33.SSW · 34.SSW · 35.SSW · 36.SSW · Schwangerschaft

9. Schwangerschaftsmonat (2.0)

Wirklich viel dazu zu sagen gibt es nicht. Ich fand ihn doof. 😉

Was mir sonst schon so nicht so gefällt am Schwangersein schlägt halt gegen Ende doppelt zu Buche. Schlafen wird immer schlechter und beschwerlicher, und die immer öfter auftauchenden Senkwehen machen Sitzen und Liegen, sowie natürlich Stehen sehr unangenehm. Insgesamt gibt es kaum noch wirklich Positionen, die angenehm sind, außer in der Badewanne.

Schön ist, dass die Symphyse den großen Umzug und alle anstehenden Arbeiten wirklich brav mitgemacht hat. Nachts hatte ich beim Aufstehen zwar immer arge Beckenschmerzen, sodass ich nur stöhnen, humpelnd und mich an Möbeln festklammernd aufs WC schleppen konnte (die Tatsache, dass wir nach Umzug noch 2 Wochen auf dem Boden schlafen durften, weil das Bett nicht kam, hat das Ganze nicht schöner gemacht), aber tagsüber gings.

Insgesamt muss ich aber festhalten: ein Hauskauf und Umzug im 9. Monat ist definitiv nicht anzuraten. Der Stress und die Arbeit, das macht einfach an dem Punkt keinen Spaß mehr! Und was das Ganze umso fieser macht: Wenn man hochschwanger ackert wie ein Gaul, dann kriegt man NIEMALS zu hören „oh wow, da hast dich aber echt angestrengt, alle Achtung“, wie es alle anderen kassieren würden. Nein, da wird man höchstes noch ausgeschimpft. Nützt aber nichts, denn die Arbeiten sind ja trotzdem zu tun, nur kriegt man nie ein Lob wenn man sich eben echt anstrengen darf, sondern nur Rüffel. Unfair.

Praktischerweise gleicht sich mein Schlafbedürfnis meinem Schlafvermögen an. Ich schlafe grad extremst schlecht, wache oft auf – aber trotzdem reicht es massig. Dass das bravste Kind der Welt zeitgleich beschlossen hat, nachts kein Fläschchen mehr zu brauchen und ich somit mehr oder weniger *durchschlafen* kann, ist da die Kirsche on top! 😉

Dem Kindlein geht es übrigens gut. Vor einigen Wochen wurde es per Ultraschall SO groß geschätzt, dass mir der Arzt nicht mehr bis nach Weihnachten gab. Offensichtlich hatte er aber nur einen gewaltigen Wachstumsschub, denn trotz guter Plazentaversorgung ist er die 2 folgenden Wochen kaum gewachsen und nun wieder genau im Mittel. Beim CTG schreiben gab es diese Schwangerschaft nicht mal so viele Probleme wie in der letzten, obwohl auch Baby 2.0 äußerst eigenwillig ist, und sobald der Knopf an Ort und Stelle angebracht ist, dreht er sich mit Schwung in die entgegengesetzte Ecke und drückt sich feste weg, sodass das Suchen von Neuem beginnt…
Muttermund hat die Anstrengung toll überstanden und ist sogar bis zu letztem Stand 37.SSW bombenfest zu. Ich bin insofern erleichtert, dass der ganze Stress nichts „ausgerichtet“ hat, und das Baby gesund und gut aufgehoben.

Ob ich den aktuellen 10. Monat noch beende, weiß ich nicht. Ich persönlich tippe ja auf eine Geburt um den Jahreswechsel rum. Mal sehen wanns so weit ist! In Ermangelung eines Tipp-Posts könnt ihr wenn ihr möchtet gerne hier eure Tipps hinterlassen! 🙂

So, und nun verkrümele ich mich wieder in den Feiertagsmodus!

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Auf bald,
Hummelchen

33.SSW · emotions

Nein Danke

Ich sollt gar nicht drüber schreiben, weils nix ändert, und ich mich vielleicht nur mehr drüber ärger. Aber es kreist mir grad so durch den Kopf, dass ich ja ohnehin ständig drüber nachdenk.

Wir werden also heiraten, noch vor der Geburt unseres kleinen Babybubs. In 3 Wochen. An unserem 7. Jahrestag. Ich bin darüber so glücklich, auch dass wir einen Termin an genau DIESEM Datum bekommen haben, dass ich eigentlich ein paar Zentimeter überm Boden schweben möchte. Es ist so toll! Wir HEIRATEN! Wir sind danach Mann und Frau, und mit unserem Baby eine richtige Familie, wir haben dann den gleichen Nachnamen, tragen Ringe an unseren Fingern und sind offiziell und amtlich und überhaupt zusammengehörig. Nicht nur Freund und Freundin, nein, eine FAMILIE. Das ist ein so wunderschöner Gedanke, eine so wahnsinnige Vorstellung, etwas das ich mir so gewünscht habe… und nun ist alles in greifbarer Nähe! UNGLAUBLICH, einfach!

Während also das Wichtigste überhaupt hier bei uns passiert, und ich darüber ganz aus dem Häuschen bin, erwarte ich natürlich nicht dass für den Rest der Welt ebenso die Zeit stehen bleibt. Gut, ich gebs zu, ich erwarte mir doch dass sich ein paar Menschen mit uns freuen, aber das ist doch eine normale Erwartung, oder? Wir haben uns dazu auch überlegt wie wir feiern möchten. Vorerst werden wir nur standesamtlich heiraten (ich hätte gerne zur kirchlichen ein weißes Kleid angezogen und kein übergroßes Bettlaken), auch weil ich denke, dass es mir 28 Tage vor ET vielleicht einfach leicht zu viel werden könnte. Es gibt auch keine große Party im Anschluss, wir werden einfach gemütlich mit allen Mittagessen gehen. Ganz ehrlich gesagt, mehr ist auch finanziell grad nicht drin, schließlich (ja ich muss es nochmal sagen *hihi*) kriegen wir ja ganz bald ein Baby, ne?

Entsprechend fiel auch meine Einladung aus. Ich komme ja aus Österreich, und mir ist schmerzlich bewusst (schließlich bin ich ja jedes Jahr bisher auf Besuch gefahren), dass das nicht ums Eck ist, und eine längere Anreise, verbunden mit Fahrt- und Übernachtungskosten für eingeladene Gäste bedeutet. Mir ist auch klar, dass alle die es die letzten 4 Jahre nicht geschafft haben, mich zu besuchen (etwa Papa, Schwester…) auch jetzt nicht begeistert sein werden. Trotzdem hab ich echt gedacht, dass es nun ein wichtigerer Grund wäre, als „nur“ mich zu sehen. Ich hab also in die Einladung geschrieben, dass ich Verständnis hätte wenn jemand den Weg nicht auf sich nehmen möchte. Und ich hab das ganze Event runtergespielt, ist ja NUR standesamtlich (obwohl ich betont hab dass kirchlich noch ein paar Jahre warten wird), es wird NUR gegessen, ohne Feier. Nur, nur nur… Nur ich, kein Grund, sich Umstände zu machen.

Meine Trauzeugin, mit einer der liebsten Menschen die ich kenne (meine Güte ich bin nun nochmehr erleichtert, dass ich SIE gefragt habe, und damit nach Bauchgefühl gegangen bin und nicht aus Gewissens/Verpflichtungsgründen etwa jemanden aus meiner Familie!?) hat mir nach dieser Mail beinahe den Kopf gewaschen 😉
„Du HEIRATEST!“ schrieb sie, „Das ist total toll und super und hey, Hochzeiten sind immer cool! Und dann spielst du es so runter und rechtfertigst dich quasi dafür, dass es keine riesige Sause gibt. Mach dich doch nicht so klein,“ und weiter, „Die sollen froh sein, dass sie die Möglichkeit haben, dich vor dem Standesbeamten zu sehen. Wie oft haben sie denn dazu bitte noch die Möglichkeit?!“
Hmmm… ja. Eigentlich. Eigentlich, hätte es jemand anderes die Einladung geschrieben, würde ich das auch so sehen. Aber von meiner Familie wurde mir eigentlich immer vermittelt, eben nicht so besonders viel wert zu sein. Und ja, vielleicht hab ich alles runtergespielt, um eben allen schon eine Begründung in ihre Absagen zu legen, weil dann triffts mich vielleicht nicht so, das zu lesen was mir eigentlich von vornherein klar war. „Ist mir nicht wichtig genug“ hab ich ja schon abgeschwächt durch mein „ist ja alles nicht so wichtig“ vorab. Das ist blöd, und die Rechnung ging auch gar nicht auf.

100% meiner Verwandten haben abgesagt, und ja, es hat mich trotzdem getroffen. Bei einigen hab ich absolut Verständnis (etwa meine Oma, die gerade eine Knie OP hatte und ohnehin dann Anfang Oktober auf Kur muss), aber ich ärgere mich doch über fadenscheinig kreativ-schillernde Ausreden im Stile von „meine Schildkröte hat akute Neurodermitis, und ich erwarte einen Schub für Anfang Oktober“ (inhaltlich verändert, aber nicht der Grad der Absurdität, ich schwöre!!) bis hin zu ganz platt-ehrlichem „ne sorry da hab ich Pokerabend, der is schon länger ausgemacht und ich hätt schlechtes Gewissen da abzusagen, außerdem is standesamtlich ja eh nicht wichtig„. Oh, und dann sind da natürlich auch noch die, die nicht mal reagieren (etwa meiner Schwester), und die, die sagen sie wissen es noch nicht und das nun so lange ziehen bis mir klar ist, dass sie nicht kommen auch ohne dass sie dezitiert absagen (etwa mein Vater).

Ich gebs zu, das hat gesessen. Erwartet oder nicht. Mein Freund meinte, könne ich ja nix dafür wenn das alles Idioten sind. Nunja – wenns ein paar sind, sinds die anderen. Wenns aber alle sind, liegts an dir, meine ich eigentlich. Also eigentlich wäre nun der richtige Zeitpunkt, mir zu überlegen, warum ich einfach kein Mensch bin, mit dem sich die engste Familie freuen möchte, und der eben jener wichtig ist. Ich hoff, mir fällt darauf keine Antwort ein, meine Magengegend braucht das grad nicht mehr.

Insofern bin ich erleichtert, dass ein mit uns beiden befreundetes Päärchen aus Österreich „extra dafür, nur für uns“ her kommt. Und meine liebe Trauzeugin, und ihr Partner, auch etliche Autostunden entfernt wohnend. Die Statistik ist also: 0% der eingeladenen Verwandten und 100% der eingeladenen Freunde kommen.
Gut, ich weiß damit wenigstens, wen ich zur Taufe einladen muss. 😦 trotzdem.

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Auf bald,
Hummelchen