Einkauf · Organisatorisches · Video

Wocheneinkauf 4-11-17

Ich finde das immer mega spannend bei anderen zu spickeln, was sie so kaufen und wie viel Geld für welche Lebensmittel ausgegeben wird. Da mir das nun aber zu viel Arbeit war abzutippen hab ichs mir leicht gemacht und ein Video dazu gebastelt – ich hoff ihr kommt mit meiner Stimme und Akzent klar (ich schaff es auch nicht mit besten und ehrlichsten Bemühungen ihn komplett zu lassen)? ;-D

Im Nachhinein sind mir noch ein paar Kleinigkeiten aufgefallen, zum Beispiel hab ich die Gemüsebürste die da bei den Kartoffeln rumkugelt vergessen zu erwähnen. Zwar war auch bei diesem Einkauf einiges an teurem Vorrat dabei, dafür hab ich mich natürlich auch aus dem „Lager“ bedient und Nudeln (billig) oder Mandelmus (teuer) verkocht. Es lässt sich daher nur ganz schwer sagen wie viel wir GENAU in einer Woche verbrauchen, da wir eben auch gerne mit Vorräten arbeiten, aber ich denke doch dass die 100€ einen repräsentativen Durchschnittswert für eine Woche darstellen. Kaufen wir mal bei Aldi ein oder verzichten auf nicht regionales Zeugs (ich sag nur Mango….) wirds günstiger – gibts mehr Naschereien, Säfte oder Fertigkrams wirds teurer. Dazu käme noch Brot, aber das holen wir vom Bäcker. Insgesamt finde ich die 400€ im Monat für eine 4köpfige Familie okay, vor allem wenn man bedenkt dass ich, wenn ich die Möglichkeit/Wahl habe, nur Bio Produkte einkaufe.

Nun natürlich die spannendste Frage … Und ihr so? 🙂

Auf bald!

Organisatorisches · Video

Vorratsraumregal, yippieduu! :D

Ein klitzeklein wenig finde ich es ja schon lächerlich wie derb begeistert ich von meinen neuen Regalen bin, aber dazu sollte man wissen wie uuuneeeendlich furchtbar entsetzlich mich die Situation in meinem Abstellräumchen gestört hat.  Da stand halt so eine wackelige alte Kommode drin, in die ich alles reingestopft hab was ich so an Vorrats-Lebensmitteln hatte, und praktisch gleichzeitig sind sie im absoluten Nirvana verschollen. Gräßlichst. Da tat mir wirklich jedes Mal schier das Zahnfleisch weh wenn ich Sachen einlagern oder rausholen musste. Bei jedem Aufräumen dachte ich mir, ich brauche so so so dringend endlich ein Regal, aber irgendwie waren dann immer andere Dinge wichtiger. Und dann bin ich über total günstige Ikea Regale gestolpert und dann gabs keinen Grund mehr da endlich mal Ordnung zu schaffen.

Ich liebe liebe liebe meinen Vorratsraum nun, und so albern das klingt, ich muss jedes Mal rund grinsen wenn ich ihm begegne.. Hach! (Ja, lacht ruhig.)

Ja und weil ich es so geil find gibts hier ein Video. Joa. Ich bin halt kein youtuber, ne, drum hält sichs mit meiner Video-Eloquenz doch in sehr engen Grenzen, noch engere Grenzen hat nur meine Handyvideofähigkeit. Nein, wir haben keinen Schneesturm.

Da ich leider weder ein Schneidprogramm besitze noch die Fähigkeit eines anzuwenden bleiben alle Versprecher im Original drin. Inklusive Dinge die mir die Kinder peinlicherweise antrainiert haben. Na, wer findet das „immer nie“ als Erster?! #beschämtab Have fun! 😀

 

Auf bald,
Hummelchen

Gedanken · Kind · Kleinkind · Organisatorisches · WorkingMum

Unser Start in den Tag

Gestern beim Schreiben des Jammermotzheulposts wäre ich schon fast abgedriftet und hätte von unserer aktuellen Routine am Morgen erzählt, aber das passte halt inhaltlich nicht rein und hätte auch umfangmäßig den Rahmen gesprengt.

Nein, es ist nicht alles grade dunkelgrauschwarz. Ich hab mich gestern sehr geärgert und musste mir Luft machen. Gleich heute morgen aber hatten wir einen so fabelhaft unkomplizierten Start in den Tag dass ich einfach gleich davon berichten möchte.

So in etwa war unser Ablauf morgens schon immer, aber es ist täglich so eine Situation, vor der ich… Bauchweh habe. Fürchten wäre übertrieben, aber die Morgenden unter der Woche sind (bzw waren) für mich nicht schön und doof ist eben, dass ich daran nicht vorbei komme und das Gefühl habe es verlangt mir ein hohes Maß an Reißdichzusammen ab, obwohl ich selbst grade erst wach wurde und schon immer morgens einfach gern meine Ruhe hätte. Von wem der Rumpel das mit der Morgenmuffeligkeit hat weiß ich also… 😉

Besonders doof war das dann an Arbeitstagen, wo ich mich eben selbst auch noch fertig machen muss, also nicht wie ein Schlurf mich nur schlampig geputzten Zähnen, schnell zusammen gebundenen Zotteln und ohne Make-up schnell außer Haus kann. Normalerweise können die Jungs ja „ausschlafen“ (also bis ca 7h etwa), nur 1-2 mal die Woche muss ich mir nen Wecker stellen damit ich nicht zu spät zur Arbeit komme, meist reicht es aber wenn ich um 9Uhr dort bin. Und irgendwie lief das gar nicht gut. Rumpelstilzchen verbringt ja seine doch recht schlechten Nächte (etwa eine Nacht im Monat ist GUT) bei uns und wird dort übellaunigst wach. Er schreit und jammert dann nach Papa, ist irgendwo zwischen Schlaf und Wachsein, reagiert nicht auf das was man ihm sagt, lässt sich nicht ankuscheln, trösten oder was auch immer. Sehr unschön. Und so ging das dann weiter, mit der Weigerung aufs Klo zu gehen obwohl er schon musste und sichtlich quengelig war deswegen, viel Geschrei beim Anziehen, nein nicht diesen Pulli (auch wenn am Vortag selbst rausgesucht), nein ich zuerst, nicht die Raupe, nein das kann ich nicht selber, … ich brauch nicht alles aufzählen, ich denke Mamas kennen das. Alles Trotzmotzalleskacke sehr konzentriert und sehr laut und überhaupt. Schien irgendwie wie eine Endlosschleife, aus der ich keinen Ausweg sah.

Vor etwa zwei Wochen hab ich mich dann neu organisiert. Nun läuft es so ab: ich stelle täglich den Wecker, je nachdem wie sie ins Bett kamen auf 630 oder 645. Ich stehe dann auch, mache Licht am Gang und lasse die Tür zum Rumpel offen, das schätzt er sehr. Ich hab dann wenn noch niemand wach ist ein paar Minuten Ruhe im Bad, und selbst wenn Raupe schon wach wird (der RIECHT es wenn ich die Augen aufschlage) ist er recht friedlich und sitzt entweder dauerbrabbelnd im Bad am Teppich oder spielt in seinem Zimmer. Dann wecke ich Rumpel, sage aber dass er noch kuscheln kann. Ich versuche dann einen freudigen-Morgengruß rüberzubringen, dichte irgendein Liedchen zusammen oder so. Er mag sowas. ^^ Dann zieh ich mich an, halte die Raupe davon ab sich zum Rumpel zu stürzen und mach es immer lichter. Danach sag ich Rumpel nochmal dass er kuscheln bleiben oder mit uns kommen kann. Wenn er mitkommt trag ich ihn in sein Zimmer, was er sehr genießt. Seit er sich aussuchen darf ob er oben im Bad aufs Töpfchen oder unten im Klo auf den Klositz möchte wählt er zuverlässig das Töpfchen und ist zufrieden. Er darf sich dann auch alleine im Bad waschen, oft zieht die Nummer und er machts dann freiwillig. In der Zwischenzeit sind Raupe und ich zum Anziehen in Rumpelstilzchens Zimmer. Der kommt dann irgendwann und darf sich seine Klamotten für den Tag aussuchen. Da wir früh wach sind und Zeit haben ist das kein Problem. Dann zieht er sich oft selber an (er ist da waaahnsinnig faul meist) und dann werden bei allen noch Zähne geputzt (ok, das ist immer ein Kampf egal wie, aber .. ).

IMG_20160225_074658

Außerdem gibts meist noch Haarspray oder Haargel und die Jungs bestaunen sich unter gegenseitigem „hübsch!“ im Spiegel. (Jaja, meist zoffen sie sich dass der andere aber NICHT hübsch ist..) Dann gehts nach unten frühstücken. Die Müslischalen hab ich schon am Vorabend gerichtet und muss nur noch die Lieblings-Vanille-Sojamilch reingießen, und fertig. Da die Zeit reicht setze ich mich dazu und trinke noch Tee oder Wasser. Anschließend gehts in den Kindergarten, mit Ausnahme von Mittwoch zu Fuß. Die Kinder lieben das und mehr Zeit morgens machts möglich.

Danach komm ich erst nach Hause und mache mich selbst fertig, also alles was es eben braucht um arbeits-fein zu sein und frühstücke noch etwas. Meist hab ich dafür noch eine halbe Stunde Zeit. Das ist für mich auch sehr entspannend, so Mascara trägt sich viel gechillter auf wenn nicht zwei Kinder zu den Füßen raufen und plärren, und so ein Eyeliner in Ruhe aufgetragen ist auch was wert! 😉

IMG_20160226_090124

Insgesamt läuft eigentlich alles darauf raus mehr Zeit zu haben. Ich bin auch nicht so genervt weil ich weiß ich hab nachher noch meinen Moment und Ruhe und das lässt mich die Aussetzer besser aushalten, als wenn ich weiß ich muss direkt danach in die Arbeit und hab da keine Möglichkeit mehr dazwischen auch mal runter zu kommen. Insgesamt kann ich also die Sache mit dem früher aufstehen nur sehr empfehlen! (Ja, ich weiß dass ich Glück hab erst so spät los zu müssen und das nicht bei allen so möglich ist.)

.
Auf bald,
Hummelchen

Baby · Gedanken · Kleinkind · Organisatorisches

Unser erster Tag allein

Ich war ja schon sehr aufgeregt, um nicht zu sagen ich hatte Schiss, weil heute unser erster Tag ganz alleine sein sollte, da die Elternzeit vom Mann vorüber ist. Nun, und wie liefs?

Begonnen hat er, wie sich das so für neue Tage gehört, irgendwann nach Mitternacht. Aber vor 1 Uhr. Das Baby war wach, und kündigte damit den Beginn der nächsten schlafarmen Nacht an, wie schon die letzten. Ich vermute einen Schub, aber was hilfts.. Spaß machts keinen. Er ist wieder sehr unruhig, will eigentlich nicht wirklich trinken, will aber auch nicht schlafen. Auch enger Körperkontakt hilft wenig. Irgendwann ist dann aber doch Ruhe, zumindest bis kurz nach 2 Uhr (also eine halbe Stunde nach einschlafen). Kein Hunger, aber wohl eindeutig Bauchweh. Ich vermute Blähungen, lege die Wickelunterlage im Bett auf, schäle das Baby aus SwaddleMe, Pyjama und Windel, und massiere. Erst streiche ich über sein Bäuchlein, merke wie er sich windet und gehe zum Trick über, der immer klappt: Beinchen anwinkeln und die Knie feste in den aufgeblähten Bauch drücken, dann den Popo hin und her schaukeln. An diesem Punkt: Fehler. Groooßer FEHLER.

Ich könnte nun blumig über Sektkorken schreiben, jedenfalls musste ich danach mich, das Baby und das Bett umziehen und einer großflächigen Reinigung unterziehen. Man rechnet ja so mit einigem, vor allem beim zweiten Kind, aber… damit!? Nunja, „Blähungen“ hatte er danach auch keine mehr, und um kurz nach 3 Uhr begann die nächste Schlafeinheit, die immerhin eine Stunde dauerte, bis um etwa 4.30 die nächste Flasche verlangt wurde. Stillen reicht dem Herrn Fressraup die letzten Tage nicht mehr. Es ist dann ja auch schon bald 5, ich schon redlich verzweifelt weil ich einfach so hundemüde bin, sodass der Mann anbietet mit ihm rumzulaufen, als er wieder hoch, laut und kreischend ohne erkennbaren Grund schreit. Ich lehne ab, wissend dass nun vielleicht auch der Große wach wird, aber ich möchte das nicht „einführen“ und kuschele mich eng mit ihm zusammen. Nach ein paar Minuten ist Ruhe und er schläft, nur ich liege so nicht gut, wage es aber nicht mich zu bewegen.

Ich verbringe die Zeit bis 6.45 so im Halbschlaf, aber immerhin war das die längste Ruhephase. dann beginnt der Große zu schreien. Ich blinzele auf den Wecker, und hoffe hoffe hoffe dass er nochmal einschläft. Denn eigentlich hatte ich geplant, um 7 Uhr aufzustehen, mich zu waschen und anzuziehen, dann mit dem Kleinen runter zu schleichen, ihn ebenso tagfein zu machen, dann sein Fläschchen geben und selbst in Ruhe frühstücken, um dann um  spätestens 8 Uhr das Rumpelstilzchen zu wecken. Joa, nix mit wecken, das Gekreische endet nicht, nun wird auch die Raupe wach und quiekt mit. Seufz.

Also schnell ins Bad, in 2 Minuten waschen, Zähne putzen und anziehen. (Immer wieder danach über die schlampig geputzten rauen Stellen an den Zähnen lecken, boaaah!) Dann die Raupe schnappen, zum Bruder eilen, und beide anziehen, begleitet vom Kreischchor. Als ich in der Küche ankomme, dem Großen grad sein Brot schmiere und mich beeile, damit der kreischende Kleine auch bald zum Fläschchen kommt, zittere ich vor Anspannung und Übermüdung und frage mich, wie andere das überleben, ja gar GUT schaffen???

Kaum sind beide verhungerten Kinder versorgt entspannt sich aber die Lage. Auch bekomme ich endlich meinen Kaffee, den ich gierig trinke. Für Frühstück hats nicht gereicht, aber ich kann ohnehin nicht essen wenn ich so angespannt bin. Irgendwie halt ichs daheim auch gar nicht so richtig aus, möchte unbedingt nach draußen. Also beschließe ich, den Gang zu Bäcker und Metzger anzutreten. Raupe in die Manduca gepackt, und das Rumpelstilzchen an der Hand. Musste auch feststellen, dass das mit ihm gar nicht so einfach ist, wenn man durchs Baby tragen doch ein wenig „angebunden“ ist, aber irgendwie gehts. Beim Metzger klopft er dann schließlich so laut und eindringlich „NAMNAAAM!!“ rufend an die Scheibe, dass er schnell ein Stückchen Wurst bekommt an der er bis daheim ausgiebig lutscht. Dort gibts dann außerdem noch ein Brötchen, 5 riesige Erdbeeren und ein paar Gurkenschnitze, die er mir klaut. Klar, leg ich IHM welche aufn Teller schaut er sie nicht an. Auch ich krieg mein Brötchen und bin selig.

Vollbildaufzeichnung 10.03.2014 192623.bmp

Der Vormittag geht dann auch gut rum. Geschwisterplüsch. Das Baby lässt sich bald zum Schlafen in die Nonomo legen und Kind und ich lesen etliche Bücher. Irgendwann wird er dann müde, und ich bringe ihn zu Bett. Auch das klappt reibungslos, und ich kann den Rest vom Bett, den ich nachts um 3 nicht frisch bezogen habe, angleichen und eine Ladung Wäsche waschen. Zurück im Wohnzimmer suche ich nach Tipps fürs Mittagessen, auch wenn das nicht sehr sinnvoll war: es gab CousCous mit Gemüse und Nusstofu, und die Wassermenge die man brauchte stand eh auf der Packung. Joa. Also schnell alles vorbereitet, Geschirrspüler aus- und eingeräumt und die Leichen am Boden (Schlachtfeld nach Essen und so) beseitigt. Und dann ist der Große auch wieder wach. 45 Minuten. Super. Nicht.

Ich stelle auch fest: CousCous brauch ich ihm nicht mehr geben wenn ich vorhabe nicht Amok zu laufen. Er mag ja nicht kriseliges, und CousCous ist aber sowas von kacke wegzuputzen, einmal von den Fingern quer durch die Küche geschleudert. Auch der Versuch alles zu pürieren hilft nicht. So fein dass er nichts mehr merkt wirds ja nicht. Aber ein paar Löffel hat er immerhin runtergewürgt. Nach einem Fläschchen für den Kleinen gehts spazieren. Ich hab das Wetter unterschätzt, und Rumpelstilzchen viiiel zu warm eingepackt. Dafür nicht an die Sonnencreme gedacht (ab wann nehmt ihr eigentlich!?), und nach ein paar Minuten in der prallen Sonne wars ihm deutlich zu warm. Also waren wir nach etwa 30 Minuten wieder daheim.

Auch nachmittags hatten wir irgendwie Glück mitm Timing. Es war eigentlich nie bei beiden gleichzeitig Weltuntergang, ich konnte sie immer schön nach einander versorgen. Davor hatte ich wirklich Angst, dass es ständig nur so sein würde. Ich verkrafte sowas nämlich nur ganz ganz schlecht. Jedenfalls haben wir dann auch noch die neuen Sandkasten-Buddel-Spielsachen, die wir letztens vom Ikea mitgebracht haben draußen bei den Steinen eingeweiht. Glückliches Kind, bis er wieder nach drin musste. Bestechung mit Himbeeren klappte ausgezeichnet, aber später fiel ihm dann leider doch wieder ein dass er gern wieder raus würde. Es war dann so gegen 16.30 als es immer anstrengender wurde: Kind schlecht gelaunt und müde, weil zu wenig geschlafen, und ich so langsam echt ko. Minutenzählen, bis der Mann um 18 Uhr nach Hause kommt. Ein ins-Bett-bring-Versuch scheitert (war eh klar, 2 Schläfchen sind nicht drin, und wenn das eine nur 10 Minuten dauerte). Und dann endlich hören wir den Schlüssel im Schloss…

Das Kind lässt Papa noch schmecken, dass es die plötzliche Abwesenheit gar nicht gut weggesteckt hat, begrüßt ihn zwar kurz, will aber dann nur an Mama kleben und macht einen Zirkus beim Joghurt Abendessen. (Mal gespannt wann er nachts Hunger bekommt.) Nun ist es Zeit die Meute bettfertig zu machen und schlafen zu legen und mit einigem Glück… endet dann meine Schicht mal für kurz 😉

.
Auf bald,
Hummelchen

emotions · Organisatorisches

Für mehr Adrenalin!

Hier ists ja viiiel zu langweilig. Darum hab ich mir gestern ganz kreativ was einfallen lassen:

Begonnen hats damit, dass ich (mal wieder) dem Arbeitgeber hinterhertelefonierte, denn die Krankenkasse wartet seit Anfang Dezember auf den Arbeitgeberbescheid. Vorher zahlen sie das Mutterschaftsgeld nicht aus. Geht ja erstmal nur um die 13€ pro Tag, aber von 30.11. bis jetzt hat sich halt doch schon etwas summiert, das mir eigentlich ganz gut reingelaufen wäre. Also hilfts nix: alles abklappern, fragen wer nun wieder Bockmist gebaut hat. Ich telefoniere also mit dem Chef der Personalabteilung, nachdem mir die zuständige Bearbeiterin der wo anders sitzenden Besoldungsstelle mitteilte, das müsse der ausfüllen. Der wiederum sagt, er habe das mitsamt meinem Antrag auf Unterbrechung der Elternzeit ans Präsidialamt geleitet, weil das alles bearbeiten muss. Ich hab dann so lange genervt bis ich die Nummer von eben jener Dame hatte, und die sagt mir: nö, sie hat nie von irgendwem irgendwas bekommen.

Nächster Schritt also, der Kasse erklären dass mein Arbeitgeber leider zu blöde war und ich den Antrag, den die Kasse ihnen geschickt hat, bitte nochmal geschickt brauche, und zwar an *Adresse Bearbeitungsstelle 3*. Daraufhin kommt der Satz, der uns alle erstmal umgeworfen hat.

„Ja, aber… Sie sind gar nicht mehr versichert! Ihr Arbeitgeber hat Sie abgemeldet.“

BÄMM. Ich stand da, wusste nicht ob ich schreien, kotzen, heulen oder alles zusammen soll. WIE BITTE??? Nachdem ich extra vorher nachgefragt hatte, wie das denn läuft wenn mein Arbeitsvertrag IM Mutterschutz ausläuft, und mir, auch nachdem ich ein paar mal explizit gefragt hab ob wir uns nun alle unterm Mann (selbe Versicherung!) familienversichern sollen, klipp und klar bestätigt wurde, dass ich auch weiterhin beitragfrei versichert bleibe – erst mal im Mutterschutz, anschließend durch die Elterngeldstelle während der Elternzeit.

Ich wusst erst gar nicht wohin mit mir, frage die (relativ unfreundliche) Dame, wie das denn sein kann, wie der Arbeitgeber mich einfach abmelden kann, usw.. Ja das weiß sie auch nicht, sie leitet mich dann an wen andern weiter. Bei nächster Stelle bin ich nach erneuter Warteschleife schon völlig mit den Nerven durch und blaffe ins Telefon, dass ich glaub ich muss gleich im Strahl kotzen, ich stehe unmittelbar vor Geburt, es könnte jeden Moment losgehen und dann kommt wer daher und sagt ich bin nicht versichert??? Soll ich mir nun vielleicht einfach ein paar Tausender einstecken bevor ich ins Krankenhaus geh oder wie?? Glücklicherweise war die sehr nett und verständig, und auch erstmal verwirrt: „Ne, das kann ja gar nicht sein, man kann Sie gar nicht im Mutterschutz kündigen… Versteh ich auch nicht.“ Sie hat dann versprochen, das mit meinem Arbeitgeber direkt zu klären, ich hinterlasse ihr alle 3 Kontakte mit dem Hinweis, das wären die drei die alle weniger zuständig seien als der vorige. Sie verspricht hoch und heilig, in einer halben Stunde zurückzurufen.

In dieser Zeit war hier Welt unter. Der Mann war kurz vorm Hohldrehen vor Wut, und wir haben uns dann mal über unsere Rechtsschutzversicherung durch eine Anwältin beraten lassen. Fakt ist, dass, unabhängig wer mich wo wie abgemeldet hätte, mir die Versicherung nicht kündigen darf, da ich pflichtversichert bin. Im Mutterschutz geht das schon gleich dreimal nicht. Ich solle die Kasse auffordern, mir schriftlich zu bestätigen auf welcher Rechtsgrundlage die Kündigung erfolgt sei, und sie wissen lassen dass eine Kündigung schonmal grundsätzlich schriftlich zu erfolgen hätte, aber ohnehin eigentlich nur von meiner Seite aus möglich sei.

In meinem Kopf liefen schon Szenarien… gräßlich. Was, wenn jetzt irgendetwas mit mir und dem Baby wäre, und ich dringend einen Arzt brauche? Was, wenn mit dem Kind, das über mich versichert ist, plötzlich was wäre?

Schließlich kam der erlösende Anruf. Bei meinem Arbeitgeber hätte sie niemanden erreicht, das sei aber auch nebensächlich: ich bin ohnehin noch bis Sommer über die Elterngeldstelle (wegen Kind 1) versichert, auch wenn der (Vollpfosten von) Arbeitgeber den Bescheid noch nicht geschickt hat, und daher mein Mutterschutz noch nicht als „fertig bearbeitet“ in den Akten liegt. Selbstverständlich sei ich krankenversichert.

Nach einer ausgiebigen Dusche (ich war bis dahin klatschnass geschwitzt), und einem gedanklichen Schnaps und unglaublicher Erleichterung fällt mein Blick noch auf den Zettel mit den vielen notierten Telefonnummer. Na so ein Zufall: Ich hab mir den Namen von der pampigen Tante, die mir erklärt hat ich wäre nicht mehr versichert, zufällig notiert…

.
Auf bald,
Hummelchen

P.S. Ich blogge das *jetzt* um die sehr unregelmäßigen, aber doch deutlich spürbaren Wehen ein wenig zu ignorieren… ;-D

Gedanken · Organisatorisches

Mal kurz nachgerechnet

Ich will mich damit eigentlich wirklich nicht auseinandersetzen momentan, aber ich muss dringend schaun, wie ich ab nächstem Jahr die Kinder „losbekomme“. KiTa Plätze für den dann 2jährigen sind schon schwer genug zu finden hier, und für mein dann einjähriges Baby wird es de facto unmöglich, und ich muss hoffen dass die einzige Tagesmutter im 20km-Umkreis einen Platz frei hat. Ich könnte ihn jetzt schon – verbindlich – reservieren. Ob ich dann aber auch verbindlich einen Job haben werde, nächstes Jahr, das weiß ich natürlich noch nicht.

Und dann hab ich grad mal so, verschlafen, durchgerechnet. Ich bekomme für den Großen noch bis Herbst das halbe Elterngeld, das sind etwa gut 500€, für den Kleinen werde ich es auf ein Jahr auszahlen lassen, das sind dann nochmal knapp 500€, bis etwa Ende des Jahres. Pi mal Daumen optimistisch sind das also etwa 1000€. Dazu Kindergeld. Nicht schlecht eigentlich, nur ja eben zeitlich begrenzt. Jedenfalls stehen uns mal bis Herbst keine Geldsorgen ins Hau, so nichts Unerwartetes passiert *fingerkreuz*.

Anschließend hätte ich noch ein Jahr ALG I „offen“, das ich nicht nützen möchte, nur evenutell müsste wenn ich nicht gleich einen Job finde (den ich natürlich selbstverständlich nicht erst am 1.1.15 zu suchen beginnen werde, schon klar, ne……). Das wären dann vermutlich auch nochmal so 1000€.

Nähmen wir an ich ginge arbeiten, ab Januar 2015. Ich kann und werde nicht Vollzeit arbeiten, weil es schlichtweg keinen Ganztags-KiTa-Platz gibt, der so lange geht wie ein Ganztags-Arbeitstag. Ich kann mich auch nicht darauf verlassen, dass die Großeltern einspringen können. Sie sagen es zwar, aber da ist ja noch der Hund. Der Hund war schon der Grund warum sie uns im vergangenen Jahr im Prinzip gar nicht helfen konnten, und ich glaube also nicht mehr daran dass sich das jemals ändern würde. Unterm Strich kann ich also nicht vollzeit arbeiten.

Wieviel muss ich nun arbeiten, damit wir zumindest mit nicht weniger Geld aussteigen, als wenn ich zu Hause bliebe? Nun, wir rechnen: jeder Betreuungsplatz kostet so etwa 200€. Die KiTa etwas weniger (wobei das erst gilt wenn beide Kinder dort sind, also sinds dann effektiv doch deutlich mehr), die Tagesmutter, wenn sie denn Platz hätte, etwa 300, wobei ich dann wenn ich klage ja ein wenig erstattet bekomme (*augenroll*). Ich muss mit etwa 200€ Benzingeld rechnen, ich werde wohl kaum im selben Ort einen Job finden, und werde das Auto brauchen da ich ja jedes Kind in eine andere Himmelsrichtung verschiffen muss, bevor ich dann in meine Arbeitsstelle aufbreche.

Zusammengefasst: für den Luxus arbeiten zu dürfen müssen wir auf jeden Fall 700€ bezahlen. Wenn ich rechne, dass wir die 1000€ als „Basis“ brauchen damit unsere Haushaltsrechnung aufgeht, dann schaffe ich das wohl nur knapp mit einem 80%-Job (gut, je nach Branche und Betrieb könnt sichs ausgehen).

Mäh. Bitte wie macht ihr das????

.
Auf bald,
Hummelchen

Organisatorisches

*räusper*

und *hust*

Ja, hier tote Hose. Nachdem sie uns letzte Woche das Telefonkabel vorm Haus abgebaggert haben, sind wir mittlerweile wieder zurück in der Zivilisation und haben TV, Telefon und Internet. Dafür ist Mr.Mini grade äußerst unleidlich. Obs nun die Hitze, der nächste Zahn oder mal wieder ein Schub ist – ich weiß es nicht, aber momentan ist es grad SEHR anstrengend und ich hab wirklich extrem Glück, dass der Mann Urlaub hat, ich wüsste sonst ehrlich nicht wie ich das alleine überstehen sollte… Ich hoffe sehr, dass sich dann alles wieder so halbwegs normalisiert wenn der Urlaub rum ist *fingerkreuz*

Jedenfalls wollte ich heute noch was anderes… Nämlich darum bitten, ob ihr hier vielleicht einen Like-Klick hinterlassen könntet 🙂 ich mag nämlich gerne Mausemamitesterin werden, und da fehlen mir noch etliche Klicks… Daher würd ich mich riesig freuen, wenn ihr mir euer Like spendet!

So, und das wars auch schon wieder… ich geh mal das Baby ins Wasser setzen, vielleicht schreits dann weniger.. *stöhn*

.
Auf bald,
Hummelchen