehst dann ein paar Mal, bevor du die Trinkflasche wegschiebst. So trinkst du etwa 30ml über den Tag verteilt, mal mehr, mal weniger. Da du das aber gerne machst bin ich mir sicher, dass du selbst schon merkst wie viel du brauchst.

Mittlerweile hast du auch einen ziemlich genauen Rhythmus beim Essen: mittags Gemüsebrei, nachmittags Flasche/nun Brei, abends Brei. Nur danach wird es ein wenig chaotischer, was du abends an Flaschen gebraucht hast ist eigentlich jeden Tag anders. Sicher ist aber die Flasche vorm Schlafengehen und dann noch eine in der Nacht. Deine „Frühstücksportion“ bekommst du meist nachdem die Jungs im Kindergarten sind. Nach wie vor trinkst du eher öfter, aber weniger. Und zwischendrin stillen wir auch noch, je nachdem wie du es einforderst (am Meisten nachts).

Leider nimmst du immer noch keinen Schnuller, egal was wir versuchen. Manchmal denke ich, dass es uns das schon erleichtern würde, aber da ist mit dir nicht zu reden, keine Chance. Was uns aber sehr gefällt, ist dass du kaum noch spuckst. Manchmal kommt ein Schluck hoch, aber dieses nonstop den ganzen Tag über, das ist vorbei. Und nachts passiert es so gut wie gar nicht mehr.

Du spielst mit absoluter Begeisterung im Spielebogen, und kannst dich da richtig lange selbst beschäftigen. Am Liebsten ist es dir aber, deine Brüder sind zu Hause und sorgen für Action, da hast du was zum Zuschauen. So richtig „zu viel“ wird es dir kaum, es ist noch nie passiert dass du vor Überforderung bei zu viel Trubel geweint hättest oder dann am Abend durch den Wind warst. Eher meckerst du, wenn es zu langweilig wird.

Du liebst deine Brüder sehr, und auch du bist ihr größter Schatz. Sie verhätscheln dich und sind sehr stolz auf dich, betonen, dass du das „süßeste Baby auf der Welt“ bist und erklären dir täglich mehrmals ihre Liebe. Vor allem dein kleiner großer Bruder und du steht euch sehr nahe.

Tagsüber hat man es meist sehr einfach mit dir. Bei den meisten Dingen bist du einfach „dabei“, seien es Ausflüge oder schnödes Putzen zu Hause. Manchmal schläfst du dann ganz überraschend irgendwo ein… 😀

Meist bist du aber, und zwar vor allem abends!!, extremst anhänglich. Manchmal denke ich, du möchtest in mich zurückschlüpfen. Das können wir auch nicht als Phase gerade abtun, denn es war noch nie anders. Und so kommt es, dass ich in diesen sechs Monaten noch keinen einzigen Abend „Feierabend“ hatte, denn du wohnst auf mir. Und mittlerweile bist du zu groß und hast einen zu leichten Schlaf um noch etwas anderes nebenher zu machen, wie fernsehen (selbst wenn mir das schon unfassbar zum Hals raushängt). Also bin ich die Abende meist als „Matratze“ abgestellt. Es ist unheimlich süß, und ich liebe diese Momente, aber ich wünsche mir sehr sehr sehr dass ich mal wieder ein KLEIN wenig mehr Freiraum bekomme…

Die Nächte sind dafür in der Regel sehr gut. Nur ab und zu bekomme ich nicht genügend Schlaf. Du brauchst da natürlich auch Unmengen Mama-Nähe, aber dann ist auch gut. Wir kuscheln uns zusammen und los gehts. 🙂 Es ist dabei unheimlich niedlich, wie du dich feste an mich drückst, am Liebsten Bauch an Bauch. Irgendein Körperkontakt muss aber immer sein, das brauchst du ganz dringend.

In diesem Monat waren wir zum ersten Mal länger voneinander getrennt, da ich auf einer Fortbildung war. Es ist mir so furchtbar schwer gefallen, dich 3 Tage hintereinander den ganzen Tag zu „verlassen“, aber du und Papa habt das wunderbar geschafft, nichts zu beanstanden! Glücklicherweise hast du auch nicht verstört darauf reagiert, alles war wie immer.

Nach wie vor trage ich dich täglich mehrmals im Tragetuch, mittlerweile beherrschen wir sogar Rückentrage! Juhu! Trotzdem warst du mittlerweile auch mal im Buggy, der sich ohnehin komplett in Liegeposition stellen lässt. Hat dir auch gut gefallen.

Gegen Ende des 6. Monats wurdest du viel aktiver und mobiler, schiebst dich am Bauch über die Fliesen und kullerst herum um an dein Ziel zu kommen.

Am Liebsten spielst du mit Dingen die rascheln oder knistern. Besonders haben es dir auch Etiketten an Spielsachen angetan. Was auch nie verkehrt ist, sind Kauspielzeuge, du beißt nämlich gerade auf allem herum. Richtig Freude bereiten dir auch die Katzen. Du kannst ganz herzlich lachen wenn du sie siehst, und auch wenn du noch ein wenig zu ungeschickt und grob bist kommen sie gerne zu dir. Am Interessantesten ist natürlich deine Umwelt für dich, du willst alles anfassen, erforschen, und natürlich … auf Essbarkeit testen.

Du bist schon richtig groß und schwer! Bei der U5 warst du fast 70cm groß und 8,3kg schwer. Wir verabschieden uns also in diesem Monat von Kleidergröße 68, und haben den Schrank umsortiert. Die Stoffwindeln passen natürlich noch und das Abhalten klappt immer besser (ein erneuter Monat ohne großem Geschäft in der Windel).

Ach Liebes, dieser Monat war zwar zeitweise anstrengend, aber auch wunderschön. Du bist so ein fröhliches, zauberhaftes kleines Wesen, dass man dich einfach ins Herz schließen muss.

Auf bald!

 

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