Entwicklung · Gesundheit · Kind · Rumpelstilzchen

Neue Zähne!

Ich weiß, das ist wohl ein Thema an dem sich die Geister scheiden – die Einen finden es total spannend, die Anderen kriegen bei bloßer Erwähnung von Wackelzähnen schon das Würgen. Ich gehöre eindeutig zur ersten Gruppe. Bei wem sich jetzt schon die Zehennägel anfangen zu rollen – schnell wegklicken! 😉

Schon bei den Kleinen habe ich immer gespannt auf die Zähne gewartet, und der allererste Zahn war für mich ein Riesending. Wir hatten auch nie richtig schlimme Probleme, die meisten Unruhen hat uns das Einschießen der Zähne (so um den 3./4. Monat) beschert. Das tat ihnen sichtbar wochenlang weh, sie haben gesabbert und geweint, aber da es ja keine einzelne konkrete Stelle war konnte man auch nicht wirklich helfen, und Beißringe selber halten und an die richtige Stelle führen ist in dem Alter halt auch so eine Sache.

Aber so ein klein wenig Zickereien haben die einzelnen Zähnchen dann auch beim Durchbrechen gemacht, da wurde gern mal die ein oder andere Erkältung nebenher mitgenommen. Umso geschockter war ich dann, dass beim Durchbrechen der ersten bleibenden Zähne – als Erstes, bevor die ersten Milchzähne wackeln und rausfallen, kommen die hinteren Backenzähne dazu – sowas von gar nichts zu merken war. Rumpelstilzchen bemerkte es nicht, und mir selber fiel es nur mal zufällig beim Nachputzen der Zähne auf. Seit wir aber wissen, dass die grade im Anmarsch sind achten wir genauer drauf und beobachten fasziniert, wie sich das Zahnfleisch so verändert, anfühlt und aussieht kurz bevor die neuen Zähne durchbrechen, und auch wie sie dann weiter wachsen.

Wie so ein bleibender Backenzahn beim Wachsen aussieht

Im Folgenden hab ich ein paar Bilder, die den Prozess gut dokumentieren. Der erste Backenzahn (rechts oben kam er) ist mittlerweile schon komplett rausgewachsen und man sieht deutlich, dass er doch ein Stück größer ist als die beiden anderen. Aufgefallen ist er mir im Frühsommer, da war Rumpelchen 4,5 Jahre alt.

Der linke Backenzahn kam kurz vor seinem 5. Geburtstag raus, das ist also nun knapp 3 Wochen her, und mittlerweile ist er fast vollständig da. 2 Spitzchen fehlen noch, und ein wenig an „Höhe“ muss er gewinnen.

Der nächste wird wohl links unten sein. Man kann schon deutlich sehen dass das Zahnfleisch gewölbt ist, es ist öfter mal leicht gerötet, aber nicht entzunden oder schmerzend. Die Umgebung ist zwar recht fest, aber die Haut direkt darüber eher „schwammig“ und weich. Man sieht einen Teil schon durchschimmern und kann auch die Kanten deutlich fühlen wenn man drüber streicht. Da das am Foto eher schwer zu erkennen ist (schonmal in den Mund hinten reinfotografiert? Ich brauchte gefühlt tausend Anläufe….) hab ich mal einen Pfeil dazu gepackt.

Ich schätze dass es noch eine gute Woche dauern wird bis er sich erstmals blicken lässt, aber so genau lässt sich das nicht sagen. Ich finde aber, dass Backenzähne (bei uns) wirklich langsam rauswachsen. Ist aber auch verständlich, schließlich muss da viel Haut weichen und dem Zahn platz machen. Das Zahnfleisch selbst macht bei meinen dabei bisher glücklicherweise keine Probleme, da wurde nie etwas offen/wund oder gar blutig. Ich habe aber auch schon von Mamas gehört, bei deren Kindern genau das passiert ist, weil die Zähne wohl mit so viel Tempo rausgewachsen sind.

Nun warten wir mit Spannung auf den ersten Wackelzahn. Bin schon neugierig wie mein Kind da wohl drauf reagiert? Wird er eher panisch weil da ein Zahn nicht mehr fest sitzt (ich möchte fast meine Prognose dafür abgeben, seufz) oder wie ich früher ständig dran rumwackeln und -drehen bis er endlich raus ist? Und, was ist wohl unser Ding – Zahnfee, oder Zähne aufheben, oder 1€ pro Zahn?

Hmm.. wie macht ihr das?

Auf bald!

Gesundheit · Schwangerschaft

Mein Sportprogramm in der Schwangerschaft

Also zugegeben: meine Motivation Sport zu machen war in den ersten Schwangerschaftswochen seeeehr gering. So hin und wieder hab ichs geschafft mich dazu zu zwingen, aber das war doch meist mit viel Überwindung verbunden. Nun merke ich aber, vor allem nach dem eher beschwerlichen vierten Monat, dass ich ein paar Dinge ändern muss damit es mir („weiterhin“) gut geht. Vor allem das Auftreten der Becken- und Rückenschmerzen im nun begonnenen fünften Monat sind ein ganz deutlicher Hinweis darauf, dass ich aktiv werden muss.

Nun ists aber so, dass ich nicht mehr ins Fitnesscenter gehen möchte wie vor der Schwangerschaft. Zum Einen bin ich mir nicht sicher welche Übungen ich da noch machen sollte, zum Anderen fehlt mir dafür schlicht die Energie. Die Vorstellung, den Großteil des Abends mit Sport (bzw den Aktivitäten darum herum) zu verbringen ist ein wenig horrormäßig und hält mich ehr davon ab überhaupt was zu machen. Gerade weil ich halt doch eher erschöpft bin sehe ich die Chancen dafür, eben schnell eine halbe Stunde daheim was zu tun, viel höher. Also los gehts…

Übrigens, bevor es losgeht – nichts davon hab ich extra wegen der Schwangerschaft angeschafft, das hatte ich schon Jahre vorher. Es ist einfach eher so, dass das grade gut passt.

Leichte Muskelübungen – „Emotional Moves“

Ein Programm, das ich schon viele Jahre (Jahrzehnte?) kenne ist Emotional Moves. Der Titel ist einigermaßen bescheiden, ja. Laut aussprechen ohne zu kichern kann ichs eher selten, aber tippen geht noch. So in der Anfangszeit meines Studiums hab ich das morgens mal beim Zappen im TV gefunden und fand die Übungen sehr ansprechend. Jahrelang hab ich dann mit den aufgenommenen Videokassetten mitgemacht, aber mit dem Einäschern meines Videorekorders war diese Zeit vorbei. Da sie auch online nicht wirklich zu finden waren und ich die Übungen aber so mochte, hab ich sie mir dann vor etwa einem halben Jahr dann mal auf DVD geholt. Nun aber mal ein paar Fakten dazu…

Übungen: eine Mischung aus Yoga, Pilates und vermutlich das womit man sich im Ballett aufwärmt, bestehend aus Aufwärmen, Kraftübungen und Dehnen
Inhalt: insgesamt 8 Übungen, je ca 15 Minuten, unterteilt nach Muskelgruppenschwerpunkt (zB. Bauch/Baune, Rücken/Arme…)
Ziel: määäßiges Muskelaufbautraining (also ja wenn man vorher sehr schlapp war), eher Aktivierung und Stärkung der Tiefenmuskulatur; keine Ausdauerübungen
Schwierigkeit: Omamodus-Anfänger, 4 sehr einfache Einheiten, 4 ein wenig anspruchsvollere, aber untrainiert zu meistern
Schweißlevel: gering
Schwangerschaftsgeeignet: in der ersten Hälfte denke ich sind alle Übungen für jede geeignet, danach fallen ein paar gezielte Bauchmuskelübungen raus

Fazit: Also wie man sieht – aus der Puste oder ins Schwitzen kommt man eher nicht so schnell, wenn man sicher aber sehr bemüht kann man durchaus mal den einen oder anderen kleinen Muskelkater mitnehmen. Viele Übungen sind auch für den ganzen Körper anstrengend wenn man die Positionen bei der Ausführung genau beachtet, das finde ich sehr sinnvoll. Den meisten Nutzen nehme ich tatsächlich für Körperhaltung, Beweglichkeit und Lockerung in den Gelenken/Muskeln wahr. Und genau das brauche ich grade! Vor allem hat es mir bei meinen Hüftproblemen geholen (mein Iliosakralgelenk macht fiese Dinge in den Schwangerschaften, warum auch immer!), bei dieser einfachen Dehnungsübung hat es angenehm geknackt und Schmerzen genommen – ich kann es also nur empfehlen! 😀

Für mehr Puste – Crosstrainer

Ja so ein Allzeit-Klassiker, ne? Ich weiß dass das viele wohl sehr öde finden, aber ich mag das eigentlich ganz gern. Meist mach ich mir motivierende Musik in die Ohren und zappel mein Programm runter. Da ich fast unweigerlich genau im Tempo der Musik strample hab ich mehrere Playlists für jeweils unterschiedlichen Anspruch. So mäßig schnell kommen viele Latin Pop Songs rein, für ein wenig mehr Schweiß gibts eine Linkin Park und System of a Down Playlist. Und wenns gemütlich sein soll kommen Musicals oder Disney Songs drauf. Nein, ich habe keinen einheitlichen Musikgeschmack, falls ihr euch wundern solltet.

Ziel: Ausdauer, allgemeine Fitness, leichtes Muskeltraining (ich stelle den Widerstand immer sehr hoch, da haben die Beine was davon)
Schwierigkeit: Anfänger, schafft jeder; mit der Zeit kann man easy Zeit erhöhen oder durch Intervalltraining die Schwierigkeit
Schweißlevel: mäßig-hoch, je nach Einsatz
Schwangerschaftsgeeignet: definitiv; ich weiß nicht wie das bei einer Symphysenlockerung wäre, aber ich könnte mir vorstellen dass auch da die geführte Bewegung angenehmer ist als alles andere – müsste man aber natürlich mit dem Arzt klären

Vor einigen Monaten habe ich auf Instagram öfter mal Foto von mir nach dem Sport gezeigt. Ich sehe ungelogen so schlimm aus wenn ich Sport mache, dass ich mich deswegen entweder zu Tode schämen oder drüber lachen kann, ich habe mich für Letzteres entschieden und dem Thema den passenden Hashtag „fiftyshadesoffuckinghummerrot“ verpasst. Glaubt ihr nicht? Guckt selbst:

So, ich hoffe das Video konnte euch einen Schmunzler entlocken… 🙂 Falls nicht, versuch ichs nochmal mit einem Outtake Foto und der Störkatze, die mein toll zurecht Gepose zu langweilig fand und gerne mit meinem Schuh schmusen wollte… ->

Auf bald!

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Gesundheit

Scheiße

Ja, also gut, das hätte man schon eleganter ausdrücken können, aber treffender wohl nicht. Hier liegt nämlich alles flach mit… nem Magen-Darm-Virus. Wenn man so diversen Social Media glauben möchte geht der quer durch Österreich und Deutschland rum, und ist damit nichts Besonderes.

Für uns neu ist es insofern trotzdem, da das unser erster MD-Komplettausfall war. Begonnen hat der Große mit 2 Tagen unspezifischem Bauchweh, aber ohne sonstwas. Dann hat er angefangen hochzufiebern, und es war klar dass er etwas ausbrütet. Am Folgetag spuckte er sein Mittagessen postwendend wieder hoch, und verlieh dem später am Nachmittag nochmal ordentlich Nachdruck. Das Fieber war aber gut runter und erst am nächsten Tag sollte sich gut händelbarer Durchfall dazugesellen.

Der Kleine aber zog nachts nach und kotzte im Viertelstundentakt. Um 3 startete ich die erste Waschmaschinen Ladung, da Bettwäsche und Handtücher rasend schnell knapp wurden, bis vormittags waren dann insgesamt 3 Ladungen durch. Durch waren dann auch der Mann und ich, nach einer Nacht wenig und letzter Nacht praktisch null Schlaf. Zudem war ich selbst noch übel erkältet und krächzte so rum. Blöd nur, dass es den Kleinen richtig übel erwischt hatte, er sich immer mal wieder übergeben musste und entsprechende Laune hatte. Außerdem kam schnell ziemlich heftiger Durchfall dazu, anfangs alle 10 Minuten, und innerhalb weniger Stunden war er so wund am Po dass jedes Wickeln eine Qual (für alle) war.

Mit Vomex und diversen Hausmittelchens schafften wirs dann, dass die nächste Nacht gar nicht mal so schlecht startete, und ich brauchte ja auch DRINGEND Schlaf. Komisch nur, dass mir so flau im Magen war.. und kalt. Also, schlotternd ins Bett gepackt und bald gemerkt: jop, das wird Fieber. Da mein Körper das nicht gut drauf hat und das Hochfiebern immer recht (langsam) zelebriert also mal nachgeholfen und in tausende Schichten eingemümmelt. Siehe da, hat geholfen, Fieber da, und ich wusste – das wird die 3. Nacht ohne Schlaf. Denn die erste Fiebernacht kann ich praktisch null schlafen, war schon immer so. Ich vertrieb mir die Zeit mit viel Trinken (da unglaublichen Durst) und zur Toilette pendeln. Dazwischen guckte ich ein wenig Downton Abbey.

Und schließlich dann, relativ unvorbereitet, wurde mir mitten in der Nacht auch klar, dass mich ebenso der MD erreicht hatte. Ungelogen, sowas hab ich noch nicht erlebt. Und jaaa, ich hab da generell nicht so viel erlebt, weil ich nicht mal kotze wenn ich schwanger bin, aber… das war wirklich krank. Mir wurd so plötzlich derart schwindlig dass ich mich nur noch auf den Klositz plumpsen lassen konnte, dann wurde mir schwarz vor Augen, und dann gings auch schon los. Zwölfmal genauer gesagt. Irgendwann dazwischen hab ich begonnen nach dem Mann zu rufen, ich hatte echt Sorge das komplette Badezimmer zu überfluten (jaja, tmi, schon klar, aber was dachtet ihr denn bei dem Thema??). Leider pennt der wenn er pennt und Ende. Irgendwann bekam ers auch mit und betrat mit einer Mischung aus Ehrfurcht und Ekel im Blick das Schlachtfeld.

Da ich immer noch Sternchen tanzen sah (es lag nicht an der Weihnachtsbeleuchtung) befahl er mich nach dem Duschen (es. war. nötig.) aus dem Bad, und fragte nur verloren womit um Himmels Willen er das wegmachen soll. Wir erinnern uns: Badetücher waren aus. Irgendwie wurde er der ganzen Sache Herr, und ich wischte noch schnell mitm Nasswischer drüber, falls jemand nachts aufs Klo müsste und so… Jedenfalls weiß ich seither, dass er mich wirklich liebt, das macht man sonst nicht mit. Ehrlich. Das war eklig.

Tags drauf war ich durch, aber so richtig, und ich habe den Großteil in einem Delirium-artigem Halbschlaf verbracht, während der Mann tapfer die Kinder hütete, die an der Grenze zwischen krank und gesund einer Schar Dämonen frisch aus der Hölle glichen. Ich behandelte mich mit unserem Wundermittel (das aus 3 Buchstaben besteht und ich der Werbung wegen nicht nennen möchte) und hatte keinerlei Beschwerden mehr außer tödlicher Müdigkeit und Kopfschmerzen.

Tags drauf nun, heute, kehrte ein wenig Ruhe ein: die Jungs sind unerträglich fit geworden und daher nicht ausgelastet, ich gleiche wieder einer Lebenden, und die aufkeimende Übelkeit vom Mann haben wir prophylaktisch auch gleich behandelt, zumindest die Rechnung ging wohl auf. Daher gings heute ans.. äh… Saubermachen. Außerdem war Medikamenten Nachschub fällig. Und Windeln, Klopapier, neue Kloputzbesen, Trocken-Knabberkram und tausende Putzsachen. Ich geb ja sonst wenig auf Desinfektionskram, aber bei Magen Darm bin ich kurz davor mit dem Flammenwerfer auf meine Sanitäreinrichtungen loszugehen. Also mal eben schnell alles besorgt. Danach war ich 40€ in der Apotheke und 80€ beim dm los (auch bekannt als das, womit wir uns sonst knapp 2 Wochen ernähren können). Ich habe mir ernsthaft überlegt, ob man Magen-Darm irgendwie von der Steuer absetzen kann. Das gibts doch nicht?? Naja, zumindest konnte ich mir damit heute ausgiebig die Zeit im Badezimmer vertreiben und jede Ritze sauberschrubben, sodass ich das Biohazard Schild wieder ruhigen Gewissens abnehmen konnte.

Naja. Hoffen wir dass es das nun war. Und vielleicht, bittedanke, sind wir dieses Jahr nicht wieder zu Weihnachten krank, ja??

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Auf bald,
Hummelchen

Gesundheit

Ausgeknockt

Hier liegt alles flach, seit Wochen. Also – nie alles gleichzeitig, aber wir waren seit Geburt vom Kleinsten noch nie alle gleichzeitig gesund. Zuletzt hatte der Mann eine Angina, dann hat ihn der Große abgelöst mit „irgendwas im Ohr rot“ (es wurde nicht von einer Mittelohrentzündung gesprochen, aber vermutlich gemeint?), und während er noch nicht mal gesund ist und dauer-quietsche-raunzig hab ich mir ne Kehlkopfentzündung eingefahren und gebe mir Sprüche vom Mann, ich könne so nun bei entsprechenden Hotlines Geld verdienen…

Nundenn… wenn ich die Tage wieder etwas besser überlebe, dann schreib ich mal wieder. Aktuell würd ich nur jammern.

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Auf bald,
Hummelchen

Arztbesuch · Baby · Gesundheit

Nicht ganz grün

Wir waren heute mal wieder beim Arzt. Nachdem vor 3 Wochen die Erkältung beim Kleinen begonnen hatte, zwischendurch natürlich deutlich besser wurde, sind die Nächte nach wie vor davon geprägt, dass er sehr schlecht Luft bekommt. Trotz Kochsalz-Nasentropfen und Muttermilch und nassen Tüchern im Raum und und … Seit gestern abend hatte er schlecht getrunken, heute Nacht ein Fläschchen sogar vollständig verweigert. Und das nicht mangels Hunger oder Appetit. Er wollte, hat immer wieder angesetzt, aufgehört weil er keine Luft bekam, und nach ein paar Schlucken schrie er laut auf, und wollte nicht wieder anfangen.

Für mich, nur beim Zusehen, wirkte es wie Halsschmerzen. Also heute auf zum Arzt. Der allererste Eindruck war ja ein guter, als wir mit dem Großen zum Impfen waren. Dann, bei der U2 vom Kleinen die grauenvolle Vertretung, dann erneut ein Impftermin und eben wegen der Erkältung – hier war er merkwürdig. Ich weiß nicht ob es daran lag, dass ich es gewagt hatte die Schreckschraube zu kritisieren, oder ob das nun der Normalzustand war, aber mein Eindruck von heute lässt uns arg darüber nachdenken, ob wir uns nicht doch einen anderen Arzt suchen.

Aber von vorn: die Wartezeit war super, vor allem dafür dass wir ja als „Notfall“ reinrutschten. Die Arzthelferin kontrollierte die Sauerstoffsättigung, alles prima. Nur der Kleine war arg am Weinen, denn seit wir aus dem Auto ausgestiegen waren, hatte er Hunger. Ich hab dann auch gleich das Fläschchen zubereitet, das aber zu heiß zum Trinken war, also blieb nichts anderes übrig, als zu warten. Etwa 15 Minuten nach Ankunft kam der Arzt zu uns, das Fläschchen hatte es bis dahin leider noch nicht gegeben. Ich habe den Eindruck, dass er mich nicht grüßt, genausowenig wie den Kleinen (Bei Babys vielleicht noch nicht nötig, ich fand es aber sehr nett dass unsere frühere Ärztin das immer, auch bei ganz kleinen. Wohl aus Prinzip. Hat wohl irgendwas mit Respekt zu tun…). Ich weiß nicht, ob er etwas *gesagt* hat, er hat sich nämlich gleich nach Betreten des Zimmers an den PC gesetzt, vielleicht habe ich es nur nicht gehört – aufgrund meines Hörschadens fällt es mir sehr schwer, Menschen zu verstehen oder zu hören, wenn ich sie dabei nicht ansehen kann. Ich weiß dann oft nicht ob sie überhaupt mit mir reden (wenn wie eben auch noch die Arzthelferin dabei ist zB), und kann einfach keine Worte ausmachen, so als würden sie chinesisch sprechen. Wenn dann noch ein Baby weint sind meine Chancen nahe Null. Na gut, muss er nicht wissen, höflich wars dennoch nicht wirklich.

Er murmelt da also was vor sich hin, guckt sich die Akte an, dreht sich zu mir und nuschelt er würde ihn sich gern anschaun – klar, logo, dafür sind wir ja da! Dass er nicht nach „warum wir eigentlich da sind“ fragt stört mich nicht gleich – denke mir, dass er darüber informiert wurde und sich lieber erst selbst ein Bild machen möchte, soll mir ja auch recht sein. Er hört ihn also ab, und weil der Zwerg so laut weint (und ich mir denke er HÖRT dann einfach nicht so gut beim Abhören), stecke ich ihm den kleinen Finger in den Mund, an dem er sofort kräftig zieht. Kaum ist er fertig mit Abhören, meint er (nach wie vor ohne mich anzusehen): „Wie war das in der Psychologie doch gleich?“ [Und ich bin ganz baff ob der sich gar gemerkt hat dass ich Psychologin bin und bin sehr gespannt was da jetzt kommt…] „Eine sofortige Bedürfnisbefriedigung erhöht die Erwartungshaltung.“

Batz. Ich gebe zu, ich bin nicht schlagfertig. Schlagfähig, ja! Wenn ich die Zeit habe, so etwas sacken zu lassen und nachzudenken. Spontan kommt sowas nicht. Und dabei wäre mir da so viel in den Sinn gekommen. Problematisch auch, dass diese Aussage SO blöde war, auf so vielen Ebenen, dass die Entscheidung, WAS man darauf jetzt sagen könnte gar nicht so leicht wäre… Denn:

1. Herr „Kollege“, hör mal der Expertin zu: du laberst Müll. Babys haben keine Erwarungshaltung, die haben nur Wünsche und Bedürfnisse und bei Nichterfüllen haben sie dann Not. Die sind, ich sags dir mal ganz einfach, damit dus auch verstehst, zu DOOF für Erwartungshaltungen bzw. Verwöhnen. Das können die noch gar nich! Kognitiv nicht dazu imstande. Klar soweit? Also, es entsteht keine Erwartungshaltung bei sofortiger Bedürfnisbefriedigung, beim schlauesten Baby nicht in den ersten 6 Monaten, bei fast allen nicht in den ersten 12. Als Beweis kann ich gern mal den Großen bringen, der sein Essen bei Hunger, eben zur „Bedürfnisbefriedigung“ immer sofort zackzack hopphopp braucht sonst gibts Terror. Und DER hat die ersten 5 Monate NIE sofort alles bis zur Sättigung bekommen, wegen Stillen+Fläschchen-Unterbrechung. Siehste, hilft also gar nix dem Baby warten beibringen zu wollen. Ällebätsch.

2. Keine Regel ohne Ausnahme. NATÜRLICH gibt es etwas wie eine Erwartungshaltung im weitesten Sinne, die sich glücklichweise schon in den ersten 6 Monaten ausbildet. Nennt sich Urvertrauen, für die Freudianer. In diesem Fall wollte mir der gute Herr mit seiner Bemerkung wohl ein Kompliment machen, welches ich völlig verkannt hätte.

3. Was heißt denn da bitte „sofortige“!? Mein Baby war bereits seit einiger Zeit unruhig, gut 10 Minuten am Weinen. Dass es verhältnismäßig ruhig bleibt solang ich ihn nur am Arm hab und bekuschele, weil das eben (bislang *fingerkreuz*) sein Temperament ist, heißt nicht, dass es nicht schon seit geraumer Zeit gerne etwas *hätte*. Gut dass Sie dabei waren, gut dass Sies beurteilen können. Danke fürs Gespräch.

4. Das nächste Mal, Herr Doc, wenn sie etwas HÖREN möchten, werde ich mein Kind einfach plärren lassen. Kein Thema. Die Minute mehr kann ich ab, er auch. Viel Spaß. Wer so lieb bittet…

5. Zuletzt keimt bei mir noch die Frage auf, was dieser unerbetene, hinter einem blöden Spruch getarnte, Erziehungsratschlag/Kritik sollte, wenn ich eigentlich bittedanke gerne gewusst hätte wie es um die körperliche Gesundheit meines Neugeborenen steht!?

Achja – dazu sagte er natürlich was! Mit mir zugekehrtem Rücken, halb zur Arzthelferin tuschelnd, der Rachen sei ein klein wenig gerötet (ich entnehme dem Tonfall dass das wohl nicht so schlimm sei), und mit dem Ohr blabla irgendwas – „WAS!?“ – blablamurmel, ich solle weiterhin die abschwellenden Nasentropfen geben, aber nur bei Bedarf, …

… und schon will er „Tschüss!“ davonstürmen. Gerade noch fange ich ihn im Türrahmen ab. „Ja und wenn er weiter nichts trinkt?“ – „Ach, vorhin hat er doch gut gesaugt!“ – „Ja, am FINGER, da muss er ja nichts schlucken.“ „Och, hm, joa, naja.. seit wann trinkt er schlecht?“ – „Gestern abend, heute Nacht gar nicht.“ – „Achso, hm, joa, ne.. *nuschelmurmelwusel* passt schon.“ Und zurück lässt er mich, mit einem Fragezeichen auf der Stirn, und einem Gebräu von Verwirrung, Enttäuschung, Sorge und Wut, das da in mir nach oben brodelt.

Bevor ich aber etwas sage, gebe ich dem Baby endlich das (noch nicht ganz trinkbereite, das waren keine 3 Minuten, aber er hat genug Hunger sichs auch zu warm reinzuziehen) Fläschchen. Er trinkt es, ganz. Ich gehe und beschließe, wohl nochmal nach Kinderärzten zu suchen…

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Auf bald,
Hummelchen

Ernährung · Gesundheit · Rumpelstilzchen

Und HAPS! (Gläschen vs Selbstgekocht)

Angefangen haben wir unsere Breimahlzeiten übrigens mit einem Gläschen. Ich fand das zu Beginn sinnvoll, schließlich lohnt es ja kaum eine Fünftel Karotte zu kochen und zu pürieren? Und bis er eine „ganze“ Portion essen würde würd ja eh noch Zeit vergehen, ne?

Als er  dann aber so schnell ordentliche Mengen verputzt hat (MrMini isst übrigens generell nicht so viel auf einmal, und genausowenig wie er die angedachten 210ml pro Mahlzeit Milch vernichtet verputzt er auch nicht 190g Brei. Wir schwanken so 140-160, mit einigen Löffelchen Obstbrei im Anschluss) hab ich mir überlegt, mal selbst zu kochen. Was zu der Überlegung führte:
1. mir begegnete ein Kürbis im Supermarkt (wer rechnet im März schon damit? *g*) und
2. ich hab seinen gekauften Gläschenkürbisbrei probiert (und so schnell gespuckt das glaubt ihr nicht!)

Ich kam also zu dem Schluss: Karottengläschen schmecken tatsächlich wie Karotte. Aber mir erschließt sich nicht was da Ekliges in den Kürbisgläschen drin ist. Während der Alnatura-Brei sehr säuerlich und fast bitter schmeckt (so muss wohl unreifer Kürbis schmecken? keine Ahnung?!) ist der von HIPP, bei dem auch noch Reisgedöns mit dabei ist (zu spät bemerkt! steht er doch sonst auch bei den kleinen pur-Gläschen) so grauslich dass es mir unverständlich ist welches Baby das essen soll. Vor allem der Vergleich mit dem selbstgekochten Kürbis, der so unglaublich süß und lecker schmeckt dass ich bei jeder Mahlzeit zu hoffen begonnen habe, er möge mir doch ein Löffelchen übrig lassen (vergebens, übrigens, vergebens…), macht eins deutlich: Gläschen kann geschmacklich sowas von nicht mithalten! Auch der Blindtest beim Mann zeigte das. Man kann kaum zuordnen was man da isst, es schmeckt alles viel fader und säuerlicher. Merkwürdig…

Ein wenig unbegeistert war ich insofern, als dass das Kochen ja „voooll viiiiel Arbeit“ sein würde, und, viel gewichtiger, ich nicht immer alles Gemüse bekomme, das er grade essen sollte oder will. Schlimm wars dann, als MrMini nach dem ersten selbstgekochten Brei festgestellt hat, dass das besser ist als ausm Glas und letztere daher mitm A**** nicht mehr anschaut. Yay. Und das mir, wo ich doch so gern koch! Ich mein … ich koch gern mal, aber ich hätte mich gern aufm hin-und-wieder-Gläschen ausgeruht.. *seufz* Und – ob ich das auch kann, Babybrei kochen?

Mittlerweile, nachdem ich in abstruser Versuchung war Babybreikochbücher zu kaufen, bin ich wieder geerdet. Ist total simpel. Kann jeder Depp, auch ohne tausende Rezepte. Läuft ja auch immer gleich: Koch Gemüse und Kartoffel im Verhältnis 2:1 bei niedriger Temperatur mit Deckel, püriers mir ein wenig Kochwasser (bis geschmeidige leichtflutschige Konsistenz). Nicht salzen, nicht würzen, und fertig. Es muss auch gar nicht sooooo dünn püriert sein wie im Gläschen, mein Kleiner schafft auf eine etwas sämigere-grieseligere Konsistenz. Nur große Stücke spuck-würgt er mir raus (ein Versehen, hab ein winziges Brokkoliröschen nicht erwischt *schäm*). Dann eben paar Mal die Woche ein 20-30g-Klecks Fleisch dazu, und fertig.

Während übrigens das Gemüse kochen und pürieren total simpel ist, ists beim Fleisch ein wenig mehr Aufwand. Einheitliches hab ich nicht gefunden (jeder sagt was anderes), aber ich geh momentan nach dem Fahrplan vor: Fleisch kleinschneiden, 10 min kochen, Kochwasser wegschütten und in neuem Wasser nochmal 30-45 Minuten kochen. Auch das Pürieren ist da nicht so einfach und wenig mehr Gefriemel, weil Fleisch ja nicht „schmierig“ wird beim Pürieren sondern eher klebrig. Aber ich dachte mir: wenn schon bei simplen Gemüse so ein Unterschied besteht, wie ists dann erst bei Fleisch? Hab da auch ein wenig Sorge dass mich die Fleischgläschen anekeln beim Öffnen, und last-but-not-least: wenn ichs selber kauf weiß ich halt auch *wo* ichs kauf, kann zur Metzgerei meines Vertrauens gehen und so wählen, ob ich Billigfleisch aus Massentierhaltung/transport nehm, oder das von umliegenden Bauernhöfen. (Tipp bei der Metzgerwahl: nachschauen ob die Lieferanten namentlich und mit Adresse aufgeführt werden! Im Zweifel dort einfach mal dran vorbeifahren..) Ich mein… ist ja auch nicht so ganz unwichtig, ne?

Jedenfalls lässt sich beides, der Gemüsebrei und der Fleischbrei, gut einfrieren. Ein Fach der Kühltruhe ist nun randvoll mit Babybrei, und ich kann da die Nuby-Schälchen von dm sehr empfehlen. Lassen sich einfrieren, in der Spülmaschine waschen und in die Mikrowelle stellen zum Auftauen. Außerdem sind sie praktisch beim Füttern, und haben lustige Farben 😛

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Die Fleischkleckse hab ich in einem Jumbo-Eiswürfelbehälter eingefroren. Eigentlich wärs überhaupt nicht nötig, 20g sind so ein kleiner Furz, das hätte vermutlich auch in einen normalen gepasst (Merke: erst denken, dann kaufen *seufz*). Jedenfalls hab ich diesen Behälter, und zusätzlich stehts noch in einer Klickbox, damit es keine Gerüche annimmt, find ich irgendwie hygienischer. Große Klickbox stammt übrigens aus diesem Set, von dem sich auch die kleinsten Behälter super für 150g Portionen Gemüsebrei eignen! 😉

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So, das wars von der Babybreikochfront!

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Auf bald,
Hummelchen