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Kleine Rossmann Eskalation [Haha-Haul]

Vor langer, langer Zeit, auf einem anderen, anderen Blog… da berichtete ich von Hauls. Ich habe mich stets gewehrt, einen simplen Einkauf neudeutsch-cool als „Haul“ zu betiteln, weil mir das für mich zu hip klang und nicht zu mir passte, aber ganz grundsätzlich und allgemein verstand ich unter „Haul“ den halben Laden leer kaufen und nicht nur mal eben Klopapier, nen Lippenstift und Sonnencreme besorgen.

Ich habe hier nun einen Rossmann Haul.

Normalerweise bin ich ja ganz klar Team dm, und da könnte ich viel mehr Geld lassen als gut ist, aber irgendwie wurde ich mit meinem aktuellen Bedarf dort nicht so ganz glücklich. Die Raupe leidet wieder ganz fürchterlich an seinen Ekzemen (am Schlimmsten grad die Handgelenke innen), das sind wahnsinnig trockene gerötete Hautstellen, die jucken, weh tun und wund werden, und derer man mit normal-intensiver Hauptpflege nicht mehr Herr wird, da sie stellenweise schon offen werden und bluten. Es könnte Neurodermitis sein. Oder auch eine andere atopische Ekzem-Art. Es ist aber eigentlich egal wie man das Teil nennt, meinte unser Kinderarzt, bekackt is es so oder so. Man sucht sich also nen Wolf nach dem richtigen Produkt, das für die eine Person funktioniert, dann cremt man bis zum Umfallen und hofft dass man ohne Cortison durchkommt.

Ich hab jetzt sicherlich keine grundlegende Cortison-Panik, das fände ich nicht angebracht. Vor etwa zwei Jahren im Sommer hatte der Rumpel einen riesigen nässend-wunden Fleck am Rücken, in den sich ständig das T-Shirt reingebacken hat und der einfach nicht mehr wurde. Da habe ich der Cortisontube schier die Füße geküsst. Auch wenn hartnäckige Flecken im Gesicht entstehen die sie sich wund reißen fackel ich zwar lange, aber nicht ewig. Trotzdem bin ich absolut kein Freund von dem Zeug und es ist wirklich die ultima ratio, wenn die Kinder wirklich sehr darunter leiden und ständig Schmerzen haben oder die Haut so kaputt ist dass ich Schäden/Narben und Entzündungen befürchten muss. Vor Cortison kaufe ich aber also dm, Rossmann und Apotheke leer, auf der Suche nach dem goldenen Ei in Tube.

Da ich eben bei dm so gar nicht fündig wurde, weder mit Basiskörperpflege (in „Schubzeiten“ kriegen sie nicht nur diese furchtbaren Flecken sondern „Piffelchen“ am ganzen Körper queerbeet, sieht aus wie irgendwas zwischen Pickel und Kratzer, keine Pünktchen die unbehandelt zu Ausschlag-Flächen werden; also – schmieren, schmieren, schmieren! mit guter Ganz-Körper-Creme) noch bei Spezialpflege, die meist fettig und reichhaltig ist und eher punktuell genutzt werden soll, musste ich umdenken. Apotheken Produkte konnten mich in der Vergangenheit irgendwie nicht soo überzeugen, vor allem taten die Enttäuschungen bei den doch ordentlichen Preisen mehr „weh“. Ich hatte aber im Hinterkopf dass es da ja was bei Rossmann gab, und schlug dann zu. Ich hatte nur ein paar Wirkstoffe im Kopf, nach denen ich suchen wollte… pflegende Pflanzenöle, Ringelblume, Nachtkerze, Mikrosilber, Vitamin E, Glycerin, Urea,… alles was so trocken-kaputter Haut halt helfen kann; und dann fand ich mehr als erwartet:

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Für die Raupen- (und Rumpel-)Pflege holte ich: SOS Mikrosilber Creme (gedacht für die Ekzeme selbst, lt Packung auch für Kleinkinder geeignet), babydream med Lotion und Gesichtscreme (wir kennen aus der Serie die Intensivcreme, die ist recht gut), babydream Calendula Öl (für nachm Baden massieren), babydream Gesichts- und Körpercreme (reichhaltig, aber eher für ruhige Phasen) und das babydream Calendula Pflegebad (um die empfindliche Haut beim Baden nicht noch mehr auszutrocknen).
So allgemein wollte noch lila Badefarbe mit (ja, halt wenn wieder alles im Rahmen ist) und grüne Malseife mit, beides von Isana. Zudem ein Peelinghandschuh, eine Rival de Loop Feuchtigkeits-Tuchmaske und eine wasserfeste Mascara, die lashes to kill von Catrice (wir haben ja zeitweise schon Mascara-Wegschwitz-Wetter) für mich und von Frosch eine Handseife für die Küche. Schon laaaahaange stört mich dass wir mit den gekauften Feuchttüchern beim Wickeln den Popo putzen, aber ich konnte mich einfach nicht zu Waschlappen überwinden. Aber da wir ja auch mit Stoffwindeln wickeln möcht ich mir einfach nochmal nen Ruck geben, auch wenns vermutlich (?) nun keine Ewigkeit mehr gehn wird, aber wunder Po ist halt iiimmer noch Thema. Ich versuche den Einstieg soft, mit Wattepads und Einmalwaschlappen von babydream. Ja, der Abfall reduziert sich dadurch nicht, der Umweltgedanke greift daher noch nicht. Aber ich denke wenn ich seh dass es der Raupe gut tut schaff ich vielleicht auch noch den letzten Schritt zum Waschlappenputzer… 😉

Das wars aber noch nicht mit der Eskalation. Hust.

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Im Futterbereich werd ich bei Rossmann auch immer fündig, freu mich drüber was es da im enerBio Sortiment so gibt. Hier hatte ich mich aber recht gut im Griff, und konnte nur ein wenig Kleinkram nicht widerstehen. Getrocknete Pflaumen, Mandelcreme (die dann aber leider nicht vegan war, wie von mir fälschlicherweise einfach angenommen, aber ok..) und Cashewmus standen tatsächlich am Plan. Die Kokoschips haben mich dann einfach sehr angelacht, und die Hirsebällchen sind ein sehr praktischer Spielplatz-Snack im Sommer. Den Jungs wollte ich ne Freude machen mit ner kleinen Leckerei und nem „angesafteten“ Mineralwasser. Mission war erfolgreich. 😉

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Ja hm tütü… dazu fällt mir jetzt auch kein wirklich guter Grund ein. Oder ja, schon. Die Jungs haben grad nicht so wirklich viel Spielzeug (also sie haben generell nicht soo viel, aber grad alterspassendes und interessantes is grad Mangelware) und wir haben in letzter Zeit daher tatsächlich mehr Geld für sie ausgegeben, das wir vom „Urlaubsgeld“ genommen haben. Die Raupe interessiert sich grade für ein paar Dinge, die es zum ersten Mal überhaupt leicht machen sie zu spielzeugtechnisch zu bedienen: Ballspielen, Dinosaurier und Puzzles. Also gabs nen neuen Ball (der is soo schnuckelig!) und nen Plastikdino (ich wollte nen Schleich Dinosaurier aber die gucken mir noch viel zu böse..). Der Malblock war fällig weil beide grade uuunglaublich viel malen und ich hier grad echt kaum mit Papier nachkomm. Die Werke sind sogar teils echt hübsch anzusehen, wenn auch eben sehr … abstrakt. Dann gabs noch ne Leo Lausemaus Hörspiel CD fürs Rumpelstilzchen weil er dabei echt gut runterkommt wenn er müde ist aber sich nicht selber regulieren und runterbremsen kann (und ich ihn nicht mit der Glotze paralysieren will); außerdem ein neues Vorlesebuch für abends weil er grade sehr an etwas längeren Geschichten interessiert ist und ich die Geschichten in dem einzigen Buch das das aktuell erfüllt echt dämlich finde. Ähm und.. ein Sam Funkgerät. Räusper. Jaaa, ich weiß, laut jeglicher Bewertung in diversen Portalen ist das Teil kompletter Schrott, aber es wird wirklich primär als Rollenspiel-Werkzeug gebraucht (er verwendet sonst längliche Bauklötzchen) und nicht wirklich als funktionierendes Funkgerät. Dass es halt bissl rauscht und man auch was erahnen kann an Übertragung ist mehr so die Kirsche am Eisbecher. Nicht hier am Bild aber auch kürzlich erstanden, ein Notzibuch fürs Rumpel. Er giert total meine Kalender und Blöcke an, und jedesmal wenn er und mein Kalender unbeaufsichtigt im selben Raum sind hab ich ne neue Widmung drin. Das ist zwar schon irgendwie süß, aber wenn dann eine ganze Seite vollgekrakelt ist, auf der ich eigentlich selber noch was entziffern können wollte, mnaja. Folglich hat er nun ein ganz simples Notizbuch in Erwachsenenoptik, auf das er UNSAGBAR stolz ist und schon mehrere Seiten „vollgeschrieben“ hat. Er hat es auch pflichtbewusst abends mit in sein Zimmer genommen und in die Schreibtisch Schublade gelegt.

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So, das wars auch „schon“! Eventuell berichte ich dann noch von den (Miss)Erfolgen mit der Pflegeprodukt-Armee.

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Auf bald,
Hummelchen

Gedanken · Kind · Kleinkind · Organisatorisches · WorkingMum

Unser Start in den Tag

Gestern beim Schreiben des Jammermotzheulposts wäre ich schon fast abgedriftet und hätte von unserer aktuellen Routine am Morgen erzählt, aber das passte halt inhaltlich nicht rein und hätte auch umfangmäßig den Rahmen gesprengt.

Nein, es ist nicht alles grade dunkelgrauschwarz. Ich hab mich gestern sehr geärgert und musste mir Luft machen. Gleich heute morgen aber hatten wir einen so fabelhaft unkomplizierten Start in den Tag dass ich einfach gleich davon berichten möchte.

So in etwa war unser Ablauf morgens schon immer, aber es ist täglich so eine Situation, vor der ich… Bauchweh habe. Fürchten wäre übertrieben, aber die Morgenden unter der Woche sind (bzw waren) für mich nicht schön und doof ist eben, dass ich daran nicht vorbei komme und das Gefühl habe es verlangt mir ein hohes Maß an Reißdichzusammen ab, obwohl ich selbst grade erst wach wurde und schon immer morgens einfach gern meine Ruhe hätte. Von wem der Rumpel das mit der Morgenmuffeligkeit hat weiß ich also… 😉

Besonders doof war das dann an Arbeitstagen, wo ich mich eben selbst auch noch fertig machen muss, also nicht wie ein Schlurf mich nur schlampig geputzten Zähnen, schnell zusammen gebundenen Zotteln und ohne Make-up schnell außer Haus kann. Normalerweise können die Jungs ja „ausschlafen“ (also bis ca 7h etwa), nur 1-2 mal die Woche muss ich mir nen Wecker stellen damit ich nicht zu spät zur Arbeit komme, meist reicht es aber wenn ich um 9Uhr dort bin. Und irgendwie lief das gar nicht gut. Rumpelstilzchen verbringt ja seine doch recht schlechten Nächte (etwa eine Nacht im Monat ist GUT) bei uns und wird dort übellaunigst wach. Er schreit und jammert dann nach Papa, ist irgendwo zwischen Schlaf und Wachsein, reagiert nicht auf das was man ihm sagt, lässt sich nicht ankuscheln, trösten oder was auch immer. Sehr unschön. Und so ging das dann weiter, mit der Weigerung aufs Klo zu gehen obwohl er schon musste und sichtlich quengelig war deswegen, viel Geschrei beim Anziehen, nein nicht diesen Pulli (auch wenn am Vortag selbst rausgesucht), nein ich zuerst, nicht die Raupe, nein das kann ich nicht selber, … ich brauch nicht alles aufzählen, ich denke Mamas kennen das. Alles Trotzmotzalleskacke sehr konzentriert und sehr laut und überhaupt. Schien irgendwie wie eine Endlosschleife, aus der ich keinen Ausweg sah.

Vor etwa zwei Wochen hab ich mich dann neu organisiert. Nun läuft es so ab: ich stelle täglich den Wecker, je nachdem wie sie ins Bett kamen auf 630 oder 645. Ich stehe dann auch, mache Licht am Gang und lasse die Tür zum Rumpel offen, das schätzt er sehr. Ich hab dann wenn noch niemand wach ist ein paar Minuten Ruhe im Bad, und selbst wenn Raupe schon wach wird (der RIECHT es wenn ich die Augen aufschlage) ist er recht friedlich und sitzt entweder dauerbrabbelnd im Bad am Teppich oder spielt in seinem Zimmer. Dann wecke ich Rumpel, sage aber dass er noch kuscheln kann. Ich versuche dann einen freudigen-Morgengruß rüberzubringen, dichte irgendein Liedchen zusammen oder so. Er mag sowas. ^^ Dann zieh ich mich an, halte die Raupe davon ab sich zum Rumpel zu stürzen und mach es immer lichter. Danach sag ich Rumpel nochmal dass er kuscheln bleiben oder mit uns kommen kann. Wenn er mitkommt trag ich ihn in sein Zimmer, was er sehr genießt. Seit er sich aussuchen darf ob er oben im Bad aufs Töpfchen oder unten im Klo auf den Klositz möchte wählt er zuverlässig das Töpfchen und ist zufrieden. Er darf sich dann auch alleine im Bad waschen, oft zieht die Nummer und er machts dann freiwillig. In der Zwischenzeit sind Raupe und ich zum Anziehen in Rumpelstilzchens Zimmer. Der kommt dann irgendwann und darf sich seine Klamotten für den Tag aussuchen. Da wir früh wach sind und Zeit haben ist das kein Problem. Dann zieht er sich oft selber an (er ist da waaahnsinnig faul meist) und dann werden bei allen noch Zähne geputzt (ok, das ist immer ein Kampf egal wie, aber .. ).

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Außerdem gibts meist noch Haarspray oder Haargel und die Jungs bestaunen sich unter gegenseitigem „hübsch!“ im Spiegel. (Jaja, meist zoffen sie sich dass der andere aber NICHT hübsch ist..) Dann gehts nach unten frühstücken. Die Müslischalen hab ich schon am Vorabend gerichtet und muss nur noch die Lieblings-Vanille-Sojamilch reingießen, und fertig. Da die Zeit reicht setze ich mich dazu und trinke noch Tee oder Wasser. Anschließend gehts in den Kindergarten, mit Ausnahme von Mittwoch zu Fuß. Die Kinder lieben das und mehr Zeit morgens machts möglich.

Danach komm ich erst nach Hause und mache mich selbst fertig, also alles was es eben braucht um arbeits-fein zu sein und frühstücke noch etwas. Meist hab ich dafür noch eine halbe Stunde Zeit. Das ist für mich auch sehr entspannend, so Mascara trägt sich viel gechillter auf wenn nicht zwei Kinder zu den Füßen raufen und plärren, und so ein Eyeliner in Ruhe aufgetragen ist auch was wert! 😉

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Insgesamt läuft eigentlich alles darauf raus mehr Zeit zu haben. Ich bin auch nicht so genervt weil ich weiß ich hab nachher noch meinen Moment und Ruhe und das lässt mich die Aussetzer besser aushalten, als wenn ich weiß ich muss direkt danach in die Arbeit und hab da keine Möglichkeit mehr dazwischen auch mal runter zu kommen. Insgesamt kann ich also die Sache mit dem früher aufstehen nur sehr empfehlen! (Ja, ich weiß dass ich Glück hab erst so spät los zu müssen und das nicht bei allen so möglich ist.)

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Auf bald,
Hummelchen

Elternsein · emotions · Gedanken · Großeltern · Kind · Kleinkind · WorkingMum

#parentsnightout

Diesen Hashtag verwende ich etwa alle 2 Monate. In krankheits- und umständebedingt unregelmäßig regelmäßigen Abständen übernachten die Jungs bei ihren Großeltern. Das heißt, dass mein Mann und ich von Samstag nachmittag bis Sonntag morgens sturmfrei haben und dann so Dinge tun, die Päärchen an freien Abenden tun können. Ins Kino gehen, nett auswärts essen, lang aufbleiben, durchschlafen, ausschlafen und Anderes. Wir genießen diese Momente sehr und sind sehr dankbar für die Unterstützung, da unser normaler Alltag gerade echt anstrengend ist. Vor allem ich spüre die Vielfachbelastung, den Großteil des Haushaltes zu übernehmen, sämtliche Termine und to do’s zu koordinieren, immer primär für die Kinder zuständig zu sein, sie bei Krankheit zu betreuen (auch wenn der Mann auch mal bei den Jungs daheim bleibt, dämlicher Haltung des Chefs zum Trotz, hängts natürlich oft an mir wenn ein Kind morgens plötzlich krank und der Mann schon über alle Berge ist) und dennoch arbeiten zu gehen. Da bleibt eigentlich kaum Luft für mich, und noch weniger Luft für meine, bzw. unsere Partnerschaft. Gerade im Winterhalbjahr schieben wir uns am Zahnfleisch durch die Wochen, giften uns wegen Kleinigkeiten  mehr an als nötig weil jeder nur noch bestenfalls auf Reservebatterie läuft. Ich denke man sieht auch hier an der Blogaktivität, da geht meist nix mehr. Der Laden muss halt irgendwie laufen und mehr ist nicht drin.

Gerade darum lechzen wir so nach diesen kurzen Auszeiten. Mal durchschnaufen, Energie tanken, völlig entleerte Akkus mal aufladen. Wir genießen zwar die Zeit mit den Kindern, aber beide (vor allem aber das Rumpelstilzchen) saugen grade im Sekundentakt spürbar Energie gradezu aus einem raus.

Ohne ins Detail zu gehen um nicht allzu sehr vom Thema abzukommen machen uns die wahnsinnigen Kreischanfälle des Großen zu schaffen, ebenso wie seine Bockigkeit beim Essen und am wohl Heftigsten ist sein „Schlafding“. Entweder hat er ständig Nachtschreck, Alpträume, schlafwandelt oder sonstirgendwas Komisches, aber viele Nächte begleiten uns 1-2Std dauernde „Anfälle“, obwohl er ohnehin jede Nacht bei uns schläft. Es ist grade wirklich nicht so schön… Auch morgens zieht sich das durch und beschert mir jeden Tag einen grauenhaften Start in selbigen.

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Trotzdem es grade so schwierig läuft lässt sich leider ein Muster erkennen. Die Jungs verbringen von Mittwoch bis Freitag die Zeit nach dem Kindergarten bis kurz vorm Schlafengehen bei den Großeltern. Da ich erst spät von der Arbeit heimkomme (ebenso wie der Mann) ist es einfacher, wenn sie gleich dort Abendessen können und ich nicht zwingend noch kochen muss. An diesen Abenden ist das zu Bett bringen meist besonders schwer. Beide kämpfen sehr gegens Einschlafen und kommen lange nicht zur Ruhe, obwohl sie rein rechnerisch sogar später ins Bett kommen als sonst. Die Nächte sind dann beim Rumpelstilzchen heftig. Und das Wochenende ist meist wirklich kein Spaß, es gibt extreeeme Zickerei beim Essen, Regeln sind weitläufig schier komplett aus dem Gedächtnis gelöscht, beide sind wirklich fies zueinander und beim Rumpel fliegen die Schimpfwörter nur so, gestern gipfelnd in „scheiß Papa!“.

Wir haben viele Dinge, die wir als Gründe vermuteten bereits mehrfach angesprochen. Bitte die Raupe wirklich um 15Uhr wecken. Bitte das Rumpelstilzchen nicht im Kinderwagen aufm Spaziergang schieben und einschlafen lassen. Bitte nicht jeden Tag Spätzle servieren und dann Rumpel 3 Tage hintereinander dasselbe essen lassen. Bitte nicht ständig zwischendrin was zu futtern geben. Bitte nicht alles durchgehen lassen. Bitte dazwischen gehen wenn sie sich irgendwas über die Birne ziehen. Bitte streng und konsequent bei Schimpfwörtern sein und vor allem nicht vorsagen.

Es ist vergebens. Teilweise seh ich das auch live vor Ort. Letztens waren wir nachmittags dort, waren schon am Verabschieden, es war kurz vor Abendessen (17.45 sowas). Rumpel war mit Oma in die Küche geschlichen, saß auf der Anrichte und naschte Erdbeeren. Ich meine – ich finde es klasse wenn er Obst isst, keine Frage! Aber doch bitte nicht unmittelbar vorm Abendessen, vor allem wenn es keine 1,5 Std davor ebenjene Erdbeeren bei Oma als Snack gab. Und wir just an DIESEM Tag wieder das Essensproblem thematisiert hatten.

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Und dann kam DIESES Wochenende. Eine #parentsnightout. Wir hatten uns schick gemacht, waren in unser Lieblingslokal gefahren (My Heart Beats Vegan mit den leckersten Burgern die ich jemals hatte!), hatten einen sehr netten Abend, bis kurz nach 9 ausgeschlafen, länger Zeit im Schlafzimmer verbracht *hust* *grins* und hatten uns dann gemütlich zum Frühstück gesetzt. Es war abgesprochen dass die Jungs über Mittag noch weg sein sollten, es war Spaziergang oder Tierpark oder sowas geplant. Wir wollten dann bevor wir uns hinsetzten zum Frühstück noch anrufen und abklären, aber ging niemand ans Handy. Wir setzen uns also, nehmen den ersten Schluck Kaffee – dingdong! Das war so etwa gegen 10.30 und ich dachte noch so, na ganzliebdanke dass es nicht vor 30 Minuten war. Natürlich können sie die Jungs jederzeit abliefern wenn sie keine Lust mehr haben, aber ne kurze Benachrichtigung über die Planänderung wär schon fein gewesen…

Jedenfalls, dann begann der Alptraum. Ich weiß nicht wie ich das anders noch nennen soll. Rumpelstilzchen hatte etwa 10 jeweils halbstündige Totalausfälle über den Tag verteilt, mimte das unausstehlichste und unsympathischste Kind das die Welt je gesehen hat, war absolut widerlich zum Bruder, trotze wie ein Wahnsinniger beim Essen (ging daher nun auch ohne irgendwas ins Bett), war nur am Brüllen, Heulen, Kreischen, mehrfach bis kurz vor Erbrechen (ja, er kotzt immer mal wieder wenn er sich so in nen hysterischen Anfall reinsteigert). Er ließ sich nirgends abholen, beruhigen, erden, ablenken und bot keinerlei Möglichkeit für „FußinTür“. Es war so furchtbar, und ich bin so geladen und fertig mit der Welt, ich habe eine solche Wut auf ihn, die Situation, die Großeltern, auf Gott und die Welt. Ich bin völlig am Ende und ausgelaugt und nur noch enttäuscht und frustriert. Sowas ertrag ich nicht, halt ich nicht aus, will ich nicht. Das IST NICHT MEIN KIND. Ich weiß nicht wen sie da zurückbringen, und habe keine Erklärung für was da wohl los war.

Natürlich gab es „keine Vorfälle“. Sie hätten bis 6.15 durchgeschlafen, alles supi, viel Spaß, schönen Sonntag noch, byebye.

Was soll ich da sagen… Für mich ist klar, so eine #parentsnightout wird so schnell nicht wiederholt. Sowas ist das bisschen leckere Essen und ungestörter Sex nicht wert, der Preis ist viel zu hoch. Ich bin grad so erschüttert und planlos dass ich am Liebsten die ganze Situation ändern würde, weil ich eben nicht abschätzen kann was da abgeht. Irgendwie hab ich das Gefühl, ich kann weder auf das Einhalten von Absprachen (meine Güte wir lassen ihnen SO viel freie Hand, wenn ich lese wie das bei anderen läuft…. aber gewisse Dinge kann ich doch bitte auch erwarten? Oder muss ich das laissezfaire und allesegal hinnehmen?) noch auf wahrheitsgetreue „Übergabe“ hoffen, und mir geht allmählich wirklich das Vertrauen flöten. Ich habe immer mehr Zweifel ob die Jungs dort gut aufgehoben sind…

Aber was ist die Konsequenz wenn ich doch darauf angewiesen bin??? Unser Kindergarten bietet keine durchgängige Ganztagsbetreuung (wenn dann mit 2 Std über mittags zu, keine Ahnung wem das was nützen soll), und abgesehen davon dass sie erst eingewöhnt wurden und ich nicht wieder wechseln will bin ich dort sehr zufrieden. Ich brauche also wen für die Nachmittagsbetreuung sonst kann ich nicht arbeiten. Ich überlege schon, einfach nach einem Vormittagsjob zu suchen (das gibt es in meinem konkreten Arbeitsbereich praktisch nie), aber ich bin wiederum so zufrieden in meinem Job, mag meine Arbeit, hab super Kollegen und die liebste Chefin der Welt, die niemals blöde wird egal wie oft ich in der Probezeit krank oder kindkrank daheim war. Ich will dort nicht weg, ich will die Kinder aus dem Kindergarten nicht weg, aber ich weiß nicht mehr welche andere Lösung überhaupt existiert.

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Ich bin ratlos, unglaublich enttäuscht und fühle mich sehr allein gelassen. Es scheinen alles Bemühen, alle Kraft und aller Wille nicht zu helfen. Mich macht das sehr traurig und erschöpft. Oder verlange und erwarte ich zu viel? Wie macht ihr das denn? Habt ihr Tipps für die Großeltern?? Ich weiß grad ehrlich nicht mehr weiter… Ich habe so tolle Kinder, ich habe die Familie die ich wollte, und bin dennoch traurig.

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Auf bald,
eine müde Winterhummel

Entwicklung · Geburtstag · Kind · Rumpelstilzchen

Rumpelstilzchen, du bist DREI!

Das hier kommt so unglaublich verspätet dass ich mich wirklich bemühen muss die Zeit bis zum Geburtstag zu beschreiben, was mir bestimmt nicht immer gelingen wird.. aber die Welt ändert sich ja nun auch nicht in ein paar Wochen…

 

Irgendwie war dieser Geburtstag der erste richtig feierliche, den du voll mitbekommen hast, und schon einige Zeit davor darauf hingefiebert hast. Das Motto für den Geburtstag ergab sich extrem kurzfristig, einige Tage vorher, sodass ich alle Pläne die ich schon hatte nochmal umgeworfen und neu aufgelegt habe. Aber deine neue Begeisterung und Leidenschaft war so feurig und ungebremst dass ich nicht widerstehen konnte.

Seit ich dich einmal eine Feuerwehrmann Sam Folge gucken ließ bist du völlig im Feuerwehr-Fieber. Alles ist Feuerwehr. Du bist immer ein Feuerwehrmann, deinen Feuerwehrhelm trägst du ständig zu Hause. Du hast generell ein Faible für „Retterfiguren“, auch Sankt Martin hat dich so begeistert dass du bis jetzt, im Januar, ständig davon sprichst und Martinslieder hören willst, oder Sankt Martin spielst (der Bruder ist dann immer der arme kranke Mann, so sagst du). Auch Polizei und Rettung sind hoch im Kurs. Du bist auch sehr schulmeisternd-regelverliebt, und schimpfst wenn ein Autofahrer nicht blinkt, deiner Meinung nach anderswie falsch fährt oder jemand Papier oder Unrat am Weg weggeworfen hat. Vermutlich wirst du mal Beamter.

Aber Feuerwehr ist unangefochtener Spitzenreiter, und daher sah es zu deinem Geburtstag so aus:

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Neben der familieninternen Feier zusammen mit den Großeltern und deiner Großtante-Patin gab es auch noch einen Kindergeburtstag, zu dem 3 Kinder eingeladen waren. Hui wars das ein Trubel! Aber dir hats gefallen und du hast deinen Geburtstag sehr genossen. Am Liebsten hättest du dauernd Geburtstag und bist regelrecht enttäuscht wenn wer anderer mal „dran“ ist. Deinem Bruder hast du vor seinem Geburtstag schon tagelang in den Ohren gelegen dass er dir aber von seiner Torte auch was abgeben muss!

Die Zeit vorm Geburtstag gab es sehr viele Veränderungen. Die Tollste davon ist vermutlich die, dass du nun komplett trocken bist, tagsüber und nachts. Das ging extrem schnell, nachdem sogar deine Kita-Erzieherin mir nahelegte dir einfach keine Windeln mehr anzuziehen gab es innerhalb der ersten Woche genau 2 „Unfälle“, in der zweiten einen, und das wars dann. Das war Anfang August, und da wir merkten dass alle Windeln morgens trocken sind bzw du notfalls auch nachts bescheid gibst haben wir uns dran gewagt dich auch nachts ohne Windel zu lassen. Bisher gab es da einen Zwischenfall, ansonsten bist du nun seit Ende August auch nachts trocken. Das war ein großer Schritt in Richtung „Kind“, und du machst gleich einen viel älteren und selbstständigeren Eindruck! Nicht zu vergessen wie stolz du darauf bist…

Aber auch in der Betreuung gab es eine Änderung, da du für die Kindertagesstätte zu alt warst stand ein Wechsel an, und da wir ja einen Kindergarten praktisch als Nachbarn haben (also, die Gärten grenzen aneinander, da der Kindergarten aber auf einem Hang liegt müssten wir trotzdem rundherum laufen, was aber immer noch grad mal 5 Minuten dauert) wählten wir den. Beim Anschauen machten vor allem die Erzieherinnen einen sehr netten Eindruck sodass uns die Entscheidung nicht schwer viel. Das bist du an deinem ersten neuen Kindergartentag, mit einem extra dafür angefertigten Shirt:

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Ein wenig skeptisch waren wir nur, weil es dort keinen Mittagsschlaf mehr geben sollte. Natürlich könnten wir dich danach, so gegen 14 Uhr nochmal hinlegen, aber wir wussten dass das kein gutes Ende nimmt. Zu dem Zeitpunkt bist du schon äußerst ungern schlafen gegangen, hast lange gebraucht bis endlich Ruhe war und bist dann extrem stinkstiefelig aufgewacht. Also haben wirs in den Sommerferien in Angriff genommen, deinen Mittagsschlaf zu streichen, und siehe da, das klappte nach ein paar Tagen in denen du am frühen Abend einen Durchhänger hattest, ganz ausgezeichnet. Der Sommer war dafür ein guter Zeitpunkt, da man sich den Tag da gut verkürzen kann und nicht nur drin sitzen muss…

Wir hatten auch die Hoffnung dass das deinen sehr schlechten Nachtschlaf verbessert, aber das ging leider nicht auf. Nach wie vor schläfst du nachts nicht gut. Du brauchst abends immer Begleitung beim Einschlafen (wenngleich das nicht sehr lange dauert, so 10-15 Minuten nach Abendritual), wachst nachts mindestens einmal, oft aber mehrmals auf, und schläfst in der Regel nicht die ganze Nacht in deinem Bett. Mal nennst du Angst vor Tieren (Alpträume), mal sagst du nur du hättest schlecht geträumt aber weißt nicht was. Wir haben nun unsere Betten so umgestellt dass wir ein großes Familienbett haben in dem notfalls alle schlafen können und auch Platz haben, und eigentlich ist das nicht „schlimm“. Dennoch finden wir es schade dass du nicht mehr so traumhaft schläfst wie du das mal konntest, und hoffen insgeheim ja doch dass wir dahin irgendwann wieder zurück kommen. Ein wichtiger Begleiter nachts sind für dich nach wie vor deine Kuscheltiere, der „Wuffi“, der schon ne ziemlich abgeliebte Optik an den Tag legt, sowie mittlerweile ein kleinere Hund, der total kreativ „Wauwau“ getauft wurde. Gelegentlich darf auch noch ein Random-Tier mit ins Bett (hier eine Eulenspieluhr).

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Morgens bist du ein wahrer Morgenmuffel. Du bist so extrem stinkstiefelig, dass du meist die ersten 30 Minuten deines Tages wahlweise meckernt, heulend, kreischend oder bockend verbringst. Da geht in der Regel gar nix. Das hat auch meist gar nichts damit zu tun wie gut oder wie viel oder bis wann du geschlafen hast, das ist einfach so dein (etwas nervenzehrender) Stil. Am Schlimmsten ist es wenn du brüllend aufwachst und dann nicht zu beruhigen bist, aber weder zu dem Zeitpunkt noch danach einen Grund nennst oder nennen kannst. Von jetzt auf dann ist es vorbei und du bist wieder normal zugänglich. Verstehe, wer will…

Nach wie vor hast du deine furchtbar dramatischen Austicker. Du kreischt dich derart in Rage, dass du dich schon öfter mal übergeben musstest. Man kommt dann gar nicht an dich ran, du quietschst wie von Sinnen und dann ist Polen offen. Ich hab sowas ehrlich noch nie bei einem anderen Kind gesehen oder davon gehört und es ist wirklich für alle Beteiligten heftig. Eine wirkliche Lösung wie wir damit am Besten umgehen haben wir noch nicht, wenn es ganz arg schlimm wird und du schon zu würgen beginnst hilft aber ein „Bitte Schatz beruhig dich du musst sonst brechen“, dann schluchzt du „ich wiiill aber niiicht!“ und klammerst dich ängstlich und hilfesuchend an einen, und man kann dann trösten, was du sonst überhaupt nicht zulässt. Wirklich schön ist das aber auch nicht. Unser Trost ist allerdings der: solche Anfälle kommen nur wenige Male pro Woche, und dazwischen bist du überhaupt kein typisches Trotzkind! Dieses bockig-aus-Prinzip ist gar nicht deins, du bist extrem vernünftig, einsichtig, zugänglich. Du möchtest es auf jeden Fall deinen Lieblingsmenschen recht machen und als „Großer“ gelten, bist oft sehr altklug benimmst dich sehr „reif“. Natürlich hatten wir just vor deinem Geburtstag eine Horror-Phase, in der du deine Anfälle gesteigert hast UND trotztypisch gebockt hast, das war vielleicht übel. Ging aber nur eine Woche, PHEW!! Und du liebst Marmelade, vor allem selbstgekochte. (Ich bin die Meisterin der Übergänge, hähä!)

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Du bist nach wie vor sehr wählerisch beim Essen, und Gekochtes geht in der Regel gar nicht. Klar, du hast deine Mahlzeiten die du immer essen könntest, Milchreis, Spätzle, Schupfnudeln, Nudeln mit Tomatensoße, Reis pur… Ende. Alles andere braucht man dir nicht servieren. Du isst allerdings sehr gern Obst und auch einiges an Gemüse, sofern es roh ist, am Liebsten Pilze und Karotten.

Eine Leidenschaft von dir sind Schuhe. Du legst da viel Wert auf „Style„. Du hast eine Vorstellung wie deine Schuhe ausschauen sollen und wie du sie kombinieren willst, und meist schaut das dann gar nicht mal so schlecht aus. Vor allem liebst du deine roten Gummistiefel und deine gelben Chucks-artigen Schuhe. Leider haben dich letztere sehr gedrückt mit der Zeit, sodass du dir zum Geburtstag gelbe DrMartens aussuchen durftest.

Deine Schuhgröße ist mittlerweile bei knapp 28 angekommen (je nach Modell/Schnitt), ich finde also du hast insgesamt recht große Füße… Kleidung benötigst du in 104, und zu deinem Geburtstag warst du genau einen Meter groß und wiegst knapp 16kg (schwankt immer mal zwischen 15,3 und 16,5, je nachdem ob es am Vortag Milchreis oder Brokkolisuppe gab). Du wirkst schlank, aber nicht dünn und eher kräftig-sehnig als zart.

Aber man merkt nicht nur an deiner Größe, dass du nun kein so ganz kleines Kind mehr bist. Du sprichst so erstaunlich viel, machst nur bei manchen Dingen Fehler (nach wie vor Vergangenheitsform mancher Verben, gestern/heute/morgen, ..), kannst Ereignisse richtig toll nacherzählen, kannst ganze Lieder auswendig singen, und das sogar mit Tönen und nicht nur lauter Sprechgesang. Du merkst dir grade Lieder sehr schnell und singst sie dann begeistert nach. Musik liegt dir sehr.

Nicht zuletzt lässt sich das an deiner ungebrochenen Leidenschaft für Geigen erkennen. Seit du deine Plastikspielzeug Geige hast wurde täglich mit ihr gespielt, und als der Bogen gebrochen war warst du sehr traurig. Nachdem deine ehemalige Erzieherin in der Kita ja schon mehrfach angeboten hatte, sie würde dir Geigenunterricht geben haben wir uns dazu entschieden dir zum Geburtstag eine echte Geige zu schenken. Eine 1/8 Geige, ein wirklich winzig schnuckeliges Ding. Du gehst sehr gerne zu ihr üben und auch zu Hause fragst du regelmäßig ob wir jetzt Geige spielen. Du übst täglich so etwa 5-10 Minuten, wobei wir lange Pausen drin hatten wegen Krankheit. Es bereitet dir viel Freude, auch wenn du aktuell noch nicht „alleine“ spielst. Beim Üben sollen wir deinen Bogen führen, deine Lehrerin meint es wäre jetzt mal das Wichtigste dir keine Fehlhaltungen anzutrainieren. Du lässt dir das gefallen, bist teilweise recht dankbar. Man merkt nämlich, dass dir die Geige schnell zu schwer wird, und es noch einige Übung und Muckis brauchen wird bis du die einfach so alleine halten kannst. Wir üben nach einem Kinder-Lehrheft, streichen leere Saiten, üben lange und kurze Töne und seit Neuestem auch Pausen (was mit Geige gar nicht so leicht ist wie das klingt!! sage ich, schließlich übe ich ja mit ihm…). Wir haben da selbstverständlich keinen Anspruch was du können sollst, wir wünschen uns nur dass wir deiner Begeisterung entsprechen können und du deine Liebe zur Musik, oder eben diesem Instrument behältst und findest. Bitte und Danke sagst du übrigens beinahe inflationär. (Kleine Disclaimer, nachdem ich schon auf einer Plattform auf der ich das erzählte mit dem Spruch „Statt euren Kindern Yoga, Geige und Chinesisch beizubringen lehrt sie lieber mal Bitte und Danke sagen“. Clever, innovativ und kreativ, ne?)

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Du bist tatsächlich sehr höflich, legst Wert auf Benimm und, naja, „Etikette“, dein Regelverliebtsein halt. Du spielst das im Rollenspiel sehr deutlich aus, aber auch im Alltag. Du grüßt praktisch jeden auf offener Straße und beginnst Smalltalk. Oft rufst du Leuten entgegen „Haaalllooooo, wie heißt du deeenn???“ und dann „Wie gehts dir? Gut, ja?“ Es ist zum kaputtlachen, viele wissen gar nicht wie sie darauf reagieren sollen, manche, vor allem innorts (wir sind da ein kleines Dorf wo eigentlich jeder jeden kennt) fangen dann mit dir ein Gespräch an und ihr plaudert eine Weile. Vor allem beim Bäcker oder beim Spazierengehen. Auch beim Einkaufen im Supermarkt unterhältst du dich immer an der Kasse, und freust dich dann besonders wenns beim dm wieder nen Traubenzucker gibt.

Du bist auch in der Regel das, was man gemeinhin als „brav“ bezeichnet. Du machst nicht viel Quatsch oder Unsinn, hast keinen unerschöpflichen Quell blöder Ideen (wie dein Bruder *hust*), man kann dich auch mal alleine wo sitzen lassen wenn man schnell Hausarbeit erledigen möchte. Du kannst nicht nur ausdauernd Feuerwehrmann Sam gucken (oder Hörspiel hören seit Weihnachten), sondern auch lange basteln, malen, schneiden oder kneten. Darin kannst du richtig versinken und vor dich hin arbeiten. Du wirst auch tatsächlich immer geschickter.

Du und dein Bruder, ihr seid so typische Brüder eben. Ihr könnte euch zanken wie die Kesselflicker, den Dreck unter den Fingernägeln neiden, euch anzicken und anschreien, und dann habt ihr euch wieder ganz dolle lieb.

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Du liebst Schmuck, Haarspänglein, Uhren, Schuhe, Gummistiefeln, Regenpfützenhüpfen, auf deinem Rody Pferdchen reiten, von Mama genähte Kleidung, Mützen, Musik, Tanzen, Geigespielen und -hören, Rennen, Fussball spielen, Runterhüpfen, deine Großeltern, Marmelade, Jeans mit Gürtel, kuschelige Jacken, Jogginganzüge, Handschuhe, deinen Bruder, Autos, Einsatzfahrzeuge, Feuerwehr, St.Martin, das Laternenfest, Reis, Labello, deine Kuschelhunde, beim Bäcker oder dm einkaufen, den Spielplatz, Schwimmen mit Schwimmflügel, Bücherlesen, Aufräumen und Putzen, anderen helfen, deine Kindergartenfreunde Luca und Jakob, Tiere (vor allem Pferde), Ausflüge, gekitzelt werden, bei Mama und Papa schlafen, in der Badewanne planschen (nur nicht Haarewaschen!!), Laufradfahren, und zum Friseur gehen.

Du bist charmant, sozial, extravertiert, eine kleine Drama-Queen, selbstbewusst, freundlich, witzig, vorsichtig, ängstlich, genau, ordentlich, hilfsbereit, fürsorglich, anhänglich, begeisterungsfähig, altklug und manchmal ein wenig frech. 🙂

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Mein Großer, ich bin so stolz auf dich und liebe dich so sehr… Ich bin so froh deine Entwicklung beobachten zu dürfen und dir beim Größerwerden zuschauen zu können. Du machst mich sehr glücklich und ich bin gespannt, was die Zukunft für uns bereit hält! In Liebe, Mama.

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Auf bald,
Hummelchen