Baby · Entwicklung · Minimädel

6-Monats-Geburtstag Minimädel

Ungelogen, so schnell ist ein halbes Jahr noch nie vergangen… Obwohl ich versuche, alles so bewusst zu erleben mit dir ist es weg wie nichts. Ich versuche jetzt schnell, mich trotz Verspätung an deinen 6. Lebensmonat zu erinnern.

Ganz zu Beginn, kaum dass du 5 Monate alt warst, konntest du dich in beide Richtungen drehen. Das macht dir unglaublichen Spaß, du genießt es sehr, nun viel besser an Spielzeug zu kommen und ein wenig selbstbestimmter sein zu können. In Bauchlage machst du dann oft die „Fallschirmspringer“-Position, die sehr anstrengend aussieht. Dann zappelst du wild mit deinen Beinchen und bist ganz aufgeregt. Dir macht das sichtlich großen Spaß, und wenn man dir dabei noch zujubelt strahlst du über deine Bäckchen wie die Sonne höchstpersönlich.

Wer so aktiv ist muss auch mampfen, und das tust du mit Begeisterung. Du liebst Gemüse, deine Favoriten sind Kürbis, Karotte, Süßkartoffel und Blumenkohl. Du hast bisher aber auch alles andere gegessen, wie Brokkoli, Kartoffel und Spinat. Besonders lecker findest du wohl ein Löffelchen Mandelmus im Brei, dann bist du besonders eifrig und forderst gierig den nächsten Löffel. Reis im Brei haben wir auch schon probiert, Hirse war jetzt das erste, das dir nicht so geschmeckt hat bisher. Abends isst du am Liebsten Dinkelbrei mit Birne. Generell magst du Birne sehr, Apfel kommt meist auch gut an. Zum selbst knabbern nimmst du gerne Gurke, Avocado und Nektarine an, aber auch Banane und das Weiche aus einem Brötchen (Dinkel meist). Große Freude hat dir die Himbeere gemacht, aber die steht hier jetzt nicht regelmäßig am Speiseplan – ich freue mich aber jetzt schon auf den Frühling! Gegen Ende des 6. Monats haben wir auch mit dem Nachmittagsbrei begonnen, Getreide und Obst. Wenig erstaunlich, auch das findest du spitzenmäßig und hast gleich den ersten Apfel-Haferbrei ganz schnell verdrückt.

Das Trinken klappt auch ganz hervorragend. Du bist da auch gar nicht wählerisch, und nimmst Wasser, Kamillentee und Fencheltee gerne an. Manchmal forderst du es während des Essens oder danach auch deutlich ein, und ziehst dann ein paar Mal, bevor du die Trinkflasche wegschiebst. So trinkst du etwa 30ml über den Tag verteilt, mal mehr, mal weniger. Da du das aber gerne machst bin ich mir sicher, dass du selbst schon merkst wie viel du brauchst.

Mittlerweile hast du auch einen ziemlich genauen Rhythmus beim Essen: mittags Gemüsebrei, nachmittags Flasche/nun Brei, abends Brei. Nur danach wird es ein wenig chaotischer, was du abends an Flaschen gebraucht hast ist eigentlich jeden Tag anders. Sicher ist aber die Flasche vorm Schlafengehen und dann noch eine in der Nacht. Deine „Frühstücksportion“ bekommst du meist nachdem die Jungs im Kindergarten sind. Nach wie vor trinkst du eher öfter, aber weniger. Und zwischendrin stillen wir auch noch, je nachdem wie du es einforderst (am Meisten nachts).

Leider nimmst du immer noch keinen Schnuller, egal was wir versuchen. Manchmal denke ich, dass es uns das schon erleichtern würde, aber da ist mit dir nicht zu reden, keine Chance. Was uns aber sehr gefällt, ist dass du kaum noch spuckst. Manchmal kommt ein Schluck hoch, aber dieses nonstop den ganzen Tag über, das ist vorbei. Und nachts passiert es so gut wie gar nicht mehr.

Du spielst mit absoluter Begeisterung im Spielebogen, und kannst dich da richtig lange selbst beschäftigen. Am Liebsten ist es dir aber, deine Brüder sind zu Hause und sorgen für Action, da hast du was zum Zuschauen. So richtig „zu viel“ wird es dir kaum, es ist noch nie passiert dass du vor Überforderung bei zu viel Trubel geweint hättest oder dann am Abend durch den Wind warst. Eher meckerst du, wenn es zu langweilig wird.

Du liebst deine Brüder sehr, und auch du bist ihr größter Schatz. Sie verhätscheln dich und sind sehr stolz auf dich, betonen, dass du das „süßeste Baby auf der Welt“ bist und erklären dir täglich mehrmals ihre Liebe. Vor allem dein kleiner großer Bruder und du steht euch sehr nahe.

Tagsüber hat man es meist sehr einfach mit dir. Bei den meisten Dingen bist du einfach „dabei“, seien es Ausflüge oder schnödes Putzen zu Hause. Manchmal schläfst du dann ganz überraschend irgendwo ein… 😀

Meist bist du aber, und zwar vor allem abends!!, extremst anhänglich. Manchmal denke ich, du möchtest in mich zurückschlüpfen. Das können wir auch nicht als Phase gerade abtun, denn es war noch nie anders. Und so kommt es, dass ich in diesen sechs Monaten noch keinen einzigen Abend „Feierabend“ hatte, denn du wohnst auf mir. Und mittlerweile bist du zu groß und hast einen zu leichten Schlaf um noch etwas anderes nebenher zu machen, wie fernsehen (selbst wenn mir das schon unfassbar zum Hals raushängt). Also bin ich die Abende meist als „Matratze“ abgestellt. Es ist unheimlich süß, und ich liebe diese Momente, aber ich wünsche mir sehr sehr sehr dass ich mal wieder ein KLEIN wenig mehr Freiraum bekomme…

Die Nächte sind dafür in der Regel sehr gut. Nur ab und zu bekomme ich nicht genügend Schlaf. Du brauchst da natürlich auch Unmengen Mama-Nähe, aber dann ist auch gut. Wir kuscheln uns zusammen und los gehts. 🙂 Es ist dabei unheimlich niedlich, wie du dich feste an mich drückst, am Liebsten Bauch an Bauch. Irgendein Körperkontakt muss aber immer sein, das brauchst du ganz dringend.

In diesem Monat waren wir zum ersten Mal länger voneinander getrennt, da ich auf einer Fortbildung war. Es ist mir so furchtbar schwer gefallen, dich 3 Tage hintereinander den ganzen Tag zu „verlassen“, aber du und Papa habt das wunderbar geschafft, nichts zu beanstanden! Glücklicherweise hast du auch nicht verstört darauf reagiert, alles war wie immer.

Nach wie vor trage ich dich täglich mehrmals im Tragetuch, mittlerweile beherrschen wir sogar Rückentrage! Juhu! Trotzdem warst du mittlerweile auch mal im Buggy, der sich ohnehin komplett in Liegeposition stellen lässt. Hat dir auch gut gefallen.

Gegen Ende des 6. Monats wurdest du viel aktiver und mobiler, schiebst dich am Bauch über die Fliesen und kullerst herum um an dein Ziel zu kommen.

Am Liebsten spielst du mit Dingen die rascheln oder knistern. Besonders haben es dir auch Etiketten an Spielsachen angetan. Was auch nie verkehrt ist, sind Kauspielzeuge, du beißt nämlich gerade auf allem herum. Richtig Freude bereiten dir auch die Katzen. Du kannst ganz herzlich lachen wenn du sie siehst, und auch wenn du noch ein wenig zu ungeschickt und grob bist kommen sie gerne zu dir. Am Interessantesten ist natürlich deine Umwelt für dich, du willst alles anfassen, erforschen, und natürlich … auf Essbarkeit testen.

Du bist schon richtig groß und schwer! Bei der U5 warst du fast 70cm groß und 8,3kg schwer. Wir verabschieden uns also in diesem Monat von Kleidergröße 68, und haben den Schrank umsortiert. Die Stoffwindeln passen natürlich noch und das Abhalten klappt immer besser (ein erneuter Monat ohne großem Geschäft in der Windel).

Ach Liebes, dieser Monat war zwar zeitweise anstrengend, aber auch wunderschön. Du bist so ein fröhliches, zauberhaftes kleines Wesen, dass man dich einfach ins Herz schließen muss.

Auf bald!

 

Baby · Ernährung

Minimädels Lieblings-Brei-Rezepte

Darf man das Rezept nennen? Ich fürchte nein… Mittlerweile denke ich beim Babybreikochen nicht mehr wirklich viel darüber nach, schlendere mehr durch den Bio-Supermarkt und überlege, was ich denn für die Kleine Leckeres kochen könnte. Tatsächlich war das beim ersten Kind bei mir noch anders, ich brauchte tatsächlich „Rezepte“ oder Anregungen. Falls es jemandem ähnlich geht, oder einfach nur vielleicht ein paar neue Varianten ausprobieren möchte… viel Spaß beim Nachkochen!

Das Baby isst übrigens bisher jeden Gemüsebrei unglaublich gerne, es gibt aber ein paar absolute Favoriten…

Blumenkohl mit Kartoffel, Birne und Mandel

Der hier wurde schneller gegessen als mir lieb war, ich wollte Blumenkohl in kleinen Mengen starten, falls sie Blähungen davon bekommt, aber die hat mir den praktisch aus der Hand gerissen und so schnell weggemümmelt, das war ein Wahnsinn. Glücklicherweise gabs keine Probleme…

  • 1 kleiner Blumenkohl
  • 3-4 kleine Kartoffeln (ich wiege das nicht mehr, etwa halb so viel wie Blumenkohl; es ist wirklich wirklich egal wieviel Gramm genau :D)
  • 1 Birne
  • pro Tellerchen 1 TL weißes Mandelmus (nur pures Mus, kein Aufstrich!)

Die Zutaten werden klein geschnitten und mit etwas Wasser (bei niedriger Hitze und mit Deckel) gekocht, gerade so lange, dass die Kartoffeln weich sind. Anschließend pürieren und in kleine Marmeladegläser füllen (nicht ganz voll machen!), so lässt es sich einfrieren. Nach dem Auftauen und Aufwärmen kommt ins Tellerchen noch der Klecks Mandelmus.

Falls sich manche nun fragen: huch, Mandelmus, darf das ein Baby schon, und ab wann?? möchte ich erwähnen, dass ich vor Kurzem einen Artikel über Beikosteinführung in den USA gelesen habe, und dort soll schon vor dem 6. Monat mit Nuss (vorzugsweise Erdnuss) begonnen werden, als Allergieprävention. Mittlerweile gilt das ja für viele Lebensmittel, möglichst früh und möglichst noch wenn noch gestillt wird, das beuge Allergien vor. Hierzulande gibt es die Nussempfehlung nicht, weil Nussbutter oder Nüsse hier nicht so standardmäßig auf dem Speiseplan stehen wie in den USA. Bei uns gibt es aber oft Nuss, daher erscheint mir das sehr sinnvoll. Vielleicht gerade für vegetarische Familien empfehlenswert.

Pastinake mit Süßkartoffel

Ganz basic, total einfach… und so lecker, dass ich es ihr fast weggefuttert hätte. Kein Scherz! O_O

  • 2 Pastinaken
  • 1 große Süßkartoffel
  • pro Tellerchen 1 TL Rapsöl (bio, nativ)

Wie gehabt, kleingeschnitten mit etwas Wasser kochen, pürieren, und abfüllen. Frisch in jedes Tellerchen kommt nach dem Erhitzen ein wenig Öl dazu.

Tipp: Holt nicht das teure Babybreiöl, das schneidet seit Jahren immer schlecht ab in allen Tests. Sucht einfach nach einem nativen Bio-Rapsöl im Supermarkt, in dem der mit R beginnt und vier Buchstaben hat gibt es das, das wir verwenden (#keinBockdasalsWerbungzudeklarieren)

Brokkoli mit Erbse und Kartoffel
  • 1 kleiner Brokkoli
  • 3-4 kleine Kartoffeln
  • etwa eine Handvoll Erbsen (geschätzt halb so viel wie Brokkoli)
  • pro Tellerchen 1 TL Rapsöl

Auch dieses Rezept kann eventuell zu Blähungen führen, Hülsenfrüchte sind generell ein wenig anstrengender zu verdauen, also vielleicht erst kochen, wenn das Baby schon eine zeitlang essen gewohnt ist. Hier konnte die Kleine das problemfrei mit 5 Monaten schon essen. Zubereitung wie oben!

Süßkartoffel mit Spinat, Apfel und Reis

Spinat ist ja doch geschmacklich ein wenig „spezieller“ und kommt wohl nicht bei jedem Baby gut an. Meine beiden Jungs mochten ihn nie, die Kleine isst ihn in der Variante sehr gern.

  • 2 (äh, Stauden??) Spinat
  • 2 kleine oder 1 große Süßkartoffel
  • 1/2 Tasse gekochten Reis
  • Klecks Apfelbrei
  • 1 TL Rapsöl

Ich schneide Spinat und Süßkartoffel klein und koche das weich, Reis hatte ich von uns über (natürlich ohne Salz gekocht), den habe ich zum Schluss noch einmal kurz miterhitzt. Danach püriert und abgefüllt. In die Tellerchen kommt etwa 1EL Apfelbrei (habe ich vorportioniert und in Silikon Eiswürfelformen eingefroren) und 1 TL Rapsöl.
Durch die Süßkartoffel fällt das „kohlige, bittere“ am Spinat überhaupt nicht auf, und der Apfel, der für meinen Gaumen ganz hervorragend zu Spinat passt, macht es nochmal süßer.

 

Bisher waren das die Favoriten, wenn euch das interessiert kommen demnächst auch wieder „Lieblingsrezepte“.

Auf bald!

 

Baby · Entwicklung · Minimädel

4-Monats-Geburtstag Minimädel

Das Wichtigste, das es über dich zu erzählen gibt, ist deine gute Laune. Du bist ein Rundum-Sonnenschein und strahlst fast rund um die Uhr. Du freust dich über unglaublich viel, strahlst meist von einer Backe zur anderen und bist wenn dich nichts stört immer fröhlich. Man kann dich eigentlich immer zum Lachen bringen und die Geräusche die du dann von dir gibst sind zuckersüß.

Diesen Monat warst du sehr viel fordernder als bisher. Einfach nur rumliegen ist dir zu wenig. Du willst dabei sein, du hast deine Ansprüche, und du möchtest dass man sie entsprechend erfüllt. Es gibt zwei Dinge, die du nicht gerne magst: aufs Fläschchen warten und abgelegt werden. Bei dir wechseln sich Phasen, in denen du echt schon ein paar Minuten am Stück alleine spielen kannst und problemfrei eine Stunde in der Wiege schläfst ab mit solchen, in denen du wieder quasi rund um die Uhr auf mir wohnen möchtest – nur dass du jetzt dabei nicht mehr schläfst wie ein Neugeborenes, allein das „an mir dran sein“ reicht dir nicht aus. Es ist dann nicht so einfach wie bisher, dich glücklich zu machen.

So langsam bekommen wir aber einen Tagesrhythmus. Du schläfst meist eine Stunde nach dem Aufwachen wieder ein. Das ist meist recht unpraktisch, da uns diese Stunde morgens knapp nicht reicht (vor allem wenn du vor deinen Brüdern wach wirst), und dann regst du dich ganz schlimm auf, meist wenn es ans Zähneputzen geht – da ist es dann auch recht doof dich schon ins Tragetuch zu packen, und entsprechend bietest du uns ein „Konzert“. Da ist oft Multitasking gefragt. Sobald du in der Trage bist, gehts ab ins Traumland. Dieses Schläfchen dauert aber meist nicht lange, und danach ist es meist: 2-3 Stunden wach – 45 min Schlaf. Die Abende sind momentan eher anstrengend, da du eigentlich müde wärst, aber auf GAR.KEINEN.FALL. in der Wiege schlafen möchtest, auch am Arm passt es dir dann nicht. Du willst unbedingt ins Bett, mit Mama, und gehen darf ich bittedanke auch nicht. Das kollidiert dann ein wenig mit meiner Vorstellung, um 20 Uhr nicht schlafen zu gehen. Uff….

Die Nächte sind dafür wirklich angenehm, meist willst du gegen 3 und 6 Uhr ein Fläschchen. Dazwischen schläfst du zufrieden an mir dran, brauchst nur gelegentlich die Brust. Kuscheln ist dir nach wie vor enorm wichtig, du drückst dich nachts richtig an mich dran, dazwischen machst du dich breit. Öfter mal muss ich dich nachts wieder zurück schieben, damit ich überhaupt noch Platz habe! Wir stillen zwar immer noch, aber tagsüber meist nur zum Beruhigen, nachts trinkst du ordentlich und man hört viele Schluckgeräusche. Ich fürchte aber, lange wird das nicht mehr so bleiben…

Fläschchen trinkst du immer noch eher wenig auf einmal, dafür öfter. Du spuckst immer noch sehr viel, aber es gibt gegen Ende des Monats schon ein paar Tage mal, an denen es wenig ist, oft nur nach dem Trinken oder einige wenige Mal am Tag, und nicht wie bisher viele heftige Schwälle rund um die Uhr. Diese Entwicklung darf sich bitte gerne fortsetzen!

Du bist extrem an Essen interessiert, neidest eigentlich allen ihre feste Nahrung weg. Man hat teilweise schon ein richtig schlechtes Gewissen, in deiner Gegenwart zu essen, wie so ein kleiner hungriger Welpe kannst du einem bis in den Magen nachgucken. Wir haben dir mal aus Spaß ein Stück Wassermelone hingehalten, du bist richtig drauf zugefahren. Wir haben beschlossen, dir nun bald Essen anzubieten.

Du liebst es, mit deiner Stimme zu spielen. Du gibst alle möglichen Geräusche in sämtlichen Tonlagen von dir – von tief gröhlen bis schrill quietschen (du hast mich damit morgens mal geweckt, das habe ich nur knapp überlebt, meine Güte!!). Auch „Spuckesprache“ sprichst du.. flüssig.

Ein neues, gar nicht so tolles Update hat dein Weinen-Repertoire bekommen: das tieftraurige Schippchen und herzzerreißendes Weinen. Bisher glücklicherweise nur sehr selten gesehen, wohl nach Erschrecken. Ist ganz arg furchtbar. Ganz. Arg.

In diesem Monat hast du dich vom Bauch auf den Rücken gedreht, aber wenig Interesse daran das öfter zu wiederholen. Die Drehung vom Rücken auf den Bauch gelingt dir nur im Bett, auf hartem Boden kriegst du die Kurve um dein Ärmchen noch nicht.

Du hast ein eindeutiges Lieblingsspielzeug – der lila Vogel. Der macht dich eigentlich immer glücklich. Sonst spielst du gerne mit dem O-Ball und mit allen möglichen Kau-Spielsachen. Ohnehin muss alles in den Mund. Auch bei den Spucktüchern hast du einen Favoriten, ein rosafarbenes mit Koalabären drauf. Das schaust du immer ganz fasziniert an und lutschst am Liebsten daran.

Mittlerweile kann man mit dir richtig spielen, und dich mit Quatsch machen dolle zum Lachen bringen, oft bekommst du dann Schluckauf, aber das war es wert (hoffentlich?). Dein Bauch ist extrem kitzelig. Wenn man ganz sanft an der Seite kitzelt findest du es noch witzig und lachst, aber mehr magst du nicht. Besonders herzlich lachst du wenn man dir die Zunge zeigt, und wir haben auch beobachtet, dass du das gerne nachmachst. Willst du damit UNS zum Lachen bringen, kleine Maus?

Du hast viel Freude daran, deinen Brüdern beim Spielen zuzuschaun. Wenn die herumtoben brauchst du keine andere Beschäftigung mehr, oft lachst du mit wenn sie lachen. Besonders gut klappt das draußen, egal ob Garten oder Freibad. Dich stört Trubel und Action gar nicht, ganz im Gegenteil, du wirst richtig ruhig wenn es um dich herum wild wird. Du guckst dich ganz aufmerksam um und saugst alles auf, aber ohne davon überfordert zu sein – du wirst nicht unruhig oder verarbeitest das dann lautstark abends. Es ist somit sehr einfach, dich „dabei“ zu haben.

Im Tragetuch ist es mit dir immer einfach. Du liebst es da drin einfach, und mittlerweile bist du auch schon ein klein wenig geduldiger während des Bindens. Meist schläfst du darin, aber auch wenn du wach bist genießt du diese Nähe sehr.

Deine Haare wachsen inzwischen fleißig, von einem Tag auf den anderen war da plötzlich wieder Flaum, der nun immer länger wird. Die Farbe ist echt schwer zu erkennen, irgendwas zwischen blond und braun. Eine Strähne ist dunkler und länger als die anderen Haare und steht auch noch auf, das sieht sehr ulkig aus.

Du trägst inzwischen meist Größe 68, und füllst die gar nicht schlecht aus. In der heißen Zeit war natürlich nicht so viel Kleidung nötig, und Kleidchen auch in kleineren Größen drin, bei Bodys ist kleiner aber nicht mehr möglich.

Beim Wickeln gibt es nichts Neues – nach wie vor Stoffwindeln, die meisten großen Geschäfte ins Klo. Es könnte nicht toller sein.

Liebe kleine Maus, du bist nun schon so selbstverständlich hier, dass wir uns gar nicht mehr vorstellen können, wie das früher einmal war, als es dich noch nicht gab. Du kleine Herzensbrecherin hast uns alle voll im Griff, und ich schätze, das ist auch gut so.

Auf bald!

Baby · Entwicklung · Minimädel

2-Monats-Geburtstag Minimädel

Wie im Flug verging dieser Monat, und er hat etwas gemacht, worüber ich mich zwar freue, was ich aber auch schade finde: du bist ganz augenscheinlich kein Neugeborenes mehr, du bist ein fittes Baby, voll und ganz in dieser Welt angekommen, du nimmst dir deinen Platz und deinen Raum ein, du gestaltest, du beobachtest, du bist mittendrin dabei. Das ist wunderbar und schön und genau so, wie es sein soll, aber ich vermisse jetzt schon die ersten Wochen. Aber ich darf die wunderbare Babyzeit mit dir nicht mit Jammern vergeuden, ich weiß schließlich – ein Augenblick nur, und die Schule schickt uns auch für dich die ersten Unterlagen.

Auch der zweite Monat mit dir war kostbar und wunderschön. Du bist ein so zufriedenes, glückliches und entspanntes Baby. Du fühlst dich scheinbar sehr wohl, und bist kaum unzufrieden. Du weinst eigentlich nur dann, wenn du Hunger hast – da duldest du keine Verzögerung. Alles andere ist für dich kein Drama. Selbst wenn du „länger“ weinen musst, weil ich beispielsweise grade nicht weg kann um dich sofort zu versorgen, bist du keineswegs ungnädig mit mir. Man kann dich sehr schnell beruhigen, dein Weinen ist am Arm praktisch augenblicklich vorbei und du kommst zur Ruhe.

Manchmal hast du so ein leises „meckeriges“ Weinen, das klingt fast schon als würdest du sprechen, und meistens bedeutet es, dass du müde bist oder es dir grade zu viel wird und du nicht zur Ruhe kommen kannst. Das ist eigentlich immer sehr deutlich, was du dann willst, und es ist nach wie vor sehr leicht, dich zu verstehen. Richtig schluchzend laut weinen musst du nur, wenn du Hunger hast, oder…. du gerade wach geworden bist. Ein richtiger kleiner Morgenmuffel bist du! Und du hasst es ganz schrecklich wenn man dich weckt und gleich wickelt. Das passierte manchmal wenn wir los müssen. Ich denke dann oft, ich lasse dich schlafen, wickel dich dann im Halbschlaf und dann gehts los. Diese Rechnung geht NIEMALS auf, und ich habe es gelernt. Du brauchst ein paar Minuten zum Wachwerden (am Liebsten an der Brust), im Halbschlaf mit dir werkeln ist dir sehr unangenehm.

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Was du auch überhaupt nicht leiden kannst, ist ins Tragetuch gebunden zu werden. Wenn du drin bist dann ist fast augenblicklich Ruhe, und es dauert meist keine 2 Minuten bist du tief eingeschlafen. Manchmal spielst du mit deinen kleinen Händchen noch am Tuch oder streichelst mich, aber sobald ich gehe kannst du dem Schlafsog nicht widerstehen und bist weg. Das Binden allerdings, da schreist du dich um Kopf und Kragen und strampelst und überstreckst dich, dass es grade eine Freude ist. (Nicht.) Das macht es nicht leicht, dich bequem zu binden, und meist müssen wir nochmal nachbessern sobald du eingeschlafen bist.

Wenn du aber grade nicht hungrig bist oder gebunden wirst, dann bist du ein richtiger Sonnenschein. Du grinst und strahlst, und in deinem zweiten Lebensmonat hast du auch begonnen mit Ton zu lachen. Es ist so ein herrliches „heh“ oder „hehe“, wenn man das hört geht einem sofort das Herz auf und man muss mitlachen. Du findest alles saukomisch, liebst es aber besonders, wenn man große Augen macht oder den Mund weit öffnet.

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Wir waren alle sehr erstaunt, dass du mit grade mal 7 Wochen begonnen hast, gezielt nach Gegenständen zu schlagen. Kaum eine Woche später konntest du richtig in deinem Spielebogen spielen, und hattest fortan jede Menge Spaß damit. Wir hätten nicht gedacht, dass es schon so früh Sinn machen würde, aber wir haben dir schnell den geplanten Spielebogen geholt, und du liebst ihn!

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Unser Gute Nacht Ritual direkt vorm Einschlafen ist Kuscheln und Stillen. Dazu singe ich dir „Guter Mond“ vor, dasselbe Lied, das auch dein Spieluhr-Koala tönt, den du sehr gerne magst und dir immer genau ansiehst. Ob du wohl erkennst, dass ich dir das fast jeden Abend vorgespielt hatte, als du noch in meinem Bauch warst?

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Nach wie vor magst du keine Schnuller. Du würgst regelrecht, wenn man dir einen reinsteckt (auch die ganz kleinen), und es scheint fast so, als würdest du dich regelrecht veräppelt fühlen von diesem Flaschending ohne Milch. Leider nimmst du manchmal deine kleine Faust zum Nuckeln, die ist dann in Kürze ganz rot gelutscht.

Wir stillen nach wie vor, sogar recht eifrig. Natürlich weiß ich nicht genau, wie viel Milch du da bekommst, aber wenn ich danach abschätze, was du an Fläschchen trinkst und was du laut Packung trinken dürftest, dann ist es etwa knapp ein Drittel Muttermilch. Wir haben es gegen Ende dieses Monates 3 Tage geschafft, nachts (also zwischen 23 und 6 Uhr, „meine“ Nacht also) nur zu stillen, aber dein aktueller Trinkrhythmus erlaubt das nicht mehr. Wir bleiben dran, vielleicht klappt es wieder! In der Nacht trinkst du trotzdem sehr wenig Flaschenmilch, weil wir oft stillen.

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Trotzdem schlafen wir recht erholsam. Wirklich wach werde ich nur wenn du ein Fläschchen brauchst, der Rest passiert im Halbschlaf. Du liegst nach wie vor bei mir im Bett, wir kuscheln viel zusammen, in den Morgenstunden, wenn mein eigener Schlaf nicht mehr so tief ist und du sonst kaum noch in den Schlaf finden würdest, liegst du sogar in meinem Arm, und so schlafen wir noch das ein oder andere Stündchen in den beginnenden Tag. Ich habe mittlerweile keine Angst mehr, dir den Kopf zu überdecken. Auf der einen Seite stopfe ich die Decke fest, und die Seite, die an mir dran liegt spüre ich ganz genau. Jede deiner Bewegungen bemerke ich und reagiere, selbst wenn du nur schlecht liegst oder spuckst (was oft vorkommt) werde ich wach. Wir sind absolut synchronisiert und ich weiß auch im Schlaf wie du dich anfühlst wenn etwas nicht in Ordnung ist.

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„Synchronisiert“ passt auch ziemlich gut zum Rest. Es fällt mir sehr leicht, mich auf deine Bedürfnisse einzustellen oder zu erkennen, was du brauchst. Es ist ein Wahnsinn, wie gut man sich nach so kurzer Zeit schon kennen kann! Allerdings haben wir praktisch jede Minute zusammen verbracht, und das sind immerhin etwa 87600 Minuten, die wir einander schon haben! Da wir uns nun so gut kennen und ich dir vieles schon an der (überaus niedlichen) Nasenspitze ansehen kann versuchten wir es mit „Abhalten“ beim großen Geschäft. Es gab schon einige mehr oder weniger erfolgreiche Anläufe, bei denen ich zwar nicht schnell genug am Klo war, aber der Rest ging in die Toilette. Da ich den Artikel hier eine Woche verspätet schreibe kann ich aber schon verraten, dass wir eine Reihe von 3 Tagen hatten, in denen alles ohne Unfälle im Klo landete, und darauf bin ich irgendwie mächtig stolz.

Nachdem du fast die ganzen zwei Monate praktisch „auf mir gewohnt“ hast, können wir dich mittlerweile immer öfter und länger auch ablegen. Du hattest viele längere Schläfchen in der Federwiege, und auch sonst schläfst du wenn es sein muss überall einfach so ein. Auch klappt das zwischendrin oft, du schaust mir aus deinem Sitz beim Kochen zu, oder in der Wippe wenn wir im Garten sind, beobachtest von der Krabbeldecke wie ich putze (auch wenn ich dich bei fast allem im Tuch hab möchte ich dich nicht dran haben wenn ich mit Putzmittel hantiere). Es ist schön, dass schon so viel Nähe getankt hast, dass du diese Distanz aushalten kannst. Trotzdem verbringen wir viele Stunden täglich mit intensivem Hautkontakt (also zusätzlich zum nächtlichen Kuscheln).

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Obwohl du so wahnsinnig verkuschelt bist und Körperkontakt ganz dringend brauchst und einfordert (nach wie vor streichelst du auch „zurück“ und das ist einfach unglaublich süß) findest du einölen oder massieren nicht so prickelnd. Leider kann ich dir das nicht ersparen, da es deine Haut vermutlich braucht. Sie wirkt bislang normal, aber reagiert empfindlich und gerade im Gesicht eher trocken. Das Öl tut dir jedenfalls gut. Ich glaub, du bist einfach sehr kitzelig am Bauch und findest die Berührung einfach „zu viel“. Extrem kitzlig sind auch deine Ohren, das ist jedesmal grausam für dich wenn ich dich da sauber mache und du windest dich in jede Richtung. Statt Massage, wie bei deinen Brüdern, zählt zu unserem Ritual beim Umziehen und Einölen abends also ein Lied mit ein wenig „Babygymnastik“: ich singe das Fröschelein Lied und mache dazu mit deinen Beinen „Froschhüpfen“- und Wiege-Bewegungen oder klatsche mit deinen Fußsohlen. Das ist gleichzeitig gut fürs Bäuchlein, sollte mal ein Pups querhängen (was in der Regel aber kein Problem ist).

Wir wickeln mittlerweile ausschließlich mit Stoffwindeln, auch nachts. Seit wir ein neues Windelsystem (Post folgt, #teaser) verwenden haben wir keine Unfälle mehr, und auch nachts geht da nix schief. Du trägst mittlerweile Größe 56 und 62. Bei den meisten Bodys und Anzügen brauchst du wegen der großen Windeln eben schon 62, sonst reicht aber 56 noch. Zartrosa und hellblau sind die Farben, die ich am Liebsten an dir sehe, diese dezenten Farbtöne sehen unglaublich hübsch an dir aus!

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Nachdem dir die Haare am oberen Kopf sehr früh ausgefallen sind, wachsen sie mittlerweile ordentlich nach und sind bereits etwa 2mm lang. Die Farbe lässt sich noch nicht genau erkennen, dunkelblond vielleicht? Vermutlich ein Farbton genau zwischen deinen Brüdern… Deine Augen sind nicht mehr ganz so dunkel, aber nach wie vor graublau. Bislang hast du keinen Milchschorf und schielst nicht – leider Dinge auf die ich sehr achten muss, vor allem Letzteres.

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Unser Alltag ist zwar noch nicht routiniert, kein Tag ist wie der andere, aber es ist recht entspannt, würde ich sagen. Du findest dich nahtlos ein in unser Geschehen, du sprengst keine Aktivität oder Ausflug, du bist einfach dabei. Nichts dabei ist anstrengend oder ernsthaft energieraubend, sondern einfach nur schön. Nur dass du abends um 21 Uhr mit Mama (!) ins Bett (!) schlafen gehen möchtest, und nichts anderes duldet, entspricht nicht so ganz meinen eigenen Feierabendplänen – aber das soll nicht dein Problem sein.

Wir genießen die Zeit mit dir unglaublich, denn du bist ein wunderbares Baby, besser hätten wir es nicht erwischen können. Wir lieben dich so sehr und freuen uns auf die nächsten Wochen mit dir!

dav

Auf bald!

Baby · Entwicklung · Minimädel

1-Monats-Geburtstag Minimädel

Ein wenig habe ich ja schon über unsere erste Zeit und Kennenlernen geschrieben, nun ist aber schon ein unfassbarer Monat vergangen, und ich möchte mir die Zeit am Liebsten in Dosen einschweißen, konservieren und für immer behalten. Ich weiß, das klingt total albern… aber diese erste Zeit ist so wahnsinnig kostbar, mit einem Wimpernschlag vergangen und so magisch, dass man sie ganz schnell furchtbar vermisst. Das habe ich beim ersten Kind nur geahnt, beim zweiten gewusst und bewusst genossen, nun beim dritten und letzten Kind ist es so überdeutlich, dass ich am Liebsten jeden Tag doppelt erleben möchte…

Mir wird auch irgendwie klar, dass mein „Kinderwunsch“ niemals vorbei sein wird. Am Liebsten würde ich ständig neue kleine Menschlein in meinem Leben begrüßen, kennenlernen, in mein Herz schließen, ihnen beim wachsen zusehen. Wären da nicht natürlich Grenzen, ich hätte viele viele Kinder. Seufz.

Nun gut, das Gefühl grade liegt vielleicht auch darin begründet, dass du, meine kleine süße Maus, so wahnsinnig „einfach“ bist. Wenn ich euch drei Kinder vergleiche, vor allem die erste Zeit mit euch, dann war mein Großer fordernd und anstrengend, mein Mittlerer genügsam und unkompliziert, und du bist fordernd und einfach. Das klingt auf den ersten Blick unlogisch, aber es ist ziemlich simpel: du hast logischerweise deine Bedürfnisse, und die lässt du ganz klar erkennen. Wenn man sie befriedigt, bist du glücklich, und das ist eben ziemlich einfach. Wenn es aber gerade nicht möglich ist, oder kurze Verzögerungen gibt, wirst du unerbittlich und brüllst die in Rage.

Es ist auch lustig, dein Temperament zu beobachten. Bei deinen Brüdern stimmte ihr Temperament in der ersten Zeit sehr mit ihrem Charakter und ihrer Art jetzt als Kinder überein. Ich bin gespannt, ob die Rechnung bei dir auch aufgeht…? Du bist definitiv ein kleiner Zornkobold. Du kannst dich so entsetzlich ärgern, motzt wie ein Rohrspatz, du schimpfst richtig drauf los! Man kann das gut beobachten wenn du an der Brust trinkst und nichts mehr kommt, oder du eigentlich keine Lust drauf hast. Du meckerst dann, kriegst Wutfalten im Gesicht und boxt mit deinen Ärmchen rum oder kneifst, weinst aber nicht, sondern meckerst und knurrst wie ein kleiner Wolf.

Ob das nur deine Mimik ist oder tief blicken lässt, das weiß ich nicht, aber du wirkst unglaublich frech. Klug, aber so richtig gerissen mit ganz vielen Ideen im Kopf. Du kannst jetzt schon auf mehrere Arten lächeln, du hast dieses Engelslächeln, du kannst schmunzeln, du kannst grinsen, und du kannst anstrahlen. Letzteres hab ich nur ein oder zwei Mal gesehen, aber es ist zum dahinschmelzen!

Es ist relativ leicht zu verstehen, was du willst. Du kannst dich auf ganz unterschiedliche Weise ausdrücken, und man erkennt fast sofort, was du möchtest. Neben dem Wutknurren hast du dein lautes, unerbittliches, durchdringendes Weinen („WÄ-WÄ-WÄ!!!“). Es klingt recht verzweifelt, fast panisch, und bedeutet: HUNGER. JETZT. Da kannst du dich richtig reinsteigern, wenn du noch aufs Fläschchen warten musst. Wenn du müde bist hast du ein viel leiseres, stotterndes Weinen (wuuu-hä-ä-ä-ä), das du immer wiederholst, es klingt sehr arm, und kommt wenn du schon recht erschöpft bist. Es ist der perfekte Zeitpunkt, dich schlafen zu legen. Du bist dann noch nicht „durch“, aber möchtest definitiv jetzt gleich deine Ruhe.

Du liebst Körperkontakt über alles, es kann dir eigentlich nie „zu viel“ sein. Du möchtest ganz eng kuscheln, und schaffst es bereits, dich nach deinem Bedarf an jemanden anzudrücken. Dazu nimmst du alle Kraft, die du sammeln kannst, und drehst und drückst und schiebst dich in die gewünschte Richtung. Es wirkt natürlich nicht koordiniert, aber mit Schwung, Ärmchenwedeln und strecken schaffst du das sehr zielstrebig. Du kuschelst nicht nur wahnsinnig gern, du liebst es auch, gestreichelt zu werden. Mittlerweile genießt du es, eingeölt und gebadet zu werden, und vor allem wenn man deine Haare mit der weichen Bürste kämmt oder dir hinten im Halsausschnitt den Rücken streichelst, schließt du die Augen, ziehst die Augenbrauen hoch und legst genießerisch deine Stirn in Falten. Das sieht so unglaublich niedlich aus!

Die Nächte mit dir sind toll! Anfangs hast du ja sehr viel geschlafen, und auch wenn das nicht mehr ganz so lange ist, so sind sie immer noch wirklich gut. Du schläfst meist so (knapp) 3 Stunden am Stück. Das bedeutet, dass wir zwischen Schlafgehen (22/23 Uhr) und Aufstehen (6/7 Uhr) zwei Fläschchenmahlzeiten haben. Es gab auch schon Nächte wo es sich so ausging, dass du nur eines brauchtest, aber das ist die Ausnahme. Manchmal, aber auch das ist glücklicherweise die Ausnahme, bist du dann länger wach, so 60-90 Minuten. Das passiert aber nur, wenn irgendwas nicht stimmt, du noch Hunger hattest, oder viel spucken musst, oder ein wortwörtlicher Pups querhängt. Meistens ist nach 30-45 Minuten wieder schlafen angezeigt. Einzig tragisch ist, dass du morgens meist übellaunig aufwachst. Wir nennen dich dann „kleiner Flugzeugabsturz“. Du brauchst dann ein wenig, um dich zu sortieren, auch wenn alles ruhig und entspannt ist. An der Brust trinken hilft dir dabei sehr, und du kannst dann in aller Ruhe zu dir kommen – außer du hast wirklich schon Hunger, dann hilft nichts mehr und dein Brüllen klingt irgendwie nach der Ankunft der apokalyptischen Reiter.

Obwohl du leider eigentlich nur mit Flasche ernährt wirst, ist dir das Brusttrinken wichtig. Es wäre eigentlich etwa genau so viel (aka wenig) Milch da wie bei deinen Brüdern, aber du trinkst nicht gerne an der Brust, also nicht wenn du hungrig bist und Milch rauskriegen sollst. Mittlerweile wird deine Trinktechnik auch immer schlechter, und du schaffst nur einige wenige effektive Züge. Du bist daher mein erstes Kind bei dem ich unterschreiben würde, dass es so etwas wie eine Saugverwirrung wirklich gibt. Das ist zwar doof, aber mir war schon von Anfang an klar, dass es Flasche geben wird, und dass ich nicht so viel Zeit haben werde in Milchmaximierung zu stecken wir bei den Großen. Ich pumpe dennoch täglich ein wenig ab, denn es ist mir wichtig, dir so viel „Nestschutz“ wie möglich mitzugeben. Davon abgesehen ist dir das Brust“schnullern“ eben sehr wichtig, und meist hast du auch nach dem eigentlich Fläschchen den Nerv, um dir noch ein paar Schlucke „Nachtisch“ zu holen. Du brauchst es aber auch oft zur Beruhigung, und grade nachts zum (wieder-)einschlafen. Auch hier sieht man dir sofort an, wenn du das möchtest – du ziehst eine allerliebste Schnute mit offenem Mund, siehst grinsend aus, und deutest mit dem Kopf auf die Brust (zum Quietschen süß!).

Du hast einen ausgeprägten Appetit. Du trinkst viel, oft, und nimmst entsprechend zu. Ein richtiges Specki ist aus dir schon geworden! Merkwürdigerweise trinkst du überhaupt nicht gierig, sondern waaaahnsinnig langsam, für ein Fläschchen brauchst du gut eine Viertelstunde. Du brauchst oft Pausen, vor allem wenn du dich verschluckst, und musst Bäuerchen dazwischen machen. Trotz mehrmaligem Aufstoßen spuckst du extrem viel, auch Stunden nach der letzten Mahlzeit. Du bist unser ständig überlaufendes volles Fäßchen. 😀 Ironischerweise habe ich natürlich alles mögliche für dich genäht – nur nicht ein einziges Lätzchen! Die müssen nun eben nach und nach angefertigt werden, sonst kann ich dich gut 10 mal am Tag umziehen (und SO viel hab ich dann auch wieder nicht genäht!)

Davon abgesehen ist deine Verdauung unkompliziert. Oben bist du zwar chronisch undicht, unten kommt aber alles ohne Zickereien raus. Ist ja durchaus auch was wert, nicht wahr!? Wir wickeln mittlerweile, nachdem dein Nabelschnurrest abgefallen und dein Bauchnaben ganz gut verheilt war, mit Stoffwindeln. Ich bin davon aktuell noch nicht ganz überzeugt, da wir keine Newborngrößen haben. Die mitwachsenden kann man zwar auf ganz klein stellen, aber das ist einfach ein riesiges Paket an dir dran, das dich erstens fast doppelt so groß macht, zweitens natürlich jeden Body sprengt, und drittens schon noch ein wenig unbequem sitzt. Nachts trägst du Wegwerfwindeln, da du sonst „bergab“ liegst durch die große Windel. Aber wenn du mit den Fläschchen so weitermachst ist das eh bald kein Problem mehr! 😉

Du hast in deinem ersten Monat hauptsächlich Größe 50 getragen, aber mit dicker Stoffwindel brauchst du dann doch mal 56, vor allem bei Bodys.

Eine Entwicklung diesen Monat war besonders rührend zu verfolgen, und zwar, wie dein Vertrauen in uns wächst… Du konntest von Anfang nur an mir (an uns, notfalls) dran oder drauf schlafen. Wach konnte man dich immer mal wieder ein paar Minuten ablegen, lange genug um eine Ladung Wäsche zu starten, Zähne zu putzen oder schnell aufs Klo zu huschen. Einschlafen konntest du so aber gar nicht, auch nicht beim Wippen in der Hängewiege. Wir haben dir diese Nähe immer und gern gegeben, du hast ausführlich „getankt“, und man konnte richtig beobachten, wie du langsam Vertrauen aufgebaut hast. Nach gut drei Wochen konnten wir dich erst schlafend ablegen, und dann auch während des Einschlafens schon in die Wiege legen. Du hast immer wieder mal noch die Äuglein geöffnet, ob wir auch wirklich da bleiben, bis das mit den Tagen immer weniger wurde. Zuerst hast du gleich geweint, wenn du wieder wach wurdest und nach uns gerufen, mittlerweile wirst du viel ruhiger wach und gibts erstmal Knuffelgeräusche von dir, auf die wir dann gleich reagieren können, um dir zu zeigen, dass wir dich nie alleine lassen. So schläfst du nun tagsüber immer mal so 60-90 Minuten in der Hängewiege, was uns natürlich viele Möglichkeiten verschafft. Es gibt Tage, da möchtest du das aber gar nicht, und das ist auch völlig okay. Wenn sonst nichts hilft schläfst du garantiert immer im Tragetuch ein. Das ist natürlich toll und das nützen wir beinahe täglich (doof ist nur, dass du bei warmen Wetter dann ziemlich verschwitzt wirst..). Nachts möchtest du aber unter gar keinen Umständen alleine liegen, und ich gebe zu, ich bin selbst auch noch nicht so weit. Daher wird in der Nacht weiter gekuschelt, ganz feste zusammen gedrückt schlafen wir.

Hab ich eigentlich schon irgendwo etwas zu deinen Augen gesagt?? Du hast eine ganz merkwürdige Augenfarbe, unglaublich dunkel… erst dachte ich, es ist dunkelblau, aber es ist noch dunkler als dunkelblau und geht in Richtung dunkelgrau. Wahnsinn! Sowas habe ich noch nie bei Babys gesehen! Mal schaun, ob das auch später vielleicht so ein dunkles Braun ergibt wie bei deinem Bruder… Deine Haare sind aktuell in einem Blondbraun, allerdings fallen dir die ersten schon aus, oben ist schon eine ziemliche Glatze entstanden.

Dein Schlaflied, das ich dir jeden Abend vorsinge, ist „Guter Mond“. Schon in der Schwangerschaft hast du das gesunden gehört, und auch deine Spieluhr spielt es. Auch ein anderes Wiegenlied von Humperdinck, „Es schaukeln die Winde“ singe ich dir oft vor.

Last but not least muss ich natürlich sagen, wie unglaublich vernarrt deine Brüder in dich sind! Oft wird richtig darum gequängelt, wer grade was mit dir machen darf. Du genießt die Zuwendung natürlich ebenso: dem Rumpelstilzchen hörst du wahnsinnig gern beim Reden zu (glücklicherweise, denn er redet halt so gerne), und bei dem eher stillen Steinböckchen schläfst du gerne ein. Sehr praktisch diese Kombination!

Wir haben uns so sehr auf dich gefreut, und du bist so selbstverständlich in unsere Familie geschmolzen, dass wir schon alle zusammen angekommen sind (wenn man natürlich vom Alltagsablauf absieht), du gehörst mitten zu uns rein, und wir sind überglücklich, dass du bei uns bist, kleines Herzchen.

Auf bald!

Baby · Minimädel

Unsere erste Woche mit dem Minimädel – Wochenbett und Kennenlernen

Es ist kaum zu glauben, dass nun schon eine ganze Woche vergangen ist, seit dieses kleine Mädchen zur Welt kam!? Die Zeit vergeht wieder einmal so wahnsinnig schnell, und dabei möchte ich sie doch einfrieren, möchte dass sich der ganze Erdball jetzt nur noch höchstens halb so schnell dreht, damit ich jede Minute konservieren kann. Meine letzte erste Babyzeit…

Müsste ich die letzten Tage mit einem einzigen Wort beschreiben, so wäre das wohl: bittersweet.

Extrem bitter

Obwohl ich die Geburt wieder sehr gut verkraftet habe, und mich auch von der durchgemachten Nacht schnell erholt habe, so setzten mir doch die Beschwerden danach ordentlich zu. Nachdem ich bei den ersten Geburten kaum Nachwehen hatte (ich kann mich an ein paar Momente erinnern in denen ich sowas wie leichte Krämpfe hatte), so haben sie mich diesmal schier umgeworfen. Ich hatte vier Tage lang quasi nonstop, so im 5-Minuten-Takt ziemlich schmerzhafte Nachwehen. Die kamen prompt bei jeder Bewegung, garantiert bei jedem Anlegen, und solidarisch auch gleich bei jedem Fläschchengeben. Und mit ebenso 100%er Wahrscheinlichkeit bei jedem Husten.
Und Husten, davon gab es genug. Die Erkältung gab nochmal richtig Vollgas, entwickelte einen Bronchien-wirksamen Reizhusten (ihr wisst schon, wenn man diese keuchenden-kotzenden Hustgeräusche macht und die Bronchien beim Ausatmen knistern und fiepen hört) sowie am Wochenende eine extrem schmerzhafte Nebenhöhlenentzündung, Schmerzlevel Migräne in Schläfen- und Augenbereich, ich war mir sicher beim nächsten Husten platzt mir splattermoviehaft ein Auge raus. Die zogen dann auch in den Hinterschädel und Nackenbereich und führten dazu, dass ich Sonntag nachts heulend vor Schmerzen im Bett lag (heulen fand die Nebenhöhlen natürlich voll geil, ne). Paracetamol halft null komma gar nichts, und am Montag Morgen bettelte ich meinen Hausarzt nach Antibiotikum an.
Mittwochs trat dann auch die heiß ersehnte Besserung ein, das war der erste Tag den ich nicht im Schmerztunnel verbrachte und nachts nur bellend halbwach lag und damit dauernd die Kleine störte.

Ich weiß, ich bin ein schrecklicher Patient, ich leide psychisch enorm wenn ich krank werde, weil ich es unendlich hasse wenn mein Körper mich schachmatt setzt, und mit Schmerzen im Kopfbereich komme ich überhaupt gar nicht klar. Was aber diesmal besonders schlimm war, das war meine Sorge, ich könnte die Kleine anstecken (und tatsächlich hüstelt sie auch ab und zu, aber nichts Schlimmes bislang) und natürlich mein riesiger Frust, dass ich die erste Zeit nicht einfach in Ruhe genießen konnte sondern tagelang so ekelige Schmerzen rund um die Uhr hatte.

Unglaublich sweet

Als Gegenentwurf platze ich schier vor Dankbarkeit und Glück, denn neben all den anderen herrlichen Babysachen die man so mit Neugeborenen hat, gibt es natürlich immer die Schattenseite namens Schlafentzug und durchwachte Nächte, und die hatte ich … überhaupt nicht. Die Kleine schläft nachts erstaunlich gut, hatte an einigen Tagen eine Schlafphase von 5 Stunden am Stück (WTF!!!) und auch sonst sind es immer mindestens 2,5-3 Stunden. Dazwischen war sie nur einmal 2 Stunden wach/quängelig, sonst ist es höchstens eine Stunde bis wieder so viel Ruhe eingekehrt ist, dass ich weiterschlafen kann. Und wenn das mal nicht göttlich ist, dann weiß ich auch nicht.

Aber nicht nur nachts ist dieses Baby pflegeleicht. Sie ist unglaublich einfach zufrieden zu stellen. Wenn sie satt ist, ist sie glücklich. Sie schläft sehr viel, und wenn sie wach ist schaut sie sich um und liebt es gekuschelt zu werden. Sie hatte eine sehr unruhige Nacht/Tag, das war bevor sie nach 2 Tagen ohne Stinkewindel die erste normale Ladung nach dem Kindspech absetzte. Das war eine riesige Lieferung und machte ihr zu schaffen, auch danach hatte sie wohl ein wenig Bauchweh, aber auch in der Zeit ließ sie sich recht gut beruhigen.

Kuschelfaktor

Von allen Kindern ist dieses das mit Abstand verkuscheltste. Sie saugt Körperkontakt wie ein Schwämmchen auf. Nachts liegt sie neben mir, ich lege sie immer auf dem Rücken ab, und sobald ich daneben liege höre ich angestrengte ächzende schnaufende Geräusche, sie windet sich und rudert, bis sie es schafft sich auf die Seite zu drehen und sich an mich zu drücken, ganz fest legt sie sich an meine Seite, ihren Kopf legt sie nach hinten um gut Luft zu bekommen, und mit ihrem Bäuchlein und ihren Händen drückt sie sich zu mir. Ständig sind ihre kleine Händchen damit beschäftigt, zu tätscheln und zu streicheln. Sie tut das nicht nur beim Kuscheln sondern auch beim Stillen oder wenn man mit ihr redet. Natürlich ist sie dabei noch nicht zielsicher, aber wenn sie Kontakt findet, egal wie, ist es schon gut für sie. Sie liebt es auch, wenn man ihre Hände sanft massiert oder streichelt, bei kreisenden Bewegungen auf dem Handrücken und wenn man ihre Fingerchen längs ausstreicht schläft sie oft ein.
Am ganzen Körper mag sie noch nicht so gerne angefasst werden, wenn ich ihren Bauch und ihre Beine einölen wollte, weil sie sich so abschält und trockene piffelige Haut bekommt, zuckt sie oft zusammen und empfindet diese „große“ Berührung wohl als zu viel. Ich mache dann ganz langsam und stellenweise, sodass es ihr angenehm ist.

Auch mit ihren Brüdern kuschelt sie gerne.

Stillemma und das Schoppi

Ich wusste ja von vornherein, dass ich nicht voll stillen kann, hatte aber große Pläne bezüglich Milchmengensteigerung. Ich wollte einfach das Maximum rausholen mit dem Ziel, zumindest nachts keine Flaschen zu brauchen. Die Kombination diesmal hätte allerdings schlimmer nicht sein können. Ich selbst war körperlich so am Ende, dass ich es nicht schaffte, zusätzlich zum häufigen/ständigen Anlegen regelmäßig abzupumpen, und ich konnte mich einfach nicht dazu überwinden, mich mit dem Brusternährungsset zu quälen. Ja, an irgendeinem Punkt der Erschöpfung empfand ich die Flasche als Erlösung. Zusätzlich ist die Kleine das stillfaulste meiner Kinder. Sie hatte von Anfang an nicht so wirklich Lust, praktisch keine Ausdauer, und das obwohl ihre Trinktechnik die beste war, denn ich hatte trotz 3 Tage dauerstillen keine wunden Brustwarzen oder Schmerzen. Das hat mich ehrlich erstaunt, begleitete mich das doch sonst die ersten 3 Wochen. Dennoch muss ich hier einen Misserfolg auf voller Linie verbuchen. Nach dieser einen Woche lehnt sie die Brust kategorisch ab wenn sie hungrig ist. Für zwischendurch oder nachts zum Einschlafen dockt sie gerne an, trinkt dann auch effizient (als mit Schluckgeräuschen), sonst geht sie mir aber leider nicht mehr dran. Ich pumpe dennoch ab, denn es ist mir unglaublich wichtig, ihr vor allem so lange ich erkältet bin möglichst viel Schutz zu bieten, indem ich ihr meine massgeschneiderten Antikörper spende. Ich denke ich werde auch dann noch abpumpen solange mein Mann in Elternzeit ist, was danach kommt weiß ich heute noch nicht.

Obwohl sie sonst wirklich entspannt ist (wie ihr kleiner großer Bruder) wird sie bei Hunger völlig unerbittlich (wie ihr großer großer Bruder). Es gibt nur vollständig sattgefüllt oder Weltuntergang. Nicht mehr hungrig und 3/4 satt, wie man den Mittleren oft vertrösten konnte, ist völlig undenkbar und endet in bitterlichem Schreien. Sie vernichtet dabei auch ordentliche Mengen und liebt ihre „Schoppis„. Sie will sofort nach dem Aufwachen eine Flasche, dann ist etwa 1-2 Stunden Ruhe, und dann will sie vorm Einschlafen auch noch einmal eine Portion. Danach ist dann eine längere Pause dran. Ihr großer Hunger führt zu entsprechender Gewichtszunahme, und die anfängliche Gelbfärbung wurden wir so auch schnell wieder los. Leider ist sie (auch hier wie der Große) ein Spuckkind. Da sie sich immer volltrinkt, wie so ein kleines randvolles Fässchen, läuft sie oft über. Seufz.

Grinsekatze

Dieses Mädchen ist ständig am Grinsen. Anfangs ist es natürlich das „Engelslächeln„, also dieses unbewusste Lächeln beim Einschlafen. Schon an ihrem 6. Lebenstag, diesen Mittwoch, haben ihr Papa und ich unser erstes gezieltes Lächeln bekommen. Sie hat uns direkt angeschaut und gelächelt, ein Wahnsinn! Schon am nächsten Tag durfte sich das Rumpelstilzchen über diese Ehre freuen. Seither gibt es ab und zu dieses besondere Lächeln von ihr, und es ist zum Dahinschmelzen!

Ich bin erstaunt, wie gut sie sich bereits hat kennenlernen lassen. Wir kennen ihr Schreien für Hunger, wir erkennen am Geräusch wenn sie etwas in die Windel drücken will (sie knatter-jammert dann ein wenig, so wie ein winziger Traktor), und oft merke ich ihr auch an wenn sie gerne Brust-schnullern möchte. Bei den Jungs war es irgendwie nie so eindeutig, und wenn dann erst deutlich später. Es ist ein wunderschönes Gefühl, so schnell mit ihr ein „Team“ zu werden und ihre Bedürfnisse so gut zu erkennen und entsprechend befriedigen zu können.

Ich kann an dieser Stelle, nun da ich doch so langsam wieder gesund werde, absolut nichts jammern und meckern, und werde nun weiter unsere Minibabyzeit genießen.

Auf bald!

Baby · emotions · Schwangerschaft

Hey Baby!

In dieser Schwangerschaft hat es irgendwie sehr lange gedauert, bis ich so einen ersten Bezug zu meinem Kind aufbauen konnte. Natürlich habe ich mich riesig gefreut schwanger zu sein, keine Frage! Aber ich habe mir die Schwangerschaft nicht so recht „geglaubt“.

Regenbogenbaby

Vielleicht liegt das doch an dem Verlust der letzten Schwangerschaft. Es war niemals eine Anlage für ein Baby zu erkennen gewesen, und insofern war dieses niederschmetternde Gefühl eher die furchtbare Enttäuschung als die Trauer um ein Kind, aber irgendwie hat mich das viel mehr aus der Bahn geworfen als meine erste Fehlgeburt. Vielleicht habe ich „zu lange“ gewartet um wieder schwanger zu werden und dem Schrecken zu viel Raum und Zeit gegeben, vielleicht liegt es auch daran dass mich mein Körper so gräßlich im Stich gelassen hat, also zumindest für mein Gefühl.

Wie auch immer, dieses Kind, mein Regenbogenbaby (so nennt man gelegentlich Kinder, die nach einer Fehlgeburt erwartet werden – nach Regen kommt Sonne, und das ergibt ein… <-) wurde sehnlichst gewünscht, aber mein Herz konnte ich noch nicht reinhängen. Da war zu viel Angst, Vorsicht und Zurückhaltung, obwohl ich eigentlich nie ein schlechtes Gefühl hatte. Aber so richtig darauf einlassen konnte ich mich doch nicht.

Hey Baby!

Der Knoten platzte irgendwann so gegen Ender der 19., Anfang 20. Woche. Zwar hatte ich mein Babylein schon sehr viel früher gespürt, aber die Bewegungen werden nun doch etwas „konkreter“, und was das Beste ist: ich kann mein HeyBaby-Spiel mit ihm spielen. Das geht eigentlich sehr simpel. Ich warte bis es irgedwo strampelt, stupfe dann dort in den Bauch und rufe ihm „Hey Baby!“ zu. Sehr oft ergibt sich dan nein rhythmisches Zurückstupsen, das eine ganze Weile so geht. Ich habe den Eindruck, dass Baby das irgendwie „mag“, denn wenn ich gezielt einige Zeit nicht mehr reagiere kommen richtig wilde Strampler in die Richtung, so als würde es eine Reaktion einfordern. Ich finde das so unglaublich zauberhaft, dass ich mich regelmäßig konzentrieren muss nicht feuchte Augen zu bekommen.

Außerdem spiele ich dem Baby fast jeden Abend nun seine Spieluhr vor. Ich habe mich schon länger nach einer umgesehen, kann aber viele tpyische Melodien nicht so wirklich leiden. Vor einiger Zeit wurde ich dann beim dm fündig, und ich LIEBE sie! Sie sieht genau so aus wie ich sie wollte, nämlich dezent und mit mint, und sie spielt „Guter Mond“. Herrlich.

Jedenfalls habe ich gelesen, dass nun die Nervenzellen im Gehirn des Babys ausreichend mit Myelin beschichtet sind, um ein Gedächtnis zu entwickeln. Ist das nicht einfach unglaublich? Mein Baby ist noch nicht mal auf der Welt und hat ab jetzt eine „Zeitschiene“, eine Erinnerung an die Vergangenheit. Natürlich nicht so wie man das so von sich kennt, aber Gedächtnis funktioniert nicht ohne Vergangenheit. Das ist so irre, dieses winzige kleine Minimenschlein!? Jedenfalls nutze ich das, und spiele ihm seine Spieluhr vor. Hoffentlich kann es sich dran erinnern wenn es geschlüpft ist.

Verlieben

Dieses Bewusstwerden des Menschenlebens in mir, das Wissen dass da mein Kind in mir wächst, und dass es auf die Welt kommen und zu unserer Familie gehören wird, das ist genau der Zeitpunkt an dem ich mich anfange zu verlieben. Beim Großen kam das sehr spät, beim Kleinen sehr früh, und nun so mittig, aber dafür mit einer Wucht mit der ich nicht gerechnet hätte. Ich war ein wenig enttäuscht dass es eben nicht früher passiert ist, dieses Verliebtheitsgefühl zu diesem Wesen, aber habe mich damit getröstet dass ich mich auch generell eben nicht so einfach auf die Schwangerschaft einstellen konnte. Und nun, ganz plötzlich, setzt es also ein. Ich sitze fasziniert und sprachlos da, und spüre dieses Kind, und stelle mir vor wie es ist, es in meinen Armen halten zu dürfen. Wie es neben mir im Bett liegen würde, wie ich es stille, es wickle, ihm vorsinge. Wie ich es mit seinen großen Brüdern bekannt mache, und oh, allein bei dem Gedanken könnte ich losheulen. Ich bin grade so voller Vorfreude und Lust auf dieses Kind dass ich gar nicht weiß wohin mit diesen heftigen Gefühlen. Ich kann es kaum erwarten, dass es endlich April wird, und ich dieses Wunder richtig kennen lernen darf. Mein Kind…

Auf bald!