Kind · Organisatorisches · Rumpelstilzchen · Steinböckchen

Roomtour Kinderzimmer

Ich gehöre irgendwie zu den Menschen, die gerne ständig Zimmer umräumen. In den klassischen Nutzräumen habe ich dafür gar nicht so die Möglichkeiten, aaaaaber… die Kinderzimmer. Und dort ist es auch wirklich öfter mal nötig, um die Umgebung ans jeweilige Alter vom Kind anzupassen.

Bisher war es so, dass jeder der beiden sein eigenes Zimmer hatte. In dem stand eben das Bett, die Schränke mit der jeweiligen Kleidung und Spielzeug, das eher zum einen oder anderen passte, aber oft auch immer mal wieder ausgetauscht wurde. Vor Kurzem aber benannten sie den Wunsch, mal im selben Zimmer schlafen zu wollen, und probeweise durfte Steinböckchen samt Bett ins Zimmer vom großen Bruder auswandern. Zu unserem Erstaunen klappte dieser Versuch wirklich gut, und nach einigen Korrekturen (Rumpelstilzchen fand es voll lustig den Bruder morgens recht früh zu wecken und Spielzeit einzuläuten, zu sehr einseitiger Begeisterung) wollten es beide nur noch so.

Tja, hmp. Anfangs wurde ich nicht so recht warm mit der Idee die Zimmereinteilung aufzuweichen. Mein Mann wollte dann sogar das Zimmer vom Kleinen komplett räumen und ein Babyzimmer daraus machen, das finde ich aber gar nicht gut. Wir haben ein (zugegeben, winziges) drittes Zimmerchen direkt am Schlafzimmer dran, das die Vorbesitzer als Kleiderraum nutzten, und ich finde das als Babyzimmer einfach zu perfekt. Außerdem zanken sich die beiden doch so oft, dass ich immer einen Rückzugsort für jeden einzelnen offen halten möchte, das tut ihnen einfach wahnsinnig gut.

Schlafzimmer / Rumpelstilzchens Zimmer / grünes Zimmer

Wie wirs nun genau machen weiß ich nicht, das ist quasi Phase 1 der Zimmer Umgestaltung. Das Bett vom Kleinen und sein Nachttisch sind übersiedelt, ein Spielzeug Regal kam dafür in „sein“ Zimmer. Somit ist nun ein Bereich eher dem Schlafen, und einer dem Spielen zugeordnet. Im Schlafzimmer möchte ich auch mehr Kuschelecken (mit Decken, Kissen, Kuscheltieren) mit Büchern einrichten, sodass das eher zum Rückzug wenn mans ruhig braucht genutzt werden kann. Der Schreibtisch soll da auch drin bleiben. In der kalten Jahreszeit ist diese Trennung auch insofern mega praktisch, als ich das Schlafzimmer eher kühl halten und das Spielzimmer normal heizen kann. Mich hat das sonst schon immer ein wenig genervt nachts runterzukühlen und morgens wieder komplett hoch zu heizen.

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Spielzimmer / Steinböckchens Zimmer / blaues Zimmer

Im Stammzimmer vom Steinböckchen stehen nach wie vor seine Kleiderschränke, und nach anfänglicher Überlegung möchte ich das eigentlich auch so lassen. Klar wäre es zum Wäsche einräumen oder raussuchen einfacher, aber morgens ist es doch manchmal sehr sinnvoll das Anzieh-Prozedere räumlich zu trennen. Es gibt sonst einfach zuviel Gesang, „Popo-Tango“ und „Nackidei“, und auch wenn das ulkig zum Ansehen ist passt das einfach nicht in den Zeitrahmen eines klassischen Arbeitstages. Auch hier ist ein Tischchen, soll aber eher zum Puzzeln, Lego bauen oder spielen genutzt werden als zum Malen.

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Aktuell bestehen noch ein paar Probleme. Nachdem die erste Zeit alles glatt lief ist momentan beim Einschlafen der Wurm drin und die beiden nur am Scheißelkram machen statt zu schlafen. Eigentlich könnte es mir ja „egal“ sein, praktisch ist es das daber nun mal eben nicht, denn am nächsten Tag klingelt der Wecker nicht 45 Minuten später nur weils mal wieder besonders lustig war. Klar könnte mir auch dann egal sein, dass sie mit den Konsequenzen leben müssen, aber… ihr wisst. So läuft das nicht als Mama, und die letzte Tasse Suppe zum Auslöffeln steht immer auf meinem Platz.

Aber wir hoffen dass das vielleicht nur eine Phase ist grade (so wie sie aktuell beide grade eine schreckliche Phase schieben im Wachzustand), und dass es sich irgendwie einpendelt, weil eigentlich finden wir es ganz nett so. Man wird’s sehen.

Und bei euch? Getrennt schlafen oder zusammen? Bis zu welchem Alter ging das gut?  Was habt ihr generell für Erfahrungen damit gemacht, welche Fettnäpfchen warten da auf mich? 😉

Auf bald!

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Neue Zähne!

Ich weiß, das ist wohl ein Thema an dem sich die Geister scheiden – die Einen finden es total spannend, die Anderen kriegen bei bloßer Erwähnung von Wackelzähnen schon das Würgen. Ich gehöre eindeutig zur ersten Gruppe. Bei wem sich jetzt schon die Zehennägel anfangen zu rollen – schnell wegklicken! 😉

Schon bei den Kleinen habe ich immer gespannt auf die Zähne gewartet, und der allererste Zahn war für mich ein Riesending. Wir hatten auch nie richtig schlimme Probleme, die meisten Unruhen hat uns das Einschießen der Zähne (so um den 3./4. Monat) beschert. Das tat ihnen sichtbar wochenlang weh, sie haben gesabbert und geweint, aber da es ja keine einzelne konkrete Stelle war konnte man auch nicht wirklich helfen, und Beißringe selber halten und an die richtige Stelle führen ist in dem Alter halt auch so eine Sache.

Aber so ein klein wenig Zickereien haben die einzelnen Zähnchen dann auch beim Durchbrechen gemacht, da wurde gern mal die ein oder andere Erkältung nebenher mitgenommen. Umso geschockter war ich dann, dass beim Durchbrechen der ersten bleibenden Zähne – als Erstes, bevor die ersten Milchzähne wackeln und rausfallen, kommen die hinteren Backenzähne dazu – sowas von gar nichts zu merken war. Rumpelstilzchen bemerkte es nicht, und mir selber fiel es nur mal zufällig beim Nachputzen der Zähne auf. Seit wir aber wissen, dass die grade im Anmarsch sind achten wir genauer drauf und beobachten fasziniert, wie sich das Zahnfleisch so verändert, anfühlt und aussieht kurz bevor die neuen Zähne durchbrechen, und auch wie sie dann weiter wachsen.

Wie so ein bleibender Backenzahn beim Wachsen aussieht

Im Folgenden hab ich ein paar Bilder, die den Prozess gut dokumentieren. Der erste Backenzahn (rechts oben kam er) ist mittlerweile schon komplett rausgewachsen und man sieht deutlich, dass er doch ein Stück größer ist als die beiden anderen. Aufgefallen ist er mir im Frühsommer, da war Rumpelchen 4,5 Jahre alt.

Der linke Backenzahn kam kurz vor seinem 5. Geburtstag raus, das ist also nun knapp 3 Wochen her, und mittlerweile ist er fast vollständig da. 2 Spitzchen fehlen noch, und ein wenig an „Höhe“ muss er gewinnen.

Der nächste wird wohl links unten sein. Man kann schon deutlich sehen dass das Zahnfleisch gewölbt ist, es ist öfter mal leicht gerötet, aber nicht entzunden oder schmerzend. Die Umgebung ist zwar recht fest, aber die Haut direkt darüber eher „schwammig“ und weich. Man sieht einen Teil schon durchschimmern und kann auch die Kanten deutlich fühlen wenn man drüber streicht. Da das am Foto eher schwer zu erkennen ist (schonmal in den Mund hinten reinfotografiert? Ich brauchte gefühlt tausend Anläufe….) hab ich mal einen Pfeil dazu gepackt.

Ich schätze dass es noch eine gute Woche dauern wird bis er sich erstmals blicken lässt, aber so genau lässt sich das nicht sagen. Ich finde aber, dass Backenzähne (bei uns) wirklich langsam rauswachsen. Ist aber auch verständlich, schließlich muss da viel Haut weichen und dem Zahn platz machen. Das Zahnfleisch selbst macht bei meinen dabei bisher glücklicherweise keine Probleme, da wurde nie etwas offen/wund oder gar blutig. Ich habe aber auch schon von Mamas gehört, bei deren Kindern genau das passiert ist, weil die Zähne wohl mit so viel Tempo rausgewachsen sind.

Nun warten wir mit Spannung auf den ersten Wackelzahn. Bin schon neugierig wie mein Kind da wohl drauf reagiert? Wird er eher panisch weil da ein Zahn nicht mehr fest sitzt (ich möchte fast meine Prognose dafür abgeben, seufz) oder wie ich früher ständig dran rumwackeln und -drehen bis er endlich raus ist? Und, was ist wohl unser Ding – Zahnfee, oder Zähne aufheben, oder 1€ pro Zahn?

Hmm.. wie macht ihr das?

Auf bald!

Einkauf · Rumpelstilzchen · Steinböckchen

Hups.

Uuund.. schnapp!

Es gibt ja so einige Läden, die sind für mich seit jeher regelrechte Mausefallen. Ich geh rein, Falle schnappt zu, tschüss Geld. Seufz. Ich weiß, dass das in Papier/Schreibwaren Läden so passiert, Drogerien/Kosmetik sind gefährlich, und Haushalts/Tchibo Kram. Nicht vorbereitet war ich darauf, dass mir das (ohne anwesende Kinder) auch in nem Spielzeugwarengeschäft passieren würde.

Wir handhaben das so, dass es unregelmäßig etwa einmal im Monat eine Kleinigkeit gibt für die Jungs, also im Rahmen von neue Bücher, Schleichfiguren, neue Knete, neue Stifte, so in dem Stil. Es gibt Zeiten, da gibts einfach keinen Bedarf und es entfällt (ich erinnere mich an ein Jahr wo nur Bälle und Feuerwehrmann Sam gefragt waren), aber auch Zeiten wo scheinbar so ein Ruck durch ihr Spielverhalten geht, dass sämtliche alte Sachen völlig unpassend werden, und sie gern mit anderen Dingen spielen wollen. Natürlich ists aber nicht drin mal hopplahopp viel neues Zeug zu kaufen, darum machen wir das dann eher so etappenweise, üblicherweise dann eben einmal pro Monat und knapp im zweistelligen Eurobereich höchstens pro Kind. (Praktischerweise liegen die Geburtstage der Kinder ja so günstig übers Jahr verteilt. Nicht.)

Wie macht ihr das denn so?

Wachstumsschübe sind nicht nur bei Schuhen teuer

Aktuell sind sie aus praktisch allen Büchern „rausgewachsen“, fordern mehr Geschichten-Bücher als solche wo Bilder im Vordergrund stehen. Außerdem basteln und malen sie zur Zeit sehr gern, sodass ich letzten Monat schon einige „Rätsel“-Büchlein angeschafft habe. Was auch immer ein Renner ist sind Rollenspiele aller Art, das heißt Figuren sind komplett angesagt. Da gibts im Kindergarten nen regelrechten Schwarzhandel, wer welche Actionfigur wem ausleiht und so.. eieiei… Themen, die bei den Jungs grad vorkommen sind: die Eiskönigin, Paw Patrol (o.m.G.), Drachenzähmen, Ritter, Superhelden, Wickie und Dorie (das Lieblingstier vom Großen ist der Paletten Doktorfisch, was er jedem exakt so vorträgt, egal ob gefragt oder nicht).

Eigentlich wollte ich also heute nach Wickie Figuren suchen, weil ich da täglich gefühlt drölfzig millionen Mal angeheult werde. Sie sind da recht wenig wählerich ob Plüsch, Plastik oder Holz und ich dachte mir, irgendwas wirds schon geben. Andererseits kannte ich den Laden nicht und hatte nicht allzu hohe Erwartungen, vielleicht eh nur so ein kleiner Ramschladen. Joaa…

Drinnen hats mich mit Frozen-Merchandise erstmal erschlagen, ohne Übertreibung. Viel Mist, aber auch viele echt reizvolle Dinge. Ich hatte circa 20 Mal die Kaufentscheidung auf „vernünftig: nein!“ gelegt, aber überall kam ich ja doch nicht vorbei…

Kaaching!

Im Endeffekt: keine Wickie Figuren, trotzdem fette Beute (sie werden quieken, ich weiß es jetzt schon). Die Knete gibts erst später, aktuell haben wir noch weiche, und die Schleichfiguren kommen ins Osterkörbchen. Über den Rest dürfen sie sich heute freuen: für Raupe ein Olaf, Frozen Bleistifte und Frozen Tattoos, für Rumpel eine Dorie, Paw Patrol Bleistifte und ein Drachenzähmen Quartett (die Verteilung ist natürlich provisorisch, da sie sich grundlegend für gleichen Themen interessieren werden sie noch handeln). Hihi. 😀 #mamaimkindmodus

Dass ich noch Schuhe und Socken kaufen muss, weil sie beide eine Nummer größer brauchen, und der Rumpel ne Ersatzbrille bräuchte (ihr glaubt nicht wie oft die Stammbrille in Reparatur ist und er ne Woche ohne rumläuft #davorwarntniemandey) verdränge ich jetzt. Bis morgen.

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Auf bald,
Hummelchen

emotions · Geschwister · Kindergarten · Rumpelstilzchen · Steinböckchen

Freundschaften

Das Rumpelstilzchen war ja immer schon unglaublich .. wie soll ich sagen? Sozial, extravertiert, an anderen sehr interessiert. Mich überrascht das in  positiver Weise, weil er da so ganz anders ist als ich und ich nicht zu hoffen gewagt habe dass mein Kind das halt mal einfach nicht erbt. Ich war schon als kleines Kind extrem schüchtern und zurückgezogen, konnte im Kindergarten die Gesellschaft (mehrerer) Kinder kaum ertragen. Aber nicht so mein Rumpel, der am Liebsten dort ist wo viel Trubel und viele Menschen sind.

Das wirkt sich natürlich auch auf seine Freundschaften aus. Er findet unglaublich schnell Anschluss, quatscht jeden direkt an (auch Fremde auf der Straße, die werden regelrecht verhört was sie grade machen und wieso und wie sie heißen und wo sie wohnen und warum sie „so“ einen Hut aufhaben..) und kann sich auch meist schnell in Grüppchen einklinken, auch (oder grade wenn) die Kinder deutlich älter sind als er. Ich finde das ganz wunderbar!

So kam es dann dass seine ersten besten Freunde im Kindergarten Sechsjährige mit „Schulanfänger“ Status waren. Es ist wirklich erstaunlich welche Zuneigung da in beide Richtungen bestand, einmal waren wir vor Kurzem Einkaufen und die beiden lagen sich geschlagene 5 Minuten einfach nur in den Armen und waren nicht voneinander weg zu bewegen. Und nein, das war nicht nach Einschulung, sondern in einer ganz normalen Woche in der sie sich ohnehin täglich sahen. Entsprechend schlimm war es für Rumpel sie gehen zu lassen. Am Abend vorm neuen Kindergartenjahr lag er schluchzend im Bett. „Meine allerbesten Freunde sind weg und dann hab ich nur noch den Schlumpi [das ist Raupes Spitzname hier] und der darf dann beim Essen nie bei mir sein!“ Es hat mir richtig weh getan, ihn so zu sehen, aber ich weiß auch noch was: das waren nicht seine einzigen besten Freunde. Es waren bestimmt seine ersten, und sicher auch die ALLERbesten, aber es gibt noch andere dicke Freunde, sodass er sicher nicht verloren dastehen würde im neuen Jahr. Nachdem ich ihm versprochen habe, dass wir bestimmt mal ein Treffen mit den beiden ausmachen können war er etwas ruhiger.

Außerdem wissen wir mittlerweile, dass die Raupe in die selbe Gruppe kommen wird. Ich habe lange mit mir gehadert, Vor- und Nachteile abgewogen. Schließlich hat dann der organisatorische Aspekt das Rennen entschieden: nur die Rumpelgruppe hat gemischte Öffnungszeiten. Eine andere hat nur „normale“ (also bis 12Uhr und an 2 Tagen auch 2 Std. Nachmittags), die andere nur verlängerte (also von 7.15-13.45). Jetzt ist es halt nicht so, dass ich gut vorausplanen kann welche Zeiten in Zukunft die besten sind, da ich nach wie vor auf Suche nach Nachmittagsbetreuung bin. Und je nachdem wen wir für wie viele Stunden finden macht es Sinn, die Jungs schon um 12 abholen zu  lassen. (Es gibt da so „Stufen“ und bis 50Std pro Monat zahlt man den ersten Fixbetrag. Wär natürlich doof dann viel weniger Stunden zu buchen und trotzdem im Kindergarten nen höheren Betrag zu zahlen.) Da ich das alles aber halt noch nicht weiß brauch ich größtmögliche Planungsfreiheit, und einen Gruppenwechsel möchte ich den beiden ersparen.

Ich sehe aber schon, dass die Jungs recht unterschiedlich sind, ganz andere Bedürfnisse haben und es sicher schön wäre, wenn sie den Vormittag nicht auch aufeinander kleben müssten. Der Große stiehlt gern die Show, kann das Rampenlicht nicht gut teilen. Der Kleine ist aber ein süßer tapsiger Drops und sichert sich die Zuneigung auch wenn er gar nicht so viel dafür „tun“ muss. Ich kann mir schon vorstellen dass das viel Nährboden für Eifersüchteleien gibt. Andererseits sind sie wirklich so dicke miteinander, dass es mich oft erstaunt. Klar, sie streiten wie die Kesselflicker, wissen haargenau welchen Knopf sie beim anderen drücken müssen damit es komplett eskaliert, aber die meiste Zeit sind sie unzertrennlich, lieben sich innig und können nicht ohne den anderen. Auch im Kindergarten sind die Gruppen offen (nur die kleine von der Raupe nicht, er kann also nicht selber besuchen gehen), und meist klebt auch da Rumpelstilzchen nur an seinem Bruder und ist immer grummelig wenn er zu Programmpunkten wieder raus soll. Insofern ist es vielleicht gar keine schlechte Entscheidung. Außerdem kriegen wir dann nur die Virenkonzentration von einer Gruppe ab! (Haha.)

Aber so Freundschaften sind halt auch ein tolles Übungsfeld. Rumpel saugt das regelrecht in sich auf und ist sehr empfänglich für Erklärungen und Diskussionen. Er liebt soziale Belange, aber man merkt auch dass es ihn viel „kostet“, er steckt viel Energie und Überlegung da rein, und als grundsätzlich ängstlicher Typ entstehen da viele Zweifel. So erst kürzlich diese Unterhaltung.
„Ich hab mit dem Ivan einen groooßen Turm gebaut, der war toll! Und dann hat die Katrin den Turm vom Ivan kaputt gemacht, aber nicht absichtlich, die hat das nicht gewusst dass der Turm wem gehört. Und dann hat der Ivan gesagt ich soll den Turm von der Katrin kaputt machen, und dann hab ich den Turm auch umgeschubst. Weil die ja unseren Turm kaputt gemacht hat!“ – „Und wie hast du dich dabei gefühlt, als du den Turm kaputt gemacht hast? War das ein schönes Gefühl oder ein doofes?“ – „Eigentlich .. nicht so schön. Aber, aber.. der Ivan hat gesagt ich soll das machen!“ – „Naja, du könntest ja trotzdem entscheiden dass du das nicht machen willst, wenns dir eigentlich gar nicht gefällt.“ – „Aber der ist schon Schulanfänger!!“ – „Siehste, so ein Großer kann das bestimmt selber mit der Katrin ausmachen wenn er sich grad über sie ärgert.“ – „Ja.. also wenn ich mal Schulanfänger bin dann mach ich sowas nicht!“ – „Das hat ja jetzt nichts mit Schulanfänger zu tun, du kannst das auch jetzt schon so machen und üben.“ – „Hat das der Johann auch vorher immer geübt?“ – „Na ganz gestimmt. Und was könnte man nun machen statt Turm umschubsen?“ – „Ich will sagen: ‚Nein, Katrin, das darfst du nicht! Das ist mein Turm den sollst du nicht kaputt machen!‘ Gell Mama, und dann muss sie unseren Turm in Ruhe lassen!“

Solche Gespräche gibts grade viele, und ich sehe wie viele Gedanken er sich macht und wie er sich (oft) bemüht das dann auch umzusetzen. Bei der Raupe haben wir da noch ein bissel Weg vor uns. Der würde – sobald keiner hinguckt – Katrin irgendwas über die Rübe ziehen… -.-

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Auf bald,
Hummelchen

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Rumpelstilzchen · schnipsel

Schnipsel #05 #Rumpelstilzchen

Ich merke grade sehr deutlich, wie sich eine Veränderung in der Denkweise vom Großen abwickelt. Das ist sehr spannend und lässt mich immer mal wieder staunen. Er war immer schon sehr hilfsbereit und einfühlsam, aber zur Zeit denkt er viel tiefgründiger, und ich muss da oft schmunzeln…

Weniger schön war es gestern, als er in seinem Zimmer war und ich ihn plötzlich bitterlich weinen höre. Also nicht sein brüllkreischschreien, sondern echtes Weinen (das kommt praktisch nie vor!). Ich stürze also in sein Zimmer und frage ihn was denn passiert sei! Erzählt er mir schluchzend, dass das Klo kaputt sei, es spült nicht mehr. (Der Hebel blieb hängen und das Wasser lief immer weiter.) Ich hab ihn natürlich erstmal getröstet und erklärt dass das nicht schlimm und schnell „repariert“ sei, und ihn gefragt ob er jetzt Angst gehabt hätte ich würde ihn ausschimpfen?? Daraufhin meint er, nein, er hatte Sorge dass er das Klo kaputt gemacht hat und nun niemand mehr bei uns aufs Klo gehen kann… Uff.

Dann fuhren wir zusammen auf ein Arbeitsfest. Unterwegs fragt er: „Mama, hast du denn auch deine Chefin gefragt ob wir mitkommen dürfen? Weil wenn die nein sagt, das wär dann nicht gut, vielleicht schimpft die dann mit dir?“ Als wir dann endlich da waren meinte er: „Boah das ist ja eine lange Fahrt. Musst du das jeden Tag fahren? Stört dich das?“

So in dem Stil ist er grade öfter, er macht sich viel mehr Gedanken um andere. Zwar sind die Anlässe eher nicht so schön, aber ich finde trotzdem toll dass er das tut, und auch dass er das dann so ausdrückt sodass ich mit ihm ins Gespräch gehen und ihm Sorgen nehmen kann.

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Auf bald,
Hummelchen