Gedanken

Tschüss [März 2018]

Nunja, anfangs ließ sich der März eher sehr bescheiden an, mit noch restlichen Erkältungen und Zeugs, und vor allem unangebracht viel (bzw oft) Schnee und Ekelwetter. Dennoch gibt es ein paar schöne Erinnerungen.

1  – Spinnenhose fürs Baby

2 – Auf zum Sport!

3 – Ohnezahn

4 – Brüder

5 – Osterstrauch

6 – gemeinsames Schläfchen ❤

7 – Cutiecat

8 – Tierglück

9 – Geburtsvorbereitungen

 

Hiermit endet der vermutlich letzte Monat als vierköpfige Familie. Wir sind so aufgeregt dass es quietscht! Aber erstmal genießen wir noch ein wenig die Ruhe vor dem Sturm und hoffentlich Sonne, Sonne, Sonne… ! Und die wünsche ich euch auch!

Bis bald!

Gedanken

Tschüss [Februar 2018]

Der Februar ist ja ein zackiger Monat – Gottseidank! Ich bin einfach absolut kein Fan dieser Jahreszeit. Ich mag Winter, ich hab es auch gern kalt, ich liebe Schnee, aber ab Mitte Januar hab ich darauf keine Lust mehr. Im Februar lechze ich nur noch nach Sonne, Frühling, Wärme, und ein auf ein gnädiges Ende der ekelhaften Erkältungssaison, die dieses Jahr ja wirklich alles gegeben hat. #großerhass

1  – Sommeranzug fürs Baby

2 – Rumpelstilzchen ist krank

3 – Kids und Mann beim Sportfest

4 – Abschiedsblümchen aus der Arbeit

5 – Meine Zwei ❤

6 – Bettchen im Babyzimmer

7 – Steinböckchen ist krank

8 – Erstes Babyoutfit

9 – Geburtstagskuchen vom Mann

 

Damit darf der Februar auf Nimmerwiedersehen samt all seinen Viren in der Versenkung verschwinden. Bühne frei für März, hau rein, und GOOO FRÜÜÜÜHLING!!

Ich wünsche euch ganz viel Sonne!

Bis bald!

Gedanken · Schwangerschaft · WorkingMum

Abschied nehmen

Die letzten Wochen, nein eigentlich die letzten Monate, waren sehr anstrengend. Diese Schwangerschaft war generell eher beschwerlich, mit vielen Zipperlein hier und da, und dazu kamen eben noch die beiden Kinder, die mich voll und ständig beanspruchten, und so ganz nebenher ist da eben noch ein ganzes Haus, das zumindest auf einem minimalem Niveau konstant in Schuss gehalten werden muss. Ich hatte ernsthaft unterschätzt, wie viel Kraft mir das rauben würde.

Einmal alles perfekt bitte

Ernsthaft viel Energie saugte mir aber dieses „Vereinbarkeits-Ding“ ab, das schon unter normalen Umständen ein Eiertanz ist. Nun bin ich aber zusätzlich in einem Beruf, in dem mein Ausfallen tatsächlich schwer auffällt. Ich arbeite in einer Heimeinrichtung für jugendliche Frauen mit diversen echt hammerharten psychologischen/psychiatrischen Diagnosen, es geht immer auch um Suizidprävention und einer zu erwartenden Letalität von je nach Lebensphase 5-20%. Da bleibt man eben nicht daheim, wenn’s zwickt – zumindest nicht ohne von schlechtem Gewissen förmlich erschlagen zu werden. Theoretisch wären dort 2 PsychologInnen, aber meine Kollegin war nicht wirklich fachlich fit, und das habe ich mehr als deutlich zu spüren bekommen.

Mehr als einmal war ich deutlich über dem Punkt, den ich mir so von Vernunftsgründen zumuten würde, und im Nachhinein bereue ich die ein oder andere Entscheidung, hätte mir gerne öfter und konsequenter Freiräume für mich und eine gesunde Schwangerschaft genommen. Aber nun ist es einmal so. Umso mehr freute ich mich auf den Beginn meines Mutterschutzes, mehr als einmal habe ich die Tage gezählt.

Der Abschied ist natürlich aber so ein Ding, das nicht so richtig Spaß macht. Zum Einen arbeite ich gern dort, mag meine KollegInnen, meine Chefin, mag es einfach das Gefühl zu haben, an gewichtigen Themen zu arbeiten, am Abend zu wissen, wofür ich diesen Beruf gewählt habe, und nicht zuletzt mag ich meine Klientinnen. Grade da ist der Abschied etwas, das mir einen Kloß im Magen verschaffte, weil viele da so ihr Problem damit haben, und ich erwartete, dass das entsprechend unschön laufen würde. Ich rechnete mit massiver Ablehnung und Abwertung aus Angst vor der Trennung von einigen, und bekam genau das. Ich rechnete mit Angst und Tränen, und wurde bestätigt. Ich stellte mich auf Rückzug und Isolierung ein, und auch das trat ein. Bis zuletzt beharrte ich auf einem persönlichen und ritualisierten Abschied, und rang die Zusage allen ab; mit einer Ausnahme erfolgreich. Jedes meiner Mädels bekam zum Abschied Einhornschokolade mit lustigem Spruch und einen Fidget Spinner zum Skillen, und eine Umarmung – wenn sie sie wollten. Ich schluckte, und ging.

Meine Vertretung ist eine blutjunge Frau, direkt nach dem Studium, und sie wird sicher öfter mal maßlos überfordert sein. Ich nahm mir unglaublich viel Zeit für eine punktgenaue Übergabe, setzte viele Akzente und Rufzeichen an den bedeutsamen Stellen und bereitete sie auf Herausforderungen vor, so gut ich konnte. Ich erzählte ihr, dass sie Vieles hören wird, und dass sie sich darauf einstellen soll, dass sie sich wappnet für schlimme Erzählungen von Gewalt, Missbrauch, Vergewaltigungen, und dass sie denkt „so nun komm ich damit klar“, und dann erzählt eine etwas verglichen damit völlig Banales, und es wird einen so unerwartet im Kern treffen, dass man dasitzt, um Fassung ringt, und bei allem authentischen Reagieren bemüht ist, der Klientin nicht zu zeigen, wie sie einen damit erschüttert hat. Ich habe ihr ans Herz gelegt, sich vorher zu überlegen wie sie in so einer Situation das Gespräch respektvoll vertagt, ohne das Mädchen vor den Kopf zu stoßen, aber selbst noch hilfreich zu bleiben. Ich habe sie darauf vorbereitet, dass sie auch aus tiefster Seele gehasst werden wird.

Dem neuen Kollegen, der für meine Ex-Kollegin kommt, habe ich versucht einen sanften Start zu ermöglichen, denn… er ist ein Mann. Egal was er macht, er wird mit viel Ablehnung konfrontiert werden. Ich bedaure es unglaublich, nicht mit ihm zusammen arbeiten zu dürfen, wir waren fachlich sofort auf einer Wellenlänge, er ist ein eher älteres Semester und schon sehr erfahren. Er hat eine erfrischende Kombination aus Kaltschnäuzigkeit, Abgeklärtheit, Realismus, Erfahrung, tiefem Verständnis und Einfühlungsvermögen, von der ich gerne ein wenig zapfen und profitieren würde. Er wiederum scheint von mir begeistert, warf mir nach der Übergabe und dem Lesen einiger meiner Berichte Komplimente um die Ohren (hey komm, tut auch mal gut sowas zu hören *hust*) und hoffte, dass wir nach dem Jahr Elternzeit zusammen arbeiten würden. Ich auch.

An meinem letzten Tag stand der Abschied vom Team an. Wir machten es recht „kurz und schmerzlos“, ich bekam Blümchen zum Abschied und wir planten, dass ich mal mit der Kleinen vorbei komme. In den beiden Büros der Wohngruppe ließ ich noch eine Packung Kaffee und Prinzenrolle stehen, dann hämmerte ich noch in Windeseile zwei Berichte in die Tasten, und gab dann meinen Schlüssel bei der Chefin ab. Nochmal durchschnaufen, eine Rose und ein Sonnenglas bekommen, und dann war es vorbei.

Schnief und juhu, auf in den Mutterschutz!

Auf bald!

Gedanken

Tschüss [Januar 2018]

Mir fällt grade auf, dass ich den Dezember wegen Jahresrückblick und so komplett vergessen hatte.. Hmp. Aber nun gehts weiter! Herzlich gerne verabschiede ich mich von diesem dunklen, nassen, ekligen Januar, der mich viele Nerven gekostet hat, und freue mich sehr auf den Februar, der die Ehre von 2018 gerne wiederherstellen darf.. 😉

1  – Schwangerkrank ist absolute KACKE

2 – Der erste Kleidchen ❤

3 – Es schmeckt wohl!

4 – Schrank umgestylt

5 – Steinböckchen ist VIER!

6 – Geburstagspartykinder

7 – Geburtstagstisch

8 – Partyspaß mit Knicklichtern

9 – Teamwork am Spielplatz

 

Nun aber ran, Februar! 🙂

Auf bald!

Gedanken

Jahresrückblick 2017

Wenn ich auf dieses Jahr zurückblicke, dann bin ich zufrieden. Es hat mich viel Kraft und Anstrengung gekostet, aber es war nichts davon „verpufft“, oder umsonst, sonst es hatte seinen Sinn und Zweck, und das fühlt sich gut an. So schwer ich das letzte Jahr zu verdauen hatte, so dankbar bin ich dieses.

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Ich überlege ehrlich, ob ich dem Jahr eine 10 geben möchte, aber da die Schwangerschaft aktuell so anstrengend ist und mir viele Tage verhagelt (schon seit Anfang an), gibt es einen kleinen Abzug. Eine 9 ist aber wohlverdient.

2. Zugenommen oder abgenommen?
Anfang des Jahres sehr viel abgenommen, nun in der Schwangerschaft zu.

3. Haare länger oder kürzer?
Ungewollt ein Stück kürzer, Friseure verstehen einfach „Spitzen bitte“ nicht.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Unverändert, aber ich fürchte mein Gehör wird tatsächlich noch schlechter. Spätestens zur Arbeitsbeginn nach Elternzeit muss es also wohl doch ein Hörgerät sein. (Heul.)

5. Mehr Kohle oder weniger?
Weniger, da ich zwangsläufig von 60 auf 50% reduzieren musste, damit die neue Kollegin auch ordentlich 20 Stunden bekommt. Sie hat unordentlich gearbeitet und geht nun. Voll gelohnt. -.-

6. Besseren Job oder schlechteren?
Gleicher Job.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?
Ööhm.. ich glaube wir waren etwas sparsamer.

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Selbstwirksamkeit. Mir fällt spontan nichts Wertvolleres ein.

9. Mehr bewegt oder weniger?
Mehr, zumindest im ersten Halbjahr.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Hmm… sehr wenige! Ich erinnere mich spontan an nichts Nennenswertes bei mir. Bei den Jungs hielt sich die Erkältungswelle ebenfalls extrem fair und moderat. Nur den Kleinen hatte es zweimal übel erwischt, einmal Angina und einmal eine ->

11. Davon war für Dich die Schlimmste?
-> bakterielle Superinfektion nach schnöder Erkältung mit 41° Fieber und einer Runde Antibiotikum. Ich kann nicht in Worte fassen wie gut es getan hat zu sehen, als er innerhalb von 3 Stunden sichtbar gesunder wurde.

12. Der hirnrissigste Plan?
Hm, da gab es nicht. Zählt das Planen eines dritten Kindes? Bekloppt ist es ja schon ein wenig… XD

13. Die gefährlichste Unternehmung?
Das gefährlichste war vermutlich das Ponyreiten im Urlaub, ich war mir nicht sicher die Viecher wieder zurück zu bekommen. Nein, wir leben nicht gefährlich.

14. Die teuerste Anschaffung?
Hmm… wir haben uns dieses Jahr nichts teures angeschafft. Zusammengerechnet waren es bestimmt die Schuh- und Kleidungskosten für die Kinder.

15. Das leckerste Essen?
Die Cheat-Meals in der Abnehmphase waren sicher die geilsten, aber da war es nichts Konkretes. Ich habe mir etliche tolle große Eisbecher gegönnt und extrem genossen. Auswärts essend waren es sicher wieder die Burger im „My Heart Beats Vegan“. (omfg) Keinesfalls darf in dieser Liste schon vorausschauend das Silvester-Raclette fehlen, mmmhhh….

16. Das beeindruckendste Buch?
Ich habe etliche Hörbücher gehört, aber es gab nur ein beeindruckendes und lebensveränderndes Buch: Fettlogik überwinden von Nadja Hermann. Uneingeschränkte Empfehlung. War mein Neujahrsvorsatz-Buch 2016, und hat eingeschlagen wie eine Bombe, 10€ hatte ich noch nie sinnvoller investiert.

17. Der ergreifendste Film?
Ergreifend? Oh Gott, ich schaue nichts ergreifendes mehr, das halte ich einfach nicht mehr aus seit ich Kinder habe, heule ständig los. Eine Serie die ich sehr genossen habe war „Turn – Washington’s Spies“.

18. Die beste CD?
Meteora von Linkin Park. Seufz.

19. Das schönste Konzert?
Keines.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Mit den Kindern und mit dem Freuen über Erfolgserlebnisse – ich stelle nämlich fest, dass die Frage gar nicht explizit nur Menschen meint, oder?

21. Die schönste Zeit verbracht mit?
Mit Familie und lieben Freunden, und auf mich selbst stolz sein.

22. Zum ersten Mal getan?
Ein Zimmer rosa gestrichen.

23. Nach langer Zeit wieder getan?
Schwangerschaftskleidung getragen.

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Magenkoliken, den Tod vom geliebten Kater 😦

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Ich glaube mein Mann und ich haben uns gegenseitig immer wieder davon überzeugt, mit dem Abnehmen weiter zu machen und dran zu bleiben, wenn die Motivation mal wieder einen Durchhänger hatte. Das war für uns beide wohl am Wertvollsten.

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Die Jungs damit überrascht, dass sie ein kleines Geschwisterchen bekommen, und dann nochmal mit der Mitteilung, dass es vermutlich wie „bestellt“, ein Mädchen wird.

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Ich werde das schrecklich egozentrisch beantworten: ich mir selbst, indem ich es nach langer Zeit wieder geschafft habe, mir selbst Erfolgserlebnisse zu verpassen, und Stolz und Freude zu fühlen. Die letzten Jahre waren ziemlich hart, und daher ist mir das so unendlich wichtig. Es gibt kein befreienderes Gefühl, als das, nicht von äußeren Umständen oder Menschen abhängig zu sein, um sich glücklich zu machen. Das tat soo gut.

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Da schlägt das Herz ganz fleißig, alles in Ordnung.“

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Der Reaktion nach, als ich Oma erzählt habe, dass wir ein Mädchen bekommen. (Ich glaube außer dem Mann und mir war das jedem extrem wichtig…)

30. Dein Wort des Jahres?
Geschwister, Schwangerschaft

31. Dein Unwort des Jahres?
Vertragsübergangsbrücke. (Anderes, langes Thema, aber viel Hass.)

32. Dein(e) Lieblingsblog(s) des Jahres?
Dieses Jahr hab ich wieder begonnen, mehr Blogs zu lesen, besonders gern und oft hab ich bei Holzhütteneinblicke reingeklickt.

33. Zum Vergleich: Verlinke Deine Rückblicke der vorigen Jahre!
2016, 20152014201320122011

Nun möchte ich noch ein wenig darüber schreiben, was so im kommenden Jahr ansteht und auf uns zukommt, was ich mir erhoffe oder vorhabe…

Januar und Februar werden noch ein wenig anstrengend, aber dann beginnt ja der Mutterschutz. Ich hoffe, dass ich gesundheitlich und energiemäßig alles schaffe und einen guten Abschied für alle Klientinnen hinbekomme.
Außerdem habe ich tatsächlich vor, wieder etwas mehr auf meine Gesundheit und Ernährung zu achten. In den letzten Wochen drehte sich fast alles um das Verhindern der Magenschmerzen, aber gesund war das nicht. Ich hoffe dass das besser wird.

Im März und April, die letzten Wochen vor Geburt, möchte ich viele Kräfte sammeln, viel schlafen, viel nähen, und soweit es mir möglich ist, ein wenig Gartenarbeit verrichten. Eventuell werde ich mich dann noch auf die Hausgeburt vorbereiten und letztliches alles vorbereiten, um diesen kleinen neuen Menschen willkommen zu heißen.

Ab Mitte April hört meine „Planung“ erst einmal auf, denn danach wird sich alles um unser drittes Kind und das Wachsen zu einer 5köpfigen Familie drehen. Es wird anstrengend, neu und besonders. Ich habe so viele schöne Vorstellungen und Hoffnungen, bin aber aufgeschlossen für die Entwicklung, die uns da bevorsteht. Der Mann hat einen Monat Elternzeit geplant, damit wir dieses Abenteuer gemeinsam bewältigen können.
Ein großer Wunsch von uns ist es, auf der Terrasse ein Vordach bauen zu lassen. Der Lohnsteuerausgleich wird zeigen, ob und in welchem Umfang das möglich sein wird, aber es ist mein aktuell größter materieller Wunsch.

Was in den Sommermonaten kommt lässt sich also schwer vorhersehen. Ich hoffe auf ein pflegeleichtes, unkompliziertes kleines Baby (haha), und dass die Jungs die Veränderung gut verkraften, sodass wir viele schöne Momente sammeln können, da ich mich ja auch nicht zwischen Arbeit und Kindern aufteilen muss und theoretisch viel Zeit und Energie für nur-Familie habe.
Wir möchten außerdem unsere Hütte im Garten ein wenig herrichten, damit wir im Sommer gemütlich dort sitzen können.
Ich hoffe auch, dass wir es wieder schaffen, vieles aus dem eigenen Garten zu ernten. Es braucht einfach echt viel tägliche Aufmerksamkeit, und ich hoffe dass mir das von zuhause aus besser gelingt (ich denke da an so einfach Dinge wie morgens gießen können statt in die Arbeit zu hetzen).

Im Herbst würde ich gerne, wenn es die Umstände erlauben, nach Österreich fahren. Meinen Großeltern ist mittlerweile ihr hohes Alter anzumerken, und ich weiß nicht, wie viele Gelegenheiten es noch geben wird. Ich wünsche mir, dass meine Tochter sie noch kennenlernen kann – und umgekehrt.

Wenn der nächste Winter kommt, hoffe ich, dass wir alle fit und möglichst gesund bleiben und auch das kleine Menschlein nicht allzu sehr von den Kindergartenkeimen beeinträchtigt wird. Ich freue mich schon heute auf unser nächstes Weihnachten – zu fünft. #nichtheulennichtheulen

 

Ich hoffe ihr hattet auch ein Jahr, auf das ihr gerne zurückblickt, und wünsche euch von Herzen alles Gute beim Start ins Neue!

Auf bald!
Hummelchen

 

Gedanken · Psychologie

[Zeitreise] Odi et amo.

Kürzlich stolperte ich in einer meiner letzten Lieblingsserien äußerst unerwartet über ein Gedicht, das ich von einem Lied kannte, das ich mal im Chor gesungen hatte. Damals war ich so 15, 16 Jahre alt, hatte gerade beschlossen dass ich Psychologie studieren würde, und das Lied bewirkte etwas in mir, sodass ich meine Gedanken in eine Geschichte packen musste.

Nein, so würde ich das heute, mehr als 15 Jahre später, nicht mehr schreiben. Aber ich mag diese Geschichte trotzdem noch, und vor allem möchte ich sie nicht „verlieren“ – es war genug Aufwand die Datei aufzuspüren.

Ich weiß nicht ob so etwas vor Weihnachten nicht viel zu düster ist, aber vielleicht mags der/die ein oder andere ja dennoch lesen…

 

ODI ET AMO

Odi et amo. (Ich hasse und liebe.)
Quare id faciam, (Warum ich das tue, )
Fortasse requiris. (wirst du vielleicht fragen.)
Nescio. (Ich weiß es nicht.)
Sed fieri sentio (Aber ich fühle dass es geschieht)
Et excrucior. (und ich leide.)
Ah.

ODI..

Alleine. Dunkel. Stille. Wie schön.. Totale Stille, kein Geräusch, kein Vogel, der singt, keine Grille, niemand schreit. Noch nicht. Wer auch? Um ein Uhr morgens?

Es ist kühl hier im Zimmer: Im Februar heizen sie hier nicht mehr. Wozu auch? Eigentlich bin ich müde, aber ich will nicht schlafen. Ich muss wach bleiben, wach bleiben! Ja nicht einschlafen! Ich muss müde sein, müder werden. Ich darf erst am Tag einschlafen. Ich bin ein Tier. Jawohl, ein Tier. Deshalb bin ich auch hier: weil ich ein Tier bin. Menschen sperrt man nicht in stille, kalte, einsame Räume. Nur Tiere. Ich bin ein Tier. Welches? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich es hasse. Ich habe noch nie so gehasst wie jetzt. Nicht mal damals. Als ich… aber da war ich noch ein Mensch, jetzt bin ich ein Tier. Oder war ich es damals auch schon? Oder wurde ich da eins? Oder kam ich schon als Monster auf die Welt? Ich weiß es nicht. Nicht mehr. Ich glaube, ich wusste es einmal, aber ich bin mir nicht sicher; nicht mehr. Hier kann man sich nicht sicher sein. Hier sind alle Tiere, Monster, ohne Gefühle, ohne Verstand. Und solche sind sich nicht sicher. 2.15h. Noch sechs Stunden. Bleib wach, bleib wach! wenn ich nicht so müde wäre… Aber Tiere werden nicht einfach müde. Ich werde wach bleiben. So lang ich will. Ich muss bis acht Uhr wollen. Da werden sie alle wach. Und schreien. Ich hasse es. Ich hasse hier alles. Sogar das Bett. Die Decke ist zu kurz. Meine Füße sind schon ganz kalt. Vor allem die rechte große Zehe, die ist schon am längsten hier an der kühlen Luft. Aber das ist wohl nicht weiters verwunderlich für einen Mann meines….Wie alt bin ich eigentlich? Und wie lang bin ich schon hier? Kurz oder lange? Ich habe mein Zeitgefühl verloren. 10 Jahre? 20 Jahre? 30, 40, 50, 100 Jahre? Ich weiß es nicht mehr, ich weiß gar nichts. Aber das macht nichts, nicht hier. Hier ist es egal, alles egal, vor allem ich. Außerdem haben Tiere kein Zeitgefühl, und ich bin ein Tier.

Ich glaube, ich werde gleich einschlafen. Aber ich darf nicht, ich will nicht. Doch andererseits… Tiere haben keinen eigenen Willen. Darum kann man sie auch gegen ihren Willen einsperren, weil sie keinen haben. Also muss es wohl stimmen, dass ich ein Tier bin…

…ET…

Oh nein, ich bin eingeschlafen. Sie schreien, sie schreien, sie schreien. Jeden Tag, jede Woche, jedes Monat, jedes Jahr, immer, immer wieder. Wie wilde Tiere. Ich kann ihnen sagen, was ich will, sie hören mich nicht. Ich habe aufgehört zu reden, ich gebe nur manchmal Laute von mir. Meistens verstehen sie mich, manchmal auch nicht, aber das macht mir nichts. Mir ist hier alles egal. Jeden Tag.

Jetzt ist es hell. Zu hell.  Um acht Uhr, pünktlich, gehen im ganzen Haus die Lichter an. Und am Abend um neun Uhr aus. Sie sind grell, es tut weh wenn man zu lange hinschaut. Der Spiegel ist genau gegenüber von meinem Bett. Meinem Bett? Nein, hier gehört nichts mir. Überall sind Aufkleber, auf denen steht: „Eigentum der Anstalt für psychiatrische Notfälle“ Hm, als ich hier ankam, habe ich darüber nachgedacht. Ein Notfall? Ich? Ich bin doch bloß ein Tier… Aber wahrscheinlich deshalb.  Nein, ich weiß dass ich nicht immer ein Tier war, zumindest glaube ich das. Da kommt schon die Schwester. Mit dem Frühstück. Sie sagt, heute habe ich Besuch. Ich soll in die Empfangshalle gehen, wenn ich fertig bin. Ich schlinge alles hinunter. Ein Stück Brot, Margarine, und Tee. Ohne Zucker.

In der Halle sitzt jemand auf dem Sofa. Er wartet. Auf mich? Ich setze mich zu ihm, vielleicht sagt er etwas. Ja, er sagt, er ist mein Sohn. Nein, ich kenne ihn nicht, aber ich werde ihm zuhören. Er erzählt mir eine Geschichte. Von einem Mann. Er hat seine Frau erstochen. Und weil er böse war, ist er jetzt eingesperrt. Ich bin auch eingesperrt. Ob ich ihn wohl kenne? Ob er auch hier ist, bei uns? Vielleicht werde ich ihn einmal suchen gehen. Warum bin ich eigentlich hier? Ich weiß es nicht. Aber ich glaube, ich wusste es gestern -oder heute- noch. Aber ich bin mir nicht sicher. Der junge Mann hat mich gerade etwas gefragt. Aber ich weiß nicht, was, ich habe ihm nicht zugehört. Ob ich überhaupt noch verstehe, was man mir sagt? Nicht immer. Aber auch das ist egal. Er wird zornig, glaube ich. Aber ich will nicht mehr sprechen, ich kann nicht mehr. Jetzt schreit er. Und er weint. Hysterisch. Er ist ein schlimmerer „Notfall“ als ich es bin. Ich bin bloß ein Tier. Jawohl. Die Schwester kommt. Sie lächelt. Sie lächelt immer. Und sie ist immer nett. Sie erklärt dem jungen Mann etwas. Der nickt und geht. Ohne Abschied zu nehmen. Na bitte, er war nicht mein Sohn. Söhne verabschieden sich von ihren Vätern. Und Söhne lieben ihre Väter. Aber mich liebt niemand. Aber ich bin ein Tier. Und Tiere liebt man nicht.

…AMO.

Aber ich liebe. Sehr sogar. Zumindest glaube ich das. Aber ich weiß es nicht. Nicht mehr. Ich kann mir nichts mehr merken, mich nicht mehr erinnern. Warum? Jeden Tag denke ich das. Ich sitze nur da und denke. Immer. Jeden Tag, jede Woche, jedes Monat, jedes Jahr. Was sollte ich auch anderes tun? Es ist langweilig. Aber ruhig. Solange niemand schreit. Ich liebe die Stille. Und ich liebe sie. Solange sie da ist, mache ich mir keine Sorgen. Sie ist für mich da, sie sorgt für mich. Sie liebt mich. Ich weiß es. Ich spüre es. Ich bin mir sicher. Nein, ich bin mir doch nicht sicher. Tiere sind sich nicht sicher. Und ich bin ein Tier. Tiere liebt man nicht. Und ich bin ein Tier. Sie liebt mich nicht, niemand liebt mich, niemand kann mich lieben. Weil ich ein Tier bin. Das sagen sie. Aber ich, ich liebe.

QUARE ID FACIAM?

Was soll ich bloß dagegen tun? Was kann ich tun? Das darf so nicht bleiben. Tiere kennen keine Liebe, was ist bloß los? Ob ich vielleicht… nein, ich bin ein Tier, das ist sicher. Ich will sie nicht lieben. Ich will hassen, hier muss ich hassen. Was anderes könnte ich tun? Sie verwirrt mich, sie soll damit aufhören. Aber andererseits, hier verwirrt mich alles, sie passt perfekt hierher. Und ich liebe sie gar nicht wirklich. Wie sollte das auch gehen? Aber.. ich bin mir doch so sicher. Warum kann ich nicht normal denken? Ich weiß nur, dass ich sie liebe, und nur das ist wichtig. Ich liebe sie.

FORTASSE…

Oder bilde ich mir das nur ein? Nein, ich liebe. Aber ich bin mir nicht sicher. Ich bin mir überhaupt nicht sicher, in nichts. Nicht mehr hier.. Aber wenn es anders wäre… Was war bloß vorher? Oder war ich immer schon hier? Ich glaube nicht, aber ich bin mir nicht sicher. In nichts. Da kommt die Schwester. Die, die ich zu lieben glaube. Aber woher soll ich denn wissen..? Hübsch ist sie. Sie ist groß und trotzdem zierlich. Sie hat lange, dunkelbraune gelockte Haare. Und eine kleine Brille. Und sie lächelt immer, ist immer freundlich, auch zu mir, obwohl ich ein Tier bin. Aber ob ich sie wirklich liebe? Jetzt gehen wir waschen. Sie wäscht mich immer. Ich kann es selbst nicht mehr, glaube ich, aber ich bin mir nicht sicher, glaube ich zumindest. Jetzt berührt sie mich. Oh ja, ich liebe sie, sehr sogar. Ich hoffe, sie lässt mich nie allein. So lange sie da ist, ist alles in Ordnung. Ja. Ich hoffe, ich bete, dass ich mir diesmal sicher bin. Kann ich überhaupt noch beten? Nein, Tiere beten nicht.

…REQUIRIS.

„Ich habe ihn jetzt gewaschen und ihm sein Mittagessen gebracht, Doktor.“ „Danke, Ingrid. Aber warum wollten Sie mich sprechen?“ „Nun, ich mache mir Sorgen um ihn..“ „Warum denn, Ingrid? Sie wissen doch, er wird hier gut versorgt.“ „Aber natürlich weiß ich das. Aber er wirkt so… abwesend, er redet nicht mehr; Heute hat er seinen Sohn nicht mehr erkannt! Dabei ist es doch erst einen Monat  her, dass der Prozess beendet und er hergebracht worden war.“ „Aber Ingrid, sie wissen doch, das ist wegen der Medikamente. Es ist gut so, er darf sich nicht erinnern, so lebt er in Frieden.“ „In Frieden? Aber…“ „Außerdem ist er gefährlich! Bedenken Sie, was er seiner Frau angetan hat, die Arme… Er ist wahrhaftig ein Tier.“ „Oh, bitte hören Sie auf so schlecht über ihn zu sprechen! Er könnte es vielleicht wirklich glauben! Er ist ein Mensch wie Sie und ich, das wissen Sie genau.“ „Ingrid, er hat zirka 100 mal auf seine Frau eingestochen, durchlöchert wie ein Sieb! Nennen Sie DAS etwa menschlich? Ich nicht.“ „Aber er ist so traurig, so ruhig, zu introvertiert. Trotz der Medikamente, ich glaube nicht, dass das normal ist.“ „Sie kennen ihn besser. Meinen Sie, wir sollten ihm zusätzlich Antidepressiva verabreichen?“ „Nun, Doktor, ich bin mir nicht ganz sicher. Manchmal sitz er nur da und lächelt ohne Grund. Man könnte auch glauben, er sei manisch-depressiv. Aber ich glaube die Gefahr ist zu groß, wir sollten ihm nicht so schnell neue Medikamente verabreichen. Aber ich weiß es nicht, vielleicht, wenn Sie ihn sich einmal anschauen würden, mehr um ihn kümmern… Ich bin mir sicher, dass…“ „Ingrid, das wird nicht notwendig sein. Halten Sie mich auf dem Laufenden. Sie sind doch sicher sehr kompetent, hoffe ich. Sie können das. Sie wissen, wir können hier nur kompetente Schwestern brauchen. Ich vertraue Ihnen. Das wissen Sie doch.“ „Ja, ich weiß, Herr Doktor. Danke, dass Sie sich die Zeit genommen haben, mir zuzuhören.“ „Aber sicher doch, Ingrid. Auf Wiedersehen.“

NESCIO.

Ich will weg hier. Ich habe Angst. Wovor? Vor allem. Glaube ich. Ich halte es nicht mehr aus hier. Tiere kann man doch nicht einsperren, sie müssen frei sein, frei! Ich will frei sein! Nicht eingesperrt mit grellem Licht von 8-21 Uhr und reflektierenden Spiegeln und hübschen Schwestern und brüllenden Gefangenen! Ich will weg! Aber ich weiß nicht, wie. Ich komme hier nicht raus. Niemand kommt hier raus. Auch ich nicht. Ich muss hier weiter eingesperrt bleiben wie ein, wie… ja, ein Tier..

SED…

Aber was wenn ich? Wenn ich fliehe? Weit, weit weg, ohne Weg zurück. Ich weiß nicht ob ich… das kann. Tiere tun das normalerweise doch nicht, Tiere können das nicht. Aber ich will ihnen – ihr- doch beweisen, dass ich etwas Besseres bin, etwas das man doch lieben kann. Aber, NEIN, verschwinde Gedanke! Das darf ich nicht denken! Wie kann ich mich dagegen wehren? Und will ich mich überhaupt wehren? Wenn ich es doch bloß wüsste! Was..? Ich würde siegen, hätte es allen bewiesen, allen. Aber daran darf ich nicht dauernd denken, das kann ich nicht tun, ich muss es vergessen.

…FIERI…

Er kommt wieder, ich spüre es, es lässt sich nicht aufhalten. Nicht mehr. Oh, warum musste mir der Gedanke kommen, warum mir? Aber was, wenn ich das wirklich täte? Ich wäre weg, und das Geschrei der Gefangenen auch. Ich spüre, dass ich nicht widerstehen kann. Es geschieht einfach. Wie alles hier. Nichts ist Zufall. Alles geplant. Kein Einfluss. Ich kann mich nicht wehren. Oder doch? Ich könnte. Es gäbe eine Möglichkeit. Aber.. nein, nicht schon wieder. Das ist nicht gut. Aber warum muss alles immer nur gut sein? Tiere sind nicht immer gut. Böse Tiere werden eingesperrt. Ich bin eingesperrt. Ich bin ein böses Tier. Ein Monster. Ein Ungeheuer. Ich bin böse. Das sagen sie. Alle.

…SENTIO…

Außer ihr. Alle außer ihr. Sie glaubt nicht, dass ich böse bin. Sie glaubt auch nicht, dass ich dumm bin. Alle anderen tun das. Aber ich bin nicht dumm. Nicht wirklich. Nur manchmal. Heute aber nicht. Es geht besser als heute Morgen. Ich kann mich erinnern, was heute war, was gestern. Kein Unterschied. Ich weiß nur nicht, was vorher war. Aber das hat sowieso keine Bedeutung. Nicht hier. Nicht jetzt. Nicht für mich. Es würde nichts ändern. Alles bliebe so, wie es jetzt auch ist. Ob die Schwester -jetzt weiß ich es wieder: sie heißt Ingrid- es weiß? Ich könnte sie fragen. Nein, kann ich nicht. Ich kann nicht mehr sprechen. Es fällt mir so schwer, es ist so anstrengend. Alles ist anstrengend. Nachdenken ist anstrengend. Ich bin müde. Da kommt das Essen. Nachher darf ich schlafen. Muss ich schlafen. Der Doktor sagt das. Ich werde nach dem Essen immer so müde. Warum? Ich weiß es nicht. Und wenn ich aufwache, weiß ich nichts mehr. Jeden Tag dasselbe. Aber jetzt weiß ich noch. Glaube ich. Aber ich darf nichts wissen. Sagen sie. Alle. Immer. Es ist besser so. Das stimmt wohl. Es muss ja stimmen. Sie sagen es ja alle. Es stimmt immer, was sie sagen. Deshalb sind sie wohl nicht eingesperrt. Trotzdem sind sie immer hier. Freiwillig? Ich nicht. Niemals. Freiwillig? Oder kam ich freiwillig hierher, ist es meine Schuld gewesen? Was habe ich getan? Was kann man, was muss man tun, um so behandelt zu werden? Ich will weg hier, ich will weg hier! Was, ich soll essen? Nein, ich will nicht, ich will bloß weg hier! Warum verstehen sie mich nicht? Warum? Das Essen… es schmeckt… komisch… Ich glaube es schmeckt anders als in der Früh. Bitterer. Aber ich muss es essen. Ob ich will oder nicht. Ich wäre so gerne weg! Wie kann ich bloß entkommen, wie? Ich würde wirklich alles tun, wirklich alles! Alles? Ich glaube schon. Aber was ich wirklich weiß, ist, dass ich weg will, weg muss, unter allen Umständen. Koste es, was es wolle. Und sei es, dass ich dafür .. Ich könnte doch einfach.. In meinem Zimmer liegt doch ein Seil, oder..? Was wenn ich… Ach, es wird dunkler. Oder bilde ich mir das ein? Ich bin so müde. Ich will schlafen. Denken ist anstrengend. Ich will weg,… nein, schlafen.. nur schlafen… die Schwester? … ich will in mein Bett…. ich…

…ET…

„Er schläft jetzt, Doktor.“ „Sehr gut, Ingrid. Haben Sie die Spritze vorbereitet? Ja?“ „Ist das nicht etwas zu viel? Gestern waren es erst 2 ml, die Drogen sind doch ziemlich stark.“ „Ja, das ist auch gut so. Keine Sorge, ich weiß schon, was ich tue. Es macht nichts, wenn er abhängig wird. Er wird es erhalten, so lange er hier ist, und lange ist das sowieso nicht.“ „Warum denn?“ „Na, diese Dosis hält niemand länger als zwei Jahre aus. Der Organismus verkraftet eigentlich nur…“ „Aber, aber das ist doch…“ „Ingrid, das verbitte ich mir! Es ist durchaus human! Nach seiner Tat hätte er sowieso die Todesstrafe bekommen.“ „Aber das tut er doch auch hier.“ „Nur ohne Qualen und ohne Angst. Die Medikamente sind durchaus zuverlässig. Obwohl dieser Bastard, dieser Mörder etwas anderes verdient hätte!“ „Aber, Herr Doktor, er war doch auch schon krank, als er die Tat begangen hat, nicht mehr zurechnungsfähig. Er war doch eine Versuchsperson, ein Experiment. Die Medikamente, die er erhalten hat, waren nicht zugelassen. Niemand konnte wissen, wie er darauf reagieren würde.“ „Das ist egal. Was geschehen ist, ist geschehen.“ „Wie wird er auf die Dosis reagieren?“ „Ich weiß es nicht. Sie müssen ihn beobachten. Er könnte unerwartet gegenwärtig sein und rebellieren oder wir können ihn damit ruhig halten.“ „Ruhig? Er ist mir jetzt schon zu ruhig. Ich mache mir Sorgen, dass er sich etwas…“ „Ingrid, Sie brauchen sich keine Sorgen um ihn zu machen. Er ist doch nur ein Patient.“

…EXCRUCIOR.

Mein Kopf. Er tut weh. Warum? Es ist hell. Zu hell. Tiere mögen kein grelles Licht. Ich bin ein Tier. Jawohl, ein Tier. Ein grausames Tier. Es ist still… Ach, wie schön.. Aber bald geht das Geschrei der anderen Tiere wieder los.. Wir sind alle eingesperrt… Warum? Ich weiß es nichts, ich weiß gar nichts. Wer bin ich denn? Doch, das weiß ich.. Ich bin ein Tier. Richtig, ein Tier.. Das war immer schon so, ist so, und wird auch für immer so bleiben.

AH.

Ich will mich erinnern.. Aber es geht nicht.. Warum habe ich geschlafen? Was war vorher? Habe ich immer geschlafen, und bin erst jetzt wach geworden? Warum.. warum weiß ich nichts..? Wusste ich es jemals? Ich bin mir nicht sicher… Woher auch… Tiere sind sich nicht sicher. Und ich.. ich bin ein Tier.

Gedanken

Tschüss [November 2017]

Der November war ein wahnsinnig flinker Monat, an den ich mich eigentlich gern zurückerinnere, möchte dabei aber die 3 Wochen Husten und anschließende Angina vom Kleinen ausblenden. Ganz toll fand ich die paar Tage wunderschönen Spätherbst, heeerrrlichst!

1  – Kinderkuschelrunde

2 – Spaziergang im Feld

3 – Spaziergang im Wald

4 – Selbstgemachte Vogelfutterwürfel

5 – seltene Fotokombi Mama mit Kids

6 – unsere Sternzeichen

7 – Laternenumzug

8 – Babyfuß

9 – Laserschwertkampf

Ich freue mich schon sehr auf den Dezember, bin schon längst in Weihnachtslaune, plane Keksbacktage und Christbaumschmuck. Und das absolute Highlight wäre natürlich wenn es mal nutzbaren Schnee gäbe, haaachz!

Auf bald!