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[WiB] Unser Wochenende 19.05.-20.05.18

Ein wunderwunderschönes und außergewöhnliches Wochenende ist zu Ende, ich bin zwar müde, aber sehr voll im Herzen, konnte Lieblingsfreundin tanken und bin gerade sehr glücklich, auch wenn ich jedes Mal schmerzlich merke, wie schwer es ist, liebgewonnene Menschen/Familien um sich zu haben, nur um sich dann wieder zu verabschieden. Entfernungen sind einfach scheiße!

Samstag

Der Blick aus dem Badezimmerfenster verrät mir, dass die beiden Holunder voller Blüten sind. Yummie! Jetzt müssen wir überlegen ob wir die Blütendolden oder die Beeren futtern wollen.

Und täglich grüßt die Windelwäsche! 😉

Dieser Junge hier hat grade einen ganz doofen Schlafrhythmus und ist jeden Tag müde und gnatschig. Heute war uns das Schläfchen sehr willkommen, bei Besuch rumgranteln weil müde muss ja nicht sein.

So aufgeregt! Gleich sind sie da!

Das Baby kommt gut an bei den Besuchskindern, vor allem bei der Großen. Ich glaube, sie hätte mein Koboldmädel gern mitgenommen.

Da der Große noch auf einem Kindergeburtstag ist lernen sich mein Kleiner und der inzwischen gar nicht mehr so kleine Kleine meiner Freundin ein wenig näher… kennen. 😉

Der Tag war aufregend für die kleine Maus, und abends gibt es jede Menge Nähe und Schlaf nachzuholen. Uns erwartete eine recht gute Nacht, juhu!

Sonntag

Fast hätten wir keine Brötchen bekommen, aber die Freundin kaufte die Tankstelle leer, während alle hinter ihr Stehenden komplett leer ausgingen. DAS, meine Lieben, sind die wahren angstbesetzten Horrorszenarien beim Bäcker! 😀 Aber es war nötig, sonst hätten wir gläserweise Schoko- und Nussaufstriche pur löffeln müssen. Unser Tisch ist übrigens definitiv zu klein.

Königin Cayleigh thront auf dem Kissen und genießt die vermehrte Zuwendung.

Ab und zu wird es dem Mäuschen auch zu viel, aber im Großen und Ganzen ist sie sehr entspannt.

Abschied nehmen ist total kacke. Nach Trösten ist Ablenken dran, mit #sonntagskino und Minions.

Die Kurze und ich klappen um und schlafen ein Stündchen in der Zwischenzeit, bevor wir den Tag ruhig und früh ausklingen lassen. Die Jungs waren heute dann auch sehr schnell im Land der Träume.

Abends sortiere ich noch die vielen Stoffwindeln+Zubehör, die ich gebracht bekam. Sooo schöne Windelchen sind dabei, die müssen dringend an den Babypopo! ❤

Leider muss ich nun wieder ganz lange ohne meine Lieblingsfamilie auskommen, aber ich versuche lange von der kostbaren Zeit zu zehren… Andere, hoffentlich genau so schöne Wochenrückblicke findet ihr wie immer hier bei Susanne von Geborgen Wachsen.

Eine schöne, kurze Woche wünsche ich euch allen? Habt ihr Urlaub?

Auf bald!

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[WiB] Unser verlängertes Wochenende 10.05.-13.05.18

Donnerstag

Da wir alle noch ein wenig dabei sind, uns im Alltag zu sortieren, ist für den Vatertag nicht wie sonst üblich ein Ausflug geplant, allerdings gibt absolutes Ekelwetter ohnehin keine Gelegenheit dazu. Papa darf sich zum Frühstück über etwas wirklich hübsches Gebasteltes freuen, und die Jungs erzählen, wie sie das Holz abgeschmirgelt haben, die Nägel versenkt und schließlich mit dem Faden das Herz gestaltet haben.

Hier ist heute jemand besonders hübsch!

Diese eine Katze lässt sich alles gefallen, und sogar ganz hart bekuscheln, sehr zur Freude vom Steinböckchen. Hier brauchte sie es grade ganz dringend, schnurrte wie ein kleiner Traktor und drückte sich extra fest an den Kuschelkumpel.

Zum Mittagessen gibt es ein Lieblingsessen der Erwachsenen. Soooo lecker!!

Der Papa mit Mount Babypo.

Gemeinsames Spiel vorm Schlafengehen. Ich wurde mal wieder abgezockt… Seufz.

Freitag

Tja, wer nachts nicht schläft ist morgens müde, nicht wahr? Ich vermute einen mächtigen Wachstumsschub, Madame ist nämlich ziemlich unleidlich, ständig hungrig, schläft schlecht und möchte sich in Mama verkriechen. Allerdings ist sie viel aktiver, aufmerksamer, länger wach, ist also klar dass das irgendwie verarbeitet werden muss. Eine extra Runde Kaffee bitte!

Ich musste mich der Wahrheit stellen. Ich weiß zwar in Zahlen, wie viel ich zugenommen habe, aber der Bildervergleich sagt es viel deutlicher (SSW 6 – vs. 3 Wochen postpartum). Es nervt zwar, dass nun so viel Arbeit auf mich wartet, ich weiß aber, dass ich es nicht „nur“ verschlampert habe, sondern wegen der heftigen Magenkoliken angefressen habe. Und ich weiß, dass es nun Zeit wird, wieder in mich zu investieren.

Rumpelstilzchen hat heute Besuch von einem Kumpel, die Bande verlangt nach Snack.

Nach anfänglichem totalen Überdrehtsein (meiner Kinder) spielen die Großen unfassbar friedlich, fachsimpeln über Ninjago und malen. Der Kleine ist mit Papa draußen im Garten, zu dritt haben sie irgendwie ne blöde Dynamik…

Mir fällt auf, dass meine WiBs immer sehr spontan am Nachmittag enden, was oft daran liegt, dass ich gegen Ende des Tages echt ko bin und dann oft aufs Fotografieren vergesse, bzw. es einfach keine Situationen gibt, die jetzt hübsch festzuhalten wären. Da läuft einfach Standard-Alltag, den es zu jonglieren gibt. Wie gesagt… wir sortieren uns noch. 😉

 

Samstag

Neu entdeckt beim dm, eine Schokocreme, die sehr nach Kokos und ziemlich lecker schmeckt… Sie war der Star beim Samstagfrühstück!

Wir habens uns mal so richtig gegönnt, und der Papa schenkte sich zum Vatertag einen neuen Rasenmäher, nachdem der alte spontan den Geist aufgegeben hatte, und Mama bestellte einen neuen Filter für den alten Staubsauger, der nun wieder gute Dienste leistet. Wenn das nicht 50er Jahre Klischee ist, weiß ich auch nicht! 😀

Viel Freizeit springt momentan nicht ab für mich, in den immer wieder mal anfallenden Minuten wandle ich grade dank App als kleine Ravenclaw durch Hogwarts. Das Spiel ist sehr sehr simpel, ein wenig langatmig wenn man kein Geld investiert, aber ganz süß wenn man das Thema mag.

Die Jungs sind mit ihrem Papa auf dem Spielplatz, Minimädel und Mama entspannen nach einem Hausarbeits-Marathon auf der Couch.

Zwischendurch lässt sich die Kleine auch zum Schlafen in die Hängewiege ablegen, das ging bisher gar nicht (bzw nur wach). Ich glaube, pucken würde ihr da drin gut tun, denn sie haut sich oft ihre kleinen Händchen ins Gesicht oder kratzt sich, wird dann davon wach und weint. Muss ich mal testen! Jedenfalls komme ich so ein wenig zu Pediküre.. 😀

Zum Abendessen gibt es Hüttenkäse mit Pistazienmus, Apfelraspel und Erdbeeren. Mmmmhhh…

Abends beginne ich mit dem fünften Sternzeichenbild.

Nachdem die Kleine den ganzen Tag nicht an der Brust trinken wollte, ist die abends richtig voll und kann das Baby ins Milchkoma befördern. ❤

Sonntag

Die Nacht mit dieser Kleinen hier war verdammt gut, zwischen 23 und 7 Uhr war sie nur ein Mal wach und wollte gefüttert werden. Wahnsinn! Morgens wird ein wenig mit den Brüdern gekuschelt.

Für Mama gibt es zum Muttertag auch ein Herz. Der Große betont, dass ich die nie nie nie wegwerfen darf (als hätte ich). Alles klar.

#kinosonntag mit Paw Patrol heute. Die Kleine schläft phänomenal gut gepuckt in der Hängewiege und ich male ein wenig am Bild weiter.

Nachdem die Kinder seit Tagen nonstop malen gab es hier Arbeit…

Geschwisterliebe.

Der Kater ist mir vielleicht einer… erst guckt er das Kind verliebt an, dann knabbert er ihn in die Schulter. o_O

Dank Resteverwertung isst eigentlich jeder was anderes, offiziell gibt es gefüllte Paprika.

Der Rest des Tages ist unglaublich faul. Alle sind ein wenig schlapp, es wird viel gekuschelt und auch geschlafen. Ich hoffe sehr, dass das vom blöden Wetter kommt und sich nicht etwas anbahnt…

Andere Wochenend-Rückblicke findet ihr wie immer hier bei Susanne von Geborgen Wachsen.

Jetzt wünsch ich euch einen schönen Start in die nächste Woche!

Auf bald!

Gedanken

Tschüss [April 2018]

Was für ein magischer Monat! Ach…

1  – Frischer Dreifachpapa

2 – Unfassbar leckerer gefüllter Osterzopf

3 – Geburt geschafft!

4 – 6 DREI Kinder!!! Das ist UNGLAUBLICH!

7 – Dreifachmama mit Grinsebaby

8 – Letztes Babybauchbild

9 – Stolze große Brüder mit winziger Schwester

 

Obwohl er sehr anstrengend war wird dieser Monat wohl kaum zu überbieten sein. Wir gehen über vor Glück und Liebe, und das könnte jetzt einfach auf ewig so bleiben… ❤

Bis bald!

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[WiB] Unser Wochenende 05.05.-06.05.18

Samstag

Wenn sie satt ist, wartet sie wie heute geduldig bis sich Mama angezogen und Zähne geputzt hat.

Zusammen waren wir fleißig! WC geputzt, Böden gewischt und Windeln gestopft!

Fußball an Akeleien und unsere erste Erdbeere.

Mann und Mittlerer sind einkaufen, Großer, Kleine, Katze und ich im Garten. Dabei hilft ein fleißiges Helferlein, Unrat von Brennholz in der Chaosmüllhütte (aka „Gartenprojekt 2018“) zu sortieren.

Für die Jungs gibts eine Überraschung, die seither nonstop bespielt wurde (Aldi Süd Kaufempfehlung an der Stelle, hehe), Mama und Mini halten in der Zwischenzeit das tägliche Nachmittagsschläfchen.

Spaaaargeeel! #yummi dazu einfach Kartoffeln und Radieschensalat.

 

Sonntag

#sonntagskino für die Jungs, Schläfchen fürs Mädel, Kaffee für Mama.

Gibt es etwas stressigeres als mit einem Baby Handabdrücke zu machen?? Mannomann…..

Und wieder ein Nachmittagsschläfchen, das mich mitreißen wird.

Ich habe ja so ziemlich alles an Babykleidung genäht, aber eines nicht: Halstücher. Und dann kam das Spuckbaby… Also schnell mal den ersten Schwung gebastelt, mehr werden folgen (müssen).

 

Allzu viel war bei uns nicht los, aber andere Wochenend-Rückblicke findet ihr wie immer hier bei Susanne von Geborgen Wachsen.

Hoffentlich startet ihr alle gut in die nächste Woche!

Auf bald!

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[WiB] Unser Wochenende 28.04.-29.04.18

Samstag

Nach dem Frühstück gehen die Jungs einkaufen, die Mädels entspannen ein wenig auf der Couch.

Da kam eine wichtige Lieferung! Bald hängt hier noch ein fünftes Bild… ❤

Nach zwei Ladungen Wäsche, Bad putzen und Betten beziehen merke ich, dass ich doch noch von der Erkältung ein wenig platt bin, und daher gibt es für die Kurze und mich ein Mittagsschläfchen. Die Jungs spielen währenddessen im Garten und der Mann mäht den Rasen.

Am späteren Nachmittag wird bei uns im Ort der Maibaum aufgestellt. Die Kindergartenkinder haben zu diesem Anlass etwas einstudiert und führen das vor.

Am Abend wird die Kleine zum ersten Mal gebadet, danach eingeölt und ab nun mit Stoffwindeln gewickelt. Beim Einölen wurde es ihr dann zu kühl, das fand sie doof, aber „Haare kämmen“ war sehr entspannend.

 

Sonntag

Guten Morgäähn! Madame hat ihren Daumen entdeckt.. 😀

Die Jungs genießen ihr #Sonntagskino.

Trotz guter Nacht bin ich ziemlich erschlagen und fühle mich recht Erkältungs-schlapp, also wieder Schläfchen für uns beide!

Für Besuch extra aufgehübscht, Achtung Zuckerschock! ❤

Nicht nur Besuch für Mama, Papa und Baby, auch ein Spielkamerad der Jungs verbringt den Nachmittag hier.

Oookay, gesund ist anders, aber! 😉

Bei Susanne von Geborgen Wachsen findet ihr hier wie üblich noch weitere Wochenendberichte zum Stöbern.

Für die kommende Woche wünsche ich euch einen guten Start – auf bald!

 

 

 

Baby · Minimädel

Unsere erste Woche mit dem Minimädel – Wochenbett und Kennenlernen

Es ist kaum zu glauben, dass nun schon eine ganze Woche vergangen ist, seit dieses kleine Mädchen zur Welt kam!? Die Zeit vergeht wieder einmal so wahnsinnig schnell, und dabei möchte ich sie doch einfrieren, möchte dass sich der ganze Erdball jetzt nur noch höchstens halb so schnell dreht, damit ich jede Minute konservieren kann. Meine letzte erste Babyzeit…

Müsste ich die letzten Tage mit einem einzigen Wort beschreiben, so wäre das wohl: bittersweet.

Extrem bitter

Obwohl ich die Geburt wieder sehr gut verkraftet habe, und mich auch von der durchgemachten Nacht schnell erholt habe, so setzten mir doch die Beschwerden danach ordentlich zu. Nachdem ich bei den ersten Geburten kaum Nachwehen hatte (ich kann mich an ein paar Momente erinnern in denen ich sowas wie leichte Krämpfe hatte), so haben sie mich diesmal schier umgeworfen. Ich hatte vier Tage lang quasi nonstop, so im 5-Minuten-Takt ziemlich schmerzhafte Nachwehen. Die kamen prompt bei jeder Bewegung, garantiert bei jedem Anlegen, und solidarisch auch gleich bei jedem Fläschchengeben. Und mit ebenso 100%er Wahrscheinlichkeit bei jedem Husten.
Und Husten, davon gab es genug. Die Erkältung gab nochmal richtig Vollgas, entwickelte einen Bronchien-wirksamen Reizhusten (ihr wisst schon, wenn man diese keuchenden-kotzenden Hustgeräusche macht und die Bronchien beim Ausatmen knistern und fiepen hört) sowie am Wochenende eine extrem schmerzhafte Nebenhöhlenentzündung, Schmerzlevel Migräne in Schläfen- und Augenbereich, ich war mir sicher beim nächsten Husten platzt mir splattermoviehaft ein Auge raus. Die zogen dann auch in den Hinterschädel und Nackenbereich und führten dazu, dass ich Sonntag nachts heulend vor Schmerzen im Bett lag (heulen fand die Nebenhöhlen natürlich voll geil, ne). Paracetamol halft null komma gar nichts, und am Montag Morgen bettelte ich meinen Hausarzt nach Antibiotikum an.
Mittwochs trat dann auch die heiß ersehnte Besserung ein, das war der erste Tag den ich nicht im Schmerztunnel verbrachte und nachts nur bellend halbwach lag und damit dauernd die Kleine störte.

Ich weiß, ich bin ein schrecklicher Patient, ich leide psychisch enorm wenn ich krank werde, weil ich es unendlich hasse wenn mein Körper mich schachmatt setzt, und mit Schmerzen im Kopfbereich komme ich überhaupt gar nicht klar. Was aber diesmal besonders schlimm war, das war meine Sorge, ich könnte die Kleine anstecken (und tatsächlich hüstelt sie auch ab und zu, aber nichts Schlimmes bislang) und natürlich mein riesiger Frust, dass ich die erste Zeit nicht einfach in Ruhe genießen konnte sondern tagelang so ekelige Schmerzen rund um die Uhr hatte.

Unglaublich sweet

Als Gegenentwurf platze ich schier vor Dankbarkeit und Glück, denn neben all den anderen herrlichen Babysachen die man so mit Neugeborenen hat, gibt es natürlich immer die Schattenseite namens Schlafentzug und durchwachte Nächte, und die hatte ich … überhaupt nicht. Die Kleine schläft nachts erstaunlich gut, hatte an einigen Tagen eine Schlafphase von 5 Stunden am Stück (WTF!!!) und auch sonst sind es immer mindestens 2,5-3 Stunden. Dazwischen war sie nur einmal 2 Stunden wach/quängelig, sonst ist es höchstens eine Stunde bis wieder so viel Ruhe eingekehrt ist, dass ich weiterschlafen kann. Und wenn das mal nicht göttlich ist, dann weiß ich auch nicht.

Aber nicht nur nachts ist dieses Baby pflegeleicht. Sie ist unglaublich einfach zufrieden zu stellen. Wenn sie satt ist, ist sie glücklich. Sie schläft sehr viel, und wenn sie wach ist schaut sie sich um und liebt es gekuschelt zu werden. Sie hatte eine sehr unruhige Nacht/Tag, das war bevor sie nach 2 Tagen ohne Stinkewindel die erste normale Ladung nach dem Kindspech absetzte. Das war eine riesige Lieferung und machte ihr zu schaffen, auch danach hatte sie wohl ein wenig Bauchweh, aber auch in der Zeit ließ sie sich recht gut beruhigen.

Kuschelfaktor

Von allen Kindern ist dieses das mit Abstand verkuscheltste. Sie saugt Körperkontakt wie ein Schwämmchen auf. Nachts liegt sie neben mir, ich lege sie immer auf dem Rücken ab, und sobald ich daneben liege höre ich angestrengte ächzende schnaufende Geräusche, sie windet sich und rudert, bis sie es schafft sich auf die Seite zu drehen und sich an mich zu drücken, ganz fest legt sie sich an meine Seite, ihren Kopf legt sie nach hinten um gut Luft zu bekommen, und mit ihrem Bäuchlein und ihren Händen drückt sie sich zu mir. Ständig sind ihre kleine Händchen damit beschäftigt, zu tätscheln und zu streicheln. Sie tut das nicht nur beim Kuscheln sondern auch beim Stillen oder wenn man mit ihr redet. Natürlich ist sie dabei noch nicht zielsicher, aber wenn sie Kontakt findet, egal wie, ist es schon gut für sie. Sie liebt es auch, wenn man ihre Hände sanft massiert oder streichelt, bei kreisenden Bewegungen auf dem Handrücken und wenn man ihre Fingerchen längs ausstreicht schläft sie oft ein.
Am ganzen Körper mag sie noch nicht so gerne angefasst werden, wenn ich ihren Bauch und ihre Beine einölen wollte, weil sie sich so abschält und trockene piffelige Haut bekommt, zuckt sie oft zusammen und empfindet diese „große“ Berührung wohl als zu viel. Ich mache dann ganz langsam und stellenweise, sodass es ihr angenehm ist.

Auch mit ihren Brüdern kuschelt sie gerne.

Stillemma und das Schoppi

Ich wusste ja von vornherein, dass ich nicht voll stillen kann, hatte aber große Pläne bezüglich Milchmengensteigerung. Ich wollte einfach das Maximum rausholen mit dem Ziel, zumindest nachts keine Flaschen zu brauchen. Die Kombination diesmal hätte allerdings schlimmer nicht sein können. Ich selbst war körperlich so am Ende, dass ich es nicht schaffte, zusätzlich zum häufigen/ständigen Anlegen regelmäßig abzupumpen, und ich konnte mich einfach nicht dazu überwinden, mich mit dem Brusternährungsset zu quälen. Ja, an irgendeinem Punkt der Erschöpfung empfand ich die Flasche als Erlösung. Zusätzlich ist die Kleine das stillfaulste meiner Kinder. Sie hatte von Anfang an nicht so wirklich Lust, praktisch keine Ausdauer, und das obwohl ihre Trinktechnik die beste war, denn ich hatte trotz 3 Tage dauerstillen keine wunden Brustwarzen oder Schmerzen. Das hat mich ehrlich erstaunt, begleitete mich das doch sonst die ersten 3 Wochen. Dennoch muss ich hier einen Misserfolg auf voller Linie verbuchen. Nach dieser einen Woche lehnt sie die Brust kategorisch ab wenn sie hungrig ist. Für zwischendurch oder nachts zum Einschlafen dockt sie gerne an, trinkt dann auch effizient (als mit Schluckgeräuschen), sonst geht sie mir aber leider nicht mehr dran. Ich pumpe dennoch ab, denn es ist mir unglaublich wichtig, ihr vor allem so lange ich erkältet bin möglichst viel Schutz zu bieten, indem ich ihr meine massgeschneiderten Antikörper spende. Ich denke ich werde auch dann noch abpumpen solange mein Mann in Elternzeit ist, was danach kommt weiß ich heute noch nicht.

Obwohl sie sonst wirklich entspannt ist (wie ihr kleiner großer Bruder) wird sie bei Hunger völlig unerbittlich (wie ihr großer großer Bruder). Es gibt nur vollständig sattgefüllt oder Weltuntergang. Nicht mehr hungrig und 3/4 satt, wie man den Mittleren oft vertrösten konnte, ist völlig undenkbar und endet in bitterlichem Schreien. Sie vernichtet dabei auch ordentliche Mengen und liebt ihre „Schoppis„. Sie will sofort nach dem Aufwachen eine Flasche, dann ist etwa 1-2 Stunden Ruhe, und dann will sie vorm Einschlafen auch noch einmal eine Portion. Danach ist dann eine längere Pause dran. Ihr großer Hunger führt zu entsprechender Gewichtszunahme, und die anfängliche Gelbfärbung wurden wir so auch schnell wieder los. Leider ist sie (auch hier wie der Große) ein Spuckkind. Da sie sich immer volltrinkt, wie so ein kleines randvolles Fässchen, läuft sie oft über. Seufz.

Grinsekatze

Dieses Mädchen ist ständig am Grinsen. Anfangs ist es natürlich das „Engelslächeln„, also dieses unbewusste Lächeln beim Einschlafen. Schon an ihrem 6. Lebenstag, diesen Mittwoch, haben ihr Papa und ich unser erstes gezieltes Lächeln bekommen. Sie hat uns direkt angeschaut und gelächelt, ein Wahnsinn! Schon am nächsten Tag durfte sich das Rumpelstilzchen über diese Ehre freuen. Seither gibt es ab und zu dieses besondere Lächeln von ihr, und es ist zum Dahinschmelzen!

Ich bin erstaunt, wie gut sie sich bereits hat kennenlernen lassen. Wir kennen ihr Schreien für Hunger, wir erkennen am Geräusch wenn sie etwas in die Windel drücken will (sie knatter-jammert dann ein wenig, so wie ein winziger Traktor), und oft merke ich ihr auch an wenn sie gerne Brust-schnullern möchte. Bei den Jungs war es irgendwie nie so eindeutig, und wenn dann erst deutlich später. Es ist ein wunderschönes Gefühl, so schnell mit ihr ein „Team“ zu werden und ihre Bedürfnisse so gut zu erkennen und entsprechend befriedigen zu können.

Ich kann an dieser Stelle, nun da ich doch so langsam wieder gesund werde, absolut nichts jammern und meckern, und werde nun weiter unsere Minibabyzeit genießen.

Auf bald!

Geburt

Hausgeburt meiner Tochter

Die Anfänge

Man könnte sagen, die Geburt begann am Mittwoch, 18.4. – bereits im Verlauf des ganzen Tages habe ich bemerkt, dass die Senkwehen deutlich nach unten ziehen und ein periodenschmerz-ähnliches Gefühl im Unterbauch dabei auftritt. Anfangs konnte ich noch nicht wirklich Anfang und Ende einer Wehe ausmachen, aber im Verlauf des Nachmittages wurde das deutlicher, wenn auch nicht schmerzhaft. Am späten Nachmittag fiel mir dann eine leichte Schmierblutung auf. Da war mir klar, dass die Wehen ab nun wohl etwas am Muttermund bewirken und sich unser Baby bald auf den Weg machen wird.

Zu diesem Zeitpunkt muss ich zugeben, habe ich mir sehr leid getan. Ich war so übel erkältet, dass ich mir nicht vorstellen konnte, wie ich die Geburt auch nur ansatzweise überleben sollte. Ich scherzte mit dem Mann: am Heftigsten wäre es ja jetzt, wenn die Geburt so losgeht dass ich nachts nicht mehr schlafen kann und durchmachen muss, nicht wahr? Ha, haha. Seufz.

Den Abend verbrachte ich entspannt und versuchte so viel Erholung wie möglich zu bekommen, denn so ab etwa 20:30 merkte ich, dass es sinnvoll wird, mit den Wehen zu atmen. Ich tat das, wie lange geübt, mit der Hypnobirthing Atmung, und konnte so nebenher noch Serien entspannt gucken. Gegen 22 Uhr wollte ich ins Bett gehen, in der Hoffnung noch ein paar Stunden Schlaf zu bekommen. Da die Wehen etwa alle 10 Minuten kamen und auch nicht schwächer wurden, war schließlich naheliegend, dass es bald ernst werden würde.

Es war mir ja schon klar, an wirkliche Ruhe war nicht mehr so recht zu denken. Gegen 23:30 wurden die Wehen deutlich schmerzhafter, und Mitatmen war keine Option mehr, sondern nötig. Das war zwar alles gut auszuhalten, aber Schlaf gab es eben nicht. Bis 1:00 blieb ich im Bett und ließ zumindest den Mann Energie tanken, schließlich braucht der ja auch seine Kräfte so gut wie möglich, denn er würde am Tag ja die Jungs versorgen müssen. Dann allerdings wurden die Wehen im Bett extrem unangenehm, und ich hatte irgendwie keine Lust mehr, alleine damit beschäftigt zu sein, und so weckte ich den Mann auf.

Die Nachtschicht

Wir sind dann aufgestanden, und ich habe in der Küche erstmal Kamillentee gegen die Halsschmerzen getrunken, sowie einen Müsliriegel und eine Banane, denn mein Magen machte verdächtige Geräusche, und nichts ist doofer als eine Geburt hungrig zu erledigen (okay, vielleicht eine Geburt krank … aber, ne, hab ich mir ja auch nicht ausgesucht.) Als Nachtisch gab es noch eine Neo Angin Tablette. Die Kleine war die ganze Zeit noch heftig am Strampeln und boxte ordentlich rum. Ob sie wohl auch aufgeregt war… ?

Zwischendrin musste ich immer wieder den Mann ein wenig beruhigen, der nervös wurde und am Liebsten gleich die Hebamme angerufen hätte. Mir war aber klar, so rein vom Gefühl her, dass wir noch lange nicht auf der Zielgeraden sind und es noch einige Stunden dauern würde. Da wollte ich die Gute lieber schlafen lassen und erholt sehen wenn es so weit ist. Außerdem war mir auch gar nicht nach Gesellschaft, ich wollte eher meine Ruhe haben. Und so legte ich mich auf die Couch, versuchte zwischen den Wehen ein wenig zu schlafen (ab und an war ich wirklich kurz „weg“) und ärgerte mich über den Reizhusten, der prompt jedesmal eine sehr unangenehme Wehe auslöste, die ich eben wegen Husten nicht so geschickt veratmen konnte und die dann auch entsprechend schmerzhaft waren.

Was mir aufgefallen ist: ich war schrecklich nervös. Grade wenn ich mich hinlegen und dösen wollte musste ich mich oft nach kurzer Zeit aufsetzen und gezielt beruhigen, weil ich so Herzrasen bekam. Ich weiß ehrlich nicht, warum genau. Natürlich war ich aufgeregt wegen der Hausgeburt, weil da viele unbekannte und neue Faktoren auf mich zukamen, aber ich hatte eigentlich keine Zweifel oder Ängste. Dennoch war ich relativ unentspannt, und schaffte es auch die ganze Zeit nicht so recht in diesen Hypnobirthing-Flow zu kommen, den ich bei der zweiten Geburt erlebt und so genossen hatte.

Ab etwa 2:00 war ich öfter am Klo und bekam Durchfall, der über die nächsten Stunden richtig heftig wurde. Im Sitzen waren die Wehen ganz gut auszuhalten, ich guckte/hörte über Youtube meine Geburts-Playlist und war eigentlich guter Dinge, bis auf die Halsschmerzen und den Husten. Gegen 3:00 bin ich ein wenig herumgewandert, denn im Gehen waren die Wehen sehr viel angenehmer. Sie kamen zwar nicht häufig (so etwa alle 7-10 Minuten vielleicht), waren aber schon ziemlich intensiv und begannen, im Steißbereich leicht zu brennen. Durch die Atmung war aber alles gut auszuhalten, ich merkte eigentlich nur die Müdigkeit, die es mir so langsam doch anfing schwer zu machen.

Von 4:00 bis 5:00 schaffe ich es wieder ein wenig, auf der Couch zu dösen, und auch der Mann schläft. Danach wird das Ziehen im unteren Rücken doch unangenehm, sodass ich nach einem weiteren Müslisnack beschließe, in die Wanne zu gehen, denn genau in dem Fall war das immer sehr hilfreich. Genau so ist es dann: in der Wanne merke ich den Rücken praktisch gar nicht und kann im warmen Wasser unglaublich gut entspannen. Vor allem gegen die Erschöpfung hilft das Frischmachen auch gut.

Wo ist die Hebamme???

Kurz nach 5:00 beschließen wir, nun der Hebamme Bescheid zu geben. Ich bin froh, dass wir damit so lange gewartet haben, das war für sie dann fast eine komplette Nachtruhe. Zu unserer Besorgnis erreichen wir sie aber nicht, und der Mann lässt ihr Handy und Festnetz eine Dreiviertelstunde heiß laufen, bis er sie endlich dran bekommt. Ich gebe zu, das war mit der blödeste Teil der Geburt, denn wir mussten kurz für den Notfall brainstormen, wer wie wo wann was die Kinder versorgt sollte ich ins Krankenhaus müssen. Entsprechend erleichtert waren wir dann. Sie hat sich hundertmal entschuldigt, sie hätte ihr Handy im Wohnzimmer liegen lassen und machte sich sofort eiligst auf den Weg.

Kurz darauf war sie auch da und ließ sich ins Bild bringen. Wir plauderten über Allgemeines, und warteten einfach rum. So gegen 6:30 wurden dann die Jungs wach und waren erstaunt, mich in der Badewanne und die Hebamme dabei zu sehen. Dem Großen war gleich klar, was das wohl heißt und er fragte, ob dann seine Schwester jetzt käme? Wir vertrösteten ihn mit „vielleicht, später“, denn sonst wäre die Aufregung perfekt gewesen, und dazu fehlten mir mittlerweile doch die Energiereserven. Der Mann machte die Jungs tagfein und lieferte sie im Kindergarten ab, während ich mal aus der Wanne kam und mich ein wenig aufs Bett legte, wo ich immer wieder ein paar Minuten Schlaf zwischen den Wehen fand.

Um etwa 8:00 versammelten wir uns in der Küche, für den Mann gab es Kaffee, für mich nochmal Tee. Die Wehen erreichten nun ein neues Niveau, es zog intensiv nach unten und in den unteren Rücken. Hätte ich schätzen müssen würde ich sagen, das wäre so etwa bei einem Stand Muttermund 7cm, ein wenig vor Übergangsphase. Im Stehen ließ sich das besser aushalten, und die Hebamme massierte mir den Rücken, was sehr gut tat. Ihre Griffe saßen einfach perfekt, sie sah mir auch sofort an, wenn eine Wehe kam und massierte drauflos. Ich habe das sehr genossen, denn auch wenn der Mann das in den vorigen Geburten immer übernommen hatte, war es doch zu merken wie viel Übung sie darin hatte und entsprechend effektiv das unangenehme Gefühl lindern konnte.

Ich wusste mittlerweile, dass wir uns bald auf der Zielgeraden befinden würden, wollte aber nicht zu früh meinen letztendlichen „Geburtsort“ aufsuchen, da ich weiß, dass ich gegen Ende oft fahrig werde und es nicht lange am selben Fleck aushalte. Die Hebamme fragte mich dann, wo ich denn hinwolle, und das zeigte mir, dass auch sie mir ansah, dass es nun voran ging. Mir war klar, dass ich in die Badewanne wollte, und so begannen sie und der Mann, alle fürs Erste nötigen Dinge zusammen zu räumen. Als ich das hörte wurde ich entsetzlich aufgeregt und war voller Vorfreude. Oh mein Gott, bald ist es soweit!!

Auf der Zielgeraden…

Gegen 9:00 übersiedelten wir in die Wanne. Die Schmerzen waren mittlerweile sehr unangenehm, und auch wenn die Wanne half, hatte ich doch damit zu arbeiten. Die Erkältung war in diesem Augenblick gnädigerweise völlig im Hintergrund, ich kann mich gar nicht daran erinnern, etwas davon wahrgenommen zu haben.

Die nächste Stunde war so voller überwältigender Gefühle, dass ich gar nicht weiß, ob ich es schaffen kann, sie alle wiederzugeben. Ich weiß noch, wie ich zwischendrin richtig heftige Wellen von Vorfreude und Glücksgefühl hatte und beinahe weinen wollte, weil ich mich so auf dieses Kind freute, und es so so so bald kennen lernen würde! Da war aber auch die Nervosität, wissend, dass nun ein großer Akt auf mich zukam. Gegen 9:15 etwa begann es, dass mir die Wehen zu schaffen machten. Ich verspürte sie als sehr schmerzhaft und konnte mit Atmung kaum etwas anrichten, weswegen ich mir ein paar Momente ausgiebig leid tat. Mir schoss oft vor Anstrengung, die Schmerzen zu verarbeiten, die Hitze förmlich ins Gesicht. Sah sicher doof aus, war aber ein gutes Kommunikationsmittel für die Hebamme, da ich weder laut werde unter Schmerzen, noch sprechen kann.

Sie hielt sich eigentlich zurück, murmelte nur beruhigende Sätze wenn ich zu kämpfen hatte, oder machte hin und wieder Vorschläge. Sie empfahl mir, mich mal auf den Wannenrand zu stützen, da mir das Stehen in der Geburt bisher gut getan hatte, und sie sollte damit Recht haben. Ich hatte zwar den Eindruck, gerade mit heftigen Wehen zu kämpfen, aber die Kleine rutschte über „längere“ Zeit nicht wirklich tiefer, ich konnte das ertasten, dass sie noch viel Weg vor sich hatte. Die Hebamme untersuchte mich nicht, ließ sich aber von mir immer wieder berichten, wo sich der Kopf grade befindet. Anfangs hatte mich das verunsichert, aber da sie sofort auf das, was ich sagte, reagierte und mich zu 100% ernst und für voll nahm, wenn ich Rückmeldung gab, konnte ich mich sehr schnell darauf einlassen. Sie vermittelte jederzeit Sicherheit und  dass es mir zuzutrauen ist abzuschätzen was gerade in meinem Körper passiert und zu wissen ob etwas „komisch“ wird.

So sagte ich ihr, dass ich das Gefühl habe, dass sie trotz heftiger Wehen eben nicht runterkommt. Daraufhin hörte sie öfter mal mit dem (äh, wie heißt das Teil? Kleines Handstück zum Abhören der Herztöne, CTG-artig?) Dings nach den Herztönen der Kleinen, so lange bis sie sie mehrmals verlässlich fand und sagte schließlich nach 3 Messungen: „okay, es geht ihr gut, sie hat noch Zeit.“ Das beruhigte mich unglaublich. Ich wusste zwar, dass mir noch ein paar dieser ekelig heftigen Wehen bevor standen, aber immerhin machten sie der Kleinen nicht zu schaffen.

Kurz vor 9:30 merkte ich so deutlich, dass die Fruchtblase platzte (ja, PLATZTE!) dass ich sogar dabei schmunzeln musste. Es gab, obwohl unter Wasser, ein richtiges PLOMPP Geräusch, ich spürte und sah den Wasserstrahl und bemerkte die milchige Flüssigkeit mit den vielen weißen Fusseln im Wasser. Überhaupt muss ich immer wieder betonen, wie intensiv ich so viele kleine Details in dieser Geburt wahrgenommen und beobachtet habe, ein Wahnsinn und atemberaubend, echt jetzt!

Mit dem Platzen der Fruchtblase ging auch deutlich etwas voran. Die Wehen gaben nochmal alles, und ich merkte, wie die Kleine endlich tiefer kam. Ich war irgendwas zwischen geschockt und fasziniert, wie sehr sie sich dabei bewegte und mitarbeitete. Ich hatte wirklich den Eindruck, sie drückte sich mit ihren Füßen oben weg und schubste sich selbst mit nach unten. Ich sprach viel mit ihr, und war hin und weg vor Begeisterung für dieses Menschlein, für ihre Kraft und wie sehr sie einfach mitarbeitete an ihrer Geburt. Ich bemühte mich zwischen den Wehen tief zu atmen, um sie gut zu versorgen und fit zu halten.

Trotzdem kamen nun einige Minuten, in denen es mir nicht gut ging. Ich war erschöpft, diese schmerzhaften Wehen, auch wenn sie nur ungefähr eine halbe Stunde dauerten, saugten mir unendlich viel Energie ab, ich hatte keine Lust mehr auf diese Schmerzen und auch grade nicht so richtig eine Idee, wie ich damit umgehen sollte. Die J-Atmung aus Hypnobirthing wollte mir leider nicht so recht gelingen, und so redete ich mir ein, dass bald die Wehe kommen würde, die alles ändern und Presswehen machen würde, von denen ich aus Erinnerung wusste, dass sie sich viel viel leichter ertragen lassen, weil durch das Mitpressen der Schmerz nachlässt.

Das Baby kommt!

Aus irgendeinem Grund… kamen niemals diese erlösenden Presswehen. Ich verstehe das selbst nicht, vielleicht liegt es daran dass sie Kleine so lange oben lag, keine Ahnung. Ich hatte irgendwann einfach das Bedürfnis, dieses Kind „runter zu arbeiten“, aber es war mehr ein intuitives „okay, raus da jetzt“ Gefühl als ein Körperempfinden oder Pressdrang. Ich änderte noch einmal komplett meine Position, mit dem Rücken zu Mann und Hebamme, ich wollte das gerade mit mir selbst ausmachen. Ich schob (ohne klassisches Pressen, also mehr wie… am, hust, Klo) die Kleine nach unten, erst zaghaft, dann stärker.

Innerhalb kürzester Zeit, vielleicht eine oder zwei Wehen später, war sie an dem Punkt, vor dem mir ein wenig mulmig war: dieses Gefühl, dass das nun Kommende eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit ist, ein „DAS GEHT NICHT“ im Kopf. Ich wusste das aber, und hatte mich darauf vorbereitet. Es fiel mir leicht mich zu beruhigen und mir klar zu machen, dass sich das genau so anfühlt, es aber dennoch geht. Dass es sich zwar so anfühlt als würde ich explodieren, als wäre nun unten alles vorbei, aber dass das nicht stimmt, und dass mein Körper genau dazu gemacht wurde, es zu schaffen, dass alles gut gehen würde und ich keinen Schaden nehmen würde. Das rein körperliche Empfinden war zwar – erwartungsgemäß – heftig, aber ich hatte volles Vertrauen und keine Angst.

Von hinter mir hörte ich, wie mich die Hebamme coachte und mir sagte, was ich tun sollte. „Wenn das Köpfchen kommt, halte deine Hand wie eine Schale und lass es nach vorne hineingleiten.“ Erstaunlich, denn bei den Krankenhausgeburten habe ich nie hören können, was die Hebammen sagten, mein Mann musste alles immer übersetzen, aber hier klappte das prima. Ich war nicht abgelenkt und konnte mich voll auf das, was sie sagte, einlassen. Ich stellte mich also auf das Kommende ein, spürte ihren Kopf, der kurz davor war, geboren zu werden, an meine Hand drücken, nahm nochmal allen Mut zusammen, und presste ihn gegen jede Körperempfindungs-Vernunft nach draußen.

Naja, natürlich tat das weh, aber ich war völlig irritiert (im Positiven) und erschüttert (auch im Positiven) von dem Gefühl, mein Baby in meine eigene Hand zu gebären. Ich kann das unmöglich in Worte fassen, das ist einfach ein Erlebnis das mir jegliche Vorstellungskraft gesprengt hat. Ich weiß nicht genau, ob ich die nächste Wehe überhaupt abgewartet habe, ich glaube ich hätte mit viel Willenskraft jetzt nicht extra pausieren können, und so drückte ich weiter, bis ich deutlich spürte wie sich das kleine Wesen drehte, und, mit noch einiger Anstrengung, erst die eine und dann die andere Schulter nach draußen kam, und dann schwamm da ganz plötzlich mein Baby in der Badewanne, behutsam von mir selbst gehalten und empfangen. Es war 9:48.

Ich hob mein Kind aus dem Wasser hoch, starrte es einen Augenblick ungläubig an und wickelte es dann aus der Nabelschnur frei. Für ein paar Sekunden war ich wie benommen, so wenig konnte ich begreifen, was gerade passiert war. Meine Kleine begann kräftig zu schreien und ich drückte sie vorsichtig an mich. So langsam kam ich dann zu mir, weinte vor Freude und begrüßte meine Tochter, zusammen mit dem Mann, der nun neben mir stand und unser drittes Kind willkommen hieß. Kichernd überzeugten wir uns noch davon, dass es auch wirklich ein Mädchen ist.

Geburtsende

Nach ein paar Minuten, die wir einfach noch in der Wanne saßen, hörte die Nabelschnur auf zu pulsieren und der frische Dreikindpapa durchtrennte sie. Die Hebamme meinte, dass sich da gerade einiges an Blut sammelte, und sie davon ausgeht, dass sich die Plazenta löst. Ich übergab die Kleine vorsichtig an den Mann, und merkte in der Bewegung auch schon, wie eine Wehe anrollte, während die Hebamme mit leichtem Zug an der Nabelschnur half, die Plazenta hervor zu bringen (im Unterschied zu den anderen Geburten völlig natürlich, ohne Medikamente). Danach kletterte ich wie in Trance, aber sonst völlig bei Kräften und ohne Probleme aus der Wanne, wo mich die Hebamme trocken rubbelte.

Sie hatte als wir noch in der Wanne waren das Bett im Schlafzimmer vorbereitet, Folie auf die Matratze gelegt und Handtücher sowie Krankenhausunterlagen ausgebreitet. Ich legte mich hin, und mein Kleines auf meinen Bauch. Sie wirkte nun sehr müde, und wollte sich länger gar nicht anlegen lassen, bis uns schließlich die Hebamme unterstütze und sie doch noch, träge zwar, aber immerhin, andockte und wir zum ersten Mal stillten. In der Zwischenzeit untersuchte sie mich und stellte fest, dass ich ein wenig gerissen war. Eine Verletzung war so klein, dass sie beschloss, dass sich das Nähen nicht lohnen würde, an anderer Stelle war aber die Haut aufgeplatzt, das wollte sie versorgen.

Das ist leider der Teil, den ich gerne ausblenden möchte, denn das Nähen war entsetzlich schmerzhaft. Ich weiß nicht, ob die Betäubung nicht funktionierte, oder was da schief lief, aber ich musste mich wirklich konzentrieren, nicht zu schreien. Nach gefühlt ewig langem Prozedere war ich endlich endlich fertig und durfte es mir ein wenig gemütlicher machen. Die Kleine war trotz Kuscheln ein wenig kühl, und so beschlossen wir, sie nun auch anzuziehen. Dabei wurde sie noch schnell gewogen und vermessen. Unser Mädchen war 51cm lang, wog 3600g und hatte einen Köpfchenumfang von 35cm. Und dann durfte sie endlich wieder zu Mama und Papa.

Unser Mädchen, unsere Tochter, unser drittes Kind, unser Herzenswunsch, wider aller Vernunft, war endlich geboren und lag in unseren Armen. Wir könnten nicht glücklicher sein und platzen vor Liebe und Dankbarkeit.

Willkommen, kleines Wunder!