Rezept

[Rezept] Obstkuchen

Heute gibt es gleich 2 Rezepte, beide sind von meiner Oma, beide sind lecker, aber doch sehr unterschiedlich. Ich liebe Obstkuchen (okay, ich liebe jeden Kuchen…), und hoffe, dass was für euch dabei ist.

 

Obstkuchen – der Schlichte

Dieser Kuchen ist der einfachere. Es ergibt einen eher dünnen Kuchen, nicht zu süß, bleibt schön saftig. Am Besten passt der zu geschmacksintensivem Obst wie Kirschen, Zwetschken (beides auch gut mit Streuseln drüber) oder Ribisel (auch hier eine gute Kombi mit Eischaum). Diese Menge ist für ein kleines Blech gedacht.

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Zutaten
  • 3 Eier
  • 50g Butter
  • 150g Zucker
  • 250g Mehl
  • 1P. Vanillezucker
  • 1P. Backpulver
  • 1/8l Milch
  • 3EL Wasser
  • Prise Salz
  • etwa 500g Obst

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Zubereitung

Das geht hier denkbar einfach und erinnert an Rührkuchen. Eigelb, Zucker, Vanillezucker und Butter verrühren. Anschließend portionsweise die Mischung Milch+Wasser und Mehl+Backpulver einrühren. Zum Schluss noch den Eischnee unterheben.

Das Obst kann man oben auf legen, die Masse ist eher weich, es wird also von selbst einsinken.

Gebacken wird er bei 160°-170° Umluft eine knappe halbe Stunde. (Backzeit Angaben finde ich schwierig, da doch jeder Ofen anders ist, aber ihr wisst ja selbst ob ihr ein träges oder ehrgeiziges Gerät habt – Stäbchenprobe ftw!)

 

Obstkuchen – die Diva

Der hier ist reichhaltiger, und das schmeckt man auch gleich. Er ist recht fluffig, biskuitartig, aber buttriger. Er wird relativ hoch, und passt gut zu eher dezentem Obst wie Marillen, Mango, Pfirsichen, Nektarinen oder Weintrauben, aber auch Pflaumen. Bei dem hier würde ich kein „Topping“ mehr machen, eher dezent halten mit Puderzucker drauf und/oder etwas Schlagsahne servieren.

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Zutaten
  • 4 Eier
  • 250g Butter
  • 300g Puderzucker
  • 1/8l Milch
  • 400g Mehl
  • 1/2P. Backpulver
  • 1/2 Zitrone (Saft)
  • etwa 700g Obst
Zubereitung

Hier wird es gleich zu Beginn etwas aufwändiger: erst Butter gut 5 Minuten mixen, bis sie ganz weich ist, dann Eier dazu, weitere 5 Minuten schlagen, und schließlich den Zucker beifügen. Diese Mischung wird nun mit dem Mixer bearbeitet bis sie schaumig ist, das wird wohl nochmal gut 5 Minuten dauern. Die Masse ist nun gewachsen und recht fluffig. Dann kommen portionsweise Milch, Zitronensaft, und die Backpulver-Mehl-Mischung dazu. Der Teig ist nun recht schwer und dick, sollte aber noch mit dem Mixer mixbar sein ohne den Stab ganz hochzukriechen, notfalls esslöffelweise Milch ergänzen. Zum Schluss den Eischnee unterheben.

Das Obst kann man hier entweder unterheben oder drauflegen – es wird jedenfalls nicht sofort auf den Boden sinken und am Blech ankleben, weil die Kuchenmasse eher schwer ist.

(Ja, ich habe es bei meinem Backen genau anders rum gemacht, beim ersten untergehoben, hier drauf gelegt, und das war ein wenig doof.. -.-)

Gebacken wird bei 180° Umluft eine halbe Stunde.

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Ich finde beide ausgesprochen lecker, kommt eben drauf an was man grade eher möchte. Natürlich kann man jeden der Kuchen mit jedem Obst kombinieren, das war jetzt eher meine persönliche Einschätzung.

Vielleicht findet ihr ja was zum Nachbacken – ich wünsche auf jeden Fall gutes Gelingen und lasst’s euch schmecken!

Auf bald!

Rezept · vegan

[Rezept] Krautfleckerl

Wieder einmal ein typisches „Hausmannskost“-Rezept. Wir essen selbstverständlich nicht ständig traditionelle österreichische Hausmannskost, aber ich denke, dass diese Rezepte vermutlich den meisten „Mehrwert“ für Leser bringen. Diese Rezepte sind meistens von meiner Oma, überraschend viele davon sind übrigens von vornherein vegan. Außerdem sind sie uuunglaublich reichhaltig. Das liegt natürlich an der Zeit, in der sie sich etabliert haben, also die Zeit in der meine Oma selbst kochen lernte – den späten 50ern. Da war es erstens nicht üblich ständig Fleisch und Käse zu haben (Milch schon eher, die Hauskuh/ziege und so), und es ging beim Kochen definitiv nicht ums kalorienreduzierte Essen! Vielmehr war die Devise: okay, wir haben einfache regionale Lebensmittel, wie kriegen wir preiswert viele Kalorien in alle Familienmitglieder? Das ist vermutlich leider der Grundgedanke der durchwegs leckeren Hausmannskost… 😀 Dieses Rezept bedient alles, versprochen!

Krautfleckerl

Zutaten (6 Port.)
  • Kopf Weißkohl/Weißkraut (ca 1,5kg)
  • 600-700g Nudeln (Farfalle!)
  • Öl, das zum lange+heiß Braten geeignet ist, zB Sonnenblumen- oder Rapsöl (nicht das gesündere native an dieser Stelle)
  • Salz, Pfeffer, Kümmel, edelsüßer Paprika, Zucker
Zubereitung

Man beginnt damit, den Kohlkopf zu vierteln, den Strunk keilförmig wegzuschneiden und die äußeren Blätter zu entfernen. Dann wird alles in möglichst dünne Streifen geschnitten. Man kann ihn auch reiben, aber mich nervt das, weil dann die Blätter so auseinander fleddern, und bevorzuge das klassische Messer. Ich würde an dieser Stelle auch dringend von Küchenmaschinen zum Zerkleinern abraten. Es nervt, aber nach 10 Minuten hat mans überstanden. 😉

Im größten auffindbaren Topf wird der Boden mit viel Öl bedeckt, etwa 5mm hoch. Das sind bei mir sage und schreibe 8 Esslöffel. Jaja, ich weiß. Weiteratmen. Ich finds auch krass (okay, pro Portion sind es dann aber nur noch 100kcal mehr, und es MUSS leider wirklich rein!). Das ist übrigens der einzige Wahrheits-blinde-Fleck meiner Einleitung. Früher hat man dafür natürlich Schweineschmalz genommen, und zwar reichlich. Das war praktisch halb frittierter Kohl. Aber nicht mal Fleischesser kochen doch heute mit Schmalz, oder?? Also zumindest hat mir meine Oma das Rezept nicht mal mehr so empfohlen.

Jetzt wird der Kohl kurz scharf angebraten, bis alles ein wenig Öl abbekommen hat. Das Öl ist dann praktisch weg, und die Temperatur wird auf knapp die hälfte Leistung reduziert. Nun wird sehr langsam weitergebraten, damit der Kohl auch wirklich durch ist bevor er braun ist. Das dauert wirklich lange, mindestens eine halbe bis dreiviertel Stunde. Man muss dafür aber auch nicht ständig daneben stehen und rühren. Anfangs kann man nen Deckel drauf machen, später aber bitte abnehmen damit die Feuchtigkeit raus kann. Einigermaßen regelmäßig umrühren, damit alles gar wird und auch nicht anbrennt, gegen Ende natürlich öfter. Schön langsam kann man dann die Nudeln kochen.

Der Kohl sollte schon deutlich an Volumen reduziert, hellbraun und „lappig“ sein vorm nächsten Schritt: man nehme ca. 5 EL Zucker, und -bei etwas hochgedrehter Temperatur (ca 7-8/9 bei mir) wird der Kohl karamellisiert. Danach etwas weiter brutzeln und mit Salz, Pfeffer und gemahlenem Kümmel nach Belieben würzen. Es darf keinesfalls rumsuppen, das ist ein trockenes Essen! Abschließend kommen die abgetropfen Nudeln dazu.

Serviert wird mit ein wenig Paprikapulver oben drüber. Klassischerweise lieben Kinder (hust, ich, hust) Ketchup drüber.

Ich hoffe ihr habt Lust bekommen, das nachzukochen! Viel Spaß dabei und guten Appetit!

Auf bald!

Rezept · vegan

[Rezept] Linsen mit Semmelknödel

So ein typisches „Hausmannskost“-Essen, das für Österreich sehr typisch ist. Ich stelle allerdings immer wieder fest, wie beinahe unmöglich es oft ist, die benötigte Zutat für Semmelknödel zu bekommen, und schließe daraus, dass es hier eher unüblich ist. Dabei sind Semmelknödel echt recht flott gemacht und ne leckere Abwechslung…
Die Variante heute war nicht vegan, allerdings ist das gar kein Problem und im Rezept vermerkt.

Linsen und Semmelknödel

Zutaten (4 P.)
  • 250g Semmelwürfel
  • 200g Tellerlinsen (braune/grüne)
  • 2 Zwiebel
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 2 Eier
  • 1/2 l Milch
  • 500ml Gemüsebrühe
  • saure Sahne
  • Maisstärke
  • Petersilie
  • 2 Lorbeerblätter
  • Butter, Öl
  • Salz, Pfeffer
Zubereitung

Es beginnt alles mit den Linsen, die sollen nämlich ein paar Stunden einweichen; kann man über Nacht machen, ich packe sie einfach morgens in reichlich Wasser.

Etwa eine knappe Stunde bevor man essen möchte kann man dann mit den Knödeln beginnen. Petersilie und Zwiebel werden in reichlich Butter angeschwitzt, die Eier gerührt und mit Salz+Pfeffer gewürzt, 1 TL Maisstärke in 1/4 l Milch glatt gerührt, und all das wird in einer Schüssel über die Semmelwürfel gegossen. Ordentlich durchrühren, in den nächsten 10min immer mal wiederholen. Für die vegane Variante nimmt man statt der Eier 2 EL Öl in die Masse und erhöht auf 3 TL Maisstärke.

In einem Topf Zwiebel und Knoblauch anschwitzen, Linsen abgießen und auch ein wenig anbraten. Mit Gemüsebrühe und 1/4 Milch aufgießen, und mit Salz, Pfeffer und den Lorbeerblättern würzen.

Die Knödel gut formen und zum Abschluss mit leicht feuchten Händen glatt machen. Ich mache sie am Liebsten im Dampf und nicht in Kochwasser. Dazu nehme ich immer den zum Topf passenden Dampfgaraufsatz (natürlich mit Deckel dann, nicht so wie am Bild, hehe), dann geht alles in Einem.

Das alles kocht dann etwa 30 Minuten auf halber Hitze, die letzten 10 Minuten muss man die Linsen immer mal wieder umrühren. Dann die Knödel abnehmen, die Lorbeerblätter aus den Linsen fischen, und die saure Sahne einrühren (vegan: Reis/Sojasahne+1TL Maisstärke+1EL Essig). Dann noch ohne Deckel ein paar Minuten kochen lassen bis die Konsistenz Eintopf-artig ist.

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Ich finde, dazu passt gut Blattsalat, wir hatten heute aber Gurke. Natürlich gibt es nie eine „essen Kinder-Garantie“, aber meine haben heute erstaunlich reingehaun!

Lasst euch’s schmecken!

Auf bald!

Rezept

[Rezept] [Weihnachtskekse] Spitzbuben

Das ist wohl so ein typischer Klassiker beim Weihnachtsgebäck. Vermutlich gibt es auch einen typischen deutschen Namen dafür, in Österreich heißen sie jedenfalls Spitzbuben. Bei uns sind sie eigentlich jedes Jahr mit von der Partie, vor allem weil sie so einfach zu machen sind und eben auch wirklich toll schmecken. Hier kommt das Rezept!

Achja, ein Funfact vorab: ich habe NIEMALS zwei passende Ausstecher, um es genau so zu machen wie es eigentlich sollte. Jedes Jahr fehlt ein anderes Teil. Ich gebe vermutlich auf. 😀

Zutaten
  • 350g Mehl
  • 180g Butter
  • 80g Zucker
  • 1 Eidotter
  • etwas Zitronensaft
  • Marmelade (keine Ahnung wie viel)
  • Puderzucker zum bestreuen
Zubereitung

Aus den Zutaten einen Teig kneten – ich mach das immer so, Mehl und Zucker vermischen, zimmerwarme Butter und das Ei in eine Mulde in der Mitte, dann von außen immer Mehl vorsichtig drüberdrücken, bis man nicht mehr den Dotter zwischen den Fingern laufen hat wenn man dranfasst, dann richtig kneten.

(Generell schadet es Keksteig nicht, wenn er so mindestens 30 Minuten kühl rasten darf, manchmal mach ich auch die ganzen Keksteige am Vortag und verarbeit sie erst dann. – Ist aber kein Muss)

Den Teig dünn ausrollen, die eine Hälfte rund ausstechen, die andere rund mit Loch in der Mitte. (Notfalls kann man natürlich auch zwei gleiche nehmen, hübscher ists halt mit Loch.) Bei 170°(Heißluft) bis 200°(Elektro) backen. Ich weiß grad nicht mehr auswendig wie lange, aber auf jedenfall nicht zu lange. Irgendwas so zwischen 5-10 Minuten langt auf jeden Fall, sie sollten nicht braun werden an den Rändern! Generell finde ich es schlimmer Kekse zu „überbacken“ als zu wenig, bräunliche knusprige Ränder sind bei mir absolutes No-Go! Also, rausholen bevor sie sich merkbar verfärben. 😉

Etwas auskühlen lassen, dann die runden mit Marmelade (Marille, Erdbeere, Kirsch, was immer man mag) bestreichen und eins mit Loch oben drauf setzen. Wenn man mag kann man dann auch noch Puderzucker mit einem Sieb drüber streuen – sieht nett aus, aber süß genug sind sie definitiv auch ohne! 😉

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Tipp: Diese Kekse finde ich müssen mindestens 1-2 Tage „ziehen“, gleich schmecken sie noch nicht so wie sie sollen, auch wenn es sein könnte dass sie nicht 2 Tage überleben… Sagt nicht ich hätte euch nicht gewarnt! 😀

Auch hier wünsche ich viel Spaß beim Backen, vor allem mit Kindern sind solche Kekse wohl beliebt zu machen, weil nicht zu kompliziert und dennoch ein Hingucker.

Auf bald!

Rezept

[Rezept] [Weihnachtskekse] Rauchfangkehrer

Dieses ist mein allerliebstes Weihnachtsgebäck Rezept, und es stammt von meiner Oma. Eigentlich heißen die Dinger „Rauchfangtauben“, also Tauben vom Schornstein – ein Seitenhieb auf die Farbe. Irgendwann sagte ich als Kind aber Rauchfangkehrer dazu und seither heißen sie in meinem Gehirn so. Nunja.

Zutaten
Teigmasse:
80g Butter
280g Staubzucker
1 Päckchen Vanillezucker
3 Eier
250g Mehl
50g Back-Kakaopulver
1/2 Päckchen Backpulver
1/8l Milch
Punschmasse:
Teigreste
50g Marmelade (ich nehme Marille = Aprikose)
50g Staubzucker
Rum/Rumaroma
etwas frisch gepressten Orangensaft (1-2 Orangen schätze ich)
Schokoglasur:
250g Schokolade
250ml Schlagsahne
Zubereitung
Butter, Zucker und Eidotter schaumig rühren, übrige Zutaten dazumengen. Teig auf ein befettetes und bemehltes Blech geben, bei 200° hell backen (Stäbchenprobe, keine Ahnung wie lange… nicht zu lange, im Zweifelsfall zu früh raus als zu spät! Auf jeden Fall bevor die Ränder „crunchig“ werden).

Mit einer Ausstechform runde Kekse ausstechen. Klein sehen sie hübscher aus, aber wenn der Teig zu sehr aufgegangen ist muss man etwas größere nehmen (wenn ihr aus Erfahrung wisst, dass eure Kuchen immer extrem aufgehen lasst das Backpulver raus!). Ihr müsst übrigens nicht zu eng beieinander ausstechen, die Zwischenräume werden verwertet! Diese werden zerwürfelt, geschreddert – lasst eure Wut dran raus! und in eine Rührschüssel gepappt. Sie sollten schon gut zerkleinert sein, aber akribisches Arbeiten ist sicher nicht nötig. Zu große Klumpen (also größer als 1cm³) machen das weitere etwas umständlich.

(Wie man am Bild sieht, mein Teig war etwas zu dunkel geraten, dann ist es ein wenig nerviger beim Zerkleinern für die Punschmasse)

In die Rührschüssel kommen nun die Punschmasse Zutaten. Dabei ist ein wenig „Fingerspitzengefühl“ bei der Dosierung gefragt, vor allem was die Menge und das Mischverhältnis Rum-Orangensaft anbelangt. Ich mach meist 50:50, aber wenn mans sehr punschig will nimmt man mehr Rum, wenns Kinder essen eben nur Orangensaft, und gegebenenfalls Aroma dazu. Das Ganze kann man mit dem Mixer (Knethaken) oder gleich mit den Händen (iiih) vermischen, die Konsistenz sollte angenehm weich sein, so dass man gut damit formen kann, nicht zu fest, aber keinesfalls flüssig!

Aus der Punschmasse Kugeln formen und aus „Haube“ auf die ausgestochenen Teile setzen, das ganze dann etwas verteilen. Man kann Spitzen damit formen, oder einfach nur rund drüber, oder auch flachdrücken, wie ihr mögt.

Anschließend die Schokoglasur zubereiten: bei mittlerer Hitze die Sahne erwärmen, und die Schoko drin auslösen, nicht kochen lassen. Dann die Teilchens damit glasieren.

Falls ihr vorhabt das nachzubacken (und ich kann euch das nur ans Herz legen) wünsche ich gutes Gelingen und viel Freude dran! 🙂

Auf bald!

Rezept · Video

[Rezept] Gemüsereispfanne

Soo, heute gibts hier mal in aller Schnelle unsere Standard-Gemüse-Reispfanne. So in etwa gibts die fast jede Woche mal, wobei das Gemüse variiert, mein Liebling ist eigentlich die Kombi Brokkoli+Pilz, aber aktuell musste eben noch eine Zucchini weg. Damits schneller geht die Zubereitung als kurzes Video (ok, es ist so einfach dass das eh nicht viel Anleitung braucht, aber….)

Zutaten (4 Portionen):

  • 300g Tofu natur
  • 600g weiße Champignons
  • große Zucchini oder Brokkoli
  • BBQ Soße, Salz, Pfeffer, Zwiebel(gewürz)
  • Reis (eigentlich passt am Besten Jasminreis, heute gabs Packungsreis weil schneller, aber passte nicht so gut)

Zubereitung:

Das Endergebnis in der Pfanne sieht dann so aus – ist es nicht traurig wie die vielen tollen Pilze verschwinden? Seufz..

Angerichtet gabs das dann so. Dazu hatte ich heute Tomatensalat gemacht, da die Jungs die Pfanne eigentlich gar nicht essen, aber Salat geht meist ein wenig besser. Dafür kam diesmal der Reis nicht an (bei mir aber auch nicht), der Kleine mümmelte erstaunlicherweise eine große Menge Pilze…

Ich weiß, optisch gibt das nicht so mega viel her, aber wer Gemüsepfannen mag ist damit bestimmt glücklich. Außerdem geht es halt wirklich super schnell und unkompliziert, und lässt sich auch perfekt zum Gemüsereste-verwerten verwenden.
(Achja, und mir ist schmerzlich bewusst wie katastrophal die Herdplatte im Video aussieht, halleluja.. O_O)

Auf bald!

Rezept

[Rezept] Kichererbsengulasch und Ofenkürbis

Herbst war früher definitiv meine Lieblingsjahreszeit. Einen kleinen Knick hat diese Liebe seit es untrennbar mit widerwärtiger Kindergarten-Schnodderzeit verknüpft ist, aber dennoch gibt es viele Dinge, die für mich diese Zeit so schön machen.

Jaaa, typisches Herbstessen ist ein Teil davon. Ich mag Kürbis sehr gerne, und freue mich immer wenn die Kürbiszeit losgeht. Ich bin da ziemlich puristisch, und esse neben der klassischen Kürbissuppe auch liebend gern Kürbispüree. Aber diese Variante ist mir meist die liebste. Kombiniert wirds hier fast immer gleich, und ich könnte das wohl tagelang am Stück essen. Moaaahhh!

Kichererbsengulasch und Kürbisspalten ausm Ofen

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Zutaten (2 Erwachsene, 2 Kinder)

  • 1 kleiner Hokkaido
  • 2-3 EL Sonnenblumenkerne
  • große rote Zwiebel
  • 2 Dosen Kichererbsen
  • Reis (was man halt so am Liebsten mag, ich nehme aus Faulheitsgründen hier gern den fertigen Reis aus der Packung, wir benötigen dann 2 davon)

Zubereitung

Dieses Rezept ist unglaublich simpel und unkompliziert, braucht aber ein wenig Köchelzeit. Vorm Kochen heize ich mal den Backofen auf 180° Umluft vor. Meist beginne ich dann damit, die Zwiebel in dünne Scheiben zu schneiden und scharf anzubraten, lösche dann mit den Kichererbsen ab. Dabei nehme ich eine komplette Dose inklusive Sud (Aquafaba) und eine abgegossen. Dazu kommt dann noch ein guter Schluck ganz dunkle intensive Sojasoße und etwa ein halber TL Misopaste (zur Not einfach etwas mehr Sojasoße nehmen). Nach einmal aufkochen wird die Hitze reduziert und ein Deckel kommt drauf – das darf dann mal ca 20 Minuten vor sich hin köcheln, rühren muss man meist nur einige wenige Male.

Je nach Größe vom Kürbis kommt dieser als nächstes dran – bei großen/dicken kommt er vorher. Der Kürbis wird gewaschen, ausgekernt und in Spalten geschnitten, so ca 3cm dick. Diese kommen dann auf ein Backbleck und bekommen ca 1/8l Gemüsebrühe mit einem Schluck Sojasoße drüber gegossen, bevor es ins Rohr geht. Manchmal muss noch etwas Wasser nachgegossen werden, aber gegen Ende sollte es trocken sein. Nach ca 20min (oder etwas früher wenn kleiner Kürbis) gebe ich einige Sonnenblumenkerne drüber. Die sollten reinkommen wenn noch etwas Brühe steht, aber gegen Ende sollen sie am Blech braun anknuspern. Nach etwa einer halben Stunde ist der Kürbis fertig. Beim genauen Einschätzen der Zeit tu ich mir schwer, weils bei mir oft recht unterschiedlich ist. Ich pieks einfach mit einer Gabel rein – die Spalten sollten weich sein, aber nicht vermantschen oder zerbröseln.

Wenn es nur schnell aus der Packung ist bereite ich zuletzt den Reis zu. Nehme ich Wildreis müsste er natürlich ganz zu Beginn schon gekocht werden, braucht der doch gut 30 Minuten.

Als letzter Schritt kommt beim Kichererbsen“gulasch“ der Deckel ab und volle Hitze voraus. Die Flüssigkeit sollte praktisch komplett verschwunden sein, die Farbe einheitlich dunkelbraun. Manchmal knuspern die Kichererbsen dann ein wenig an, manchmal bleibt so eine sämige Soße übrig. Ich mag beides, würde aber bei ungewürztem und/oder Naturreis eher empfehlen Soße drin zu lassen, sonst wirds zu trocken. Generell ist dieses Essen aber unsoßig, wir mögen das so. Wer es flutschiger braucht müsste wohl noch einen Salat dazu basteln, oder eben das Aquafaba beider Dosen nützen.
Zum Schluss natürlich das Abschmecken nicht vergessen, für mich braucht es dank Soja und Miso eigentlich kein Salz und auch sonst keine Gewürze. Nur wer eben reinen Reis nimmt muss vermutlich intensiver würzen…

Ich hoffe das Rezept hilft bei der Kürbisverwertung. Lasst euchs schmecken!

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Auf bald!