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Vierter Schwangerschafts-Monat [Aprilbaby]

Der vierte Monat begann am 6.10. und ging bis zum 3.11. Der Start war aus mehreren Gründen gleich mal ein Highlight: am Wichtigstens ist natürlich, dass nach der 12. Woche das größte Risiko für eine Fehlgeburt vorbei ist, und für mich daher ein guter Grund „durchzuschnaufen“. Praktischerweise hatten wir an diesem Tag auch gleich einen Kontrolltermin beim Arzt. Und nicht zuletzt war der 6.10.17 auch unser 5. Hochzeitstag. Also viele Gründe zum Feiern!

Vor dem Termin war ich unglaublich nervös, und obwohl ich mir relativ sicher war fast jeden Tag schon Babybewegungen zu bemerken, waren die doch so zart dass ich mich fragte ob ich mir das nicht vielleicht einrede, weil ich will dass es so ist und alles gut ist. Zum Glück wurde nicht lange rumgefackelt, es ging sofort zum Ultraschall wo ich sofort mein Baby sehen konnte. Wie ein Wunder sind die Würmchen zu diesem Zeitpunkt ganz „plötzlich“ kein Zellhaufen oder Gummibärchen mehr, sondern ganz klar erkennbare winzige Menschlein. Und wie winzig die sind! Kaum vorstellbar, dass an ihnen alles einfach so dran ist was ein Baby optisch ausmacht. Auch beim 3. Kind musste ich also wie verzaubert auf dieses Wesen starren. Mein Kind, aber noch so unwirklich… Es ist so so schwer das in den Kopf zu kriegen, für mich. Da ist diese Verliebtheit, aber gleichzeitig die komplette Unfähigkeit es tatsächlich zu begreifen. Mein Kind, mein Baby, unser neues Familienmitglied, kleines Geschwisterchen und 3. Wunder… Nein, ich bekomm es nicht in den Kopf.

Ich hätte noch ewig auf diesen Monitor starren können, in der Hoffnung es so richtig fassen zu können, aber viel zu schnell war die Untersuchung auch wieder vorbei, und alles in bester Ordnung. Was noch nicht so recht in bester Ordnung war, das waren meine Beschwerden. Seit der 10. Woche hoffte ich ja irgendwie, dass alles deutlich besser werden würde, wie schon zuvor immer, aber: Pustekuchen. Eigentlich zog sich alles noch den kompletten vierten Monat durch, so ab der 16. Woche kann ich mich erinnern dass die Dinge tageweise besser wurde. Die Müdigkeit war auch nicht mehr jeden Tag und nicht immer schlimm, und ich hatte nicht täglich den Eindruck dass die Übelkeit gegen meine Kotzpanik gewinnen würde, aber gut war da noch lange nix. Für mich am Schlimmsten waren definitiv und mit viel Abstand die Magenschmerzen. Ich habe keine Ahnung woher die kommen und ob das normal ist, aber das war fast täglicher Begleiter: stechende Schmerzen auf leeren Magen, und besonders wenn ich dann wenn sie schon da waren gegessen habe. Irgendwann so ca 20 Minuten nach dem Essen waren sie dann vorbei, aber bis dahin in einem Ausmaß dass ich mich gekrümmt habe wenn ich aufgestanden bin (aushaltbar nur sitzend). Leider kamen sie praktisch ohne Vorankündigung, ein wenig Hungergefühl, aber wenn ich dann nicht binnen weniger Minuten etwas gegessen hatte wars schon zu spät. Oft aber auch einfach weil ich mich gebückt oder vornüber gebeugt hatte. (Wtf?!)

Grausiger Nebeneffekt war, ich kann es nicht anders nennen, „Futterpanik“. Denn nur wenn ich nie hungrig wurde (und ich war ständig hungrig) kamen keine Schmerzen. Diesem scheiß Zustand verdanke ich die Zunahme von 4kg, die sowas von unnötig ist zu diesem Zeitpunkt. (Aktuell bin ich dabei ein „Ernährungssystem“ auszutüfteln, das mich weder zunehmen lässt wie eine Wahnsinnige, noch mir Schmerzen verschafft. Leider helfen nicht alle Lebensmittel gegen die Magenschmerzen, so ne schicke Gurke ist also leider aus dem Rennen…. Aber es wird. *fingerkreuz*) Ehrlich gesagt war ich irgendwie ziemlich überfordert von so vielen kleinen Anfangsproblemchen im vierten Monat und das Ganze ging mir ziemlich an die Substanz. Nachdem ich mich das komplette erste Trimester mit Arbeit und Kids so durchgekämpft habe war ich am Ende des vierten Monats einfach mal echt… tiefenerschöpft.

Erschöpft werden so langsam auch meine Hosen. Ich habe den kompletten vierten Monat noch mit normalen Jeans gemeistert, auch wenn ich daheim mal lieber gemütlich den Knopf offen ließ, einfach weil es doch unbequem wurde. Die Tage der normalen Hosen sind definitiv gezählt, und auch wenn ich damit noch einwandfrei einkaufen oder spazieren gehen kann, so ist sitzen nicht mehr drin bzw. gelingt nur mit Gummibandtrick.

Das absolute Highlight diesen Monat war ganz defintiv das Verkünden der Schwangerschaft. Es war perfektes Timing, dass meine Oma und meine Cousine direkt am Wochenende nach unserem Kontrolltermin bei uns zu Besuch waren. Sie waren somit die ersten (also von meiner besten Freundin abgesehen, aber das zählt nicht, die weiß quasi auf die Stunde genau wann mein Eisprung ist X’D) die von unserem Baby erfahren haben, und waren sprachlos und begeistert und mächtig am Tränen wegwischen. Es war so schön zu sehen, dass auch ein drittes Kind so viel Erstaunen und Begeisterung hervorrufen kann, und dass es keineswegs mit einem „achso, aha, na dann“ begrüßt wird. Noch als sie bei uns waren erzählten wir auch den Jungs die Neuigkeit, dass sie bald ein kleines Geschwisterchen haben werden. Und nun war ich es, die Taschentücher verschneuzen durfte, denn die Reaktion war einfach der absolute Hammer. Nach einem anfänglichen „Wirklich? Du hast da jetzt ein Baby im Bauch? Da drin????“ hüpften und quiekten sie vor Freude und umarmten mich. Ein Wahnsinn, so hätte ich mir das in meiner tollsten Phantasie nicht ausgemalt…

Das absolute andere Highlight, es fällt mir nämlich schwer das wirklich zu rangreihen, waren natürlich die Babybewegungen. Obwohl ich sie schon sehr früh erahnen konnte kam es dann tageweise auch mal zu einem völligen Fehlen (das ist ja so geil für die Nerven, nicht wahr?), und meist ging es danach mit richtig Karacho weiter. Besonders erinnere ich mich an den 26.10., da saß ich lange Zeit nur neben dem Bett vom Steinböckchen, der ganz arg krank war. Und während ich da so rumsitze geht eine derartige Bauchparty los, dass ich nur staunen konnte. Wie um alles in der Welt kann etwas SO winziges SO feste um sich schlagen?? Es waren wirklich sehr deutliche Knuffe, und ich war richtig platt. Diese Party war aber auch insofern bislang einzigartig, als dass danach eher wieder mehr Ruhephasen angezeigt waren, und über die meiste Zeit des vierten Monats konnte ich nur gelegentlich Bewegungen bemerken, eigentlich ausschließlich in Ruhephasen oder wenn die Jeans dann mal zu eng saß… 😉

Zum Abschluss gehört natürlich noch ein Bauchbild. Irgendwie wächst mein Bauch nicht „normal“, die erste Veränderung sieht man im Oberbauch, so als würden sämtlich Organe sofort fluchtartig ihren normalen Heimatort verlassen und sich da oben ansammeln. Keine Ahnung warum das sonst so ne komische Form immer gibt… Jedenfalls bemerke ich kaum Veränderungen im Bereich unterm Bauchnabel, das was da am Bild zu sehen ist war leider auch eigentlich schon vorher da – nur das da drüber nicht.

So nun husche ich mal hoffnungsvoll in den nächsten Monat, vielleicht kehrt ja doch feierlich ruhige Zweittrimesterstimmung ein – Zeit wärs!

Auf bald!

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4. Schwangerschaftsmonat (2.0)

Hui, also die Schwangerschaft verfliegt definitiv, ich hoffe das bleibt so…

Fast ein wenig schade finde ich, dass ich im Alltag sehr oft „vergesse“ schwanger zu sein. Ob man das auf die Schwangerschaftsdemenz schieben kann? *höhö* Ich denke es liegt halt daran, dass es hier so rund geht, und ich oft so fertig bin dass ich erst wenn der Kleine schläft mal zum Durchschnaufen komm, und dann denk „huch, ahja, ich bin ja schwanger!“. Mein Unterbewusstsein hats aber auf jeden Fall schon kapiert, seit Wochen träume ich bereits, eben schwanger zu sein, oder denke/rede über meine KindeR.

Insgesamt war dieser Monat äußerst unspektakulär. Alle anfänglichen Beschwerden sind verschwunden, ich bin wieder fast so fit wie sonst. Gut, die Hitze bügelt mich ziemlich runter, aber mit den aktuellen knapp 40° hätte ich auch unschwanger sehr zu kämpfen. Auf jeden Fall gehts mir viel besser als letztes Mal im Hochsommer, als ich ja schon im 3. Trimester war. Mein anfänglich wirklich hoher Blutdruck (sogar die Ärztin hat sich gewundert und mich zum daheim messen verdonnert) ist nun in abgrundtiefe Tiefen gefallen, für meine Verhältnisse+Statur deutlich zu niedrig, mir is öfters mal ein wenig schwummerig im Kopf. Aber besser so als andersrum…

Was ich bei den letzten Malen noch nicht ausdrücklich erwähnt habe, ist meine emotionale Verfassung. Ich bin extrem nah am Wasser grade, und viele Gefühle überrennen mich gradezu. Sorgen, Ängste vor allem. Rationale und irrationale. Geldsorgen und Angst, der Mann würde mich betrügen. Wenn mal so ein Gedankenkarussell beginnt, nimmt das auch Ausmaße an, wo ich selber eigentlich nur noch den Kopf schütteln kann, aber auch das Wissen darum, wie dämlich und unpassend das Gefühl grade ist, ändert nix daran, dass es da ist. Auch kann ich bei Filmen grad heulen wie blöde. Erst kürzlich eine Folge von Breaking Bad gesehen, wo ein ganz entsetzlich vernachlässigter kleiner Junge vorkommt, mit den traurigsten Augen der Welt. Ich habs fast nicht ausgehalten, richtig geheult im Anschluss und nächtelang davon geträumt. Und das, obwohls eigentlich gut (iSv bestmöglich) für den Kleinen ausging…. Ich hab das Gesicht nicht aus dem Kopf bekommen.
Naja, das empfinde ich als ein wenig nervig, kannte ich von MrMini so ja gaaar nicht!

Auch ganz anders, da muss ein wenig jammern, ist das mit den Brüsten. Die haben schon ordentlich weh getan diesen Monat. Vor allem die rechte fühlt sich oft schwer an, sticht und zieht und tut einfach weh. Ganz schlimm wenn der Kleine dagegen tritt, da schrei ich meist auf weils so „einfährt“.
Aber ich sage mir immer wieder, dass das gut und richtig ist, und freue mich, dass es so anders ist. Ich bin voller Hoffnung und dem tiefen Wunsch, dass diesmal das mit dem Stillen klappt (und ich sage das momentan auch aus einer guten Portion Bequemlichkeit heraus!!).

Überhaupt, das weiß ich schon seit Beginn, … eigentlich schon seit davor… möchte ich auf alle Fälle, sollte medizinisch nicht dringlichst was dagegen sprechen, ambulant entbinden. Ich habe die Geburt nach wie vor in äußerst guter Erinnerung, nur einen Horror vorm Krankenhausaufenthalt danach. Auch wenn ich das heute ganz anders angehen würde, aber dennoch. Schließlich wäre ich dann auch noch von meinem Söhnchen getrennt, und das würde mir zusätzlich zusetzen, noch dazu wo ichs ihm ja nicht sinnvoll erklären kann warum.

Es beginnt nun also erst der 5. Monat, aber ich habe bereits Babybauch. Und das, obwohl ich tatsächlich auf den verdammten 6kg+ kleben geblieben bin (aber immerhin bislang nicht zugenommen habe). Aber da ist deutlich Bauch, der meine Unterwäsche verrutschen lässt. Hosen passen aber alle super, seltsamerweise – beim letzten Mal hab ich da schon gern Umstandshosen getragen, weil normale gekniffen haben. Auch fühlt sich der Babybauchteil sehr prall an, es ist eben deutlich spürbar, dass da was drin ist.

Und nicht nur das ist spürbar! 🙂 Auch die ersten kleinen Zappelbewegungen sind da! Eher selten (bzw ich komme nicht oft dazu, sie abzupassen) aber dann auf jeden Fall als solche erkennbar. Wundert mich auch nicht, denn bei der letzten Vorsorge ist das Würmchen herumgesprungen als wollte es angeben *kicher*

Die nächste Untersuchung steht ja auch erst nächste Woche an, und fällt damit schon in den 5. Monat.

Essens- und Gelüstetechnisch alles sommerlich normal…:

Lecker: Eis, Beeren, Cornflakeskram

Leider nicht: Sushi, Cola

Bäh: Kaffee ist grad nicht in, mag auch an der Hitze liegen

Abschließend noch ein Bildchen (wieder in Original und mit Farbe), wenn auch nicht allzu berauschend (es ließ sich ja kaum sinnvoll einfangen, bei soviel Gezappele!) aus der 13.SSW:

… zuerst einmal Körper und Kopf in der Seitansicht:

SAM_0153 SAM_0153 - Kopie

… und hier, schwungvoll beim auf die Seite werfen festgehalten: Körper und Beinchen (weit gestreckt, kurz nach dem „Absprung“ hihi)

SAM_0152 SAM_0152 - Kopie

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Auf bald,
Hummelchen