Familie

Tschüss [Februar 2017]

Lange wars hier nun still, ich konnte so gar nicht ins Bloggen reinfinden. Ich kenne das leider von meiner ersten Fehlgeburt, dass die Monate danach irgendwie „versumpfen“, und auch wenn die Kids einen davon abhalten sich zu verkriechen, so merke ich doch dass sich mein Befinden auf vieles ausgewirkt hat, und mir gänzlich die Lust an Dingen, die ich sonst gern mag, genommen hat.

Ich habe allerdings auch gelernt, und konnte mir einigermaßen gut selbst helfen, habe nicht alle Fettnäpfchen bei der Bewältigung mitgenommen. Alles „unwichtige“, wie eben leider Bloggen, blieb aber auf der Strecke. Ich habe zwischendrin schon auch ein wenig geschrieben (Geburtstagsberichte zB), aber nicht die Muße gefunden daraus einen Post zu machen. Das möchte ich jetzt auch mal nachholen. Heute aber kommt ein Februarrückblick… Wollte ich das nicht eigentlich zur monatlichen Tradition machen? Tztz… 🙂

 

 

1  – Geburtstagspulli für den Mann genäht, Premiere!

2 – Katzenstreicheln hilft gegen Grippe

3 – Mini Polizist

4 – Ausgehselfie

5 – 33.Geburtstag vom Mann

6 – Rumpel mit seinen besten Freuden am Kinderfasching

7 – Rumpelritter

8 – Zoodels mit Pesto, superlecker

9 – das Typbild des Monats schlechthin

 

Tschüss Schnoddermonat Februar, und hereinspaziert März, auf dass du den Frühling einleitest (BITTE!)

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Auf bald,
Hummelchen

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Gedanken

Jahresrückblick 2016

Ob das Jahr einen Rückblick verdient hat weiß ich nicht, aber ich möchte nicht mit der Tradition brechen…

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Grade sehen ich, dass ich 2015 auch schon blöde fand, aber glücklicherweise hab ich Platz nach unten gelassen.
2016 landet mit Augenzudrücken auf der 1, weil ich keine Minuszahlen vergeben kann. Beschissendstes Jahr an das ich mich zurückerinnern kann.

2. Zugenommen oder abgenommen?
Weder noch.

3. Haare länger oder kürzer?
Länger.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Gleichbleibend, aber mein Gehör wird sukzessive immer schlechter. Ich habe die dringende Empfehlung mich um ein Hörgerät zu kümmern, drücke mich aber bislang erfolgreich davor.

5. Mehr Kohle oder weniger?
Mehr, da ich aktuell sogar begrenzt 60% arbeite, ab Februar dann aber wieder 50%.

6. Besseren Job oder schlechteren?
Gleicher Job wie 2015, aber unbefristet. (Das ist das einzig Positive, und das möchte ich insofern anerkennen.)

7. Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr. Damnit.

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Praktisch jedes Mal wenn Pech verteilt wurde hab ich viel davon gewonnen.

9. Mehr bewegt oder weniger?
Zeitweise etwas mehr, da wieder im Fitnessstudio. Aktuell wieder seit Längerem Flaute.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Weniger als im Vorjahr! Auch das ist positiv.

11. Davon war für Dich die Schlimmste?
Noro …..

12. Der hirnrissigste Plan?
Hirnrissig nicht, aber hätte mächtig schief gehen können – die Fahrt nach Österreich mit den Jungs.

13. Die gefährlichste Unternehmung?
Keine.

14. Die teuerste Anschaffung?
Neue Couch.

15. Das leckerste Essen?
Hmmm, keine Ahnung. Vermutlich Burger im Lieblings-vegan-Restaurant.

16. Das beeindruckendste Buch?
Unglaublich wenig gelesen dieses Jahr, dafür aber Hörbücher für mich entdeckt. „Die Bestimmung“ fand ich ganz nett.

17. Der ergreifendste Film?
Alles steht Kopf. Mehrfach Tränen weggeblinzelt.

18. Die beste CD?
Jede ohne Feuerwehrmann Sam. #stöhn

19. Das schönste Konzert?
Keines.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Den Kindern vermutlich.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?
Der gesamten Familie im Österreich Urlaub. ❤

22. Zum ersten Mal getan?
Tja, mit den Kindern nach Österreich gefahren.

23. Nach langer Zeit wieder getan?
Nach Österreich … okay, es wird langweilig. 😀

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Bruch mit den Schwiegereltern und damit einhergehend viel Streit, viele Anfeindungen, viele Gemeinheiten; die Fehlgeburt

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Die Chefin mich unbefristet anzustellen.

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Rumpels Weihnachtsgeschenke sind immer der Sieger dieser Kategorie. Er ist halt so einfach zu beschenken und freut sich immer nen Ast ab..

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Ganz liebe Geburtstagsgeschenke von den Jungs, die ersten bei denen sie mehr als die Erzieherinnen gebastelt haben.. XD

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Diverse „hab dich lieb“s.

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Ich fürchte das war wohl, als ich dem Mann gesagt habe, ich wäre schwanger.

30. Dein Wort des Jahres?
Familienplanung

31. Dein Unwort des Jahres?
Ausschabung

32. Dein(e) Lieblingsblog(s) des Jahres?
Da ich dieses Jahr praktisch nicht auf Blogs sondern nur auf YT fündig wurde entfällt diese Kategorie..

33. Zum Vergleich: Verlinke Deine Rückblicke der vorigen Jahre!
20152014, 20132012, 2011

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Jetzt bleibt mir eigentlich noch Raum, mit diesem Jahr „abzurechnen“, aber ehrlich gesagt hab ich dazu keine Lust. Es sind natürlich ein paar gute Dinge passiert, natürlich, nicht alles war volle 100% schlecht. Wir waren vollkommen zufrieden mit der Betreuung der Jungs im Kindergarten, sie wurden so lieb und herzlich betreut, und wir haben uns alle sehr wohl gefühlt. Ich wurde unbefristet angestellt. Der Sommerurlaub war schön. Und zu guter Letzt muss ich betonen, wie wenig die Kinder diese Erkältungssaison bisher krank waren. Bis auf die eklige Magen-Darm Geschichte waren da nur leichte Erkältungen. Juppiduh! (Korrektur 2 Wochen später, wir haben den Ekelhusten im Haus, der uns alle die komplette Nacht wach hält. Ich habs verschrieen, ich gebs ja zu. Danke Murphysau.)

Leider stellen die negativen Erlebnisse diese angenehmen Dinge ziemlich in den Schatten. Die schrecklichen Streitereien mit den Schwiegereltern, ihr grausiges Verhalten uns gegenüber und nun schließlich der endgültige Bruch haben uns lange Zeit nicht nur unseren Alltag verhagelt sondern es uns auf vielen Ebenen viel schwerer gemacht. Ich musste viel wachsen, hineinwachsen, viel auffangen und meine Batterien ständig ins absolute Minus leerlutschen. Ich selbst blieb dieses Jahr beinhart auf der Strecke, und entsprechend geht es mir. Gegipfelt hat es natürlich in der Fehlgeburt, die nicht nur eine Fehlgeburt sondern auch eine Ausschabung bedeutete, und die schlechte Behandlung im Krankenhaus drumherum. Über Weltpolitisches will ich auch gar nichts sagen an der Stelle, aber es bereitet mir Sorge, diese Stimmung die in den Menschen herrscht und die Grausamkeiten die überall auf der Welt gerade passieren. Ich will mir eigentlich gar nicht ausmalen, wie das weitergehen soll…

Das Zeugnis für 2016 fällt also sehr mau aus. Allerdings gibt es auch tatsächlich Grund zur Hoffnung, dass 2017 für uns privat etwas besser werden könnte.

Ganz vorne muss ich da nennen, dass bei meinem Mann ab Januar eine Jobversetzung in eine näher gelegene Stadt greift. Bisher war er durch die entsetzlich lange Fahrzeit in der Regel von 6-18 Uhr außer Haus. Ab Januar wird er schon die meiste Zeit knapp vor 17 Uhr daheim sein, manchmal auch ein wenig früher. Das ist für mich ein unglaublicher Luxus, ich kann dann nämlich jeden Tag das Abendessen in Ruhe kochen, und eigentlich haben wir dann jeden Tag ein wenig Zeit für „Dinge“. Dinge im Garten, Dinge im Haushalt, Dinge wie Einkaufen, die eben jetzt idR nur am Wochenende erledigt werden können oder von mir allein während ich nebenher die Jungs hab. Fürs Wochenende heißt das, dass wir mehr Zeit für anderes haben. Oder für nix tun. Entzerrung, bessere Organisation, bessere Aufgabenverteilung. All das bedeutet das für mich. Und ich freue mich so so so so sehr darauf!
Die Raupe wechselt im Januar außerdem in die Gruppe vom Rumpel. Ich erwarte da keine Schwierigkeiten, er verbringt jetzt schon seit Wochen immer wieder viel Zeit „drüben“ und freut sich sehr darauf. Auch Rumpel redet ständig davon, dass er endlich will dass die Ferien aus sind, weil sein Bruder dann endlich zu ihm darf.

Ab Februar verkürzt sich ja leider meine Arbeitszeit, was eine schmerzlich spürbare Geldeinbuße bedeutet. Das ist natürlich blöd, aber ich werde dann auch nur noch 4 Tage arbeiten. Daher hab ich ab dann einen ganzen Vormittag zu Hause. Trotz aller Sparscheiße habe ich daher ca 4 Stunden gewonnen jede Woche (also wenn halt niemand krank ist, ne?), die ich mit Pflichten oder auch NIX TUN füllen kann. So ein wenig für meine eigene Ausgeglichenheit und äh, Entstressung.

Im Frühjahr möchten wir uns endlich mal ein wenig mehr um den Garten kümmern. Wir haben es ja jedes Jahr vor, aber bisher war halt nur der Samstag dafür da, und es ging schlichtweg nie. Aber die Jungs sind mittlerweile so groß dass man auch neben ihnen was arbeiten kann, und durch bessere Zeiteinteilung gibts da sicher auch mehr Gelegenheiten. Das Ziel ist immer noch „plattmachen“. Da sind noch Reste eines Kiesweges die weg und durch Gras ersetzt werden sollen, die riesigen Holunder müssen irgendwie effektiv ausgedünnt werden, die vernachlässigten Beete gehören instand gesetzt.

Ab etwa Mai werden wir dann der Familienerweiterung wieder eine Chance geben. Das ist jetzt relativ willkürlich angesetzt und könnte sich noch nach vorne oder hinten verschieben, aber das ist der aktuelle Stand.
Ein wenig fürchte ich mich davor, wenn Ende Mai das Baby der Nachbarin zur Welt kommt. Sie war mir 2 Wochen voraus, und es ist gräßlich dass ich jemand anderem täglich dabei zuschaun muss, was ich nicht haben durfte.

Wenn das Geld reicht (ist halt noch unklar mit meiner gekürzten Arbeitszeit) könnten wir uns vorstellen im Sommer wieder Urlaub (in Österreich?) zu machen, das hat uns sehr gut getan.

Soll ich jetzt schreiben dass ich mehr Sport machen möchte?? :‘-D Naja, formulieren wirs so. Ich muss es tun. Vielleicht komme ich dahin, dass ich es als um mich kümmern wahrnehmen kann und nicht als noch eine Pflicht, die ich in mein ohnehin nur von müssen, Pflichten, Zeitdruck und keineZeitfürmich geprägtes Leben quetschen muss. Vielleicht gelingt mir das, wenn ich sonst auch ein wenig Zeit für mich selbst freischaufeln kann.

Meine Erwartungen halten sich in Grenzen, aber Hoffnungen… die hab ich. Vielleicht darf ich 2017 ein paar zu Recht haben. (Bitte?)

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Bis nächstes Jahr!
Hummelchen

Gesundheit

Scheiße

Ja, also gut, das hätte man schon eleganter ausdrücken können, aber treffender wohl nicht. Hier liegt nämlich alles flach mit… nem Magen-Darm-Virus. Wenn man so diversen Social Media glauben möchte geht der quer durch Österreich und Deutschland rum, und ist damit nichts Besonderes.

Für uns neu ist es insofern trotzdem, da das unser erster MD-Komplettausfall war. Begonnen hat der Große mit 2 Tagen unspezifischem Bauchweh, aber ohne sonstwas. Dann hat er angefangen hochzufiebern, und es war klar dass er etwas ausbrütet. Am Folgetag spuckte er sein Mittagessen postwendend wieder hoch, und verlieh dem später am Nachmittag nochmal ordentlich Nachdruck. Das Fieber war aber gut runter und erst am nächsten Tag sollte sich gut händelbarer Durchfall dazugesellen.

Der Kleine aber zog nachts nach und kotzte im Viertelstundentakt. Um 3 startete ich die erste Waschmaschinen Ladung, da Bettwäsche und Handtücher rasend schnell knapp wurden, bis vormittags waren dann insgesamt 3 Ladungen durch. Durch waren dann auch der Mann und ich, nach einer Nacht wenig und letzter Nacht praktisch null Schlaf. Zudem war ich selbst noch übel erkältet und krächzte so rum. Blöd nur, dass es den Kleinen richtig übel erwischt hatte, er sich immer mal wieder übergeben musste und entsprechende Laune hatte. Außerdem kam schnell ziemlich heftiger Durchfall dazu, anfangs alle 10 Minuten, und innerhalb weniger Stunden war er so wund am Po dass jedes Wickeln eine Qual (für alle) war.

Mit Vomex und diversen Hausmittelchens schafften wirs dann, dass die nächste Nacht gar nicht mal so schlecht startete, und ich brauchte ja auch DRINGEND Schlaf. Komisch nur, dass mir so flau im Magen war.. und kalt. Also, schlotternd ins Bett gepackt und bald gemerkt: jop, das wird Fieber. Da mein Körper das nicht gut drauf hat und das Hochfiebern immer recht (langsam) zelebriert also mal nachgeholfen und in tausende Schichten eingemümmelt. Siehe da, hat geholfen, Fieber da, und ich wusste – das wird die 3. Nacht ohne Schlaf. Denn die erste Fiebernacht kann ich praktisch null schlafen, war schon immer so. Ich vertrieb mir die Zeit mit viel Trinken (da unglaublichen Durst) und zur Toilette pendeln. Dazwischen guckte ich ein wenig Downton Abbey.

Und schließlich dann, relativ unvorbereitet, wurde mir mitten in der Nacht auch klar, dass mich ebenso der MD erreicht hatte. Ungelogen, sowas hab ich noch nicht erlebt. Und jaaa, ich hab da generell nicht so viel erlebt, weil ich nicht mal kotze wenn ich schwanger bin, aber… das war wirklich krank. Mir wurd so plötzlich derart schwindlig dass ich mich nur noch auf den Klositz plumpsen lassen konnte, dann wurde mir schwarz vor Augen, und dann gings auch schon los. Zwölfmal genauer gesagt. Irgendwann dazwischen hab ich begonnen nach dem Mann zu rufen, ich hatte echt Sorge das komplette Badezimmer zu überfluten (jaja, tmi, schon klar, aber was dachtet ihr denn bei dem Thema??). Leider pennt der wenn er pennt und Ende. Irgendwann bekam ers auch mit und betrat mit einer Mischung aus Ehrfurcht und Ekel im Blick das Schlachtfeld.

Da ich immer noch Sternchen tanzen sah (es lag nicht an der Weihnachtsbeleuchtung) befahl er mich nach dem Duschen (es. war. nötig.) aus dem Bad, und fragte nur verloren womit um Himmels Willen er das wegmachen soll. Wir erinnern uns: Badetücher waren aus. Irgendwie wurde er der ganzen Sache Herr, und ich wischte noch schnell mitm Nasswischer drüber, falls jemand nachts aufs Klo müsste und so… Jedenfalls weiß ich seither, dass er mich wirklich liebt, das macht man sonst nicht mit. Ehrlich. Das war eklig.

Tags drauf war ich durch, aber so richtig, und ich habe den Großteil in einem Delirium-artigem Halbschlaf verbracht, während der Mann tapfer die Kinder hütete, die an der Grenze zwischen krank und gesund einer Schar Dämonen frisch aus der Hölle glichen. Ich behandelte mich mit unserem Wundermittel (das aus 3 Buchstaben besteht und ich der Werbung wegen nicht nennen möchte) und hatte keinerlei Beschwerden mehr außer tödlicher Müdigkeit und Kopfschmerzen.

Tags drauf nun, heute, kehrte ein wenig Ruhe ein: die Jungs sind unerträglich fit geworden und daher nicht ausgelastet, ich gleiche wieder einer Lebenden, und die aufkeimende Übelkeit vom Mann haben wir prophylaktisch auch gleich behandelt, zumindest die Rechnung ging wohl auf. Daher gings heute ans.. äh… Saubermachen. Außerdem war Medikamenten Nachschub fällig. Und Windeln, Klopapier, neue Kloputzbesen, Trocken-Knabberkram und tausende Putzsachen. Ich geb ja sonst wenig auf Desinfektionskram, aber bei Magen Darm bin ich kurz davor mit dem Flammenwerfer auf meine Sanitäreinrichtungen loszugehen. Also mal eben schnell alles besorgt. Danach war ich 40€ in der Apotheke und 80€ beim dm los (auch bekannt als das, womit wir uns sonst knapp 2 Wochen ernähren können). Ich habe mir ernsthaft überlegt, ob man Magen-Darm irgendwie von der Steuer absetzen kann. Das gibts doch nicht?? Naja, zumindest konnte ich mir damit heute ausgiebig die Zeit im Badezimmer vertreiben und jede Ritze sauberschrubben, sodass ich das Biohazard Schild wieder ruhigen Gewissens abnehmen konnte.

Naja. Hoffen wir dass es das nun war. Und vielleicht, bittedanke, sind wir dieses Jahr nicht wieder zu Weihnachten krank, ja??

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Auf bald,
Hummelchen

emotions · Schwangerschaft

But the Tigers Come at Night

Es ist nun schon fast eine Woche, dass ich nicht mehr schwanger bin. Es fällt mir einerseits schwer überhaupt zu sagen, ich wäre schwanger gewesen, denn eigentlich war da nie ein Baby. Mein Körper aber zumindest war äußerst schwanger, mit allem was so dazu gehört. Seit Montag also ist auch das vorbei.

Ich wusste es schon seit der ersten Ultraschalluntersuchung bei 6+3, wo man zwar eine Fruchthöhle, aber leider nichts anderes erkennen konnte. Ich habe versucht noch ein wenig Resthoffnung zu behalten, aber auch die Woche drauf hat sich an der Diagnose nichts geändert. Der hCG Spiegel schoß weiter in die Höhe, und nach noch einer Woche abwarten riet mein Arzt dringend zu einer Ausschabung, da er nicht ausschließen könne dass das Gewebe (der babylose Trophoblast) wuchere und das … wäre dann nicht so schön.

Nachdem der eigentliche Albtraum ja schon der Verlust des Versprechens auf ein Junibaby war, wollte ich mir eigentlich wenigstens das gerne ersparen, aber auch das sollte nicht klappen und so musste ich aller Angst zum Trotz ins Krankenhaus.

Im Nachhinein kann ich wenigstens sagen, meine Ängste vor der OP waren glücklicherweise nicht berechtigt, und alles lief komplikationslos. Auch danach hatte ich keinerlei Beschwerden, nicht mal etwas das den Namen „Blutung“ verdient hätte. Eine Draufgabe zu diesem ohnehin gräßlichem biographischem Marker war die Anästhesistin, die mir, als ich also festgeschnallt am OP Tisch zur Vorbereitung lag, schluchzend und mit einem Blutdruck der mit 217/150 das Gerät hysterisch werden ließ, noch unbedingt drücken musste, dass ich mit dem Übergewicht ja selber schuld sei an der Fehlgeburt. Ich solle mich mal lieber darum kümmern als ums Schwangerwerden.

Danach ging es mir schnell wieder „gut“, und ich konnte schon mittags wieder heim. Dort quälten mich dann tyische „Beschwerden“, die ich sonst nur von nach Geburten kenne. Hitzewallungen im Gesicht, tausende Pickel, Rückenverspannungen, aber da war auch der Besuch der Hebamme.. Nur kein Schlafmangel, keine winzigen stinkenden Windeln, keine kleine Seele. Alles völlig falsch.

Es wäre zu perfekt gewesen. Ich ahnte früh, dass ich so viel Glück in diesem scheiß Jahr nicht mehr haben werde.
Alles was mir also bleibt ist die Erinnerung an die Vorfreude auf dich, mein liebes Junibaby.

 

But the tigers come at night
With their voices soft as thunder
As they tear your hope apart
As they turn your dream to shame

 

Auf bald,
Hummelchen