Gesundheit

Scheiße

Ja, also gut, das hätte man schon eleganter ausdrücken können, aber treffender wohl nicht. Hier liegt nämlich alles flach mit… nem Magen-Darm-Virus. Wenn man so diversen Social Media glauben möchte geht der quer durch Österreich und Deutschland rum, und ist damit nichts Besonderes.

Für uns neu ist es insofern trotzdem, da das unser erster MD-Komplettausfall war. Begonnen hat der Große mit 2 Tagen unspezifischem Bauchweh, aber ohne sonstwas. Dann hat er angefangen hochzufiebern, und es war klar dass er etwas ausbrütet. Am Folgetag spuckte er sein Mittagessen postwendend wieder hoch, und verlieh dem später am Nachmittag nochmal ordentlich Nachdruck. Das Fieber war aber gut runter und erst am nächsten Tag sollte sich gut händelbarer Durchfall dazugesellen.

Der Kleine aber zog nachts nach und kotzte im Viertelstundentakt. Um 3 startete ich die erste Waschmaschinen Ladung, da Bettwäsche und Handtücher rasend schnell knapp wurden, bis vormittags waren dann insgesamt 3 Ladungen durch. Durch waren dann auch der Mann und ich, nach einer Nacht wenig und letzter Nacht praktisch null Schlaf. Zudem war ich selbst noch übel erkältet und krächzte so rum. Blöd nur, dass es den Kleinen richtig übel erwischt hatte, er sich immer mal wieder übergeben musste und entsprechende Laune hatte. Außerdem kam schnell ziemlich heftiger Durchfall dazu, anfangs alle 10 Minuten, und innerhalb weniger Stunden war er so wund am Po dass jedes Wickeln eine Qual (für alle) war.

Mit Vomex und diversen Hausmittelchens schafften wirs dann, dass die nächste Nacht gar nicht mal so schlecht startete, und ich brauchte ja auch DRINGEND Schlaf. Komisch nur, dass mir so flau im Magen war.. und kalt. Also, schlotternd ins Bett gepackt und bald gemerkt: jop, das wird Fieber. Da mein Körper das nicht gut drauf hat und das Hochfiebern immer recht (langsam) zelebriert also mal nachgeholfen und in tausende Schichten eingemümmelt. Siehe da, hat geholfen, Fieber da, und ich wusste – das wird die 3. Nacht ohne Schlaf. Denn die erste Fiebernacht kann ich praktisch null schlafen, war schon immer so. Ich vertrieb mir die Zeit mit viel Trinken (da unglaublichen Durst) und zur Toilette pendeln. Dazwischen guckte ich ein wenig Downton Abbey.

Und schließlich dann, relativ unvorbereitet, wurde mir mitten in der Nacht auch klar, dass mich ebenso der MD erreicht hatte. Ungelogen, sowas hab ich noch nicht erlebt. Und jaaa, ich hab da generell nicht so viel erlebt, weil ich nicht mal kotze wenn ich schwanger bin, aber… das war wirklich krank. Mir wurd so plötzlich derart schwindlig dass ich mich nur noch auf den Klositz plumpsen lassen konnte, dann wurde mir schwarz vor Augen, und dann gings auch schon los. Zwölfmal genauer gesagt. Irgendwann dazwischen hab ich begonnen nach dem Mann zu rufen, ich hatte echt Sorge das komplette Badezimmer zu überfluten (jaja, tmi, schon klar, aber was dachtet ihr denn bei dem Thema??). Leider pennt der wenn er pennt und Ende. Irgendwann bekam ers auch mit und betrat mit einer Mischung aus Ehrfurcht und Ekel im Blick das Schlachtfeld.

Da ich immer noch Sternchen tanzen sah (es lag nicht an der Weihnachtsbeleuchtung) befahl er mich nach dem Duschen (es. war. nötig.) aus dem Bad, und fragte nur verloren womit um Himmels Willen er das wegmachen soll. Wir erinnern uns: Badetücher waren aus. Irgendwie wurde er der ganzen Sache Herr, und ich wischte noch schnell mitm Nasswischer drüber, falls jemand nachts aufs Klo müsste und so… Jedenfalls weiß ich seither, dass er mich wirklich liebt, das macht man sonst nicht mit. Ehrlich. Das war eklig.

Tags drauf war ich durch, aber so richtig, und ich habe den Großteil in einem Delirium-artigem Halbschlaf verbracht, während der Mann tapfer die Kinder hütete, die an der Grenze zwischen krank und gesund einer Schar Dämonen frisch aus der Hölle glichen. Ich behandelte mich mit unserem Wundermittel (das aus 3 Buchstaben besteht und ich der Werbung wegen nicht nennen möchte) und hatte keinerlei Beschwerden mehr außer tödlicher Müdigkeit und Kopfschmerzen.

Tags drauf nun, heute, kehrte ein wenig Ruhe ein: die Jungs sind unerträglich fit geworden und daher nicht ausgelastet, ich gleiche wieder einer Lebenden, und die aufkeimende Übelkeit vom Mann haben wir prophylaktisch auch gleich behandelt, zumindest die Rechnung ging wohl auf. Daher gings heute ans.. äh… Saubermachen. Außerdem war Medikamenten Nachschub fällig. Und Windeln, Klopapier, neue Kloputzbesen, Trocken-Knabberkram und tausende Putzsachen. Ich geb ja sonst wenig auf Desinfektionskram, aber bei Magen Darm bin ich kurz davor mit dem Flammenwerfer auf meine Sanitäreinrichtungen loszugehen. Also mal eben schnell alles besorgt. Danach war ich 40€ in der Apotheke und 80€ beim dm los (auch bekannt als das, womit wir uns sonst knapp 2 Wochen ernähren können). Ich habe mir ernsthaft überlegt, ob man Magen-Darm irgendwie von der Steuer absetzen kann. Das gibts doch nicht?? Naja, zumindest konnte ich mir damit heute ausgiebig die Zeit im Badezimmer vertreiben und jede Ritze sauberschrubben, sodass ich das Biohazard Schild wieder ruhigen Gewissens abnehmen konnte.

Naja. Hoffen wir dass es das nun war. Und vielleicht, bittedanke, sind wir dieses Jahr nicht wieder zu Weihnachten krank, ja??

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Auf bald,
Hummelchen

Gesundheit

Ausgeknockt

Hier liegt alles flach, seit Wochen. Also – nie alles gleichzeitig, aber wir waren seit Geburt vom Kleinsten noch nie alle gleichzeitig gesund. Zuletzt hatte der Mann eine Angina, dann hat ihn der Große abgelöst mit „irgendwas im Ohr rot“ (es wurde nicht von einer Mittelohrentzündung gesprochen, aber vermutlich gemeint?), und während er noch nicht mal gesund ist und dauer-quietsche-raunzig hab ich mir ne Kehlkopfentzündung eingefahren und gebe mir Sprüche vom Mann, ich könne so nun bei entsprechenden Hotlines Geld verdienen…

Nundenn… wenn ich die Tage wieder etwas besser überlebe, dann schreib ich mal wieder. Aktuell würd ich nur jammern.

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Auf bald,
Hummelchen

Arztbesuch · Baby · Gesundheit

Nicht ganz grün

Wir waren heute mal wieder beim Arzt. Nachdem vor 3 Wochen die Erkältung beim Kleinen begonnen hatte, zwischendurch natürlich deutlich besser wurde, sind die Nächte nach wie vor davon geprägt, dass er sehr schlecht Luft bekommt. Trotz Kochsalz-Nasentropfen und Muttermilch und nassen Tüchern im Raum und und … Seit gestern abend hatte er schlecht getrunken, heute Nacht ein Fläschchen sogar vollständig verweigert. Und das nicht mangels Hunger oder Appetit. Er wollte, hat immer wieder angesetzt, aufgehört weil er keine Luft bekam, und nach ein paar Schlucken schrie er laut auf, und wollte nicht wieder anfangen.

Für mich, nur beim Zusehen, wirkte es wie Halsschmerzen. Also heute auf zum Arzt. Der allererste Eindruck war ja ein guter, als wir mit dem Großen zum Impfen waren. Dann, bei der U2 vom Kleinen die grauenvolle Vertretung, dann erneut ein Impftermin und eben wegen der Erkältung – hier war er merkwürdig. Ich weiß nicht ob es daran lag, dass ich es gewagt hatte die Schreckschraube zu kritisieren, oder ob das nun der Normalzustand war, aber mein Eindruck von heute lässt uns arg darüber nachdenken, ob wir uns nicht doch einen anderen Arzt suchen.

Aber von vorn: die Wartezeit war super, vor allem dafür dass wir ja als „Notfall“ reinrutschten. Die Arzthelferin kontrollierte die Sauerstoffsättigung, alles prima. Nur der Kleine war arg am Weinen, denn seit wir aus dem Auto ausgestiegen waren, hatte er Hunger. Ich hab dann auch gleich das Fläschchen zubereitet, das aber zu heiß zum Trinken war, also blieb nichts anderes übrig, als zu warten. Etwa 15 Minuten nach Ankunft kam der Arzt zu uns, das Fläschchen hatte es bis dahin leider noch nicht gegeben. Ich habe den Eindruck, dass er mich nicht grüßt, genausowenig wie den Kleinen (Bei Babys vielleicht noch nicht nötig, ich fand es aber sehr nett dass unsere frühere Ärztin das immer, auch bei ganz kleinen. Wohl aus Prinzip. Hat wohl irgendwas mit Respekt zu tun…). Ich weiß nicht, ob er etwas *gesagt* hat, er hat sich nämlich gleich nach Betreten des Zimmers an den PC gesetzt, vielleicht habe ich es nur nicht gehört – aufgrund meines Hörschadens fällt es mir sehr schwer, Menschen zu verstehen oder zu hören, wenn ich sie dabei nicht ansehen kann. Ich weiß dann oft nicht ob sie überhaupt mit mir reden (wenn wie eben auch noch die Arzthelferin dabei ist zB), und kann einfach keine Worte ausmachen, so als würden sie chinesisch sprechen. Wenn dann noch ein Baby weint sind meine Chancen nahe Null. Na gut, muss er nicht wissen, höflich wars dennoch nicht wirklich.

Er murmelt da also was vor sich hin, guckt sich die Akte an, dreht sich zu mir und nuschelt er würde ihn sich gern anschaun – klar, logo, dafür sind wir ja da! Dass er nicht nach „warum wir eigentlich da sind“ fragt stört mich nicht gleich – denke mir, dass er darüber informiert wurde und sich lieber erst selbst ein Bild machen möchte, soll mir ja auch recht sein. Er hört ihn also ab, und weil der Zwerg so laut weint (und ich mir denke er HÖRT dann einfach nicht so gut beim Abhören), stecke ich ihm den kleinen Finger in den Mund, an dem er sofort kräftig zieht. Kaum ist er fertig mit Abhören, meint er (nach wie vor ohne mich anzusehen): „Wie war das in der Psychologie doch gleich?“ [Und ich bin ganz baff ob der sich gar gemerkt hat dass ich Psychologin bin und bin sehr gespannt was da jetzt kommt…] „Eine sofortige Bedürfnisbefriedigung erhöht die Erwartungshaltung.“

Batz. Ich gebe zu, ich bin nicht schlagfertig. Schlagfähig, ja! Wenn ich die Zeit habe, so etwas sacken zu lassen und nachzudenken. Spontan kommt sowas nicht. Und dabei wäre mir da so viel in den Sinn gekommen. Problematisch auch, dass diese Aussage SO blöde war, auf so vielen Ebenen, dass die Entscheidung, WAS man darauf jetzt sagen könnte gar nicht so leicht wäre… Denn:

1. Herr „Kollege“, hör mal der Expertin zu: du laberst Müll. Babys haben keine Erwarungshaltung, die haben nur Wünsche und Bedürfnisse und bei Nichterfüllen haben sie dann Not. Die sind, ich sags dir mal ganz einfach, damit dus auch verstehst, zu DOOF für Erwartungshaltungen bzw. Verwöhnen. Das können die noch gar nich! Kognitiv nicht dazu imstande. Klar soweit? Also, es entsteht keine Erwartungshaltung bei sofortiger Bedürfnisbefriedigung, beim schlauesten Baby nicht in den ersten 6 Monaten, bei fast allen nicht in den ersten 12. Als Beweis kann ich gern mal den Großen bringen, der sein Essen bei Hunger, eben zur „Bedürfnisbefriedigung“ immer sofort zackzack hopphopp braucht sonst gibts Terror. Und DER hat die ersten 5 Monate NIE sofort alles bis zur Sättigung bekommen, wegen Stillen+Fläschchen-Unterbrechung. Siehste, hilft also gar nix dem Baby warten beibringen zu wollen. Ällebätsch.

2. Keine Regel ohne Ausnahme. NATÜRLICH gibt es etwas wie eine Erwartungshaltung im weitesten Sinne, die sich glücklichweise schon in den ersten 6 Monaten ausbildet. Nennt sich Urvertrauen, für die Freudianer. In diesem Fall wollte mir der gute Herr mit seiner Bemerkung wohl ein Kompliment machen, welches ich völlig verkannt hätte.

3. Was heißt denn da bitte „sofortige“!? Mein Baby war bereits seit einiger Zeit unruhig, gut 10 Minuten am Weinen. Dass es verhältnismäßig ruhig bleibt solang ich ihn nur am Arm hab und bekuschele, weil das eben (bislang *fingerkreuz*) sein Temperament ist, heißt nicht, dass es nicht schon seit geraumer Zeit gerne etwas *hätte*. Gut dass Sie dabei waren, gut dass Sies beurteilen können. Danke fürs Gespräch.

4. Das nächste Mal, Herr Doc, wenn sie etwas HÖREN möchten, werde ich mein Kind einfach plärren lassen. Kein Thema. Die Minute mehr kann ich ab, er auch. Viel Spaß. Wer so lieb bittet…

5. Zuletzt keimt bei mir noch die Frage auf, was dieser unerbetene, hinter einem blöden Spruch getarnte, Erziehungsratschlag/Kritik sollte, wenn ich eigentlich bittedanke gerne gewusst hätte wie es um die körperliche Gesundheit meines Neugeborenen steht!?

Achja – dazu sagte er natürlich was! Mit mir zugekehrtem Rücken, halb zur Arzthelferin tuschelnd, der Rachen sei ein klein wenig gerötet (ich entnehme dem Tonfall dass das wohl nicht so schlimm sei), und mit dem Ohr blabla irgendwas – „WAS!?“ – blablamurmel, ich solle weiterhin die abschwellenden Nasentropfen geben, aber nur bei Bedarf, …

… und schon will er „Tschüss!“ davonstürmen. Gerade noch fange ich ihn im Türrahmen ab. „Ja und wenn er weiter nichts trinkt?“ – „Ach, vorhin hat er doch gut gesaugt!“ – „Ja, am FINGER, da muss er ja nichts schlucken.“ „Och, hm, joa, naja.. seit wann trinkt er schlecht?“ – „Gestern abend, heute Nacht gar nicht.“ – „Achso, hm, joa, ne.. *nuschelmurmelwusel* passt schon.“ Und zurück lässt er mich, mit einem Fragezeichen auf der Stirn, und einem Gebräu von Verwirrung, Enttäuschung, Sorge und Wut, das da in mir nach oben brodelt.

Bevor ich aber etwas sage, gebe ich dem Baby endlich das (noch nicht ganz trinkbereite, das waren keine 3 Minuten, aber er hat genug Hunger sichs auch zu warm reinzuziehen) Fläschchen. Er trinkt es, ganz. Ich gehe und beschließe, wohl nochmal nach Kinderärzten zu suchen…

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Auf bald,
Hummelchen

Ernährung · Gesundheit · Rumpelstilzchen

Und HAPS! (Gläschen vs Selbstgekocht)

Angefangen haben wir unsere Breimahlzeiten übrigens mit einem Gläschen. Ich fand das zu Beginn sinnvoll, schließlich lohnt es ja kaum eine Fünftel Karotte zu kochen und zu pürieren? Und bis er eine „ganze“ Portion essen würde würd ja eh noch Zeit vergehen, ne?

Als er  dann aber so schnell ordentliche Mengen verputzt hat (MrMini isst übrigens generell nicht so viel auf einmal, und genausowenig wie er die angedachten 210ml pro Mahlzeit Milch vernichtet verputzt er auch nicht 190g Brei. Wir schwanken so 140-160, mit einigen Löffelchen Obstbrei im Anschluss) hab ich mir überlegt, mal selbst zu kochen. Was zu der Überlegung führte:
1. mir begegnete ein Kürbis im Supermarkt (wer rechnet im März schon damit? *g*) und
2. ich hab seinen gekauften Gläschenkürbisbrei probiert (und so schnell gespuckt das glaubt ihr nicht!)

Ich kam also zu dem Schluss: Karottengläschen schmecken tatsächlich wie Karotte. Aber mir erschließt sich nicht was da Ekliges in den Kürbisgläschen drin ist. Während der Alnatura-Brei sehr säuerlich und fast bitter schmeckt (so muss wohl unreifer Kürbis schmecken? keine Ahnung?!) ist der von HIPP, bei dem auch noch Reisgedöns mit dabei ist (zu spät bemerkt! steht er doch sonst auch bei den kleinen pur-Gläschen) so grauslich dass es mir unverständlich ist welches Baby das essen soll. Vor allem der Vergleich mit dem selbstgekochten Kürbis, der so unglaublich süß und lecker schmeckt dass ich bei jeder Mahlzeit zu hoffen begonnen habe, er möge mir doch ein Löffelchen übrig lassen (vergebens, übrigens, vergebens…), macht eins deutlich: Gläschen kann geschmacklich sowas von nicht mithalten! Auch der Blindtest beim Mann zeigte das. Man kann kaum zuordnen was man da isst, es schmeckt alles viel fader und säuerlicher. Merkwürdig…

Ein wenig unbegeistert war ich insofern, als dass das Kochen ja „voooll viiiiel Arbeit“ sein würde, und, viel gewichtiger, ich nicht immer alles Gemüse bekomme, das er grade essen sollte oder will. Schlimm wars dann, als MrMini nach dem ersten selbstgekochten Brei festgestellt hat, dass das besser ist als ausm Glas und letztere daher mitm A**** nicht mehr anschaut. Yay. Und das mir, wo ich doch so gern koch! Ich mein … ich koch gern mal, aber ich hätte mich gern aufm hin-und-wieder-Gläschen ausgeruht.. *seufz* Und – ob ich das auch kann, Babybrei kochen?

Mittlerweile, nachdem ich in abstruser Versuchung war Babybreikochbücher zu kaufen, bin ich wieder geerdet. Ist total simpel. Kann jeder Depp, auch ohne tausende Rezepte. Läuft ja auch immer gleich: Koch Gemüse und Kartoffel im Verhältnis 2:1 bei niedriger Temperatur mit Deckel, püriers mir ein wenig Kochwasser (bis geschmeidige leichtflutschige Konsistenz). Nicht salzen, nicht würzen, und fertig. Es muss auch gar nicht sooooo dünn püriert sein wie im Gläschen, mein Kleiner schafft auf eine etwas sämigere-grieseligere Konsistenz. Nur große Stücke spuck-würgt er mir raus (ein Versehen, hab ein winziges Brokkoliröschen nicht erwischt *schäm*). Dann eben paar Mal die Woche ein 20-30g-Klecks Fleisch dazu, und fertig.

Während übrigens das Gemüse kochen und pürieren total simpel ist, ists beim Fleisch ein wenig mehr Aufwand. Einheitliches hab ich nicht gefunden (jeder sagt was anderes), aber ich geh momentan nach dem Fahrplan vor: Fleisch kleinschneiden, 10 min kochen, Kochwasser wegschütten und in neuem Wasser nochmal 30-45 Minuten kochen. Auch das Pürieren ist da nicht so einfach und wenig mehr Gefriemel, weil Fleisch ja nicht „schmierig“ wird beim Pürieren sondern eher klebrig. Aber ich dachte mir: wenn schon bei simplen Gemüse so ein Unterschied besteht, wie ists dann erst bei Fleisch? Hab da auch ein wenig Sorge dass mich die Fleischgläschen anekeln beim Öffnen, und last-but-not-least: wenn ichs selber kauf weiß ich halt auch *wo* ichs kauf, kann zur Metzgerei meines Vertrauens gehen und so wählen, ob ich Billigfleisch aus Massentierhaltung/transport nehm, oder das von umliegenden Bauernhöfen. (Tipp bei der Metzgerwahl: nachschauen ob die Lieferanten namentlich und mit Adresse aufgeführt werden! Im Zweifel dort einfach mal dran vorbeifahren..) Ich mein… ist ja auch nicht so ganz unwichtig, ne?

Jedenfalls lässt sich beides, der Gemüsebrei und der Fleischbrei, gut einfrieren. Ein Fach der Kühltruhe ist nun randvoll mit Babybrei, und ich kann da die Nuby-Schälchen von dm sehr empfehlen. Lassen sich einfrieren, in der Spülmaschine waschen und in die Mikrowelle stellen zum Auftauen. Außerdem sind sie praktisch beim Füttern, und haben lustige Farben 😛

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Die Fleischkleckse hab ich in einem Jumbo-Eiswürfelbehälter eingefroren. Eigentlich wärs überhaupt nicht nötig, 20g sind so ein kleiner Furz, das hätte vermutlich auch in einen normalen gepasst (Merke: erst denken, dann kaufen *seufz*). Jedenfalls hab ich diesen Behälter, und zusätzlich stehts noch in einer Klickbox, damit es keine Gerüche annimmt, find ich irgendwie hygienischer. Große Klickbox stammt übrigens aus diesem Set, von dem sich auch die kleinsten Behälter super für 150g Portionen Gemüsebrei eignen! 😉

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So, das wars von der Babybreikochfront!

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Auf bald,
Hummelchen

Ernährung · Gedanken · Gesundheit · Rumpelstilzchen

Und HAPS! (Teil 1)

Wie mache/r vielleicht schon gelesen hat – bei uns wird nun schon ein Weilchen zugefüttert. Und weil ich dieses Thema so unglaublich komplex und mächtig spannend finde, brennt es mir daher schon unter den Nägeln, darüber zu bloggen. Da der Minimann nun endlich wieder samt Nonomo in seinem Zimmer weilt (weil er tagsüber wieder länger als 20min am Stück schläft, und sich daher der „Mehraufwand“ lohnt – denn alle 5 Minuten rüberlaufen und schuckeln macht keinen Spaß!) kann ich wieder ungestört tippen – mein Anschlag ist zu polterig für ihn *hust*.

Jedenfalls.. wo war ich? Achja… Da ich eben viel Zeit mit Schlaulesen verbracht hab ists mir ein Anliegen, hier sowohl das Schlaue, meine Meinung, meine bescheidene Erfahrung, und aber auch offene Fragen oÄ loszuwerden. Gerne suche ich Austausch, Anregungen, Tipps usw., aber Gretchenfragen ums Breifüttern führen wir hier dann nicht, ok? 😉 Damit meine ich übrigens sämtliche Grunsatzdiskussionen, bei denen sich die Lager so spalten dass man kaum auf einen Nenner kommt, wenn zu viele unterschiedliche Ansichten aufeinandertreffen (ähnlich wie beim Impfthema), etwa wie Beikoststart, Art der Ernährung, etc. Wenn ich Interesse merke, mach ich dazu einen eigenen Motzdiskussionspost (ähnlich, ja, wie beim Impfthema). So, nun aber.

Anfangen haben wir Mitte März, Mr.Mini war zu dem Zeitpunkt seinen ersten Löffelchens erst 4 Monate und eine Woche alt. Warum ich SO früh damit begonnen habe, hat mehrere Gründe. Zuerst, das gestehe ich, ich hatte unheimlich Bock drauf und wollte schaun „obs schon geht“. Im Prinzip kann man hin und her philosophieren wann der perfektestesteste Zeitpunkt ist, im Grund läufts ja eh immer auf „probiern wirs mal“ raus, weil das Baby schon die Marschrichtung vorgeben wird, und entweder reinmampft oder spuckt. Ich hatte aber tatsächlich den Eindruck, dass ihn Essen zu interessieren beginnt, weil er uns Erwachsene beim Essen gradzu niedergestarrt hat. Zu dem Zeitpunkt war das aber glaub ich eher „oh was machen die denn da?“ als „ICH WILL AUCH“, und unklar auch insofern, als ihn ja alles was wir tun mehr oder weniger fasziniert. Ich find (oder fand) das als Richtwert daher eher … unzuverlässig. Aber ein Indiz, immerhin! Aber mehr als ein unsicherer Hinweis ist das wohl nicht, auch wenn er sich währenddessen selbst alles in den Mund gestopft hat – das tut er auch ohne dass er wen beim Essen beobachtet.

Was für mich auch noch ein wichtiger Punkt war – ich habe ja nicht (voll) gestillt. Hätte ich voll gestillt, hätte ich 6 Monate nichts anderes gemacht, soweit möglich. Nun spielen aber 2 Dinge rein: erstens, es ist unklar wie sich bei allergiegefährdeten Babys das Nichtstillen und der B(r)eikoststart auswirkt, man findet viel Widersprüchliches. Während klar zu sein scheint, dass 6 Monate NUR Stillen und zwar ausschließlichst ohne das winzigkleinste Kunstmilchfläschchen (und der Punkt ist essentiell!) das Beste wäre, gibt es für die Alternative mehrere Szenarien: vor allem früher hieß es, man solle nichtgestillte allergiegefährdete Kinder möglichst lange von allen Stoffen fernhalten, ganz besonders jenen die unter Umständen möglicherweise vielleicht eventuell eine Allergie auslösen sollten. Dann gibts die Position „möglichst früh rein ins Baby, gleich nachm 3. Monat„, quasi um „abzuhärten“, den Körper gleich an „reizende“ Stoffe gewöhnen um ihn gar nicht auf die Idee kommen zu lassen, da könnte man eine Allergie dazu basteln. Und schließlich noch die Variante: völlig wurscht, kein Unterschied zu nicht-Allergie-Babys, Beginn 5.-7. Monat. Während in 8 von 10 Fällen letzteres angegeben wird, und sich kaum jemand darauf versteift möglichst lange zu warten, bleiben die letzten 2 der 10 dabei, gerade bei gefährdeten Babys eher frühzeitig zu beginnen (wobei ich den 4. Monat als Start als abartig früh empfinde!). Ich für mich beschloss also als Konsens: früh, sobald ich denke es könnte was werden.

Grundlegend stand dann noch die Frage an: klassisch mit Brei, oder – was ich sehr reizvoll gefunden hätte – baby led weaning. Einigen sicher ein Begriff, bedeutet es, das Baby selbst bestimmen zu lassen wann es bereit ist etwas anderes als Milch zu konsumieren, und zwar indem mans einfach zu Tisch setzt, ihm Essbares vor die Nase legt und wartet bis es isst. Der Idee konnte ich per se viel abgewinnen, aber ich hab im ganzen Buch (zugegeben, im Schnelldurchlauf gelesen!) nicht gefunden, warum das rigoros nur mit festem Essen sein darf. Klar, weil sich das Kind da selbst helfen kann. Aber warum ist es ver“pönt“ ihm mit Brei zu helfen, und ebenso darauf zu achten was es will und das dann zu akzeptieren?
Ein weiteres Argument von blw find ich absolut dämlich: Das mit dem Löffel gefüttert werden mutet dem Baby fremd an, schließlich beobachtet es das nicht, und könne daher auch nicht darauf vertrauen, was man ihm da angedeihen lässt. Mal ehrlich – SO ein Unfug! Der Kleine hat auch noch nie beobachtet dass hier jemand mit Flasche gefüttert wird und nimmt sie ja trotzdem. Im Gegenzug sieht er uns sehr oft vom Löffel essen, gelegentlich sogar untereinander probieren/gegenseitig füttern. Bittedanke, mit einem halben Jahr setze ich soviel Vertrauen voraus. Entwicklungspsychologisch gesehen ist ein gesundes normal entwickeltes Baby bis dahin in aller Regel auf jeden Fall im Stande, zu verstehen dass das der Nahrungsaufnahme dient und den Hunger stillt (nach einiger Erfahrung am eigenen Körper).

So hatte ichs mir jedenfalls vorgenommen: Ich biete ihm Löffelkost an, aber nur wenn er-das-will. Immerhin war er ja eh so winzig, dass es rein gar nichts gemacht hätte wenn ers völlig ablehnt. Unser erster Brei – klassisch, Karotte, wie ich bald bereuen sollte – war ein Abenteuer. Ich war ja so aufgeregt! *lach* Das ist total  albern eigentlich, aber für mich wars einfach unglaublich spannend. Gut ausgepolstert (ihn, die Umgebung, mich….) hab ich mich also dran gemacht und ihm das erste Löffelchen an die Lippe gehalten. Wie alles hat ers natürlich sofort in den Mund gestopft und war dann erstmal richtig schockiert. Er hat mich so angesehen mit einem Blick „WAS-ZUM!!“ und ich musste ordentlich lachen. Er hats im Mund rumgeschoben, sich geschüttelt, die Finger in den Mund gesteckt und erstmal geguckt, was das denn da ist. (Von der Idee her find ichs ja ausgezeichnet, aber die Schweinerei! *stöhn*) Ausgespuckt hat er vom ersten Löffel an nichts. Gar nichts (nur das was zufällig rausläuft wenn ers im Mund rumschmatzt, aber einen Teil davon hat er sich selbst wieder reingezuzzelt). Ich war platt. Trotz „geschockter“ Reaktion war er von Anfang an Feuer und Flamme, und hat mich, die ich es ja total gemütlich angehen wollte, ordentlich angetrieben.

Schon allein wegen „ob ers verträgt“ wollte ichs dennoch langsam machen, aber bereits ab dem 3. Tag hat er regelrecht geschimpft wenn  es danach Fläschchen gab, er wollte scheinbar weiteressen. Ich hatte schon Angst er beginnt mir jetzt das Fläschchen ganz zu verweigern. Die erste Woche ging der „Übergang“ auch nur übers Stillen. Nach dem Brei wollte er unbedingt an die Brust, vielleicht weil nach soviel Neuem etwas Vertrautes ran musste? Keine Ahnung… kurz darauf hat er sich aber abgestillt. (Und ein kleinwenig war ich erleichtert, nicht 3gleisig fahren zu müssen, und auch die Entscheidung gar nicht treffen zu müssen.)

Ich hab nach wie vor den Eindruck, er möchte dass ich bittedanke mal weitermach und ich bin mir sicher, dass er sich freuen wird wenn er ab Mai dann auch endlich Abendbrei bekommt. Mittlerweile sind wir nach erfolgreichem Test von Kürbis (sein Lieblingsgemüse!), Brokkoli und Blumenkohl nun auch schon eine gute Woche bei der Kartoffel-Kombi, nächste Woche bekommt er zum ersten Mal Pute in den Brei. Aus dem Rennen sind vorerst Karotte (Verstopfung und lauter kleine rote Piffelchens an Hals+Gesicht, Weiteres besprech ich dann erst mit der Ärztin) und Pastinake, die er wohl augenscheinlich wiiiiderwärtig fand. (Bei jedem neuen Gemüse ist er erst skeptisch, isst langsam und mit viel Finger im Mund, aber spätestens beim 2. mal Füttern fand er bislang Gefallen dran und „schlingt“. Pastinake hat er sich auch an Tag 4 noch geschüttelt, da war Schluss)
Mittlerweile kann ich ihn kaum noch beim Essen zuschaun lassen. Kaum hatte er verstanden *was* wir da tun bei Tisch dreht er fast durch wenn er daneben sitzen muss. Im Bestfall starrt er mich nur entgeistert an, mit großen Augen und aufgerissenem Mündchen, als wolle er sagen „du isst das wirklich alles ALLEINE? Und ich krieg GAR NIX!!?“ Seine Oma hat das auch schon beobachtet und bestätigt, dass es einem den Appetit verdirbt von so traurig-vorwurfsvollen Augen niedergestarrt zu werden. Wenn er direkt davor sein Fläschchen bekommen hat, gehts. Dann nervt es ihn nur, dass er nicht auch darf, er macht auf Kasper und will unbedingt beachtet werden, als sei er aufs Essen eifersüchtig.. Mannmannmann… Sobald er sitzen kann, kommt er jedenfalls zu uns an den Tisch und darf sich selbst bedienen. Ich bin mir sicher, dass das – trotz vorherigen Breifütterns! – bestimmt bald funktionieren würde. Nach momentanem Stand hat er nämlich extrem viel Spaß dran.

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Und hier mach ich kurz nen Stopp. Wird sonst zu unübersichtlich! 😉

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Auf bald,
Hummelchen

Gesundheit · Rumpelstilzchen

Wasn dat?

Ich könnt hier echt mal nen Haus- und Hofarzt bei Hand brauchen. Ist das schlimm, beim ersten Kind (ich gehe mal davon aus dass es beim 2. besser wird?).. Nicht umsonst nenne ich mein Baby oft meinen „kleinen ersten Pfannkuchen“, denn genauso kommts mir leider manchmal vor. Stellenweise bin ich so dappig, dass mir mein Kleiner leid tut, eine so unbeholfene Mama zu haben :-/

Aber gut.. heute an der Tagesordnung: Mein Kleiner hat so eine Art „Bläschen“ in der Mitte der Oberlippe, da wo sie zur Unterlippe schließt. Es ist klein, leicht heller als die Lippen, und ein klein wenig erhaben. Manchmal sieht mans aber auch gar nicht, und es wirkt wie natürliches Lippen“profil“. Am ehesten wäre es mit einer winzigen Druckblase zu vergleichen, es fühlt sich aber fest an, nicht so als wäre es mit viel Flüssigkeit gefüllt. Es tut ihm offenbar nicht weh, er kanns zwar nicht leiden wenn man an den Lippen rumtut, aber trinkt ohne Gemecker und wirkt auch so nicht verhalten was seine Lippen-Spuckeblasen-Akrobatik angeht.

Meine erste Sorge war: Ohgott, ist das ein Herpesbläschen??? Ich hab nämlich Lippenherpes und hatte auch Windpocken als Kind (mein verstaubtes Schulbiologiehirn sagt, das kommt vom selben Virus?), aber keine Bläschen aktuell. Auch keins im Anmarsch, zweifelsfrei. Und da ich leider auch kenne, wie die Drecksdinger aussehen, bin ich mir seeehr sicher dass das was mein Baby hat was anders ist.

Aber bitte was hat denn ein Baby da für Bläschen? Kommt das vom vielen Speicheln/Lippenspielchen machen??? Ich bin verwirrt… -.- Eigentlich hab ich wiiirklich nicht das Gefühl deswegen zu Arzt zu müssen, kann mir aber auch keinen Reim drauf machen was das sein soll? Menno….

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Auf bald,
Hummelchen