13.SSW · Beziehung · emotions

Geburts-Tag

Gestern war der 27.April 2012. Ich habe mich seit September auf diesen Tag gefürchtet. Jeden Monat, den ich nicht schwanger war, habe ich mich ein wenig mehr gefürchtet. Ich hatte regelrecht Horror davor, diesen Tag auch noch nicht schwanger überstehen zu müssen.

Gestern hätte mein „Fleckchen“ zur Welt kommen sollen, und ich sollte Mama sein, und zusammen mit dem Papa überglücklich unser Kind bestaunen.

Mir war klar, dass dieser Tag, egal wie etwas besonderes sein würde. Ich hatte ursprünglich geplant, den Tag als „Trauertag“ zu betrachten, aber je näher er kam, desto mehr war ich davon überzeugt dass das falsch ist. Trauertag? Es hätte doch eigentlich der schönste Tag in meinem (bisherigen) Leben werden sollen, der ein völlig neues Kapitel in meinem Leben einläutet, das kaum noch mit dem vorherigen vergleichbar sein würde. Ich wollte doch an diesem Tag Freudentränen weinen. Und nun, nur weil es nicht so sein sollte, muss ich traurig sein? Muss es ein schwarzer Tag sein? Kann den mein Fleckchen was dafür, dass es nicht bleiben durfte? Hat es verdient, dass an diesem seinem Feiertag seine Mama heult und Trübsal bläst?

Ich war der Überzeugung, dass ich den Tag viel lieber feiern wollte. Dass ich – im Positiven – an mein erstes Kind denken wollte. Dass ich darüber staunen will, dass ich nun hätte Mama sein können, und wie das wohl wäre… Aber wie soll ich denn so was feiern?

Schlussendlich saßen mein Freund und ich da, zündeten eine Kerze an, sprachen über die Vergangenheit, über die erste Schwangerschaft und die Zeit danach, über das was gerade ist, und das was noch vor uns liegt. Wie wir das machen wollen, wie es wohl wird als Eltern. Wie sich das so anfühlt, Mama und Papa zu sein. Wie wir die Zimmerwand streichen, welche Wiege wir wollen, und wie viel Taschengeld unser Kind mit 16 bekommen soll. Kraut und Rüben. Es war schön.

Und nun, ist er vorbei. Der 27. April, an dem mein Baby hätte zur Welt kommen soll. Gestern war auch der Tag, an dem nach meinem Zyklus-Temperatur-Kalender die 12. Woche dieser neuen Schwangerschaft zu Ende ging. Und ich bin sehr dankbar für diesen Zufall.

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Auf bald,
Hummelchen

12.SSW · Beziehung · emotions

Wahrsager-Omi

Ohmannomann, ich sitz hier und bin grad total aus dem Häuschen.. Grade eben hab ich bei meiner Omi angerufen, und mit ihr halt so telefoniert, wie wirs eigentlich jede Woche machen. Und auf einmal……

Omi: Duuuu, H., duuu… ich muss dich jetzt amal was fragen! *seltsam flötender Ton*
Hummelchen: Jaaaaa… ??
O: Duuuu… sag amal, tust du mir vielleicht was verheimlichen??
H: *panik* Iiiich??? Was, wiiiee?? Wie kommst du denn daraauf? *ganz schockiert, musst ich gar nicht spielen*
O: Nix Schlimmes! Ich mein was ganz Schöönes!
H: Na, also Omi!! Was meinst du denn ??? *nach Worten ringend*
O: Ach.. ich dachte nur.. weil du mir doch letztens gesagt hast, ich soll im nächsten Frühjahr zu euch fliegen! Da dachte ich, vielleicht gibts im Frühjahr eine Überraschung??
H: Also, ähm.. öh… nöööö, im FRÜHJAHR gibts keine Überraschung! *phew, nicht gelogen, ne??*
O: *fast ein wenig enttäuscht* Achso, ich dachte so, weil….
H: Ja Omi du hast doch immer gesagt du wolltest uns besuchen nächstes Jahr, wenns nicht so heiß ist, und da ist halt im Frühjahr…
O: Jajaaaaa… aber trotzdem… Ich hatt da so ein Gefühl..
H: Hast schon wieder vom blonden Jungen geträumt, was? (träumt sie ständig *hehe*)
O: Nein nein! Ein Määädchen! Eins mit dunkelbraunen Locken, wie der Papa!!!
H: *schluck* (wie in meinem Traum, ne? *heißundkaltwerd*) Aber Omi.. ein Mädchen?? (Omi mag Jungs lieber, und ich wusste nicht was ich sagen sollte…)
O: Jajaa, ein Mädchen! Und ich hab mich ja gaaar nicht gefreut, neeeiiin *lacht herzlich* Urlioma, jajaaa… *seufz*
H: *schwitzt und beißt sich auf die Zunge*
O: Und du hast ja immer gesagt, du wolltest unbedingt vor 30, gell!?
H: Ach, Omi.. du weißt, sowas würd ich dir gleich sagen wenns geht… (Stimmt ja auch, sie hatte ja gesagt, ich soll nicht bevors sicher is, ne!)
O: Jaja, …. das weiß ich ja… Aber ich hab mir halt so gedacht……

Nun ja… nun sitz ich da, mit blutiger Zunge vom Draufbeißen, und freu mich umso mehr wenn ichs ihr dann (nach Dienstag!! *standhaft*) erzählen darf. Da kommen dann „leider“ noch Geburtstage von Tante und Schwester, den Tag werd ich auch nicht nehmen, aber dann am Wochenende schätz ich.
Ohgott, und ich weiß nun wie sehr sie sich freuen wird!! HACH!! Wird das schöööön!!

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Auf bald, Hummelchen

11.SSW · Beziehung · emotions

Großeltern werden…

Seit Wochen haben wir uns schon darauf gefreut, den werdenden Großeltern (väterlicherseits) die tollen Neuigkeiten erzählen zu dürfen!

Dazu muss gesagt sein, dass wir ein sehr gutes Verhältnis zu ihnen haben, und sogar ich mich bei ihnen sehr gut aufgehoben fühle. Zu Zeiten, als wir noch eine Fernbeziehung führen musste, war ich oft wochenlang (unifreie Zeit im Sommer) zu Gast, und wurde wie selbstverständlich mitgefüttert *lach* Ich hab mich also von Anfang an sehr herzlich willkommen gefühlt, und es gab (soweit ich weiß beiderseitig) nie irgendwelche ablehnenden Gefühle. Für mich ist das ein besonderer Segen und Balsam für meine Seele, da mein Verhältnis zu meiner eigenen Familie ja so kompliziert und teils schlecht ist. So viel Ruhe und Geborgenheit kannte ich nicht, und dieses Harmonie-Dings schmeckt schon lecker! ;-D

Jedenfalls, da wir uns eben so gut verstehen, hatten wir ihnen damals auch erzählt, als wir unser Fleckchen verloren hatten. Eigentlich wollte ich das nicht – sie sollten ja nicht vorgewarnt werden dass wir an Enkeln basteln, und schon gar nicht auf die Art und Weise. Aber irgendwie tat es unglaublich gut, es mit jemandem zu teilen, und sie waren dann auch sofort da und haben uns mit einem Waldspaziergang ein wenig auf andere Gedanken gebracht.

Daher dachte ich also, es würde wohl keine allzu große Überraschung sein, wenn wir es ihnen nun erzählen. Grade deshalb wollte ich es ein wenig witziger gestalten. Und Ostern bot mir da eine gute Gelegenheit…

Grundlage war das Ultraschallbild, das folgendermaßen verziert wurde:

Dieses Bildchen wollte ich nun im Inneren von einem großen „Kinder-Überraschung“ (haha) Ei verstecken.

Ich war ein wenig besorgt, dass es nach dem Auseinander nehmen nicht mehr halten würde oder zu mitgenommen aussehen könnte, aber bis auf eine leicht zerknitterte Optik ging alles gut:

Bewaffnet mit dem Ei und zwei Frühstücksbrettchen (beschriftet mit „ein Brettchen für Opa/Oma“ – damit können sie sich schonmal langsam mit dem neuen Zustand vertraut machen *gnihi*) machten wir uns also auf den Weg.

Gleich beim Parken aber eine kleine Ernüchterung: Uije, seine Großeltern waren auch da. So war das nicht geplant! Wir wollten doch erst nach der 12. Woche den anderen Verwandten erzählen! Ich hatte an dem Punkt wirklich viel Bauchweh und war drauf und dran einen Rückzieher zu machen, aber der Freund war so in Verkündungslaune, gepaart mit absoluter alles-wird-gutgehen-Sicherheit dass ich relativ chancenlos war … *seufz*

Nunja, mit viel Herzrasen haben wir uns also erstmal die Eltern geschnappt (Großeltern saßen vom TV und somit ließ sich das gut trennen), packten ihnen das Ei in die Hand und sagten, sie müssten es gleich aufmachen, da seien so tolle Überraschungen drin *tihihi*. Ich war mir an dem Punkt sicher, dass sie eh schon wüssten, was das soll. Aber nix! Sie packen also das Ei aus, der Vater nimmt den Zettel raus, schaut ihn an, gibt ihn ihr, fängt an zu lachen, sie begutachtet ihn, sie schauen sich an, schauen uns einen Moment verwirrt an (es war wirklich ein „Sicker-Witz“, göttlich!!!), aber im nächsten Augenblick war ihnen dann schon klar was es damit auf sich hatte. 😀 Sie haben sich sehr gefreut, und uns gratuliert… Die zukünftige Oma war fast ein wenig mitgenommen, war wie vor den Kopf gestoßen, sehr gerührt und nachher beim Schnitzel fertig machen total verpeilt *lach* und meinte nur, dass sie gar nicht weiß was sie sagen soll, leicht schniefend. Der zukünftige Opa hat nur gegrinst wie noch was, und meinen Freund bei jeder Gelegenheit getätschelt, geknufft, gegen die Schulter geboxt oder sonstwie zugezwinkert 😀 zu herrlich! Und ich hab mich sehr gefreut, dass wir sie mit den Neuigkeiten doch so „erwischt“ hatten, damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Natürlich konnt ichs nicht lassen, trotzdem zu betonen, dass wir noch 2 unsichere Wochen vor uns haben….

Ein wenig.. ernüchternd war dann die erste Reaktion seiner Großeltern. Seine Oma hat sich zwar sehr gefreut, ist aber wohl der Annahme, dass es ein „Unfall“ war (immerhin sind wir ja nicht verheiratet!) und betonte ein paar Mal „ja, aber das ist doch was Gutes!“ – JA ZUM GEIER! -.- Aber wenigstens hat sie sich gefreut. Sein Großvater hat das Ganze mit exakt nicht einem Wort kommentiert. Nicht eines! Er hat sich zwar ihrem Umarmen angeschlossen, aber das wars auch. Zuerst dachte ich, er hats irgendwie nicht so richtig verstanden, aber auch das war später auszuschließen. Gut, vielleicht bin ich ein wenig zu streng, immerhin hat er grade Chemotherapie und bestimmt andere Dinge im Kopf, aber trotzdem: für alles andere hat er sich ausgiebig interessiert (neuer Job vom Freund, wer lieber Hühnchenteile oder Hühnchenschnitzel isst), zu jedem Sachthema (Politik, Öko-Strom, Fußball, etc…) eine Meinung, aber nicht mal ein knappes „Glückwunsch“ für uns im Repertoire. Und darum, ja muss ich sagen, ich bin ein wenig eingeschnappt. Ich hätts verstanden wenn er grad für nix nen Kopf hat, aber wenn alles andere interessant ist, nur DAS nicht, tjoa. 😦 Das Netteste war, als er zu mir zum Abschied meinte, ich solle ja gut auf mich aufpassen, aber nach geschlagenen 6 kommentarfreien Stunden zusammen hats das auch nicht rausgerissen. Nunja, muss ich wohl damit leben.

Rückblickend wär es mir aber doch sehr lieb gewesen, wir hätten gestern eben nur die Eltern vom Freund zur Verfügung gehabt, dann hätten wir vielleicht auch ein wenig drüber sprechen können. Freund-Vater, wohl ein absoluter Familienmensch, verfiel zeitweise in Schwärmereien bzw. Erzählungen, und wir konnten uns doch über ein paar Dinge mit ihm unterhalten (zB wissen wir nun, dass auch der Freund in dem KH zur Welt kam, wo wir hin wollten, und sie dort sehr zufrieden waren; aber auch wie wir die Wohnung gestalten, wie ich das mit meinem Job mache – er betonte, dass er so wie die Sachlage grade ist auch der Meinung ist dass das Timing perfekt war und wir nicht bis jenseits der 30 warten wollten, Kindergärten, Hebammen, Urlaub mit Kind und was ihm sonst noch so einfiel…), aber nachdem der Freund-Großvater die Anekdote von der Freund-Geburt kurz damit kommentierte, dass er die damals werdende Mama ja ins KH gefahren hat und dann vom werdenden Papa dort abgelöst wurde, weil sie noch auf einer Feier waren, wo sie verkündeten grade Großeltern zu werden, hat er die Unterhaltung gekonnt in eine andere Richtung gelenkt und für unser Thema war damit dann wieder Sendepause.

Nunja, läuft halt nicht immer alles perfekt, aber wir sind sehr froh, dass wir uns nun gemeinsam mit den Großeltern-in-spe freuen können, und dass wir eine so gelungene Überraschung präsentieren konnten. Hach, wird das schön! 😀

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Auf bald,
Hummelchen

6.SSW · Beziehung · Schwangerschaft

Schwangerschafts-Gespräche

Mal ein kleiner Ausschnitt kürzlicher Gespräche..

So geschehen, heute im Chat:

(16:20:36) Ich: ich wollt heut alles putzen außer staubsaugen bin aber grad soooo faaauuul
(16:40:52) Er: Laaaaangsam
(16:43:14) Ich: jajaja 😛
(16:43:29) Er: Nee echt
(16:43:41) Ich: jaaaaaaaaaaaa
(16:43:51) Ich: ich dimpel ja eh nur am pc rum!
(16:44:04) Er: Braaaav

oder neulich abends:

Ich: Soll ich dir ein Stück Kuchen mitbringen?
Er: Jaa, und machst du mir Milch dazu?
Ich: Da musst wohl noch paar Monate warten..

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Auf bald,
Hummelchen

Beziehung

Silvesterpläne

Eine kurze Unterhaltung…

Auf die Frage, was wir zu Silvester denn nun machen sollen, antwortete der Freund: „Raclette… oder Fondue.“
Ich: Nein, was wir machen, nicht was wir essen.
Er: Asooo. Gut, ich wär dafür dass wir essen.

-.-

Sehr ideenreich bin ich allerdings auch nicht, aber ein Nackttanz um ein riesiges Feuer, auf dem wir alle Kalender von 2011 verbrennen, das wär schon was…

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Auf bald,
Hummelchen