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Sechster Schwangerschafts-Monat [Aprilbaby]

Tjaaaa, was gibt es über die letzten Wochen zu sagen? Ich fürchte, wenn ich versuche, nicht allzu viel zu jammern, bleibt mir kaum was zu erzählen…. XD

Aua

Nein, sooo schlimm war es dann doch nicht. Wobei nach wie vor die Magenschmerzen so schlimm waren, dass es ohne Schmerzmittel nicht mehr ging. Da in der Schwangerschaft nun nicht wirklich viel übrig bleibt empfahl mir meine Hausärztin Iberogast, das sei pflanzlich, und auch der Gynäkologe gab seinen Segen. Zwar wären pflanzliche Mittel, wie auch das, meist mit Alkohol, in der verschriebenen Dosierung müsste ich mir bei der Anwendung aber keine Sorgen machen. Ich muss sagen – wegzaubern konnte es die Beschwerden nicht, aber aus mehrmals täglichen Koliken wurden nach einigen Tagen ein paar mal täglich auftretende Schmerzen, es gab sogar den ein oder anderen Tag ohne Probleme. Nun, nachdem die Flasche aufgebraucht war und ich ein paar Tage am „Trockenen“ saß fiel mir auf, dass auch ohne Tropfen nur noch selten Koliken (1-2x pro Woche) auftraten, und daher versuche ich es momentan wieder ganz ohne.

Auch nervig war, dass ich die letzten Wochen sehr oft Kopfschmerzen hatte, der längste „Anfall“ ging über 3 Tage, bis ich schließlich nicht mehr konnte und fast die komplette erlaubte Tagesdosis Paracetamol einnahm. Danach war glücklicherweise erstmal Ruhe, und ich hatte nur alle paar Tage leichte Kopfschmerzen. Leider ist das mein „Normalzustand“, nur schwanger ist es doof weil ich ja nur wenn es wirklich gar nicht mehr geht Medikamente nehmen würde. Bislang hilft noch „alternatives“, wie schlafen, baden, Wärme/Kühlkissen, Ruhe (ahahaha) und sowas.

Kurioserweise hatte ich diesen Monat einige Male Nasenbluten, und zwar nicht jetzt nach Niesen oder Schneuzen, sondern meist direkt beim Aufwachen. Sehr merkwürdig! Sowas veranlasst mich dann doch mal Blutdruck messen zu lassen, der war zwar höher als bisher in der Schwangerschaft und nicht „optimal“ (130/85), aber nicht in einem Ausmaß besorgniserregend, welches das Nasenbluten erklären würde. Ich gehe daher von gut durchbluteten, leicht platzenden Äderchen aus, wie ich sie in Schwangerschaften öfter habe, vor allem da diese 3 erwähnten Probleme nie kombiniert auftreten.

Zu den lustigen und willkommenen Veränderungen zählen definitiv die der Brüste. Nachdem sie letzten Monat echt oft schmerzhaft ziepten bemerkte ich diesen das erste Tröpfchen Vormilch, was paradoxerweise bei mir etliche Träume übers Stillen auslöste. Meeiiiine Güte… Es ist echt bekloppt was mir das bedeutet und wie sehr ich mich da drauf freue. Auch und vielleicht vor allem weil ich weiß, dass es mir nur in begrenztem Ausmaß vergönnt sein wird, freue ich mich über jeden Schritt in diese Richtung wie verrückt. An der Stelle möchte ich nochmal meinen Sammelpost über Tipps zum Stillen verlinken – ja, damit habe ich mich sehr befasst in diesem Monat.

Träume und Gedanken, die ich als extrem belastend empfunden habe, gab es aber leider auch genug. Die meisten davon drehten sich um Verlustängste, in den schlimmsten Fällen regelrechten Angstattacken, einem meiner Kinder (meist dem Kleinen) könnte Schreckliches zustoßen. An der Stelle halte ich mich aber nun an meine eigene Klugscheißerei zur Angstprophylaxe: fahre eine Straße oft entlang, und sie wird zur Autobahn. Daher bekommt dieses Thema hier nicht mehr Gedankenraum, es sei lediglich erwähnt.7

Und es wird…..

Die größte Überraschung gab es für uns beim letzten Arzttermin. Es haben ja schon aaaalllle prophezeiht, das Baby wäre ein Mädchen. Anfangs war ich noch überzeugt davon, einen kleinen Jungen im Bauch zu haben, da diese Schwangerschaft aber so viel beschwerlicher lief als die beiden ersten dachte ich mir bald: okay, das muss eine kleine Kröte sein.
Einen fixen „Wunsch“ hatten wir nicht, im Kopf war ich ja wie gesagt auf Junge eingestellt und das Zimmer bereits gedanklich geplant. Allerdings gefiel mir die Idee, nun zum „Abschluss“ doch noch einmal ein Mädchen zu bekommen, eigentlich sehr gut. Zwar finde ich die meisten typischen „Mädchendinge“ eher nervig, aber mein Großer hat mich mit seiner Liebe für pink und Bibi und Tina ja gelehrt, was ich eigentlich eh auch weiß: heißt gar nix. Und das würde ja so viel neue Nähmöglichkeiten erschließen…. Hm….

Beim Ultraschall dann guckte sich der Arzt also genau um, und ich starre auf den Bildschirm, gucke hier, gucke dort, und sage: „Hm, ich seh ja gar nix!“ woraufhin er furztrocken verkündete, „Na Sie sehen keinen Penis, weil die kleine Dame hier keinen hat!“ Bämm. Was?? Ein Mädchen, also echt jetzt? Okayy….. Natürlich wollte ich wissen wie sicher sowas jetzt schon sei, und er kommentierte, ganz sicher würde er es mir nach der Geburt sagen, aber bis zum Gegenbeweis geht er definitiv von einem Mädchen aus. Na dann!

Wir freuten uns sehr darüber, „es“ nun endlich mit Namen ansprechen zu können, das gibt so viel mehr Nähe. Und die Jungs sind fast ausgeflippt vor Freude, schließlich hatte sie ja ein Mädchen „bestellt“. Den Namen der Kleinen lieben sie schon heiß und innig und sagen ihn ständig in voller Länge, mit Zweit- und Familiennamen auf. Ich denke im Kindergarten weiß es auch schon jeder…. Außerdem kommen sie nun viel öfter zum Bauch gelaufen, streicheln darüber und reden mit ihrer Schwester, sagen ihr dass sie sie lieb haben, schon auf sie warten und sich freuen wenn sie endlich da ist. Oh Gott das ist so niedlich, dass ich keine Worte dafür finde!!!

Der Bauch selbst ist aber nun ein Vielfaches präsenter. Er ist waaaahhhhnsinnig gewachsen in diesem Monat, ja mehr explodiert. Manchmal ertappt ich mich bereits jetzt in diesem typischen anderen „Schwangerengang“, und vermeide es dann absichtlich, weil ich der Meinung bin, so weit bin ich noch gar nicht. Dennoch ist der Bauch nicht mehr zu übersehen oder zu ignorieren. Manche Nächte brauche ich regelrecht mein Seitenschläferkissen, um gemütlich liegen zu können, manchmal kann ich mich aber auch noch auf den Bauch drehen und so gut schlafen. Seit einer Woche passiert es mir nun leider immer wieder, plötzlich mit meinem Bauch irgendwo anzustoßen, und das ist eher doof, weil es meistens doch weh tut. Aber mein Körperschema hat eben noch nicht begriffen, dass da nun mehr Raum nötig ist…
Ein Bauchbild hab ich nun „dooferweise“ nur gemacht, als ich zeigen wollte dass ich ihn noch in eine normale nicht-Schwangerschafts-Jeans bekomme, und entsprechend sieht er viel kleiner aus als er wirklich ist. Echt jetzt. Das war übrigens in Woche 21, und ich wurde spontan mit einer Umarmung gefotobombt 😀

 

Die Kleine wiederum hat aber auch ordentlich zugelegt, und die letzte Woche war sie so aktiv, dass ich mich kaum daran erinnern kann, sie mal nicht gespürt zu haben. Praktisch rund um die Uhr ist Partyzeit (das macht mir jetzt schon Angst!) und sie hat auch oft lang andauernden Schluckauf. Obwohl es wundertoll ist das Baby so viel spüren zu können, und ich das sehr genieße, komme ich oft an dem Punkt schon „überreizt“ zu sein von dem Dauergetrete, wenn es wieder mal lange nicht aufhört. Mittlerweile kann sie auch schon die ein oder anderen schmerzhaften Tritte verteilen, die mich kurz zusammenzucken lassen. Das macht sie meist, wenn ich im Bett liege, und…. jaa, endlich in der 23. Woche konnte man das auch von außen spüren. Der Erste war Rumpelstilzchen, der die Bewegung spüren konnte und sich wahnsinnig darüber freute, aber auch der Papa musste nicht mehr lange warten um den ersten Fühlkontakt mit seiner Tochter aufzunehmen.

Alles in allem war dieser Monat ein sattes okay-ish. Ich hatte bislang echt phasenweise verdrängt, wie ungern ich schwanger bin, einfach weil ich mich so sehr auf die Schwangerschaft gefreut hatte. Aber es bleibt leider dabei: ich finde diesen Körperzustand durch die Reihe sehr unangenehm. Aber ich weiß ja, wofür’s gut ist… 😉

Auf bald!

 

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6. Schwangerschaftsmonat (2.0)

Auch die letzten Wochen sind so wahnsinnig schnell vergangen, dass ich nur fassungslos auf den Bauch starren kann und denken „bitte was, 7. Monat?!“.

Was sofort auffällt im Vergleich zum letzten Mal ist die Tatsache, dass nun in diesem Monat Zipperleins eingesetzt haben. War ich bei MrMini um die Zeit noch total fit, fällt mir Vieles jetzt bereits deutlich schwerer. Gerade vor ein paar Tagen habe ich beschlossen, den Kleinen nicht mehr unnötig die Treppen hoch zu tragen. Ich schaffs einfach nicht mehr, bis ich im 3.OG bin krieg ich kaum mehr Luft, dafür tut mir alles weh. Er ist mir einfach viel zu schwer geworden, schon alleine japse ich wenn ich ankomm. Heißt für uns nun, großflächig Wohnungsarrest. Ich geh jedenfalls nur noch in Ausnahmefällen, wenns nen Termin gibt oder so, mit ihm runter.

Auch mit dem Schlafen hatte ich fiese Probleme. Bis vor Kurzem bin ich sehr oft nachts aufgewacht und konnte auf Teufel komm raus nicht mehr einschlafen. Es lag nicht am Bauch, es ging halt einfach nicht. Entsprechend war ich extrem müde, und hab mich nur mit Müh und Not durch den (zu der Zeit sehr anstrengenden) Alltag geprügelt. Mittlerweile schlafe ich wie ein Stein, ich falle wie ins Koma und wache gerädert auf. Ich bin gespannt, ob meine Schilddrüsenwerte in Ordnung sind, denn irgendwie ists schon auffällig. Vor allem, dass ich sehr müde bin, auch wenn ich genug geschlafen habe. Vielleicht hab ich auch nur Pech und das is nun einfach so.

Nicht vergessen darf ich aber, dass wir viel Stress hatten, da wir uns gerade nach einem Häuschen umsehen. Die vielen Termine, die Bankgespräche, alles organisieren… teils wars mir schon fast zu viel. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob es sich gelohnt hat…

Wie heißt eigentlich das hintere Pendant zur Symphyse? Das Teil tut mir oft recht weh. Vor allem nachm Aufstehen wenn ich länger gesessen bin, oder beim Treppensteigen. Nicht wirklich sehr schlimm, aber doch lästig.

Der Bauch ist sehr gewachsen. Aus irgend einem komischen Grund trage ich aber immer noch weite Hosen von vorher. Bei näherer Betrachtung ist er extrem übern Nabel expandiert, ich hab auch schon fiese Streifen bekommen, denens völlig an ihrem Streifenhintern vorbeigeht ob ich sie mehrmals täglich öle oder nicht. Mäh, soviel dazu. Auch fühlt er sich sehr fest und gespannt an. Das Baby da drin schmeißt regelmäßig Parties, strampelt sich einen ab… das kenn ich ja so gar nicht. SO ist das also wenn man keine Vorderwandplazenta hat!? Ich muss sagen, ich finds gar nicht schlecht! Aber das Kleine muss sich auch schließlich in Erinnerung rufen, sonst findet es ja eher wenig Beachtung.

Vom Geschrei (Gekreische) vom großen Bruder fühlt sich 2.0 übrigens sehr gestört, und tritt dann bald genervt durch die Gegend. Mir tuts ja wirklich leid, hab ein schlechtes Gewissen, aber ändern kann ichs nicht… 😦
Was dem Kleinen auch missfällt, ist wenn ich den Großen zum Schlafen bringen möchte(muss). Der wehrt sich nämlich mit aller Kraft, und wuchtet und stemmt sich an den Bauch und drückt sich davon weg, und ich brauche einiges an Aufwand, ihn zur Ruhe zu bekommen. Hats dann geklappt, und er beginnt auf meinem Bauch liegend einzuschlafen spüre ich wirklich erboste Tritte von innen, genau dahin wo der Bruder liegt. Als wollte er mehr als deutlich machen: hau-da-ab-gefälligst!! Naja, da muss er leider durch (genau wie ich, der mir nach solchen Aktionen von Rücken und Bauch und alles dazwischen ordentlich weh tut)…

Mein Appetit ist mehr oder weniger normal, ich gehe nur jeder Werbung aufn Leim: alles was ich sehe, muss ich nahezu soofooort haben! Das ist wirklich übel, vor allem seit ich nicht mehr freiwillig einfach so rausgehen will….

Lecker: alles was ich sehe…

Leider nicht: Weichkäse, Sushi, Wein

Bäh: Kaffee, Gemüse

Was mir zur Zeit määächtig aufn Keks geht – die Hopser auf der Blase. Ehrlich, ich geh IMMER aufs stille Örtchen wenn sich die Gelegenheit bietet, selbstverständlich bevor ich das Haus verlasse, trinke vorher mindestens eine Stunde nichts, und trotzdem… jedes Mal das gleiche Spiel, ich habe das Gefühl gleich explodieren zu müssen, meist dann wenn grad kein Klo verfügbar ist. Hab ich gar nicht so übel in Erinnerung.

Insgesamt zeigt sich nun das, was ich mich schon in der ersten Schwangerschaft kaum zu sagen traute: ich bin nicht gern schwanger. Die vielen Einschränkungen, das nicht-belastbar sein, nicht seine normale Leistung bringen zu können, sich nichts mehr zumuten zu dürfenkönnensollen… mich stört das einfach. Kein „Zähne zusammen beißen und durch“, keine Helferleins wie Kaffee. Ich denke und sage so oft „ich kann nicht…“ weil es einfach so ist. Sowas gibts bei mir sonst nicht so, ich schalte mich in anspruchsvollen Situationen gern aufs Nebengleis, oder hole eben später nach was mir fehlt. Schwanger geht das nicht, ich muss Rücksicht nehmen, und wenn ichs nicht tu werd ich so heftig dazu gezwungen dass ich mich einfach übel „entmachtet“ fühle. Grade jetzt, wo ich nicht nur meinem Alltag sondern vor allem dem des Babys gerecht werden muss spür ich das umso deutlicher. Da sind plötzlich markante Grenzen, die da einfach nicht sein dürfen, und mich dann eben zum „toll, und nun???“ bringen. Mag ich nicht…

Trotz allem Genöle muss ich aber wieder dankbar anmerken: Beschwerden im weiteren Sinne habe ich auch diesmal nicht. Und dazu den Luxus, so viel vom Baby mitzubekommen. Ich muss schon sagen, das ständige Gebonke (mittlerweile können wir schon spielen: bonken – außen drandrücken – bonken – drücken … ) macht ordentlich verliebt…. ❤

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Auf bald,
Hummelchen

22.SSW · Schwangerschaft

22.SSW

Ich muss sagen, als würde die Halbzeit was bedeuten, fängts nun an sich ein wenig zu verändern, ich verspüre tatsächlich das ein oder andere Zipperlein.

Am Auffälligsten waren erstmal die Elefanten-Füße, die ich nach 9 Stunden Autofahrt hatte. Glücklicherweise treten die Ödeme nur sporadisch auf, ohne für mich erkenntlichen Anlass. Grade, bei 30° Rauminnentemperatur ist nix… Naja, dürfen ruhig beim Rhythmus alle-2-Wochen bleiben.

Was ich bisher noch gar nie hatte: öfters mal Rückenschmerzen, zur Zeit ist grad mein Nacken die Oberzicke. Vor allem nachm Schwimmen (wohl blöd den Kopf gehalten) dachte ich abends ich muss mal so richtig dolle „krachen lassen“. Ob das nun konkret mit der Schwangerschaft zusammen hängt weiß ich nicht, aber ich hab da sonst seltener Probleme, und nun schon nach Ostern das zweite mal (allerdings im Leben nicht so schlimm wie damals!!!). Trotzdem ist eigentlich alles zu ertragen, wie gesagt, bloß Zipperleins. Ich bin wirklich froh, dass ich offenbar so eine relativ unkomplizierte Schwangerschaft haben darf.

Eine toller Erkenntnis diese Woche war: mein Glucosetoleranztest brachte super Ergebnisse, alle Werte im Normalbereich, yippieee!!! Das war alles andere als selbstverständlich, denn wegen meiner Insulintoleranz waren meine Werte nach dem Zuckertrinken sonst immer zu hoch, bzw. sanken zu langsam. Diesmal- nix! Scheinbar hilft die Art der Ernährung, die ich davor schon monatelange gemacht hatte. In der Schwangerschaft wars nicht ganz so leicht durchzuziehen, aber offenbar gut genug um mich bisher zu verschonen…

Was nun eigentlich zur 23.SSW zählt, da heute aufgetreten und ich diese Berichte ja immer rückblickend schreibe, aber auch schon vorher andeutungsweise auftrat und daher Erwähnung findet: Meine Brustwarze … ist, ähm, undicht. Aber nur eine. Aufgefallen die letzten Tage immer mal wieder, tröpfchenweise. Heute deutlich, nachdem wir am Baggersee schwimmen waren, und danach einkaufen (ich ohne BH nur schnell ein T Shirt übergeworfen).. Der Fleck war nur klein, etwa 5-Cent-groß, aber peinlich genug wars. O_O Zuhause gings dann weiter, 2 neue Flecken, beim Nachsehen war die ganze Brustwarze nass – hallo?? Gut, ich las, dass das vorkommen kann, mich verwundert nur ein wenig, warums nur die eine tut. Ich denke, es hängt damit zusammen, dass da mal ein Piercing drin war, das ich vor etwa einem Monat entfernt habe, da der Bereich etwas geschwollener war und das Tragen damit unangenehm wurde. Offenbar funktioniert der ehemalige Stichkanal da besonders „leitend“.. Merkwürdig, aber da ich insgeheim die Sorge hatte, die Brust würde später gar nicht „funktionieren“ oder vielleicht zu verstopft sein oder durchs Entfernen vernarben, ist es auch paradox beruhigend. Beim Nachsehen seh ich die kleinen Tröpfchen aber gleichmäßig verteilt..

Ansonsten gab es diese Woche schwangerschaftsmäßig noch ein absolutes Highlight: Nun seit 5 Tagen spüre ich unseren kleinen Babybub mehrmals am Tag deutlich rumpeln – HACH!! Das ist soooo schön… Ich freu mich immer wie eine Schneekönigin wenns losgeht und kann gar nicht genug davon bekommen!

Leider wars das aber mit dem Schönen, denn.. mein Papa liegt grad wieder mal im Krankenhaus, da er einen Schlaganfall hatte. Momentan kann er zwar Gesprochenes wieder verstehen, aber so gut wie gar nicht sprechen. Ich versuche wirklich, mich nicht allzu fertig zu machen, aber natürlich sind meine Sorgen groß, vor allem da ich mir in etwa ausmalen kann wie sehr ihn das mitnimmt… 😦 Für ein paar gedrückte Daumen, dass es ihm bald besser geht, wär ich euch daher dankbar..

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Auf bald,
Hummelchen

22.SSW · Beziehung · Gedanken

Gefühls-Dinge

So, nun bin ich wieder zurück im Lande. Die letzte Woche stand Verwandtschaftsbesuch-Urlaub auf dem Programm – unser einziger Urlaub schon seit einigen Jahren. 800km von meiner Familie wegzuwohnen ist auch in dieser Hinsich ein Handicap, da eben vorausgesetzt wird dass ich zumindest einmal im Jahr komme, und dann meist kein Geld für andere Aktionen bleibt. Aber gut – zu mindestens 80% genieße ich es auch immer sehr.

Ein wenig Sorge hatte ich was die Autofahrten betrifft. Rückblickend kann ich aber sagen: problemfrei. Wir sind fast durchgefahren (also nur Fahrerwechsel und Klopausen) und sind super durchgekommen. Nur bei der Rückfahrt hatte ich Probleme mit extrem geschwollenen Füßen, die haben sich aber mittlerweile auch wieder beruhigt.

Einquartiert waren wir bei der Omi, nein bei der künftigen Urli-Oma! (Jaja, da wo ich herkomme sagt man so dazu) Diese hat, ohnehin schon nahe am Wasser gebaut, kaum die Augen trocken halten können. Von der Begrüßung abgesehen haben natürlich sämtliche Babythemen mindestens ein Glitzern im Augenwinkel verursacht, und als sie erfahren hat, dass es wohl ein Bub wird wars vorüber (sie hatte sich immer sooo sehr Söhne/Neffen/Enkel gewünscht, aber es kamen ausnahmslos 7 Mädchen..). Es war so schön, zu sehen wie sehr sie sich gefreut hat, das tat richtig gut *hach*. Und, sie hatte natürlich schon gestrickt. Ich wusste ja, dass sie das kann, aber als ichs gesehen hab war ich auch ehrlich platt – maschinell könnts nicht besser sein!! Leider geben das die Fotos nicht so gut wieder, aber hier mal ein Einblick:

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Der Besuch bei den Eltern war ein von vornherein sehr schwierig. Vielleicht erinnert sich die ein oder andere, dass ich ein äußerst schwieriges Verhältnis zu meiner Mutter habe, was leider auch meine Beziehung zu Papa in Mitleidenschaft zieht, der ihr treu ergeben ist (ja, man lese Sarkasmus, ich kann ja nicht schreiben „hörig“, oder? Politisch korrekt könnte man es auch einfach eine klassische Co-Abhängigkeit nennen, aber das tut eigentlich nix zur Sache.) In der Vergangenheit wars also so, dass ich nicht mit Papa Kontakt haben konnte/durfte, ohne an ihr vorbeizukommen, worauf ich dann prinzipiell verzichtet hab. Seit nunmehr 2 Jahren haben er und ich aber so eine Art Übereinkommen, dass er aufhört mich zu Kontakt zu nötigen, ich dafür entgegenkomme wann und wie immer möglich, aber sobald er mich wieder (be)drängt ist Schluss. Hätte nicht gedacht, dass es klappt, aber bisher sind wir zwischenfallsfrei! Kein leidender Anruf nach dem Nicht-Gratulieren zum Muttertag oder ähnliches. Ich darf zufrieden sein!

Ähnlich lief es auch dieses Jahr: beim Besuch ließen sie mir die nötige Distanz (ich musste mich nicht umarmen lassen, niemand wollte an den Bauch fassen oder hat persönliche Baby-Fragen gestellt), ich kann also mit dem Verlauf sehr zufrieden sein. Ich kann jetzt auch nicht sagen, dass er Besuch „schön“ war, aber er war sehr ok, und ich konnte ohne Streit meinen Papa sehen. Die Alkoholausdünstungen und den Zustand der Wohnung verdränge ich dann mal wieder lieber….

Was ich eigentlich auch besser verdrängen möchte ist alles, was mit meiner Schwester zu tun hat. Damals hatte sie, als ich weggezogen bin meine Wohnung übernommen (geschenkt bekommen trifft es besser, denn es war eine baufällige Ruine, in die ich mit Hilfe von Sparbüchern, Bausparverträgen und Verwandten erstmal 10.000€ stecken musste, bis sie mit fließendem Warmwasser bewohnbar war – sie musste mir aber 300€ für die bis aufs Bett komplette Einrichtung geben; trotzdem wurde oft genug betont, hauptsächlich von unserer Mutter, dass sie immer zu kurz gekommen sei weil für sie angeblich! nicht so viel gespart worden sei *HUST*). Jedenfalls ist sie mittlerweile ausgezogen, und die Wohnung ist in einem gar gräßlichen Zustand… Es hat mir wirklich weh getan, zu sehen was aus der Wohnung wurde, in die ich mein Herzblut gesteckt hatte, die mich mit 17 von zuhause „gerettet“ hatte. Autsch. Was wirklich genau passiert ist, kann ich nicht sagen, es gibt Erzählungen, es gibt Theorien… aber ich will nicht zu sehr ins Detail gehen. Autsch, wie gesagt.

Aber es ist nicht nur das… Bei meinem ganzen Besuch ließ sie sich nicht ein einziges Mal blicken. Nun denn…

Aber wieder ein Abstecher zu was Schönem: die 10jährige Abiturfeier war absolut nett, es war schön die alten Gesichter wiederzusehen, und wir alle wollten konnten nicht glauben, dass das schon ZEHN JAHRE her ist! Wirklich verändert hat sich kaum jemand, und wir sind auch so verblieben, dass wir uns vielleicht schon vorm 20jährigen sehen wollen.

Ebenso schön war es, die (etwa gleichalte) Cousine zu fragen, ob sie unsere (zweite, weil evangelisch) Taufpatin werden möchte. Sie hat sich sehr gefreut, sagte, dass sie schon gehofft hat aber sich nicht fragen traute, weil sie dachte wir würden lieber jemanden nehmen, der näher ist und von dem das Baby mehr hat… Schon allein wegen dieser pro-Baby selbstlosen Äußerung wurde ich nochmal bekräftigt, dass die Wahl richtig war. Denn die andere (21jährige, wie meine Schwester) Cousine war prompt extrem beleidigt und hat schon bevor sies wusste immer wieder spitze Kommentare gefahren wie „ihr nehmt aber eh nicht xyz, oder??“ und als sies dann wusste kam nur so Zeug wie „meinst du wirklich dass du da eine gute Wahl getroffen hast?“. Nachdem ich ihr klipp und klar gesagt hab, dass unsere künftige Patin von allen am meisten am Baby interessiert ist und ständig Hilfe und Unterstützung anbietet, war die jüngere Cousine natürlich beleidigt, ich wisse ja auch gar nicht dass sie kürzlich Babyklamöttchen angeguckt hätte (äh, tschuldige, und davon hab ich dann … was? Ich weiß, ich bin gemein..) und postete umgehend auf Facebook: „Momente in denen man merkt, dass vertraute Verwandte sich wirklich entfernen… The Jeff Dunham-Show gucken und etwas trinken.“
Mir war ja gar nicht klar, wie beleidigt man sein kann, nur weil man nicht Pate wird. Enttäuschung hätte ich ja verstanden, aber mal ganz abgesehen von den logischen Kriterien, die ich in meine Wahl miteinbezogen habe, denke ich wäre die richtige „Rangordnung“ fürs Patenamt: Schwester – ältere Cousine – jüngere Cousine. So beleidigt sein braucht man dann auch nicht, find ich. Ich hätte sie ja wirklich gerne als Patin fürs möglicherweise künftige 2. Kind gehabt, aber mit der Aktion hat sie sich eigentlich ins Aus befördert. Schade…

Nunja, aber ich muss sagen, auch das überrascht mich irgendwie wenig… Ja ich weiß, meine Familie ist… *anders*. Auch ein Mitgrund, warum es mir 360 Tage im Jahr kaum schwer fällt, 800km weit entfernt zu sein. Trotzdem war das einer der schönsten Aufenthalte – wir waren auch schwimmen, in Wien mit (völlig unkomplizierten *g*) Freunden unterwegs, ich habe so viele alte Bekannte wiedergesehen, wir haben einfach viel gemacht und ich konnte daher viel mitnehmen. Wirklich erholt bin ich nach dem Urlaub zwar nicht, aber den Resturlaub spar ich lieber für vorm Mutterschutz und der Freund für November…

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Auf bald,
Hummelchen