10.SSW · 11.SSW · 12.SSW · 9. SSW · Schwangerschaft

Dritter Schwangerschafts-Monat [Aprilbaby]

Huiii mit Tempo los in den nächsten Monat, der vom 8.9. bis 5.10. ging. Besonders schön ist, dass somit die sehr kritische Phase an unserem Hochzeitstag beendet sein soll. Und genau für diesen Tag hab ich mir den Arzttermin geben lassen, morgens, damit der Mann noch schnell mitkommen kann vor der Arbeit. Ich hoffe also aus vollen Rohren, dass es genau so kommt und gut gehen wird…

 

9.SSW

Ich wusste, dass dies die härteste Woche wird. Die gefürchtete 9.Woche. So sehr ich auch beruhigt bin nach dem Arzttermin (denn nach diesem Zeitpunkt ist bislang noch nie etwas schief gegangen, und ein wenig Zweckoptimismus muss halt doch sein), so viel Respekt hatte ich auch vor dieser Zeit. Zackbumm, ich wurde nicht enttäuscht.
Die Müdigkeit ist über(bzw unter-)irdisch, selbst mit einem kurzen Nickerchen am Tag bin ich gegen 17h so erschlagen, dass ich gar nicht weiß wie ich überleben soll, jedes Aufstehen und etwas „tun“ verlangt mir enorm viel Willenskraft ab und am Liebsten würde ich gleich mit den Kindern schlafen gehen, schaffe es dann so bis 21Uhr, um am nächsten Tag beim Weckerklingeln schier heulen zu wollen. Ich friere wie verrückt, mümmele mich in tausende Decken, brauche ständig Tee und dicke Socken und Pullis. Jaaaa, es ist herbstlich geworden, sehr sogar und schnell noch dazu, aber normalerweise ist das für mich eine Erlösung nach der Sommerhitze. Nicht so dieses Jahr. Angefeuert ist auch schon! (im SEPTEMBER! gabs glaub ich auch noch nie hier….)
Was mir auch völlig neu ist – Übelkeit in höherem Ausmaß. Ich habe oft schon morgens stechende Magenschmerzen die zu Übelkeit werden, sodass ich ganz nervös und zittrig werde (ich bekomme regelrecht Panikanfälle kurz vorm Übergeben, gibts dafür nen Begriff? Außer bekloppt?). Einmal war ich mir absolut sicher gleich kotzen zu müssen, eigentlich rettete mich auch hier die Panik, die mir heftiges Herzrasen und Schwindel beschwerte und mich zum spontanen Hinsetzen zwang, sodass ich mich nicht mehr auf die Übelkeit konzentrieren konnte (jajaja, lacht nur, da bin ich ne Memme, ich nehme lieber Wehen!). Auch nach diesem Vorfall war es ständig so, irgendwas jeden Tag. Beispielsweise ein Essen das mir schmeckte, und ich plötzlich den letzten Bissen ausspucken musste weil mich plötzlich so ein Ekel und Übelkeit überfielen, und das Gericht (chinesisch mit Erdnusssoße) seither nicht ohne Würgen riechen kann. Auch mein Hunger ist abnormal, ich brauche gradezu ständig Essen, und zum allerersten Mal in meinen Schwangerschaften habe ich „echte“ Heißhungerattacken, meist irgendwas mit Schokolade (diese Schokobons… oh. mein. GOTT!). Ich versuche sehr vernünftig zu bleiben, immer mal wieder eine Kleinigkeit zu essen und dann eben kein Junkfood oder Naschkram. Grade morgens und vormittags fällt mir das schwer, weil ichs nicht gewohnt bin bzw nicht die Zeit dazu habe. Wenn ich aber nicht genug bekomme und dann nach der Arbeit als Erstes ein Schläfchen mache werde ich wach mit einem Hunger, der nicht mehr weltlich ist. Ohne Scheiß. Gruselig. Zugenommen habe ich tatsächlich aber nichts – abgesehen von den 2kg die mich der Urlaub leider gekostet hat.
Ach, nicht zu vergessen ist meine Stimmung, die nach der Besserung der letzten Wochen diese wieder komplett im Keller ist. Ich bin ständig gereizt und genervt und praktisch alles, ALLES, bringt mich komplett auf die Palme… Uff.
Ich bete also nur darum, dass diese Woche schnell vorbei ist…. ich weiß, die nächste sollte nicht mehr so schlimm sein, und erfahrungsgemäß fühle ich mich Ende der 10. Woche wieder einigermaßen wie ein Mensch.

10.SSW

Diese Woche wird also bekannt als die Woche, in der die Hosen unbequem werden. Hallo? In der ZEHNTEN Woche?? Beim Steinböckchen hab ich mich bis ca zur 20. Woche mit meinen normalen Jeans durchgemogelt, weil ich Umstandshosen so hasse, und nun das. Okaaaayyy, es könnte eventuell auch an den massiven Völlereien rund um meinen 33. Geburtstag liegen. Meine Lieblingsherzfreundin samt Familie war übers Wochenende da, also die Paten vom Steinböckchen, die von uns beschlossene künftige Schwiegertochter vom Rumpelstilzchen und der gar nicht mehr so kleine Kleine, dem kein anderer Name als Herzensbrecher gerecht wird. Es war wunderwunderschön, so eine geniale Zeit hatte ich schon lange nicht mehr. Die Kids waren alle brav, der Große selig mit den strahlendsten Augen die man sich nur denken kann weil er so verzückt von seiner neuen Freundin war (TSCHAKAA!! Haha!), wir Erwachsenen hatten eigentlich die ganze Zeit untereinander und meine Freundin und ich sogar ein paar Momente für Mädelsplaudereien, von denen ich glatt noch ein paar hundert Stunden am Stück genommen hätte. Entsprechend blöde war der Abschied, Rumpel weinte ganz schrecklich und war die nächsten Tage noch traurig und muffig. Seufz. Aber nunja, hiervon könnte die Hose kneifen. Das Gute ist nur, dass ich schon vor einiger Zeit ein ganze Kiste mit Umstandsmode von der Nachbarin geschenkt bekam, die kann ich aber erst tragen wenn ich bereit bin mich zu outen. Also muss wohl der alte Haargummitrick her..
Sonst geht es mir eigentlich ziemlich genau wie die Woche davor: extrem müde und abgeschlagen, völlig motivationslos, eher brummig und schlecht gelaunt, ständig hungrig, oft übel, extremes Frieren. Es darf dann jetzt besser werden.

11.SSW

Also… die erhoffte große Verbesserung lässt noch auf sich warten, aber zumindest hat sich der narkoleptische Dauerzustand in eine bloße satte Erschlagenheit verändert, das ist wohl als Erfolg zu verbuchen. Auch mein ständiges Frieren ist im totalen Umbruch, und passend zum (eigentlich schönen und höchst erwünschten!!) warmen Altweibersommer stelle ich fest, dass zwischen Schüttelfrost und Hitzewallungen etwa fünf Minuten und 2° Celsius liegen. Auch mein Kreislauf schmiert immer mal wieder (beinahe) ab und ich fühle mich allgemein eher schwammig auf den Beinen. Mein Hunger ist immer noch komplett merkwürdig, ich könnte morgens und mittags (fr)essen wie irre, und ab nachmittags wird mir dann übel und ich fühle mich so aufgebläht mit fiesen Magenschmerzen dass es mir das Abendessen ziemlich verleidet. Aber ich will nicht nur jammern: ich hatte bis auf wenige Ausnahmen nicht mit solchen Albträumen und allgemeinen diffusen Verlustängsten wie in den anderen Schwangerschaften zu kämpfen, und auch was meine Grundmotivation betrifft (und ich rede hier von Dingen wie Gesicht waschen, ok?) habe ich keinen so herben Absacker erlebt wie ich schon kannte. Im Grunde läuft diese Schwangerschaft also fast in jeder Hinsicht anders.
Ob doch alle recht haben, und ich hier ein kleines Mädchen ausbrüte? Spannend wäre es ja, und ich gebe zu, ich würde mich sehr freuen wenn das dritte Kind ein Mädchen wäre. Das ist für mich ein komischer Gedanke, da ich mich doch eher als Jungsmama fühle, mir beim ersten eigentlich einen Jungen gewünscht hatte, beim zweiten war es mir gleich aber immer wieder so mit der Hoffnung „naja, bei dem Altersabstand wäre es schon cool wenns 2 Buben wären“. Und ich mag es eigentlich gar nicht überhaupt eine Präferenz zu artikulieren, schon gar nicht in diese Richtung. Ich finde es immer so gräßlich und gemein wenn ich sehe wie viele Mamas nur Mädchen wollen und schrecklich enttäuscht über die „Diagnose Junge“ sind, dass ich am Liebsten alle kleinen „unerwünschteres Geschlecht“ Jungs mit Kusshand haben wollen würde. Ich glaube ich fühle mich als Jungsmama und meine Jungs als Kinder (mit dem weniger wertvollen Geschlecht) einfach so angegriffen, dass es bei mir einen wunden Punkt trifft. Nun selber zu sagen: ja, ich fände es spannend auch Mama eines Mädchens zu sein geht mir daher nicht so gut über die Lippen/Finger. Und es ist auch keineswegs so dass das mein absoluter Herzenswunsch ist, aber ich denke manchmal drüber nach, diese Erfahrung hätte ich auch gern gemacht, und bei diesem Kind ist es die letzte Chance. Trotzdem habe ich gedanklich das Zimmer eher für einen Jungen eingerichtet, und wenn ich über das Kind nachdenke kriegt es ein „er“ verpasst. Ich weiß nicht ob das intuitiv ist oder Gewohnheit weil es einfach so liebgewonnen und vertraut ist, aber ich kann mir mich irgendwie nur als Jungsmama vorstellen. Naja – in ein paar Wochen wissen wir mehr! (Das vielzitierte „Hauptsache gesund“ ist für mich so selbstverständlich vorrangig dass ich mir ehrlich gesagt dämlich vorkomme es zu schreiben, aber sicher ist sicher.)
Boah, eigentlich war die Woche fertig aber ich muss noch schnell festhalten: ich sabbere wie ein Schweindl. Ich dachte das haben manche so als erste Symptome ganz am Anfang? Meine Fresse… ich weiß nicht was das ist, ich kann kaum sprechen (voll geil als Psychologin, ne?) ohne ständig richtig viel Spucke wegschlucken zu müssen, am Abend beim Vorlesen musste ich mich heute ernsthaft konzentrieren nicht aufs Märchenbuch zu sabbern. Was in Dreiteufelsnamen??!?

12.SSW

Am Allerwichtigsten muss sofort genannt werden: Meeeine Güte, ich bin endlich an einem Punkt wo ich nicht gefühlt 15-18 Stunden Schlaf benötige. Ich bin immer noch oft müde, abends ab spätestens 20.30 bin ich erledigt, aber ich benötige die meisten Tage keinen Mittagsschlaf mehr (bzw sterbe förmlich wenn ich ihn nicht kriege). Wenn jetzt noch die Magenschmerzen, Übelkeit, und die gemeinen Kreislaufprobleme aufhören könnten, dann würd ich mich fast wieder wie so ein Mensch fühlen! XD
Gleich zu Beginn der 13. Woche wird der nächste Termin beim Arzt sein, und ich bin eine Mischung aus nervliches Wrack und platzend vor Vorfreude. Es fühlt sich alles gut und richtig an, aber eine Restsorge bleibt natürlich. Ich habe mir nun eine Hülle für meinen Mutterpass bestellt – passend in mint-rosa (mehr mint als rosa. Ihr wisst ja. Ich und rosa. Uff.), eines davon wird die Hauptfarbe im künftigen Babyzimmer. Geistig bin ich schon…. laaaaaange….. am Einrichten, aber natürlich kann noch nix in die konkrete Planung. Ich rechne auch erst damit so um die 20. Woche mit höherer Wahrscheinlichkeit und entsprechender Sicherheit zu wissen was unser Kleines wird, also gehen die Arbeiten im Zimmer eh erst nächstes Jahr los. Aaber trotzdem, Nestbautrieb ftw! (Der geht bei mir ab Kinderwunsch, ne?)
Definitiv das Highlight diese Woche war, dass ich die ersten sehr leichten Stupser spüren konnte. Ich habe schon die letzten Schwangerschaften sehr früh (ca 13./14. Woche?) trotz Vorderwandplazenta die ersten Bewegungen wahrgenommen, war mir aber nie sicher bzw habe es mich nie so recht zugeben getraut, weil eh jeder sagen würde das sei zu früh. Das ist Kind Nummer 3, das dritte mal diese eindeutigen Flatterstreichler, und ich pfeif auf allgemeine Meinung – das IST mein Baby. Nach wochenlang jeder Verdauungsabnormität die man halt so frühschwanger hat weiß ich auch haargenau wie sich mein Darm anfühlt und wo er ist – und was eben nicht von ihm verursacht wird. Es ist natürlich extrem zart, nur in komplett „meditativen“ Zuständen bemerkbar, wie zum Beispiel beim Baden oder Fernsehen. Besonders „deutlich“ konnte ich das Baby spüren als mein Mann seine Hand auf dem Bauch liegen hatte – ob vom Druck oder von der Wärme weiß ich nicht, aber in dem Moment konnte ich es richtig „abwarten“ und mich voll drauf konzentrieren, sonst ist es ja eher zufällig immer mal wieder, aber nicht hervorrufbar wenn man dann gezielt drauf lauern würde (eh klar).
Diese leichten Bewegungen taten so unglaublich gut, vor allem weil ich diese Woche doch sehr mit Ängsten zu kämpfen hatte. Der nahende Termin, der eben zeigen soll ob alles gut ging bisher, hat mich stark verunsichert. In den Momenten merke ich wie sehr mir die Fehlgeburt noch in den Knochen steckt, vor allem weil ich mich von meinem Körper so enorm betrogen fühlte, der nicht mal den Abgang alleine startete, und nun fällt es mir schwer ihm zu „glauben“ wenn augenscheinlich alles gut ist. Umso mehr bin ich diesem kleinen Menschlein dankbar, dass es mir diese Botschaft schicken wollte.
Als Abschluss noch mein Bauch am Ende des 3. Monats. „Bauch“ ist es optisch nicht mehr als vorher, er ist eher fester, lässt sich nicht mehr einziehen und wölbt sich vor allem … wie soll ich sagen.. okay, charmanter wirds nicht: er wölbt sich zwischen den beiden Speckrollen und beult die Spalte aus. Hust. Auch merke ich viel grade im oberen Bereich, da wo sonst nur der kleinere der beiden Schwimmringe ist, und natürlich ist da kein Baby, aber es fühlt sich so an als wären viele Organe panikartig dort hin geflüchtet. Seufz. Also so siehts aus! – Das ist übrigens kein Pyjama, sondern ne schlabberige Sporthose und das farblich gleiche Oberteil gibt ne doofe Optik. N anderes Bild hab ich aber nicht. Ebenso gibt es nur diesen einen doofen Gesichtsausdruck. Real life und so! 😀

Und zum Abschluss, noch meine Heißhunger Cravings diesen Monat: Schokobons, Tee (sogar so komplett perverse Sorten wie Kamille oder Fenchel, wtf!!), Käsebrot mit (koffeeinfreiem) Kaffee, Bananen, Mango(!!!), Studentenfutter

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Auf bald!

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Zweiter Schwangerschafts-Monat [Aprilbaby]

Nun, was hat sich so getan in diesem Monat… ?

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5.SSW

Erstaunlicherweise waren die ersten Anzeichen recht früh zu bemerken und sehr typisch: Abgeschlagenheit und gelegentliche Übelkeit – all das aber noch in einem sehr kleinen Rahmen. Tatsächlich bemerkte ich leichte Gereiztheit, weniger Geduld und überhaupt keine Lust aufs Arbeiten, dafür war in dieser Woche scheinbar gar kein Platz im Kopf. Da kam der Urlaub grade recht!
Einzig sehr auffällig und wirklich unangenehm waren 2 Tage, in denen ich üble Rückenschmerzen hatte. Ging dann Gottseidank vorbei, ich verdächtige ein wenig das Utrogest, denn das waren genau die Tage an denen ich damit begonnen hab.

6.SSW

Glücklicherweise kenne ich es ja von mir, dass die Anfangsbeschwerden erst später kommen, und so hat mich auch diese Woche kaum beeinträchtigt, sehr praktisch im Urlaub. Die Übelkeit war de facto nie zu merken (nur bei Hunger, und dafür gab es im Urlaub keine Gelegenheit, hust) und die Müdigkeit auch recht moderat. Sie kam eher immer mal so zwischendurch, aber mehr merkbar als „nicht fit“ denn als dieses typische komplette Ausgeknocktsein, wie ich es kenne. Ein kurzes Schläfchen hier und da half da schon. Hin und wieder merkte ich ein Ziehen im Bauch, nicht schmerzhaft, aber so dass es eben auffällt. Außerdem neigte ich zu Bauchmuskelkrämpfen – total widerlich, aber mir schon aus den vorigen Schwangerschaften bekannt, also her mit dem Mangesium! Sonst nur hier und da eine nervig empfindliche Brust, aber nichts was ich als Schmerzen bezeichnen würde.
Etwas problematischer gestaltete sich die Verdauung, die mir mit Verstopfung und Blähungen zu schaffen machte. Grade das wurde auch zum Problem, als ich kurz nach einem entsprechend uncoolen Toilettenbesuch eine winzigkleine Blutung bemerkte. Weiter kam aber nichts, es sah mir also sehr nach einem geplatzten Äderchen aus. Ein wenig beunruhigte mich das schon, aber die zu erwartende Panik wollte sich netterweise nicht einstellen. Einerseits bin ich sehr entspannt und nach meinem Bauchgefühl ist alles in Ordnung. Auf der anderen Seite bin ich noch recht unemotional und denke mir: es kommt wie es kommen muss.
Ich freue mich daher zwar darüber schwanger zu sein, aber es kommt noch nicht so richtig bei mir an. Ich hab da noch keine emotionale Verknüpfung, und so sehr mich das auf der einen Seite stört und mir komisch vorkommt, so sehr bin ich davon überzeugt dass das eine sehr clevere Strategie meiner Psyche ist, für die ich eigentlich dankbar bin. Es puffert zwar diese Verliebtheit und enorme Vorfreude, aber auch Ängste und Sorgen ab und verschafft mir einen recht entspannten, optimistischen Modus. Yay dazu!

7.SSW

So ganz genau weiß ich noch nicht wann die Woche genau „umschlägt“, weil ich mir nicht ganz sicher bin wann der Eisprung war. Ich komme daher je nach Berechnung auf einen EET zwischen 21.-25.4. Aber so pi mal Daumen weiß ich wann ich in etwa in der neuen Woche bin. Auf jeden Fall hat diese Woche die Müdigkeit angefangen reinzuknallen. Alles noch einigermaßen händelbar, vor allem weil ich noch im Urlaub bin. Es ist auch nicht so, dass ich schlafen (könnte), aber ich lege mich jeden Tag etwa eine Stunde vormittags hin und lass es auch sonst recht entspannt angehen. Allerdings hab ich ein wenig Angst vor den nächsten beiden Wochen, die voraussichtlich die ekligsten werden. Keine Ahnung wie ich das mit Arbeit und allem bei krasser Müdigkeit und ohne Schläfchen tagsüber schaffen soll. Wie ich das schon kenne fühle ich mich grade nicht wohl in meiner Haut, alles ist anders, baut sich um, ich fühl mich nicht Frau meiner Selbst, bin gnatschig und antriebslos. Jo. Davon abgesehen ist mir (schon seit letzter Woche) ständig richtig richtig kalt. Naja, die ganze Körperwärme braucht wohl der Brutkasten! 🙂
Diese Woche habe ich von meiner Nachbarin eine ganze Kiste Schwangerschaftsklamotten geerbt. Sie weiß ja, dass wir irgendwann anfangen wollten im Sommer, aber nicht dass es schon geklappt hat. Sagen wollte ich aber auch nix, ein wenig doofe Situation. Aber hab mich auf jeden Fall sehr gefreut, bin ja eh immer zu geizig Umstandsmode zu kaufen…

8.SSW

Also insgesamt kann ich nicht so arg viel klagen über diese Woche – ich hatte Schlimmes erwartet und Aushaltbares bekommen. Müdigkeit ist natürlich mein größtes Thema, aber die Jungs haben mich unglaublich lieb jeden Nachmittag ein kurzes Nickerchen auf der Couch machen lassen und sich währenddessen wirklich still und leise für ca 45min beschäftigt. Ich war mehr als gerührt und dankbar, denn ohne würd ich den Tag wohl kaum schaffen. Die Arbeitswoche war auch anstrengend, aber im Rahmen.
Das Spannendste war natürlich der Arzttermin! Ich glaube ich brauch nicht auszuführen was ich für Ängste ausgestanden hab, denn seit ich den Termin fix wusste (glücklicherweise am Vortag erst, haha!) waren meine Ruhe und mein Optimismus wie weggeblasen, und ich hatte ständig dieses furchtbare Bild vor Augen, das sich wie die Pest in meine Netzhaut gebrannt hat: ein schwarzer Fleck ohne Leben darin.
Beim Arzt angekommen war ich so mit den Nerven durch dass ich wirklich nichts mehr mitbekommen hab, mich scheppernd auf die Liege gelegt habe, der wirft den Ultraschall und sieht neben einer großen schwarzen Kugel nichts. Ich bekomme schwer Luft und er sagt, „Wir haben hier ein kleines Problem, [sein Luftholen waren 2 Ewigkeiten für mich] Ihre Blase ist nämlich so voll dass ich nicht genug erkennen kann.“ Meine Blase. Ja, der schwarze Fleck. Logisch. Die Aufforderung, grade mal raus zur Toilette zu gehen war nahezu unmenschlich, und ich meinte zu ihm, „Ich dachte mir grade, wie könnte meine Anspannung jetzt NOCH schlimmer werden, und tadaaa!“ Dazu musste er lachen und meinte gleich, neinnein, er habe gesehen dass die Schwangerschaft angelegt ist aber so könnte er keinen Herzschlag ausmachen, daher. Mein Herz macht gleich mal einen Sprung, dass da überhaupt was war, und mit Müh und Not schaffe ich den Weg zur Toilette und zurück auf die Liege, wo der Ultraschall auch endlich Erbarmen mit mir hat. Er lässt mich einen allerersten Blick auf mein Kind werfen. Schnuckelige 137mm groß, mit Gummibäransätzen und einem fleißig flummernden Herzchen. Und schon ein paar Tage weiter als gedacht, was den Termin auf 20.4. festlegt. (Als künftiger Halbösterreicher wird mein erster erzieherischer Rat an ihn sein, nicht am Stichtag zu kommen. Aber meine Kinder haben diesbezüglich noch nie auf mich gehört.) Ja ich weiß dass da nur „ihn“ steht. Ich weiß natürlich nicht was es wird, und auch wenn alle meinen es wird ein Mädchen habe ich einen Jungen im Gefühl. Aber auch da habe ich bei mir selber noch nie richtig gelegen. Es bleibt spannend, aber das Wichtigste: Ich bin überglücklich dass du da bist, mein Baby! Bitte bleib auch, bitte sei gesund, und bitte wachse fröhlich. Ich freue mich schon sehr auf unser Wiedersehen!
Das Foto hier ist rechnerisch gesehen eigentlich aus der 9. Woche, aber da ich eben dachte es wäre aus der 8. kommt es in diesem Beitrag, weil ich sonst keines hätte, symbolisch für den 2. Monat: man sieht eigentlich nix. Das einzig auffällige ist, dass ich die Speckrolle überm Nabel nicht mehr einziehen kann, aber sonst ist natürlich nichts erkennbar.

Auf bald!

5.SSW · Frühlingskind · Schwangerschaft

Ich habs gewusst

Fast von Anfang an hab ich gewusst, dass da jemand ist. Nur ein paar Tage nach Eisprung war ich gedanklich nur auf Themen rund um Schwangerschaft eingestellt, spürte so an ES+5/6/7 deutliches, leicht unangenehmes Ziehen im unteren Bauch und wartete danach regelrecht darauf, ob da wohl eine Einnistungsblutung kommen würde – und das tat sie dann auch, etwa an ET+8.

Die ganze Zeit (also SSW 4) war mir schon flau im Magen, teilweise regelrecht übel, und immer wieder diese Anfälle von Müdigkeit. Als ich mir immer sicherer wurde, dass es geklappt hat, wurde das wegen Kaffeereduktion noch schlimmer.

Heute, seit 15.8., etwa ES+14 weiß ich es mit Sicherheit: du bist unterwegs. Oh-mein-Gott.

Auf bald!

Gedanken · Schwangerschaft

Tschüss [September 2017] und tadaaa: Überraschung!

Dieses Bild gibt es so ähnlich schon auf Instragram. Allerdings mit einer kleinen Änderung, denn als ich es am 1.10. erstellt habe war ich noch nicht bereit für diese Verkündung, wollte noch einen Termin am 6.10. abwarten. Aber hier kommts einfach mit ein paar Tagen Verspätung und entsprechendem WUMMS.

1  – selbstgemachtes Kastanienwaschmittel

2 – stolzer Kastaniensammler

3 – Highlight mit Besuch von Herzfreundinnenfamilie

4 – mein Geburtstag

5 – mein Jüngstes

6 – mein Ältester mit Kater

7 – mein erstes Babybauchbild

8 – meine beiden Großen

9 – Lieblingskürbisessen in Herbstfarben

 

Zu unserem kleinen Wunder kommen die nächste Zeit dann noch ein paar Posts online die in der Zwischenzeit vorerst unveröffentlicht entstanden sind. Aktuell bin ich, wenn dieser Post online kommt, bereits in der 13. Wochen und die kritischste Phase damit beendet. Mehr demnächst! 🙂

Auf bald!

emotions · Schwangerschaft

But the Tigers Come at Night

Es ist nun schon fast eine Woche, dass ich nicht mehr schwanger bin. Es fällt mir einerseits schwer überhaupt zu sagen, ich wäre schwanger gewesen, denn eigentlich war da nie ein Baby. Mein Körper aber zumindest war äußerst schwanger, mit allem was so dazu gehört. Seit Montag also ist auch das vorbei.

Ich wusste es schon seit der ersten Ultraschalluntersuchung bei 6+3, wo man zwar eine Fruchthöhle, aber leider nichts anderes erkennen konnte. Ich habe versucht noch ein wenig Resthoffnung zu behalten, aber auch die Woche drauf hat sich an der Diagnose nichts geändert. Der hCG Spiegel schoß weiter in die Höhe, und nach noch einer Woche abwarten riet mein Arzt dringend zu einer Ausschabung, da er nicht ausschließen könne dass das Gewebe (der babylose Trophoblast) wuchere und das … wäre dann nicht so schön.

Nachdem der eigentliche Albtraum ja schon der Verlust des Versprechens auf ein Junibaby war, wollte ich mir eigentlich wenigstens das gerne ersparen, aber auch das sollte nicht klappen und so musste ich aller Angst zum Trotz ins Krankenhaus.

Im Nachhinein kann ich wenigstens sagen, meine Ängste vor der OP waren glücklicherweise nicht berechtigt, und alles lief komplikationslos. Auch danach hatte ich keinerlei Beschwerden, nicht mal etwas das den Namen „Blutung“ verdient hätte. Eine Draufgabe zu diesem ohnehin gräßlichem biographischem Marker war die Anästhesistin, die mir, als ich also festgeschnallt am OP Tisch zur Vorbereitung lag, schluchzend und mit einem Blutdruck der mit 217/150 das Gerät hysterisch werden ließ, noch unbedingt drücken musste, dass ich mit dem Übergewicht ja selber schuld sei an der Fehlgeburt. Ich solle mich mal lieber darum kümmern als ums Schwangerwerden.

Danach ging es mir schnell wieder „gut“, und ich konnte schon mittags wieder heim. Dort quälten mich dann tyische „Beschwerden“, die ich sonst nur von nach Geburten kenne. Hitzewallungen im Gesicht, tausende Pickel, Rückenverspannungen, aber da war auch der Besuch der Hebamme.. Nur kein Schlafmangel, keine winzigen stinkenden Windeln, keine kleine Seele. Alles völlig falsch.

Es wäre zu perfekt gewesen. Ich ahnte früh, dass ich so viel Glück in diesem scheiß Jahr nicht mehr haben werde.
Alles was mir also bleibt ist die Erinnerung an die Vorfreude auf dich, mein liebes Junibaby.

 

But the tigers come at night
With their voices soft as thunder
As they tear your hope apart
As they turn your dream to shame

 

Auf bald,
Hummelchen

 

Geburt · Schwangerschaft

Zielgerade

Seit heute Nacht siehts dann doch ein wenig nach Zielgerade aus. Öfters von diffusen Schmerzen aufgewacht (nix Ungewöhnliches) wurde mir so gegen 4 Uhr morgens klar, dass das wohl Wehen sind. Nix Ordentliches. Aber genug um nicht mehr wirklich gut einschlafen zu können. Ich döse bis 5.30 so vor mich hin und stehe dann auf. Sie kommen so 3-5mal pro Stunde, tun nicht wirklich weh, haben aber Wellencharakter. Da mir ohnehin schon der Magen kracht holt der Mann gegen 7.00 Brötchen und wir frühstücken ausgiebigst (as said, den Fehler mach ich ned ein zweites Mal!).

Ein kleiner Erfolg: der Schleimpfropf beginnt sich zu verabschieden, sonst tut sich aber nichts. Vormittags verschwinden die Wehen dann sogar stückchenweise im Nirvana, und so gehen wir um 12.30 zur regulären Untersuchung zum Frauenarzt (der Große ist mittlerweile bei seiner Oma). Auch dort natürlich nix am CTG, aber dem Baby gehts prächtig. Auch die Plazentaversorgung ist noch top, nur die Fruchtwassermenge ist schon eher grenzwertig niedrig. Ärztin empfiehlt die Standardmethoden zur häuslichen „Einleitung“ und schickt uns mit der Aufforderung, am Wochenende besser aber nochmal im KH kontrollieren zu lassen, wenn sich nichts getan hat, nach Hause.

Nach einem Imbiss unterwegs gehts im Auto weiter mit Wehen. Aber diesmal mit mehr Schmackes. Abstände nach wie vor gut 10 Minuten, aber diese habens schon mehr drauf. Während des Fahrens äußerst unangenehm zu veratmen, und auch nun zuhause zumindest eine kleine Erinnerung daran, dass Babybekommen nicht durchgängig Spaß macht.

Ich arbeite also so vor mich hin, und hoffe dass es nun doch noch ernster wird… Hach, wie bin ich aufgeregt!! ❤

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Auf bald,
Hummelchen