Baby · Entwicklung · Minimädel

9-Monats-Geburtstag Minimädel

Ach, es gibt doch nichts Schöneres, als die Entwicklung nach wochenlanger Schubzeit zu beobachten! Auch diesen Monat hast du dich so rasant weiterentwickelt, dass wir nur so staunen können!

Das Schönste war wohl, dass du begonnen hast, „Mama“ zu sagen. Natürlich ist das noch nicht wirklich 1:1 Mama mit Bedeutung, aber du sagst es immer, wenn du etwas brauchst. Und da wir nun mal am meisten Zeit miteinander verbringen, und du es eben auch von den Brüdern kennst, dass das Wort „Mama“ mit „kümmern“ verknüpft ist, macht es schon Sinn. So krabbelst du rum, und rufst, jammerst oder meckerst (je nach Laune und Bedürfnis) „Mama! Mamamamama… Maaaama!“ Es ist schon sehr niedlich!

Und damit hab ich ja gleich die zweite große Entwicklung schon vorweggenommen: endlich kannst du auch krabbeln! Lange bist du ja nur gerobbt und gekullert, so um Weihnachten rum konntest du dich echt witzig vorwärts schieben (mit vorne auf den Ellenbogen, hinten im Liegestütz), und zu Silvester hat es dann endlich „klick“ gemacht und du bist losgewackelt mit deinem Popo. Kurz darauf hattest du so den Dreh raus, dass du in einem Affentempo rumkrabbeln konntest. Das macht dir unglaublichen Spaß und war dir sehr wichtig. Nun kommst du endlich überall dran und kannst richtig Quatsch machen! (Yay!…)

Nur wenig später hast du dann begonnen, dich auf die Knie hochzuziehen, und wieder kurz darauf konntest du dich an jemandem festgeklammert mit viel Kraft in den Stand ziehen. Wahnsinn wie schnell das alles auf einmal geht! An Möbeln gelingt dir das Hinstellen noch nicht, aber du übst fleißig.

Dein Aktionsradius ist nun viel größer, und du nutzt den eigentlich ausschließlich für Schabernack. Du hängst an jedem Kabel, das es hier im Haus so gibt und zeigst uns im Sekundentakt, wo es hier nicht babysicher ist. Du findest aus Metern Entfernung jeden Fussel und Schmutzbollen, steuerst zielsicher darauf zu und stopfst in dir in den Mund. Das Spielzeug der Brüder ist nicht mehr sicher (ins Star Wars Laserschwert bist du ganz vernarrt), du räumst jedes Regal aus und deine kleinen Patschehände finden jedes noch so undankbare Ziel.

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Ein nicht ganz so undankbares Ziel ist dabei Cayleigh. Ihr liebt euch wirklich innig, anders kann man das nicht sagen. Ständig kommt sie zu dir, köpfelt und schmust dich an, schnurrt wie ein kleiner Traktor, und du gackerst und gluckst und quietschst vor Begeisterung. Natürlich bist du meist nicht sehr sanft mit ihr. Wir lassen euch nie alleine, obwohl Cayleigh niemals doof reagiert hat, wenn du sie mal wieder stürmisch gepackt hast, am Ohr ziehst oder mit einem Fellbüschel in der Faust wedelst. Ich glaube sie weiß, dass wir sie sofort befreien, und du hast absolute Narrenfreiheit bei ihr. Sie mauzt oder knurrt oder faucht nie, die Vorstellung sie könnte dich gar kratzen scheint echt absurd. Aber natürlich muss man immer aufpassen, wohl aber mehr zu ihrem Schutz. Es ist so schön, wie du mittlerweile gelernt hast, mit ihr umzugehen. Du weißt, dass du sie nicht schnell patschen darfst, dass man nicht an Schwanz und Ohren zieht, und das Streicheln klappt auch immer besser.
Die anderen beiden Katzen sind da ganz anders drauf. Du würdest auch gern mit ihnen spielen, aber die beiden kratzen sofort wenn man sie ärgert (natürlich nicht bösartig und fest, aber doch viel zu arg für ein Baby). Fion kommt trotzdem oft und köpfelt dich an, und unter strenger Aufsicht streichelst du auch ihn gerne.

Nicht nur aus diesem Grund haben wir nun doch ein Laufgitter aufgestellt. Es ist eben Winter, es wird oft im Kamin geheizt, und jaaaa, ab und an muss Mama mal aufs Klo. 😉 Da es nur verschieden aufstellbare „Zäune“ sind können wir einfach immer einen Teil im Wohnzimmer quasi „zu machen“.

Deine liebsten Spielsachen sind meistens die, die du dir nicht holen sollst. Neben dem Laserschwert der Jungs und Steckdosendeckeln ganz allgemein liebst du Zettel jeder Art. Aber auch das Xylophon, das dir das Christkind gebracht hat, wird sehr gerne bespielt.

 

Deine neugewonnenen Freiheit hilft dir sehr und bietet viele Möglichkeiten. Wenn du dich an Objekte der Begierde annäherst sieht man dir richtig den Quatsch an und weiß – ohoh, Baby auf Pirsch.

Nach einiger Zeit, in der essen gerade nicht so angesagt war, schaufelst du nun wieder begeistert Brei rein – vor allem Gemüse geht immer und in jeder Form. Mittlerweile hast du schon sehr viel probiert, das Neueste waren nun Kichererbsen, die dir ganz wunderbar geschmeckt haben. Den Nachmittagsbrei findest du meist nicht so besonders klasse, und bekommst daher nun meist direkt Obst. Du isst ganz hervorragend und hast dich bislang noch nie wirklich verschluckt. Banane, Mango und Mandarine sind deine Lieblinge, Brot sowieso, nur Nudeln musst du nicht unbedingt auf dem Teller haben… Probieren möchtest du aber alles, und lutscht schon mal an Paprika, schleckst Avocado…

Praktischerweise hast du am 4.1. deinen ersten Zahn bekommen – und zwar nicht unten, wo ich die ganze Zeit geguckt hatte, sondern oben! Und kaum ein paar Tage darauf war der nächste da. Ja, oben, aber nicht der andere 1er Frontzahn, sondern der seitlich daneben!? Du hast sogar bis zum Zähnekriegen deinen ganz eigenen Kopf, bloß nicht nach Schema, hm? Ja, und so in Fahrt ließ der dritte Zahn auch nicht lange auf sich warten und kam ganz am Ende dieses Lebensmonats. Auch oben, aber wieder vorn.

Erstaunlicherweise war das Durchbrechen nun wieder völlig unspektakulär – genau so kenne ich es ja schon von den Brüdern. Es scheint dich nicht gequält oder geschmerzt zu haben, nur die Bäckchen waren sehr rot, und du hast öfter mit deiner Zunge im Mund herumgespielt, es scheint schon ein komisches Gefühl zu sein, da plötzlich Zähne zu haben. Mehr Schmerzen hat definitiv Mamas Brust, denn du bist leider mit Leib und Seele ein kleiner Vampir und beißt unfassbar gerne… Das finde ich zwar richtig kackedoof, andererseits hatte ich noch nie bis nach der Zahnzeit gestillt, also ist das wohl insofern wirklich etwas Besonderes, das ich zu schätzen weiß.

Deine Brüder sind für dich unglaublich wichtig, und man merkt oft, wie du vormittags manchmal gelangweilt bist oder dir etwas fehlt. Du genießt die Action mit ihnen, vor allem mit dem Mittleren. Der große große Bruder ist eher da, um sich um dich zu kümmern, und du nimmst das sehr gerne an, du fühlst dich dabei sehr wohl, und er selbst geht ja sowas von auf in dieser Rolle. Beide können dich trösten wenn du gerade weinst (weil zB Mama allen Ernstes wiiirklicchhh aufs Klo gegangen ist!?) und genießen es sowas von dich in Teamwork mal „tragen“ zu dürfen (es ist enorm unwürdig und du guckst schon mal entsetzt, aber sie sind unfassbar vorsichtig und packen dich gut an).

Wir haben in diesem Monat unsere bisher bequemste Schlafposition entdeckt – tataaa! Du liegst mit dem Rücken zu mir, kuschelst dich an und hältst dabei meinen Arm. Ich kann mit der Hand ein wenig die Decke halten, wo sie hingehört (also über dich, du Strampelmaus, aber nicht über deinen Kopf – auch wenn das noch nie passiert ist, ist mir natürlich wohler ich hab sie gut im Griff). So können wir wunderbar schlafen, und du genießt das sehr.

Wie schon seit einiger Zeit trägst du Größe 80, wir wickeln immer noch mit Stoff und das mit dem Klogehen klappt praktisch unfallfrei.

Ich glaube, mehr hätte in einem Lebensmonat ja wohl kaum noch passieren können! Wie rasant das alles voran geht! Bitte Baby, mach ein wenig langsamer… mir wird schwindelig! (Und ich will dich noch ganz lange als kleines Baby, hust.)

Auf bald!

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