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10. Schwangerschaftsmonat (2.0)

Auch dieser begann verdammt anstrengend, mit den letzten Arbeiten vom Umzug. Genau 20 Tage vor ET hatte ich alle Wände im Haus fertig gestrichen (und weil sich darüber so viele aufregen: grade stehen und mittels Teleskopstange den Arm hoch und runter bewegen is bei Gott weniger anstrengend als dieselbe Zeit einen Einjährigen zu bespaßen!!), aber natürlich gab es noch entsetzlich viel Chaos, Kisten die ausgeräumt werden mussten, mit fehlenden wichtigen Dingen fürn Haushalt (WO verdammt sind die Kaffeetassen drin!!!??).

Mittlerweile ist alles soweit fertig, auch alles fürs Baby, nur etwas ganz Wichtiges ist nach wie vor verschollen: die Kiste mit den Milchpumpen. Ich könnte im Dreieck springen. Ich weiß sie MUSS da noch wo sein, aber ich finde sie schlichtweg nicht! Im Keller sind natürlich noch -zig Kisten, aber eigentlich sind die sortiert, und die übrigen sind solche, die auch eingekistet bleiben können. Wenn ich da tatsächlich überall reinschaun muss *theatralisch ohnmächtig werd*….

Aber zurück zum Thema… Entsprechend gings mir auch körperlich (und psychisch!!!!) nicht so pralle. Die Symphyse meldet sofort zurück, wenn ich ihr zuviel zugemutet habe, und ich hab so viel Wasser in den Beinen dass nachts schlafen seit Wochen sehr schmerzhaft ist. Ich kann nur auf der Seite liegen, und die ist sofort taub, nach etwa 5 Minuten. Auch muss ich die ersten beiden Stunden im Bett etwa im 20-Minuten-Takt aufs Klo, rausgedrücktes Wasser entsorgen. Spaß ist anders.

Irgendein Problem hat wohl auch mein Becken auf der rechten Seite, wann immer ich rechts liege fängt da genau in der seitlichen Beuge ein widerwärtiger Schmerz an, wie ne Mischung aus Muskelkrampf, Seitenstechen und Hexenschuss. Zuerst dachte ich schon, ich hätte irgendwie komische Wehen, aber da auch nach 10 Minuten Dauer-Schmerz keine Pause kam, war das vom Tisch. Höher und anders lagern mittels Kissen hat nichts geändert. Ich kann also nur noch links rum schlafen, was das Ganze noch blöder macht.

Meine Verdauung hatte auch schon bessere Zeiten, aber ist im Rahmen. Mein Appetit hat große Schwankungen: mal gar kein Hunger, mal könnte ich reinhaun wie.. naja, könnte! Mein Magen hat keinen Platz mehr, wenn ich auch nur etwas über Hunger esse, dann drückt er so ans Herz dass ich mich wahnsinnig unwohl fühle, weil ich den Herzschlag so spüre, und Magenschmerzen bekomme. Führte dazu, dass ich vor Weihnachten auch ein wenig abgenommen hatte, aber ich denke die Kekse und das Raclette zu Silvester haben das wieder ausgebügelt… -.-
Nahezu „Heißhunger“ hab ich die letzte Woche auf Äpfel entwickelt, und zwar Boskoop. Nur die! Dieses schön säuerliche, knackige, aber doch weiche.. mmmmhhhh.. Jeden Abend muss einer sein. 😉 Interesse an Süßigkeiten hab ich dafür glücklicherweise nicht, mit Ausnahme von Waffeln, nachdem ich ein sündhaft leckeres Rezept gefunden hatte.

Die Babybewegungen werden immer weniger. So wenig, dass ich manchmal da sitze und mich sorge. Nur Schluckauf hat der Kleine sehr regelmäßig. Ich habe das Gefühl, dass er waaahhnsinnig weit „innen“ und „unten“ liegt, und ich kaum noch was von ihm mitbekomme. Er verschwindet gerade wirklich völlig in Bauchmitte.

Und wie siehts mit Geburtsbeginn aus? Nun…
Senkwehen hab ich seit über 2 Wochen sehr sehr häufig. Der Bauch wird dabei so bretthart, dass ich manchmal nicht mehr weiß wie ich sitzen und atmen soll. So als wären alle Muskeln bis zum Zerreißen dauer-angespannt. Nicht schmerzhaft, nur tierisch unangenehm. Seit einigen Tagen kommt dabei auch ein gewaltiger Druck nach unten zustande. Ich weiß nicht, ob das Baby dabei einfach nur so ins Becken bohrt, oder ob das wirklich von der Wehe selbst kommt, aber es führt zu stechenden „Schmerzen“ im Beckenknochenbereich auf der Unterseite. (Schmerzen mit Gänsefüße, weil es kein schlimmer Schmerz, aber eine sehr deutliche Missempfindung ist.) All das kommt sehr häufig übern Tag (so 3-4 mal die Stunde etwa, mal deutlich häufiger, mal paar Stunden gar nicht), hat aber von der Qualität her weder was „wellenartiges“ noch Wehencharakter. Ist also nur Vor-Geplänkel. Aber zumindest wohl die nächste Stufe vom Vorgeplänkel.
Verlässliche Anzeichen gibts eigentlich keine. Der Schleimpfropf ist noch da wo er sein soll (zumindest habe ich nichts Gegenteiliges bemerkt). Nur Hormone scheinen ein paar mehr rumzufliegen als sonst – die Brüste spannen gelegentlich und ich sammel Pickel. Der gesamte „untere Bereich“ ist geschwollen und sehr empfindlich (und wohl gut durchblutet, Rasieren gibt daher und mangels Sicht immer ein kleines „Blutbad“), das aber schon seit einiger Zeit.

Ich hoffe einfach nur, dass der Kleine nicht lange überzieht. Der Mann hat diese Woche noch Urlaub, danach wäre ich den ganzen Tag mit dem Kind alleine zu Hause. Abgesehen davon, dass ein Geburtsbeginn dann echt einfach *uncool* wäre (für diesen Notfall würden aber sofort auch die Schwiegers aus der Arbeit heimfahren, die einen kürzeren Weg haben als der Mann, der gut mal 2 Std brauchen kann, je nach Zug), so ist auch schon im Normalzustand mit den Dauer-Senkwehen aufs Kind aufpassen höllisch anstrengend und unangenehm. Ein paar Daumen könnte ich also brauchen! 😉

Go, Baby, go !!!

P1000609

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Auf bald,
Hummelchen