5.SSW · 6.SSW · 7.SSW · 8.SSW · Schwangerschaft

Zweiter Schwangerschafts-Monat [Aprilbaby]

Nun, was hat sich so getan in diesem Monat… ?

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5.SSW

Erstaunlicherweise waren die ersten Anzeichen recht früh zu bemerken und sehr typisch: Abgeschlagenheit und gelegentliche Übelkeit – all das aber noch in einem sehr kleinen Rahmen. Tatsächlich bemerkte ich leichte Gereiztheit, weniger Geduld und überhaupt keine Lust aufs Arbeiten, dafür war in dieser Woche scheinbar gar kein Platz im Kopf. Da kam der Urlaub grade recht!
Einzig sehr auffällig und wirklich unangenehm waren 2 Tage, in denen ich üble Rückenschmerzen hatte. Ging dann Gottseidank vorbei, ich verdächtige ein wenig das Utrogest, denn das waren genau die Tage an denen ich damit begonnen hab.

6.SSW

Glücklicherweise kenne ich es ja von mir, dass die Anfangsbeschwerden erst später kommen, und so hat mich auch diese Woche kaum beeinträchtigt, sehr praktisch im Urlaub. Die Übelkeit war de facto nie zu merken (nur bei Hunger, und dafür gab es im Urlaub keine Gelegenheit, hust) und die Müdigkeit auch recht moderat. Sie kam eher immer mal so zwischendurch, aber mehr merkbar als „nicht fit“ denn als dieses typische komplette Ausgeknocktsein, wie ich es kenne. Ein kurzes Schläfchen hier und da half da schon. Hin und wieder merkte ich ein Ziehen im Bauch, nicht schmerzhaft, aber so dass es eben auffällt. Außerdem neigte ich zu Bauchmuskelkrämpfen – total widerlich, aber mir schon aus den vorigen Schwangerschaften bekannt, also her mit dem Mangesium! Sonst nur hier und da eine nervig empfindliche Brust, aber nichts was ich als Schmerzen bezeichnen würde.
Etwas problematischer gestaltete sich die Verdauung, die mir mit Verstopfung und Blähungen zu schaffen machte. Grade das wurde auch zum Problem, als ich kurz nach einem entsprechend uncoolen Toilettenbesuch eine winzigkleine Blutung bemerkte. Weiter kam aber nichts, es sah mir also sehr nach einem geplatzten Äderchen aus. Ein wenig beunruhigte mich das schon, aber die zu erwartende Panik wollte sich netterweise nicht einstellen. Einerseits bin ich sehr entspannt und nach meinem Bauchgefühl ist alles in Ordnung. Auf der anderen Seite bin ich noch recht unemotional und denke mir: es kommt wie es kommen muss.
Ich freue mich daher zwar darüber schwanger zu sein, aber es kommt noch nicht so richtig bei mir an. Ich hab da noch keine emotionale Verknüpfung, und so sehr mich das auf der einen Seite stört und mir komisch vorkommt, so sehr bin ich davon überzeugt dass das eine sehr clevere Strategie meiner Psyche ist, für die ich eigentlich dankbar bin. Es puffert zwar diese Verliebtheit und enorme Vorfreude, aber auch Ängste und Sorgen ab und verschafft mir einen recht entspannten, optimistischen Modus. Yay dazu!

7.SSW

So ganz genau weiß ich noch nicht wann die Woche genau „umschlägt“, weil ich mir nicht ganz sicher bin wann der Eisprung war. Ich komme daher je nach Berechnung auf einen EET zwischen 21.-25.4. Aber so pi mal Daumen weiß ich wann ich in etwa in der neuen Woche bin. Auf jeden Fall hat diese Woche die Müdigkeit angefangen reinzuknallen. Alles noch einigermaßen händelbar, vor allem weil ich noch im Urlaub bin. Es ist auch nicht so, dass ich schlafen (könnte), aber ich lege mich jeden Tag etwa eine Stunde vormittags hin und lass es auch sonst recht entspannt angehen. Allerdings hab ich ein wenig Angst vor den nächsten beiden Wochen, die voraussichtlich die ekligsten werden. Keine Ahnung wie ich das mit Arbeit und allem bei krasser Müdigkeit und ohne Schläfchen tagsüber schaffen soll. Wie ich das schon kenne fühle ich mich grade nicht wohl in meiner Haut, alles ist anders, baut sich um, ich fühl mich nicht Frau meiner Selbst, bin gnatschig und antriebslos. Jo. Davon abgesehen ist mir (schon seit letzter Woche) ständig richtig richtig kalt. Naja, die ganze Körperwärme braucht wohl der Brutkasten! 🙂
Diese Woche habe ich von meiner Nachbarin eine ganze Kiste Schwangerschaftsklamotten geerbt. Sie weiß ja, dass wir irgendwann anfangen wollten im Sommer, aber nicht dass es schon geklappt hat. Sagen wollte ich aber auch nix, ein wenig doofe Situation. Aber hab mich auf jeden Fall sehr gefreut, bin ja eh immer zu geizig Umstandsmode zu kaufen…

8.SSW

Also insgesamt kann ich nicht so arg viel klagen über diese Woche – ich hatte Schlimmes erwartet und Aushaltbares bekommen. Müdigkeit ist natürlich mein größtes Thema, aber die Jungs haben mich unglaublich lieb jeden Nachmittag ein kurzes Nickerchen auf der Couch machen lassen und sich währenddessen wirklich still und leise für ca 45min beschäftigt. Ich war mehr als gerührt und dankbar, denn ohne würd ich den Tag wohl kaum schaffen. Die Arbeitswoche war auch anstrengend, aber im Rahmen.
Das Spannendste war natürlich der Arzttermin! Ich glaube ich brauch nicht auszuführen was ich für Ängste ausgestanden hab, denn seit ich den Termin fix wusste (glücklicherweise am Vortag erst, haha!) waren meine Ruhe und mein Optimismus wie weggeblasen, und ich hatte ständig dieses furchtbare Bild vor Augen, das sich wie die Pest in meine Netzhaut gebrannt hat: ein schwarzer Fleck ohne Leben darin.
Beim Arzt angekommen war ich so mit den Nerven durch dass ich wirklich nichts mehr mitbekommen hab, mich scheppernd auf die Liege gelegt habe, der wirft den Ultraschall und sieht neben einer großen schwarzen Kugel nichts. Ich bekomme schwer Luft und er sagt, „Wir haben hier ein kleines Problem, [sein Luftholen waren 2 Ewigkeiten für mich] Ihre Blase ist nämlich so voll dass ich nicht genug erkennen kann.“ Meine Blase. Ja, der schwarze Fleck. Logisch. Die Aufforderung, grade mal raus zur Toilette zu gehen war nahezu unmenschlich, und ich meinte zu ihm, „Ich dachte mir grade, wie könnte meine Anspannung jetzt NOCH schlimmer werden, und tadaaa!“ Dazu musste er lachen und meinte gleich, neinnein, er habe gesehen dass die Schwangerschaft angelegt ist aber so könnte er keinen Herzschlag ausmachen, daher. Mein Herz macht gleich mal einen Sprung, dass da überhaupt was war, und mit Müh und Not schaffe ich den Weg zur Toilette und zurück auf die Liege, wo der Ultraschall auch endlich Erbarmen mit mir hat. Er lässt mich einen allerersten Blick auf mein Kind werfen. Schnuckelige 137mm groß, mit Gummibäransätzen und einem fleißig flummernden Herzchen. Und schon ein paar Tage weiter als gedacht, was den Termin auf 20.4. festlegt. (Als künftiger Halbösterreicher wird mein erster erzieherischer Rat an ihn sein, nicht am Stichtag zu kommen. Aber meine Kinder haben diesbezüglich noch nie auf mich gehört.) Ja ich weiß dass da nur „ihn“ steht. Ich weiß natürlich nicht was es wird, und auch wenn alle meinen es wird ein Mädchen habe ich einen Jungen im Gefühl. Aber auch da habe ich bei mir selber noch nie richtig gelegen. Es bleibt spannend, aber das Wichtigste: Ich bin überglücklich dass du da bist, mein Baby! Bitte bleib auch, bitte sei gesund, und bitte wachse fröhlich. Ich freue mich schon sehr auf unser Wiedersehen!
Das Foto hier ist rechnerisch gesehen eigentlich aus der 9. Woche, aber da ich eben dachte es wäre aus der 8. kommt es in diesem Beitrag, weil ich sonst keines hätte, symbolisch für den 2. Monat: man sieht eigentlich nix. Das einzig auffällige ist, dass ich die Speckrolle überm Nabel nicht mehr einziehen kann, aber sonst ist natürlich nichts erkennbar.

Auf bald!

5.SSW · Frühlingskind · Schwangerschaft

Ich habs gewusst

Fast von Anfang an hab ich gewusst, dass da jemand ist. Nur ein paar Tage nach Eisprung war ich gedanklich nur auf Themen rund um Schwangerschaft eingestellt, spürte so an ES+5/6/7 deutliches, leicht unangenehmes Ziehen im unteren Bauch und wartete danach regelrecht darauf, ob da wohl eine Einnistungsblutung kommen würde – und das tat sie dann auch, etwa an ET+8.

Die ganze Zeit (also SSW 4) war mir schon flau im Magen, teilweise regelrecht übel, und immer wieder diese Anfälle von Müdigkeit. Als ich mir immer sicherer wurde, dass es geklappt hat, wurde das wegen Kaffeereduktion noch schlimmer.

Heute, seit 15.8., etwa ES+14 weiß ich es mit Sicherheit: du bist unterwegs. Oh-mein-Gott.

Auf bald!

5.SSW · 6.SSW · 7.SSW · 8.SSW · Schwangerschaft

2. Schwangerschaftsmonat (2.0)

Und schooon ist der 2. Schwangerschaftsmonat rum. Ich werde diesmal höchstens am Monatsende berichten, da ich ohnehin nicht wöchentlich dazu komme, und ich bisher nicht den Eindruck habe, dass es sooo viel arg anders ist als bei der ersten Schwangerschaft.

Das ist schon irgendwie so bei mir: es ist nicht mehr so faszinierend. Ich kenne das halt alles schon, weiß aber auch, dass ich nicht zu denen gehöre, die eine Schwangerschaft per se wahnsinnig toll finden und genießen. Und wenn ich das vorher schon weiß, und auch gar nicht anders erwarte, dann ist es irgendwie ok.  Ist ja nun  nicht mehr so, dass ich enttäuscht bin weil ich wunder-weiß-was magisches erwarte.

Nicht, dass es das nicht wäre! Das ist nämlich jetzt auch völlig anders: ich WEISS ja, was am Ende dabei rauskommt. Es ist ein wenig so, als hätte ich gleich von vorneweg einen anderen Bezug zu diesem Baby. Die Schwangerschaft ist weniger ein Zustand von mir, als ein Zustand vom Baby. Ich kanns auch nicht konkreter in Worte fassen… Aber das, was bei Mr.Mini so ungreifbar, fremd und ungewohnt war, ist nun etwas, das mir vertrauter ist. Ich kann mir viel eher vorstellen, dass da gerade MEIN KIND in mir wächst. Emotional ist das irgendwie sehr anders…

Körperlich ists aber wie ichs kenne. Wie schon beim letzten Mal ist Übelkeit kein großes Thema, nein – sie ist gar kein Thema eigentlich. Es gibt maaal Tage, wo mir maaal ein wenig übel ist, aber absolut nichts was ich als Beschwerden bezeichnen würde. Mehr so ein „aha, da ist was“. Gelegentlich bin ich sogar erleichtert, weil so gar keine typischen Beschwerden haben ist auch doof 😛
Schlimm aber die alte Bekannte: Müdigkeit. Entsetzliche Müdigkeit, und Schlappigkeit und Mattigkeit und Gnatschigkeit. Ich krieg gar nix auf die Reihe, und das ärgert mich so. Dieses nichts-hinkriegen und das null belastbar sein. Grrrah. Angenehmer als bei Mr.Mini ist nun, dass ich morgens nicht um 6 rausmuss und in die Arbeit fahren, wo mir dann stündlich das Gesicht (und abwärts) einschläft. Ich kann nun länger schlafen, zwischendurch mal rumsitzen und nichts tun und mit Glück ein kleines Schläfchen halten. Nachteil: nichts von alledem kann ich zu dem Zeitpunkt wo ichs grade brauch 😉 sondern dann, wann MrMini das zulässt.

Und so im Allgemeinen klappt das gut. Ich gehe spätestens um 22h ins Bett, nachts bekommt der Kurze ein Fläschchen, das der Papa zubereitet (wenn ich aufstehen muss fährt mein Kreislauf hoch und dann kann ich ewig nicht mehr einschlafen), und ich nur verfüttern muss. Dann ist wieder Ruhe bis 7, manchmal 7.30. Theoretischt genügend Zeit für genügend Schlaf. Ja, wenn da nicht….
… ein Zahn gekommen wäre, der uns 3 Wochen täglich den Schlaf geraubt hat und mich am Ende tagsüber nur noch hundemüde, verzweifelt und heulend in der Ecke sitzen ließ
… ich nicht grauenhaft schlecht einschlafen oder durchschlafen könnte, oder wieder einschlafen beim Wachwerden (oft bis zu einer Stunde wälz ich herum)
… ich etwa 30-120minütlich aufs Klo müsste

Gnah. Die Schlafprobleme meinerseits kenne ich vom letzten Mal, ich bilde mir ein das wurde im 2. Trimester besser. Bei den Zähnen hoffe ich einfach mal, dass bis Woche 13 keiner mehr kommt, oder zumindest nicht derart fies. Naja, und der Harndrang… das gibt sich vielleicht wenn ich nicht ständig aufwache.

Meine Haut geht mir auch ein bisschen aufn Keks, neigt grad sehr zu Pickeln, und generell wachsen unerwünschte Körperhäärchen wie verrückt (ja danke auch). Im Unterschied zur ersten Schwangerschaft bin ich auch ausgeprägt dünnhäutig, ärgere mich sehr schnell und bin generell rührseliger.. Nicht zu vergessen, dass ich mir damit selbst sehr aufn Keks geh….

Einzig positiv zu berichten: meine Brüste scheinen ein wenig zu wachsen! Also, sie wirken ein wenig praller, meine Standard-daheim-gammel-BHs passen nicht mehr gut. Das ist doch positiv, oder? Lustigerweise haben sie auch noch Milch. Also, erst kurz bevor ich schwanger wurde war ja erst völlig Schluss (3 Wochen nach abstillen etwa?), und gleich als ich schwanger war konnte ich Tröpfchen rausdrücken, einmal gabs sogar nen Fleck. Vielleicht ist das ja mal ein gutes Zeichen??? 🙂

Lecker: Käsebrot, Butterbrot, Cocktailtomaten, Gurke, Oliven mit Sardellenfüllung, Garnelen, Heidelbeeren, Bananen; generell hab ich ständig Hunger…

Leider nicht: Gorgonzola, Sushi, Kuchenteig, Kaffee in meinen normalen Mengen

Bäh: nichts wirklich, aber verhältnismäßig wenig Appetit auf Dinge wie Pizza, Kuchen, Eis (verglichen mit sonst *g*) oder extrem süßes

Alles in allem… ein 2. Monat wie er zu erwarten war: eher bäh 😉 Ich hoffe ich darf auch diesmal erwarten, dass es sich im folgenden Monat langsam bessert um dann wieder zu verschwinden…

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Auf bald,
Hummelchen

5.SSW · Schwangerschaft

5. SSW

Das war sie also, meine zweite fünfte Woche.

Und irgendwie kann ich nicht anders, als darüber nachzudenken: was ist gleich, was ist anders? Denn, anders ist gut! ..rede ich mir ein.

Ähnlich wie auch beim letzten Mal hab ich diesmal nicht geglaubt, dass es geklappt hatte. Komischerweise hatte mein Freund so ein seltsames, gutes Gefühl, dass er jedes Mal fast geschockt war, wenn ich davon gesprochen hab, dass es ja eh nichts wurde. Für die Zukunft weiß ich also, dass seinem Bauchgefühl wohl mehr zu trauen ist als meinem

Obwohl ich relativ entspannt-pessimistisch unterwegs war, waren da doch einige Anzeichen, schon bevor ich den Test gemacht hatte. Erstaunlicherweise war mir diesmal schon knapp die ganze Woche vor NMT immer wieder mal übel, nicht schlimm, aber doch deutlich merkbar. Da es mir aber auch grad nicht sooo gut ging, hat mich das nicht weiter überrascht. Trotzdem ist es mittlerweile so, dass mir doch öfter immer mal wieder deutlich schlecht ist. Nie schlimm allerdings, aber doch mehr als bei der letzten Schwangerschaft jemals.. das beruhigt mich sehr!

Altbekannt war, dass ich etwa stündlich das stille Örtchen aufsuchen musste (und immer noch muss, mann ist das nervig!), und meine Brüste spannten. Mittlerweile tun sie eher weh, komischerweise eigentlich nur die rechte…

Ich hatte weder Rücken- noch Bauchschmerzen. Letztere kamen die letzten Tage, aber es ist mehr so ein Ziehen, als ob man sich mal „strecken“ müsste damits aufhört, als jetzt „Schmerzen“. Ein wenig machen sie mich nervös, weil ich seit der kleinen Blutung immer explizit nachfühle, ob es sich nicht eh wie Krämpfe anfühlt… Doof -.-

Die Woche vor NMT war ich von Heißhunger und Hunger wirklich fies geplagt, eigentlich schon seit Eisprung. Seit ein paar Tagen ist es eher wieder so wie ich das auch damals hatte: ich kann mich weder satt essen, noch lange Zeit nichts essen. Für mich persönlich ist das eher schlecht, weil mein bisheriges Ernährungskonzept ja darauf beruht, 3 Mahlzeiten zu essen und dazwischen 5 Stunden nichts, das tat meinem hysterischen Insulinspiegel sehr gut. Mittlerweile klappt das aber so natürlich nicht, und meine Ärztin durfte ich ja leider nicht fragen was ich nun am Klügsten machen soll (soetwas dürfen wohl nur Normalgewichtige wissen wollen).

Auch ein alter Bekannter ist die elende Müdigkeit. Es kommt mir jeden Tag aufs Neue so vor, als hätte ich grade zwei Tage durchgemacht. Oder, als hätte jede Stunde meiner Wachzeit auf einmal 120 Minuten. Ich quäl mich so bis Mittags im Büro, spätestens nachmittags halt ich die Augen nur noch mit Krampf offen. Nun, ohne Kaffee, ist das doppelt schwer. Wenn ichs also irgendwie geschafft hab den Tag zu überstehen leg ich mich daheim sofort mal hin, zumindest bis der Freund kommt. Wenn ich dann aufsteh, fühl ich mich so als könnt ich grad gleich durchschlafen.
Dummerweise bin ich dann abends aber nicht mehr so schläfrig.. Erledigt genug, um früh ins Bett zu gehen, ja, aber dann schlaf ich sehr schwer ein und auch schlecht durch.. ich hab das Gefühl, ich wälz die halbe Nacht nur rum. Und dann denk ich mir: hättest du bloß abends nicht geschlafen! Aber ohne könnt ich mich um 7 hinlegen, das ist auch nicht das Wahre.
Einen Königsweg hab ich noch nicht gefunden, wie ich das machen soll – Tipps sind sehr willkommen! Wie bitte soll man diese Müdigkeit bei Vollzeitjob meistern?

Naja, ansonsten gibts eigentlich bisher wenig zu sagen. Körperlich gehts mir (bis auf die Müdigkeit!) sehr gut, emotional geht es mir zumindest mit jeder Blutungs-freien Stunde immer ein Stückchen besser.
Ich hoffe einfach so so so sooo sehr dass es diesmal gut geht, setze meine Hoffnung auf das Utrogest und auf meine Überzeugung, dass nicht mal ich soviel Pech zweimal haben kann.

Aber ich freu mich sooo wenn der April rum ist! *schnauf*

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Auf bald,
Hummelchen

5.SSW · Arztbesuch · Schwangerschaft

5. SSW – Arztbesuch

Und da bin ich wieder zu Hause.
Die Zeit unterwegs in der Straßenbahn hab ich schon versucht, den Termin für mich irgendwie einzuordnen, aber ganz gelingt mir das nicht. Ich bin irgendwie nicht so zufrieden damit, wie das gelaufen ist…

Aber zuerst zu den Fakten: Ärztin begrüßt mich, fragt was es denn gäbe, und ich erzähle ihr dass ich zuhause positiv getestet habe. Sie fragt daraufhin, wann mein letzter erster Regeltag war, ich packe meine schöne Temperaturkurve hin (die hatte sie sich beim letzten Mal alle angeschaut, und wir erinnern uns, dass sie damit a) gut was anfangen konnte und b) festgestellt hat dass ich meinen Zyklus und ES eh sehr genau kenne und c) der Meinung war dass sie sehr unregelmäßig und oft zu lang sind.. da sie aber sehr vergesslich scheint wollte ich ihr das kurz auffrischen *hust*). Mein letzter erster war also am 28.1. Sie erstaunt: „Wie, und im Februar hatten sie keine Menstruation?“ – „Nein, das wäre ein 34-Tage-Zyklus gewesen laut Temperatur, Sie haben ja auch beim Ultraschall am 7.2. festgestellt, dass da noch nicht sichtbar ein Ei am Start war.“ Ok, ich war der Meinung, das reicht an Auffrischung und Erklärung.

Trotzdem notiert sie fleißig, ohne Blick auf die Kurve (Alta wozu nehm ich die denn mit wenn sies nichtn Arsch interessiert *grr*) den 28.1., mit ET auf den 3.11. und datiert mich auf 5+2. Nochmals sage ich ihr: „Also, ich wäre laut meiner Rechnung bei 4+3, weil *erklärbärmodus*“ Sie nickt und meint, das können wir später ja auch noch korrigieren. – Ja, logisch, sie könnte es aber auch SPÄTER in die ANDERE Richtung korrigieren, mich jetzt ins Blaue ohne Anhaltspunkt zu *weit* zu schätzen wird meinen Nerven später beim Ultraschall nicht gut tun. Aber gut, ich will nicht weiter klugscheißen und bin still.

Nebenbei frag ich dann auch noch, ob ich mich wegen der Blutung beunruhigen darf/soll/muss, bzw. was ich tun soll wenn das noch mal passiert. Sie zuckt mit den Schultern und meint, dass so kleine Blutungen immer mal vorkommen können und gar nix heißen (müssen), und erst ab regelstark und stärker bestünde Grund zur Besorgnis, aber meist ists dann eh schon gelaufen. Im Prinzip brauch ich in keinem der beiden Fälle vorbeikommen, entnehme ich ihrer Antwort. Sie sagt dann aber netterweise doch noch, wenn ich mir Sorgen mache soll ich einfach kommen.

Auf dem Ultraschall sehen wir dann tatsächlich schon was, und ich bin erstaunt dass es „so viel“ ist. Nämlich einen hellen Klecks und mitten drin einen schwarzen Klecks, aka die Fruchthöhle. Effektiv natürlich miniwinzig, Embryo ist darin noch keiner zu finden. Würde mich jetzt nicht verunsichern, so bei 4+3… Eigentlich hätte ich ja im Leben noch keinen Ultraschall machen lassen, wäre da nicht die kleine Blutung gewesen, ne? Jedenfalls steht da nun, dank ihrer tollen Einschätzung auch gleich direkt ein „Perzentile: 28“ dabei, was für einen Nicht-Statistiker möglicherweise völlig irrelevant ist, mir aber trotz besseren Wissens den Angstschweiß auf die Stirn treibt. Ja ne, danke auch. Sie ist aber völlig zufrieden damit, dass die Schwangerschaft richtig angelegt ist und wäre nicht mal für 5+2 nervös, wir würden dann in 2 Wochen bestimmt mehr sehen. Na gut, ich wisch mir den Schweiß weg und will guter Dinge sein.

Während ich mich anziehe erklärt sie mir streng, ich dürfe aber keineswegs zunehmen in der Schwangerschaft (im Umkehrschluss hat sie mir also die Erlaubnis / Order gegeben, abnehmen zu dürfen). Gut, dass sie das nicht losquaken musste als ich halbnackt vor ihr saß, in den Situationen bin ich da empfindlich genug ihr meinen Fuß gegen die Nase zu datschen. Schon klar, Madame, ich weiß es selber wie viel ich wieg. Aber wenn sie schon damit anfängt, frag ich doch gleich mal: Mein Insulinspiegel ist ja nicht in Ordnung wegen Resistenz und so – Sie unterbricht, ob ich Diabetes hätte – nein, immer noch nicht, aber nach wie vor latente Insulinresistenz, die ich aber im Normalfall ganz gut im Griff hab mit 5 Stunden völligem Essensstop (also auch nichts was den Insulinspiegel sonstwie steigen lassen könnte) und dann eben 3x täglich satt essen. Und dass mir aber sowohl die 5 Stunden Pause als auch das satt essen aktuell eher schwer fallen, und wie ich das nun am Besten machen würde. Mal ehrlich, ich weiß nicht genau WAS ich mir erwartet hatte. Ja, gut, hätte sie sich mehr Zeit nehmen wollen, hätte sie sich meine Frage angehört, etc blabla wären wir in eine Diskussion geraten, welche Zwischenmahlzeiten, die möglichst nicht Insulinspiegelwirksam sind sie empfiehlt. Tatsächlich schaut sie mich mit großen, fast entsetzten Augen an und fragt: „Ja, wollen Sie jetzt eine Ernährungsberatung von mir?“ o.0 Meine Auge zuckt kurz, ich verbeiße mir das „nein, aber deine gynäkologisch-fachliche Meinung zu Ernährung bei Insulinproblemen in der Schwangerschaft du blöde Nuss“ und stottere, in der Tat etwas perplex ob dieser Frage, dass ich nur wissen wollte was, äh… sie davon .. äh, hält. Sie meinte dann, das soll ich dann doch mit dem Ernährungsberater besprechen, der das bei mir auch so eingeführt hat. Nun dann danke fürs Gespräch!

Meine Fragen bezüglich meiner Nahrungsergänzungszusammenstellung und Sportprogramm hab ich dann nicht mehr gestellt. Sie hätte wohl eh nur gesagt „Fragen Sie Ihren Trainer / Dealer“. So what.

Auf Utrogest hab ich dann noch gepocht. Hab ich auch bekommen. Ich soll es vag.inal verwenden. Öhm, ok. Als ich daraufhin „oh, ok“ antworte, erklärt sie mir nochmal 5 mal wie einem Idioten, „also nicht schlucken, Sie müssen das in die Sche.ide einführen“ Ehrlich, hätte sie das nochmal gesagt, ich hätte sie gefragt, wo denn diese ominöse Sche.ide ist. *kopfschüttel* Ein besonderes Zuckerl war auch, als sie mir eröffnete, dass ich das privat zahlen muss (kann ich grad sehr brauchen, is das immer so???) und ich hab dann im Anschluss auch 30€ für 90 Stück hingelegt.

Im Anschluss gings noch zum Blutabnehmen. Die MTA ist wirklich sehr nett, ich mag die total gerne. Scherzt meist, hat mich gefragt ob sie mir gratulieren darf, ich mich gewunden wie ein Aal dass ich mich lieber nicht zu früh freuen mag, und sie „aber es war ein Wunschkind, oder?“ und ich so „ja, klar“, kontert sie „Ja also, dann wird schon alles gut gehen!“ Fand ich irgendwie süß 🙂 Dann noch ein kurzer Plausch übers Blutabnehmen und Venen treffen, („gucken Sie weg, nicht dass Sie den Alkohol einatmen“ *hihi*) nur als sie mir empfohlen hat meine Katzen nicht zu streicheln hab ich sie zweifelnd angeschaut (und feste geschluckt, das war ein Hieb), aber dann korrigierte sie sich: „naja, das kann man ja nicht immer kontrollieren… aber passen Sie auf, und immer schön Hände waschen, und nicht das Katzenklo sauber machen!“ und ich war wieder etwas versöhnlicher.

Das Wiegen ließ sie unkommentiert (danke…) nur wegen meines zu hohen Blutdrucks (140-85, hajooo ich weiß selber dass das scheiße is aber war bei mir noch nie viel weniger *seufz*) hat sie geschimpft (als ob ichs extra machen würd *g*). Wirklich erstaunt bin ich nach dem Gespräch mit der Ärztin aber darüber auch nicht.

Zusammenfassend.. ach, ich weiß nicht so recht was ich davon halten soll. Rundum gut aufgehoben fühl ich mich halt nicht, meine Fragen nehm ich so mit nach Hause wie ich sie gebracht hab, und viel beruhigter bin ich eigentlich auch nicht. *schulterzuck*

Aber… zum Abschluss… ein erstes Foto von „Höhli“ (bei 4+3, sapperlot!)

Auf bald,
Hummelchen

5.SSW · Immer wieder Sonntags

Wochenrückblick 04.03.12

Ich glaub, es gibt nur wenige Sonntage die sich so ziehen wie der heutige. Aus Sorge, es könnte schaden, mach ich lieber mal gar nix – die blöde kleine Blutung am Freitag kam nämlich genau nachdem ich etwas eilig die Wohnung auf Vordermann gebracht hatte.

Seither verbringe ich das Wochenende rumgammelnd, schlafend, fernschauend, etc. Eigentlich wär das ja gar nicht schlecht, wenn ich nur nich so unruhig wäre, und die Zeit nicht sooo langsam vergehen würde! Bis morgen muss ich mich noch gedulden, da steht die Blutabnahme bei der Frauenärztin an. Und dann muss ich mich nochmal gedulden bis die Ergebnisse da sind. Aber ich hoffe doch, dass sie mir vielleicht schon sagen kann ob ich mir nun Sorgen machen muss, bzw. im Zweifelsfall irgendeine tolle Idee hat, was ich nun machen könnte.

Aber trotz allem läuft es darauf raus: ich muss halt warten. Und dann wird man schon sehen, obs gut geht oder eben nicht. Sucks.

 

In der Zwischenzeit ein kleiner Wochenrückblick:

|Gesehen| Evolution im TV
|Gelesen|
Versicherungskram 😦
|Gehört|
hm, kaum was
|Getan| Sorgen gemacht, aus vielen Gründen
|Gegessen| wenig und oft
|Getrunken| Unmengen, halb am Verdursten!
|Gedacht|
hoffentlich geht diesmal alles gut..
|Gefreut|
über den positiven Test 😀
|Gewünscht| dass nun bis ich mein Baby habe keinerlei Schwierigkeiten mehr auftreten!
|Gekauft| nix, siehe:
|Geärgert| über den Ditscher am Auto so einer Nuss, der uns nun etwa 1000€ ärmer machen wird :((
|Geklickt|
Blogs
|Gestaunt|
wie schnell man innerhalb weniger Tage von amBoden zu Höhenflug und zurück wechseln kann, begründeterweise

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Auf bald,
Hummelchen

5.SSW · emotions · Gedanken · Schwangerschaft

Wahrsager ?

Eigentlich überlege ich nun schon seit Donnerstag ob, bzw. was ich schreiben soll.

Mir gings die ganze Woche vor NMT schon sehr „schwanger“, mehr als überhaupt beim letzten Mal. An ES+14 hab ich dann morgen zum ersten Mal, nachdem ich die Hochlage festgestellt hatte, wieder Temperatur gemessen. Sie war bei absolut noch nie dagewesen heißen 37,29°.

Also bin ich ins Bad, und mache einen Test (10er), und zwar an ES+14, NMT-1. Und siehe da, er wird positiv. Schwach positiv, aber doch. Zur Sicherheit mach ich noch einen, selbes Ergebnis. Gleich am selben Tag mach ich einen Arzttermin für nächsten MO aus, um Blut abzunehmen.
Natürlich beginne ich mich zu freuen. Ein Skorpion-Baby!!

Am Freitag, 2.3. bemerke ich eine Mini-Blutung abends. Es war wirklich nur wenig. Aber gebranntes Kind riecht schlecht, und so. Und vorbei wars erstmal mit meiner Freude. Ich beschließe, am Samstag meine Ärztin anzurufen, vielleicht hab ich Glück und sie ist da..

Samstags bin ich nun viel gelegen, und da kam nichts mehr.

Sonntag morgen beschließe ich, nochmal einen Test zu machen. Einen 25er. Und siehe da, negativ. An ES+17 (Urin HCG müsste laut Tabelle 100-252 sein!!!). Laut aller Tabellen heißt das also eindeutig: nicht schwanger. Ich kanns nicht glauben und mach noch einen 10er. Der ist positiv. Eigentlich versteh ich die Welt nicht mehr, aber zusammengefasst deutet es wohl irgendwie darauf hin, dass es nicht soo gut aussieht 😦

Etwas später allerdings nehme ich den 25er auseinander, um besser schaun zu können. Und sehe, dass da wohl zu viel Flüssigkeit drin ist – der Bereich, wo der Strich hätte kommen sollen ist gesamt hellrosa und nass. Ich tupf ihn also trocken, und da kommt … ein Strich. Schüchtern wie eine Jungfrau allerdings, müsste man wohl sagen. (Mittlerweile, da ist der Strich noch deutlicher als auf dem Foto, ganz normal eigentlich, allerdings ist er auch schon über 20 Minuten „alt“… *seufz*)

Bild oben direkt nach „Trockenlegung“, Bild unten etwas später:

So, kann mir nun irgendjemand sagen, ob ich lachen oder heulen soll?? (Oh, und bitte schreibt nicht „einfach mal abwarten“, das is mir schon klar, dass es darauf hinausläuft, aber ich krieg grad das Würgen wenn ich dran denk „einfach mal abzuwarten obs wieder schiefgeht“).

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Auf bald,
durch-den-Wind-Hummelchen