Baby · Beziehung · Entwicklung · Rumpelstilzchen · Wachstumsschub

„Phasen“-Ende??

Pssscccht, das sag ich nur ganz, ganz leise!! Also… ich glaube, diese 3-monatige „Phase“ neigt sich dem Ende, oder ist sogar vorbei.

Seit gut einer Woche, fast schon 2 hab ich hier wieder ein relativ mehr oder weniger sowas wie ausgeglichenes Baby. Er gackert viel, ist gut gelaunt, wach, fit, und den ganzen Tag mit irgendwas beschäftigt. Er strahle und freut sich, spielt mit seinen Spielsachen, den Katzen und ist guter Dinge.

Vor knapp 2 Wochen war das noch anders. Da war ein Montag, an dem ich fast durchgedreht wäre. Ohne Scheiß jetzt, ich war so derb am Ende, ich wusste gar nicht mehr wohin mit meiner Enttäuschung, Verzweiflung, Wut, Machtlosigkeit und Hilflosigkeit. Keiner konnte mir natürlich sagen was er hat, was ihn stört, was ich besser machen könnte oder wann zum Geier mal wieder schöne Zeiten kommen. Und man wieder … naja, sowas wie Spaß und Freude am generellen Mamasein hat. Beides ging mir nämlich unterwegs gewaltig flöten. 😦

Zusätzlich dazu, dass ich ja keine Vorort-Hilfe hab, half mir auch die Hilfe bei den Schwiegers wenig. Also, das Baby hinbringen und dort bespaßen lassen. Dort hatte er meist ausgezeichnete Laune, aber es gab generell 2 Möglichkeiten: entweder ich bin mit dabei und mit Händen und Füßen beschäftigt den Hund zu beschäftigen, und das Baby am Arm zu halten (wir erinnern uns, dass er dort wegen Hund nicht am Boden krabbeln kann) dem es bei mir aber sowas von gewaltig zu fade war. Oder aber, die Oma (wahlweise Opa) hat ihn alleine bespaßt – gefiel ihm super, Pause für Mama und Papa. Ich weiß auch nicht, warum mir DAS so wenig geholfen hat. Ich war dort zwar super entspannt, aber sobald wir daheim die ersten Kreischphasen hatten war ich genau so auf 180 und hatte keinen Bock mehr auf den ganzen Mist. Ja, verzeiht, aber genau das hab ich mir gedacht. „Ich will nicht mehr“ war mein häufigster Gedanke.

Vermutlich war das Abgeben nur deswegen so wenig hilfreich, weil es mir persönlich ja erst wieder kein Erfolgserlebnis mit meinem Baby gebracht hat. Bei mir war er nur anstrengend, unzufrieden. Hat mich angekreischt, wollte nur auf den Arm, aber dort nicht bleiben, wurde aber hysterisch sobald er den Boden berührt. Nichts, aber auch gar nichts hat geholfen (außer rausgehen, was mir nicht 24/7 möglich ist). Er war eine ständige Dauerrückmeldung, wie kacke ich bin. Und das hat mir einfach schwer zugesetzt. Wenn er dann abends im Bett lag hab ich oft geheult, weil ich ihn doch so liebe und so gern schöne Zeit mit ihm hätte, und nicht nur ständig den Gedanken, wie sehr er mich nervt. Ich hab mich scheiße gefühlt, weil ich meinem Baby nicht das geben kann was ich will, weil mein Baby mir nicht das geben kann was ich brauche, und weil wir uns selbst den ganzen Tag vermutlich nur aufn Keks gehen. 😦

Und dann kam dieser Tag, an dem ich abends zusammengeklappt bin. Schon tagsüber war ich nur am Heulen, recht lieblos zum Baby (ich war nicht „böse“, aber ich hab ihn auch nicht so „bekümmert“ die ganze Zeit.. heult er halt mal, ich kanns ja eh nicht ändern. Meine Gedanken waren sehr negativ und sarkastisch und haben mir rückblickend sehr weh getan..), hab selbst nichts auf die Reihe gekriegt, vom Zähneputzen morgens über Haushalt, und war körperlich völlig erschöpft und übermüdet. Schlichtweg, eben am Ende.

Tags darauf war das Kind wie ausgewechselt. Es war wie immer morgens extrem müde, denn unser Dilemma, das zu frühe Aufwachen und nicht mehr Einschlafen, resultierend in massiver Müdigkeit und Übellaunigkeit, bestand ja nach wie vor. Aber nach dem ersten Vormittagsschlaf hatte ich in der Regel wieder *mein* Baby. Das, an das ich mich kaum noch erinnern konnte. Schwierige Stunden tagsüber kamen immer wieder, wurden aber weniger und kürzer. Erstaunlich, wie viel mehr Ruhe und Geduld man mit einem motzigen Baby hat, wenn man nicht konstant zum Zerreißen angespannt ist!

Vor ein paar Tagen dann noch eine Wendung. Normalerweise haben wir ihn so gegen 20Uhr ins Bett gebracht, merkten aber oft, dass er schon deutlich vorher sehr quängelig wurde. Da er aber in der Regel zwischen 5 und 6 Uhr morgens die Nacht für beendet erklärt hatte, hab ich mich einfach nicht getraut ihn eher hinzulegen, hatte Schiss dass er dann noch früher wach wird, und es mir damit noch schlechter gehen würde. Aber dann kam der Punkt, an dem ich mir dachte: hey, wenn du selber schon hundemüde bist, hast du vielleicht nicht gleich ein raunziges Baby das um 5h 300% Bespaßung braucht, und du darfst dir zittrig deinen einzigen Tageskaffee in Ruhe einwerfen. Also einfach mal versucht, und… siehe da: wenn wir ihn um 19Uhr hinlegen schläft er wieder bis knapp 7Uhr, manchmal sogar am Stück!? Ja, also… versteh das wer will. Ich kapiers nicht, nehms aber mit Kusshand!!

Was uns natürlich immer noch plagt, ist der Backenzahn. An insgesamt 3 Stellen ist das Zahnfleisch leicht geschwollen und gerötet, so richtig schieben tut aber nur der erste Backenzahn rechts unten. Das tut er nun schon knapp 3 Wochen, aber zur Zeit gehts wohl ans Eingemachte. Richtig dick ist die Stelle, knubbelig, ich glaube, viel fehlt da nicht mehr. Sehen kann ich nix, fühlen kaum, er reagiert da äußerst energisch wenn ich Anstalten mache reinzulinsen oder gar zu -tatschen! Momentan stört ihn seine Zunge extrem, ständig streckt er sie raus und grabbelt sich mit Fingern und Händen daran und/oder im Mund um – Zeichen genug, dass da was vorgeht. Ich bin ja schon gespannt, rechne in etwa einer Woche mit dem Durchbruch…

Warum jetzt nun eigentlich monatelang Phasenzeit war, weiß ich nicht. Das, was da am Montag endete, war wohl definitiv ein Schub. So kenn ichs von ihm, nur der Übergang war so fließend, weil er ja extrem anstrengend war. Ein sehr hübsches Geschenk hat uns der Schub allerdings gemacht: einen riesen Fortschritt in der Sprache! Bisher war er daran äußerst wenig interessiert, und nun, nachdem er plötzlich doch noch zu brabbeln begonnen hat, kommt nun „Mama!“. Erst war ich mir gar nicht sicher, ob er überhaupt mich damit meint, aber mittlerweile hab ich wirklich viele Situationen gehabt, wo es augenscheinlich war. Meistens ist es eine Aufforderung, ein Bedürfnis zu befriedigen. Wenn beim Essen der Löffel nicht schnell genug kommt dann hör ich ein hetzendes „MAMA!“ („jetz aber mal hopp hier!“), und wenn er verzweifelt und müde ist krabbelt er zu mir, stellt sich an mir hoch und jammert „Mamamamamaaaa..!“ („so tu doch mal endlich was!“). Manchmal kommt er auch nur zu mir und ruft mir ein „Mama!!“ („Hallo!“) entgegen. Zuckersüß, in allen Fällen. Ich schmelze dahin…. Er sagt das übrigens nicht, wenn er von Papa was will. „Papa“ sagt er noch nicht so zielgerichtet. Oft hör ich etwas, das so ähnlich klingt „bwabwabwaa“, aber er macht es mehr so, dass der Eindruck entsteht er würde ihn suchen.. Nicht erstaunlich, dass er damit nach seinem Urlaub begonnen hat.

Wunderschön finde ich auch, dass er „Ich hab dich lieb!“ versteht. Also, ob er die Bedeutung versteht weiß ich natürlich nicht, aber offensichtlich interpretiert er es als etwas schönes, lächelt und grinst immer wenn ichs zu ihm sag und freut sich sichtlich. *herzklopfen*

Ein paar komische Phasen-Features haben wir behalten: er darf mich beispielsweise nicht sehen, wenn er grade ruhig vor sich hinspielt. Sobald er mich entdeckt (im Schlimmstfall wie ich mich gar von ihm entferne!!) heult er auf, krabbelt mir nach und will aufn Arm. Wenn er mich aber gar nicht sieht, ist er friedlich… Eher selten, dass er dann mal herumkrabbelt um mich zu suchen. Also schleiche ich durch die Wohnung, Deckungen nutzend, wenn ich mal Hausarbeit erledigen will… *kicher*

So, das wars erstmal als Update. Auch wenn MrMini grade ein zuckersüßes Schnuckelbaby ist, hängen hier grade einige andere Dinge schief, und mich plagen unschöne Zukunftsängste (die Schwangerschaftshormone machen das auch nicht grad besser).. Oft ist mir daher gar nicht nach bloggen, aber ich hoffe doch, dass sich der Allgemeinzustand mal so ganz *allgemein* bessert… 😉

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Auf bald,
Hummelchen

 

39.SSW · Beziehung

Countdown… ET-9 (der PAPA!)

Gestern abend beim auf der Couch sitzen fällt mir ein: oh, ich müsste ja eigentlich einen Countdown starten!? Ich bin trotzdem nach wie vor so ausm Bauch raus der Meinung, dass ich noch ein paar Tage mehr als diese 9 vor mir hab, aber egal, dann zähl ich eben aufwärts 😀

Weil ich inhaltlich heute sonst nichts zu berichten habe (außer dass mich seit 2 Nächten mein Lavendel im Stich gelassen hat *gäähn*), heute mal ein paar Gedanken zum werdenden Papa. Da muss ich vielleicht ein wenig weiter ausholen, und an den Beginn unserer Beziehung zurückblenden… Ich war damals mitten im Studium, hatte gerade den ersten Abschnitt abgeschlossen, und motiviert (fertig werden, fertig werden, aaahh!) in den 2. gestartet. Mein Leben drehte sich natürlich hauptsächlich ums Studium, aber ich wusste schon ganz ganz ganz genau, dass ich auf jeden Fall und unbedingt Kinder haben wollte, besser früher als später. Mir war klar, dass das während des Studiums nicht geht (schon mal rein wirtschaftlich-rational betrachtet, aber auch was den Rückhalt meiner Familie betrifft, da hätte ich eigentlich auf kaum jemanden zählen können – ich war zu der Zeit ja noch in Österreich), aber damit hatte ich ein wenig gehadert.. Ich war 20, und wusste, so bald wird das nix mit Babys und so. Aber 20 ist ja noch soo jung, und in wenigen Jahren bin ich ja fertig, und DANN, ja DANN gibts ein Baby.

In meinen Freund hab ich mich damals ziemlich schnell ziemlich ordentlich verliebt.. Ich weiß nicht genau, wie ich das sagen soll, aber ich war selbst da ein wenig rational, wenn man das so sagen kann, und habe mir vorab schon Gedanken gemacht „ist das der Eine?“ – und nein, andere Männer, und auch mein erster Freund vor ihm, haben dieser Prüfung nicht standgehalten, und ich war trotzdem liiert (aber mit ziemlich deutlichen „Grenzen“, ohne da jetzt ins Detail gehen zu wollen). Dieser Kerl da aber, den ich (blöderweise!?) über ein PC-Spiel kennen gelernt hab, der hat mir den Kopf verdreht. Schon bevor ich ihm die Hand schütteln konnte, und trotzdem sagte mein Kopf: erst mal schaun obs so bleibt wenn ihr euch wirklich SEHT. Gefühlsmäßig war ich ihm aber zu dem Punkt schon so „verfallen“, dass es mich arg mitgenommen hätte, wenn unser Treffen enttäuschend ausgefallen wäre. Und dann war er endlich bei mir, und ich war so extrem nervös… „da ist er, da ist ER! Und ja, er riecht toll, und er fühlt sich toll an beim Umarmen, und und… ach du Schande, was mach ich denn jetzt nur????“ Meine Güte, ich war ein Wrack 😀 Und der Kerl – total cool, offensichtlich. Entspannt, aber fast schon distanziert. OhGott. Ganze 2 Tage war ich der Meinung .. toll, der is enttäuscht von dir, der hat sich das anders vorgestellt. Aber eindeutig wars nicht, und ich war viel zu feige die Karten mal auf den Tisch zu legen, was anzusprechen oder gar irgendwas zu „tun“. Schließlich musste ich mich als ich kurz zur Uni musste unterwegs auch noch von meiner Oma verspotten lassen, warum ich denn nix mach wenn ich Gewissheit will „ein GuteNachtKüsschen in Ehren, das kann niemand verwehren,“ sang sie, und ich konnte nur entsetzt „Omiii!!!!“ rufen ob ihrer in-den-Arsch-Treterei. Heut bin ich ihr aber dankbar und weiß: ER hätte vermutlich eh nix gemacht *lach* Jedenfalls hab ich mich noch am selben Abend beim Filmgucken angelehnt (gaaanz vorsichtig, sonst wär mir das Herz irgendwo beim Kehlkopf rausgesprungen vor lauter Panik), und das war dann sozusagen der Eisbrecher.. Der Kerl war nicht abgeneigt, er war nur feige und schüchtern. -.-

Also, um den Bogen zurück zu kriegen…. ich war total vernarrt in diesen Mann, und wir haben uns mehr oder weniger bereitwillig (hatten halt keine Wahl) durch insgesamt 4 Jahre Fernbeziehung ge“quält“. Für mich waren die Wochen ohne ihn immer Hölle, er hats ein wenig besser weggesteckt, aber schön fands von uns wohl keiner. Hätten wir gekonnt wie wir wollten, wären wir vermutlich nach einem Jahr oder vielleicht zweien zusammengezogen. Was heißen will – wir haben die Sache schon sehr ernst gemeint, und das hieß für mich auch: Jaaa, dieser tolle Mann wird einmal der Papa von deinen Babys! Wenn da nicht… und hier schiebt sich eine kleine Regenwolke über diese schöne Geschichte – der tolle Mann das völlig anders gesehen hätte. Als wir das erste Mal über so Dinge wie Familie sprachen, da war seine Haltung noch „nöö, brauch ich ned, eigene Kinder mag ich keine haben“ – mir ist schier die Kinnlade davongeflogen. WAS ?! Ich hab dann recht bald recht klar gestellt, dass das für mich … nun, indiskutabel ist, oder wir schauen müssen wo wir da zusammenkommen, weil ich auf JEDEN FALL Kinder will. Er hat sein Veto dann ein wenig aufgeweicht – na, im MOMENT könne er sich das halt unter keinen Umständen vorstellen, schließe aber nicht aus, dass sich das vielleicht in ein paar Jahren ändern würde. Hatte mir in dem Moment gereicht. Bis sich das Ende meines Studiums ankündigte, und ich irgendwie immer im Kopf hatte „danach aber gleich“. Ich hab sicher nicht nur einmal geheult, als klar war, dass ER noch nicht so weit war, ich kann mich auch an eine Phase erinnern, in der ich wirklich verzweifelt war. Aber was soll man machen, ich kann ihm ja auch nicht den „Babyjetzt“-Knopf drücken. Und als er sich dann entschied, einen neuen Ausbildungsweg einzuschlagen, war auch klar, dass der Babyplan erneut ein paar Jahre auf Eis liegt. Hatte ich schon ein wenig dran zu knabbern, aber nützt ja nichts, und im Endeffekt wars ja egal warum, wenn er nicht bereit dazu war, dann war das eben so. Wenigstens war er soweit, dass er klar sagte: Kinder ja, aber noch nicht jetzt.

Schließlich kam dann das Ende der Ausbildung in Reichweite, und … wir begannen tatsächlich aktiv mit der Babyplanung. Ich weiß nicht, ob ihm ganz wohl dabei war, zumindest war er noch nicht überzeugt davon, dass es jetzt sein MUSS, aber er hatte auch nichts mehr dagegen, und wusste, wie sehr mir dieser Wunsch in jeder Gehirn- und Herzwindung steckte. Angesehen hat man ihm diese ersten Bastelmonate nicht viel, aber ich glaube es hat sich schon etwas getan bei ihm. Auch er war zeitweise enttäuscht, wenns nicht geklappt hatte, und als wir unser erstes Baby verloren haben, hat ihn das sehr getroffen. Ich denke an diesem Punkt war ihm klar: oh, es bedeutet ihm mehr als er geahnt hätte.

Die neue Schwangerschaft hat ihn daher gleich ganz anders erwischt: er war von Beginn an so Feuer und Flamme, dass es schon fast ein Kraftakt war, ihn vom Erzählen vor der 12. Woche abzuhalten. Quasi von Anfang an ist er geplatzt vor Stolz, und hat sich auf sein Baby gefreut. Dennoch wurds die letzten Wochen viel intensiver: er ist derjenige, der (fast mehr als ich) ständig Babyverkaufsportale wälzt, Rezensionen zu Babyphones liest.. und jaaaa, er ist derjenige der im Shop ein Bärchenmützchen mit Ohren nicht mehr zurücklegen will, obwohls viel viel zu groß war. („Aber das hat Ooohren! Guck doch mal!! *säusel*“) Und nun ist er es, der quietschende Laute von sich gibt, als er den heiß ersehnten Bärchen-Overall sieht (mannomann *kicher*). Vor allem in letzter Zeit wurde er stetig immer nervöser und aufgeregter, aktuell ist er deutlich hibbeliger als ich (irgendwie hab ich die Ruhe weg), kriegt zeitweise richtige Nervositäts-Schübe und ist fest davon überzeugt dass wir spätestens in 9 Tagen Eltern sind (waaarten wir mal ab *G*). Ich selbst kann so eine fast.. „Total-Wendung“ über die letzten Jahre kaum glauben, aber ich denke, überraschter ist wohl tatsächlich er selbst. Und auch wenn mir sehr früh klar war, dass er mal ein toller, fürsorglicher und beteiligter Papa wird (hey, ich bin beruflich Diagnostiker *g*), dämmert ihm selbst erst jetzt, dass es so ist. Na, wenn das kein Grund ist Hummeln im Hintern zu haben?! ;-D

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Auf bald,
Hummelchen

28.SSW · Beziehung

Verliebt… verlobt!

Zuerst einmal – entschuldigt bitte, dass ich so lange nichts habe von mir hören lassen. Die Hitze hat mich extrem geschafft, noch dazu musste ich in der Arbeit alles übergeben und fertig machen (denn nun feiere ich meinen Resturlaub ab und dann beginnt im September ja der Mutterschutz). Über den Sommer werde ich bestimmt noch mal gesondert schimpfen, aber ein wenig hab ich nach zu holen aus den letzten Wochen.

Am 5.8. schon nämlich hat sich nämlich für uns ein wenig alles verändert… Wir waren auf einem langen Waldspaziergang, sind bei einem See gelandet, machten dort Pause auf einem Bänkchen nahe dem Ufer und plötzlich begibt sich mein Freund Verlobter auf die Knie… 😀

Es ist ja nicht so, dass wir nicht schon mal drüber gesprochen hätten, aber ich war mir so sicher dass ich sämtliche Planungen bzw. Ringkäufe mitbekommen würde, dass ich echt überrascht war wie überraschend das doch kam 😀

Jedenfalls schwebe ich seither ein kleines Stückchen über dem Boden und zähle „Ringlein anstarren“ zu meinen neuesten Hobbies.

Nun steht nur noch zu überlegen, ob wir ganz „unromantisch“ schon vor der Geburt standesamtlich heiraten sollen… würde die Sache mit dem Namen und dem Sorgerecht vereinfachen. Kirchlich samt Feier wird wohl auf jeden Fall noch deutlich länger warten müssen, bis ich eben auch wieder voll arbeite und so… Organisatorisch ist dieses „schnell mal“ aber ein Horror, und zwar wegen der ganzen Dokumente-Nachrennerei (ich bin ja nicht aus D!), das ist so unnötigt kompliziert, dass ich schon ganz taub bin vor lauter Amtsschimmel-Gewiehere. An der Stelle verweise ich ans „Haus das Verrückte macht“ aus Asterix.. 😉

Mal schaun wie das noch so kommt!

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Auf bald,
Hummelchen

26.SSW · Beziehung · emotions

Verlieben…

Ich hab nun schon länger überlegt, ob ich das schreiben soll, und ob ich es überhaupt so formulieren kann, dass es nicht irgendwie falsch rüberkommt und ich für diese Gedanken und Gefühle verurteilt werde… Hm.

Oft lese ich, wie sehr werdende Mamas ihr Bauchbabys „lieben“ würden, und jedes Mal hat sich dann bei mir fast ein wenig schlechtes Gewissen eingeschlichen. Vielleicht ist das ein wenig zu viel der Genauigkeit oder Goldwaagen-Tum, aber wenn ich so ganz genau und kritisch nachfühle… Ich weiß nicht, ich habe nicht das Gefühl, dass ich dieses Wesen schon „liebe“, denn mit der Definition bin ich sehr streng.

Bitte versteht mich nicht falsch… von der ersten Sekunde an, als ich wusste, dass dieses Baby unterwegs ist, und auch davor als prinzipiell die Möglichkeit bestand, ist es mir eins der wichtigsten Dinge in meinem Leben. Ich würde alles tun und alles geben damit es ihm gut geht und es gesund zur Welt kommen darf, und ich würde niemals niemals irgendeine meiner „Befindlichkeiten“ oder Wünsche vor das Wohlergehen meines Babys stellen. Aber ist das schon Liebe?

Ich meine,… ich tu mir schwer mit der Vorstellung, weil ich diesen Minimenschen doch noch gar nicht kenne. Ich liebe seine Existenz, ja, … aber ihn selbst? Nehm ich die Definition zu genau, reicht es, die Vorstellung zu lieben, dass da ein Menschlein kommen wird? Die Frage hab ich mir oft gestellt, wenn eben wieder ein wenig schlechtes Gewissen auf dem Vormarsch war. Bin ich ein schlechter Mensch, oder eine schlechte Mutter, weil ich nicht grade raus sagen kann: ich liebe mein Baby?

Besonders schwer war das wohl zu Beginn, weil ich die ersten 12 Wochen fast nicht mal gewagt habe, mich überhaupt zu freuen. Daran, eine Beziehung zu diesem Minimenschböhnchen aufzubauen, konnte ich schwer arbeiten, weil ich mich schlicht nicht getraut hatte. Natürlich Blödsinn, selbst diese unsinnige Vorsichtshaltung hätte mich nicht „geschützt“ wenn etwas schief gegangen wäre, aber ich konnte eben einfach nicht.

Mittlerweile sieht die Sache aber auch wieder anders aus: ich spüre meinen kleinen Sohn in mir treten, sich drehen und rumwuseln. So sehr das auch alles gedämpft sein mag durch die olle Plazenta und meinen eigenen Speckmantel… Ich spüre ihn! Und was noch viel erstaunlicher ist… ich spüre ihn auf mich reagieren. Ich spüre, dass er inne hält, wenn ich mit ihm rede.. Eigentlich find ich das doof, ich will ihn ja dazu animieren, weiter zu strampeln. Aber wenn ich dann still bin merke ich sofort wieder etwas von innen. Und dann rede ich wieder, und er hält still, als würde er mir zuhören. Als er beim CTG schreiben so wild strampeln musste, ließ er sich auch „beruhigen“ (das mag vielleicht überinterpretiert sein?) durch Zureden und Bauchstreicheln. Irgendwie, diese… Interaktion, so banal (und möglicherweise auch gleich mal völlig falsch interpretiert) sie auch sein mag.. irgendwie bringt uns das… näher.

Ich merke, wie es ganz fluffig in meinem Bauch wird, wenn er sich nach einer ruhigen Phase mit einem Tritt meldet, ganz genau wie Verliebtheits-Schmetterlinge. Ganz plötzlich, und auch wenn es nur für einen Moment ist, da sind alle anderen Gedanken weg, ich muss lächeln und die Hand auf den Bauch legen, wenn ich alleine (oder in vertrauter Gesellschaft) bin, rede ich dann auch kurz mit ihm. Es ist so schön, dass wir uns gegenseitig wahr nehmen können, und ich habe nun den perfekten Vergleich, wie sich das anfühlt:

Mein Freund und ich haben uns per Internet kennen gelernt, und ein halbes Jahr, bevor wir uns sehen konnten, haben wir nur auf diese Weise kommunizieren können. Wir konnten uns nicht mal die Hände schütteln, geschweige denn umarmen, und trotzdem.. hab ich mich in dieser Zeit in ihn verliebt, und das Warten, bis ich ihn endlich tatsächlich umarmen dufte, schien mir quälend lange. Und ich fühle mich gerade wieder erinnert.

So ähnlich geht es mir nämlich grade wieder. Ich weiß noch nicht ganz genau, wer da auf mich zukommt, welcher kleine Mensch da ab November mein Leben maßgeblich bestimmen wird, aber… ich kann es nicht mehr erwarten, denn ich verliebe mich jeden Tag ein Stückchen mehr. In 100 Tagen…

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Auf bald,
Hummelchen

22.SSW · Beziehung · Gedanken

Gefühls-Dinge

So, nun bin ich wieder zurück im Lande. Die letzte Woche stand Verwandtschaftsbesuch-Urlaub auf dem Programm – unser einziger Urlaub schon seit einigen Jahren. 800km von meiner Familie wegzuwohnen ist auch in dieser Hinsich ein Handicap, da eben vorausgesetzt wird dass ich zumindest einmal im Jahr komme, und dann meist kein Geld für andere Aktionen bleibt. Aber gut – zu mindestens 80% genieße ich es auch immer sehr.

Ein wenig Sorge hatte ich was die Autofahrten betrifft. Rückblickend kann ich aber sagen: problemfrei. Wir sind fast durchgefahren (also nur Fahrerwechsel und Klopausen) und sind super durchgekommen. Nur bei der Rückfahrt hatte ich Probleme mit extrem geschwollenen Füßen, die haben sich aber mittlerweile auch wieder beruhigt.

Einquartiert waren wir bei der Omi, nein bei der künftigen Urli-Oma! (Jaja, da wo ich herkomme sagt man so dazu) Diese hat, ohnehin schon nahe am Wasser gebaut, kaum die Augen trocken halten können. Von der Begrüßung abgesehen haben natürlich sämtliche Babythemen mindestens ein Glitzern im Augenwinkel verursacht, und als sie erfahren hat, dass es wohl ein Bub wird wars vorüber (sie hatte sich immer sooo sehr Söhne/Neffen/Enkel gewünscht, aber es kamen ausnahmslos 7 Mädchen..). Es war so schön, zu sehen wie sehr sie sich gefreut hat, das tat richtig gut *hach*. Und, sie hatte natürlich schon gestrickt. Ich wusste ja, dass sie das kann, aber als ichs gesehen hab war ich auch ehrlich platt – maschinell könnts nicht besser sein!! Leider geben das die Fotos nicht so gut wieder, aber hier mal ein Einblick:

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Der Besuch bei den Eltern war ein von vornherein sehr schwierig. Vielleicht erinnert sich die ein oder andere, dass ich ein äußerst schwieriges Verhältnis zu meiner Mutter habe, was leider auch meine Beziehung zu Papa in Mitleidenschaft zieht, der ihr treu ergeben ist (ja, man lese Sarkasmus, ich kann ja nicht schreiben „hörig“, oder? Politisch korrekt könnte man es auch einfach eine klassische Co-Abhängigkeit nennen, aber das tut eigentlich nix zur Sache.) In der Vergangenheit wars also so, dass ich nicht mit Papa Kontakt haben konnte/durfte, ohne an ihr vorbeizukommen, worauf ich dann prinzipiell verzichtet hab. Seit nunmehr 2 Jahren haben er und ich aber so eine Art Übereinkommen, dass er aufhört mich zu Kontakt zu nötigen, ich dafür entgegenkomme wann und wie immer möglich, aber sobald er mich wieder (be)drängt ist Schluss. Hätte nicht gedacht, dass es klappt, aber bisher sind wir zwischenfallsfrei! Kein leidender Anruf nach dem Nicht-Gratulieren zum Muttertag oder ähnliches. Ich darf zufrieden sein!

Ähnlich lief es auch dieses Jahr: beim Besuch ließen sie mir die nötige Distanz (ich musste mich nicht umarmen lassen, niemand wollte an den Bauch fassen oder hat persönliche Baby-Fragen gestellt), ich kann also mit dem Verlauf sehr zufrieden sein. Ich kann jetzt auch nicht sagen, dass er Besuch „schön“ war, aber er war sehr ok, und ich konnte ohne Streit meinen Papa sehen. Die Alkoholausdünstungen und den Zustand der Wohnung verdränge ich dann mal wieder lieber….

Was ich eigentlich auch besser verdrängen möchte ist alles, was mit meiner Schwester zu tun hat. Damals hatte sie, als ich weggezogen bin meine Wohnung übernommen (geschenkt bekommen trifft es besser, denn es war eine baufällige Ruine, in die ich mit Hilfe von Sparbüchern, Bausparverträgen und Verwandten erstmal 10.000€ stecken musste, bis sie mit fließendem Warmwasser bewohnbar war – sie musste mir aber 300€ für die bis aufs Bett komplette Einrichtung geben; trotzdem wurde oft genug betont, hauptsächlich von unserer Mutter, dass sie immer zu kurz gekommen sei weil für sie angeblich! nicht so viel gespart worden sei *HUST*). Jedenfalls ist sie mittlerweile ausgezogen, und die Wohnung ist in einem gar gräßlichen Zustand… Es hat mir wirklich weh getan, zu sehen was aus der Wohnung wurde, in die ich mein Herzblut gesteckt hatte, die mich mit 17 von zuhause „gerettet“ hatte. Autsch. Was wirklich genau passiert ist, kann ich nicht sagen, es gibt Erzählungen, es gibt Theorien… aber ich will nicht zu sehr ins Detail gehen. Autsch, wie gesagt.

Aber es ist nicht nur das… Bei meinem ganzen Besuch ließ sie sich nicht ein einziges Mal blicken. Nun denn…

Aber wieder ein Abstecher zu was Schönem: die 10jährige Abiturfeier war absolut nett, es war schön die alten Gesichter wiederzusehen, und wir alle wollten konnten nicht glauben, dass das schon ZEHN JAHRE her ist! Wirklich verändert hat sich kaum jemand, und wir sind auch so verblieben, dass wir uns vielleicht schon vorm 20jährigen sehen wollen.

Ebenso schön war es, die (etwa gleichalte) Cousine zu fragen, ob sie unsere (zweite, weil evangelisch) Taufpatin werden möchte. Sie hat sich sehr gefreut, sagte, dass sie schon gehofft hat aber sich nicht fragen traute, weil sie dachte wir würden lieber jemanden nehmen, der näher ist und von dem das Baby mehr hat… Schon allein wegen dieser pro-Baby selbstlosen Äußerung wurde ich nochmal bekräftigt, dass die Wahl richtig war. Denn die andere (21jährige, wie meine Schwester) Cousine war prompt extrem beleidigt und hat schon bevor sies wusste immer wieder spitze Kommentare gefahren wie „ihr nehmt aber eh nicht xyz, oder??“ und als sies dann wusste kam nur so Zeug wie „meinst du wirklich dass du da eine gute Wahl getroffen hast?“. Nachdem ich ihr klipp und klar gesagt hab, dass unsere künftige Patin von allen am meisten am Baby interessiert ist und ständig Hilfe und Unterstützung anbietet, war die jüngere Cousine natürlich beleidigt, ich wisse ja auch gar nicht dass sie kürzlich Babyklamöttchen angeguckt hätte (äh, tschuldige, und davon hab ich dann … was? Ich weiß, ich bin gemein..) und postete umgehend auf Facebook: „Momente in denen man merkt, dass vertraute Verwandte sich wirklich entfernen… The Jeff Dunham-Show gucken und etwas trinken.“
Mir war ja gar nicht klar, wie beleidigt man sein kann, nur weil man nicht Pate wird. Enttäuschung hätte ich ja verstanden, aber mal ganz abgesehen von den logischen Kriterien, die ich in meine Wahl miteinbezogen habe, denke ich wäre die richtige „Rangordnung“ fürs Patenamt: Schwester – ältere Cousine – jüngere Cousine. So beleidigt sein braucht man dann auch nicht, find ich. Ich hätte sie ja wirklich gerne als Patin fürs möglicherweise künftige 2. Kind gehabt, aber mit der Aktion hat sie sich eigentlich ins Aus befördert. Schade…

Nunja, aber ich muss sagen, auch das überrascht mich irgendwie wenig… Ja ich weiß, meine Familie ist… *anders*. Auch ein Mitgrund, warum es mir 360 Tage im Jahr kaum schwer fällt, 800km weit entfernt zu sein. Trotzdem war das einer der schönsten Aufenthalte – wir waren auch schwimmen, in Wien mit (völlig unkomplizierten *g*) Freunden unterwegs, ich habe so viele alte Bekannte wiedergesehen, wir haben einfach viel gemacht und ich konnte daher viel mitnehmen. Wirklich erholt bin ich nach dem Urlaub zwar nicht, aber den Resturlaub spar ich lieber für vorm Mutterschutz und der Freund für November…

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Auf bald,
Hummelchen

13.SSW · Beziehung · emotions

Geburts-Tag

Gestern war der 27.April 2012. Ich habe mich seit September auf diesen Tag gefürchtet. Jeden Monat, den ich nicht schwanger war, habe ich mich ein wenig mehr gefürchtet. Ich hatte regelrecht Horror davor, diesen Tag auch noch nicht schwanger überstehen zu müssen.

Gestern hätte mein „Fleckchen“ zur Welt kommen sollen, und ich sollte Mama sein, und zusammen mit dem Papa überglücklich unser Kind bestaunen.

Mir war klar, dass dieser Tag, egal wie etwas besonderes sein würde. Ich hatte ursprünglich geplant, den Tag als „Trauertag“ zu betrachten, aber je näher er kam, desto mehr war ich davon überzeugt dass das falsch ist. Trauertag? Es hätte doch eigentlich der schönste Tag in meinem (bisherigen) Leben werden sollen, der ein völlig neues Kapitel in meinem Leben einläutet, das kaum noch mit dem vorherigen vergleichbar sein würde. Ich wollte doch an diesem Tag Freudentränen weinen. Und nun, nur weil es nicht so sein sollte, muss ich traurig sein? Muss es ein schwarzer Tag sein? Kann den mein Fleckchen was dafür, dass es nicht bleiben durfte? Hat es verdient, dass an diesem seinem Feiertag seine Mama heult und Trübsal bläst?

Ich war der Überzeugung, dass ich den Tag viel lieber feiern wollte. Dass ich – im Positiven – an mein erstes Kind denken wollte. Dass ich darüber staunen will, dass ich nun hätte Mama sein können, und wie das wohl wäre… Aber wie soll ich denn so was feiern?

Schlussendlich saßen mein Freund und ich da, zündeten eine Kerze an, sprachen über die Vergangenheit, über die erste Schwangerschaft und die Zeit danach, über das was gerade ist, und das was noch vor uns liegt. Wie wir das machen wollen, wie es wohl wird als Eltern. Wie sich das so anfühlt, Mama und Papa zu sein. Wie wir die Zimmerwand streichen, welche Wiege wir wollen, und wie viel Taschengeld unser Kind mit 16 bekommen soll. Kraut und Rüben. Es war schön.

Und nun, ist er vorbei. Der 27. April, an dem mein Baby hätte zur Welt kommen soll. Gestern war auch der Tag, an dem nach meinem Zyklus-Temperatur-Kalender die 12. Woche dieser neuen Schwangerschaft zu Ende ging. Und ich bin sehr dankbar für diesen Zufall.

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Auf bald,
Hummelchen

12.SSW · Beziehung · emotions

Wahrsager-Omi

Ohmannomann, ich sitz hier und bin grad total aus dem Häuschen.. Grade eben hab ich bei meiner Omi angerufen, und mit ihr halt so telefoniert, wie wirs eigentlich jede Woche machen. Und auf einmal……

Omi: Duuuu, H., duuu… ich muss dich jetzt amal was fragen! *seltsam flötender Ton*
Hummelchen: Jaaaaa… ??
O: Duuuu… sag amal, tust du mir vielleicht was verheimlichen??
H: *panik* Iiiich??? Was, wiiiee?? Wie kommst du denn daraauf? *ganz schockiert, musst ich gar nicht spielen*
O: Nix Schlimmes! Ich mein was ganz Schöönes!
H: Na, also Omi!! Was meinst du denn ??? *nach Worten ringend*
O: Ach.. ich dachte nur.. weil du mir doch letztens gesagt hast, ich soll im nächsten Frühjahr zu euch fliegen! Da dachte ich, vielleicht gibts im Frühjahr eine Überraschung??
H: Also, ähm.. öh… nöööö, im FRÜHJAHR gibts keine Überraschung! *phew, nicht gelogen, ne??*
O: *fast ein wenig enttäuscht* Achso, ich dachte so, weil….
H: Ja Omi du hast doch immer gesagt du wolltest uns besuchen nächstes Jahr, wenns nicht so heiß ist, und da ist halt im Frühjahr…
O: Jajaaaaa… aber trotzdem… Ich hatt da so ein Gefühl..
H: Hast schon wieder vom blonden Jungen geträumt, was? (träumt sie ständig *hehe*)
O: Nein nein! Ein Määädchen! Eins mit dunkelbraunen Locken, wie der Papa!!!
H: *schluck* (wie in meinem Traum, ne? *heißundkaltwerd*) Aber Omi.. ein Mädchen?? (Omi mag Jungs lieber, und ich wusste nicht was ich sagen sollte…)
O: Jajaa, ein Mädchen! Und ich hab mich ja gaaar nicht gefreut, neeeiiin *lacht herzlich* Urlioma, jajaaa… *seufz*
H: *schwitzt und beißt sich auf die Zunge*
O: Und du hast ja immer gesagt, du wolltest unbedingt vor 30, gell!?
H: Ach, Omi.. du weißt, sowas würd ich dir gleich sagen wenns geht… (Stimmt ja auch, sie hatte ja gesagt, ich soll nicht bevors sicher is, ne!)
O: Jaja, …. das weiß ich ja… Aber ich hab mir halt so gedacht……

Nun ja… nun sitz ich da, mit blutiger Zunge vom Draufbeißen, und freu mich umso mehr wenn ichs ihr dann (nach Dienstag!! *standhaft*) erzählen darf. Da kommen dann „leider“ noch Geburtstage von Tante und Schwester, den Tag werd ich auch nicht nehmen, aber dann am Wochenende schätz ich.
Ohgott, und ich weiß nun wie sehr sie sich freuen wird!! HACH!! Wird das schöööön!!

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Auf bald, Hummelchen

11.SSW · Beziehung · emotions

Großeltern werden…

Seit Wochen haben wir uns schon darauf gefreut, den werdenden Großeltern (väterlicherseits) die tollen Neuigkeiten erzählen zu dürfen!

Dazu muss gesagt sein, dass wir ein sehr gutes Verhältnis zu ihnen haben, und sogar ich mich bei ihnen sehr gut aufgehoben fühle. Zu Zeiten, als wir noch eine Fernbeziehung führen musste, war ich oft wochenlang (unifreie Zeit im Sommer) zu Gast, und wurde wie selbstverständlich mitgefüttert *lach* Ich hab mich also von Anfang an sehr herzlich willkommen gefühlt, und es gab (soweit ich weiß beiderseitig) nie irgendwelche ablehnenden Gefühle. Für mich ist das ein besonderer Segen und Balsam für meine Seele, da mein Verhältnis zu meiner eigenen Familie ja so kompliziert und teils schlecht ist. So viel Ruhe und Geborgenheit kannte ich nicht, und dieses Harmonie-Dings schmeckt schon lecker! ;-D

Jedenfalls, da wir uns eben so gut verstehen, hatten wir ihnen damals auch erzählt, als wir unser Fleckchen verloren hatten. Eigentlich wollte ich das nicht – sie sollten ja nicht vorgewarnt werden dass wir an Enkeln basteln, und schon gar nicht auf die Art und Weise. Aber irgendwie tat es unglaublich gut, es mit jemandem zu teilen, und sie waren dann auch sofort da und haben uns mit einem Waldspaziergang ein wenig auf andere Gedanken gebracht.

Daher dachte ich also, es würde wohl keine allzu große Überraschung sein, wenn wir es ihnen nun erzählen. Grade deshalb wollte ich es ein wenig witziger gestalten. Und Ostern bot mir da eine gute Gelegenheit…

Grundlage war das Ultraschallbild, das folgendermaßen verziert wurde:

Dieses Bildchen wollte ich nun im Inneren von einem großen „Kinder-Überraschung“ (haha) Ei verstecken.

Ich war ein wenig besorgt, dass es nach dem Auseinander nehmen nicht mehr halten würde oder zu mitgenommen aussehen könnte, aber bis auf eine leicht zerknitterte Optik ging alles gut:

Bewaffnet mit dem Ei und zwei Frühstücksbrettchen (beschriftet mit „ein Brettchen für Opa/Oma“ – damit können sie sich schonmal langsam mit dem neuen Zustand vertraut machen *gnihi*) machten wir uns also auf den Weg.

Gleich beim Parken aber eine kleine Ernüchterung: Uije, seine Großeltern waren auch da. So war das nicht geplant! Wir wollten doch erst nach der 12. Woche den anderen Verwandten erzählen! Ich hatte an dem Punkt wirklich viel Bauchweh und war drauf und dran einen Rückzieher zu machen, aber der Freund war so in Verkündungslaune, gepaart mit absoluter alles-wird-gutgehen-Sicherheit dass ich relativ chancenlos war … *seufz*

Nunja, mit viel Herzrasen haben wir uns also erstmal die Eltern geschnappt (Großeltern saßen vom TV und somit ließ sich das gut trennen), packten ihnen das Ei in die Hand und sagten, sie müssten es gleich aufmachen, da seien so tolle Überraschungen drin *tihihi*. Ich war mir an dem Punkt sicher, dass sie eh schon wüssten, was das soll. Aber nix! Sie packen also das Ei aus, der Vater nimmt den Zettel raus, schaut ihn an, gibt ihn ihr, fängt an zu lachen, sie begutachtet ihn, sie schauen sich an, schauen uns einen Moment verwirrt an (es war wirklich ein „Sicker-Witz“, göttlich!!!), aber im nächsten Augenblick war ihnen dann schon klar was es damit auf sich hatte. 😀 Sie haben sich sehr gefreut, und uns gratuliert… Die zukünftige Oma war fast ein wenig mitgenommen, war wie vor den Kopf gestoßen, sehr gerührt und nachher beim Schnitzel fertig machen total verpeilt *lach* und meinte nur, dass sie gar nicht weiß was sie sagen soll, leicht schniefend. Der zukünftige Opa hat nur gegrinst wie noch was, und meinen Freund bei jeder Gelegenheit getätschelt, geknufft, gegen die Schulter geboxt oder sonstwie zugezwinkert 😀 zu herrlich! Und ich hab mich sehr gefreut, dass wir sie mit den Neuigkeiten doch so „erwischt“ hatten, damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Natürlich konnt ichs nicht lassen, trotzdem zu betonen, dass wir noch 2 unsichere Wochen vor uns haben….

Ein wenig.. ernüchternd war dann die erste Reaktion seiner Großeltern. Seine Oma hat sich zwar sehr gefreut, ist aber wohl der Annahme, dass es ein „Unfall“ war (immerhin sind wir ja nicht verheiratet!) und betonte ein paar Mal „ja, aber das ist doch was Gutes!“ – JA ZUM GEIER! -.- Aber wenigstens hat sie sich gefreut. Sein Großvater hat das Ganze mit exakt nicht einem Wort kommentiert. Nicht eines! Er hat sich zwar ihrem Umarmen angeschlossen, aber das wars auch. Zuerst dachte ich, er hats irgendwie nicht so richtig verstanden, aber auch das war später auszuschließen. Gut, vielleicht bin ich ein wenig zu streng, immerhin hat er grade Chemotherapie und bestimmt andere Dinge im Kopf, aber trotzdem: für alles andere hat er sich ausgiebig interessiert (neuer Job vom Freund, wer lieber Hühnchenteile oder Hühnchenschnitzel isst), zu jedem Sachthema (Politik, Öko-Strom, Fußball, etc…) eine Meinung, aber nicht mal ein knappes „Glückwunsch“ für uns im Repertoire. Und darum, ja muss ich sagen, ich bin ein wenig eingeschnappt. Ich hätts verstanden wenn er grad für nix nen Kopf hat, aber wenn alles andere interessant ist, nur DAS nicht, tjoa. 😦 Das Netteste war, als er zu mir zum Abschied meinte, ich solle ja gut auf mich aufpassen, aber nach geschlagenen 6 kommentarfreien Stunden zusammen hats das auch nicht rausgerissen. Nunja, muss ich wohl damit leben.

Rückblickend wär es mir aber doch sehr lieb gewesen, wir hätten gestern eben nur die Eltern vom Freund zur Verfügung gehabt, dann hätten wir vielleicht auch ein wenig drüber sprechen können. Freund-Vater, wohl ein absoluter Familienmensch, verfiel zeitweise in Schwärmereien bzw. Erzählungen, und wir konnten uns doch über ein paar Dinge mit ihm unterhalten (zB wissen wir nun, dass auch der Freund in dem KH zur Welt kam, wo wir hin wollten, und sie dort sehr zufrieden waren; aber auch wie wir die Wohnung gestalten, wie ich das mit meinem Job mache – er betonte, dass er so wie die Sachlage grade ist auch der Meinung ist dass das Timing perfekt war und wir nicht bis jenseits der 30 warten wollten, Kindergärten, Hebammen, Urlaub mit Kind und was ihm sonst noch so einfiel…), aber nachdem der Freund-Großvater die Anekdote von der Freund-Geburt kurz damit kommentierte, dass er die damals werdende Mama ja ins KH gefahren hat und dann vom werdenden Papa dort abgelöst wurde, weil sie noch auf einer Feier waren, wo sie verkündeten grade Großeltern zu werden, hat er die Unterhaltung gekonnt in eine andere Richtung gelenkt und für unser Thema war damit dann wieder Sendepause.

Nunja, läuft halt nicht immer alles perfekt, aber wir sind sehr froh, dass wir uns nun gemeinsam mit den Großeltern-in-spe freuen können, und dass wir eine so gelungene Überraschung präsentieren konnten. Hach, wird das schön! 😀

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Auf bald,
Hummelchen