schnipsel · Steinböckchen

Schnipsel #06 #Steinböckchen

Heute ein paar Kleinigkeiten aus dem Alltag, die in keine Kategorie besser passen als „Schnipsel“.

Bedtime Horrorstory der anderen Art

Gestern verpasste mir der kleine Junge hier den Schreck meines Lebens. Ich bin nicht unglaublich schreckhaft, aber auch bestimmte Dinge reagiere ich heftig, und er hat die Kategorie so treffsicher bedient, dass ich nur so staune. Natürlich werde ich im Mamaalltag ständig „erschreckt“ und reagiere dann auch mit „huch, hast du mich aber erschreckt“, aber…

Es begann damit, dass der Mann im Bad die Kinder fertig machte, einer wurde geduscht. Ich wollte schonmal frische Unterwäsche aus dem Zimmer vom Kleinen besorgen. Sein Schrank steht im Türschatten, also hinter der geöffneten Tür quasi, allerdings nicht komplett an der Wand. Dort steht noch eine Kiste mit Bastelkram aus dem Kindergarten und so Dingen, die sich eben ansammeln. Darauf ein paar Kartons, gefüllt ebenso mit Kram: Schuhe, die bald aber noch nicht jetzt passen, Verkleidungen und Kostüme, Vorhänge zum Wechseln. Und aktuell liegen auch ein paar Schuhe rum, die komplett zu klein sind und in den Keller müssen. Wie auch immer – so sieht das aus:

Ich betrete also das Zimmer, mache die Tür wieder ein wenig zu, um die Schublade öffnen zu können, beuge mich hinunter, nehme ein Paar Socken heraus und…. sterbe. Ich schwöre, ich bin ein paar Millisekunden gestorben, zumindest kann ich mit Sicherheit sagen, dass da kein Herzschlag und keine Gehirnaktivität mehr waren. Denn als ich mit dem Kopf eben runtergebeugt dastehe, schwebt da in meinem Augenwinkel ein Kopf, mit dem Finger vor dem Mund und macht „psst“.

Tot, ungelogen.

Ich brauche brauche ein Sekunde, um wieder zu atmen, knalle die Schublade zu, schreie „OHMEINGOTT“ und nehme einen großen Schritt rückwärts. Mein Herzschlag ist äußerst motiviert wieder zurück, ich veratme und begreife, und renne dann schallend lachend raus. – Steinböckchen hatte sich zwischen die Schrankwand und die Kiste geklemmt, stand mucksmäuschen still ganz an der Wand und war WIRKLICH NICHT zu sehen gewesen.

Der Kleine stand dann da also äußerst verdutzt, und ich brauchte ein paar Augenblicke bis ich allen erklären konnte was denn überhaupt los war, aber dann fanden sie dieses Erlebnis ÄUSSERST WITZIG. (Seither „erschrecken“ sie mich ständig mit „psst“…… )

Ein-Ausladungen

Die andere Geschichte ist eher nervig. Der Kleine hat einen Kumpel im Kindergarten, den er gerne mal besuchen würde. Mir ist das mehr als recht, denn wenn wir Besuch haben zieht der Große die komplette Aufmerksamkeit auf sich und stiehlt dem Steinböckchen die Show, was ich total doof finde, aber auch eben schlecht verhindern kann, da das Steinböckchen eher der ruhige, schüchterne Typ ist. Also wäre das die perfekte Gelegenheit, dass der Kleine seine Freundschaften pflegen könnte. Das andere Kind mag ihn auch und will, dass er kommt. Begleitet waren wir auch schon einige wenige Male dort, der andere zum Geburtstag hier, nur Steinböckchen noch nie alleine dort.

So planten wir vor vielen Wochen, dass er an einem Freitag zu ihm besuchen kommen dürfe. Da hat das Rumpelstilzchen direkt nach dem Kindergarten seinen Musikkurs und ich daher eine Stunde Zeit, um eben noch ein wenig zu bleiben falls er sich nicht gleich alleine traut. Perfekt. Wir hatten das Date ausgemacht, ich wusste, dass auch ein anderer Kumpel der beiden Jungs kommen würde, und dachte mir: toll! Ich hatte keine Bedenken, dass es der anderen Mama zu viel wäre oder so, zum Einen arbeitet sie als Tagesmutter und hat sonst auch immer einige Kinder nachmittags, zum Anderen war es ja ihr Vorschlag gewesen.

Und dann kam besagter Freitag, und mit ihm morgens eine Nachricht, Steinböckchen könne doch nicht kommen, ob wir das verschieben könnten. Begründet wurde das nicht weiter, das andere Kind war dann dort. Ich war genervt, aber was will man machen. Es tat mir unglaublich leid für ihn, es war seine erste Alleine-Einladung, und er war natürlich schrecklich enttäuscht, als ich ihm beim Abholen mitteilte, dass das nun doch nicht klappen würde.

Vom Ersatzdate sagte ich ihm nichts, und das war auch besser so, denn nun lag mein Kind mit seiner Grippe flach, und schon Anfang der Woche war daher klar, dass es nichts werden würde. Auch zum Ersatz-Ersatzdate war er nicht wieder gesund.

Es folgte das Ersatz-Ersatz-Ersatz-Date. Das wäre morgen gewesen. Schon gestern schrieb sie mich an, ob die Jungs nicht zu mir kommen könnten, sie fahren am Wochenende weg und dann könnte sie schon packen in Ruhe. Ich antwortete, dass sie sehr gerne ein anderes Mal auch hier spielen können, aber eben nicht freitags, weil ich da den Großen zum Musikkurs fahren/holen muss (und das ist mir ehrlich zu blöde wenn Besuch hier wäre). „Aha, okay, dann lassen wirs so wie ausgemacht, deiner kommt zu uns.“

Vorhin rief sie nun an. Sie hätte jetzt eine Schulterentzündung und daher könne Steinböckchen nicht kommen. Ach und ihr Viktor* gehe nachmittags zur Julia* spielen, ob ich ihn nicht vorher vom Kindergarten mit nach Hause zu ihr bringen könnte. o_0

Öhm. Ich lehnte ab. Es geht wirklich nicht, schließlich fahre ich ja direkt vom Kindergarten in den Nachbarort zum Kurs (und darf dabei nicht trödeln), und ich müsste extra früher los alle Kids einsammeln, damit sich das überhaupt irgendwie ausgeht. Und angesichts der Situation hatte ich da ernsthaft keine Motivation dafür, nicht mal weil ich jetzt in Schwangerschaftswoche 35 keine spezielle Lust auf Taxidienste hab. Mag sein, dass sie wirklich krank ist, aber ich bin ehrlich genervt und hab auf diese Spielchen jetzt keine Lust mehr, ich fühl mich ein wenig verschaukelt. Ich hab keine Ahnung ob ich dem nächsten Treffen überhaupt noch zustimmen soll oder nicht, vor allem wenn die nächste „Einladung“ gleich mal ein Vorschlag ist, der Viktor könne ja jetzt zu uns kommen. Ach Mann…. :-/

 

Auf bald!

emotions · schnipsel

Kirchturmuhren

14 mal hat sie geschlagen, die Kirchturmuhr. Aber eigentlich ist es erst halb neun, und nach einem kurzen verwirrten Moment sah ich, dass die Kirchuhr falsch geht.

Wie lange es wohl dauern wird, bis sie repariert ist? Beim letzten Mal ging das eine ganze Woche so, und das ist einigermaßen nervig. Wir wohnen zwischen zwei Kirchen, und die sind so eingestellt, dass sie nicht gleichzeitig, sondern etwa 1,5 Minuten versetzt läuten. Die Glocken klingen natürlich anders, und wenngleich schon eine Kirche in der Nähe Folter pur ist, zwei verschieden klingende Glocken gleichzeitig zu ertragen ist ein nahezu sträflicher Akt.

Aber Kirchturmuhren reparieren ist halt so eine Sache. Schon vor 20 Jahren gab es im Umkreis meiner Heimat niemanden, der das konnte. Außer meinem Papa. Obwohl sein Geschäft wahnsinnig schlecht lief, hatte er Aufträge bis ins 50km entfernte Wien, um Großuhren (Kirchturmuhren) zu reparieren. Er fühlte sich zwar geschmeichelt, weil er immer so händeringend gebucht wurde, aber er mochte die Aufgabe nicht so. Große Uhren liebte er, aber so Rathausuhren oder Kirchturmuhren, sagte er, seien eine nervige Angelegenheit. Oft hat er fürs Reparieren von Kirchturmuhren auch kein Geld genommen (wenn es die der umliegenden Gemeinden waren), nur wenig wenn er von weiter auswärts angefragt wurde.

Manchmal erzählte er, wenn sich so eine große Uhr einfach nicht reparieren ließ, immer wieder vor oder nach ging, obwohl alle Federn korrekt gespannt waren, dann legte er einen großen Hammer daneben. Seine Uhren würden das merken und sich dann hüten, nochmal unbegründet falsch zu gehen. Er war überzeugt davon, dass das immer klappte, auch wenn er dabei schmunzelte und ich bis heute nicht weiß, ob er mich verschaukeln wollte.

Gestern wäre Papa 67 Jahre alt geworden. Vermutlich wird mich solange ich lebe jede falsch eingestellte Kirchturmuhr an ihn erinnern…

Auf bald.

schnipsel · Steinböckchen

Entspannendster Friseurbesuch

Seit drei Wochen schon besucht Rumpelstilzchen die Musikschule, um bei einem Kinderkurs zu Tanz/Gesang/Kunst mitzumachen. Davon gab es ein Projekt im Kindergarten mit einer sehr netten und fähigen Pädagogin, und nun darf er das in Kursform besuchen, was ihn bislang sehr begeistert. Fürs Steinböckchen gibt es erst ab nächstem Jahr die Gelegenheit, er ist noch zu jung. Das bedeutet, dass wir nun Freitags immer eine gute Stunde Exklusivzeit haben, und die wollten wir diese Woche in einen Friseurtermin investieren. Der kleine Strubbelkopf hatte das dringendst nötig, zumal ihn die ständig in die Augen hängenden Haare schon selbst sehr geärgert haben. Praktisch auch, dass unser Friseurladen nur auf der anderen Straßenseite liegt. Also …

Der heutige Tag hatte für uns schon ungeplant früh begonnen, weil der Steinbock-Boy aufs Klo musste, und der Morgen war leider die pure Hölle, jedes Kind legte einen derartigen kompletten Totalaussetzer hin dass Mama dann irgendwann nicht anders konnte als es ihnen gleich zu tun. Kompletter Mega Super Fail. Entsprechend blöde war dann auch der Abschied im Kindergarten (so blöde dass mich die Erzieherin extra eine halbe Stunde später einfach so anrief nur um mir zu sagen dass alles wieder komplett normal wäre. Seufz). Dort hatte man dann ein Auge mehr auf ihn, beschäftigte ihn mehr als sonst und es wurde draußen ausgiebig getobt. Ich bekam ihn mittags mit den Worten „der wird ordentlich ko sein heute!“ übergeben. Nun gut. Auf zum Friseur!

Schnipp, schnapp, schnarch

Nachdem wir Rumpel in der Musikschule abgeliefert hatten gings zum Mama Sohn Event, und ich bekam meinen Schnitt – ich wollte 5cm weniger, sie zeigte mir ca 7-8 ob das noch ok wäre, ich nickte, und es fielen knappe 15 von meinem Kopf. Man kennt das ja, nicht wahr? Brumm. Ich lerne aber auch nie dazu, wenn ich 5 meine muss ich sagen „bloß die untersten Spitzen“, dann ists immer noch genug. Aber egal, sie waren ja eh schon wieder unpraktisch lang gewesen. Dann kam Mr.Vogelnest an die Reihe und ich merkte, dass er sehr häufig gähnte und ins Leere starrte, ich war mir nur nicht sicher ob er jetzt traurig wäre…? Wissend wie doof unser Tag war geh ich also zu ihm hin und streiche ein paar Mal über seine Wange. Urplötzlich schließt er daraufhin die Augen und ZACK schläft er in meiner Hand. O_O

Ich glaube alle im Laden haben ziemlich belämmert geguckt. Das wäre ja noch nie passiert. Okay, der monotone Beruhigungsfön nebenan hatte schon was Einschläferndes, und ja ich wusste dass er wohl erschöpft war, aber das hätte ich dann doch niemals erwartet. Nunja, der Rest des Haarschnittes war sehr einfach, ich wiegte seinen Kopf eben immer so wie es grade benötigt wurde, und ratzfatz war er fertig – so ruhig hatte er noch nie gehalten! Anschließend wurde ihm in der Kinderspielecke ein kleines Lager gebaut, und so warteten wir bis der große Bruder mit dem Musikunterricht fertig und abgeholt war und ebenfalls seinen Haarschnitt bekommen hatte.

Schließlich musste er dann doch noch irgendwann wieder aufwachen und hatte danach uuunglaublich viel neue Energie. Tjaaa, so ein Schläfchen beim Friseur kann halt was!

Auf bald,
Hummelchen

Rumpelstilzchen · schnipsel

Schnipsel #05 #Rumpelstilzchen

Ich merke grade sehr deutlich, wie sich eine Veränderung in der Denkweise vom Großen abwickelt. Das ist sehr spannend und lässt mich immer mal wieder staunen. Er war immer schon sehr hilfsbereit und einfühlsam, aber zur Zeit denkt er viel tiefgründiger, und ich muss da oft schmunzeln…

Weniger schön war es gestern, als er in seinem Zimmer war und ich ihn plötzlich bitterlich weinen höre. Also nicht sein brüllkreischschreien, sondern echtes Weinen (das kommt praktisch nie vor!). Ich stürze also in sein Zimmer und frage ihn was denn passiert sei! Erzählt er mir schluchzend, dass das Klo kaputt sei, es spült nicht mehr. (Der Hebel blieb hängen und das Wasser lief immer weiter.) Ich hab ihn natürlich erstmal getröstet und erklärt dass das nicht schlimm und schnell „repariert“ sei, und ihn gefragt ob er jetzt Angst gehabt hätte ich würde ihn ausschimpfen?? Daraufhin meint er, nein, er hatte Sorge dass er das Klo kaputt gemacht hat und nun niemand mehr bei uns aufs Klo gehen kann… Uff.

Dann fuhren wir zusammen auf ein Arbeitsfest. Unterwegs fragt er: „Mama, hast du denn auch deine Chefin gefragt ob wir mitkommen dürfen? Weil wenn die nein sagt, das wär dann nicht gut, vielleicht schimpft die dann mit dir?“ Als wir dann endlich da waren meinte er: „Boah das ist ja eine lange Fahrt. Musst du das jeden Tag fahren? Stört dich das?“

So in dem Stil ist er grade öfter, er macht sich viel mehr Gedanken um andere. Zwar sind die Anlässe eher nicht so schön, aber ich finde trotzdem toll dass er das tut, und auch dass er das dann so ausdrückt sodass ich mit ihm ins Gespräch gehen und ihm Sorgen nehmen kann.

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Auf bald,
Hummelchen

Rumpelstilzchen · schnipsel · Steinböckchen

Schnipsel #04 #raupe #rumpelstilzchen

Schon länger wollt ich mal festhalten, dass meine Jungs grade kleine Romantiker abgeben …

Der Große küsst prinzipiell so, dass er mit seinen Händchen das Gesicht vom Gegenüber vorsichtig hält und streichelt. Der Kleine sagt neuerdings wenn er jemanden lieb hat. Und er macht das so, dass er herkommt, einen umarmt, sich mit seinem Gesicht Wange an Wange drückt und dann „lip!“ ins Ohr flüstert.

Na, wenn das nicht Herzen zum Schmelzen bringt… ! (Ich wette wir werden uns vor Mädels hier nicht retten können! *lach*)

Rumpelstilzchen bietet aber noch mehr, aktuell ist er wieder sehr fleißig und ordentlich, alles muss weggeräumt werden, er hilft unglaublich gern und viel bei Haushalts-Dingen mit und lässt sich auch gut motivieren wenn er mal keine Lust hat. Er kommt auch ständig und will kuscheln, küssen und umarmen und überschüttet einen gradezu mit BitteDanke („Danke Mama das hast du gut gekocht!“ wtf!?) und Komplimenten. Er erzählt mir auch ständig Dinge wie „und wenn du mal klein bist Mama, dann trag ich dich ins Auto, setz dich rein, schnall dich an und mach die Tür zu, ok?“ (in seiner Vorstellung wird man nicht konstant größer sondern kann auch wieder ganz klein werden, nunja.)
Jedenfalls ist dieses sich um andere kümmern und um andere sorgen (leider auch mal ein wenig negativ behaftet) grad ein großes Thema für ihn. Ach, könnten das nur alle Schwangeren, die keine Jungs bekommen wollen, sehen!

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Auf bald,
Hummelchen

Rumpelstilzchen · schnipsel · Steinböckchen

Schnipsel #03 #rumpelstilzchen #raupe

Ich weiß nicht was genau gestern los war, aber das Rumpelstilzchen war Meister im süße/lustige Sprüche klopfen. Er plappert ja sonst schon oft immer richtig knuffig daher, ich liebe es richtig ihm zuzuhören und versuche ihn oft anzuspornen mir was zu erzählen. Gestern aber hätt ich ihn dauernd knutschen können. Hier ein kleiner Auszug:

„Meine kleine Mami.. Ich halt dich ganz fest und dann kann dich der Regen nicht erwischen und dann trag ich dich die Treppe runter. Und der *Raupe* trägt dann mich. Und wir fallen alle nicht um!“
„Und wenn du dir weh getan hast Mama dann trag ich dich die Treppe runter, okeee?“
Ich denke diese Geschichten kommen daher, dass ich ihm sehr ausdrücklich erklärt habe dass ich nicht beide Kinder die Treppe hoch und runter tragen kann weil ich mir sonst weh tue und er das bittedanke schon alleine kann. Is natürlich irgendwie doof dass ihn das so beschäftigt und er meint ER würde MICH schon runtertragen wollen, aber ich finds auch irgendwie süß was er erzählt.

„Mama ich hab dich soo arg lieb! Das sag ich ganz oft!“ – „Ahja, und warum sagst du das so oft?“ – „Ähm damit ich ganz viele Küsse krieg!“
„*Raupe*, ich hab dich sooo lieb!“
Er ist grad meeega verschmust (so kenn ich ihn gar nicht!), aber er kriegt Küsse auch „gratis“.. 😉 Lustige Logik allerdings, der kleine Charmeur! Hmpf!

„Supaaa Mami du hast ja alles aufgegessen! Jetzt darfst du Sandmännchen schaun mit mir!“
Auch das hat er fast verstanden. Er muss nicht aufessen zum Sandmännchen schaun (ahahaha, das wär vielleicht n dämlicher Kampf!), aber er darf nicht mit Essen  werfen oder sonst gezielt Mist mit dem Essen machen (Toast zwischen den Händen zerreiben und die Brösel mit Scheibenwischertaktik am Tisch verteilen – er ist da manchmal recht kreativ), sonst ist das Sandmännchen gestrichen. DAS zieht zumindest unglaublich gut.

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„Und dann werd ich groß groß groß [zeigt mit der Hand mit wie viel größer er wird] und dann zeigt mir der Papa wie das Autofahren geht und dann wächst da was und dann hab ich einen Bart!“
Autos und Bärte beschäftigen ihn. Und Uhren. Er freut sich schon sehr aufs groß sein. Und ein echtes Baby will er dann auch im Bauch haben.

„Kannst du mir das noch mal erzählen?“ – „Ja das kann ich gerne machen nächstes Mal wenn ich Zeit hab.“
Ohne Worte.

„Jetzt sind sie reingetaucht, und dann ist das ganze Wasser weg! Und dann nimmt man die Pflaumen und gibt die in den Saft rein und dann kommt das in meinen Becher.“
Er erklärte Saft. Oder so.

Ich sag ja immer, er spricht alles so richtig aus, also ohne Kunstworte. Das stimmt halt leider nur bedingt, meine Lieblingsfreundin machte mir das gestern klar – er spricht zwar „richtig“, aber keinesfalls Hochdeutsch. Er spricht wüüsten Dialekt. (Und zwar nicht meinen hmpf). Es heißt also eigentlich „Jetz sindse da neitaucht“. Seufz.

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Von der Raupe hab ich auch noch zwei, die sehr knuffig waren. Zum ins Schlafzimmer hochgehen nahm ihn der Papa auf seine Schultern, und dann  saß er da, tätschelte den Kopf vom Papa und schmachtete „Groooßer!“. Das war vielleicht süüüß!

Der andere war auch zum Kaputtknutschen, aber irgendwie mnaja. Er machte grade Blödsinn mit seiner Gabel, scharrte über den Tisch und klopfte das Essen runter, woraufhin ihn der Papa in scharfen Ton anwies das zu lassen. Setzt der kleine Bengel nicht den mitleiderregendsten Babydackelblick der Welt auf, legt den Kopf schief, macht ein Schippchen und guckt den Papa ganz von unten an und knutschmault ein „bitte bitte…“. FAST hätten wir ihm daraufhin erlaubt nach Herzenslust weiter den Tisch zu verkratzen!

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Zuckersüß können sie sein wenn sie wollen, ne? ;D

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Auf bald,
Hummelchen

schnipsel · Steinböckchen

Schnipsel #02 #raupe

„Aber mit dem Brot essen!“ ist ein Satz, den die Raupe beim Esstisch oft zu hören bekommt. Egal was auf dem Brot/Brötchen/Toast drauf ist, (bevorzugt „Buddaa!“ oder „Ladee!“) es wird prinzipiell runter geleckt. Feinsäuberlich. Das Brot anschließend zu essen ist schon so eher ein Act und mit einier Überzeugungsarbeit verbunden.

Jedenfalls wollte die Raupe heute zum Frühstück Käse auf sein Brötchen, und bekam wie immer den Standardsatz als er den Käse wieder runter kletzen wollte. Daraufhin legte er den Käse zurück aufs Brötchen, hob es hoch und lutschte den Käse zur Seite um abzubeißen. Danach legte er den Käse wieder ordentlich drauf, um ihn wieder mitsamt Brötchen hochzuheben, ihn zur Seite zu lutschen und abzubeißen.

Mit dem Brot essen, schon klar. Seufz. 😀

(Wir mussten uns sehr in Contenance üben nicht lauthals loszuprusten und das damit in weiterer Folge zu seiner Standard Ess-Methode zu erheben.)

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Auf bald,
Hummelchen