Familie · wmdedgt

#WMDEDGT 08/18

Also,.. ich gebe zu, es ist etwas gemogelt, denn dieser Tag war nicht der 5. des Monats, aber der fällt auf ein Wochenende, und da ist Wochenende in Bildern dran, da erzähle ich ohnehin meinen Tagesablauf. Also picke ich jetzt ganz frech einfach den 2. raus.

Mein Tag im August

Nachdem die Nacht eigentlich ganz gut war, weckt mich das Weinen des Kleinen. Ein Blick auf den Wecker sagt mir, dass es erst kurz nach 5.30 ist. Ich versuche mich so aus dem Bett zu schälen, dass die Kleine nicht aufwacht, und finde ihn an der Treppe sitzend, bitterlich weinend, weil Papa zur Arbeit muss. Ich tröste und tröste, bringe ihn dann doch irgendwann wieder ins Bett und schaffe ihn zu überreden, doch noch zu schlafen, und erzähle nochmal von den baldigen Ferien und Papas Urlaub. Dann plane ich, mich wieder ins Bett zu schmuggeln, und sehe: Baby wach. Mööp. Also der Kleinen das Frühstücksfläschchen gemacht. Beim Einschlafversuch eskalierten die Kirchenglocken, wie jeden Tag um 6.10.

Irgendwann sind wir wohl doch noch eingeschlafen, und erst um kurz nach 7 waren alle wieder wach, und es war Zeit aufzustehen. Richtig tief hatte die Kleine aber nicht mehr geschlafen, und wird bald meckerig und unzufrieden. Sie hätte gerne noch Fläschchennachschub, weint aber gleich los wenn sie ein paar Schlucke genommen hat (Zahneinschuss, vermutlich) und schiebt die Flasche weg. Der Kleine will wie jeden Tag nicht Zähne putzen, und der Große giert nach Aufmerksamkeit. Da war Multitasking gefragt: Dem Baby immer wieder für zwei Schlucke die Flasche hinhalten, dem Steinböckchen Zähne putzen, und den Großen mit dem Handy bei Laune halten. Das also auf die Frage, warum ich bereits morgens wenn ich die Kinder im Kindergarten abliefere komplett durchgeschwitzt bin.

cof

Nachdem ich also die Jungs verabschiedet habe fahre ich zum Rossmann, ein paar Dinge besorgen. Die Kleine trage ich in der Tragehilfe, und bekomme oft merkwürdige Blicke einer Mitarbeiterin. Ich gehe davon aus, dass sie mich für total bescheuert hält, weil ich dauernd mit der Kleinen rede und den Einkauf mit ihr bespreche. Irgendwann sind wir fertig, und als ich an der Kasse stehe und einräume sehe ich, dass sie eingeschlafen ist. „Nanu, das war jetzt aber schnell,..“ murmele ich, und ernte einen sehr traurigen, mitleidigen Blick der Kassiererin. „Das Aaaarme, dass das da so unbequem drin schlafen muss!!“ Öööhm, ja, das hat sie gerade wirklich gesagt.

fbt

Also liebe Frau, erstens gleich mal vorneweg, mein Baby ist kein „das“ oder „dasda“. Ja ich weiß, es ist weder blau noch rosa gekleidet, aber wer sich in die Versorgung des Babys meint einmischen zu müssen sollte sich wenigstens die Mühe machen vorher nach dem Namen zu fragen oder so..
Zweitens, es muss da gar nicht einschlafen, es tut es halt. (Skandalös!) So seltsame Vorstellung von Kinderlosen zum Babyschlaf.. die schlafen nicht einfach mal so ein, schon gar nicht wenn sie sich unwohl fühlen, das kann ich versprechen! (Okay, es gibt ein paar Exemplare die mit dem Gesicht im Suppenteller einschlafen wenn’s sein muss, aber die lassen wir mal außen vor…)
Und drittens hier jetzt eine besonders kleine Geige, aus Solidarität mit allen armen bemitleidenswerten getragenen Babys: 🎻🎶
Viertens finde ich es übrigens lustig, dass so Sprüche immer ausschließlich von Frauen kommen. Männer sind, wenn sie überhaupt meinen das kommentieren zu müssen, voll des Lobes. Die lustigste Begegnung war, als ein Mann meinte „Ach wie schön das für das Baby ist, und wie ruhig und entspannt es ist! Ja kein Wunder, das verstehe ich, da muss es sich ja wohlfühlen an Mamas..“ und dann versteinert er, läuft ein wenig rot an, erkennt, dass seine Satzplanung ein wenig zweideutig werden würde und rudert mit Worten. „Ja wohlfühlt, so an Mamas, also so nah am ähm.. also.. am… HERZSCHLAG!!“ – Erleichterung breitet sich in seinem Gesicht aus – „so nah am Herzschlag! Gell da fühlst du dich wohl, was? #dutzidutzi #durchschnauf“

Ich hebe also das arme arme schlafende Baby vorsichtig ins Auto und fahre nach Hause, wo ich mich gleich mal schnell abdusche. Dann erledige ich ein wenig Haushalt, Wäsche wie jeden Tag (eine Ladung falten, eine Ladung waschen), räume in der Küche auf, wasche und vaporisiere Fläschchen, und beschäftige das Baby. Das hat unglaublich viel Spaß an seinem neuen Spielzeug: einem lappigen muffigen Kautschuk Beißring (Beißfisch). Sie liebt das Teil heiß und innig und lutscht und beißt voller Hingabe drauf rum.

fbt

Vormittags gießen wir auch noch den Garten – dank der extremen und schon lang anhaltenden Hitze nun auch die Bäume, damit die Holunderbeeren nicht so vertrocknen und ich noch einen Schwung Marmelade damit machen kann. Das Planschbecken muss auch erneuert werden, und nachdem ich das meiste Wasser zum Gießen verwendet habe wische ich das Becken noch mit einem Lappen durch und stelle es zum Trocknen auf.

Der Mittagsschlaf der Kleinen will nicht so recht klappen: ständig hat sie das Kontrollauge ein wenig auf. Ihr kennt das bestimmt. Irgendwann hat sie es aber geschafft und ich kann in die Küche, mir Mittagessen machen.

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Das Schläfchen dauert eine knappe Stunde, ich nutze die Zeit für Durchschnaufen, Kaffee, ein wenig Spiele auf dem Handy zocken und Blogs und Youtube stöbern. Dann holen wir die großen Brüder vom Kindergarten ab. Völlig durchgeschwitzt kommen wir zu Hause an und gönnen uns erstmal eine Pause mit Hörspiel und kalten Wohnzimmerfliesen. In der Zwischenzeit packe ich schon mal die Badetasche.

Heute steht Großes an: ich wage mich zum ersten Mal allein mit allen drei Kindern ins Freibad. Die Jungs waren heute wirklich sehr kooperativ und es ist so heiß, dass ich ihnen die Freude machen möchte. Schon bis wir abfahrbereit sind, bin ich eigentlich durch. Was man alles braucht für zwei Kinder und ein Baby! „Mal eben spontan“ ist ja sowas von nicht drin. Aber irgendwann kommen wir an und die Jungs sind überglücklich. Ich hatte ihnen morgens so Tauchschwimmdinger besorgt, und sie spielen unaufhaltsam damit, werfen sie und tauchen danach. Da ich alleine mit ihnen bin müssen sie heute Schwimmflügel tragen, aber das Tauchen klappt trotzdem. Vor allem das Steinböckchen kennt da überhaupt keine Vorsicht und haut sich mit so viel Freude ins Wasser, dass ich mich selbst ein wenig bemitleide, nicht mitmachen zu dürfen… 😉 Die Jüngste ist entspannt wie immer und schläft problemfrei zwischendurch.

Das Highlight für die Jungs war wohl, als sie sich selbst ihr Eis gekauft hatten. Sowas von stolz habe ich das Steinböckchen noch nie strahlen sehen, und für den sehr ängstlichen Rumpel war es auch ein großer Schritt.

Als wir nach Hause kommen ist der Mann schon da und hat netterweise unten gesaugt. Nach ein paar Minuten zum Schweißtrocknen ist es schon Zeit, Abendessen zu kochen. Es gibt Spaghetti mit vegetarischer Bolognesesoße. Die Jungs essen, bis einer etwas „Hartes“ bemerkt (Gott bewahre, sie haben DIE ZWIEBEL ENTDECKT!!), dann kippt die Stimmung und ich darf mir ein „ihr seid alle blöd, blöd, blöd!!“ vom Großen anhören. (Danke auch.)

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Danach wird geduscht (alle außer Baby), eingecremt (die Jungs) und ins Bett gesteckt (die Jungs). Die beiden sind total platt, und schlafen eigentlich sofort ein. Ich bade anschließend noch das Baby, während der Mann spontan noch einmal loszieht und uns einen Eisbecher besorgt. Den lassen wir uns bei ein paar Folgen Grey’s Anatomy schmecken. Die Kleine ist mal mehr, mal weniger kooperativ, aber irgendwann hat sie definitiv keine Lust mehr und wird seehr müde – Zeit fürs Bettchen!

Ich mache mich noch bettfertig, ziehe der Kleinen die Nachtwindel und den hauchdünnen Schlafsack an, und dann geht es ins Bett, wo wir noch stillen, singen, kuscheln, und relativ bald zusammen einschlafen. Kein Wunder nach diesem Tag!

Ein ziemlich typischer Tag mit ein paar untypischen Aktionen war das. Anstrengend und voll sind sie gerade alle, und ich freue mich sehr, wenn es mal nicht mehr sooo extrem heiß ist. Vielleicht ja beim nächsten wmdedgt! Weitere Tagebuchblogposts findet ihr am Sonntag hier!

Auf bald!

 

Familie · wmdedgt

#WMDEDGT 07/18

Oje, ich fürchte, ich habe tatsächlich 2 Monate vergessen. So ein Mist.. und dann, am Ende dieses Posts, fällt mir auf, dass heute der 6. und nicht der 5. ist, und ich auch diesmal verpasst hätte. Ist mir jetzt aber egal, der Post bleibt, so! 😀

Mein Tag im Juli

Die Nacht war sehr gut und erholsam, ich habe meine noname Fitnessuhr mal den Schlaf aufzeichnen lassen: 2,5 Stunden Tiefschlaf, fast 5 Stunden leichter Schlaf, nur eine halbe Stunde wach. Der Tag begann auch erst um 7 Uhr, ich war also angenehm fit. Ich konnte noch schnell aus dem Bett huschen, bevor die Kleine wach wird, und schon mal mich im Bad fertig machen. Beim Rausgehen kommt mir der Kleine (nein, der Mittlere,…) entgegen, der stand wohl schon mit Papa auf und ist bereits tagfein. Als auch der Große angezogen ist, schicke ich die beiden schon mal zum Spielen ins Wohnzimmer und sehe nach der Mini-Schlafmütze. Die kuschelt noch immer im Bett, ist aber ein gutes Stück weitergeschoben und hat sich wohl umgedreht?? Augenscheinlich war sie wohl auf der Suche nach mir…

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Ich mache allen Frühstück, bringe dann die Großen in den Kindergarten und mache mit der Kleinen im Tragetuch einen wunderschönen Spaziergang über die Felder. Es ist zwar eklig schwül, und ich innerhalb von Minuten komplett durchgeschwitzt, aber die Landschaft ist gerade wunderschön anzuschaun. Ich finde bunte Bienen- und Schmetterlingswiesen neben Feldern, aber auch immer wieder Mohnblumen und Kornblumen am Weizenfeldrand. Ich kann gar nicht aufhören, Fotos zu machen. Haachz.

Zurück zu Hause darf ich erstmal duschen, die Kleine spielt inzwischen unter ihrem Spielebogen. Fürs Haarewaschen reicht die Zeit nicht mehr, da ihre Laune schnell kippt. Aktuell ist sie grade so mitten im nächsten Entwicklungsschub (12-Wochen-Schub) angekommen. Mit ihr ist grade nicht gut Kirschen essen, und das meine ich wörtlich – denn sie klebt so an mir, dass ich sie praktisch gar nicht ablegen kann. Auch beim Mann ist sie nur am Weinen. Das ist gerade sehr anstrengend.

Die Katzen würden gerne nach draußen, müssen aber noch etwas warten. Ich habe gelesen, man soll die Freigänger in der Brutzeit der Vögel möglichst morgens und abends nicht raus lassen. Sie quittieren mir das mit Verachtung.

cof

Ein Blick auf meine clevere Uhr sagt mir, dass der Spaziergang schon gut Schritte gebracht hat. Juhu!

dav

Nach ein wenig Küche aufräumen würde ich mir gern was zu essen machen, mittlerweile habe ich doch Hunger. Die Kleine ließ sich kurz in die Federwiege ablegen, und ich brate mir ein Stück Mandel-Sesam Tofu an (sooo lecker), dazu hätte ich gerne Pfannengemüse. Davon war nichts mehr da, also sammle ich Reste von verschiedenen TK Gemüseresten, es wird Blumenkohl, Spinat und Erbse. Noch bevor ich fertig bin mit Kochen ist sie aber wach und unleidlich. Ich versuche, sie während des Essens neben mir zu haben, das klappt aber nicht. Dann merke ich, dass sie wohl ein großes Geschäft plant, aber bis ich oben im Badezimmer ankomme ist es bereits zu spät. Das enttäuscht mich dann doch, immerhin klappt es seit 2 Wochen mit kaum Zwischenfällen, sie überm Klo abzuhalten. Nicht so diesmal.

Zurück ist die Laune dann komplett hinüber, sie brüllt sich in Rage und ist gar nicht mehr zu beruhigen. Nicht mal an die Brust will sie. Nach einer halben Stund schläft sie dann vor Erschöpfung ein. Ich esse dann endlich mein mittlerweile kaltes Mittagessen.

nfd

Ihr Schläfchen dauert keine 20 Minuten, dann schreit sie wieder. Über den Tag trinkt sie im Stundentakt Fläschchen, immer nur ganz wenig, so ca. 40-50ml, dann weint sie. Dazwischen trinkt sie immer kurz an der Brust, aber ist auch da sehr schnell unzufrieden. Ich vermute, dass die Zähne grade im Kiefer einschießen, da sie auch ständig ihre Faust in den Mund steckt und heftig daran lutscht. Zahnfleischmassagen lindern ihre Beschwerden meist kurzfristig.

Sie schläft noch ein wenig auf meinem Arm, dann müssen wir los, die Brüder vom Kindergarten holen. Für den Großen ist heute Musikkurs, wir nehmen das Nachbarsmädchen auch mit hin. Zurück zuhause ist das Steinböckchen sehr redebedürftig und textet mich ohne Punkt und Komma zu, während sich die Kleine unzufrieden auf meinem Arm windet (bzw brüllt, wenn ich sie ablege). Mir ist das alles gerade viel zu viel und ich hätte gerne eine echte erholsame Pause. Ich freue mich darauf, wenn der Große wieder daheim ist, und hoffe, dass sich die beiden dann miteinander beschäftigen. Das Highlight ist definitiv das wahnsinnig süße Taubenlied, das mir der Kleine vorsingt. Mir fällt auf, dass er gar nicht schlecht singt und gut die Töne trifft! Ich bin echt überrascht und bin stolz auf ihn.

Sobald wieder alle zu Hause sind geht es nach draußen ins Planschbecken. Es ist zwar kein besonders schöner Tag, aber die Abkühlung ist dennoch sehr angenehm. Leider ist auch heute wieder ein „nur Blödsinn im Kopf“-Tag der Jungs, wie an so vielen in letzter Zeit. Auch die beiden stecken gerade in einer unheimlich nervigen Phase, und die meisten Tage zapfen mir sehr viel Geduld ab.

Endlich kommt der Mann nach Hause! Ich schaffe es dann noch, die Kleine erfolgreich abzuhalten (yeeeah!), dann ist es Zeit zum Kochen. Es gibt heute eine Lieblingsspeise vom Mann: Tomatensuppe mit Löffelknödel (das sind, wer es nicht kennt, Spätzle-Klumpen).

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Irgendeiner kippt die Stimmung beim Essen immer, heute ist es der Mittlere, der einen Aussetzer nach dem anderen liefert, und schließlich darf er das gemeinsame Essen aussetzen, und weitermachen wenn wir fertig sind. Ich hasse es, wenn das nötig wird, aber er quietscht wenn er bockig wird immer so jaulig hoch, dass die Kleine bitterlich zu Weinen beginnt, und wenn er es übertreibt ist ein gemeinsames Zusammensitzen nicht mehr möglich. Sowas frustriert mich immer schrecklich, aber bislang haben wir noch keine Möglichkeit gefunden, so eine Situation zu retten oder den Bogen zu kriegen.

Sein nächster Anfall ist vorprogrammiert, denn dadurch verpasst er auch das Sandmännchen. Ich versuche die entspannte Zeit mit der Kleinsten zu genießen, die wird nämlich gebadet, was ihr gut gefällt.

Nachdem die Jungs im Bett sind geht der Mann zum Sport. Ich versuche, diesen Post zu verfassen, und benötige dafür zig Anläufe, denn die Kleine denkt gar nicht daran, zur Ruhe zu kommen. Im Gegenteil, die Abende sind meist besonders anstrengend, da sie im Wohnzimmer nicht mehr schlafen will und so lange schreit, bis ich mit ihr ins Bett hochgehe. Das fordert sie meist ab 20.30, und da ich bis dahin in der Regel noch nicht einmal eine Viertelstunde echte „Pause“ hatte, finde ich das nicht so toll. Aber so ist das nunmal zur Zeit. Ich hoffe allerdings, dass diese Phase doch bald mal wieder zu Ende ist…

Kurz vor 21 Uhr ist der Mann wieder da, und ich schaffe endlich, diesen Text fertig zu schreiben. Jetzt erlöse ich den Mann, der im Wohnzimmer Runden mit der Kleinen läuft und gehe mit ihr schlafen. Wenn ich Glück habe findet sie bald in den Schlaf und ich kann noch eine Folge Grey’s Anatomy gucken.

Jetzt ist aber Schluss, die Kleine kommt gar nicht zur Ruhe.. also bis zum nächsten Monat! Weitere Tagebuchblogposts findet ihr hier!

Auf bald!

 

Familie · wmdedgt

#WMDEDGT 04/18

Habe ich das eigentlich im März gemacht? Ich bin mir grade nicht sicher.. hhmmm…. Na egal, heute denke ich wieder dran, und los gehts! Dieser hier wird für mich wohl insofern spannend, als es (ziemlich sicher) der letzte vor Geburt unseres Babys sein wird (OHMEINGOTT!).

Mein Tag im April

Mein Tag begann um kurz nach 6, als Steinböckchen rief, dass er aufs Klo müsse. Eigentlich haben wir die Abmachung, sobald es hell wird dürfen sie mich deswegen nicht mehr rufen sondern gehen bittedanke alleine. Natürlich ist der Hintergedanke, dass ich dann nicht mit Neugeborenem neben mir noch zusätzlich für begleitete Toilettengänge der Großen geweckt werde, aber es nervt auf den jeweils schlafenden Bruder wenn der andere rumplärrt, obwohl man noch fast eine Stunde schlafen könnte. Heute ging die Rechnung mal wieder leider nicht auf, aber wenigstens hat er den Großen nicht geweckt und schläft anschließend noch bis fast 7. Die Buddys der Kinder haben den „Wecker“ auf 7 Uhr gestellt, dann ist Aufstehzeit.

Nach dem gestrigen Katastrophentag war ich ein wenig grund-angespannt, aber der Morgen mit den Jungs lief einigermaßen normal. Einziges Ärgernis waren die kleinen Tröpfchen, die die Katze im ganzen Haus verteilt hat – wieder mal Blasenentzündung. Der Termin beim Doc ist leider erst heute Spätnachmittag, und ich werde mich noch den ganzen Tag darüber ärgern und mit Putztüchern rumlaufen. Unter meinem Schuh finde ich eine kleine Pfütze. JAAA verdammt, ich habe es verstanden, Tier!! Oaarrrr….

Vor der Eingangstüre finde ich einen riesen Stapel Kartons, den der Mann dort seit einer halben Woche züchtet statt ihn in den Keller zu räumen, und ärgere mich darüber, was ich ihn auch umgehend wissen lasse. Dann gehts mit den Kindern in den Kindergarten. Den Hügel rolle ich mehr hinauf als ich ihn gehe. Ich merke wie unfassbar schnell ich aus der Puste bin und fühle mich komplett wal-ig.

Zuhause gibt es für mich erst mal Frühstück: ein riesiger Smoothie mit Spinat, Bananen, Kokoswasser und Ananas. Ich räume ein wenig in der Küche auf, und sortiere anschließend ein wenig Post und Formulare. Ich lese nochmal schnell drüber, ob alles soweit ausgefüllt ist (Elterngeld und sonstiger Mist), denn nach der Geburt möchte ich nur noch das ergänzen, was ich jetzt nicht ausfüllen kann. Check!

Dann versumpfe ich ein wenig auf der Couch, klicke mich durch Youtube und erweitere meine Playlist zur Geburt. Danach rappele ich mich hoch und mache den wöchentlichen Küchen-Großputz (nur ohne nass zu wischen, weil Katze…) mit gleichzeitigem „Ab-ostern„.

Bald ist es auch schon an der Zeit die Jungs vom Kindergarten abzuholen. Heute sind sie zu Hause glücklicherweise friedlich, miteinander und auch mit mir. Puh! Der Große spielt mit seinem Lego und der Kleine ist ein wenig gnatschig. Ich mach den beiden ein Lego Hörspiel an, worin das Rumpelstilzchen richtig versinken kann. Er sitzt meist einfach da und guckt verträumt vor sich hin (bzw. aus dem Fenster).

Irgendwann zwischendrin oder davor oder danach (hey, es ist ein paar Stunden später, die Information gibt mein Gehirn nicht mehr her) staubsauge ich unten. Steinböckchen kuschelt sich danach zu mir auf die Couch und fordert Rückenkraulen ein. Ich liebe das ja, er liebt es, aber leider… pennt er zielsicher ein dabei. So auch natürlich diesmal. Seufz.

Ein paar Minuten geb ich ihm, dann wecke ich ihn wieder und richte den beiden einen Snackteller. In der Zwischenzeit schäle und schneide ich schon mal die Kartoffeln fürs Abendessen. Ich werde eine extra große Portion kochen, weil es sich super einfrieren lässt und für mich das perfekte warme Mittagessen, in Hinblick auf die erste Zeit mit Baby. Steinböckchen bekommt Lust, mitzumachen und gibt sich richtig viel Mühe, gleich große Stücke zu schneiden.

Dann kommt der Mann nach Hause und fährt mit Katze und Kindern zum Tierarzt. Ich nütze die Zeit um im ganzen Haus (mit Ausnahme der Schlafzimmer, weil da keine Katzen drin sind) ordentlich überall den Boden nass zu wischen. Ganz schön anstrengend mittlerweile! Normalerweise teile ich das immer in Portionen, je nachdem welcher Bereich im Haus an welchem Tag meiner Putzroutine dran ist. Anschließend mache ich mich gleich ans Kochen.

Die Männer kommen sehr zackig wieder nach Hause, Katze wurde mit Antibiotikum betankt, und für die gesamte Fellmannschaft gibt es eine Runde Flohmittel und Entwurmung, damit das noch erledigt ist bevor das Baby kommt.

Dann ist es auch schon Zeit für mein herrliches One Pot Curry. Irgendwann muss ich mir das Rezept notieren, denn ich habe es ursprünglich nur als Video in Facebook, vergesse aber von einem zum anderen Mal wie es geht und wo ich das Video gesehen hatte. Was für ein Stress! Dabei ist es soooo köstlich! (Die Kinder haben glücklicherweise Reste von gestern und vorgestern, aka Schupfnudeln und Nudeln, die sie vorziehen, aber dem Kleinen schmeckt erfreulicherweise die Soße des Currys sehr gut.)

Beim gemeinsamen Sandmännchen schauen hatte ich heute wieder Glück, es kam meine geliebte Schmusedecke, juhu! Danach machte der Mann die Kinder bettfertig und ich las ihnen noch eine Geschichte vor, bevor es ins Bett ging. Ich hatte danach noch riesen Heißhunger auf Vanilleeis mit heißen Himbeeren und gönnte mir eine Portion, bevor ich nun diesen Post fertig tippe. Vermutlich werde ich heute nicht mehr allzu viel machen und früh schlafen gehen, denn wir bekommen morgen Nachmittag Besuch und da wirds bestimmt etwas wilder, da kann es nicht schaden, ausgeschlafen zu sein!

 

Soo, das war es mit meinem heutigen Tagebuchbloggen. Übrigens ist dieses Mal ein Jubiläum der wmdedgt-Reihe, guckt doch mal hier vorbei!

Auf bald!

Familie · wmdedgt

#WMDEDGT 03/18

Uuund wieder ein Monat vorbei. Glücklicherweise war der kack Februar ein kurzer. Und looos gehts mit Frau Brüllens „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“.

Mein Beispiel-März-Tag

Dieser Tag startete mit einer Notfallplanung mitten in der Nacht. Steinböckchen, dem es eigentlich gestern schon wieder ganz okay ging leidete nachts sehr, weinte schlimm und klagte über Halsschmerzen. Dabei dachten wir doch, wir hätten jetzt diese Erkältung überstanden? Bitte nicht eine Angina draus werden lassen… Es gab ein Ladung Ibu, und wir Eltern planten: ich hätte montags einen Termin beim Frauenarzt, kann also nicht zeitgleich zum Kinderarzt. Termin verschieben ist halt immer so eine Sache… Wir entschieden, dass der Mann daheim bleibt und mit dem Kleinen zum Arzt geht.

Den Rest der Nacht schlief selbiger durch, erwachte bester Laune und fieberfrei. Hmp. Ich meine, ich freue mich, aber… Egal. Wir machen uns alle tagfein, der Große geht in den Kindergarten, ich zum Gyn und der Kleine mit Papa zu unserem Hausarzt – ne Angina ausschließen kann der auch auf die Schnelle, vor allem da wir nicht mehr daran glauben.

Beim Arzt darf ich mein süßes Knuffelgesicht-Baby bewundern, das genau so aussieht wie der kleine große Bruder. Ein süßes Kinn (aber null Hals!), schöne (und grinsende!! :D) Lippen, eine winzige Nase (eher wie der große große Bruder), und die Augen hatte sie beim Grinsen und Handlutschen feste zusammen gekniffen. Ich war echt platt, wie man sie bewundern konnte, auch wenn das Standbild das niemals wiedergeben kann. Auch sonst ist alles in Ordnung und ich gehe fröhlich los zum Einkaufen.

Leider bekomme ich nicht alles was ich brauche (Gummiband verdammt nochmal, so schwer kann das doch nicht sein!), aber packe ein wenig Schnickeldi für mich ein – ein Lippenstift und eine Mascara – und ein Bienenbuffet, da ich es im Herbst nicht geschaffte hatte, Zwiebel zu pflanzen. Ich erfahre, dass beim Steinböckchen auch alles bestens ist, und fahre dann mit Lebenmitteln und Bäckerkram nach Hause.

Daheim brunchen wir gemütlich (Mann und ich hatten nicht gefrühstückt), ich futtere zu viel (aua), und gönne mir dann ein wenig Auszeit auf der Couch, während der Mann am PC dingelt und der Kleine im Spielzimmer sein Unwesen treibt. Ich hatte vom Rossmann so Ninjago-Figuren-Kreisel Dinger mitgebracht, und er war schonmal im Himmel.

Wie immer sobald ich auf der Couch liege werde ich von Schlaf überrannt und werde grade noch rechtzeitig wach um nicht völlig verpeilt im Kindergarten anzukommen, um den Großen zu holen. Daheim freut er sich über sein süßes Teilchen vom Bäcker und noch mehr über seine Figur („LLOYD!!!“ nonstop, im fünfgestrichenen C oder so und in Flugzeuglautstärke). Der Mann baut mit ihnen die Kreiseldinger auf, und ich brate auf der Terrasse in der Sonne.

Es ist soooo WARM! Schnell sitze ich nur mit T-Shirt da, spüre regelrecht, wie sich meine Sommersprossen explosionsartig vermehren (oh no…) und freue mich, dass sich die frechen Meisen beim Futtern überhaupt nicht von meiner Anwesenheit stören lassen – auch vom Kater nicht. Also entweder sind die echt hungrig, haben echt viel Gottvertrauen, oder der Futterplatz ist echt so gewählt dass sie sich dort sicher fühlen. Wie auch immer, nach ein wenig Nichtstun juckt es mich in den Fingern und ich lackiere die übrigen Teile meiner Kästchen. (Auf dem Foto bin ich übrigens nicht ganz plötzlich ergraut, das auf dem Bild oben ist Farbe in meinen Haaren…. -.-)

Draußen ist es so herrlich, dass es fast nicht zum Aushalten ist nach dem wochenlangen Ekelwetter, das wir krank drin verbracht haben. Der Mann sonnt sich, die Kinder spielen.

Und da ich lackieren und streichen liebe, und der blöde Zaun so blöd aussieht und so bedürftig…. lackiere ich da auch ein wenig rum. Irgendwann ist aber die Zeit rum, und grade das unten streichen doch so anstrengend, dass eine Unterbrechung Sinn macht.

Ich bringe den Großen zum Fußballtraining (der Kleine setzt diese Woche noch aus sicherheitshalber, auch wenn er draußen nicht mehr zu bremsen war), quatsche ein wenig mit anderen Mamas und verbringe eine halbe Stunde daheim mit weiterem Gammeln, um dann koche ich schonmal die Nudeln fürs Abendessen, während der Mann das Rumpelstilzchen holt.

Nach dem Essen geht es ins Bad die Kinder bettfertig machen, unter viel Gezeter und Geschrei, da nun eben nicht mehr Ninjago gespielt werden kann. (Stöööhn.)

Meinen Abend werde ich nun mit ein wenig Bloggen, und vielleicht Nähen verbringen. Das einzige Gummiband, das ich ergattern konnte, ist nicht der Brüller und ich weiß noch nicht ob ich damit sinnvoll arbeiten kann. Ich werde noch die Vesperboxen für die Jungs vorbereiten und vermutlich ein paar Handgriffe im Haushalt machen, auch wenn ich das Meiste eher für morgen geplant ist, wenn ich vormittags allein bin und Ruhe dafür hab.

Das war heute also ein eher untypischer und sehr ruhiger, wundervoller Tag. Ich konnte viel erledigen, hatte viel Ruhe, die Jungs waren friedlich… hachz. Davon würd ich ja mehr nehmen!

Mal sehen, wie der Tagebuchtag im April so aussieht…

Auf bald!

Familie · wmdedgt

#WMDEDGT 02/18

Ich habe mir das schon gefühlte million Mal vorgenommen, aber noch niiiemals geschafft. Aber dann ist mir die letzten Mal beim „Wochenende in Bildern“ aufgefallen, dass ich dazu neige eben mehr ein Wochenend-Tagebuch zu schreiben, als ein paar Bilder mit wenigen Worten zu kommentieren, und dass mir tagebuchbloggen wohl Freude machen würde. Das hat mein Hirn zum Anlass genommen, am 5. des Monats an dieses Vorhaben zu denken.

Die Idee dahinter ist natürlich schon ziemlich cool, und ich ertappe mein früheres Ich schon hin und wieder beim Gedanken, nur mit Kind(ern) zu Hause, bitte… was tut man denn dann wirklich den ganzen Tag über? Tatsächlich habe ich keine langweiligen oder leeren Tage, und es lohnt daher vielleicht doch, ein wenig davon festzuhalten.

Mein Tag heute

Da stellt sich schonmal die Frage, wann der begann. Mitternacht? Ja, ok, macht Sinn. Insgesamt war ich diese Nacht 8 mal auf, seit ziemlich genau 24/00 Uhr. 4 (von insgesamt 8 oder 9) Mal war ich dran mit Dienst beim Rumpelstilzchen, der fies erkältet und extreeem unleidlich und pienzig war, und ca alle 45min nach uns rief – Klo gehen, Durst, husten, kann nicht schlafen, zu warm, zu kalt, Kopfweh, repeat. Seufz. Aber ich weiß ja selbst, wie schrecklich vor allem die erste Erkältungsnacht ist, und kurz nach selber Kranksein weiß ich es noch besonders lebhaft. 4 weitere Male musste ich selbst auf, um aufs Klo zu gehen und/oder zu trinken. An der gefühlt trockenen Luft im Schlafzimmer bin ich schier verreckt, bekam trockenen, schmerzenden Hals und musste ständig trinken.

Der Tag begann entsprechend viel zu früh mit einem wachen Steinböckchen, der von den nächtlichen Unruhen so GAR nichts mitbekommen hatte. Mit viel Zureden vom Mann konnten wir dann noch Ruhe bis 7 Uhr rausschlagen, dann ging nichts mehr. Achja, der Mann war heute auch daheim! Der ist nämlich selbst seit gefühlt ewig am kränkeln, und hatte am Wochenende so starke Schluckbeschwerden dass er dann doch mal den Arzt aufsuchen wollte. Heute ging es ihm zwar wesentlich besser, aber ich bin trotzdem froh, dass er daheim war.

Als der Kurze schon fertig für den Kindergarten war meinte er nur lässlich: miss ihm doch mal Fieber. Ich tat das ab: neein, wieso, wozu, warum denn bitte? Ich bekam nur ein lapidares „mach halt mal“ mit Schulterzucken kombiniert, und zückte augenrollend das Messgerät. Kurz darauf blinkt mich eine gelbe 38,9 an, ich starre ungläubig darauf. Neeein… Neeeeeeeiiiin! NAIN!!! Ich versuche diese Hiobsbotschaft vorsichtig in mir aufzunehmend: 2 kranke Kinder daheim. Doppeljackpot.

Wenigstens war er erstaunlich gut drauf, und der Große vorerst fieberfrei, und so ging es zum Frühstück, wo kaum einer 2 Bissen aß. Ich leuchtete sicherheitshalber mal den Rachenbereich aus und beäugte die Zungen. Okay, keine pinke Zunge, Mandeln leeeiicht geschwollen/gerötet, aber kein Belag/weiße Krater. Also vorerst mal kein Kinderarzttermin nötig. Ich hoffe sehr, dass wir ums Antibiotikum rumkommen, und dass sie trotzdem ab Donnerstag wieder fit sind. Meine eigene Erkältung hatte sich aber so eklig nach Seitenstrangangina angefühlt, dass ich noch ein wenig zittere, obs nicht bei den Jungs doch ne Mandelentzündung wird, aber zumindest Scharlach (gabs zuletzt gratis im Kindergarten laut Anschlag) scheint kein Thema zu sein. Ein paar Daumen würde ich gern nehmen!

Danach ging der Mann zum Hausarzt, die Kinder vor die Glotze (ja, sorry) und ich ab ans Putzen. Ich hatte schon seit Tagen einen solchen Ekel vor meinem Bett, ich sag regelrecht die Viren darauf Parties feiern, und auch sonst hatte ich die 2 Wochen davor praktisch gar nichts geputzt, nur das was sich nicht irgendwie vermeiden ließ. Oben war als mega Chaos angesagt, und die Staubmäuse hüpften nur so umher. Einmal alles Staubwischen, Betten beziehen, Staubsaugen, Teppiche ausklopfen, Stoßlüften, das übliche Programm. Ich war damit etwa knapp zwei Stunden beschäftigt, und die Jungs feierten das Kika-Programm. Ich hatte mir schon vorab fest vorgenommen, deswegen kein schlechtes Gewissen zu haben, die Gefahr einer virenverseuchten ungeputzten Wohnung schätzte ich heute größer ein als nen halben Vormittag vom Fernseher.

In dem Zuge kam mir die Idee, im Kinderzimmer 2 Teile auszutauschen, und schob den Schreibtisch an den ehemaligen Platz vom Sitzsack. Jawohl, so war das besser! Dem grade heimkommenden Mann kam dann noch die Eingebung, das Bett vom Kleinen auch zu verschieben, und nun passt es wirklich viiiel besser! Natürlich hab ich vergessen ein Foto zu machen, aber das kommt noch!

Glücklich über die Sauberkeit schickte ich über den Vormittag verteilt noch 2 Ladungen Wäsche durch die Maschine (einer davon logischerweise Bettwäsche), und hängte davon im Wohnzimmer und Schlafzimmer der Jungs auf, um die Luftfeuchtigkeit ein wenig nach oben zu kriegen. Da noch ein paar Brösel Schnee auf der Terrasse lagen, die bestimmt am Nachmittag von der Sonne erledigt werden würden, beschlossen wir kurz nach draußen zu gehen. Natürlich ging das nur für ein paar Minuten, aber Frischluft schadet ja auch krank nicht.

Anschließend verbrachte ich den Vormittag bei ordentlich knisterndem Feuer mit den Jungs kuschelnd und Bücher lesend auf der Couch, bis es Zeit war, Mittagessen zu machen – sehr früh, denn die Meute hatte groooßen Hunger (kein Wunder). Es gab für mich gemischten Salat, für die anderen Maultaschen mit Salat.

Danach wollten die beiden Hörbücher in ihren Betten hören, und der Mann und ich genehmigten uns Kaffee. Da im Zimmer mehr geblödelt als geruht wurde, kamen die beiden überdrehten Fieberhasen wieder nach unten. Eine dritte Ladung Wäsche kam in die Waschmaschine. Steinböckchen spielte ein paar Minuten begeistert Lego, Rumpelstilzchen blätterte in seinem Drachenlexikon, und der Mann lernte ein wenig für seine Fortbildung. Nach kurzer Zeit brach der Kleine aber in einen Weinkrampf aus, vermutlich war ihm alles zu viel, schwer zu sagen was nun wirklich der Anlass war. Er wollte sich dann auf Biegen und Brechen nicht trösten lassen, aber irgendwann war er doch so erschlagen, ließ sich in meine Arme fallen, und schlief einfach ein. Ich lag zwar beschissen, schlief aber kurz darauf mit ein (hust). Rumpelstilzchen war von der Ruhe angesteckt und selbst ganz still, lag rum, döste, und jaaaa ich habe etwas später sogar den Mann dabei ertappt wie er über seinem Skript kurz wegdämmerte!

Um 3 wurde ein Steinböckchen wach, der weiter machte womit er aufgehört hatte – verzweifeltem Weinen. Ich nötigte ihn zu ein paar Schlucken Wasser, nahm seine Temperatur (knapp 39, also eigentlich nicht soo tragisch), versuchte es vergeblich mit Trösten und knackte ihn schließlich mit Hustenbonbons. Puh! Danach gab es den Joghurt mit den Knusperflakes, den sie sich als Nascherei vom Einkaufen am Samstag mitnehmen durften, und danach sah die Welt schon wieder viel besser aus!

Der Mann besorgte dann noch schnell was vom Supermarkt, denn wir hatten beschlossen, uns heute ein Soulfood Abendessen zu gönnen. Im Krankenlager beschäftigten wir uns damit, dem Kater seinen geliebten Spielball zu werfen (er apportiert mittlerweile ganz brav), Bücher zu schauen und Pumuckl Hörbücher zu hören. Ich amüsierte mich über eine Super Bowl Werbung mit Peter Dinklage.

Dann machte ich mich schon an die Vorbereitung des Hefeteiges und buk eine knappe Stunde später jede Menge Waffeln. Dazu gab es heiße Himbeeren und Eis. Die Kinder mümmelten ordentlich, und auch wir Erwachsenen ließens uns schmecken (ächz stööhn). Anschließend rollten wir vollbäuchig nach oben, die Kinder wurden vom Zucker befreit, schlafbereit gemacht und in ihre Betten gesteckt, wo wir noch ein Paw Patrol Buch lasen. Dann gabs noch eine Runde Nasentropfen und Brustsalbe.

Lange haben sie heute im Schlafzimmer nicht geredet, und rumalbern gabs auch nicht – Gottseidank! Hoffentlich können sie sich gut gesund schlafen. Ich tippe nun noch diesen Post (gehe dazwischen hoch zum Steinböcken, das Übliche, KloDurstNaseputzenetc), und werde heute nicht wie geplant Schnittmuster basteln, sondern auf der Couch versacken, danach recht früh ins Bett gehen. Ich bin ziemlich erschlagen, und morgen wartet ein wichtiger Arbeitstag auf mich, für den ich viele Nerven brauchen werde.

Ich hoffe euer Tag war weniger gammelig und lazarettmäßig?

Auf bald!

Ernährung · Familie

Ewige Essensplanung

Seit vielen Jahren gibt es bei uns einen Wochenplan mit dem für den jeweiligen Tag geplanten Essen. Das machen wir irgendwie seit gefühlt immer, auch vor den Kindern. Ich glaube, ich habe das schon zu Studienzeiten gemacht – damals sicher weil es einfach nötig war um zu wissen, wie lange das Geld noch reicht. Aber auch von extremen Sparmaßnahmen abgesehen kann ich es einfach nicht leiden, entweder dauernd einkaufen gehen, oder alternativ Lebensmittel wegschmeißen zu müssen (passiert so eh auch genug, dass was schlecht wird und weg muss, aber bei ungeplantem Kochen halt in ganz anderem Ausmaß).

Ofenkartoffeln mit Dips und Antipasti

Es ist so etwas wie mein Ritual, immer freitags diese Liste zu erstellen, nach der dann am Samstag groß eingekauft wird, planmäßig so, dass höchstens einmal unter der Woche noch leicht verderbliche Sachen wie Gemüse, oder bei viel Nachfrage klassischerweise Obst nachgekauft werden müssen. Wirklich Spaß macht das nicht, es dauert auch bis man alle Wünsche berücksichtigt hat, und oft genug nervt es mich, dass der ganze Kram immer an mir hängen bleibt und ich dann letztendlich doch am Essenstisch an vielen Tagen lange Gesichter sehe.

Ich habe mir also überlegt, wie ich dieses System überarbeiten könnte, was es braucht um es für mich zu vereinfachen, und was für die Kinder und daher auch die ganze Familie gut wäre. Meine Überlegungen waren dazu folgende:

  • es gibt viel zu selten Salat „dazu“ bei uns. Wir essen öfter mal Salat als Hauptmahlzeit quasi, für die Jungs dann mit Veggie-Würstchen oder Maultaschen, aber ich hätte gerne öfter Salat dazu eben. Meist nervt mich die Mehrarbeit beim Zubereiten aber sehr, und auch den Salat einzuplanen.
  • die Kinder essen praktisch gar kein gekochtes Gemüse. Meist versuche ich dann, viele verschiedene Varianten anzubieten um es ihnen schmackhaft zu machen, und bei Erwachsenen mag das ja auch funktionieren, entspricht aber eher nicht der typischen Entwicklung von kindlichen Essgewohnheiten – akzeptiert wird da ja eher, was immer wieder angeboten wird und dann auch irgendwann gewohnt ist.
  • Gemüse, das mir wichtig wäre, dass sie es auch essen, weil wir viel damit kochen bzw gerne kochen würden, ist: Mais, Erbsen, Pilze, Brokkoli, Blumenkohl, Zucchini, Avocado, und besonders Hülsenfrüchte (Bohnen, Linsen, Kichererbsen)
  • Die Kinder akzeptieren praktisch immer Nudeln, und an Tagen wo es mir wichtig ist dass sie sich ohne Gezeter voll essen können, soll es Nudeln als Hauptgericht geben (zB nach dem Fußballtraining oder am Freitag, damit sie Samstag morgens nicht wegen leerem Magen früh aufwachen *hust*)
  • Ich möchte mehr Rohkost anbieten, wenn ich weiß, dass es Essen gibt, das sie für gewöhnlich ablehnen; ich mag es einfach nicht, wenn sie stattdessen scheibenweise Brot futtern (sie futtern dann eben den ganzen Tag nur Brotbrotbrotbrot), aber ich will dass sie einigermaßen satt werden ohne eine Stunde später wieder Hunger zu haben; extra kochen will ich aber auch nicht, also muss eine Lösung her -> rohes Gemüse nehmen sie meist an, wenn ihnen das gekochte nicht schmeckt.
  • Ich möchte gezielter Reis-Kartoffel-Nudeln-sonstiges als Beilage abwechseln.
  • Alles soll einfach zubereitet werden können, ohne großen Aufwand. Auch der zeitliche Planungsaufwand soll sich reduzieren.
  • Ein Tag die Woche soll offen bleiben für Sonderwünsche oder Experimente.
  • Die restliche Woche soll auch für die Kinder transparent und vorhersehbar sein, sodass sie wissen, was essenstechnisch auf sie zukommt.
Sesam-Karotte-Nudeln, Gurkensalat mit Guacamole Dressing

Beim Versuch, all das zu berücksichtigen, entstand mein vorläufiger

Ewiger Essensplan

Ich kenne die Idee schon länger, allerdings sehr restriktiv und streng. Da gibt es beispielsweise 5- oder 6-Wochen-Pläne, die genau so immer eingehalten werden. Man weiß dann jeden Tag immer was gebraucht wird, man kann viele Vorräte schon für den ganzen Monat gezielt einkaufen ohne ein großes Lager zu benötigen, und sowas macht sicher für viele Sinn. Mir ist es jetzt doch ein wenig zu streng, und ich habe für uns eine „light“ Version gebastelt. Natürlich vorläufig, darf immer ergänzt und verändert werden.

Ich habe mich als Erstes dafür entschieden, jedem Wochentag ein eigenes Essens-„Motto“ zu verpassen. Montag ist schnelle-Nudeln+Salat Tag (muss nach dem Training in wenigen Minuten fertig oder vorbereitbar sein und gern gegessen werden), Dienstag ist Kartoffeltag, Mittwoch Reis+GemüseTag, Donnerstag ist süß, Freitag Nudeln mit Soße, Samstag ist Suppentag, und am Sonntag ist Zeit für Aufwändiges, Besonderes oder Neues.

Pilz-Lauch-Risotto

Im nächsten Schritt wollte ich für jeden Typ-Tag einige Gerichte finden, die im Rad durchgekocht werden. Natürlich ist die Reihenfolge nicht streng, richtet sich nach Saisongemüse, Appetit und Kühlschrankresten, aber ich habe eben einen begrenzten Pool aus dem ich wähle. Bisher sieht das so aus:

MONTAG „Schnelle Nudeln mit Salat“

Nudeln mit grünem Pesto; Nudeln mit rotem Pesto; Nudeln mit Frischkäsesoße; Nudeln mit Ei und TK Gemüse; Nudeln mit Avocado Rucola Pesto; Feldsalat mit Maultaschen
Salate: grüner Salat, Gurke-Guacamole, Karottensalat, Tomatensalat, Gurkensalat, Feldsalat

DIENSTAG „Kartoffeln“

Spinat, Salzkartoffeln und Spiegelei; Püree, Falafel und Salat; Ofenkartoffeln mit Kräuterquark und Antipasti; Kichererbsencurry; Chili; Senfeier; Zucchini-Kartoffel-Sonnenblumen Pfanne

MITTWOCH „Reis und Gemüse“

Pilz-Brokkoli-Tofu BBQ Pfanne; Risotto; China Pfanne; Pilz-Zucchini-Paprika-„Hack“ Pfanne

DONNERSTAG „süß“

Schupfnudeln mit Apfelbrei; Mohnnudeln; Milchreis; Griesbrei; Waffeln/Pancakes mit Obst; Palatschinken mit Marmelade/Vanillecreme; Germknödel

FREITAG „Nudeln mit Soße“

Carbonara; Veggienese; Lasagne/Auflauf; One Pot Pasta; Erdnusspfännchen mit MieNudeln; Scharfer Rotkraut-Mozzarella Auflauf, Nudeln mit Sesam+Karotte, Käsesoße

SAMSTAG „Suppe“

Linsen-Karotten Suppe; Urli Suppe (Kartoffel/Karotte mit Einbrenn); Zucchini-Kokos-Suppe mit Backerbsen; Erbsen-Brokkoli-Suppe mit Veggiewiener; Blumenkohlsuppe mit Focaccia; Nudel-Tomaten-Eischlag Suppe

SONNTAG „Besonderes“

Blumenkohl-Mais-Karotten Gemüse in Mandelsoße; Geschnetzeltes mit Gemüse und Pommes; Pizza/Flammkuchen; Semmelknödel mit Tellerlinsen/Schwammerlsoße; Krautfleckerl; Pilzsoße mit Gnocchi; Fenchel-Kartoffelpuffer; Spargel, Kartoffel und Buttersoße; Gorgonzolaspargelnudeln; Quesadillas; Schnetzel Stroganoff Art; Gerollter Ofenpfannkuchen; Pizzaschnecken; sticky China Pfanne

Reibekuchen mit Apfelbrei

Das ist nun die vorläufige ewige Liste, die nun seit 2 Wochen in Testphase ist. Direkt flog schon was raus, nämlich süße Reibekuchen – viel Aufwand und fielen kläglichst durch den kindlichen Geschmackstest – zack, weg. Bei ein paar Tagen ist die Variation recht klein (Suppe oder Reis), was aber Absicht ist, da ich denke dass es besser wäre, die Rezepte wiederholen sich öfter. An Tagen, an denen es Süßes gibt, oder die eben gezielt für neue oder spannendere Gerichte reserviert sind kann die Liste ruhig lang sein, bzw wachsen. Süß wird immer gegessen und ab und an was Neues testen ist ja auch mal nett.

So, nun interessiert mich natürlich ob ihr auch mal an eine ewige Liste gedacht habt, vielleicht sogar eine habt, oder ob die Idee komplett neu für euch ist. Eventuell hab ich ja sogar irgendwem Lust auf sowas gemacht? 🙂

Auf bald!

 

Familie

Schwarzweiße Fellknäuel

Ich komm einfach mit gar nix hinterher.. Schon längst überfällig sind diese (überhaupt nicht mehr so neuen) Neuigkeiten – wir bekamen felligen Zuwachs! Luna (die weiß-schwarze Katze) und Fion (schwarz-weißer Kater) sind aus dem Tierheim, keine Geschwister trotz der Ähnlichkeit und des gleichen Alters, und mittlerweile schon fester Bestandteil unserer Familie!

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Die Kleinen halten uns ganz schön auf Trab und machen ein höllisches Durcheinander (meine Güte, kleine Katzen haben so einen extremen Zerstörungsradius!), aber wir haben sie schon feste ins Herz geschlossen. Vor allem die Jungs lieben die beiden abgöttisch, und man muss ihre Liebesbekundungen öfter mal bremsen… Trotzdem sind sie tolle Spielgefährten für einander. Nun müsste nur noch Cayleigh aufhören die Megazicke zu geben… Seufz.

Auf bald!