21.SSW · 22.SSW · 23.SSW · 24.SSW · Schwangerschaft

Sechster Schwangerschafts-Monat [Aprilbaby]

Tjaaaa, was gibt es über die letzten Wochen zu sagen? Ich fürchte, wenn ich versuche, nicht allzu viel zu jammern, bleibt mir kaum was zu erzählen…. XD

Aua

Nein, sooo schlimm war es dann doch nicht. Wobei nach wie vor die Magenschmerzen so schlimm waren, dass es ohne Schmerzmittel nicht mehr ging. Da in der Schwangerschaft nun nicht wirklich viel übrig bleibt empfahl mir meine Hausärztin Iberogast, das sei pflanzlich, und auch der Gynäkologe gab seinen Segen. Zwar wären pflanzliche Mittel, wie auch das, meist mit Alkohol, in der verschriebenen Dosierung müsste ich mir bei der Anwendung aber keine Sorgen machen. Ich muss sagen – wegzaubern konnte es die Beschwerden nicht, aber aus mehrmals täglichen Koliken wurden nach einigen Tagen ein paar mal täglich auftretende Schmerzen, es gab sogar den ein oder anderen Tag ohne Probleme. Nun, nachdem die Flasche aufgebraucht war und ich ein paar Tage am „Trockenen“ saß fiel mir auf, dass auch ohne Tropfen nur noch selten Koliken (1-2x pro Woche) auftraten, und daher versuche ich es momentan wieder ganz ohne.

Auch nervig war, dass ich die letzten Wochen sehr oft Kopfschmerzen hatte, der längste „Anfall“ ging über 3 Tage, bis ich schließlich nicht mehr konnte und fast die komplette erlaubte Tagesdosis Paracetamol einnahm. Danach war glücklicherweise erstmal Ruhe, und ich hatte nur alle paar Tage leichte Kopfschmerzen. Leider ist das mein „Normalzustand“, nur schwanger ist es doof weil ich ja nur wenn es wirklich gar nicht mehr geht Medikamente nehmen würde. Bislang hilft noch „alternatives“, wie schlafen, baden, Wärme/Kühlkissen, Ruhe (ahahaha) und sowas.

Kurioserweise hatte ich diesen Monat einige Male Nasenbluten, und zwar nicht jetzt nach Niesen oder Schneuzen, sondern meist direkt beim Aufwachen. Sehr merkwürdig! Sowas veranlasst mich dann doch mal Blutdruck messen zu lassen, der war zwar höher als bisher in der Schwangerschaft und nicht „optimal“ (130/85), aber nicht in einem Ausmaß besorgniserregend, welches das Nasenbluten erklären würde. Ich gehe daher von gut durchbluteten, leicht platzenden Äderchen aus, wie ich sie in Schwangerschaften öfter habe, vor allem da diese 3 erwähnten Probleme nie kombiniert auftreten.

Zu den lustigen und willkommenen Veränderungen zählen definitiv die der Brüste. Nachdem sie letzten Monat echt oft schmerzhaft ziepten bemerkte ich diesen das erste Tröpfchen Vormilch, was paradoxerweise bei mir etliche Träume übers Stillen auslöste. Meeiiiine Güte… Es ist echt bekloppt was mir das bedeutet und wie sehr ich mich da drauf freue. Auch und vielleicht vor allem weil ich weiß, dass es mir nur in begrenztem Ausmaß vergönnt sein wird, freue ich mich über jeden Schritt in diese Richtung wie verrückt. An der Stelle möchte ich nochmal meinen Sammelpost über Tipps zum Stillen verlinken – ja, damit habe ich mich sehr befasst in diesem Monat.

Träume und Gedanken, die ich als extrem belastend empfunden habe, gab es aber leider auch genug. Die meisten davon drehten sich um Verlustängste, in den schlimmsten Fällen regelrechten Angstattacken, einem meiner Kinder (meist dem Kleinen) könnte Schreckliches zustoßen. An der Stelle halte ich mich aber nun an meine eigene Klugscheißerei zur Angstprophylaxe: fahre eine Straße oft entlang, und sie wird zur Autobahn. Daher bekommt dieses Thema hier nicht mehr Gedankenraum, es sei lediglich erwähnt.7

Und es wird…..

Die größte Überraschung gab es für uns beim letzten Arzttermin. Es haben ja schon aaaalllle prophezeiht, das Baby wäre ein Mädchen. Anfangs war ich noch überzeugt davon, einen kleinen Jungen im Bauch zu haben, da diese Schwangerschaft aber so viel beschwerlicher lief als die beiden ersten dachte ich mir bald: okay, das muss eine kleine Kröte sein.
Einen fixen „Wunsch“ hatten wir nicht, im Kopf war ich ja wie gesagt auf Junge eingestellt und das Zimmer bereits gedanklich geplant. Allerdings gefiel mir die Idee, nun zum „Abschluss“ doch noch einmal ein Mädchen zu bekommen, eigentlich sehr gut. Zwar finde ich die meisten typischen „Mädchendinge“ eher nervig, aber mein Großer hat mich mit seiner Liebe für pink und Bibi und Tina ja gelehrt, was ich eigentlich eh auch weiß: heißt gar nix. Und das würde ja so viel neue Nähmöglichkeiten erschließen…. Hm….

Beim Ultraschall dann guckte sich der Arzt also genau um, und ich starre auf den Bildschirm, gucke hier, gucke dort, und sage: „Hm, ich seh ja gar nix!“ woraufhin er furztrocken verkündete, „Na Sie sehen keinen Penis, weil die kleine Dame hier keinen hat!“ Bämm. Was?? Ein Mädchen, also echt jetzt? Okayy….. Natürlich wollte ich wissen wie sicher sowas jetzt schon sei, und er kommentierte, ganz sicher würde er es mir nach der Geburt sagen, aber bis zum Gegenbeweis geht er definitiv von einem Mädchen aus. Na dann!

Wir freuten uns sehr darüber, „es“ nun endlich mit Namen ansprechen zu können, das gibt so viel mehr Nähe. Und die Jungs sind fast ausgeflippt vor Freude, schließlich hatte sie ja ein Mädchen „bestellt“. Den Namen der Kleinen lieben sie schon heiß und innig und sagen ihn ständig in voller Länge, mit Zweit- und Familiennamen auf. Ich denke im Kindergarten weiß es auch schon jeder…. Außerdem kommen sie nun viel öfter zum Bauch gelaufen, streicheln darüber und reden mit ihrer Schwester, sagen ihr dass sie sie lieb haben, schon auf sie warten und sich freuen wenn sie endlich da ist. Oh Gott das ist so niedlich, dass ich keine Worte dafür finde!!!

Der Bauch selbst ist aber nun ein Vielfaches präsenter. Er ist waaaahhhhnsinnig gewachsen in diesem Monat, ja mehr explodiert. Manchmal ertappt ich mich bereits jetzt in diesem typischen anderen „Schwangerengang“, und vermeide es dann absichtlich, weil ich der Meinung bin, so weit bin ich noch gar nicht. Dennoch ist der Bauch nicht mehr zu übersehen oder zu ignorieren. Manche Nächte brauche ich regelrecht mein Seitenschläferkissen, um gemütlich liegen zu können, manchmal kann ich mich aber auch noch auf den Bauch drehen und so gut schlafen. Seit einer Woche passiert es mir nun leider immer wieder, plötzlich mit meinem Bauch irgendwo anzustoßen, und das ist eher doof, weil es meistens doch weh tut. Aber mein Körperschema hat eben noch nicht begriffen, dass da nun mehr Raum nötig ist…
Ein Bauchbild hab ich nun „dooferweise“ nur gemacht, als ich zeigen wollte dass ich ihn noch in eine normale nicht-Schwangerschafts-Jeans bekomme, und entsprechend sieht er viel kleiner aus als er wirklich ist. Echt jetzt. Das war übrigens in Woche 21, und ich wurde spontan mit einer Umarmung gefotobombt 😀

 

Die Kleine wiederum hat aber auch ordentlich zugelegt, und die letzte Woche war sie so aktiv, dass ich mich kaum daran erinnern kann, sie mal nicht gespürt zu haben. Praktisch rund um die Uhr ist Partyzeit (das macht mir jetzt schon Angst!) und sie hat auch oft lang andauernden Schluckauf. Obwohl es wundertoll ist das Baby so viel spüren zu können, und ich das sehr genieße, komme ich oft an dem Punkt schon „überreizt“ zu sein von dem Dauergetrete, wenn es wieder mal lange nicht aufhört. Mittlerweile kann sie auch schon die ein oder anderen schmerzhaften Tritte verteilen, die mich kurz zusammenzucken lassen. Das macht sie meist, wenn ich im Bett liege, und…. jaa, endlich in der 23. Woche konnte man das auch von außen spüren. Der Erste war Rumpelstilzchen, der die Bewegung spüren konnte und sich wahnsinnig darüber freute, aber auch der Papa musste nicht mehr lange warten um den ersten Fühlkontakt mit seiner Tochter aufzunehmen.

Alles in allem war dieser Monat ein sattes okay-ish. Ich hatte bislang echt phasenweise verdrängt, wie ungern ich schwanger bin, einfach weil ich mich so sehr auf die Schwangerschaft gefreut hatte. Aber es bleibt leider dabei: ich finde diesen Körperzustand durch die Reihe sehr unangenehm. Aber ich weiß ja, wofür’s gut ist… 😉

Auf bald!

 

17.SSW · 18.SSW · 19.SSW · 20.SSW · Schwangerschaft

Fünfter Schwangerschafts-Monat [Aprilbaby]

Also ich muss leider sagen: ich hatte schon schönere 5. Monate. Ganz ehrlich mal. Ich glaube ich habe vorab ein wenig unterschätzt wie anstrengend das ist, zu arbeiten, daheim alle erforderliche Leistungen zu bringen, die beiden Kids zu betreuen und gleichzeitig schwanger zu sein, mit allen Einschränkungen die nun mal eben dazu gehören. Ich schätze, ich hätte mir früher eine Auszeit zugestehen sollen. Jedenfalls startete mein 5. Monat mit einer einwöchigen Krankmeldung, einfach weil vor Erschöpfung nix mehr ging.

Schönes mittleres Trimenon!?

Was sich leider nicht einstellen wollte war dieses typische 2.-Trimester-Wohlfühlprogramm. Das, wo die Anfangsbeschwerden nachlassen und man aber noch immer nicht vom Riesenbauch eingeschränkt ist. Absolut im Vordergrund standen die komplette Zeit diese heftigen Magenschmerzen, die wirklich jenseits von lustig waren (sind). Kein Mensch weiß was es ist, wo sie herkommen und was man dagegen tun kann, aber sie sind da. Tägliche Koliken, heftige Krämpfe, die vor allem auftreten wenn mein Magen grade nicht vollgefüllt ist und/oder ich mich irgendwie bewege, wie zB nach vorn beuge oder mich gar bücke. Dann gehts direkt los als hätte mir ein Profiboxer die Faust im Magen versenkt, und ich kann nicht mal mehr grade stehen vor Krämpfen. Der Frauenarzt zuckte dazu eigentlich nur mit den Schultern und meinte, eine Magenspiegelung könne man jetzt eh nicht machen, soll mal mit dem Hausarzt sprechen. Die Ärztin wiederum fand es doof dass er die Verantwortung weiterreichte, denn es gäbe ja gar kein Schmerzmittel fürn Magen, das Schwangeren explizit erlaubt ist. Wir versuchen es nun mit Iberogast, und um Himmelswillen, es möge bitte helfen. Eine Blutabnahme steht mir auch noch bevor, mal schaun was rauskommt.

Wenigstens war im 5. Monat nun die Übelkeit vorbei, wurde aber direkt von gelegentlichem Sodbrennen abgelöst (glücklicherweise nur sehr selten). Dennoch bin ich entsetzlich unzufrieden, denn genau diese Kombination aus keine Übelkeit und *Schmerzen verhindern nur bei vollem Magen* hat zu panischen Futteranfällen geführt. Kein typischer Heißhunger, wo man eben mal 2000kcal vernichtet weil man Chips mit Schokoglasur, Mayo und Gummibärchen (urks) essen würde, sondern wirklich paranoides Magen-Vollfressen weil ich so Angst vor der nächsten Kolik entwickelte. Die Waage quittierte dieses Verhalten, und entsprechend fühle ich mich: so viel Zunahme ist grade bei meinem Ausgangszustand alles andere als gesund, und so wahnsinnig entsetzlich unnötig. 😦

Eine Beschwerde habe ich allerdings, über die ich mich „freue“, und zwar fieses Brustspannen. Teilweise tun sie sogar richtig weh, und ich kann eigentlich nur mit Sport-BH rumlaufen, denn nur wenn sie gut eingepackt sind ist es okayish. Das nehme ich gerne in Kauf, bilde mir irgendwie ein dass sie sich auf Milchproduktion vorbereiten möchten und hoffe dass es nicht umsonst gewesen sein wird.

Mit Spannung hatten wir auch den Arzttermin erwartet, Ende der 17. Woche. Es wäre sehr gut möglich gewesen, dass ersiees uns verraten hätte was es denn nun wird, aber Pustekuchen. Mannooo… Es ist mir zwar egal, was es wird, aber es ist mir keineswegs egal ob ich es vorher erfahre oder nicht! Ich möchte mich einfach vorbereiten, das Zimmer herrichten und nähen und und und… Außerdem platze ich vor Neugier, sowas kann es mir doch nicht antun! Naja, zumindest einen sehr süßen Fuß(abdruck) bekamen wir zu Gesicht.

Was auch irgendwie sehr überraschend kam war die Halbzeit. What??? Ja, rechnerisch ist die Hälfte der Schwangerschaft geschafft. Gut, tatsächlich sind die ersten beiden Wochen ja noch nicht tatsächlicher Teil der Schwangerschaft, und die nächsten beiden weiß man es nicht. Aber wie auch immer: in etwa 20 Wochen ist unser Baby bei uns! Unfassbar!!! Obwohl, es erscheint mir auch eine Ewigkeit her, dass wir im Sommerurlaub waren, und da war ich ja bereits schwanger.

Diesen Monat war es übrigens definitiv rum mit den normalen Hosen. Selbst mit Haargummitrick waren sie total unbequem und Umstandshosen einfach der notwendige Standard. Der Bauch ist auch auf einmal explodiert und nun gefühlt riesig. RIESIG! Seht selbst…

 

Das Beste habe ich mir natürlich für den Schluss aufgehoben, und das ist definitiv das Spüren der häufigen und recht „konkreten“ Babybewegungen. Ich konnte schon Schluckauf bemerken, mit dem Baby „spielen“ und bekam sogar den ein oder anderen knackigen Tritt. Das ist so so so schön und ganz klar das Schönste am Schwangersein!

Alles in allem werde ich diesen Monat aber nicht in allzu angenehmer Erinnerung behalten, und hoffe sehr dass ich die nächste Zeit ein wenig besser diese letzte Schwangerschaft genießen kann. So ohne Schmerzen, mit aktiv turnendem sich geoutetem Baby und so… Hachz, darauf würd ich mich freuen!

Auf bald!

Baby · emotions · Schwangerschaft

Hey Baby!

In dieser Schwangerschaft hat es irgendwie sehr lange gedauert, bis ich so einen ersten Bezug zu meinem Kind aufbauen konnte. Natürlich habe ich mich riesig gefreut schwanger zu sein, keine Frage! Aber ich habe mir die Schwangerschaft nicht so recht „geglaubt“.

Regenbogenbaby

Vielleicht liegt das doch an dem Verlust der letzten Schwangerschaft. Es war niemals eine Anlage für ein Baby zu erkennen gewesen, und insofern war dieses niederschmetternde Gefühl eher die furchtbare Enttäuschung als die Trauer um ein Kind, aber irgendwie hat mich das viel mehr aus der Bahn geworfen als meine erste Fehlgeburt. Vielleicht habe ich „zu lange“ gewartet um wieder schwanger zu werden und dem Schrecken zu viel Raum und Zeit gegeben, vielleicht liegt es auch daran dass mich mein Körper so gräßlich im Stich gelassen hat, also zumindest für mein Gefühl.

Wie auch immer, dieses Kind, mein Regenbogenbaby (so nennt man gelegentlich Kinder, die nach einer Fehlgeburt erwartet werden – nach Regen kommt Sonne, und das ergibt ein… <-) wurde sehnlichst gewünscht, aber mein Herz konnte ich noch nicht reinhängen. Da war zu viel Angst, Vorsicht und Zurückhaltung, obwohl ich eigentlich nie ein schlechtes Gefühl hatte. Aber so richtig darauf einlassen konnte ich mich doch nicht.

Hey Baby!

Der Knoten platzte irgendwann so gegen Ender der 19., Anfang 20. Woche. Zwar hatte ich mein Babylein schon sehr viel früher gespürt, aber die Bewegungen werden nun doch etwas „konkreter“, und was das Beste ist: ich kann mein HeyBaby-Spiel mit ihm spielen. Das geht eigentlich sehr simpel. Ich warte bis es irgedwo strampelt, stupfe dann dort in den Bauch und rufe ihm „Hey Baby!“ zu. Sehr oft ergibt sich dan nein rhythmisches Zurückstupsen, das eine ganze Weile so geht. Ich habe den Eindruck, dass Baby das irgendwie „mag“, denn wenn ich gezielt einige Zeit nicht mehr reagiere kommen richtig wilde Strampler in die Richtung, so als würde es eine Reaktion einfordern. Ich finde das so unglaublich zauberhaft, dass ich mich regelmäßig konzentrieren muss nicht feuchte Augen zu bekommen.

Außerdem spiele ich dem Baby fast jeden Abend nun seine Spieluhr vor. Ich habe mich schon länger nach einer umgesehen, kann aber viele tpyische Melodien nicht so wirklich leiden. Vor einiger Zeit wurde ich dann beim dm fündig, und ich LIEBE sie! Sie sieht genau so aus wie ich sie wollte, nämlich dezent und mit mint, und sie spielt „Guter Mond“. Herrlich.

Jedenfalls habe ich gelesen, dass nun die Nervenzellen im Gehirn des Babys ausreichend mit Myelin beschichtet sind, um ein Gedächtnis zu entwickeln. Ist das nicht einfach unglaublich? Mein Baby ist noch nicht mal auf der Welt und hat ab jetzt eine „Zeitschiene“, eine Erinnerung an die Vergangenheit. Natürlich nicht so wie man das so von sich kennt, aber Gedächtnis funktioniert nicht ohne Vergangenheit. Das ist so irre, dieses winzige kleine Minimenschlein!? Jedenfalls nutze ich das, und spiele ihm seine Spieluhr vor. Hoffentlich kann es sich dran erinnern wenn es geschlüpft ist.

Verlieben

Dieses Bewusstwerden des Menschenlebens in mir, das Wissen dass da mein Kind in mir wächst, und dass es auf die Welt kommen und zu unserer Familie gehören wird, das ist genau der Zeitpunkt an dem ich mich anfange zu verlieben. Beim Großen kam das sehr spät, beim Kleinen sehr früh, und nun so mittig, aber dafür mit einer Wucht mit der ich nicht gerechnet hätte. Ich war ein wenig enttäuscht dass es eben nicht früher passiert ist, dieses Verliebtheitsgefühl zu diesem Wesen, aber habe mich damit getröstet dass ich mich auch generell eben nicht so einfach auf die Schwangerschaft einstellen konnte. Und nun, ganz plötzlich, setzt es also ein. Ich sitze fasziniert und sprachlos da, und spüre dieses Kind, und stelle mir vor wie es ist, es in meinen Armen halten zu dürfen. Wie es neben mir im Bett liegen würde, wie ich es stille, es wickle, ihm vorsinge. Wie ich es mit seinen großen Brüdern bekannt mache, und oh, allein bei dem Gedanken könnte ich losheulen. Ich bin grade so voller Vorfreude und Lust auf dieses Kind dass ich gar nicht weiß wohin mit diesen heftigen Gefühlen. Ich kann es kaum erwarten, dass es endlich April wird, und ich dieses Wunder richtig kennen lernen darf. Mein Kind…

Auf bald!

Lansinoh · Medela · Schwangerschaft · Stillen

Meine Vorbereitung aufs (Nicht-)Stillen

Bisher war es so, dass ich mir in jeder Schwangerschaft und vor jeder Geburt absolut sicher war, ich würde und könnte stillen. Beim ersten Kind kam für mich rein gedanklich nichts anderes in Frage, ich wäre gar nie auf die Idee gekommen, dass es auch sein könnte, dass es nicht „klappt“, schließlich „kann jede Frau stillen, sie muss nur wollen“. Und wollen, das tat ich, und wie!

Als dann die ersten Schwierigkeiten anfingen habe ich eigentlich erst das erste Mal überhaupt übers Stillen, bzw. die Probleme und Fehler rund herum gelesen, und natürlich versucht diese auszumerzen. Ich habe wochen- und monatelang Still- und Zufütterprotokolle geführt, und sie bis heute aufgehoben. Vermutlich nur als Erinnerung daran, wie sehr ich es versucht habe. Denn die Erkenntnis, mein Kind nicht (voll) stillen zu können tat mir so weh wie kaum etwas anderes. Viele sprechen von Geburtstrauma, und ich kann das verstehen. Habe ich das Recht über mein Still-Unvermögen genau so zu fühlen? Egal wie viele Menschen mir schon bestätigten, dass man „mit der Flasche doch auch groß wird“, und egal wie dankbar ich dafür bin dass es so hochwertige Ersatznahrung überhaupt gibt: bei mir hat das etwas hinterlassen, das ich nicht loswerde, und das weh tut.

Nachdem nichts funktionierte und ich wieder schwanger war, war ich mir bald sicher, dass ich einfach in der entscheidenden Anfangszeit aus Unwissenheit Fehler gemacht hätte, dass auch Dinge schief gelaufen sind die unbeeinflussbar waren aber eben alles ins Chaos gestürzt hatten (zB der Tod meiner Mutter am Tag der Geburt meines ersten Kindes). Ich war mir sicher: wissend wie schwer es wird, die Fehler vor Augen, bis in die Haarspitzen mit Informationen von Hebammen, einer Stillberaterin und alles was sich im Internet finden ließ vollgetankt, das nächste Kind würde ich stillen. Basta.

Ich stillte es 11 Tage lang. 11 Tage, rund um die Uhr. 11 Tage mit Gewichtsabnahme und mit maximal einer leicht feuchten Windel am Tag. Und am 11. Tag holte sich mein Baby eine Erkältung, und bekam seine erste Flasche, die er gierig und restlos leerte. Ich fluchte, weinte, hasste mich, und fütterte ihn.

Obwohl ich also in beiden Stillbeziehung als Hauptnahrungsquelle das Fläschchen nehmen musste war es mir sehr wichtig, alles was meine Brüste da an Milch produzieren ins Baby zu bekommen. Beim Großen gab es vor jedem Fläschchen beide Seiten Brust zu trinken, beim Kleinen klappte das nicht immer (da war alles doch ein wenig stressiger), da war es mir wichtig dennoch mindestens 8 Mal am Tag die Brust zu entleeren und griff dann öfter mal auf die Pumpe zurück. Beide Kinder bei-stillte ich somit ziemlich genau 6 Monate, bis sie deutlich zeigten dass sie auf das Theater keine Lust mehr hatten und nicht mehr an die Brust wollten. Beim Kleinen schaffte ich es sogar ein paar selige Wochen zumindest nachts ausschließlich zu stillen, und das war sooo erholsam für mich, kein Vergleich zum Fläschchenfüttern!

Und nun…

So, und wie ist es diesmal? Ich war mir leider von Anfang an bewusst, dass mein drittes Kind ebenso mit der Flasche aufwachsen würde. Das ist ein wenig frustrierend und fühlt sich … ich weiß nicht, beschämend? an. Aber ich hoffe dass es dann nicht so weh tut wenn das Baby auf der Welt ist. Und damit habe ich mich nun erstmals vor der Geburt damit beschäftigt, welche Milch ich füttern möchte und mit welchen Fläschchen ich das möchte. Mir ist wichtig zu sagen, dass ich dennoch nicht nicht-stillen werde. Ich werde nach wie vor versuchen möglichst viel Milch ins Baby zu bekommen, mein Traum wäre wieder nachts stillen zu können.

Also liegen in meinem Baby-Wunsch-Warenkorb nun Glasflaschen von Lansinoh, Pre HA Milch von Aptamil für die ersten 6 Monate bzw. bis Beikost und Milasan Pre Milch für ab danach. Und außerdem ein Brusternährungsset von Medela. Einen Wasserkocher mit dem man Wasser gezielt auf 40° erhitzen kann habe ich schon.

Und während sich mein Einkaufswagen um die Dinge kümmert, die ich so handwerklich brauche, kümmere ich mich um meinen Kopf. Ich versuche einen Weg zu finden, der praktikabel ist, aber realistisch und dennoch meine Wünsche und Pläne zulässt. Ich habe nochmal alles zusammengefasst was ich jemals über die Steigerung von Milchmenge gehört habe (der Post dazu kommt die nächsten Tage online). Ich bereite mich also aufs Stillen vor – und aufs Nichtstillen.

Auf bald!

Gesundheit · Schwangerschaft

Mein Sportprogramm in der Schwangerschaft

Also zugegeben: meine Motivation Sport zu machen war in den ersten Schwangerschaftswochen seeeehr gering. So hin und wieder hab ichs geschafft mich dazu zu zwingen, aber das war doch meist mit viel Überwindung verbunden. Nun merke ich aber, vor allem nach dem eher beschwerlichen vierten Monat, dass ich ein paar Dinge ändern muss damit es mir („weiterhin“) gut geht. Vor allem das Auftreten der Becken- und Rückenschmerzen im nun begonnenen fünften Monat sind ein ganz deutlicher Hinweis darauf, dass ich aktiv werden muss.

Nun ists aber so, dass ich nicht mehr ins Fitnesscenter gehen möchte wie vor der Schwangerschaft. Zum Einen bin ich mir nicht sicher welche Übungen ich da noch machen sollte, zum Anderen fehlt mir dafür schlicht die Energie. Die Vorstellung, den Großteil des Abends mit Sport (bzw den Aktivitäten darum herum) zu verbringen ist ein wenig horrormäßig und hält mich ehr davon ab überhaupt was zu machen. Gerade weil ich halt doch eher erschöpft bin sehe ich die Chancen dafür, eben schnell eine halbe Stunde daheim was zu tun, viel höher. Also los gehts…

Übrigens, bevor es losgeht – nichts davon hab ich extra wegen der Schwangerschaft angeschafft, das hatte ich schon Jahre vorher. Es ist einfach eher so, dass das grade gut passt.

Leichte Muskelübungen – „Emotional Moves“

Ein Programm, das ich schon viele Jahre (Jahrzehnte?) kenne ist Emotional Moves. Der Titel ist einigermaßen bescheiden, ja. Laut aussprechen ohne zu kichern kann ichs eher selten, aber tippen geht noch. So in der Anfangszeit meines Studiums hab ich das morgens mal beim Zappen im TV gefunden und fand die Übungen sehr ansprechend. Jahrelang hab ich dann mit den aufgenommenen Videokassetten mitgemacht, aber mit dem Einäschern meines Videorekorders war diese Zeit vorbei. Da sie auch online nicht wirklich zu finden waren und ich die Übungen aber so mochte, hab ich sie mir dann vor etwa einem halben Jahr dann mal auf DVD geholt. Nun aber mal ein paar Fakten dazu…

Übungen: eine Mischung aus Yoga, Pilates und vermutlich das womit man sich im Ballett aufwärmt, bestehend aus Aufwärmen, Kraftübungen und Dehnen
Inhalt: insgesamt 8 Übungen, je ca 15 Minuten, unterteilt nach Muskelgruppenschwerpunkt (zB. Bauch/Baune, Rücken/Arme…)
Ziel: määäßiges Muskelaufbautraining (also ja wenn man vorher sehr schlapp war), eher Aktivierung und Stärkung der Tiefenmuskulatur; keine Ausdauerübungen
Schwierigkeit: Omamodus-Anfänger, 4 sehr einfache Einheiten, 4 ein wenig anspruchsvollere, aber untrainiert zu meistern
Schweißlevel: gering
Schwangerschaftsgeeignet: in der ersten Hälfte denke ich sind alle Übungen für jede geeignet, danach fallen ein paar gezielte Bauchmuskelübungen raus

Fazit: Also wie man sieht – aus der Puste oder ins Schwitzen kommt man eher nicht so schnell, wenn man sicher aber sehr bemüht kann man durchaus mal den einen oder anderen kleinen Muskelkater mitnehmen. Viele Übungen sind auch für den ganzen Körper anstrengend wenn man die Positionen bei der Ausführung genau beachtet, das finde ich sehr sinnvoll. Den meisten Nutzen nehme ich tatsächlich für Körperhaltung, Beweglichkeit und Lockerung in den Gelenken/Muskeln wahr. Und genau das brauche ich grade! Vor allem hat es mir bei meinen Hüftproblemen geholen (mein Iliosakralgelenk macht fiese Dinge in den Schwangerschaften, warum auch immer!), bei dieser einfachen Dehnungsübung hat es angenehm geknackt und Schmerzen genommen – ich kann es also nur empfehlen! 😀

Für mehr Puste – Crosstrainer

Ja so ein Allzeit-Klassiker, ne? Ich weiß dass das viele wohl sehr öde finden, aber ich mag das eigentlich ganz gern. Meist mach ich mir motivierende Musik in die Ohren und zappel mein Programm runter. Da ich fast unweigerlich genau im Tempo der Musik strample hab ich mehrere Playlists für jeweils unterschiedlichen Anspruch. So mäßig schnell kommen viele Latin Pop Songs rein, für ein wenig mehr Schweiß gibts eine Linkin Park und System of a Down Playlist. Und wenns gemütlich sein soll kommen Musicals oder Disney Songs drauf. Nein, ich habe keinen einheitlichen Musikgeschmack, falls ihr euch wundern solltet.

Ziel: Ausdauer, allgemeine Fitness, leichtes Muskeltraining (ich stelle den Widerstand immer sehr hoch, da haben die Beine was davon)
Schwierigkeit: Anfänger, schafft jeder; mit der Zeit kann man easy Zeit erhöhen oder durch Intervalltraining die Schwierigkeit
Schweißlevel: mäßig-hoch, je nach Einsatz
Schwangerschaftsgeeignet: definitiv; ich weiß nicht wie das bei einer Symphysenlockerung wäre, aber ich könnte mir vorstellen dass auch da die geführte Bewegung angenehmer ist als alles andere – müsste man aber natürlich mit dem Arzt klären

Vor einigen Monaten habe ich auf Instagram öfter mal Foto von mir nach dem Sport gezeigt. Ich sehe ungelogen so schlimm aus wenn ich Sport mache, dass ich mich deswegen entweder zu Tode schämen oder drüber lachen kann, ich habe mich für Letzteres entschieden und dem Thema den passenden Hashtag „fiftyshadesoffuckinghummerrot“ verpasst. Glaubt ihr nicht? Guckt selbst:

So, ich hoffe das Video konnte euch einen Schmunzler entlocken… 🙂 Falls nicht, versuch ichs nochmal mit einem Outtake Foto und der Störkatze, die mein toll zurecht Gepose zu langweilig fand und gerne mit meinem Schuh schmusen wollte… ->

Auf bald!

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13.SSW · 14.SSW · 15.SSW · 16.SSW · Schwangerschaft

Vierter Schwangerschafts-Monat [Aprilbaby]

Der vierte Monat begann am 6.10. und ging bis zum 3.11. Der Start war aus mehreren Gründen gleich mal ein Highlight: am Wichtigstens ist natürlich, dass nach der 12. Woche das größte Risiko für eine Fehlgeburt vorbei ist, und für mich daher ein guter Grund „durchzuschnaufen“. Praktischerweise hatten wir an diesem Tag auch gleich einen Kontrolltermin beim Arzt. Und nicht zuletzt war der 6.10.17 auch unser 5. Hochzeitstag. Also viele Gründe zum Feiern!

Vor dem Termin war ich unglaublich nervös, und obwohl ich mir relativ sicher war fast jeden Tag schon Babybewegungen zu bemerken, waren die doch so zart dass ich mich fragte ob ich mir das nicht vielleicht einrede, weil ich will dass es so ist und alles gut ist. Zum Glück wurde nicht lange rumgefackelt, es ging sofort zum Ultraschall wo ich sofort mein Baby sehen konnte. Wie ein Wunder sind die Würmchen zu diesem Zeitpunkt ganz „plötzlich“ kein Zellhaufen oder Gummibärchen mehr, sondern ganz klar erkennbare winzige Menschlein. Und wie winzig die sind! Kaum vorstellbar, dass an ihnen alles einfach so dran ist was ein Baby optisch ausmacht. Auch beim 3. Kind musste ich also wie verzaubert auf dieses Wesen starren. Mein Kind, aber noch so unwirklich… Es ist so so schwer das in den Kopf zu kriegen, für mich. Da ist diese Verliebtheit, aber gleichzeitig die komplette Unfähigkeit es tatsächlich zu begreifen. Mein Kind, mein Baby, unser neues Familienmitglied, kleines Geschwisterchen und 3. Wunder… Nein, ich bekomm es nicht in den Kopf.

Ich hätte noch ewig auf diesen Monitor starren können, in der Hoffnung es so richtig fassen zu können, aber viel zu schnell war die Untersuchung auch wieder vorbei, und alles in bester Ordnung. Was noch nicht so recht in bester Ordnung war, das waren meine Beschwerden. Seit der 10. Woche hoffte ich ja irgendwie, dass alles deutlich besser werden würde, wie schon zuvor immer, aber: Pustekuchen. Eigentlich zog sich alles noch den kompletten vierten Monat durch, so ab der 16. Woche kann ich mich erinnern dass die Dinge tageweise besser wurde. Die Müdigkeit war auch nicht mehr jeden Tag und nicht immer schlimm, und ich hatte nicht täglich den Eindruck dass die Übelkeit gegen meine Kotzpanik gewinnen würde, aber gut war da noch lange nix. Für mich am Schlimmsten waren definitiv und mit viel Abstand die Magenschmerzen. Ich habe keine Ahnung woher die kommen und ob das normal ist, aber das war fast täglicher Begleiter: stechende Schmerzen auf leeren Magen, und besonders wenn ich dann wenn sie schon da waren gegessen habe. Irgendwann so ca 20 Minuten nach dem Essen waren sie dann vorbei, aber bis dahin in einem Ausmaß dass ich mich gekrümmt habe wenn ich aufgestanden bin (aushaltbar nur sitzend). Leider kamen sie praktisch ohne Vorankündigung, ein wenig Hungergefühl, aber wenn ich dann nicht binnen weniger Minuten etwas gegessen hatte wars schon zu spät. Oft aber auch einfach weil ich mich gebückt oder vornüber gebeugt hatte. (Wtf?!)

Grausiger Nebeneffekt war, ich kann es nicht anders nennen, „Futterpanik“. Denn nur wenn ich nie hungrig wurde (und ich war ständig hungrig) kamen keine Schmerzen. Diesem scheiß Zustand verdanke ich die Zunahme von 4kg, die sowas von unnötig ist zu diesem Zeitpunkt. (Aktuell bin ich dabei ein „Ernährungssystem“ auszutüfteln, das mich weder zunehmen lässt wie eine Wahnsinnige, noch mir Schmerzen verschafft. Leider helfen nicht alle Lebensmittel gegen die Magenschmerzen, so ne schicke Gurke ist also leider aus dem Rennen…. Aber es wird. *fingerkreuz*) Ehrlich gesagt war ich irgendwie ziemlich überfordert von so vielen kleinen Anfangsproblemchen im vierten Monat und das Ganze ging mir ziemlich an die Substanz. Nachdem ich mich das komplette erste Trimester mit Arbeit und Kids so durchgekämpft habe war ich am Ende des vierten Monats einfach mal echt… tiefenerschöpft.

Erschöpft werden so langsam auch meine Hosen. Ich habe den kompletten vierten Monat noch mit normalen Jeans gemeistert, auch wenn ich daheim mal lieber gemütlich den Knopf offen ließ, einfach weil es doch unbequem wurde. Die Tage der normalen Hosen sind definitiv gezählt, und auch wenn ich damit noch einwandfrei einkaufen oder spazieren gehen kann, so ist sitzen nicht mehr drin bzw. gelingt nur mit Gummibandtrick.

Das absolute Highlight diesen Monat war ganz defintiv das Verkünden der Schwangerschaft. Es war perfektes Timing, dass meine Oma und meine Cousine direkt am Wochenende nach unserem Kontrolltermin bei uns zu Besuch waren. Sie waren somit die ersten (also von meiner besten Freundin abgesehen, aber das zählt nicht, die weiß quasi auf die Stunde genau wann mein Eisprung ist X’D) die von unserem Baby erfahren haben, und waren sprachlos und begeistert und mächtig am Tränen wegwischen. Es war so schön zu sehen, dass auch ein drittes Kind so viel Erstaunen und Begeisterung hervorrufen kann, und dass es keineswegs mit einem „achso, aha, na dann“ begrüßt wird. Noch als sie bei uns waren erzählten wir auch den Jungs die Neuigkeit, dass sie bald ein kleines Geschwisterchen haben werden. Und nun war ich es, die Taschentücher verschneuzen durfte, denn die Reaktion war einfach der absolute Hammer. Nach einem anfänglichen „Wirklich? Du hast da jetzt ein Baby im Bauch? Da drin????“ hüpften und quiekten sie vor Freude und umarmten mich. Ein Wahnsinn, so hätte ich mir das in meiner tollsten Phantasie nicht ausgemalt…

Das absolute andere Highlight, es fällt mir nämlich schwer das wirklich zu rangreihen, waren natürlich die Babybewegungen. Obwohl ich sie schon sehr früh erahnen konnte kam es dann tageweise auch mal zu einem völligen Fehlen (das ist ja so geil für die Nerven, nicht wahr?), und meist ging es danach mit richtig Karacho weiter. Besonders erinnere ich mich an den 26.10., da saß ich lange Zeit nur neben dem Bett vom Steinböckchen, der ganz arg krank war. Und während ich da so rumsitze geht eine derartige Bauchparty los, dass ich nur staunen konnte. Wie um alles in der Welt kann etwas SO winziges SO feste um sich schlagen?? Es waren wirklich sehr deutliche Knuffe, und ich war richtig platt. Diese Party war aber auch insofern bislang einzigartig, als dass danach eher wieder mehr Ruhephasen angezeigt waren, und über die meiste Zeit des vierten Monats konnte ich nur gelegentlich Bewegungen bemerken, eigentlich ausschließlich in Ruhephasen oder wenn die Jeans dann mal zu eng saß… 😉

Zum Abschluss gehört natürlich noch ein Bauchbild. Irgendwie wächst mein Bauch nicht „normal“, die erste Veränderung sieht man im Oberbauch, so als würden sämtlich Organe sofort fluchtartig ihren normalen Heimatort verlassen und sich da oben ansammeln. Keine Ahnung warum das sonst so ne komische Form immer gibt… Jedenfalls bemerke ich kaum Veränderungen im Bereich unterm Bauchnabel, das was da am Bild zu sehen ist war leider auch eigentlich schon vorher da – nur das da drüber nicht.

So nun husche ich mal hoffnungsvoll in den nächsten Monat, vielleicht kehrt ja doch feierlich ruhige Zweittrimesterstimmung ein – Zeit wärs!

Auf bald!

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10.SSW · 11.SSW · 12.SSW · 9. SSW · Schwangerschaft

Dritter Schwangerschafts-Monat [Aprilbaby]

Huiii mit Tempo los in den nächsten Monat, der vom 8.9. bis 5.10. ging. Besonders schön ist, dass somit die sehr kritische Phase an unserem Hochzeitstag beendet sein soll. Und genau für diesen Tag hab ich mir den Arzttermin geben lassen, morgens, damit der Mann noch schnell mitkommen kann vor der Arbeit. Ich hoffe also aus vollen Rohren, dass es genau so kommt und gut gehen wird…

 

9.SSW

Ich wusste, dass dies die härteste Woche wird. Die gefürchtete 9.Woche. So sehr ich auch beruhigt bin nach dem Arzttermin (denn nach diesem Zeitpunkt ist bislang noch nie etwas schief gegangen, und ein wenig Zweckoptimismus muss halt doch sein), so viel Respekt hatte ich auch vor dieser Zeit. Zackbumm, ich wurde nicht enttäuscht.
Die Müdigkeit ist über(bzw unter-)irdisch, selbst mit einem kurzen Nickerchen am Tag bin ich gegen 17h so erschlagen, dass ich gar nicht weiß wie ich überleben soll, jedes Aufstehen und etwas „tun“ verlangt mir enorm viel Willenskraft ab und am Liebsten würde ich gleich mit den Kindern schlafen gehen, schaffe es dann so bis 21Uhr, um am nächsten Tag beim Weckerklingeln schier heulen zu wollen. Ich friere wie verrückt, mümmele mich in tausende Decken, brauche ständig Tee und dicke Socken und Pullis. Jaaaa, es ist herbstlich geworden, sehr sogar und schnell noch dazu, aber normalerweise ist das für mich eine Erlösung nach der Sommerhitze. Nicht so dieses Jahr. Angefeuert ist auch schon! (im SEPTEMBER! gabs glaub ich auch noch nie hier….)
Was mir auch völlig neu ist – Übelkeit in höherem Ausmaß. Ich habe oft schon morgens stechende Magenschmerzen die zu Übelkeit werden, sodass ich ganz nervös und zittrig werde (ich bekomme regelrecht Panikanfälle kurz vorm Übergeben, gibts dafür nen Begriff? Außer bekloppt?). Einmal war ich mir absolut sicher gleich kotzen zu müssen, eigentlich rettete mich auch hier die Panik, die mir heftiges Herzrasen und Schwindel beschwerte und mich zum spontanen Hinsetzen zwang, sodass ich mich nicht mehr auf die Übelkeit konzentrieren konnte (jajaja, lacht nur, da bin ich ne Memme, ich nehme lieber Wehen!). Auch nach diesem Vorfall war es ständig so, irgendwas jeden Tag. Beispielsweise ein Essen das mir schmeckte, und ich plötzlich den letzten Bissen ausspucken musste weil mich plötzlich so ein Ekel und Übelkeit überfielen, und das Gericht (chinesisch mit Erdnusssoße) seither nicht ohne Würgen riechen kann. Auch mein Hunger ist abnormal, ich brauche gradezu ständig Essen, und zum allerersten Mal in meinen Schwangerschaften habe ich „echte“ Heißhungerattacken, meist irgendwas mit Schokolade (diese Schokobons… oh. mein. GOTT!). Ich versuche sehr vernünftig zu bleiben, immer mal wieder eine Kleinigkeit zu essen und dann eben kein Junkfood oder Naschkram. Grade morgens und vormittags fällt mir das schwer, weil ichs nicht gewohnt bin bzw nicht die Zeit dazu habe. Wenn ich aber nicht genug bekomme und dann nach der Arbeit als Erstes ein Schläfchen mache werde ich wach mit einem Hunger, der nicht mehr weltlich ist. Ohne Scheiß. Gruselig. Zugenommen habe ich tatsächlich aber nichts – abgesehen von den 2kg die mich der Urlaub leider gekostet hat.
Ach, nicht zu vergessen ist meine Stimmung, die nach der Besserung der letzten Wochen diese wieder komplett im Keller ist. Ich bin ständig gereizt und genervt und praktisch alles, ALLES, bringt mich komplett auf die Palme… Uff.
Ich bete also nur darum, dass diese Woche schnell vorbei ist…. ich weiß, die nächste sollte nicht mehr so schlimm sein, und erfahrungsgemäß fühle ich mich Ende der 10. Woche wieder einigermaßen wie ein Mensch.

10.SSW

Diese Woche wird also bekannt als die Woche, in der die Hosen unbequem werden. Hallo? In der ZEHNTEN Woche?? Beim Steinböckchen hab ich mich bis ca zur 20. Woche mit meinen normalen Jeans durchgemogelt, weil ich Umstandshosen so hasse, und nun das. Okaaaayyy, es könnte eventuell auch an den massiven Völlereien rund um meinen 33. Geburtstag liegen. Meine Lieblingsherzfreundin samt Familie war übers Wochenende da, also die Paten vom Steinböckchen, die von uns beschlossene künftige Schwiegertochter vom Rumpelstilzchen und der gar nicht mehr so kleine Kleine, dem kein anderer Name als Herzensbrecher gerecht wird. Es war wunderwunderschön, so eine geniale Zeit hatte ich schon lange nicht mehr. Die Kids waren alle brav, der Große selig mit den strahlendsten Augen die man sich nur denken kann weil er so verzückt von seiner neuen Freundin war (TSCHAKAA!! Haha!), wir Erwachsenen hatten eigentlich die ganze Zeit untereinander und meine Freundin und ich sogar ein paar Momente für Mädelsplaudereien, von denen ich glatt noch ein paar hundert Stunden am Stück genommen hätte. Entsprechend blöde war der Abschied, Rumpel weinte ganz schrecklich und war die nächsten Tage noch traurig und muffig. Seufz. Aber nunja, hiervon könnte die Hose kneifen. Das Gute ist nur, dass ich schon vor einiger Zeit ein ganze Kiste mit Umstandsmode von der Nachbarin geschenkt bekam, die kann ich aber erst tragen wenn ich bereit bin mich zu outen. Also muss wohl der alte Haargummitrick her..
Sonst geht es mir eigentlich ziemlich genau wie die Woche davor: extrem müde und abgeschlagen, völlig motivationslos, eher brummig und schlecht gelaunt, ständig hungrig, oft übel, extremes Frieren. Es darf dann jetzt besser werden.

11.SSW

Also… die erhoffte große Verbesserung lässt noch auf sich warten, aber zumindest hat sich der narkoleptische Dauerzustand in eine bloße satte Erschlagenheit verändert, das ist wohl als Erfolg zu verbuchen. Auch mein ständiges Frieren ist im totalen Umbruch, und passend zum (eigentlich schönen und höchst erwünschten!!) warmen Altweibersommer stelle ich fest, dass zwischen Schüttelfrost und Hitzewallungen etwa fünf Minuten und 2° Celsius liegen. Auch mein Kreislauf schmiert immer mal wieder (beinahe) ab und ich fühle mich allgemein eher schwammig auf den Beinen. Mein Hunger ist immer noch komplett merkwürdig, ich könnte morgens und mittags (fr)essen wie irre, und ab nachmittags wird mir dann übel und ich fühle mich so aufgebläht mit fiesen Magenschmerzen dass es mir das Abendessen ziemlich verleidet. Aber ich will nicht nur jammern: ich hatte bis auf wenige Ausnahmen nicht mit solchen Albträumen und allgemeinen diffusen Verlustängsten wie in den anderen Schwangerschaften zu kämpfen, und auch was meine Grundmotivation betrifft (und ich rede hier von Dingen wie Gesicht waschen, ok?) habe ich keinen so herben Absacker erlebt wie ich schon kannte. Im Grunde läuft diese Schwangerschaft also fast in jeder Hinsicht anders.
Ob doch alle recht haben, und ich hier ein kleines Mädchen ausbrüte? Spannend wäre es ja, und ich gebe zu, ich würde mich sehr freuen wenn das dritte Kind ein Mädchen wäre. Das ist für mich ein komischer Gedanke, da ich mich doch eher als Jungsmama fühle, mir beim ersten eigentlich einen Jungen gewünscht hatte, beim zweiten war es mir gleich aber immer wieder so mit der Hoffnung „naja, bei dem Altersabstand wäre es schon cool wenns 2 Buben wären“. Und ich mag es eigentlich gar nicht überhaupt eine Präferenz zu artikulieren, schon gar nicht in diese Richtung. Ich finde es immer so gräßlich und gemein wenn ich sehe wie viele Mamas nur Mädchen wollen und schrecklich enttäuscht über die „Diagnose Junge“ sind, dass ich am Liebsten alle kleinen „unerwünschteres Geschlecht“ Jungs mit Kusshand haben wollen würde. Ich glaube ich fühle mich als Jungsmama und meine Jungs als Kinder (mit dem weniger wertvollen Geschlecht) einfach so angegriffen, dass es bei mir einen wunden Punkt trifft. Nun selber zu sagen: ja, ich fände es spannend auch Mama eines Mädchens zu sein geht mir daher nicht so gut über die Lippen/Finger. Und es ist auch keineswegs so dass das mein absoluter Herzenswunsch ist, aber ich denke manchmal drüber nach, diese Erfahrung hätte ich auch gern gemacht, und bei diesem Kind ist es die letzte Chance. Trotzdem habe ich gedanklich das Zimmer eher für einen Jungen eingerichtet, und wenn ich über das Kind nachdenke kriegt es ein „er“ verpasst. Ich weiß nicht ob das intuitiv ist oder Gewohnheit weil es einfach so liebgewonnen und vertraut ist, aber ich kann mir mich irgendwie nur als Jungsmama vorstellen. Naja – in ein paar Wochen wissen wir mehr! (Das vielzitierte „Hauptsache gesund“ ist für mich so selbstverständlich vorrangig dass ich mir ehrlich gesagt dämlich vorkomme es zu schreiben, aber sicher ist sicher.)
Boah, eigentlich war die Woche fertig aber ich muss noch schnell festhalten: ich sabbere wie ein Schweindl. Ich dachte das haben manche so als erste Symptome ganz am Anfang? Meine Fresse… ich weiß nicht was das ist, ich kann kaum sprechen (voll geil als Psychologin, ne?) ohne ständig richtig viel Spucke wegschlucken zu müssen, am Abend beim Vorlesen musste ich mich heute ernsthaft konzentrieren nicht aufs Märchenbuch zu sabbern. Was in Dreiteufelsnamen??!?

12.SSW

Am Allerwichtigsten muss sofort genannt werden: Meeeine Güte, ich bin endlich an einem Punkt wo ich nicht gefühlt 15-18 Stunden Schlaf benötige. Ich bin immer noch oft müde, abends ab spätestens 20.30 bin ich erledigt, aber ich benötige die meisten Tage keinen Mittagsschlaf mehr (bzw sterbe förmlich wenn ich ihn nicht kriege). Wenn jetzt noch die Magenschmerzen, Übelkeit, und die gemeinen Kreislaufprobleme aufhören könnten, dann würd ich mich fast wieder wie so ein Mensch fühlen! XD
Gleich zu Beginn der 13. Woche wird der nächste Termin beim Arzt sein, und ich bin eine Mischung aus nervliches Wrack und platzend vor Vorfreude. Es fühlt sich alles gut und richtig an, aber eine Restsorge bleibt natürlich. Ich habe mir nun eine Hülle für meinen Mutterpass bestellt – passend in mint-rosa (mehr mint als rosa. Ihr wisst ja. Ich und rosa. Uff.), eines davon wird die Hauptfarbe im künftigen Babyzimmer. Geistig bin ich schon…. laaaaaange….. am Einrichten, aber natürlich kann noch nix in die konkrete Planung. Ich rechne auch erst damit so um die 20. Woche mit höherer Wahrscheinlichkeit und entsprechender Sicherheit zu wissen was unser Kleines wird, also gehen die Arbeiten im Zimmer eh erst nächstes Jahr los. Aaber trotzdem, Nestbautrieb ftw! (Der geht bei mir ab Kinderwunsch, ne?)
Definitiv das Highlight diese Woche war, dass ich die ersten sehr leichten Stupser spüren konnte. Ich habe schon die letzten Schwangerschaften sehr früh (ca 13./14. Woche?) trotz Vorderwandplazenta die ersten Bewegungen wahrgenommen, war mir aber nie sicher bzw habe es mich nie so recht zugeben getraut, weil eh jeder sagen würde das sei zu früh. Das ist Kind Nummer 3, das dritte mal diese eindeutigen Flatterstreichler, und ich pfeif auf allgemeine Meinung – das IST mein Baby. Nach wochenlang jeder Verdauungsabnormität die man halt so frühschwanger hat weiß ich auch haargenau wie sich mein Darm anfühlt und wo er ist – und was eben nicht von ihm verursacht wird. Es ist natürlich extrem zart, nur in komplett „meditativen“ Zuständen bemerkbar, wie zum Beispiel beim Baden oder Fernsehen. Besonders „deutlich“ konnte ich das Baby spüren als mein Mann seine Hand auf dem Bauch liegen hatte – ob vom Druck oder von der Wärme weiß ich nicht, aber in dem Moment konnte ich es richtig „abwarten“ und mich voll drauf konzentrieren, sonst ist es ja eher zufällig immer mal wieder, aber nicht hervorrufbar wenn man dann gezielt drauf lauern würde (eh klar).
Diese leichten Bewegungen taten so unglaublich gut, vor allem weil ich diese Woche doch sehr mit Ängsten zu kämpfen hatte. Der nahende Termin, der eben zeigen soll ob alles gut ging bisher, hat mich stark verunsichert. In den Momenten merke ich wie sehr mir die Fehlgeburt noch in den Knochen steckt, vor allem weil ich mich von meinem Körper so enorm betrogen fühlte, der nicht mal den Abgang alleine startete, und nun fällt es mir schwer ihm zu „glauben“ wenn augenscheinlich alles gut ist. Umso mehr bin ich diesem kleinen Menschlein dankbar, dass es mir diese Botschaft schicken wollte.
Als Abschluss noch mein Bauch am Ende des 3. Monats. „Bauch“ ist es optisch nicht mehr als vorher, er ist eher fester, lässt sich nicht mehr einziehen und wölbt sich vor allem … wie soll ich sagen.. okay, charmanter wirds nicht: er wölbt sich zwischen den beiden Speckrollen und beult die Spalte aus. Hust. Auch merke ich viel grade im oberen Bereich, da wo sonst nur der kleinere der beiden Schwimmringe ist, und natürlich ist da kein Baby, aber es fühlt sich so an als wären viele Organe panikartig dort hin geflüchtet. Seufz. Also so siehts aus! – Das ist übrigens kein Pyjama, sondern ne schlabberige Sporthose und das farblich gleiche Oberteil gibt ne doofe Optik. N anderes Bild hab ich aber nicht. Ebenso gibt es nur diesen einen doofen Gesichtsausdruck. Real life und so! 😀

Und zum Abschluss, noch meine Heißhunger Cravings diesen Monat: Schokobons, Tee (sogar so komplett perverse Sorten wie Kamille oder Fenchel, wtf!!), Käsebrot mit (koffeeinfreiem) Kaffee, Bananen, Mango(!!!), Studentenfutter

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Auf bald!