Unser Start in den Tag

Gestern beim Schreiben des Jammermotzheulposts wäre ich schon fast abgedriftet und hätte von unserer aktuellen Routine am Morgen erzählt, aber das passte halt inhaltlich nicht rein und hätte auch umfangmäßig den Rahmen gesprengt.

Nein, es ist nicht alles grade dunkelgrauschwarz. Ich hab mich gestern sehr geärgert und musste mir Luft machen. Gleich heute morgen aber hatten wir einen so fabelhaft unkomplizierten Start in den Tag dass ich einfach gleich davon berichten möchte.

So in etwa war unser Ablauf morgens schon immer, aber es ist täglich so eine Situation, vor der ich… Bauchweh habe. Fürchten wäre übertrieben, aber die Morgenden unter der Woche sind (bzw waren) für mich nicht schön und doof ist eben, dass ich daran nicht vorbei komme und das Gefühl habe es verlangt mir ein hohes Maß an Reißdichzusammen ab, obwohl ich selbst grade erst wach wurde und schon immer morgens einfach gern meine Ruhe hätte. Von wem der Rumpel das mit der Morgenmuffeligkeit hat weiß ich also…😉

Besonders doof war das dann an Arbeitstagen, wo ich mich eben selbst auch noch fertig machen muss, also nicht wie ein Schlurf mich nur schlampig geputzten Zähnen, schnell zusammen gebundenen Zotteln und ohne Make-up schnell außer Haus kann. Normalerweise können die Jungs ja „ausschlafen“ (also bis ca 7h etwa), nur 1-2 mal die Woche muss ich mir nen Wecker stellen damit ich nicht zu spät zur Arbeit komme, meist reicht es aber wenn ich um 9Uhr dort bin. Und irgendwie lief das gar nicht gut. Rumpelstilzchen verbringt ja seine doch recht schlechten Nächte (etwa eine Nacht im Monat ist GUT) bei uns und wird dort übellaunigst wach. Er schreit und jammert dann nach Papa, ist irgendwo zwischen Schlaf und Wachsein, reagiert nicht auf das was man ihm sagt, lässt sich nicht ankuscheln, trösten oder was auch immer. Sehr unschön. Und so ging das dann weiter, mit der Weigerung aufs Klo zu gehen obwohl er schon musste und sichtlich quengelig war deswegen, viel Geschrei beim Anziehen, nein nicht diesen Pulli (auch wenn am Vortag selbst rausgesucht), nein ich zuerst, nicht die Raupe, nein das kann ich nicht selber, … ich brauch nicht alles aufzählen, ich denke Mamas kennen das. Alles Trotzmotzalleskacke sehr konzentriert und sehr laut und überhaupt. Schien irgendwie wie eine Endlosschleife, aus der ich keinen Ausweg sah.

Vor etwa zwei Wochen hab ich mich dann neu organisiert. Nun läuft es so ab: ich stelle täglich den Wecker, je nachdem wie sie ins Bett kamen auf 630 oder 645. Ich stehe dann auch, mache Licht am Gang und lasse die Tür zum Rumpel offen, das schätzt er sehr. Ich hab dann wenn noch niemand wach ist ein paar Minuten Ruhe im Bad, und selbst wenn Raupe schon wach wird (der RIECHT es wenn ich die Augen aufschlage) ist er recht friedlich und sitzt entweder dauerbrabbelnd im Bad am Teppich oder spielt in seinem Zimmer. Dann wecke ich Rumpel, sage aber dass er noch kuscheln kann. Ich versuche dann einen freudigen-Morgengruß rüberzubringen, dichte irgendein Liedchen zusammen oder so. Er mag sowas. ^^ Dann zieh ich mich an, halte die Raupe davon ab sich zum Rumpel zu stürzen und mach es immer lichter. Danach sag ich Rumpel nochmal dass er kuscheln bleiben oder mit uns kommen kann. Wenn er mitkommt trag ich ihn in sein Zimmer, was er sehr genießt. Seit er sich aussuchen darf ob er oben im Bad aufs Töpfchen oder unten im Klo auf den Klositz möchte wählt er zuverlässig das Töpfchen und ist zufrieden. Er darf sich dann auch alleine im Bad waschen, oft zieht die Nummer und er machts dann freiwillig. In der Zwischenzeit sind Raupe und ich zum Anziehen in Rumpelstilzchens Zimmer. Der kommt dann irgendwann und darf sich seine Klamotten für den Tag aussuchen. Da wir früh wach sind und Zeit haben ist das kein Problem. Dann zieht er sich oft selber an (er ist da waaahnsinnig faul meist) und dann werden bei allen noch Zähne geputzt (ok, das ist immer ein Kampf egal wie, aber .. ).

IMG_20160225_074658

Außerdem gibts meist noch Haarspray oder Haargel und die Jungs bestaunen sich unter gegenseitigem „hübsch!“ im Spiegel. (Jaja, meist zoffen sie sich dass der andere aber NICHT hübsch ist..) Dann gehts nach unten frühstücken. Die Müslischalen hab ich schon am Vorabend gerichtet und muss nur noch die Lieblings-Vanille-Sojamilch reingießen, und fertig. Da die Zeit reicht setze ich mich dazu und trinke noch Tee oder Wasser. Anschließend gehts in den Kindergarten, mit Ausnahme von Mittwoch zu Fuß. Die Kinder lieben das und mehr Zeit morgens machts möglich.

Danach komm ich erst nach Hause und mache mich selbst fertig, also alles was es eben braucht um arbeits-fein zu sein und frühstücke noch etwas. Meist hab ich dafür noch eine halbe Stunde Zeit. Das ist für mich auch sehr entspannend, so Mascara trägt sich viel gechillter auf wenn nicht zwei Kinder zu den Füßen raufen und plärren, und so ein Eyeliner in Ruhe aufgetragen ist auch was wert!😉

IMG_20160226_090124

Insgesamt läuft eigentlich alles darauf raus mehr Zeit zu haben. Ich bin auch nicht so genervt weil ich weiß ich hab nachher noch meinen Moment und Ruhe und das lässt mich die Aussetzer besser aushalten, als wenn ich weiß ich muss direkt danach in die Arbeit und hab da keine Möglichkeit mehr dazwischen auch mal runter zu kommen. Insgesamt kann ich also die Sache mit dem früher aufstehen nur sehr empfehlen! (Ja, ich weiß dass ich Glück hab erst so spät los zu müssen und das nicht bei allen so möglich ist.)

.
Auf bald,
Hummelchen

#parentsnightout

Diesen Hashtag verwende ich etwa alle 2 Monate. In krankheits- und umständebedingt unregelmäßig regelmäßigen Abständen übernachten die Jungs bei ihren Großeltern. Das heißt, dass mein Mann und ich von Samstag nachmittag bis Sonntag morgens sturmfrei haben und dann so Dinge tun, die Päärchen an freien Abenden tun können. Ins Kino gehen, nett auswärts essen, lang aufbleiben, durchschlafen, ausschlafen und Anderes. Wir genießen diese Momente sehr und sind sehr dankbar für die Unterstützung, da unser normaler Alltag gerade echt anstrengend ist. Vor allem ich spüre die Vielfachbelastung, den Großteil des Haushaltes zu übernehmen, sämtliche Termine und to do’s zu koordinieren, immer primär für die Kinder zuständig zu sein, sie bei Krankheit zu betreuen (auch wenn der Mann auch mal bei den Jungs daheim bleibt, dämlicher Haltung des Chefs zum Trotz, hängts natürlich oft an mir wenn ein Kind morgens plötzlich krank und der Mann schon über alle Berge ist) und dennoch arbeiten zu gehen. Da bleibt eigentlich kaum Luft für mich, und noch weniger Luft für meine, bzw. unsere Partnerschaft. Gerade im Winterhalbjahr schieben wir uns am Zahnfleisch durch die Wochen, giften uns wegen Kleinigkeiten  mehr an als nötig weil jeder nur noch bestenfalls auf Reservebatterie läuft. Ich denke man sieht auch hier an der Blogaktivität, da geht meist nix mehr. Der Laden muss halt irgendwie laufen und mehr ist nicht drin.

Gerade darum lechzen wir so nach diesen kurzen Auszeiten. Mal durchschnaufen, Energie tanken, völlig entleerte Akkus mal aufladen. Wir genießen zwar die Zeit mit den Kindern, aber beide (vor allem aber das Rumpelstilzchen) saugen grade im Sekundentakt spürbar Energie gradezu aus einem raus.

Ohne ins Detail zu gehen um nicht allzu sehr vom Thema abzukommen machen uns die wahnsinnigen Kreischanfälle des Großen zu schaffen, ebenso wie seine Bockigkeit beim Essen und am wohl Heftigsten ist sein „Schlafding“. Entweder hat er ständig Nachtschreck, Alpträume, schlafwandelt oder sonstirgendwas Komisches, aber viele Nächte begleiten uns 1-2Std dauernde „Anfälle“, obwohl er ohnehin jede Nacht bei uns schläft. Es ist grade wirklich nicht so schön… Auch morgens zieht sich das durch und beschert mir jeden Tag einen grauenhaften Start in selbigen.

IMG_20160125_161842124_HDR

Trotzdem es grade so schwierig läuft lässt sich leider ein Muster erkennen. Die Jungs verbringen von Mittwoch bis Freitag die Zeit nach dem Kindergarten bis kurz vorm Schlafengehen bei den Großeltern. Da ich erst spät von der Arbeit heimkomme (ebenso wie der Mann) ist es einfacher, wenn sie gleich dort Abendessen können und ich nicht zwingend noch kochen muss. An diesen Abenden ist das zu Bett bringen meist besonders schwer. Beide kämpfen sehr gegens Einschlafen und kommen lange nicht zur Ruhe, obwohl sie rein rechnerisch sogar später ins Bett kommen als sonst. Die Nächte sind dann beim Rumpelstilzchen heftig. Und das Wochenende ist meist wirklich kein Spaß, es gibt extreeeme Zickerei beim Essen, Regeln sind weitläufig schier komplett aus dem Gedächtnis gelöscht, beide sind wirklich fies zueinander und beim Rumpel fliegen die Schimpfwörter nur so, gestern gipfelnd in „scheiß Papa!“.

Wir haben viele Dinge, die wir als Gründe vermuteten bereits mehrfach angesprochen. Bitte die Raupe wirklich um 15Uhr wecken. Bitte das Rumpelstilzchen nicht im Kinderwagen aufm Spaziergang schieben und einschlafen lassen. Bitte nicht jeden Tag Spätzle servieren und dann Rumpel 3 Tage hintereinander dasselbe essen lassen. Bitte nicht ständig zwischendrin was zu futtern geben. Bitte nicht alles durchgehen lassen. Bitte dazwischen gehen wenn sie sich irgendwas über die Birne ziehen. Bitte streng und konsequent bei Schimpfwörtern sein und vor allem nicht vorsagen.

Es ist vergebens. Teilweise seh ich das auch live vor Ort. Letztens waren wir nachmittags dort, waren schon am Verabschieden, es war kurz vor Abendessen (17.45 sowas). Rumpel war mit Oma in die Küche geschlichen, saß auf der Anrichte und naschte Erdbeeren. Ich meine – ich finde es klasse wenn er Obst isst, keine Frage! Aber doch bitte nicht unmittelbar vorm Abendessen, vor allem wenn es keine 1,5 Std davor ebenjene Erdbeeren bei Oma als Snack gab. Und wir just an DIESEM Tag wieder das Essensproblem thematisiert hatten.

IMG_20160227_181149985

Und dann kam DIESES Wochenende. Eine #parentsnightout. Wir hatten uns schick gemacht, waren in unser Lieblingslokal gefahren (My Heart Beats Vegan mit den leckersten Burgern die ich jemals hatte!), hatten einen sehr netten Abend, bis kurz nach 9 ausgeschlafen, länger Zeit im Schlafzimmer verbracht *hust* *grins* und hatten uns dann gemütlich zum Frühstück gesetzt. Es war abgesprochen dass die Jungs über Mittag noch weg sein sollten, es war Spaziergang oder Tierpark oder sowas geplant. Wir wollten dann bevor wir uns hinsetzten zum Frühstück noch anrufen und abklären, aber ging niemand ans Handy. Wir setzen uns also, nehmen den ersten Schluck Kaffee – dingdong! Das war so etwa gegen 10.30 und ich dachte noch so, na ganzliebdanke dass es nicht vor 30 Minuten war. Natürlich können sie die Jungs jederzeit abliefern wenn sie keine Lust mehr haben, aber ne kurze Benachrichtigung über die Planänderung wär schon fein gewesen…

Jedenfalls, dann begann der Alptraum. Ich weiß nicht wie ich das anders noch nennen soll. Rumpelstilzchen hatte etwa 10 jeweils halbstündige Totalausfälle über den Tag verteilt, mimte das unausstehlichste und unsympathischste Kind das die Welt je gesehen hat, war absolut widerlich zum Bruder, trotze wie ein Wahnsinniger beim Essen (ging daher nun auch ohne irgendwas ins Bett), war nur am Brüllen, Heulen, Kreischen, mehrfach bis kurz vor Erbrechen (ja, er kotzt immer mal wieder wenn er sich so in nen hysterischen Anfall reinsteigert). Er ließ sich nirgends abholen, beruhigen, erden, ablenken und bot keinerlei Möglichkeit für „FußinTür“. Es war so furchtbar, und ich bin so geladen und fertig mit der Welt, ich habe eine solche Wut auf ihn, die Situation, die Großeltern, auf Gott und die Welt. Ich bin völlig am Ende und ausgelaugt und nur noch enttäuscht und frustriert. Sowas ertrag ich nicht, halt ich nicht aus, will ich nicht. Das IST NICHT MEIN KIND. Ich weiß nicht wen sie da zurückbringen, und habe keine Erklärung für was da wohl los war.

Natürlich gab es „keine Vorfälle“. Sie hätten bis 6.15 durchgeschlafen, alles supi, viel Spaß, schönen Sonntag noch, byebye.

Was soll ich da sagen… Für mich ist klar, so eine #parentsnightout wird so schnell nicht wiederholt. Sowas ist das bisschen leckere Essen und ungestörter Sex nicht wert, der Preis ist viel zu hoch. Ich bin grad so erschüttert und planlos dass ich am Liebsten die ganze Situation ändern würde, weil ich eben nicht abschätzen kann was da abgeht. Irgendwie hab ich das Gefühl, ich kann weder auf das Einhalten von Absprachen (meine Güte wir lassen ihnen SO viel freie Hand, wenn ich lese wie das bei anderen läuft…. aber gewisse Dinge kann ich doch bitte auch erwarten? Oder muss ich das laissezfaire und allesegal hinnehmen?) noch auf wahrheitsgetreue „Übergabe“ hoffen, und mir geht allmählich wirklich das Vertrauen flöten. Ich habe immer mehr Zweifel ob die Jungs dort gut aufgehoben sind…

Aber was ist die Konsequenz wenn ich doch darauf angewiesen bin??? Unser Kindergarten bietet keine durchgängige Ganztagsbetreuung (wenn dann mit 2 Std über mittags zu, keine Ahnung wem das was nützen soll), und abgesehen davon dass sie erst eingewöhnt wurden und ich nicht wieder wechseln will bin ich dort sehr zufrieden. Ich brauche also wen für die Nachmittagsbetreuung sonst kann ich nicht arbeiten. Ich überlege schon, einfach nach einem Vormittagsjob zu suchen (das gibt es in meinem konkreten Arbeitsbereich praktisch nie), aber ich bin wiederum so zufrieden in meinem Job, mag meine Arbeit, hab super Kollegen und die liebste Chefin der Welt, die niemals blöde wird egal wie oft ich in der Probezeit krank oder kindkrank daheim war. Ich will dort nicht weg, ich will die Kinder aus dem Kindergarten nicht weg, aber ich weiß nicht mehr welche andere Lösung überhaupt existiert.

IMG_20160126_134138549

Ich bin ratlos, unglaublich enttäuscht und fühle mich sehr allein gelassen. Es scheinen alles Bemühen, alle Kraft und aller Wille nicht zu helfen. Mich macht das sehr traurig und erschöpft. Oder verlange und erwarte ich zu viel? Wie macht ihr das denn? Habt ihr Tipps für die Großeltern?? Ich weiß grad ehrlich nicht mehr weiter… Ich habe so tolle Kinder, ich habe die Familie die ich wollte, und bin dennoch traurig.

.
Auf bald,
eine müde Winterhummel

Raupi, du bist ZWEI!

Es ist ein Wahnsinn, wie schnell du jetzt merkbar älter geworden bist. Sehr lange warst du für uns alle noch sehr Baby-haft, du bist halt eher klein und dropsig und hast so ein typisches knuffiges Babygesicht. Aber die letzten Monate schon war nicht mehr zu übersehen dass du ein Kleinkind bist, und jetzt zu deinem Geburtstag wurde uns das nochmal bewusster.

IMG_20160111_112842219

Man muss schon sagen, im Großen und Ganzen bist du ein ruhiges, genügsames und zufriedenes Kind. Man kann dich schnell mit etwas glücklich machen, du nimmst Spielangebote schnell an und bist da auch nicht wählerisch. Du kannst dich auch mal in ein Spiel alleine vertiefen und dich damit beschäftigen.  Nur wenn etwas nicht klappt wie du möchtest kommst du schnell angerannt und willst eine Lösung.

Aktuell liest du wahnsinnig gerne Bücher. Du hast zwar entsetzlich wenig Geduld, lange auf einer Seite zu bleiben und willst schnell weiterblättern, aber du kannst deine Bücher dann auch ein paar hundert Mal am Stück vorgelesen bekommen oder das gesamte Bücherregal von oben bis unten durchlesen. Du guckst dir auch lieber die Bilder an und willst dazu etwas erzählt als wirklich der vorgegebenen Geschichte lauschen. Du blätterst dann gern nach vor oder zurück, bis du findest was dir gefällt. Dein Lieblingsbuch ist eins über Hunde. Du liebst Hunde über alles, vor allem…. Keks. Den von Löwenzähnchen. Keks-Hunde liebst du in jeder Art und Form, egal ob sie im Buch vorkommen, du eine Folge auf DVD gucken darfst, als Schleichfigur, oder – besonders beliebt – als Kuscheltier.

Es ist also nicht verwunderlich dass genau das dein Geburtstags Thema war. Es gab ein Keks-Shirt für dich (mit plüschigen Wackelohren und dank deiner Patentante Jule auch mit nem schicken geplotteten Hund vorn und 2en hinten!), eine Keks-Torte, Hundehaufen-Muffins (nein das war nicht so geplant, das war ein „Unfall“, und es kam noch ganz viel Bunt-Glitzer drauf bevor die zum Feiern in den Kindergarten kamen damit der Eindruck etwas abgemildert ist) und natürlich keksigen Kuschelhunden. Du warst extremst begeistert und man hat dir die Freude daran regelrecht angesehen!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Der Kuschelhund muss seither auch mit dir im Bett schlafen. Dort brauchst du nun den alten Ikea-Hund, den neuen eben und noch ein kleines Bärchen das du von deiner Großtante bekommen hast. Du bist halt Kuschler durch und durch und Kuscheltiere sind bei dir eigentlich immer noch im Kurs. Vor allem wenn du krank bist oder als Tröster dürfen die keineswegs fehlen!

Insgesamt muss ich – auf Holz klopf – aber sagen dass du nicht mehr so kränklich bist wie letztes Jahr. Da warst du praktisch ein halbes Jahr am Stück krank, Winterreifen-konform von Oktober bis Ostern. Du hattest nichts Schlimmes, aber nonstop quälenden Husten, angeschlagenen Allgemeinzustand und alles was so dazu gehört. Diese Saison warst du bisher zwar schon 1-2 mal pro Monat krank, aber dann deutlicher, mit teils hohem Fieber und dafür nur wenige Tage. Ich empfinde das als die gesündere Variante. Bis auf einmal Bronchitis war alles gut in den Griff zu bekommen. Man sieht aber dass bei dir Atemwege deutlich empfindlich sind und grad Husten ist für dich besonders schlimm. Du kannst dann nicht alleine schlafen, brauchst quasi ständig Körperkontakt, und auch wenn du bei uns im Bett schläfst ist es anstrengend den Abend zu überbrücken wenn wir nicht mit dir um 19 Uhr schlafen gehen möchten. Wenigstens kannst du dich dann oft auch im Wohnzimmer auf der Couch schlafen legen.

An den inneren Handgelenken bekommst du leider immer wieder neurodermitis-artigen Ausschlag, vor allem wenn du häufiger Hände wäschst (egal ob mit Seife oder ohne). Wir haben zwar eine Creme gefunden die bei dir super wirkt (die von Kaufmann’s) aber ich fürchte wir werden den Winter nicht ohne Kortisoncreme überbrücken können, da die Stellen kurz vor wund sind.. Seufz. Wenigstens sind das die einzigen und dein Gesicht ist in Ordnung. Du bist auch meist sehr diszipliniert und kratzt nicht, verlangst sogar selbst nach Creme wenns weh tut oder juckt.

IMG_20160104_084822034

Wenn du nicht krank bist dann bist du eher.. wie soll ich das formulieren… robust. Du bist einfach hart im nehmen, ein Draufgänger der sich ständig weh tut aber das nicht schlimm findet. Du hast wirklich sehr viel Kraft und eine gute Körperbeherrschung. Du bist zwar hin und wieder tollpatschig, fällst schnell mal über deine Füße, aber landest gekonnt und schlägst dich sehr selten (böse) an. Du liebst es irgendwo raufzuklettern oder runterzuhüpfen. Du traust dir wahnsinnig viel zu, hast aber auch das unerschütterliche Vertrauen, dass dich schon wer auffangen wird wenns nicht klappt.

Zu  deinem Geburtstag bist du 87cm groß und wiegst genau 13kg. Du bist also nicht allzu groß, aber nicht mehr so baby-knuffig-rund wie du einmal warst. Du hast einen sehr kräftigen Körperbau mit gut erkennbaren Muskeln (ja halt für ein Kleinkind, ne?). Du trägst übrigens grade Kleidergröße 92, Schuhgröße 23 und babylove Windeln in Größe 5. Die sind von der Passform perfekt und machen bei dir keinen Ausschlag, empfindliche Haut hast du nämlich nach wie vor. Du hast nach wie vor helle Haare, mit verschieden blond-farbigen Strähnen, wobei das Rötliche aus Babytagen leider fast völlig verschwunden ist. Deine Augenfarbe ist mittlerweile genau die von Mama. Unfarben. Blaugraugrüngemischt, je nach Licht. Seit Weihnachten hast du deinen ersten Haarschnitt, der dir klasse steht, vorne lang aber asymmetrisch, Seitenscheitel, nach hinten abgestuft. Deine Haare sind leider unglaublich stur und lassen sich nur mit Gel stundenweise in gewünschter Form halten, aber etwas längere Haare stehen dir so gut dass ich das gern so beibehalten möchte. Ok, ein wenig vorgegriffen aber – am 20.1.16 ist dein Milchgebiss vollständig, nachdem nun der letzte Backenzahn durchgebrochen ist. Halleluja!

IMG_20151213_110241935

Dein Vertrauen in andere zeigt sich eigentlich auch so in deinen Beziehungen. Du bist sehr zugewandt, vertrauensvoll. Du lässt dich gut trösten, oft auch schon in einem Wutanfall. Du bist bei unbekannten Menschen zwar nach wie vor sehr schüchtern und reagierst dann abwehrend, kannst dich aber am Arm einer Bezugsperson auftauen und dann siegt oft dein Interesse. Du bist ein liebes und freundliches Kind aber ganz deutlich viel introvertierter als dein Bruder. Du magst zwar andere Menschen sehr, hältst dich aber eher am Rande auf und beobachtest. Die Mitte im Scheinwerfer ist definitiv nicht dein Platz. Immer mehr merken wir aber dass du wohl ziemlich ausgefuchst sein kannst und offenbar ein guter Beobachter bist und weißt an welchem Faden man ziehen muss. Du kennst auch alle Wut-Fäden an deinem Bruder und zupfst sehr gekonnt und zielgerichtet daran wenn er dich geärgert hat. Aber meist hast du ihn lieb.

IMG_20160105_111828760

Ihr seid da so typische Brüder, am Liebsten am Rumalbern, Toben und „Raufen“. Euch fällt da zusammen viel Quatsch ein, und in den meisten Fällen kamen die Ideen von dir. Du hast allgemein eine extrem hohe BpS. Blödsinn pro Sekunde. In dir brodelt ein unerschöpflicher Quell an nicht so klugen Ideen. Das geht von Unsinn beim Essen über destruktive Funktionen rund ums Haus bis zu tatsächlich gefährlichen Ideen bei denen du oder sonst wer zu Schaden kommen könnte. Du hörst da auch nuuulllkommagarnicht und musst wohl jede schlechte Erfahrung einmal durchexerzieren bevor dus begreifst. Du weißt nun also dass sich der Ofen nicht so schön anfühlt wenn Feuer drin brennt und dass man wiiirklich Handschuhe anziehen sollte wenn man im Schnee spielen will. (Du hasst nämlich Kälte und musstest 10 Minuten durchschreien nachdem du dir die Hand rot gefroren hast mit nem Schneeball.) Du hasst übrigens Socken und man findet dich daher im Auto oft so wieder, vor Stolz über den Strich grinsend über alle vier Backen:

IMG_20151124_172741888

Obwohl du wie schon erwähnt eher ruhig bist muss man also festhalten dass du alles andere als „brav“ bist. Du kommst aus Prinzip keiner einzigen Aufforderung nach, meist machst du das Gegenteil. Du hörst grundlegend nicht wenn man etwas sagt und du bist da auch taub für den Ton, ob das nur nebenher im Alltag oder mit Panik im Ruf weil du auf die Straße zurennst. Is dir schnuppe. Es lässt dich auch äußerst kalt wenn man mit dir schimpft. Das heißt, eher „rügen“. Dann lachst du und machst das Unerwünschte erst recht. Wenn man allerdings lauter wird und dich schärfer anredet (wie genannte Auto-Straße-Aktionen oder wenn du extrem fies zu Bruder oder Katzen bist) fängst du recht schnell an bitterlich zu weinen und brauchst dann Trost. Das ist dann natürlich auch nicht Ziel der Sache. Insgesamt verlangt uns das viel Nervenstärke ab und macht es zeitweise anstrengend mit dir. Glücklicherweise hast du es sehr leicht alle mit deiner knutschesüßen Art um den Finger zu wickeln und zu verzaubern.

Und, oh, deine Stimme! Ich glaube auf der ganzen Welt gibt es kein Kind das süßer spricht als du! Du hast so eine hohe, Schäfchenglöckchenzauberliebe Stimme (ja ich weiß nicht wie man das sagen soll aber wenn du anfängst zu reden geht das mitten rein ins Zentrum von Mutter/Vatergefühlen – nebenbei bemerkt bist du ein klassischer Väter-Liebling, alle Papas fahren voll auf dich ab, keine Ahnung warum, und ich kann mich noch gut ans Schwimmbad im Sommer erinnern wo ich von Papas etlich Hachzer mitbekommen hab! Echt jetzt!!! O_O ).. Dazu kommt eben, dass du sehr viel mit Schnuten-Einsatz sprichst und dich da voll des Kindchenschemas bedienst das du so deutlich verkörperst. Und dann deine Sprache selbst. Du sprichst leider sehr undeutlich und nicht besonders viel oder gut, aber das was du sagst ist Zucker. Du lässt oft den ersten Teil des Wortes weg, (Ba)Nane, (Marme)Lade, (Sch)Nulli zum Beispiel. Du verwendest auch viele Laut-Worte, wie Tütata oder Wau-Wau (seufz). Fantasieworte hast du sonst eher weniger, du versuchst schon die richtigen zu nehmen, du sprichst sie nur einfach recht babymäßig. Auch kommen von dir in der Regel noch keine Zweiwortsätze und wir hoffen dass du da bald mal ein wenig Ehrgeiz entwickelst, das würde es manchmal leichter machen.

Dafür verwöhnst du uns grade total mit deinem Schlafverhalten. Nach dem Abendritual (lesen, singen, kuscheln) legst du dich mit der Schmusetier-Armee und Schnuller um ca. 19-19.30 ins Bett und in den meisten Tagen schläfst du dann durch bis ca 6.30, manchmal wirds auch 7 oder mit Glück sogar noch ne halbe Stunde später am Wochenende. Oft hast du nachts noch Durst und rufst weil du trinken möchtest, aber danach legst du dich gleich wieder hin und schläfst weiter. Wenn du nicht krank bist klappt das also wunderbar. Deinen Mittagsschlaf haben wir wegen des Wechsels in den Kindergarten, in dem es keinen vorgesehenen Mittagsschlaf gibt, jetzt erfolgreich bis knapp 14 Uhr rausgezögert. Damit es abends nicht zu spät wird wecken wir dich so gegen Viertel nach 3, was du manchmal nicht so toll findest aber meist hinnimmst. Generell bist du gleich nach dem Aufwachen ein Sonnenscheinchen und bestens gelaunt und bereit für den Tag.

IMG_20151222_221256817

Dein Lieblingsessen sind Nudeln mit Soße. Nudeln gehen immer. Die Soße ist auch fast egal, am Liebsten aber klassischerweise Tomatensoße. Ohne erkennbare Stückchen bittedanke. Gut püriert geht dir so auch Gemüse runter, was sonst eher nicht so läuft. Gemüse mochtest du noch nie, auch schon als Baby in Breiform nicht. Wenigstens magst du Obst sehr gerne und auch Smoothies, durch die man dir hin und wieder eben auch Gemüse oder grünes Blattzeug reinmogeln kann. Vom Brot isst du prinzipiell keinen Rand, und wenn man den Rand wegschneidet lässt du trotzdem Rand übrig. Du magst Käse und Joghurt, aber nur wenn eben keine Stückchen drin sind. Was das betrifft bist du sehr empfindlich. Jeden Tag aufs Neue kannst du dich für dein Frühstücks-Müsli mit Vanille(soja)milch begeistern, wovon du immer ne große Schüssel verputzt.

Leider müssen wir aktuell nach wie vor dein rechtes Auge ein paar Stunden jeden Tag abkleben. Allerdings klappt das sehr problemfrei, in der Regel lässt du das Pflaster gut drauf und man sieht kaum noch Schielen. Wir hoffen sehr dass wir bei dir um die Augen-OP die das kosmetisch korrigieren könnte rumkommen weil wir gleich beim ersten Anzeichen begonnen haben. Obwohl ich das anfangs so schlimm fand ist es insgesamt doch ein kleiner Preis für bestmöglich funktionierende Augen. Deine Brille schätzt du sehr und verlangst auch gleich nach dem Aufstehen danach. Vermutlich merkst du selbst dass du sie brauchst um gut sehen zu können…

IMG_20151205_153654795

Bereits einen Tag vor deinem Geburtstag konntest du in den neuen Kindergarten wechseln, in den auch dein Bruder schon seit Herbst geht. Deine Eingewöhnung dauerte grade mal 1,5 Wochen. Wir nehmen an, dass es so schnell ging weil dir der Ablauf einfach schon gut bekannt ist. Es ist auch grade eine sehr kleine Gruppe (mit dir 5 Kinder auf 2 Erzieherinnen), obwohl immer mal wieder die Kinder der größeren Gruppen zu Besuch kommen dürfen. Deine beiden Erzieherinnen sind sehr lieb und haben sich sehr um die bemüht. Du bist sichtlich dabei sie in dein Herzchen zu schließen, lässt dich bereitwillig auf sie ein, freust dich über Spieleinladungen und kannst nach ein paar klammerigen Kuschelminuten morgens leicht in deinen Kindergartenalltag starten. Du freust dich auch sehr, dass dich dein Bruder so oft besuchen kommt und hast auch schon Kontakte zu dessen Freunden geknüpft, obwohl dir einer davon doch noch fast ein wenig zu groß, laut und poltrig ist. Aber da er sich bemüht sehr lieb und vorsichtig zu dir zu sein weil ich ihm auf seine Nachfrage, warum du Angst vor ihm hättest, gesagt hab dass du für so wildes Spielen noch zu klein bist, taust du auf und spielst immer mal wieder so eine Art „guckuck“ Spiel mit ihm. Sehr süß!

IMG_20160107_091214574_HDR

Du bist ruhig, harmoniebedürftig, ein Schlingel durch und durch, introvertiert, vertrauensvoll, empfindlich, ein Draufgänger, mutig, ein Sonnenschein und Strahlemännchen, fröhlich, trotzig, lustig, bockig und stur, zärtlich, verschmust, (geh)faul, neugierig, dankbar, höflich, praktisch-schlau (das Wort das ich meine ist Bauernschläue aber das klingt so abwertend), genügsam, provokant und einfühlsam.

Du liebst Hunde, Kuscheltiere, Wärme, Baden, deinen Bruder und deine Großeltern, Puzzlen, Seifenblasen, Nudeln, Luftballons, Bälle, Küsse, Toben, Eincremen, Springen, Runterhüpfen, mit Knete spielen, Autos, Traubenzucker Lutschies, draußen spielen und erkunden, getragen oder gefahren werden, Quatsch machen und Lachen.

Mein liebes kleines Raupi, ich entdecke immer wieder neue Seiten an dir und kann mich immer wieder aufs Neue in dich verlieben. Du machst es einem nicht schwer von dir begeistert zu sein und ich bin so froh dass du zu unserer Familie gehörst! Auf ins nächste abenteuerliche Jahr! Mögen dir meine Nerven gewachsen sein!😉

.
Auf bald,
Hummelchen

Rumpelstilzchen, du bist DREI!

Das hier kommt so unglaublich verspätet dass ich mich wirklich bemühen muss die Zeit bis zum Geburtstag zu beschreiben, was mir bestimmt nicht immer gelingen wird.. aber die Welt ändert sich ja nun auch nicht in ein paar Wochen…

 

Irgendwie war dieser Geburtstag der erste richtig feierliche, den du voll mitbekommen hast, und schon einige Zeit davor darauf hingefiebert hast. Das Motto für den Geburtstag ergab sich extrem kurzfristig, einige Tage vorher, sodass ich alle Pläne die ich schon hatte nochmal umgeworfen und neu aufgelegt habe. Aber deine neue Begeisterung und Leidenschaft war so feurig und ungebremst dass ich nicht widerstehen konnte.

Seit ich dich einmal eine Feuerwehrmann Sam Folge gucken ließ bist du völlig im Feuerwehr-Fieber. Alles ist Feuerwehr. Du bist immer ein Feuerwehrmann, deinen Feuerwehrhelm trägst du ständig zu Hause. Du hast generell ein Faible für „Retterfiguren“, auch Sankt Martin hat dich so begeistert dass du bis jetzt, im Januar, ständig davon sprichst und Martinslieder hören willst, oder Sankt Martin spielst (der Bruder ist dann immer der arme kranke Mann, so sagst du). Auch Polizei und Rettung sind hoch im Kurs. Du bist auch sehr schulmeisternd-regelverliebt, und schimpfst wenn ein Autofahrer nicht blinkt, deiner Meinung nach anderswie falsch fährt oder jemand Papier oder Unrat am Weg weggeworfen hat. Vermutlich wirst du mal Beamter.

Aber Feuerwehr ist unangefochtener Spitzenreiter, und daher sah es zu deinem Geburtstag so aus:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Neben der familieninternen Feier zusammen mit den Großeltern und deiner Großtante-Patin gab es auch noch einen Kindergeburtstag, zu dem 3 Kinder eingeladen waren. Hui wars das ein Trubel! Aber dir hats gefallen und du hast deinen Geburtstag sehr genossen. Am Liebsten hättest du dauernd Geburtstag und bist regelrecht enttäuscht wenn wer anderer mal „dran“ ist. Deinem Bruder hast du vor seinem Geburtstag schon tagelang in den Ohren gelegen dass er dir aber von seiner Torte auch was abgeben muss!

Die Zeit vorm Geburtstag gab es sehr viele Veränderungen. Die Tollste davon ist vermutlich die, dass du nun komplett trocken bist, tagsüber und nachts. Das ging extrem schnell, nachdem sogar deine Kita-Erzieherin mir nahelegte dir einfach keine Windeln mehr anzuziehen gab es innerhalb der ersten Woche genau 2 „Unfälle“, in der zweiten einen, und das wars dann. Das war Anfang August, und da wir merkten dass alle Windeln morgens trocken sind bzw du notfalls auch nachts bescheid gibst haben wir uns dran gewagt dich auch nachts ohne Windel zu lassen. Bisher gab es da einen Zwischenfall, ansonsten bist du nun seit Ende August auch nachts trocken. Das war ein großer Schritt in Richtung „Kind“, und du machst gleich einen viel älteren und selbstständigeren Eindruck! Nicht zu vergessen wie stolz du darauf bist…

Aber auch in der Betreuung gab es eine Änderung, da du für die Kindertagesstätte zu alt warst stand ein Wechsel an, und da wir ja einen Kindergarten praktisch als Nachbarn haben (also, die Gärten grenzen aneinander, da der Kindergarten aber auf einem Hang liegt müssten wir trotzdem rundherum laufen, was aber immer noch grad mal 5 Minuten dauert) wählten wir den. Beim Anschauen machten vor allem die Erzieherinnen einen sehr netten Eindruck sodass uns die Entscheidung nicht schwer viel. Das bist du an deinem ersten neuen Kindergartentag, mit einem extra dafür angefertigten Shirt:

IMG_20150901_080917958

Ein wenig skeptisch waren wir nur, weil es dort keinen Mittagsschlaf mehr geben sollte. Natürlich könnten wir dich danach, so gegen 14 Uhr nochmal hinlegen, aber wir wussten dass das kein gutes Ende nimmt. Zu dem Zeitpunkt bist du schon äußerst ungern schlafen gegangen, hast lange gebraucht bis endlich Ruhe war und bist dann extrem stinkstiefelig aufgewacht. Also haben wirs in den Sommerferien in Angriff genommen, deinen Mittagsschlaf zu streichen, und siehe da, das klappte nach ein paar Tagen in denen du am frühen Abend einen Durchhänger hattest, ganz ausgezeichnet. Der Sommer war dafür ein guter Zeitpunkt, da man sich den Tag da gut verkürzen kann und nicht nur drin sitzen muss…

Wir hatten auch die Hoffnung dass das deinen sehr schlechten Nachtschlaf verbessert, aber das ging leider nicht auf. Nach wie vor schläfst du nachts nicht gut. Du brauchst abends immer Begleitung beim Einschlafen (wenngleich das nicht sehr lange dauert, so 10-15 Minuten nach Abendritual), wachst nachts mindestens einmal, oft aber mehrmals auf, und schläfst in der Regel nicht die ganze Nacht in deinem Bett. Mal nennst du Angst vor Tieren (Alpträume), mal sagst du nur du hättest schlecht geträumt aber weißt nicht was. Wir haben nun unsere Betten so umgestellt dass wir ein großes Familienbett haben in dem notfalls alle schlafen können und auch Platz haben, und eigentlich ist das nicht „schlimm“. Dennoch finden wir es schade dass du nicht mehr so traumhaft schläfst wie du das mal konntest, und hoffen insgeheim ja doch dass wir dahin irgendwann wieder zurück kommen. Ein wichtiger Begleiter nachts sind für dich nach wie vor deine Kuscheltiere, der „Wuffi“, der schon ne ziemlich abgeliebte Optik an den Tag legt, sowie mittlerweile ein kleinere Hund, der total kreativ „Wauwau“ getauft wurde. Gelegentlich darf auch noch ein Random-Tier mit ins Bett (hier eine Eulenspieluhr).

IMG_20150824_115410813

Morgens bist du ein wahrer Morgenmuffel. Du bist so extrem stinkstiefelig, dass du meist die ersten 30 Minuten deines Tages wahlweise meckernt, heulend, kreischend oder bockend verbringst. Da geht in der Regel gar nix. Das hat auch meist gar nichts damit zu tun wie gut oder wie viel oder bis wann du geschlafen hast, das ist einfach so dein (etwas nervenzehrender) Stil. Am Schlimmsten ist es wenn du brüllend aufwachst und dann nicht zu beruhigen bist, aber weder zu dem Zeitpunkt noch danach einen Grund nennst oder nennen kannst. Von jetzt auf dann ist es vorbei und du bist wieder normal zugänglich. Verstehe, wer will…

Nach wie vor hast du deine furchtbar dramatischen Austicker. Du kreischt dich derart in Rage, dass du dich schon öfter mal übergeben musstest. Man kommt dann gar nicht an dich ran, du quietschst wie von Sinnen und dann ist Polen offen. Ich hab sowas ehrlich noch nie bei einem anderen Kind gesehen oder davon gehört und es ist wirklich für alle Beteiligten heftig. Eine wirkliche Lösung wie wir damit am Besten umgehen haben wir noch nicht, wenn es ganz arg schlimm wird und du schon zu würgen beginnst hilft aber ein „Bitte Schatz beruhig dich du musst sonst brechen“, dann schluchzt du „ich wiiill aber niiicht!“ und klammerst dich ängstlich und hilfesuchend an einen, und man kann dann trösten, was du sonst überhaupt nicht zulässt. Wirklich schön ist das aber auch nicht. Unser Trost ist allerdings der: solche Anfälle kommen nur wenige Male pro Woche, und dazwischen bist du überhaupt kein typisches Trotzkind! Dieses bockig-aus-Prinzip ist gar nicht deins, du bist extrem vernünftig, einsichtig, zugänglich. Du möchtest es auf jeden Fall deinen Lieblingsmenschen recht machen und als „Großer“ gelten, bist oft sehr altklug benimmst dich sehr „reif“. Natürlich hatten wir just vor deinem Geburtstag eine Horror-Phase, in der du deine Anfälle gesteigert hast UND trotztypisch gebockt hast, das war vielleicht übel. Ging aber nur eine Woche, PHEW!! Und du liebst Marmelade, vor allem selbstgekochte. (Ich bin die Meisterin der Übergänge, hähä!)

IMG_20151024_082912628

Du bist nach wie vor sehr wählerisch beim Essen, und Gekochtes geht in der Regel gar nicht. Klar, du hast deine Mahlzeiten die du immer essen könntest, Milchreis, Spätzle, Schupfnudeln, Nudeln mit Tomatensoße, Reis pur… Ende. Alles andere braucht man dir nicht servieren. Du isst allerdings sehr gern Obst und auch einiges an Gemüse, sofern es roh ist, am Liebsten Pilze und Karotten.

Eine Leidenschaft von dir sind Schuhe. Du legst da viel Wert auf „Style„. Du hast eine Vorstellung wie deine Schuhe ausschauen sollen und wie du sie kombinieren willst, und meist schaut das dann gar nicht mal so schlecht aus. Vor allem liebst du deine roten Gummistiefel und deine gelben Chucks-artigen Schuhe. Leider haben dich letztere sehr gedrückt mit der Zeit, sodass du dir zum Geburtstag gelbe DrMartens aussuchen durftest.

Deine Schuhgröße ist mittlerweile bei knapp 28 angekommen (je nach Modell/Schnitt), ich finde also du hast insgesamt recht große Füße… Kleidung benötigst du in 104, und zu deinem Geburtstag warst du genau einen Meter groß und wiegst knapp 16kg (schwankt immer mal zwischen 15,3 und 16,5, je nachdem ob es am Vortag Milchreis oder Brokkolisuppe gab). Du wirkst schlank, aber nicht dünn und eher kräftig-sehnig als zart.

Aber man merkt nicht nur an deiner Größe, dass du nun kein so ganz kleines Kind mehr bist. Du sprichst so erstaunlich viel, machst nur bei manchen Dingen Fehler (nach wie vor Vergangenheitsform mancher Verben, gestern/heute/morgen, ..), kannst Ereignisse richtig toll nacherzählen, kannst ganze Lieder auswendig singen, und das sogar mit Tönen und nicht nur lauter Sprechgesang. Du merkst dir grade Lieder sehr schnell und singst sie dann begeistert nach. Musik liegt dir sehr.

Nicht zuletzt lässt sich das an deiner ungebrochenen Leidenschaft für Geigen erkennen. Seit du deine Plastikspielzeug Geige hast wurde täglich mit ihr gespielt, und als der Bogen gebrochen war warst du sehr traurig. Nachdem deine ehemalige Erzieherin in der Kita ja schon mehrfach angeboten hatte, sie würde dir Geigenunterricht geben haben wir uns dazu entschieden dir zum Geburtstag eine echte Geige zu schenken. Eine 1/8 Geige, ein wirklich winzig schnuckeliges Ding. Du gehst sehr gerne zu ihr üben und auch zu Hause fragst du regelmäßig ob wir jetzt Geige spielen. Du übst täglich so etwa 5-10 Minuten, wobei wir lange Pausen drin hatten wegen Krankheit. Es bereitet dir viel Freude, auch wenn du aktuell noch nicht „alleine“ spielst. Beim Üben sollen wir deinen Bogen führen, deine Lehrerin meint es wäre jetzt mal das Wichtigste dir keine Fehlhaltungen anzutrainieren. Du lässt dir das gefallen, bist teilweise recht dankbar. Man merkt nämlich, dass dir die Geige schnell zu schwer wird, und es noch einige Übung und Muckis brauchen wird bis du die einfach so alleine halten kannst. Wir üben nach einem Kinder-Lehrheft, streichen leere Saiten, üben lange und kurze Töne und seit Neuestem auch Pausen (was mit Geige gar nicht so leicht ist wie das klingt!! sage ich, schließlich übe ich ja mit ihm…). Wir haben da selbstverständlich keinen Anspruch was du können sollst, wir wünschen uns nur dass wir deiner Begeisterung entsprechen können und du deine Liebe zur Musik, oder eben diesem Instrument behältst und findest. Bitte und Danke sagst du übrigens beinahe inflationär. (Kleine Disclaimer, nachdem ich schon auf einer Plattform auf der ich das erzählte mit dem Spruch „Statt euren Kindern Yoga, Geige und Chinesisch beizubringen lehrt sie lieber mal Bitte und Danke sagen“. Clever, innovativ und kreativ, ne?)

IMG_20151202_150903244

Du bist tatsächlich sehr höflich, legst Wert auf Benimm und, naja, „Etikette“, dein Regelverliebtsein halt. Du spielst das im Rollenspiel sehr deutlich aus, aber auch im Alltag. Du grüßt praktisch jeden auf offener Straße und beginnst Smalltalk. Oft rufst du Leuten entgegen „Haaalllooooo, wie heißt du deeenn???“ und dann „Wie gehts dir? Gut, ja?“ Es ist zum kaputtlachen, viele wissen gar nicht wie sie darauf reagieren sollen, manche, vor allem innorts (wir sind da ein kleines Dorf wo eigentlich jeder jeden kennt) fangen dann mit dir ein Gespräch an und ihr plaudert eine Weile. Vor allem beim Bäcker oder beim Spazierengehen. Auch beim Einkaufen im Supermarkt unterhältst du dich immer an der Kasse, und freust dich dann besonders wenns beim dm wieder nen Traubenzucker gibt.

Du bist auch in der Regel das, was man gemeinhin als „brav“ bezeichnet. Du machst nicht viel Quatsch oder Unsinn, hast keinen unerschöpflichen Quell blöder Ideen (wie dein Bruder *hust*), man kann dich auch mal alleine wo sitzen lassen wenn man schnell Hausarbeit erledigen möchte. Du kannst nicht nur ausdauernd Feuerwehrmann Sam gucken (oder Hörspiel hören seit Weihnachten), sondern auch lange basteln, malen, schneiden oder kneten. Darin kannst du richtig versinken und vor dich hin arbeiten. Du wirst auch tatsächlich immer geschickter.

Du und dein Bruder, ihr seid so typische Brüder eben. Ihr könnte euch zanken wie die Kesselflicker, den Dreck unter den Fingernägeln neiden, euch anzicken und anschreien, und dann habt ihr euch wieder ganz dolle lieb.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Du liebst Schmuck, Haarspänglein, Uhren, Schuhe, Gummistiefeln, Regenpfützenhüpfen, auf deinem Rody Pferdchen reiten, von Mama genähte Kleidung, Mützen, Musik, Tanzen, Geigespielen und -hören, Rennen, Fussball spielen, Runterhüpfen, deine Großeltern, Marmelade, Jeans mit Gürtel, kuschelige Jacken, Jogginganzüge, Handschuhe, deinen Bruder, Autos, Einsatzfahrzeuge, Feuerwehr, St.Martin, das Laternenfest, Reis, Labello, deine Kuschelhunde, beim Bäcker oder dm einkaufen, den Spielplatz, Schwimmen mit Schwimmflügel, Bücherlesen, Aufräumen und Putzen, anderen helfen, deine Kindergartenfreunde Luca und Jakob, Tiere (vor allem Pferde), Ausflüge, gekitzelt werden, bei Mama und Papa schlafen, in der Badewanne planschen (nur nicht Haarewaschen!!), Laufradfahren, und zum Friseur gehen.

Du bist charmant, sozial, extravertiert, eine kleine Drama-Queen, selbstbewusst, freundlich, witzig, vorsichtig, ängstlich, genau, ordentlich, hilfsbereit, fürsorglich, anhänglich, begeisterungsfähig, altklug und manchmal ein wenig frech.:-)

IMG_20150905_102853

Mein Großer, ich bin so stolz auf dich und liebe dich so sehr… Ich bin so froh deine Entwicklung beobachten zu dürfen und dir beim Größerwerden zuschauen zu können. Du machst mich sehr glücklich und ich bin gespannt, was die Zukunft für uns bereit hält! In Liebe, Mama.

.
Auf bald,
Hummelchen

 

Jahresrückblick 2015

So lange war es hier noch nie still. Mir hat mein Blog zwischendurch echt schon öfter gefehlt, aber seit Anfang November herrscht(e?) hier der Ausnahmezustand, vor allem deshalb weil ich nun zum 2. Mal ne wirklich widerwärtige Bronchitis hab, wobei schon die erste wochenlang nicht auskurierte und ein Lungengeräusch blieb das nicht verschwinden wollte. Schlimm für mich sind die heftigen Rücken+Rückenmuskel+Zwerchfell Schmerzen, gegen die seit Wochen nur noch Schmerzmittel helfen (und die nicht gut). Leider ist es auch noch nicht überstanden, aber für den Jahresrückblick melde ich mich zurück und bin dann hoffentlich bald wieder normal hier…

 

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Tja. Das Jahr war wirklich bis auf einige Ausnahmen richtig scheiße. Gefühlt war ich eigentlich ständig am Jammern und Meckern, und ich hassseee das. Viele Sorgen und knapp-vor-Zusammenbrüche im ersten Quartal/Halbjahr, die nervige Jobsuche und damit verbundene Sorgen, die scheinbar unumgänglichen Probleme Arbeit und Familie smooth unter einen Hut zu bekommen und nun die aktuelle Krankheitsserie, der lange Arbeitsentfall in der Probezeit und die wochenlangen Schmerzen…. Ne 2. Mehr ist da nicht zu machen.

2. Zugenommen oder abgenommen?
Weder noch.

3. Haare länger oder kürzer?
Länger

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Ich sehe immer noch gut. Wenn schon das Hören kacke is, dann muss doch wenigstens das, hm?

5. Mehr Kohle oder weniger?
Naja. Ich arbeite und hab gleich viel wie als Arbeitslose, aber es fühlt sich schöner an.

6. Besseren Job oder schlechteren?
Mal wieder einen Job, in meinem Wunschbereich, und das fühlt sich gut und erfüllend an.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr. Leider. Seufz.

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Einige Male ne Arschkarte, sonst nichts.

9. Mehr bewegt oder weniger?
Gleich wenig. Ich könnte jetzt schreiben das muss sich wieder ändern, aber ich weiß beim besten Willen nicht wie und wann.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Grrrr…… Also es war jetzt 1/6 des Jahres.

11. Davon war für Dich die Schlimmste?
Bronchitis+Lungenentzündung+Rippenfellentzündung

12. Der hirnrissigste Plan?
Eigentlich gab es wirklich keine… was nicht heißt dass mir nicht gute Pläne mächtig schief gegangen sind.

13. Die gefährlichste Unternehmung?
Nö..

14. Die teuerste Anschaffung?
Neues Auto-Leasing bzw das übern Tisch gezogen werden bei der Rückgabe vom alten.

15. Das leckerste Essen?
Uff… ich glaube, die Burger im neuen Lieblings-vegan-Restaurant.

16. Das beeindruckendste Buch?
Ich hab kaum gelesen, aber mal wieder ein „einfach so“ Unterhaltungs Buch von Kate Morton, Die verlorenen Spuren. War ganz nett. Ansonsten Fachlektüre zu Borderline.

17. Der ergreifendste Film?
Filme guck ich ja eher selten, eher Serien. Da hab ich Downton Abbey nun für mich entdeckt und mit den Charakteren gefiebert.

18. Die beste CD?
Naja, die beste würd ich nicht sagen, aber die meistgehörte waren von Rolf Zuckowski diese Verkehrserziehungslieder. Die verfolgen mich bis in meine Träume, aber die Kinder lieben sie nunmal und es ist Frieden im Auto…

19. Das schönste Konzert?
Nope.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Der Raupe, krankheitsbedingt mit ihr viel mehr als mit dem Rumpelstilzchen oder anderen Menschen.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?
Mit mir allein. Ich-Zeit hab ich streckenweise (teils unfreiwillig) so vernachlässigt, dass die Folgen schmerzlich waren. Zeit nur für mich habe ich daher sehr zu schätzen gelernt.

22. Zum ersten Mal getan?
Als Mama ins Berufsleben eingestiegen.

23. Nach langer Zeit wieder getan?
In meinem Beruf gearbeitet, stundenlang über fachliche Dinge sprechen.

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Krankhheitsserie der Raupe von Januar-April, meine Krankheitsserie November-Dezember, mein tiefes Loch im Frühjahr

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Den Mann spontan bei anderen Autohändlern anzufragen.

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Ich glaub die meiste Freude hatte das Rumpelstilzchen mit seinen Weihnachtsgeschenken.

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Süße Muttertags-Deko Geschenke in der KiTa mit Fotos der Jungs, bei denen sie geholfen haben und mir überreichten durften.

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Mama, ich kümmer mich um dich, okay?“ vom Rumpelstilzchen❤

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Öhm.. ich weiß eigentlich keinen.

30. Dein Wort des Jahres?
Organisation, Tante

31. Dein Unwort des Jahres?
Bronchitis

32. Dein(e) Lieblingsblog(s) des Jahres?
Ich blätter hier und da mal rum, aber einige Dauerlieblinge sind zum Beispiel Milarella, EmmasWunderwelt, Blumenpost, Bis einer heult, Holzhütteneinblicke, 0.2

33. Zum Vergleich: Verlinke Deine Rückblicke der vorigen Jahre!
2014, 20132012, 2011

 

Zum Schluss bleibt natürlich ein  kleiner Ausblick ins nächste Jahr.. was steht an, was erhoffe ich mir, was sind meine Pläne?

Nun, zunächst freue ich mich erstmal auf die Eingewöhnung der Raupe im örtlichen Kindergarten. Ich hatte in der KiTa schon länger kein gutes Gefühl mehr, auch wenn sie lieb zu ihm waren, hatte ich nicht den Eindruck dass wir dort gut aufgehoben sind. Umso mehr freue ich mich, dass er zu seinem 2. Geburtstag nun wechseln darf. Ich bin schon gespannt wie die Eingewöhnung läuft und hoffe dass es ihm leicht fallen wird. Das wird uns wohl den Großteil des Januars begleiten. Natürlich gibts dann auch noch seinen Geburtstag zu feiern!

Ich hoffe dann dass der Rest des Winters ruhiger verläuft was Krankheiten betrifft. Ich bin sehr froh, dass auch die Raupe sehr viel „effektiver“ krank ist als letzte Saison. Also, nicht dieser wochenlange quälende Husten aber nicht richtig krank, sondern krank oder gesund. Zwar oft krank, aber dann nur ein paar Tage, und dann wieder anderes Programm. Das ist irgendwie sehr viel nervenschonender. Da will ich also gar nicht meckern. Da ich nur 3 Tage arbeite und auch der Mann bereit ist mal daheim zu bleiben ließ sich das bislang gut organisieren. Nur wenn ich selber krank werde ist halt alles hinüber. Das haben wir die letzten Wochen schmerzlich zu spüren bekommen und das muss bitte bitte bitte wieder anders werden, dringend!! Auch wegen meiner eigenen (körperlichen und mentalen!) Kräfte und nicht vorhandenen Reserven.

Gerne darf noch ein wenig Schnee kommen! Ich bin doch ausm kalten Österreich, ich brauch das!:-)

Im Frühjahr hoffe ich dass ich genügend Zeit finde den Garten ein wenig herzurichten. Letztes Jahr hat sich enorm viel getan durch das Beseitigen der Bäume, aber da gibt es noch soooo viel und es ist erschreckend dass wir einen so winzigkleinen Garten nicht mal schwuppdiwupp hergerichtet bekommen, aber.. so ists halt. Ich möchte auch dieses Jahr wieder fleißig Gemüse im Garten haben, aber umhimmelswillen weniger Gurken!!

Ich weiß ja nicht ob das nicht ein wenig zu optimistisch ist, aber ich würde gerne im Sommer echt und ehrlich mal Urlaub machen. Also mit wegfahren. Nix Großes, nix Teures, nix Spektakuläres, nicht lange, … aber so ein wenig nicht-daheim halt. Das sag ich aber nur ganz leise, mal schaun wie es bis dahin aussieht, ob wir überhaupt Kapazität für gemeinsamen Urlaub im Sommer haben oder alles gesplittet für Kinderbetreuung draufgeht.

Gegen Jahresende hoffe ich so so so so soooooo sehr dass der Mann arbeitstechnisch näher Richtung Heimat versetzt wird und dann nur noch 1,5 statt gut 3 Stunden täglich pendeln muss. Das wird einerseits eine merkbare finanzielle Erleichterung (Bahnticket) aber viel wichtiger noch natürlich beschert uns das mehr Familienzeit!

Konkrete Vorhaben oder Vorsätze im eigentlichen Sinn hab ich jetzt nicht so recht. Ich bin noch nicht so recht im „Flow“ als arbeitende Mama angekommen, da ist wenig Spielraum für neue Ziele. Ich möchte aber auf jeden Fall da meine Balance finden. Vielleicht doch auch mal einen Putzplan versuchen? Ich putze ja nämlich gar nicht ungern, aber die verfügbare Zeit wird eben immer weniger und da muss vielleicht ein wenig mehr Struktur rein.

Generell hab ich in der letzten Zeit Hobbies sehr schleifen lassen (malen, nähen, bloggen), weil ich mich oft zu erschlagen fühlte noch etwas zu „machen“ und bin dann oft vorm Laptop versumpft. Eigentlich gefällt mir das gar nicht und ich sollte mich wohl öfter überwinden was sinnvolles mit der wenigen freien Zeit anzufangen…

Im Großen und Ganzen wars das … mal schauen was das Jahr bringt. Ich habe nicht allzu hohe Erwartungen aber trotzdem viel Hoffnung dass es einfach besser wird als dieses.

.
Bis nächstes Jahr!
Hummelchen

22-Monats-Geburtstag Raupe

Uije, ein wenig spät mit allem dran, aber die ersten Erkältungswellen, die mal querbeet hier alle in die Horizontale befördert haben verhinderten zeitgerechtes Tippen:-)

Sprache: In den letzten Monaten ist dein Wortschatz schier explodiert, sodass ich heute unmöglich eine Liste schreiben kann, welche Worte du schon verwendest weil es eben ganz plötzlich so viele sind. Du sprichst sehr viel nach und übst begeistert die Aussprache, dein Bruder spielt das Spiel ganz gern mit dir. Man versteht dich auch deutlich besser, obwohl du immer noch eine ganze Reihe süßer Fehler einbaust. Zusammen mit deiner süßen, weichen, hohen Stimme klingt das einfach nur schnuckelig. Du kannst mit einiger Mühe deinen (zugegebenermaßen schwierigen) Namen aussprechen und nennst dich, ähnlich wie die ersten Versuche deines Bruders, Dade, Dada oder Dande. Aber deinen Nachnamen kriegst du super raus!

20151110_164806

Spielen: Dein absolutes Lieblingsspielzeug sind grade Autos, vor allem ferngesteuerte. Mehrmals täglich kümmerst du dich aber um die Stofftiere und kuschelst sie innig. Seit Kurzem interessierst du dich für Puzzles und kannst es auch auf einmal. Das Auto-Puzzle von deinen Paten war wohl damit mit eines deiner Lieblingsdinge in letzter Zeit. Du malst auch gerne, aber nicht sehr ausdauernd. Nach ein paar Mal Stifte umsortieren und kurz kritzeln ist Schluss. Sehr viel Zeit verbringst du in unserer Turnecke. Das ist eine Matratze, und Hocker über die man klettern und runterhüpfen kann.
So ganz allgemein muss man aber sagen, dass du sehr „genügsam“ bist. Du bist schnell zufrieden mit dem Spielangebot das man dir macht, und eigentlich für alles zu begeistern.
Deine Lieblingsbeschäftigung ist Lichtschalter aufdrehen oder mithilfe eines Hockers Türen öffnen. Alle, überall, ständig. Stöhn.

IMG_20150916_163952121

Motorik: Naja, wie man schon an deinem Spielverhalten erahnen kann magst du es zu klettern und zu toben. Vorsicht kennst du dabei immer noch nicht, du bist ein kleiner Rambo und grundlegend hart im Nehmen. Wenn du dir weh tust kommst du echauffiert angetapst, hältst die entsprechende Stelle sagst mit besorgtem Gesichtchen „au, au, au“, lässt dich dann deine halbe Millisekunde trösten und trapst dann wieder davon als wär nie was gewesen. Es scheint so als würdest du das Tröstenlassen eher als Standard-Programm sehen, etwas das man halt so macht, wenn man sich weh getan hat. Wirklich zu brauchen scheinst du es nicht, nur wenn du ganz arg aufgeregt bist und weinst lässt du dich richtig randrücken und trösten. Jedenfalls, obwohl du so gern kletterst und machst bist du waaaahhhnsinnig gehfaul! Allein die kurze Strecke bis zum Bäcker ist schon ein Act dich zum Selberlaufen zu motivieren, du streikst da auch gern komplett, setzt dich auf den Boden und Ende Gelände. Auf Spaziergängen ist daher nun immer leider ein Buggy dabei, hat sonst keinen Sinn. Auch deinen ersten Laternenumzug hast du damit fahrend verbracht..😉

IMG_20151111_171626571

Schlafen: Wenn du nicht grade krank bist ist dein Schlafverhalten toll. Leider wiederholen wir wieder das Problem, das wir bis April hatten – wenn du Husten hast drehst du durch nachts. Du wirst dann ganz panisch, steigerst dich unglaublich rein und schreist was das Zeug hält. Natürlich wird dadurch das Husten noch viel schlimmer und endet schier gar nicht mehr. Oft schaffst du es dann nur ganz nah an Mama oder Papa, alleine schlafen geht gar nicht wenn du krank bist. Man muss dann nur immer wieder rechtzeitig den Absprung schaffen, denn so grundlegend schläfst du im Familienbett nicht soo gut und gern, es ist eher so dass du es brauchst wenn du krank bist, aber lieber bist du in deinem Bett.

Kuscheln & Entwicklung: Es tut sich grade viel bei dir, und man merkt dass du immer mehr in das typische Alter „Kind“ reinwächst. Man erkennt immer besser deinen Charakter, deine Eigenarten. Dein Temperament ist standardmäßig fröhlich, ruhig und ausgeglichen. Altersbedingt gibts eben wies zu erwarten ist entsprechende Ausreißer. Du kannst ganz furchtbar bockig und stur sein, sowas hab ich noch nicht gekannt. Du wirst auch schnell sehr wütend und wirfst dann gern alles rum und weg, haust sogar wenn du dich sehr ärgerst. Du reagierst sehr sensibel wenn man dich schärfer anredet oder gar schimpft und weinst dann bitterlich, möchtest dann sofort auf den Arm und getröstet werden. Missstimmung verträgst du überhaupt nicht, du brauchst unbedingt Harmonie. Du findest es auch ganz schlimm wenn es anderen nicht gut gehst und bist immer völlig neben der Spur wenn sich sein Bruder weh tut und weint und willst dann unbedingt was „tun“, was nur leider meist nicht so gut ankommt. Du kannst sehr liebevoll und zärtlich sein, kuscheln, küssen und streicheln steht eigentlich täglich aufm Programm. Auf der anderen Seite kannst du ganz schön sticheln und provozierst deinen Bruder ganz gern mal gezielt.

IMG_20151102_174728307

Sozial: Eigentlich dreht sich grade alles um die Worte „mit“ und „leine“. Auf der einen Seite willst du überall mitmischen, dabei sein und „auch“ tun. Manchmal ist das schwierig, weil es eben Dinge gibt die nur dein Bruder kann, oder es einfach aus anderen Gründen nicht klappt, dass du „mit“ kannst. Das ist für dich dann schwer und endet mit viel Frust bei dir und klirrenden Ohren bei den anderen. Andererseits ist es dir grade (mal wieder) sehr wichtig alles alleine zu schaffen und zu können. Du gibst äußerst ungern die Hand (immer ein Kampf beim Straßeüberqueren), lässt dir nicht gern helfen und tust dies vehement kund. Besonders süß ist, dass du dich sehr oft an deinen Bruder wendest, wenn etwas nicht nach deinem Kopf geht. Wenn zum Beispiel Mama etwas verboten oder gar geschimpft hast läufst du zu ihm und lässt dich umarmen und trösten (leider will er diese intensive Nähe nicht immer, das kannst du fast gar nicht akzeptieren), oder forderst ein er soll dich hochnehmen. Er versucht das dann auch, sehr schnuckelig. (Bis ihr dann übereinander hinfallt und euch in der Regel weh tut. Seufz.) Generell ist er dir sehr wichtig, du fragst oft nach ihm, meist gleich morgens wenn du wach bist und ihn nicht gleich siehst. Ein anderer besonderer Lieblingsmensch für dich ist dein Opa, nach dem bist du grad ganz verrückt. Und sonst bist du grad eher ein Papakind. Was auf jeden Fall erwähnt werden muss ist deine Fähigkeit für ausdrucksvolles Schmollen:

IMG_20150927_082745374

Ernährung: Du isst nicht so gern Brot (nur den Belag), aber bist sonst grade nicht sehr wählerisch. Dein unangefochtenes Lieblingsessen sind Nudeln mit Soße, vor allem Tomatensoße. Davon isst du locker 2-3 Teller voll. Aber auch Suppe mit Backerbsen kann dich begeistern. Gemüse isst du nach wie vor lieber/nur roh. Beim Essenkochen schnorrst du dir so immer Pilze, Tomaten oder Paprika ab und mümmelst die. Naja, besser so vorm Essen als gar nicht, denken wir uns. Du liebst auch dein Müsli morgens (es begeistert dich jeden Tag aufs Neue und wird dir wohl nicht langweilig) und Joghurt. Du magst auch sehr gerne Äpfel und Mandarinen aber bist sehr empfindlich was faserige Strukturen in Obst und Gemüse angeht, also haben wir da unsere liebe Not dir das zu füttern, weil du oft und viel wieder ausm Mund holst, aber wohl den Geschmack magst. Smoothies kommen daher gut bei dir an. Und wie süß du „smuuusie!“ sagst, hachz!

Gesundheit: Dauererkältet. Keine Pointe.

IMG_20151102_213751061

Körperliches: Dein Körperbau ist nach wie vor noch ziemlich baby-knuddelig. Zwar sieht man, dass du im Bauch-Rückenbereich nicht mehr nur kugelig-weich bist sondern kräftiger, muskulöser wirst, aber deine tapsig kurzen Arme und Beine hast du immer noch. Daher ist es schwer die richtige Größe für dich zu finden, 86 ist dir definitiv schon zu klein, aber bei 92 hängen dir oft Ärmel oder Beine weit davon. Nunja. Deine Füße passen in Schuhgröße 22-23, Windeln trägst du wie gehabt babylove in Größe 5.
In letzter Zeit interessierst du dich sehr fürs Töpfchen und hast auch schon einmal dein Geschäft darauf verrichtet. Meistens klappt das aber nicht, du kannst noch nicht lang genug zurückhalten bis ich dich ausgezogen und drauf gesetzt habe. Aber es freut mich dass du es schon versuchen möchtest.

Pfui: Zähneputzen (!!!), zu Fuß gehen

Highlights: Türen öffnen können, Hüpfen, Zuuug

IMG_20151103_081258849

Wenn man von deinen fiesen Dauererkältungen absieht könnte es grad nicht schöner sein mit dir.. bitte werd bald gesund und bleib das dann, meine Maus!

.
Auf bald,
Hummelchen