Snackzeit – Apfel Upgrade!

Bei uns gibts ja nachmittags meist einen kleinen Snack, und obwohl meine Jungs viel und gerne verschiedenstes Obst essen gibts natürlich immer mal wieder nen Durchhänger, da ist dann ein wenig Abwechslung gefragt. Ich bin jetzt nicht so die Phantasie in Person und daher selbst immer dankbar wenn ich einfach verwertbare Tipps finde, und daher möchte ich das hier mit euch teilen.

Jajaja, das ist jetzt nicht weiß wie kreativ oder besonders oder neu, aber meine Beiden mögen das sehr gern – Apfel Sandwichs!

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Ich mach die ganz simpel, schneide erstmal den kompletten Apfel in Ringe (das Kerngehäuse lass ich noch drin). Eine Apfelseite tupfe ich dann mit ein wenig Küchenpapier trocken (ist kein Muss, macht aber das Streichen weniger fummelig) und streiche ein klein wenig Mandelcreme (jede andere Nusscreme tuts sicher auch, aber ich persönlich finde dass Mandel und Apfel einfach klasse zusammenpassen) drauf. Dann die nächste SCheibe drauf und Kerngehäuse rausschneiden oder ausstanzen. Das wars dann eigentlich schon.

Prinzipiell ist es völlig egal welchen Apfel man dazu nimmt. Nicht allzu saftige erleichtern die Sache natürlich, und ich finde saure oder mehlige Äpfel dafür besonders gut. Hier wars ein Braeburn, unser aller Lieblingsapfel, der weder sehr sauer und schon gar nicht mehlig ist, aber was solls…😉

Viel Spaß beim Ausprobieren und guten Appetit!

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Bis bald,
Hummelchen

Kleine Rossmann Eskalation [Haha-Haul]

Vor langer, langer Zeit, auf einem anderen, anderen Blog… da berichtete ich von Hauls. Ich habe mich stets gewehrt, einen simplen Einkauf neudeutsch-cool als „Haul“ zu betiteln, weil mir das für mich zu hip klang und nicht zu mir passte, aber ganz grundsätzlich und allgemein verstand ich unter „Haul“ den halben Laden leer kaufen und nicht nur mal eben Klopapier, nen Lippenstift und Sonnencreme besorgen.

Ich habe hier nun einen Rossmann Haul.

Normalerweise bin ich ja ganz klar Team dm, und da könnte ich viel mehr Geld lassen als gut ist, aber irgendwie wurde ich mit meinem aktuellen Bedarf dort nicht so ganz glücklich. Die Raupe leidet wieder ganz fürchterlich an seinen Ekzemen (am Schlimmsten grad die Handgelenke innen), das sind wahnsinnig trockene gerötete Hautstellen, die jucken, weh tun und wund werden, und derer man mit normal-intensiver Hauptpflege nicht mehr Herr wird, da sie stellenweise schon offen werden und bluten. Es könnte Neurodermitis sein. Oder auch eine andere atopische Ekzem-Art. Es ist aber eigentlich egal wie man das Teil nennt, meinte unser Kinderarzt, bekackt is es so oder so. Man sucht sich also nen Wolf nach dem richtigen Produkt, das für die eine Person funktioniert, dann cremt man bis zum Umfallen und hofft dass man ohne Cortison durchkommt.

Ich hab jetzt sicherlich keine grundlegende Cortison-Panik, das fände ich nicht angebracht. Vor etwa zwei Jahren im Sommer hatte der Rumpel einen riesigen nässend-wunden Fleck am Rücken, in den sich ständig das T-Shirt reingebacken hat und der einfach nicht mehr wurde. Da habe ich der Cortisontube schier die Füße geküsst. Auch wenn hartnäckige Flecken im Gesicht entstehen die sie sich wund reißen fackel ich zwar lange, aber nicht ewig. Trotzdem bin ich absolut kein Freund von dem Zeug und es ist wirklich die ultima ratio, wenn die Kinder wirklich sehr darunter leiden und ständig Schmerzen haben oder die Haut so kaputt ist dass ich Schäden/Narben und Entzündungen befürchten muss. Vor Cortison kaufe ich aber also dm, Rossmann und Apotheke leer, auf der Suche nach dem goldenen Ei in Tube.

Da ich eben bei dm so gar nicht fündig wurde, weder mit Basiskörperpflege (in „Schubzeiten“ kriegen sie nicht nur diese furchtbaren Flecken sondern „Piffelchen“ am ganzen Körper queerbeet, sieht aus wie irgendwas zwischen Pickel und Kratzer, keine Pünktchen die unbehandelt zu Ausschlag-Flächen werden; also – schmieren, schmieren, schmieren! mit guter Ganz-Körper-Creme) noch bei Spezialpflege, die meist fettig und reichhaltig ist und eher punktuell genutzt werden soll, musste ich umdenken. Apotheken Produkte konnten mich in der Vergangenheit irgendwie nicht soo überzeugen, vor allem taten die Enttäuschungen bei den doch ordentlichen Preisen mehr „weh“. Ich hatte aber im Hinterkopf dass es da ja was bei Rossmann gab, und schlug dann zu. Ich hatte nur ein paar Wirkstoffe im Kopf, nach denen ich suchen wollte… pflegende Pflanzenöle, Ringelblume, Nachtkerze, Mikrosilber, Vitamin E, Glycerin, Urea,… alles was so trocken-kaputter Haut halt helfen kann; und dann fand ich mehr als erwartet:

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Für die Raupen- (und Rumpel-)Pflege holte ich: SOS Mikrosilber Creme (gedacht für die Ekzeme selbst, lt Packung auch für Kleinkinder geeignet), babydream med Lotion und Gesichtscreme (wir kennen aus der Serie die Intensivcreme, die ist recht gut), babydream Calendula Öl (für nachm Baden massieren), babydream Gesichts- und Körpercreme (reichhaltig, aber eher für ruhige Phasen) und das babydream Calendula Pflegebad (um die empfindliche Haut beim Baden nicht noch mehr auszutrocknen).
So allgemein wollte noch lila Badefarbe mit (ja, halt wenn wieder alles im Rahmen ist) und grüne Malseife mit, beides von Isana. Zudem ein Peelinghandschuh, eine Rival de Loop Feuchtigkeits-Tuchmaske und eine wasserfeste Mascara, die lashes to kill von Catrice (wir haben ja zeitweise schon Mascara-Wegschwitz-Wetter) für mich und von Frosch eine Handseife für die Küche. Schon laaaahaange stört mich dass wir mit den gekauften Feuchttüchern beim Wickeln den Popo putzen, aber ich konnte mich einfach nicht zu Waschlappen überwinden. Aber da wir ja auch mit Stoffwindeln wickeln möcht ich mir einfach nochmal nen Ruck geben, auch wenns vermutlich (?) nun keine Ewigkeit mehr gehn wird, aber wunder Po ist halt iiimmer noch Thema. Ich versuche den Einstieg soft, mit Wattepads und Einmalwaschlappen von babydream. Ja, der Abfall reduziert sich dadurch nicht, der Umweltgedanke greift daher noch nicht. Aber ich denke wenn ich seh dass es der Raupe gut tut schaff ich vielleicht auch noch den letzten Schritt zum Waschlappenputzer…😉

Das wars aber noch nicht mit der Eskalation. Hust.

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Im Futterbereich werd ich bei Rossmann auch immer fündig, freu mich drüber was es da im enerBio Sortiment so gibt. Hier hatte ich mich aber recht gut im Griff, und konnte nur ein wenig Kleinkram nicht widerstehen. Getrocknete Pflaumen, Mandelcreme (die dann aber leider nicht vegan war, wie von mir fälschlicherweise einfach angenommen, aber ok..) und Cashewmus standen tatsächlich am Plan. Die Kokoschips haben mich dann einfach sehr angelacht, und die Hirsebällchen sind ein sehr praktischer Spielplatz-Snack im Sommer. Den Jungs wollte ich ne Freude machen mit ner kleinen Leckerei und nem „angesafteten“ Mineralwasser. Mission war erfolgreich.😉

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Ja hm tütü… dazu fällt mir jetzt auch kein wirklich guter Grund ein. Oder ja, schon. Die Jungs haben grad nicht so wirklich viel Spielzeug (also sie haben generell nicht soo viel, aber grad alterspassendes und interessantes is grad Mangelware) und wir haben in letzter Zeit daher tatsächlich mehr Geld für sie ausgegeben, das wir vom „Urlaubsgeld“ genommen haben. Die Raupe interessiert sich grade für ein paar Dinge, die es zum ersten Mal überhaupt leicht machen sie zu spielzeugtechnisch zu bedienen: Ballspielen, Dinosaurier und Puzzles. Also gabs nen neuen Ball (der is soo schnuckelig!) und nen Plastikdino (ich wollte nen Schleich Dinosaurier aber die gucken mir noch viel zu böse..). Der Malblock war fällig weil beide grade uuunglaublich viel malen und ich hier grad echt kaum mit Papier nachkomm. Die Werke sind sogar teils echt hübsch anzusehen, wenn auch eben sehr … abstrakt. Dann gabs noch ne Leo Lausemaus Hörspiel CD fürs Rumpelstilzchen weil er dabei echt gut runterkommt wenn er müde ist aber sich nicht selber regulieren und runterbremsen kann (und ich ihn nicht mit der Glotze paralysieren will); außerdem ein neues Vorlesebuch für abends weil er grade sehr an etwas längeren Geschichten interessiert ist und ich die Geschichten in dem einzigen Buch das das aktuell erfüllt echt dämlich finde. Ähm und.. ein Sam Funkgerät. Räusper. Jaaa, ich weiß, laut jeglicher Bewertung in diversen Portalen ist das Teil kompletter Schrott, aber es wird wirklich primär als Rollenspiel-Werkzeug gebraucht (er verwendet sonst längliche Bauklötzchen) und nicht wirklich als funktionierendes Funkgerät. Dass es halt bissl rauscht und man auch was erahnen kann an Übertragung ist mehr so die Kirsche am Eisbecher. Nicht hier am Bild aber auch kürzlich erstanden, ein Notzibuch fürs Rumpel. Er giert total meine Kalender und Blöcke an, und jedesmal wenn er und mein Kalender unbeaufsichtigt im selben Raum sind hab ich ne neue Widmung drin. Das ist zwar schon irgendwie süß, aber wenn dann eine ganze Seite vollgekrakelt ist, auf der ich eigentlich selber noch was entziffern können wollte, mnaja. Folglich hat er nun ein ganz simples Notizbuch in Erwachsenenoptik, auf das er UNSAGBAR stolz ist und schon mehrere Seiten „vollgeschrieben“ hat. Er hat es auch pflichtbewusst abends mit in sein Zimmer genommen und in die Schreibtisch Schublade gelegt.

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So, das wars auch „schon“! Eventuell berichte ich dann noch von den (Miss)Erfolgen mit der Pflegeprodukt-Armee.

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Auf bald,
Hummelchen

3,5 Jahre Rumpelstilzchen

Ach Rumpel, hinter uns liegt ein anstrengendes und intensives und schönes halbes Jahr. Ob ich schaffe mir alles ensprechend zu notieren? Es ist so viel passiert, und du bist so schrecklich groß geworden…

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Was uns alle die letzten Monate echt viele Nerven gekostet hat ist deine verspätete Trotzphase (Ob wir es nun Autonomie oder Trotz oder Entwicklung nennen ist mir an dieser Stelle dezitiert egal.), von der wir dachten sie würde irgendwie einfach nicht kommen bei dir. Das ganze dritte Lebensjahr war so entspannt mit dir, dass wir uns zwar wunderten, aber da du ja sonst nicht grade das entspannteste Kind bist dachten wir, das reicht dann vielleicht so im Gesamtpaket. Kurz vor deinem Geburtstag fing aber an, hier mächtig die Post abzugehen, und diese Phase dauert auch noch an. Du bist extrem reizbar, sehr launisch, kämpfst mit heftigen Stimmungsschwankungen, bist unglaublich leicht zu enttäuschen, weinst (kreischbrüllst) sehr oft und heftig und deine Grundstimmung ist eine sehr genervte. Man meint fast, man hat einen kleinen Teenager vor sich sitzen. Für uns ist das sehr anstrengend, es ist auch nicht leicht einen Weg zu finden, oder Zugang zu dir zu bekommen. Du bist nicht sooo der Knuddeltyp, und lässt dich daher nur schwer nonverbal abholen. Ganz besonders heikel ist das wenn du dich nach Körperkontakt zwar sehnst, aber ihn grade nicht zulassen kannst. Aber für dich selbst ist das klarerweise auch kein Zuckerschlecken. So ein Wutanfall nimmt dich unglaublich mit, du reagierst sehr körperlich, zitterst, zuckst, schluchzt, quietschst, und verausgabst dich bis zum Erbrechen. Glücklicherweise schlägst du nicht um dich oder wo dagegen, insofern bleibst du „heile“, aber schön ist halt anders. Immer mal wieder bist du bereit an klassischen „Runterkomm-Techniken“ zu arbeiten, aber selbstverständlich ist das meistens nichts für dich, sind ja eher Erwachsenendinge. Wir versuchen dich bei diesen Anfällen so weit als möglich zu begleiten, aber setzen auch Grenzen wenn die von uns anderen klar überschritten wird. So zum Beispiel musst du aus der Küche gehen wenn du beim Essen kreischst, denn wir möchten dir zeigen, dass wir anderen auch das Recht haben zu essen, und das in einigermaßen „Ruhe“. Umgekehrt gilt das natürlich auch für deinen Bruder, bei dem es dich wahnsinnig stört wenn er quietscht und schreit, sodass du auch die andere Seite erlebst und es in den Momenten verstehst. Ab und an kannst du es auch für dich nutzen, wenn wir dich zum Essen aus der Küche schicken, aber in der Regel schreist du dich erst mal aus, und wir holen dich dann zurück wenn du an dem Punkt angekommen bist dass du unsere Unterstützung brauchst und annimmst. Wir sind niemals komplett davon überzeugt, dass das so wie wir es grade gemacht haben genau das Richtige war, aber den Königsweg für alle haben wir noch nicht entdeckt…

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„Als Baby hast du oft geweint.“ – „Ja, weil ich nicht immer nur rumliegen wollte! Das war einfach nix für mich…“

Aber eine Entwicklung, die so viel Kraft kostet muss ja auch ne Kehrseite haben, nicht wahr? Wir kennen es ja schon von deiner Entwicklung als Baby – erst das Geschrei, dann das Upgrade. Du wirst zwar zusehends immer „älter“ und kindlicher, einen großen Sprung gab es aber nicht. Du bist nicht allzu motiviert Dinge alleine zu machen und kannst ganz furchtbar austicken wenn etwas nicht klappt. Bequem bist du auch, und gepaart mit dem latenten Zeitdruck morgens hat das lange dazu geführt, dass es nicht möglich war mit dir das alleine Anziehen zu üben. Aktuell klappt es immer öfter auch ganz alleine, du gehst auch immer alleine zur Toilette, benutzt auch das große Klo ohne Sitz und oft klappt auch das Händewaschen hinterher. Insgesamt muss man dich aber seeeehr dazu motivieren, etwas alleine zu machen.

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Dein Schlafverhalten war die Monate ein Graus. Du bist zwar immer in dein Bett gegangen, hast aber dann oft schon nach 2 Stunden panisch aufgebrüllt, warst kaum zu beruhigen, und hast im Endeffekt dann immer bei uns Eltern im Bett geschlafen. Ich dachte oft, vielleicht ist das ein Nachtschreck, aber du konntest zwischen den Kreischern deutlich reagieren und warst „da“, also konnten wir uns das nicht erklären. Seit du nicht mehr bei deinen Großeltern bist hast du rasend schnell immer mehr Nächte komplett in deinem Bett verbracht, aktuell schläfst du wieder jede Nacht darin, ohne Aufschreien, ohne Ängste (meist vor Tieren). Manchmal schlägst du dir nachts den Kopf an oder musst viel husten, dann möchtest du zu uns, aber auch das geht ohne typischen „Anfall“. Wir können nur spekulieren, warum das so ist, aber da du zeitgleich auch aufgehört hast, mich rigoros abzulehnen (ich durfte zeitweise nicht mal in dein Zimmer, du konntest keine Umarmungen ertragen und wolltest aber auch rein gar nichts von mir wissen; das nicht nur als akute Phase sondern auf-ab-Dauerzustand), vermuten wir darin keinen Zufall sondern Zusammenhang. Nunja. Vermutlich werden wir das nie mit Sicherheit wissen, aber wir sind sehr erleichtert dass es nun so ist. Du fühlst dich bei uns (wieder) sicher, und musst nicht nachts plötzlich aus überwältigender Sehnsucht panisch werden und zu uns kommen.
Was dir geblieben ist, ist deine uuuunglaubliche Morgenmuffeligkeit. Also da ist echt gar nix mit dir anzufangen. Gruselig!

„Der Timmy mögt mich!“ „Mama, ich kollabier* über dich!“ *galoppier

Deine größte Leidenschaft in diesem Halbjahr war unumstritten Feuerwehrmann Sam. Alles musste Sam sein. Bücher, CDs, DVDs, dein erster Kinobesuch, Spielzeug, Schlafanzug… Du konntest dich für alles begeistern und hast mit großer Leidenschaft und Ausdauer Sam-Rollenspiele gespielt. Du gehst sehr auf in der Rolle des „Beschützers“ und „andere retten“. Wenig erstaunlich hast du auch schon deinen ersten Berufswunsch geäußert – Polizist! Überrascht nicht wirklich, weil du sehr regelverliebt bist und bei dir immer alles seine Ordnung haben muss. Dich stört nur dass Polizisten keine Helme tragen, dann willst du doch wieder lieber Feuerwehrmann werden…

Seit Kurzem ist Leo Lausemaus ganz angesagt, und ich liebe es wenn du genervt „mannomaus!“ rufst. Obwohl du sonst kaum etwas länger als ein paar Minuten am Stück machen kannst zeigst du dich richtig konzentriert beim Malen und Basteln. Das was du malst ist noch relativ unkenntlich, aber du experimentierst grade sehr gerne mit Farben, schichtest, übermalst und schaust dann was dabei rauskommt. Ausmalen klappt immer besser, allerdings bedeutet dir das nicht viel, du machst lieber Freestyle. Du „schreibst“ auch gerne Briefe, die du dann verteilst. Auf deine Bilder bist du sehr stolz, willst sie aufhängen oder verschenken. Besonders gerne bastelst du Briefe, Flieger oder Computer (das ist ein geklappter Zettel, so wie ein Laptop). Mit Knete spielen bereitet dir auch große Freude. Bücher sind nach wie vor immer wieder mal interessant, aber nur wenn sie dir jemand vorliest, alleine anschauen macht dir keinen Spaß – mit Ausnahme deines Freundebuches, das könntest du ständig rumschleppen und anschmachten wer dir da schon reingeschrieben hat. Das kannst du auch auswendig, brauchst also niemanden mehr zum Vorlesen (die anderen Bücher kannst du auch auswendig, aber sei’s drum). Schließlich spielst du auch noch grade gerne mit Bauklötzen und Duplosteinen, damit baust du meistens Flugzeuge. Immer mehr interessierst du dich für Rollenspiele allgemein, und nützt dazu eure Spielfiguren.

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„Der A. guckt mich so böse an! Mannomaus!“

Insgesamt ist Spielzeug selbst dennoch grade eher nicht deine Lieblingsbeschäftigung. Es ist ja Frühling, und wir verbringen daher viel Zeit draußen, was genau dein Ding ist. Du baust gerne Feuerkäfer-Hotels (inklusive Feuerwanzen die du einsammelst und reinsetzt; igitt;), erkundest Flora und Fauna im Garten, interessierst dich für alles was summt und brummt und wächst. Du kannst stundenlang mit Sand, Steinen und Gras spielen. Aber auch am Spielplatz hast du natürlich viel Freude und ich staune, wie selbstständig du da schon alles bespielen kannst und wie wenig Unterstützung du noch benötigst. Seit deinem Geburtstag hast du außerdem eine Geige. Anfangs hast du täglich damit „üben“ wollen, und wir haben dann auch „Unterricht“ bekommen von deiner ehemaligen Kita-Erzieherin. Deine Leidenschaft unterliegt dabei aber großen Schwankungen, es gibt auch Wochen in denen du überhaupt keine Lust hast, und dann ist das eben so.

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Seit Kurzem gehen wir auch zum Kinderturnen, was dir große Freude macht und wo du richtig aufblühst. Du bist ja eher sehr ängstlich, aber wenn du anderen Kindern zusiehst was die sich alles trauen steckt dich das an und du probierst Neues. Beim letzten Mal hast du dich so mit Karacho die Matten-Rutsche runtergejagt dass ich nur staunen konnte!

Deinen Bruder und dich verbindet grad so ein wenig Hassliebe. Ihr könnt euch furchtbar streiten und anzicken, jeder weiß genau welchen Knopf er beim anderen drücken muss da mit er springt. Ihr streitet um alles, eifert um Aufmerksamkeit und gönnt euch das Schwarze unter den Fingernägeln nicht. Und dann kuschelst du dich zu ihm ins Bett, wenn er aufwacht, oder hilfst ihm wenn er was braucht, tröstest ihn wenn er weint, und kürzlich bist du einfach neben ihm gesessen, guckst ihn schwärmend an, nimmst dann tätschelnd seine Hand und sagst zu uns: „Ich lieb den Kleinen.“

Du hast auch immer mehr Freunde. Im Kindergarten befreundest du dich leider fast ausschließlich mit den ganz Großen, sodass deine beiden besten Freunde nur noch bis Sommer in deiner Gruppe sein werden, um dann in die Schule zu wechseln. Das macht dir bereits jetzt Sorgen und du betonst, dass du das traurig findest dass sie dann nicht mehr bei dir sind. Ab und an wirst du auch ein wenig eifersüchtig weil sich deine Freunde auch gern mal an deinen Bruder hängen und ihn so putzig finden. Der Satz „der/die XYZ ist jetzt nicht mehr mein Freund!“ fällt auch schon ein paar Mal, aber das ist nur von kurzer Dauer. Du bist nach wie vor sehr offen und extravertiert und befreundest dich schnell und gern.

„Mama, du tänzelst so rum wie eine kleine Pupskanone!“ (wtf??)

Du bist auch unterwegs immer sehr freundlich und möchtest am Liebsten mit allen Menschen reden. Oft rufst du jedem was zu. „Hallo! Wie heißt du? Was machst du da grade? Wo gehst du hin? Wo wohnst du denn?“. Manchmal, hier im kleinen Ort, ist das sehr schnuckelig und die Leute reagieren echt nett (zB unser Postbote oder andere Eltern). Manchmal ist es auch ein wenig peinlich, weil du dann nicht gleich locker lassen möchtest auch wenns grade nicht gut ankommt. Und manchmal sorgt mich das auch wie du auf Fremde anspringst.

Wie eigentlich schon seit du reden kannst bist du nach wie vor ein echter „Sprücheklopfer“. So kannst du Samstag morgens schon mal den vollgestopften Bäckereiladen unterhalten und alle Blicke auf dich ziehen. Unterhaltungen mit dir sind auch oft einfach unglaublich witzig. Du kleiner Erklärbär kommst sehr altklug und ulkig rüber, und Mimik und Gestik passen da genau dazu. Manchmal bist du auch einfach nur zum Knutschen und bringst alle Herzen zum Knistern und Blubbern. Du bist grundsätzlich extrem freundlich, sagst fast immer bitte, danke, Entschuldigung und so Dinge. Du bedankst dich auch für vieles, wo ich dann gedanklich den Kopf schüttele, zum Beispiel fürs Putzen, Aufräumen oder Gute-Nacht-Lied singen.

„Rumpel, bist du grade glücklich?“ – „Ja, weil du mich lieb hast, Mama!“

Du liebst Rituale sehr. Dazu gehören die alltäglichen beim ins Bett bringen, wie die regelmäßigen (Samstag morgens mit Papa und Bruder zum Bäcker, Samstag abends Fernschauen zusammen im großen Bett, Sonntags im Pyjama runter und erst nach dem Frühstück anziehen; Traubenzucker beim dm an der Kasse; Kinderturnen), als auch die seltenen (du LIEBST Geburtstage, das hat bei dir nen ganz großen Stellenwert! Und wir sind sehr froh dass du damit etwas so Tolles verbindest, so soll es ja auch sein).

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Essen war bei dir lange Zeit ein sehr leidiges Thema. Du bist unglaublich wählerisch und man muss sehr konsequent sein wenn man da eine Regel aufrechterhalten will (zB dass probiert werden soll, aber nicht gegessen werden muss). Es war sehr schwierig als die Großeltern da völlig dagegen geschossen haben und dich nur mit Süßkram und Spätzle gefüttert haben, da ging zuhause gar nichts mehr. Seit das aufgehört hat konntest du neue Dinge für dich entdecken, zum Beispiel Kichererbsen! Aktuell isst du zwar sehr wenige Dinge, aber es ist ok. Du magst einiges rohes Gemüse (Karotten, Pilze, Gurke, Tomaten, Avocado) und ein paar wenige gekocht (oft isst du meine Broccoli-Blumenkohl-Mais-Karotten Pfanne). Nudeln oder Tortellini (pur oder mit Tomatensoße) gehen eigentlich immer, und deine Lieblingsspeise ist Milchreis mit Kirschen oder Nektarinen (aus der Dose). Oft isst du auch Suppe (nur mit Backerbsen drin) und Obst geht ja auch fast immer. Am Liebsten, und da kommt auch nix dran, isst du aber Brot. Du kannst dann auch gut und gerne 4 Brote oder 2 Brötchen essen, bis du dann jammerst dir tut der Bauch weh. Du könntest zwar problemfrei immer Marmelade drauf essen (gibt’s aber nur am Wochenende), aber hast auch einen ganz speziellen Soja-Aufschnitt den du heiß liebst und der immer daheim sein muss (aber nur DER und nur von DER Marke, wehe da ist ein anderer!). Ab und an geht aber auch ein Avocadobrot, und hin und wieder schätzt du ein Spiegelei-Omelett-Ding als Brotbelag.

„Schlaf gut und träum was Süßes, Rumpel!“ – „Jo, ich träum von dir!“ (Der alte Charmeur…)

Nachdem du über Herbst und Winter praktisch GAR nicht gewachsen bist hast du jetzt in kürzester Zeit einen richtigen Schub hingelegt, bist jetzt 105cm groß (und trägst daher Kleidung in 104/110) und brauchst Schuhe in 27 (je nach Marke ergibt sich aber auch schon knapp 29 bei dir). Du liebst Schuhe und Accessoires wie etwa deine Sonnenbrille oder Kappen. Bei deiner Kleidung bist du sehr wählerisch und bevorzugst von Mama Genähtes, sowie „selber“ Eingekauftes. Besonders angetan bist du von „nänänänä BÄÄTMÄÄÄN!“, auch wenn du eigentlich keine Ahnung hast wer Batman ist. Du schätzt da deine Socken und aktuell ein Shirt, die müssen ständig in die Waschmaschine um wieder zur Verfügung zu sein.

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Pfui: Zähneputzen, Aufstehen
Yeah: Fernschauen, Spielplatz, Schwimmengehen, zum Bäcker/Friseur/Eisessen/Kinderturnen gehen

Mein Großer.. du bringst mich so oft an und über mein Grenzen, aber ich bin unendlich dankbar dich als mein Kind zu haben. Bleib wie du bist!

 

Unser Start in den Tag

Gestern beim Schreiben des Jammermotzheulposts wäre ich schon fast abgedriftet und hätte von unserer aktuellen Routine am Morgen erzählt, aber das passte halt inhaltlich nicht rein und hätte auch umfangmäßig den Rahmen gesprengt.

Nein, es ist nicht alles grade dunkelgrauschwarz. Ich hab mich gestern sehr geärgert und musste mir Luft machen. Gleich heute morgen aber hatten wir einen so fabelhaft unkomplizierten Start in den Tag dass ich einfach gleich davon berichten möchte.

So in etwa war unser Ablauf morgens schon immer, aber es ist täglich so eine Situation, vor der ich… Bauchweh habe. Fürchten wäre übertrieben, aber die Morgenden unter der Woche sind (bzw waren) für mich nicht schön und doof ist eben, dass ich daran nicht vorbei komme und das Gefühl habe es verlangt mir ein hohes Maß an Reißdichzusammen ab, obwohl ich selbst grade erst wach wurde und schon immer morgens einfach gern meine Ruhe hätte. Von wem der Rumpel das mit der Morgenmuffeligkeit hat weiß ich also…😉

Besonders doof war das dann an Arbeitstagen, wo ich mich eben selbst auch noch fertig machen muss, also nicht wie ein Schlurf mich nur schlampig geputzten Zähnen, schnell zusammen gebundenen Zotteln und ohne Make-up schnell außer Haus kann. Normalerweise können die Jungs ja „ausschlafen“ (also bis ca 7h etwa), nur 1-2 mal die Woche muss ich mir nen Wecker stellen damit ich nicht zu spät zur Arbeit komme, meist reicht es aber wenn ich um 9Uhr dort bin. Und irgendwie lief das gar nicht gut. Rumpelstilzchen verbringt ja seine doch recht schlechten Nächte (etwa eine Nacht im Monat ist GUT) bei uns und wird dort übellaunigst wach. Er schreit und jammert dann nach Papa, ist irgendwo zwischen Schlaf und Wachsein, reagiert nicht auf das was man ihm sagt, lässt sich nicht ankuscheln, trösten oder was auch immer. Sehr unschön. Und so ging das dann weiter, mit der Weigerung aufs Klo zu gehen obwohl er schon musste und sichtlich quengelig war deswegen, viel Geschrei beim Anziehen, nein nicht diesen Pulli (auch wenn am Vortag selbst rausgesucht), nein ich zuerst, nicht die Raupe, nein das kann ich nicht selber, … ich brauch nicht alles aufzählen, ich denke Mamas kennen das. Alles Trotzmotzalleskacke sehr konzentriert und sehr laut und überhaupt. Schien irgendwie wie eine Endlosschleife, aus der ich keinen Ausweg sah.

Vor etwa zwei Wochen hab ich mich dann neu organisiert. Nun läuft es so ab: ich stelle täglich den Wecker, je nachdem wie sie ins Bett kamen auf 630 oder 645. Ich stehe dann auch, mache Licht am Gang und lasse die Tür zum Rumpel offen, das schätzt er sehr. Ich hab dann wenn noch niemand wach ist ein paar Minuten Ruhe im Bad, und selbst wenn Raupe schon wach wird (der RIECHT es wenn ich die Augen aufschlage) ist er recht friedlich und sitzt entweder dauerbrabbelnd im Bad am Teppich oder spielt in seinem Zimmer. Dann wecke ich Rumpel, sage aber dass er noch kuscheln kann. Ich versuche dann einen freudigen-Morgengruß rüberzubringen, dichte irgendein Liedchen zusammen oder so. Er mag sowas. ^^ Dann zieh ich mich an, halte die Raupe davon ab sich zum Rumpel zu stürzen und mach es immer lichter. Danach sag ich Rumpel nochmal dass er kuscheln bleiben oder mit uns kommen kann. Wenn er mitkommt trag ich ihn in sein Zimmer, was er sehr genießt. Seit er sich aussuchen darf ob er oben im Bad aufs Töpfchen oder unten im Klo auf den Klositz möchte wählt er zuverlässig das Töpfchen und ist zufrieden. Er darf sich dann auch alleine im Bad waschen, oft zieht die Nummer und er machts dann freiwillig. In der Zwischenzeit sind Raupe und ich zum Anziehen in Rumpelstilzchens Zimmer. Der kommt dann irgendwann und darf sich seine Klamotten für den Tag aussuchen. Da wir früh wach sind und Zeit haben ist das kein Problem. Dann zieht er sich oft selber an (er ist da waaahnsinnig faul meist) und dann werden bei allen noch Zähne geputzt (ok, das ist immer ein Kampf egal wie, aber .. ).

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Außerdem gibts meist noch Haarspray oder Haargel und die Jungs bestaunen sich unter gegenseitigem „hübsch!“ im Spiegel. (Jaja, meist zoffen sie sich dass der andere aber NICHT hübsch ist..) Dann gehts nach unten frühstücken. Die Müslischalen hab ich schon am Vorabend gerichtet und muss nur noch die Lieblings-Vanille-Sojamilch reingießen, und fertig. Da die Zeit reicht setze ich mich dazu und trinke noch Tee oder Wasser. Anschließend gehts in den Kindergarten, mit Ausnahme von Mittwoch zu Fuß. Die Kinder lieben das und mehr Zeit morgens machts möglich.

Danach komm ich erst nach Hause und mache mich selbst fertig, also alles was es eben braucht um arbeits-fein zu sein und frühstücke noch etwas. Meist hab ich dafür noch eine halbe Stunde Zeit. Das ist für mich auch sehr entspannend, so Mascara trägt sich viel gechillter auf wenn nicht zwei Kinder zu den Füßen raufen und plärren, und so ein Eyeliner in Ruhe aufgetragen ist auch was wert!😉

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Insgesamt läuft eigentlich alles darauf raus mehr Zeit zu haben. Ich bin auch nicht so genervt weil ich weiß ich hab nachher noch meinen Moment und Ruhe und das lässt mich die Aussetzer besser aushalten, als wenn ich weiß ich muss direkt danach in die Arbeit und hab da keine Möglichkeit mehr dazwischen auch mal runter zu kommen. Insgesamt kann ich also die Sache mit dem früher aufstehen nur sehr empfehlen! (Ja, ich weiß dass ich Glück hab erst so spät los zu müssen und das nicht bei allen so möglich ist.)

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Auf bald,
Hummelchen

#parentsnightout

Diesen Hashtag verwende ich etwa alle 2 Monate. In krankheits- und umständebedingt unregelmäßig regelmäßigen Abständen übernachten die Jungs bei ihren Großeltern. Das heißt, dass mein Mann und ich von Samstag nachmittag bis Sonntag morgens sturmfrei haben und dann so Dinge tun, die Päärchen an freien Abenden tun können. Ins Kino gehen, nett auswärts essen, lang aufbleiben, durchschlafen, ausschlafen und Anderes. Wir genießen diese Momente sehr und sind sehr dankbar für die Unterstützung, da unser normaler Alltag gerade echt anstrengend ist. Vor allem ich spüre die Vielfachbelastung, den Großteil des Haushaltes zu übernehmen, sämtliche Termine und to do’s zu koordinieren, immer primär für die Kinder zuständig zu sein, sie bei Krankheit zu betreuen (auch wenn der Mann auch mal bei den Jungs daheim bleibt, dämlicher Haltung des Chefs zum Trotz, hängts natürlich oft an mir wenn ein Kind morgens plötzlich krank und der Mann schon über alle Berge ist) und dennoch arbeiten zu gehen. Da bleibt eigentlich kaum Luft für mich, und noch weniger Luft für meine, bzw. unsere Partnerschaft. Gerade im Winterhalbjahr schieben wir uns am Zahnfleisch durch die Wochen, giften uns wegen Kleinigkeiten  mehr an als nötig weil jeder nur noch bestenfalls auf Reservebatterie läuft. Ich denke man sieht auch hier an der Blogaktivität, da geht meist nix mehr. Der Laden muss halt irgendwie laufen und mehr ist nicht drin.

Gerade darum lechzen wir so nach diesen kurzen Auszeiten. Mal durchschnaufen, Energie tanken, völlig entleerte Akkus mal aufladen. Wir genießen zwar die Zeit mit den Kindern, aber beide (vor allem aber das Rumpelstilzchen) saugen grade im Sekundentakt spürbar Energie gradezu aus einem raus.

Ohne ins Detail zu gehen um nicht allzu sehr vom Thema abzukommen machen uns die wahnsinnigen Kreischanfälle des Großen zu schaffen, ebenso wie seine Bockigkeit beim Essen und am wohl Heftigsten ist sein „Schlafding“. Entweder hat er ständig Nachtschreck, Alpträume, schlafwandelt oder sonstirgendwas Komisches, aber viele Nächte begleiten uns 1-2Std dauernde „Anfälle“, obwohl er ohnehin jede Nacht bei uns schläft. Es ist grade wirklich nicht so schön… Auch morgens zieht sich das durch und beschert mir jeden Tag einen grauenhaften Start in selbigen.

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Trotzdem es grade so schwierig läuft lässt sich leider ein Muster erkennen. Die Jungs verbringen von Mittwoch bis Freitag die Zeit nach dem Kindergarten bis kurz vorm Schlafengehen bei den Großeltern. Da ich erst spät von der Arbeit heimkomme (ebenso wie der Mann) ist es einfacher, wenn sie gleich dort Abendessen können und ich nicht zwingend noch kochen muss. An diesen Abenden ist das zu Bett bringen meist besonders schwer. Beide kämpfen sehr gegens Einschlafen und kommen lange nicht zur Ruhe, obwohl sie rein rechnerisch sogar später ins Bett kommen als sonst. Die Nächte sind dann beim Rumpelstilzchen heftig. Und das Wochenende ist meist wirklich kein Spaß, es gibt extreeeme Zickerei beim Essen, Regeln sind weitläufig schier komplett aus dem Gedächtnis gelöscht, beide sind wirklich fies zueinander und beim Rumpel fliegen die Schimpfwörter nur so, gestern gipfelnd in „scheiß Papa!“.

Wir haben viele Dinge, die wir als Gründe vermuteten bereits mehrfach angesprochen. Bitte die Raupe wirklich um 15Uhr wecken. Bitte das Rumpelstilzchen nicht im Kinderwagen aufm Spaziergang schieben und einschlafen lassen. Bitte nicht jeden Tag Spätzle servieren und dann Rumpel 3 Tage hintereinander dasselbe essen lassen. Bitte nicht ständig zwischendrin was zu futtern geben. Bitte nicht alles durchgehen lassen. Bitte dazwischen gehen wenn sie sich irgendwas über die Birne ziehen. Bitte streng und konsequent bei Schimpfwörtern sein und vor allem nicht vorsagen.

Es ist vergebens. Teilweise seh ich das auch live vor Ort. Letztens waren wir nachmittags dort, waren schon am Verabschieden, es war kurz vor Abendessen (17.45 sowas). Rumpel war mit Oma in die Küche geschlichen, saß auf der Anrichte und naschte Erdbeeren. Ich meine – ich finde es klasse wenn er Obst isst, keine Frage! Aber doch bitte nicht unmittelbar vorm Abendessen, vor allem wenn es keine 1,5 Std davor ebenjene Erdbeeren bei Oma als Snack gab. Und wir just an DIESEM Tag wieder das Essensproblem thematisiert hatten.

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Und dann kam DIESES Wochenende. Eine #parentsnightout. Wir hatten uns schick gemacht, waren in unser Lieblingslokal gefahren (My Heart Beats Vegan mit den leckersten Burgern die ich jemals hatte!), hatten einen sehr netten Abend, bis kurz nach 9 ausgeschlafen, länger Zeit im Schlafzimmer verbracht *hust* *grins* und hatten uns dann gemütlich zum Frühstück gesetzt. Es war abgesprochen dass die Jungs über Mittag noch weg sein sollten, es war Spaziergang oder Tierpark oder sowas geplant. Wir wollten dann bevor wir uns hinsetzten zum Frühstück noch anrufen und abklären, aber ging niemand ans Handy. Wir setzen uns also, nehmen den ersten Schluck Kaffee – dingdong! Das war so etwa gegen 10.30 und ich dachte noch so, na ganzliebdanke dass es nicht vor 30 Minuten war. Natürlich können sie die Jungs jederzeit abliefern wenn sie keine Lust mehr haben, aber ne kurze Benachrichtigung über die Planänderung wär schon fein gewesen…

Jedenfalls, dann begann der Alptraum. Ich weiß nicht wie ich das anders noch nennen soll. Rumpelstilzchen hatte etwa 10 jeweils halbstündige Totalausfälle über den Tag verteilt, mimte das unausstehlichste und unsympathischste Kind das die Welt je gesehen hat, war absolut widerlich zum Bruder, trotze wie ein Wahnsinniger beim Essen (ging daher nun auch ohne irgendwas ins Bett), war nur am Brüllen, Heulen, Kreischen, mehrfach bis kurz vor Erbrechen (ja, er kotzt immer mal wieder wenn er sich so in nen hysterischen Anfall reinsteigert). Er ließ sich nirgends abholen, beruhigen, erden, ablenken und bot keinerlei Möglichkeit für „FußinTür“. Es war so furchtbar, und ich bin so geladen und fertig mit der Welt, ich habe eine solche Wut auf ihn, die Situation, die Großeltern, auf Gott und die Welt. Ich bin völlig am Ende und ausgelaugt und nur noch enttäuscht und frustriert. Sowas ertrag ich nicht, halt ich nicht aus, will ich nicht. Das IST NICHT MEIN KIND. Ich weiß nicht wen sie da zurückbringen, und habe keine Erklärung für was da wohl los war.

Natürlich gab es „keine Vorfälle“. Sie hätten bis 6.15 durchgeschlafen, alles supi, viel Spaß, schönen Sonntag noch, byebye.

Was soll ich da sagen… Für mich ist klar, so eine #parentsnightout wird so schnell nicht wiederholt. Sowas ist das bisschen leckere Essen und ungestörter Sex nicht wert, der Preis ist viel zu hoch. Ich bin grad so erschüttert und planlos dass ich am Liebsten die ganze Situation ändern würde, weil ich eben nicht abschätzen kann was da abgeht. Irgendwie hab ich das Gefühl, ich kann weder auf das Einhalten von Absprachen (meine Güte wir lassen ihnen SO viel freie Hand, wenn ich lese wie das bei anderen läuft…. aber gewisse Dinge kann ich doch bitte auch erwarten? Oder muss ich das laissezfaire und allesegal hinnehmen?) noch auf wahrheitsgetreue „Übergabe“ hoffen, und mir geht allmählich wirklich das Vertrauen flöten. Ich habe immer mehr Zweifel ob die Jungs dort gut aufgehoben sind…

Aber was ist die Konsequenz wenn ich doch darauf angewiesen bin??? Unser Kindergarten bietet keine durchgängige Ganztagsbetreuung (wenn dann mit 2 Std über mittags zu, keine Ahnung wem das was nützen soll), und abgesehen davon dass sie erst eingewöhnt wurden und ich nicht wieder wechseln will bin ich dort sehr zufrieden. Ich brauche also wen für die Nachmittagsbetreuung sonst kann ich nicht arbeiten. Ich überlege schon, einfach nach einem Vormittagsjob zu suchen (das gibt es in meinem konkreten Arbeitsbereich praktisch nie), aber ich bin wiederum so zufrieden in meinem Job, mag meine Arbeit, hab super Kollegen und die liebste Chefin der Welt, die niemals blöde wird egal wie oft ich in der Probezeit krank oder kindkrank daheim war. Ich will dort nicht weg, ich will die Kinder aus dem Kindergarten nicht weg, aber ich weiß nicht mehr welche andere Lösung überhaupt existiert.

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Ich bin ratlos, unglaublich enttäuscht und fühle mich sehr allein gelassen. Es scheinen alles Bemühen, alle Kraft und aller Wille nicht zu helfen. Mich macht das sehr traurig und erschöpft. Oder verlange und erwarte ich zu viel? Wie macht ihr das denn? Habt ihr Tipps für die Großeltern?? Ich weiß grad ehrlich nicht mehr weiter… Ich habe so tolle Kinder, ich habe die Familie die ich wollte, und bin dennoch traurig.

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Auf bald,
eine müde Winterhummel

Raupi, du bist ZWEI!

Es ist ein Wahnsinn, wie schnell du jetzt merkbar älter geworden bist. Sehr lange warst du für uns alle noch sehr Baby-haft, du bist halt eher klein und dropsig und hast so ein typisches knuffiges Babygesicht. Aber die letzten Monate schon war nicht mehr zu übersehen dass du ein Kleinkind bist, und jetzt zu deinem Geburtstag wurde uns das nochmal bewusster.

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Man muss schon sagen, im Großen und Ganzen bist du ein ruhiges, genügsames und zufriedenes Kind. Man kann dich schnell mit etwas glücklich machen, du nimmst Spielangebote schnell an und bist da auch nicht wählerisch. Du kannst dich auch mal in ein Spiel alleine vertiefen und dich damit beschäftigen.  Nur wenn etwas nicht klappt wie du möchtest kommst du schnell angerannt und willst eine Lösung.

Aktuell liest du wahnsinnig gerne Bücher. Du hast zwar entsetzlich wenig Geduld, lange auf einer Seite zu bleiben und willst schnell weiterblättern, aber du kannst deine Bücher dann auch ein paar hundert Mal am Stück vorgelesen bekommen oder das gesamte Bücherregal von oben bis unten durchlesen. Du guckst dir auch lieber die Bilder an und willst dazu etwas erzählt als wirklich der vorgegebenen Geschichte lauschen. Du blätterst dann gern nach vor oder zurück, bis du findest was dir gefällt. Dein Lieblingsbuch ist eins über Hunde. Du liebst Hunde über alles, vor allem…. Keks. Den von Löwenzähnchen. Keks-Hunde liebst du in jeder Art und Form, egal ob sie im Buch vorkommen, du eine Folge auf DVD gucken darfst, als Schleichfigur, oder – besonders beliebt – als Kuscheltier.

Es ist also nicht verwunderlich dass genau das dein Geburtstags Thema war. Es gab ein Keks-Shirt für dich (mit plüschigen Wackelohren und dank deiner Patentante Jule auch mit nem schicken geplotteten Hund vorn und 2en hinten!), eine Keks-Torte, Hundehaufen-Muffins (nein das war nicht so geplant, das war ein „Unfall“, und es kam noch ganz viel Bunt-Glitzer drauf bevor die zum Feiern in den Kindergarten kamen damit der Eindruck etwas abgemildert ist) und natürlich keksigen Kuschelhunden. Du warst extremst begeistert und man hat dir die Freude daran regelrecht angesehen!

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Der Kuschelhund muss seither auch mit dir im Bett schlafen. Dort brauchst du nun den alten Ikea-Hund, den neuen eben und noch ein kleines Bärchen das du von deiner Großtante bekommen hast. Du bist halt Kuschler durch und durch und Kuscheltiere sind bei dir eigentlich immer noch im Kurs. Vor allem wenn du krank bist oder als Tröster dürfen die keineswegs fehlen!

Insgesamt muss ich – auf Holz klopf – aber sagen dass du nicht mehr so kränklich bist wie letztes Jahr. Da warst du praktisch ein halbes Jahr am Stück krank, Winterreifen-konform von Oktober bis Ostern. Du hattest nichts Schlimmes, aber nonstop quälenden Husten, angeschlagenen Allgemeinzustand und alles was so dazu gehört. Diese Saison warst du bisher zwar schon 1-2 mal pro Monat krank, aber dann deutlicher, mit teils hohem Fieber und dafür nur wenige Tage. Ich empfinde das als die gesündere Variante. Bis auf einmal Bronchitis war alles gut in den Griff zu bekommen. Man sieht aber dass bei dir Atemwege deutlich empfindlich sind und grad Husten ist für dich besonders schlimm. Du kannst dann nicht alleine schlafen, brauchst quasi ständig Körperkontakt, und auch wenn du bei uns im Bett schläfst ist es anstrengend den Abend zu überbrücken wenn wir nicht mit dir um 19 Uhr schlafen gehen möchten. Wenigstens kannst du dich dann oft auch im Wohnzimmer auf der Couch schlafen legen.

An den inneren Handgelenken bekommst du leider immer wieder neurodermitis-artigen Ausschlag, vor allem wenn du häufiger Hände wäschst (egal ob mit Seife oder ohne). Wir haben zwar eine Creme gefunden die bei dir super wirkt (die von Kaufmann’s) aber ich fürchte wir werden den Winter nicht ohne Kortisoncreme überbrücken können, da die Stellen kurz vor wund sind.. Seufz. Wenigstens sind das die einzigen und dein Gesicht ist in Ordnung. Du bist auch meist sehr diszipliniert und kratzt nicht, verlangst sogar selbst nach Creme wenns weh tut oder juckt.

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Wenn du nicht krank bist dann bist du eher.. wie soll ich das formulieren… robust. Du bist einfach hart im nehmen, ein Draufgänger der sich ständig weh tut aber das nicht schlimm findet. Du hast wirklich sehr viel Kraft und eine gute Körperbeherrschung. Du bist zwar hin und wieder tollpatschig, fällst schnell mal über deine Füße, aber landest gekonnt und schlägst dich sehr selten (böse) an. Du liebst es irgendwo raufzuklettern oder runterzuhüpfen. Du traust dir wahnsinnig viel zu, hast aber auch das unerschütterliche Vertrauen, dass dich schon wer auffangen wird wenns nicht klappt.

Zu  deinem Geburtstag bist du 87cm groß und wiegst genau 13kg. Du bist also nicht allzu groß, aber nicht mehr so baby-knuffig-rund wie du einmal warst. Du hast einen sehr kräftigen Körperbau mit gut erkennbaren Muskeln (ja halt für ein Kleinkind, ne?). Du trägst übrigens grade Kleidergröße 92, Schuhgröße 23 und babylove Windeln in Größe 5. Die sind von der Passform perfekt und machen bei dir keinen Ausschlag, empfindliche Haut hast du nämlich nach wie vor. Du hast nach wie vor helle Haare, mit verschieden blond-farbigen Strähnen, wobei das Rötliche aus Babytagen leider fast völlig verschwunden ist. Deine Augenfarbe ist mittlerweile genau die von Mama. Unfarben. Blaugraugrüngemischt, je nach Licht. Seit Weihnachten hast du deinen ersten Haarschnitt, der dir klasse steht, vorne lang aber asymmetrisch, Seitenscheitel, nach hinten abgestuft. Deine Haare sind leider unglaublich stur und lassen sich nur mit Gel stundenweise in gewünschter Form halten, aber etwas längere Haare stehen dir so gut dass ich das gern so beibehalten möchte. Ok, ein wenig vorgegriffen aber – am 20.1.16 ist dein Milchgebiss vollständig, nachdem nun der letzte Backenzahn durchgebrochen ist. Halleluja!

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Dein Vertrauen in andere zeigt sich eigentlich auch so in deinen Beziehungen. Du bist sehr zugewandt, vertrauensvoll. Du lässt dich gut trösten, oft auch schon in einem Wutanfall. Du bist bei unbekannten Menschen zwar nach wie vor sehr schüchtern und reagierst dann abwehrend, kannst dich aber am Arm einer Bezugsperson auftauen und dann siegt oft dein Interesse. Du bist ein liebes und freundliches Kind aber ganz deutlich viel introvertierter als dein Bruder. Du magst zwar andere Menschen sehr, hältst dich aber eher am Rande auf und beobachtest. Die Mitte im Scheinwerfer ist definitiv nicht dein Platz. Immer mehr merken wir aber dass du wohl ziemlich ausgefuchst sein kannst und offenbar ein guter Beobachter bist und weißt an welchem Faden man ziehen muss. Du kennst auch alle Wut-Fäden an deinem Bruder und zupfst sehr gekonnt und zielgerichtet daran wenn er dich geärgert hat. Aber meist hast du ihn lieb.

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Ihr seid da so typische Brüder, am Liebsten am Rumalbern, Toben und „Raufen“. Euch fällt da zusammen viel Quatsch ein, und in den meisten Fällen kamen die Ideen von dir. Du hast allgemein eine extrem hohe BpS. Blödsinn pro Sekunde. In dir brodelt ein unerschöpflicher Quell an nicht so klugen Ideen. Das geht von Unsinn beim Essen über destruktive Funktionen rund ums Haus bis zu tatsächlich gefährlichen Ideen bei denen du oder sonst wer zu Schaden kommen könnte. Du hörst da auch nuuulllkommagarnicht und musst wohl jede schlechte Erfahrung einmal durchexerzieren bevor dus begreifst. Du weißt nun also dass sich der Ofen nicht so schön anfühlt wenn Feuer drin brennt und dass man wiiirklich Handschuhe anziehen sollte wenn man im Schnee spielen will. (Du hasst nämlich Kälte und musstest 10 Minuten durchschreien nachdem du dir die Hand rot gefroren hast mit nem Schneeball.) Du hasst übrigens Socken und man findet dich daher im Auto oft so wieder, vor Stolz über den Strich grinsend über alle vier Backen:

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Obwohl du wie schon erwähnt eher ruhig bist muss man also festhalten dass du alles andere als „brav“ bist. Du kommst aus Prinzip keiner einzigen Aufforderung nach, meist machst du das Gegenteil. Du hörst grundlegend nicht wenn man etwas sagt und du bist da auch taub für den Ton, ob das nur nebenher im Alltag oder mit Panik im Ruf weil du auf die Straße zurennst. Is dir schnuppe. Es lässt dich auch äußerst kalt wenn man mit dir schimpft. Das heißt, eher „rügen“. Dann lachst du und machst das Unerwünschte erst recht. Wenn man allerdings lauter wird und dich schärfer anredet (wie genannte Auto-Straße-Aktionen oder wenn du extrem fies zu Bruder oder Katzen bist) fängst du recht schnell an bitterlich zu weinen und brauchst dann Trost. Das ist dann natürlich auch nicht Ziel der Sache. Insgesamt verlangt uns das viel Nervenstärke ab und macht es zeitweise anstrengend mit dir. Glücklicherweise hast du es sehr leicht alle mit deiner knutschesüßen Art um den Finger zu wickeln und zu verzaubern.

Und, oh, deine Stimme! Ich glaube auf der ganzen Welt gibt es kein Kind das süßer spricht als du! Du hast so eine hohe, Schäfchenglöckchenzauberliebe Stimme (ja ich weiß nicht wie man das sagen soll aber wenn du anfängst zu reden geht das mitten rein ins Zentrum von Mutter/Vatergefühlen – nebenbei bemerkt bist du ein klassischer Väter-Liebling, alle Papas fahren voll auf dich ab, keine Ahnung warum, und ich kann mich noch gut ans Schwimmbad im Sommer erinnern wo ich von Papas etlich Hachzer mitbekommen hab! Echt jetzt!!! O_O ).. Dazu kommt eben, dass du sehr viel mit Schnuten-Einsatz sprichst und dich da voll des Kindchenschemas bedienst das du so deutlich verkörperst. Und dann deine Sprache selbst. Du sprichst leider sehr undeutlich und nicht besonders viel oder gut, aber das was du sagst ist Zucker. Du lässt oft den ersten Teil des Wortes weg, (Ba)Nane, (Marme)Lade, (Sch)Nulli zum Beispiel. Du verwendest auch viele Laut-Worte, wie Tütata oder Wau-Wau (seufz). Fantasieworte hast du sonst eher weniger, du versuchst schon die richtigen zu nehmen, du sprichst sie nur einfach recht babymäßig. Auch kommen von dir in der Regel noch keine Zweiwortsätze und wir hoffen dass du da bald mal ein wenig Ehrgeiz entwickelst, das würde es manchmal leichter machen.

Dafür verwöhnst du uns grade total mit deinem Schlafverhalten. Nach dem Abendritual (lesen, singen, kuscheln) legst du dich mit der Schmusetier-Armee und Schnuller um ca. 19-19.30 ins Bett und in den meisten Tagen schläfst du dann durch bis ca 6.30, manchmal wirds auch 7 oder mit Glück sogar noch ne halbe Stunde später am Wochenende. Oft hast du nachts noch Durst und rufst weil du trinken möchtest, aber danach legst du dich gleich wieder hin und schläfst weiter. Wenn du nicht krank bist klappt das also wunderbar. Deinen Mittagsschlaf haben wir wegen des Wechsels in den Kindergarten, in dem es keinen vorgesehenen Mittagsschlaf gibt, jetzt erfolgreich bis knapp 14 Uhr rausgezögert. Damit es abends nicht zu spät wird wecken wir dich so gegen Viertel nach 3, was du manchmal nicht so toll findest aber meist hinnimmst. Generell bist du gleich nach dem Aufwachen ein Sonnenscheinchen und bestens gelaunt und bereit für den Tag.

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Dein Lieblingsessen sind Nudeln mit Soße. Nudeln gehen immer. Die Soße ist auch fast egal, am Liebsten aber klassischerweise Tomatensoße. Ohne erkennbare Stückchen bittedanke. Gut püriert geht dir so auch Gemüse runter, was sonst eher nicht so läuft. Gemüse mochtest du noch nie, auch schon als Baby in Breiform nicht. Wenigstens magst du Obst sehr gerne und auch Smoothies, durch die man dir hin und wieder eben auch Gemüse oder grünes Blattzeug reinmogeln kann. Vom Brot isst du prinzipiell keinen Rand, und wenn man den Rand wegschneidet lässt du trotzdem Rand übrig. Du magst Käse und Joghurt, aber nur wenn eben keine Stückchen drin sind. Was das betrifft bist du sehr empfindlich. Jeden Tag aufs Neue kannst du dich für dein Frühstücks-Müsli mit Vanille(soja)milch begeistern, wovon du immer ne große Schüssel verputzt.

Leider müssen wir aktuell nach wie vor dein rechtes Auge ein paar Stunden jeden Tag abkleben. Allerdings klappt das sehr problemfrei, in der Regel lässt du das Pflaster gut drauf und man sieht kaum noch Schielen. Wir hoffen sehr dass wir bei dir um die Augen-OP die das kosmetisch korrigieren könnte rumkommen weil wir gleich beim ersten Anzeichen begonnen haben. Obwohl ich das anfangs so schlimm fand ist es insgesamt doch ein kleiner Preis für bestmöglich funktionierende Augen. Deine Brille schätzt du sehr und verlangst auch gleich nach dem Aufstehen danach. Vermutlich merkst du selbst dass du sie brauchst um gut sehen zu können…

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Bereits einen Tag vor deinem Geburtstag konntest du in den neuen Kindergarten wechseln, in den auch dein Bruder schon seit Herbst geht. Deine Eingewöhnung dauerte grade mal 1,5 Wochen. Wir nehmen an, dass es so schnell ging weil dir der Ablauf einfach schon gut bekannt ist. Es ist auch grade eine sehr kleine Gruppe (mit dir 5 Kinder auf 2 Erzieherinnen), obwohl immer mal wieder die Kinder der größeren Gruppen zu Besuch kommen dürfen. Deine beiden Erzieherinnen sind sehr lieb und haben sich sehr um die bemüht. Du bist sichtlich dabei sie in dein Herzchen zu schließen, lässt dich bereitwillig auf sie ein, freust dich über Spieleinladungen und kannst nach ein paar klammerigen Kuschelminuten morgens leicht in deinen Kindergartenalltag starten. Du freust dich auch sehr, dass dich dein Bruder so oft besuchen kommt und hast auch schon Kontakte zu dessen Freunden geknüpft, obwohl dir einer davon doch noch fast ein wenig zu groß, laut und poltrig ist. Aber da er sich bemüht sehr lieb und vorsichtig zu dir zu sein weil ich ihm auf seine Nachfrage, warum du Angst vor ihm hättest, gesagt hab dass du für so wildes Spielen noch zu klein bist, taust du auf und spielst immer mal wieder so eine Art „guckuck“ Spiel mit ihm. Sehr süß!

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Du bist ruhig, harmoniebedürftig, ein Schlingel durch und durch, introvertiert, vertrauensvoll, empfindlich, ein Draufgänger, mutig, ein Sonnenschein und Strahlemännchen, fröhlich, trotzig, lustig, bockig und stur, zärtlich, verschmust, (geh)faul, neugierig, dankbar, höflich, praktisch-schlau (das Wort das ich meine ist Bauernschläue aber das klingt so abwertend), genügsam, provokant und einfühlsam.

Du liebst Hunde, Kuscheltiere, Wärme, Baden, deinen Bruder und deine Großeltern, Puzzlen, Seifenblasen, Nudeln, Luftballons, Bälle, Küsse, Toben, Eincremen, Springen, Runterhüpfen, mit Knete spielen, Autos, Traubenzucker Lutschies, draußen spielen und erkunden, getragen oder gefahren werden, Quatsch machen und Lachen.

Mein liebes kleines Raupi, ich entdecke immer wieder neue Seiten an dir und kann mich immer wieder aufs Neue in dich verlieben. Du machst es einem nicht schwer von dir begeistert zu sein und ich bin so froh dass du zu unserer Familie gehörst! Auf ins nächste abenteuerliche Jahr! Mögen dir meine Nerven gewachsen sein!😉

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Auf bald,
Hummelchen