14-Monats-Geburtstag Raupe

Der Rückblick kommt reichlich verspätet, aber es lagen hier alle Wochenlang krank und platt, dass dafür einfach kein Raum war. Davon abgesehen waren diese letzten beiden Monate SO hart, dass ich nicht weiß wie ich das in gute Worte verpacken soll. Sie waren ganz bestimmt ohne Übertreibung die anstrengendsten und unangenehmsten Monate in meiner Mutterschaft. Drüberretten konnte mich eigentlich nur, dass du ein unglaubliches Sonnenscheinchen bist, das immer Strahlen, Lachen und Vergnügtsein kann, und so jedes Herz zum Stolpern kriegst!

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Sprache: Auch wenn ich mir das nicht vorstellen hätte können, du bist noch sprechfauler als es dein Bruder war. Du möchtest die wenigen Worte, die du kannst (Mama, Papa, Ball) auch eher nicht anwenden, du zeigst und deutest lieber. Zwar musst du dich fuchsteufelswild ärgern wenn man dich nicht versteht oder nicht errät was du willst, aber sprechen ist für dich auch keine Option. Manchmal sagst du Worte (nach), wie Hamba (Hammer), Gelii (Cayleigh) oder Bebe (Baby), aber man versteht es sehr schwer und nur im direkten Zusammenhang. Im Repertoire sind diese Worte auch nicht, es ist eher situationsgebunden. Ich glaube manchmal gakgak zu hören, meist zielgerichtet wenn du in (allen!) Büchern die Ente suchst. In jedem Buch muss deiner Meinung nach ein gakgak sein. Sonst Wutanfall. Achja, nein sagst du auch.

Spielen: Nach wie vor liebst du Bälle, du spielst wahnsinnig gern Fußball oder schubst sie mit der Hand durch den Raum, wobei du dich sehr geschickt anstellst. Generell bist du eher so der Typ “Bastler”, hantierst gern mit Dingen, Legosteinen oder mit dem Kochzeug in der Spieleküche. Du liebst es außerdem mit Kuscheltieren zu kuscheln, herzt sie fest an dein Gesicht, vor allem die “bebe”. Ganz groß im Kurs ist auch dein Lauflernwagen, mit dem du dich beim Gehen einfach sicherer fühlst und mit einem Affenzahn durch die Gegend schießt. Du schiebst aber auch alles andere, Hochstühle, euren Spieltisch, Spielzeugkisten, was auch immer dir unter die Finger kommt. Du hast sehr viel Kraft und setzt die dann eben entsprechend ein. Oft gibt es mit dem Bruder heftiges Gezanke um Spielzeug, meist wenn er dir etwas wegnehmen will. Du quiekst dann vor Zorn ohrenbetäubend, und weinst bitterlich. Währenddessen setzt du aber deinen Schraubstockgriff ein, sodass der Bruder immer öfter das Nachsehen hat, und deine Kraft überlegen ist. Das muss man wohl als kleiner Bruder können?
Wahnsinnig gern bist du auch draußen, am Spielplatz oder im Garten, oder im Sandkasten.

Motorik: Das Laufen klappt immer besser, du gehst schon längere Strecken ganz alleine, an der Hand bist du richtig schnell unterwegs. Du hast dabei richtig Spaß und bist nicht zu bremsen. Wie bei allem bist du ein kleiner Rommschbock, deinem Sternzeichen machst du alle Ehre – volle Kraft, Kopf voran. Du bist null vorsichtig, und tust dir sehr oft weh. Selbst wenn du hart im Nehmen bist, blaue Flecke und Schrammen sind grade dein Markenzeichen. Es ist dann auch nicht so als würdest du draus lernen… Du bist zwar geschickt, aber noch mehr als das bist du wagemutig. Immer wieder hört man deinen Opa stöhnen “hat der ein Gottvertrauen!!”, und das ist leicht untertrieben. Du kletterst überall drüber und drauf, lässt dich oft voran einfach runterfallen und rechnest damit dass dich eh irgendjemand auffängt.

Schlafen: Irgendwie wird es schon fast unbedeutend wenn ich hier Bericht um Bericht von Katastrophen erzähle, und ich habe wirklich den Eindruck, dass Worte den letzten Wochen kaum gerecht werden können. Dein Schlafverhalten hat uns hier schier um den Verstand gebracht. Es war wahnsinnig schwer, dich zum Schlafen zu bekommen, selbst wenn du todmüde warst. Wenn du sonst immer unbedingt am Arm einschlafen wolltest (und das auch völlig ok war!) hat dich das in letzter Zeit immer mehr gestört, du windest dich und drückst dich weg, und wenn man dich hinlegt brüllst du los, reißt die Ärmchen hoch und willst auf den Arm. Selbst wenn du dich am Arm beruhigst, muss man mit dir laufen, hinsetzen ist nicht drin. Wenn du dann schläfst, nach gefühlt ewig langer Zeit, ist das Ablegen der nächste Akt der Unmöglichkeit. Und wenn man das überstanden hat, dann steht einem eine Nacht bevor, in der dieser Mist etwa halbstündlich bis stündlich wiederholt wird. Oft wollten wir dich einfach zu uns ins Bett holen, auch einfach weil wir selbst schon total übermüdet waren und nicht mehr konnten, aber in unserem Bett kommst du nicht zur Ruhe und wuselst und weinst. Selbst wenn du in Mamas oder Papas Arm einschläfst, weil du nach stundenlangem Brüllen total fertig warst und die Nähe brauchtest, bist du spätestens 15 Minuten später aufgewacht und warst extrem unzufrieden. Offensichtlich kannst du diese extreme Nähe beim Schlafen überhaupt nicht leiden, wolltest aber auch auf Teufel komm raus nicht alleine sein. Ich möchte also diese Wochen einfach verdrängen und kann klipp und klar sagen, dass das die schlimmsten Nächte meines Lebens waren, selbst wenn Papa den Großteil der Nachttouren unternommen hat (meist MUSS es aber dann ab einem gewissen Punkt Mama sein, sodass ich mich nur schwer mal ganz drücken kann).

Schmusen: Wie dein Schlafverhalten vermuten lässt, brauchst du grade wahnsinnig viel Nähe. Du bist wahnsinnig verkuschelt, und alles, vom Stofftier, übers Auto, Katzen, andere Kinder, Eltern, Bruder, Großeltern wird angeschmust. Du küsst gerne und brauchst viel Körperkontakt. Du magst es gestreichelt zu werden, und streichelst auch andere gern. In der Kita wird betont, wie du immer andere Kinder herzt und streichelst, und wie auffällig und süß das sei. Insgesamt bist du grade sehr Mama-zentriert, aber du duldest es grade kaum, wenn jemand von dir weggeht, vor allem wenn es zB nur ein Kurzbesuch von Oma und Opa war. In der Regel bist du dann aber leicht zu trösten.

Soziales: Seit du 1 bist gehst du ja in die Kita. Die Eingewöhnung war wirklich schwierig, du hast über eine Woche nur an Mama geklebt, wolltest nichts wissen und hast nur gebrüllt wenn ich Anstalten machte dich abzusetzen. So war ich das gar nicht von dir gewohnt, wo du doch schon öfter mal auch allein in der Gruppe warst wenn wir deinen großen Bruder abgeholt haben. Auch hatte ich den Eindruck, dass von Seiten der Erzieherinnen anfangs viel Druck gemacht wurde, und ich oft gedrängt wurde doch mal rauszugehn, obwohl du sichtlich nicht so weit warst. Die ersten Versuche waren ganz furchtbar, du warst komplett aufgelöst und fertig als ich wiederkam und mir ist beinahe das Herz zersprungen dich so zu sehen. Ich war kurz davor, alles abzublasen, denn so etwas wollte ich dir nicht antun. Erst als ich ganz klar sagte, dass ich hier nicht weggehe bis du bereit dazu bist dich mal auf was anderes einzulassen, lief es an. Irgendwie passte aber dieses extrem anhänglich und schüchtern gar nicht zu dir, und erst als dann am Wochenende darauf ein gemeiner Backenzahn durchgebrochen war (mit dem hatten wir nicht gerechnet, fehlte doch noch der letzte Schneidezahn?) ging uns ein Licht auf. Die nächste Woche lief viel besser, und der Eisbrecher waren Luftballons. Endlich konntest du überhaupt was außer mir wahrnehmen, und kaum hast du Gefallen gefunden hast du Beziehungsangebote nur zu gern angenommen, gerne mit Kindern und Erzieherinnen gespielt und in der 3. Woche konnte Mama die ersten Male einige Minuten vor die Türe gehen. Anfangs hast du natürlich jedes Mal geweint, aber nie länger als 2 oder 3 Minuten. Du hast dich schnell ablenken lassen und warst auch nicht verstört oder unruhig wenn ich dich wieder abgeholt habe. Kurz darauf konntest du die ersten Stunden alleine bleiben, und nach einem Monat sogar schon den ganzen Vormittag. Ab der 7. Woche bist du auch schon zum Mittagsschlaf dort, und alles klappt soweit prima. Du hast auch schon deine erste Freundin, die du sehr ins Herz geschlossen hat, und sie dich offensichtlich auch. Wenn du kommst läuft sie mit ausgestreckten Ärmchen auf dich zu und drückt dich an sich, und dann wird erstmal ordentlich gekuschelt… Hach, seid ihr süß!

Entwicklung: Augenscheinlich passiert hier grade sehr viel, wenn das nicht grad Schubphase ist weiß ich auch nicht. Das Laufenlernen hat dich wohl sehr beschäftigt und unruhig gemacht, du wirst immer selbstständiger und ich glaube dass du bald die ersten richtigen Worte sprechen magst. Ich bin mir sicher dass die nächsten Wochen sehr spannend werden, es brodelt unter der Oberfläche!

Ernährung: Da hier ohnehin grad bei euch beiden Kids der Wurm drin ist fällt es kaum auf, dass du  grade sehr eigenwillig und mäkelig bist. Du lässt dich überhaupt nicht mehr füttern, kannst es aber auch noch nicht alleine gut genug. Es ist ein ziemlicher K(r)ampf das Essen in dich zu befördern, von Unzufriedenheit auf allen Seiten geprägt und ziemlich anstrengend. Es gibt auch immer eine extreme Sauerei, weil du nicht nur beim Essen viel fallen lässt, sondern auch wütend alles rumwirfst oder auch einfach nur aus Lust und Laune Essen auf den Boden beförderst. Un-cool.
Dein Lieblingsessen ist Banane, Weintrauben, Joghurt, Käse und Nudeln jeder Art.
Einziger angenehmer Fortschritt ist, dass du immer mehr tagsüber trinkst, und wir nachts daher kein Fläschchen mehr brauchen (nur noch dein traditionelles nachm Abendessen).

Gesundheit: Effektiv warst du die letzten beiden Monate keine Woche am Stück gesund. Wir kämpfen nonstop mit diversem Erkältungsscheiß rum, du bist scheinbar anfällig für Ohrenschmerzen, hattest woooochenlang fiesen Husten der dich nachts wahnsinnig gemacht hat (nicht nur dich). Wir haben etliche Fläschchen Nasentropfen und Hustensaft verbraten, und mehr Zäpfchen gebraucht als uns lieb war (aber dauernd Schmerzen aushalten musst du halt auch nicht, finden wir). Wir lechzen nach Frühling, Wärme und erkältungsfrei.

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Körperliches: In kürzester Zeit hast du 3 Backenzähne und den letzten fehlenden Schneidezahn bekommen, der nächste Backenzahn ist schon ganz dick und kurz vorm Durchbruch. Anstrengend, aber wenigstens kannst du jetzt leichter kauen.
Du trägst Größe 86, wobei dir manchmal noch die Ärmchen zu lang sind. Du bist zwar mittlerweile nicht mehr ganz so speckig wie vor einigen Wochen, aber doch noch recht stämmig, sodass wir vieles in 92 anziehen, damit es dir nicht zu eng ist, vor allem bei Hosen und Bodys. Bei Windeln sind wir mittlerweile auf babylove Gr.5 umgestiegen, die sind nämlich größer und breiter und passen dir sehr gut. Seit du kein Fläschchen mehr brauchst halten die auch nachts durch. Allerdings hast du immer wieder Probleme mit deinem Po, der ist halt sehr empfindlich, aber da ändert ja die Windel nichts, man muss dich eben öfter wickeln.

Pfui: wenn was nicht nach deinem Kopf geht, gefüttert werden, Husten, wenn der Bruder Spielzeug klaut

Highlights: Katzen, Essen, Quatschmachen

Es ist toll dir dabei zuzusehen, wie du immer mehr zum Kind wirst. Es macht Spaß, das alles zu erleben und zu beobachten… Dennoch hoffe ich inständig, dass es nun wieder etwas leichter wird… Huff!

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Auf bald,
Hummelchen

[Rezept] Feldsalat Pesto

Normalerweise kann ich ja nie über Rezepte bloggen, weil sie meist aus Kochbüchern sind. Das hier ist aber frei Schnauze entstanden, und weil ich es absolut geil fand muss ichs schnell notieren…

Eine Trillion Portionen (ich schätze 3×4 Personen) benötigt:

  • Packung Feldsalat (150g?)
  • 3 Handvoll Erbsen
  • 1 Handvoll Cashews
  • 1 Handvoll Mandeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/4 Limette(nsaft)
  • Salz, Pfeffer
  • einige EL Olivenöl (einfach nach Konsistenz gehen)

Die Zubereitung ist denkbar einfach – alles schön lange mit dem Pürierstab oder besser geeigneten Hochleistungs-Zermantsch-Maschine bearbeiten.. Mmmhhh….

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Auf bald,
Hummelchen

2 1/4 Jahre Rumpelstilzchen

Aus meinem Kleinkind wird immer mehr Kind, und das merke ich jeden Tag aufs Neue – und wie toll das ist!!

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Du bist ein sehr aufgeweckter, neugieriger und wissbegieriger kleiner Junge geworden – nichts entgeht dir so schnell, und du möchtest alles wissen und überall dabei sein. Du fühlst dich im Zentrum am Wohlsten, genießt jede Aufmerksamkeit und den Trubel. Mitten im Scheinwerfer ist der Lieblingsort. Du möchtest, dass sich alle dir zuwenden, dir zusehen, mit dir zu tun haben. Daher redest du eigentlich ohne Punkt und Komma und ohne Luft zu holen, um dir Zuwendung und Aufmerksamkeit zu sichern.

Du sprichst immer mehr, lernst täglich viele neue Wörter, sagst alles nach und fragst wenn du etwas nicht kennst. Nach wie vor sprichst du sehr deutlich, auch andere verstehen meist was du sagst (außer natürlich du verwendest so Spezialworte wie Bimbamba oder Bitata, einige babyhafte Ausdrücke hast du dir behalten, das sind eben unsere Insider), und auch in der Kita wirst du dafür gelobt. Man muss sehr aufpassen, was man in deiner Gegenwart sagt! Du verstehst auch wahnsinnig viel, wenn man dich mit einer umfangreicheren Erklärung losschickt etwas zu tun klappt das oft. Grammatik interessiert dich allerdings gar nicht, du brabbelst drauf los wies dir grad in den Sinn kommt. Die Vergangenheitsform bildest du sehr kreativ “Rumpelstilzchen hinlaufet,” beispielsweise; immer mit -et hinten dran. Oft sprichst du von dir in 3. Person, immer öfter aber verwendest du “ich”, meist wenn du etwas willst. Es ist sehr praktisch dass du dich besser mitteilen kannst. “Rumpelstilzchen will Joghurt haben, das Essen nicht gut schmecket.” (Leider ein oft gehörter Satz!) Deine Sätze und Erzählungen werden auch immer länger. Es ist dir unglaublich wichtig gehört zu werden, und natürlich dass deine Forderungen etwas bewirken. Zu diesem Zweck kannst du denselben Satz wie eine hängende Platte tausendmal wie ein Wasserfall losschwallern, bis einem die Ohren glühen. Es gibt nur selten Momente, in denen du grade nichts sagst, meist kommentierst du alles was du tust, siehst, willst oder dir sonstwie grade in den Sinn kommt.

Oft bist du dabei sehr altklug. Das ist deine Art, und bringt eigentlich alle immer zum Lachen. Du tust sehr weise und wissend, maßregelst oft den kleinen Bruder (und auch Kinder in der Kita), wenn sie etwas tun und du weißt dass sie das nicht sollten. (Ich gebe zu dass das oft praktisch ist um darauf aufmerksam zu werden wenn der kleine Bruder Unsinn anstellt…) Wenn man dir etwas erklärt hat dann gibst du die Erklärungen wahnsinnig gerne wieder, bei jeder Gelegenheit.

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Nach wie vor bist du ein Entertainer, auch in der Kita bist du eigentlich der Dreh- und Angelpunkt im Stuhlkreis, du weißt zu Allem etwas und ohne dich meinten deine Erzieherinnen wäre es oft beinahe langweilig. Du bist ständig fokussiert und springst ins Geschehen und oft bist du dabei (unfreiwillig?) komisch. Du hast eine goldige Art von Humor, die dir wohl nicht wirklich bewusst ist, klopfst öfter trockene Sprüche. Du gehst sehr gern auf Menschen zu, winkst oder grüßt Leute/n, und beginnst Gespräche. Bei Fremden brauchst du manchmal einige Minuten um aufzutauen, aber dann bist du zu ihnen genauso herzlich.

Immer noch bist du sehr fürsorglich und kümmerst dich gern um andere. Auch wenn du mit deinem Bruder tausendmal zankst jeden Tag, kommst du sofort trösten wenn er weint, und begrüßt ihn überschwänglich wenn wir dich abholen (“Umpa vermisset!”). Wenn Mama schlimme Kopfschmerzen hat und dich bittet leise zu sein klappt das oft sehr gut. Wenn du merkst dass es jemandem nicht gut geht kommst du streicheln, küssen, trösten und kuscheln. – Und das, obwohl du sonst überhaupt kein großer Kuschler mehr bist, und dir Körperkontakt meist nicht viel gibt (immer nur sekundenweise).IMG_20141122_150129

Bitte, Danke(schön), Gesundheit und Guten Appetit verwendest du bei jeder passenden Gelegenheit. Ja, da bin ich stolz drauf. Es ist für dich selbstverständlich, obwohl wir nie gesagt haben “und wie sagt man dann?”.

Dass du ein toller Schläfer bist brauch ich ja nicht mehr zu erwähnen. Neu ist, dass du jetzt immer mit Decke statt Schlafsack schläfst, das war längst überfällig. Gern möchten wir auch dein Gitterbett in ein normales Bett umbauen, wir wissen nur noch nicht wie wir das mit den Katzen organisieren (die nämlich bei geschlossenem Treppenschutz, der ja Voraussetzung ist wenn du aus dem Bett aufstehen und rauslaufen könntest, zwar nach oben aber nicht mehr nach unten kommen und dann ohne Katzenklo festsitzen würden… mäh).IMG_20141120_150643

Essen war und ist allerdings grade ein großes Problem. Du isst zur Zeit eher wenig, sehr wählerisch und oft schmecken dir auch deine Lieblingsspeisen nicht mehr. Es gibt nur weniges, das immer geht: Käse, Banane, Joghurt(gläschen), Fisch, Spätzle, Müsli, Ei. Das wars dann eigentlich. Gelegentlich kommen andere Obstsorten dazu, mal Nudeln (oft aber auch gar nicht), oft Brot und Kartoffeln, Gemüse sonst aber überhaupt nicht. Was natürlich eh immer geht sind Kekse und so Kram…. Ist grad echt nicht sehr leicht mit dir.

Du bist 93,5cm groß (bist also in nur 3 Monaten knapp 5cm gewachsen!?) und wiegst gute 14kg. Größe 92 wird immer knapper, geht aber noch gut da du recht schlank bist. Nach wie vor müssen wir Augen abkleben, aber nur noch eine Stunde täglich, Seite abwechselnd. Erträgst du tapfer. Da sich deine Sicht bis zum letzten Termin schon deutlich gebessert hat hoffen wir dass wirs beim nächsten Termin ganz erlassen bekommen.

Deine Lieblingstiere sind Pferde, Katzen, Schnecken, Vögel und Schmetterlinge.

Am Liebsten spielst du in deiner Küche, mit Autos, mit Bällen, dem Puky und dem Lauflernwagen deines Bruders. Du malst und bastelst/schneidest sehr gerne. Du liebst von Mama genähte Kleidung oder von Uroma gestrickte Pullis und wertschätzt das sehr.

Was du magst: Tiere, mit Mama putzen oder kochen oder Sport machen, zum Bäcker oder Einkaufen gehen, Bewegung und Toben, Kissenschlachten, Schnee(schippen), Honigmilch, deinen Schnuller, deine Erzieherinnen, Besuch haben, Geschenke bekommen, Schuhe und Accessoires, Musik, Tanzen und Singen, Biene Maja, Papa Pinguin, Oma & Opa

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Was du nicht magst: Haare waschen, Zähne putzen, Gesicht waschen, Eincremen, aufstehen (Morgenmuffel deluxe!!), Spielsachen teilen (vor allem dein “Nachtgespensti” darf keiner anfassen)

Es ist grade richtig toll Zeit mit dir zu verbringen, deine heftigen Trotzanfälle sind nicht so, dass sie den ganzen Tag bestimmen, du bist allgemein eher “umgänglich” und man kann richtig Spaß mit dir haben. Ich hab richtig Freude daran, dir beim Lernen und Weiterentwickeln zuzuschaun und merke immer wieder, wie stolz ich auf dich bin, mein Großer – bleib wie du bist! Auf die nächsten Monate!

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Auf bald,
Hummelchen

KiTa Gespräch Rumpelstilzchen

Seit beinahe 3 Monaten ist das Rumpelstilzchen nun stolzes KiTa-Kind, und es war an der Zeit für ein Entwicklungsgespräch. Viel Neues gab es nicht, Aktuelles wird immer wenns ansteht gleich besprochen, aber einige Dinge gabs doch zu besprechen:

  • Die Entwicklung und den Stand schätzen sie im ganz normalen Mittelfeld, es gab keine auffällen Defizite oder Probleme. Sprachlich schätzen sie ihn sehr gut ein, er spreche Worte richtig aus, auch in ihren Augen schwierige (Physalis – wobei ich das Wort per se nicht schwer finde – und einige Nachnamen den Erzieherinnen, die echt nicht so ohne sind und die andere Kinder nicht schaffen). Auch brabbelt er viel und erzählt und wiederholt immer alles.
  • Er saugt grade alles auf wie ein Schwamm, was so rundherum passiert, wer was tut, was man ihm sagt.
  • Er kann nicht/kaum für sich alleine spielen, braucht immer den Bezug zu einem Erwachsenen.
  • Er ist mit Abstand der älteste, und hat eigentlich keinen Spielgefährten. Er kümmert sich zwar auch mal um die Kleinen, aber viel Schnittmenge gibts da kaum.
  • Vieles ist für ihn daher grade eher langweilig, man sieht ihm an dass er wenig Interesse an den Dingen hat die die ganz Kleinen machen.
  • Er hat wenig Konzentration und führt nur für sehr kurze Zeit Tätigkeiten/Spiele aus (nach oben genanntem überrascht das kaum, dennoch weiß ich dass er kaum mal bei der Sache bleiben kann wenns nicht mit Bewegung zu tun hat und ich ahne jetzt schon dass ich mal später mit dem ein oder anderen ADHS-Klugmeier aneinander geraten werde – HIER war das GsD überhaupt kein Thema).
  • Er testet grade enorm Grenzen aus, guckt auch ob Regeln bei allen anderen Erzieherinnen auch gelten, versucht zu mogeln.IMG_20150107_181942904
  • Er begeistert sich für alles, macht alles mit und das mit Freude. Die Erzieherinnen hätten sehr viel Spaß und Freude mit ihm, weil man so viel mit ihm “anfangen” kann, und er so viel weiß. Er rockt Stuhlkreis und Ähnliches, es kommt ständig Rückmeldung von ihm, er mag den Mittelpunkt und ist geistig immer “dabei”.
  • Er ist sehr herzlich, mag die seine Erzieherinnen, kommt sich Umarmungen abholen und setzt sich zu ihnen auf den Schoß. (Man hat an der Stelle richtig gemerkt, wie freudig sie das erzählt hat und wie sehr sie ihn auch mögen. Das tut so gut! Es ist für mich eine riesen Erleichterung zu wissen, dass mein Kind nicht nur gut betreut, sondern auch wirklich gemocht wird..)
  • Oft zeigt er sich wenig selbstständig, bzw. delegiert Dinge die er eigentlich schon selbst kann (Schlappen ausziehen, Gesicht abwischen, Hände waschen). Das möchten sie in der KiTa ein wenig mehr aus ihm rauskitzeln und üben, ich solle auch daheim ein wenig darauf achten, ihn altersgemäße Dinge selbst machen zu lassen und ihn dahingehend zu fördern. (Ich sehe das Problem selbst, denke aber dass der Grund auch der ist, dass er nur von Kleineren umgeben wird die eben versorgt werden und Mr-will-im-Mittelpunkt-sein das eben als praktische Möglichkeit sieht sich seine Aufmerksamkeit zu sichern.. Aber recht haben sie ja trotzdem.)
  • Sie sehen ihn eher im Kindergarten als in der KiTa. Er bräuchte wirklich mehr Anspruch, ältere Kinder, höhere Anforderungen. Es ergab sich dann auch, dass wir ohnehin ab 1.10. einen Platz in einer Folgeeinrichtung haben müssen. Hatte ich nicht am Schirm. Ups. Mistmistmist.
  • Er liebt zwar sein Käsebrot, guckt aber eher immer traurig auf das warme “gscheite” Essen der anderen Kinder. Er möchte bittedanke auch mal ab und an was Warmes/Wärmbares mithaben. Ok, mach ich gern. Isst er zwar nicht so gern, aber ist natürlich auch doof wenn ihm sowas wie bei den anderen lieber wäre.

Spannend, mal die Sicht von anderen zu hören.. Bin schon neugierig wie das weitergeht… :-)

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Auf bald,
Hummelchen

Raupi, du bist EINS!

Mein großer Kleiner, mein Specki, mein Herzchen… ich fasse es kaum, dass ich schreibe, du bist nun schon ein Jahr alt. Ich sitze hier, höre den Soundtrack den ich unter deiner Geburt gehört habe, und halte ein wenig Tränen zurück, damit ich den Monitor im Blick behalten kann. Ich glaube, es hat dich immer schon gegeben, so selbstverständlich bist du hier bei uns. Und dennoch weiß ich noch ganz genau wie es war, als du erst wenige Tage alt und noch ein kleines Zellhäufchen warst, mit welcher Sicherheit ich schon ahnte, dass es dich gibt. Wie selbstverständlich du dich in diese Welt gepflanzt hast, und zur Welt kamst. Damit wir später auch genau wissen, wie du so warst, versuche ich das Wichtigste festzuhalten…

… du bist ein ruhiges und weitgehend unkompliziertes Baby gewesen, das nun je älter es wird, immer deutlicher zu zeigen und sich zu behaupten weiß, um nicht im Familienalltag unterzugehen.

… Daher kannst du aktuell wahnsinnig zornig werden und dich in ganz schlimme Wutanfälle reinsteigern, wenn etwas nicht so klappt oder gemacht wird wie du möchtest. Wenn dir der Bruder Spielzeug wegnimmt kreischt und quietscht du extrem laut und extrem hoch, noch viel höher als er es konnte.

… Du spielst am Liebsten mit Dingen, die Feingefühl oder Koordination der Hände erfordern. Bälle werfen/rollen, mit Bauklötzchen bauen und Autos herumschieben gefällt dir am Besten. Laute Freudenjauchzer entlockt man dir wenn man mit dir Fangen spielt. In letzter Zeit interessiertest du dich immer mehr für Bücher. Am Liebsten sind dir die, in denen es etwas zu fühlen gibt.

… Das Spüren ist für dich sehr wichtig, Aufmerksamkeit bedeutet für dich Körperkontakt. Du musst nicht im Mittelpunkt stehen, kannst viel und lange für dich spielen, aber es ist dir außerordentlich wichtig dass man immer soweit in Griffweite ist, im wahrsten Sinne des Wortes. Du bist ein Schmuser, und liebst vor allem nackte Haut. Liegt irgendein “Opfer” am Boden kommst du sofort angekrabbelt, schiebst den Pulli hoch und prustest und schmust auf Bauch oder Rücken.

… Du bist auch (in aller Regel) sehr vorsichtig und feinfühlig mit den Katzen oder dem Hund von Oma und Opa. Du kannst sie bereits vorsichtig streicheln (also nicht nur fuchteliges drauf rumpatschen), fasst sie vorsichtig in Gesicht und an den Ohren an. Nur im dichten Wuschelfell verlässt dich deine Geduld und du packst ordentlich mit beiden Händen rein und rupfst. Hast ein Glück, dass unsere Katzen die friedfertigsten Lämmer der Welt sind…!

… Generell magst du Tiere, aber du erschreckst auch mal vor fremden Hunden, und zeigst nicht so die überschwängliche Begeisterung für fremde oder unbekannte Tiere.

… Insgesamt bist du eher genügsam. Man kann dir mit Vielem Freude machen. Auch wenn du nicht so begeisterungsfähig für alles bist, kannst du dich mit allem irgendwie beschäftigen. Dein Temperament ist eher gemäßigt.

… Du bist sehr wach und benötigst eher wenig Schlaf. Etwa 12 Stunden nachts und 1-2 Stunden tagsüber. Nach vielen Abenteuer in alle Richtungen, zwischen durchschlafen und halbstündlichem Erwachen haben wir dieses Jahr nachts alles mit dir erlebt. Obwohl du tagsüber so ein Kuschler bist willst du nachts deine Ruhe. Aktuell wachst du nachts 1-4 mal auf, benötigst aber nur noch ab und zu ein (sehr verdünntes) Fläschchen, weil du tagsüber noch nicht genug trinkst. Du schläft vor und zu Vollmond auffällig schlechter.

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… Du bist auch morgens oder wenn man dich aufweckt immer super gut gelaunt und strahlst in die Welt, wie so ein kleiner Sonnenschein. Du kannst dich auch wahnsinnig über etwas freuen (zB wenn dus schaffst die Bauklötzchen so zu stapeln wie du willst) und strahlst dann über alle 4 2 Backen!

… Du nimmst zwar noch Schnuller, aber sehr wichtig scheint er dir nicht zu sein. Er beruhigt dich, ist aber nicht mehr, und wenn er stört (wenn du erkältet bist) kommst du auch ohne ihn klar.

… Menschen magst du sehr, du bist meist nicht schüchtern, lässt dich auch (meist) von anderen auf den Arm nehmen oder mit dir spielen. Bei Fremden machst du deine riesengroßen Kulleraugen und schaust erstmal skeptisch, ob die auch ok sind, aber kommst schnell in Kontakt.

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… Du liebst es zu winken und zu klatschen. Du machst das mit vollem Körpereinsatz und bist maximal begeistert dabei.

… Du hast erst 5 kleine Zähnchen, und auch wenn 2 bereits gaanz kurz vorm Durchbruch sind und scheinbar öfter mal drücken tut sich da seit Monaten nichts mehr.

… BLAU ist deine Farbe. In der Schwangerschaft hatte ich eigentlich violett für dich im Sinn, aber je näher es zur Geburt ging desto mehr war mir danach, dass dein Zimmer blau gestrichen würde, und suchte vieles in dieser Farbe für dich aus. Das hat wenig damit zu tun, dass du ein *Junge* bist, es hat sich gezeigt dass blau dir auch ausgezeichnet steht. Als kleines Baby wars eher dunkelblau, mittlerweile steht dir auch helles blau gut. Die Farbe in meinem Kopf ist so mittelhelldunkel, meerblau etwa.

… Obwohl du weder klein noch leicht bist siehst du so rein vom Gesicht her noch sehr nach Baby aus: die dicken Knubbelbäckchen, die vollen Lippen, die großen Augen, mit denen du so skeptisch glubschig schaun kannst. Ich bin dann immer wieder schockiert wie groß du auf einmal wirkst wenn du zB auf dem Puky sitzt.

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… Gefüttert werden fandest du nie soo toll und aktuell immer blöder. Du isst sehr gern Obst selbst (Banane, Trauben, Mandarinen, letztere machen dir aber oft mal wunden Po) und kannst auch dickpappigen Brei löffeln, wenn man dir den Löffel in die Hand drückt. Am Liebsten isst du Milchbrei oder Müsli. Gemüse geht eher grade so und auch nur wenn es orange ist. KEINE Ahnung warum. Aber du isst nur Karotte, Kürbis, Süßkartoffel, Kartoffel. Wenn ich Blumenkohl dazu mogle sodass es noch orange bleibt gehts auch. Grünes isst du üüberhaupt nicht, auch nicht wenn du selbst essen darfst. Aktuell hast du deine Liebe für Käse entdeckt, auch Spätzle und Nudeln liebst du. Pilzrisotto kommt auch immer gut an, und ab und an isst du ein wenig Fleisch. Generell bist du aber eher heikel, und das Essen nicht so einfach. Wenigstens kannst du schon selbst super aus deiner Schnabeltasse trinken. Deine Milchfläschchen liebst du heiß und innig, es scheint für dich “mehr” als nur Nahrung zu sein… Ich vermute, du wirst sie nicht so bald gänzlich aufgeben wollen.

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… Obwohl essen für dich überhaupt nicht wichtig ist, und du eher grade mal so isst um satt zu sein bist du eher moppig. Du trägst aktuell Größe 86, wobei dir aber Arme und Beine immer zu lang sind. Du wiegst knapp 12kg auf irgendwas um die 76/77cm.

… Du liebst deinen Bruder abgöttisch, möchtest auch dauernd mit ihm kuscheln und dich auf ihn drauflegen, was er meist leider nicht so toll findet.

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… Oma und Opa werden immer wichtiger für dich, du freust dich sehr wenn du sie siehst und willst dann gleich aufn Arm.

… Du bist wahnsinnig fröhlich und strahlst oft übers ganze Gesicht. Du kannst dich soo sehr freuen und wenn du dich nicht grade ärgerst bist du ein entspanntes Sonnenscheinchen!

… Du kannst Mama und Papa sagen. Mama hast du schon vor etlichen Wochen scheinbar gezielt verwendet, dann lange nicht mehr. Seit Weihnachten sagst du Papa und seit einer guten Woche wieder Mama. Sehr zuckerig! Darüber hinaus zeigst du nicht so viel Interesse an Sprache. Man merkt zwar dass du immer mehr verstehst, aber einen Sprung gab es da bislang nicht.

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… Du bist sehr fit im beobachten und nachmachen. Vor allem Blödsinn des Bruders schnappst du sooofort auf. Aber auch sonst bist du sehr aufmerksam. Mama wird das in nächster Zeit mal nützen um Babyzeichen einzuüben…

… Du bist ein ziemlicher Draufgänger. Gefahr kennst du nicht, du krabbelst überall halsbrecherisch rum, und statt dich von zB der Couch abzuseilen stürzt du dich einfach voran runter. Gottvertrauen, nennts dein Opa. Du weißt, irgendwer wird dich schon auffangen. Wär dann aber dennoch nicht schlecht, du würdest mal ein wenig vorsichtiger sein.. Seit einigen Tagen bist du überhaupt ganz wild: du kletterst ständig irgendwo hoch, sitzt kaum dass man sich mal umdreht auf dem Spieltisch im Wohnzimmer oder stehst auf dem TrippTrapp des Bruders an der Arbeitsfläche (DA hab ich vielleicht nen Herzkasper bekommen!!!) – das schaffst du indem du dir die kleine Trittleiter vor den TrippTrapp schiebst und dann Stufe für Stufe hochkletterst. Runter kannst du ja nicht, aber wenn du fällst hälst du dich mit aller Kraft fest – und Kraft hast du VIEL! Du kannst fast dein gesamtes Gewicht für einige Sekunden halten, egal wie ungünstig die Position. Dann quiekst du panisch, damit man dich rettet. Meine Nerven!!?

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… Obwohl du kaum mal 2 Schritte an der Couch entlang machst kannst du schon flott die Treppe im Haus hochklettern und pfeilschnell krabbeln. Das ein oder andere Mal wolltest du beim Stehen schon die Hände loslassen, hast es dir aber in letzter Sekunde noch anders überlegt.

… Du bist insgesamt eher der sehr Gemütliche, was deine Entwicklung betrifft. Du hast da die Ruhe weg und es kein bisschen eilig, neue Dinge zu können. Du gibst dich zufrieden mit dem was du kannst, neue Fähigkeiten passieren dir eher, und selbst wenn du etwas neues kannst kann es sein dass du es erst nach einiger Zeit überhaupt mal konstant anwendest.

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… Gewickelt und angezogen werden hasst du, und während das Zähnchenputzen an manchen Tagen ohne Theater klappt ist das Eincremen im Gesicht für dich Folter pur. Leider hast du sehr trockene, empfindliche Haut, und wenn grad Winter und ausgeprägtes Sabbern zusammenkommt hast du ganz schlimm angeschlagene Haut im Gesicht. Obwohl wir öfter piffelig-rauh-trockene Haut mit Trockenschuppen-Stellen haben gabs bislang keine Anhaltspunkte für Neurodermitis .. die Finger bleiben aber gekreuzt!

… Dein Temperament ist aktuell zurückhaltend, fröhlich, draufgängerisch, geduldig, entspannt, zugewandt, nähebedürftig, genügsam, neugierig, abwartend und ruhig.

… Deine Augen sind nicht mehr so blau wie sie waren, aber haben nicht wirklich umgefärbt. Aktuell sind sie ein wenig schwer zu definieren, sie wirken eher grau. Definitiv noch blau, aber nicht so farbintensiv. In manchem Licht sogar leicht grünlich. Kommen aktuell sehr nach Mamas. Deine mittlerweile endlich wachsenden Haare sind weiß-blond mit leicht rötlichem Einschlag, insgesamt aber sogar noch heller als die deiner (blonden) Omas. Deine Wimpern sind immer noch rötlich, aber die wachsenden Haare sind blonder als deine ersten. Deine Haut ist sehr hell und hat einen deutlichen rosa Unterton. Wir sind schon gespannt wie das mal wird!

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… Im Tuch/Trage getragen werden gefällt dir immer noch gut. Man darf aber keineswegs stehen bleiben, und sitzen schon mal gar nicht! Für kurze Strecken haben wir jetzt einen RingSling, da du so schwer bist und das ziemlich anstrengend ist mit dir am Arm noch was anderes zu machen.

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Es ist so spannend dir beim Wachsen zuzuschaun und deine Entwicklung zu erleben. Du bist so anders als dein Bruder, und doch seid ihr euch dann oft wieder so ähnlich… Wir sind so dankbar dafür dass es dich gibt, und es dir gut geht. Es ist so schön, dass du bei uns bist, und ich freue mich ganz besonders auf die Zeit mit dir als Kleinkind!

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Ich habe nun kein Baby mehr, sondern zwei Kleinkinder. Ich bin traurig, und zugleich unglaublich erleichtert.

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Auf bald,
Hummelchen

Jahresrückblick 2014

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Es fällt mir sehr sehr schwer, diesem Jahr eine einzige Zahl zu geben. Es war einfach extrem. Es gab extrem Schönes, wie die Geburt der Raupe, aber auch wirklich Schreckliches, wie der Tod vom Opa meines Mannes und der von meinem Papa an meinem 2. Hochzeitstag. Ich habe dieses Jahr zwei Mal meine Oma gesehen, ich habe zum ersten Mal seit Jahren (?) wieder mit meiner Schwester gesprochen, erfahren dass ich Tante werde. Ich war teils wahnsinnig überfordert zu Hause mit den Kindern, kam weit über meine Grenzen, hatte wochenlang keinen Tiefschlaf mehr. Wurde 30. Dieses Jahr war nahezu ein perverse Karikatur von Zuckerbrot und Peitsche.
Dennoch bin ich gerade von Hoffnung auf Schönes und Akzeptanz der ganzen Gräßlichkeiten angestiftet, dem Jahr eine 7 zu geben.

2. Zugenommen oder abgenommen?
Nicht merkbar abgenommen, was nach dem zu erwartenden nach-Geburts-Gewichtsverlust einer Zunahme entspricht. Ich wiege etwa 5kg weniger als Anfang des Jahres, und das ist äußerst negativ.

3. Haare länger oder kürzer?
Aktuell wachsen sie wieder, also länger.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Gleichbleibend. Nach einem üblen Gehörsturz nach dem Tod meines Vaters ist mein Hören allerdings merklich schlechter, und ich befürchte ich muss mich um ein Hörgerät kümmern wenn ich wieder arbeiten gehe.

5. Mehr Kohle oder weniger?
Immer weniger werdend.

6. Besseren Job oder schlechteren?
Keine Veränderung, aber laufende Bewerbungen die auf eine Änderung 2015 schließen (/hoffen?) lassen.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?
Weniger als 2013, logischerweise (immerhin kaufen wir nicht jedes Jahr ein neues Haus), aber dennoch mehr als sonst und mehr als ich wollte.

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Wohl Kraft. Wäre die nicht mehr geworden, hätte ich dieses Jahr nicht überstanden.
Davon abgesehen hab ich eine Spüli-Flasche gewonnen. :)

9. Mehr bewegt oder weniger?
Weniger. Viel zu wenig. Das fehlende Beintraining resultierte in einem widerlichen Knie-Unfall, bei dem mein Außenmeniskus beschädigt wurde, für eine OP war allerdings keine Zeit. Glücklicherweise gehts ihm auch so wieder gut genug. Mehr Probleme macht die Hüfte, die seit Schwangerschaft und Geburt nicht mehr tut wie sie soll, ich weiß nur nicht genau was ich dagegen machen soll.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Nichts Gravierendes, bissl Schnupfnase hier, bissl Husten dort.

11. Davon war für Dich die Schlimmste?
Naja, am Schlimmsten war der Gehörsturz und der Knie-Zwischenfall, aber beides sind ja nicht Erkrankungen im engeren Sinne.

12. Der hirnrissigste Plan?
Das Baby mit zum Begräbnis nach Österreich zu nehmen. Keine gute Idee.

13. Die gefährlichste Unternehmung?
Gabs keine…

14. Die teuerste Anschaffung?
Der Doppel-Kinderwagen, den wir aber vom ganzen Zur-Geburt-Geld bezahlen konnten, der Reboarder für die Raupe, Terrassenmöbel … das waren die Spitzenreiter.

15. Das leckerste Essen?
Tragischweise Sushi. Und das Belohnungs-Tiramisu nach der Geburt. Das leckerste neu entdeckte Essen: Mandel-Carbonara und das unschlagbare Rezept für den perfekten Flammkuchen/Pizzaboden.

16. Das beeindruckendste Buch?
Uff. Ich kann jetzt nicht behaupten dass ich dieses Jahr viel gelesen hätte. Wenn dann Ratgeber, die waren alle gut, aber nicht wirklich bahnbrechend beeindruckend.

17. Der ergreifendste Film?
Geschnüft bei Frozen, den ich dieses Jahr zum ersten Mal gesehen habe. Rotz und Wasser geheult bei der letzten Folge von How I Met Your Mother und dem letzten Harry Potter (aber hier nicht zum ersten Mal). Erschüttert gewesen von diversen Game of Thrones Episoden.

18. Die beste CD?
Das ist äußerst… denkwürdig, aber: Die 30 besten Kinderlieder auf Weltreise. *seufz*

19. Das schönste Konzert?
Keins.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Den Kindern.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?
Der Familie.

22. Zum ersten Mal getan?
Ambulant entbunden, mich vegan ernährt

23. Nach langer Zeit wieder getan?
Meine Haare rot gefärbt.

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Endgültige Erkenntnis nicht (voll) stillen zu können, Todesfälle von geliebten Menschen, keine Eltern mehr zu haben, Schlafentzug

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Mich selbst, über meinen Schatten zu springen und meine Schwester zu kontaktieren, um auszuschließen dass auch sie aufgrund der Ignoranz der Ärzte ein Baby verliert.

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Dem Mann Whisky, den Kindern die Spielküche

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Mein schönstes Geschenk dieses Jahr war die Raupe.

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
“*Rumpelstilzchen* Mama lieb!” :’-)

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
“Endlich bist du bei mir.”

30. Dein Wort des Jahres?
Geschwister

31. Dein Unwort des Jahres?
Begräbnis

32. Dein(e) Lieblingsblog(s) des Jahres?
Einige. Klassiker, und neue …

33. Zum Vergleich: Verlinke Deine Rückblicke der vorigen Jahre!
20132012, 2011.

Puh. Es war schön. Es war hart, sehr hart. Ich bin sehr gespannt was das nächste Jahr alles mit sich bringt, turbulent könnte es allemal werden. Daher möchte ich kurz festhalten, was auf mich zukommt, was ich mir wünsche, was ich mir vornehme…

  • Gleich 8 Tage im neuen Jahr endet meine Elternzeit, denn die Raupe wird 1. Damit verbunden muss ich mich darum kümmern, das Familienauskommen zu sichern und daher erstmal Arbeitslosengeld beantragen (schon erledigt, nur noch Papierkram abzuarbeiten), und noch viel wichtiger – mich um neue Arbeit kümmern. Gleich in der 2. Neujahrswoche erwartet mich ein erstes Vorstellungsgespräch in einer Einrichtung, in der ich wirklich gerne arbeiten würde. Es stellt sich nur die Frage, ob es mit den mir zur Verfügung stehenden KiTa-Öffnungszeiten machbar ist, aber ich bin “guter Hoffnung”, denn ich bin perfekt für den Job geeignet.
  • Logischerweise heißt das, dass die winzige Raupe in die KiTa muss. Auf der einen Seite bin ich erleichtert, dass das sehr “weich” geschehen darf, er kennt seit Anfang November die Erzieherinnen, geht zweimal täglich dort ein und aus, war bereits kurzfristig in seiner zukünftigen Gruppe alleine, schon öfter in (Körper)Kontakt mit seiner zukünftigen Bezugserzieherin und zeigte niemals Probleme damit. Er mag alle Menschen so gerne, braucht deren Nähe und fühlt sich nur selten unwohl, ich hoffe, dass das reicht. In meinem Bauch fühlt es sich nämlich nicht gut an, ihn so früh schon weggeben zu können, und ich würde ihn liebend gerne noch ein Jahr zu Hause behalten, aber da wir Fixkosten fernab von Sparmöglichkeiten haben, die sich mit dem Gehalt vom Mann alleine nicht stemmen lassen, ist das keine Option. (Auch für Arbeitslosengeld muss er in der KiTa angemeldet sein und ich spontan abrufbereit sein und tun wie mir befohlen wird, von heute auf morgen ein sinnfreies Seminar, und los muss ich – ein Kind nicht eingewöhnt zu haben und dann in der “friss oder stirb” Methode dort abzuschieben ist mMn schlimmer als ihn gleich regelmäßig hinzubringen.)
    Dieser Punkt gefällt mir nicht, aber ich hoffe dass er für alle überraschend schmerzfrei wird.
  • Im Januar stehen noch viele Arzttermine an – Kontrolle beim Gynäkologen nach der (ENDLICH erfolgten) Entfernung der Hormonspirale. Der ist fast sinnfrei, mein Körper ist wieder mein Körper, er tut wieder wie ich es von ihm kenne, die Schmerzen sind weg, die anderen Probleme auch. Aber gut. Wichtiger ist der Termin beim Neurologen, weil sich mein Karpaltunnelsyndrom nach der Geburt nicht besserte. Ich habs lange rausgeschoben, aber das muss was getan werden. Oft hab ich nachts schlimme Schmerzen, und kann wenn ich spontan muss das Kind kaum halten so taub sind meine Hände, manchmal bis weit über den Ellenbogen raus. Davon ab noch je eine Impfung für jedes Kind und ein Entwicklungsgespräch in der KiTa. Puh!
  • Sehr wahrscheinlich werde ich im Januar Tante. (Außer die Maus hats jetzt doch noch eilig aufn letzten Drücker!) Hach! <3
  • Im Frühjahr möchte ich einiges aus dem Garten entfernen. Mir gefällts eigentlich gar nicht, wie er angelegt ist, und ich werde da ratzeputz machen. Ich denke auch der Mann bräuchte da 1, 2 Urlaubstage um den ganzen Krempel wegzuschaffen.
  • Ich möchte nächstes Jahr eher damit beginnen, Kräuter, Früchte und Gemüse zu pflanzen. Außerdem werde ich mich ein wenig mehr informieren, und versuchen zu verhindern dass mir wieder alle Tomaten absaufen *grr*
    Plan: Physalis, Erdbeeren, Kürbis, Tomaten, Zucchini, Erbsen oder Bohnen, und jede Menge Kräuter
  • Beim Saatgut werde ich darauf achten, keines von Monsanto zu erwischen.
  • Ich muss/möchte/werde ein wenig Geld investieren, wieder ordentliche Klamotten für die Arbeit zu haben. #tschüssmamaschlabber
  • Ich möchte schon eher und öfter mit den Kindern auf den Spielplatz gehen, vor allem wenn ich ja nun deutlich weniger Zeit mit ihnen habe, diese auch nutzen.
  • Ich hoffe dass ich die Energie finde, viele neue Kochrezepte zu lernen.
  • Ich will meine (schrumpfende) Freizeit nutzen, nicht rumzugammeln sondern Projekte zu erledigen: Nähen, Malen, Garten, Lesen
  • Ich möchte mich bemühen, etwas weniger schüchtern-verklemmt zu sein. Ich würde so gern die ein oder andere KiTa Mama(/Familie) kennen lernen…
  • Ich hoffe ich habe die Möglichkeit, anderen zu helfen.
  • Ich hoffe, dass ich die Möglichkeit haben werde, Unterstützung zu bekommen.
  • Ich nehme mir vor, öfter Quality Time mit dem Mann zu haben. Nicht nur das System Familie/Kinder, sondern auch unsere Partnerschaft zu sehen. Wir hatten davon 2014 viel viel viel zu wenig, und das spüren wir schmerzhaft.
  • Ich nehme mir jedes Jahr vor Sport zu machen. Ich muss das aus guter alter Tradition wieder tun! Aber nein … ich brauche es dringend. Ich hoffe dass ich die Energie dafür finde, und jemanden der mir regelmäßig in den Arsch tritt…
  • Ich möchte im Sommer viel öfter draußen Abendessen.
  • Ich möchte entspannter und weniger perfektionistisch im Alltag, vor allem bei meinen Kindern sein. 5 grade sein lassen können. Nicht durchzudrehen wenn ich den letzten Zahn vom Kind nicht putzen kann weil er sich so sträubt. Sowas halt… Weniger oft “das MUSS” zu denken. Vor Augen zu haben dass es ein Stückchen hinter “ausgezeichnet” immer noch ziemlich gut und viel entspannter ist. Das werd ich mir wohl als Mantra durchs ganze Jahr vorpredigen… ;-D
  • Ich möchte weniger oft jammern dass ich nix gut schmeckendes Veganes aufs Brot hab und öfter einfach einen der vielen sauleckeren Aufstriche machen. Einer pro Woche, das kann doch nicht so schwer sein!?!
  • to be continued! Mir fällt bestimmt mehr ein…

Abschließend wünsche ich allen Lesern noch einen guten Rutsch in ein tolles 2015!!

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Auf bald,
Hummelchen